• Hm, wie oft darf man denn jetzt seine Sprachprozessoren einstellen lassen ?

    • ---> Wenn die Grundanpassungs-Phase vorbei ist und alles stabil ist mit den Werten, dann gibt es einmal im Jahr ein "Überprüfungsritual".

      So oft wie man es schafft dass der HNO einem eine Überweisung schreibt ?

    • ----> Das "Problem" kenne ich so nicht. Ich mache im Jahr einmal den Termin aus, für die Überprüfung. Ohne HNO-Überweisung. Wenn es sich "außer der Reihe" notwendig macht, dann kann ich auch einen Termin vereinbaren. Ich gehe davon aus, einen wirklich einen triftigen Grund zu haben! Nach einem Upgrade des Gerätes, die neue Hardware (Prozessor) - da kann es vorkommen, dass nach der Umstellung noch Korrekturen vorgenommen werden müssen. Wenn die Einstellung so ok ist und ein Jahr rum ist, dann besteht auch bei oder nach einem Upgrade keine Notwendigkeit noch groß, was zu einzustellen. Denn die Grundwerte werden "kopiert". Nicht immer klappt es. Wie bei meinem Fabrikat. Was nicht heißt, dass es allen anderen so geht! Da die Verarbeitungsstrategie (Softwarefilter) neue Algorithmen bekommen hat und so den Einfluss hatte, Details einfach wegzufiltern. Immerhin übernimmt meine Krankenkasse die Kosten für jede Sitzung. Das möchte ich wirklich nicht überstrapazieren.

    So oft bis ich meine das Letzte irgendwie aus dem Sprachprozessor herausgekitzelt zu haben ?

    • --> Ja, so kannst das beschreiben. Das Problem ist ja, Du sitzt (könntest auch stehen dabei ;) bei der Einstellung im ""hörakustisch toten Raum"" (Vorsicht Übertreibung"). Der Alltag ist fernab vom Einstellgeschehen. Eine Überprüfung der Veränderungen der Einstellungen kannst Du nur im Alltag machen. So kommt es dann auch vor, dass es einige Male erforderlich ist, sein wird, Verbesserungen vorzunehmen. Bis es passt. Geduld. Nicht immer ist der Kopf so schnell, wie Du es gern hättest. Es ist immer eine kleine Lern-Zeit-Phase nötig. Wäre schon schön zu wissen, aus dem Interesse heraus, welches Fabrikat oder System Du hast. Ick danke Dir.

    Gruß, Timothyx

    "Nieder mit der Schwerkraft, ein dreifaches Hoch auf den Leichtsinn" ;)

    Display Spoiler

    Erstaktivierung 2007 (rechts)

    Erstaktivierung 2009 (links) seit dem sind beide CI's meine perfekten Begleiter! :love: (Stand 2023 Naída CI M90)

  • So oft wie du es für nötig empfindest die ambulanten Einstellungen, so 2 bis 3 mal im Jahr und halt so oft wie das die Krankenkasse bezahlt! Also bei mir waren es in den letzten 12 Jahre Zeit dem ich mein ci habe ca. 120 Einstellungen und es geht immer noch etwas!!

    Das bedeutet du warst im Schnitt jedes Jahr 10 mal zum Einstellen ?
    Sportlich, dann werde ich auch öfters gehen, denke bei mir ist da auch noch Luft nach oben, wenn ich den SuperAudiologen gefunden habe. So finde ich den dann auch schneller.

    ----> Das "Problem" kenne ich so nicht. Ich mache im Jahr einmal den Termin aus, für die Überprüfung. Ohne HNO-Überweisung.

    Komisch, bei mir war erforderlich eine Überweisung vom HNO oder Hausarzt in Freiburg abzugeben.
    Sind die Regeln nicht bei allen gleich ?

    Gruss

    leo

    Nach vielen Jahren in Asien, wieder zurück in Deutschland

  • Die Regeln scheinen sich je nach Klinik bzw. Hörzentrum zu unterscheiden. Offenbar gibt es auch unterschiedliche Entwicklungen im Lauf der Zeit. Dasselbe gilt für die Zuzahlung in Höhe von 10 € für die Einstellungen. Evt. haben auch die Krankenkassen verschiedene Regeln. Wenn neue Einstellungen erforderlich sind, müssen die KK diese Kosten übernehmen.


    Maryanne

    Meine Bücher:

  • Das Problem ist ja, Du sitzt (könntest auch stehen dabei bei der Einstellung im ""hörakustisch toten Raum"" (Vorsicht Übertreibung"). Der Alltag ist fernab vom Einstellgeschehen. Eine Überprüfung der Veränderungen der Einstellungen kannst Du nur im Alltag machen.

    Gerade deshalb ist eine Anpassungswoche nach der Erstaktivierung eines Sprachprozessors nach der OP und/oder eine Reha mit täglicher Anpassung eine gute Sache.

    Haben CI-Patienten diese Möglichkeit nicht (bzw. nutzen sie aus diversen Gründen nicht), dann kann sich das Finden der "passenderen" Einstellung hinauszögern.

  • Erstanpassungen und Rehas, war bei mir vor ca.20 Jahren.
    Dauernd vergessen zu schreiben, ich habe Cochlear derzeit N7 beidseitig.
    Ok, nochmal Danke für Eure Hilfe, weiß nun was zu tun ist.

    @ci_joe, bei Gelegenheit aber bitte in St. Wendel fragen, ob ich dort gegen Bezahlung Einstellungen machen lassen kann, weiß ja nicht wie lange es dauert bis ich in Freiburg den motivierten SuperAkustiker finde. Vielen Dank schon mal !

    Gruss

    leo

    Nach vielen Jahren in Asien, wieder zurück in Deutschland

    Edited once, last by leo (March 25, 2024 at 9:12 AM).

  • ist.

    ci_joe, bei Gelegenheit aber bitte in St. Wendel fragen, ob ich dort gegen Bezahlung Einstellungen machen lassen kann

    Ich würde an deiner Stelle einfach selber anrufen oder schreiben. Denn eine Aussage, die ein wohlbekannter Patient evtl. aufgrund einer Bekanntschaft mit dem Klinikchef bekommt, kann aber muss nicht die gleiche sein die du bekommen könntest. Und willst du dich auf Dritte und „Horensagen“ berufen?

    Advanced Bionics HiRes Ultra 3D am 01.09.2022 implantiert.

    EA: erfolgt am 29.09.2022

    Seit 03.2024 HG Links: Phonak Naida Link

  • Hallo Acki,


    Vorsichtig mit Behauptungen und Unterstellungen!!! Ich frage nicht den ex - Chefarzt, sondern den ci Techniker der die Termine für den Chef Audiologen macht und mit der Krankenkasse abrechnen und es geht nur um die Frage macht er so was oder nicht , der Rest muss Leo machen.


    Gruß Joachim

  • Ganz ehrlich…mir ist es egal wie oft und ich hab mir darüber noch nie Gedanken gemacht, brauche meine Energie für anderes. Solange mein Akustiker nicht die weiße Fahne hieft oder die Kk meckert.

    Nach 3,5J habe ich jetzt etwa 140 Maps, weil ich Probleme mit hohen Stimmen/ Frauen/ Kinder habe. Erst vor kurzem hat ein Cochlear Techniker ne Idee gehabt und es geht in die richtige Richtung. Sind halt doch einige Parameter zu berücksichtigen, Lage der Elektroden usw.

    rechts seit Kindheit gehörlos

    links seit Sept.20 gehörlos und seit Okt.20 ein Blechohr mit Nucleus 7 Cochlear

    Implantiert in der Uniklinik Freiburg / Prof.Dr. Aschendorff

  • Ah, ok, wenn das die Krankenkasse nicht so eng sieht, dann werde ich auch öfters gehen.
    Natürlich ist es mir lieber dass das über die Kasse abgerechnet wird, anstatt selbst zu zahlen.
    Zahle schließlich jeden Monat Beiträge für uns.

    P.S. was sind 140 Maps ?
    Selbst gefunden, jetzt klar:
    Map | Universitätsklinikum Freiburg

    Gibt es so was wie einen Map Counter ?

    Gruss

    leo

    Nach vielen Jahren in Asien, wieder zurück in Deutschland

  • 12 Jahre Zeit dem ich mein ci habe ca. 120 Einstellungen

    HUNDERTZWANGIG in nur 12 Jahren! Wahnsinn, die seid möchte ich auch mal haben. Das geht ja nur, wenn man konsequent jedes halbe Jahr eine Blockwoche von 5 Tagen in Anspruch nimmt und auch noch an jedem dieser Tage eine Einstellung stattfindet. In St. Wendel findet am 5. Tag allerdings nie eine Anpassung statt sondern bestenfalls das Zurücksetzen auf einen der vorherigen Tage. Ich habe/hatte in den 5 Jahren Zeit 2020 bis Ende 2024 21 Einstellungen und für die nächsten 7 Jahre sind jeweils nur 1 Kontrolltermin vorgesehen.

    Nach 3,5J habe ich jetzt etwa 140 Maps

    Krass. Einfach nur krass.

    Links: Advanced Bionade 16:12:20 Ersatz von 15:01:21

    Rechts: Cocktail Mix 20:02:20 Ersatz von 11:03:20

    Genesung Op 2

    Die kognitive Potenz hat eine extraordinäre Relevanz für die Dialektik

    Oder anders ausgedrückt

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis besteht darin, dass man durch Praxis einen außerordentlichen Musikgenuss erleben kann, der in der Theorie mancher Technikfanatiker überhaupt nicht möglich ist

    Lachs i. 2 fel

    Ein Leben ohne Musik ist wie ein wasserscheuer Fisch

  • Ich komme in den zehn Jahren auf ca. 30 Einstellungen. Zuletzt nur noch Hörtest, alles wie gehabt und ab wieder nach Hause. Jedes Jahr das Gleiche. Verstehe ja fast alles.

    links: Opus 2XS, Flex28; OP 14/09/2012 MHH
    EA: 05/11/2012 erfolgreich

    seit 12/06/2020 Sonnet 2

    rechts: HG (zu nichts nutze...)
    --------------------------------
    Offenbarung 21,4
    ...und der Tod wird nicht mehr sein, noch Trauer noch Geschrei noch Schmerz...

    Jesaja 35, 4-6
    Sagt den verzagten Herzen: "Seid getrost ..." ...dann werden die Ohren der Tauben geöffnet werden...

  • Für alle die in Zukunft darüber reden: das ci deckt gewisse Frequenzbereiche von Instrumente nicht ab, hier ein Schaubild aus "Bergmann/Schäfer Band 1 Experimentalphysik Auflage 11"

    Um wieder zurück zum Thema zu kommen.

    Diese Aussage ist zwar im Wortlaut richtig, aber das verwendete Schaubild passt nicht.

    Denn am unteren Ende ist zwar die Tastatur eines gewöhnlichen Klaviers abgebildet und damit die Frequenzen der Grundtöne nur bis etwa 4kHz. Am oberen Rand des Blatts ist die Orgel abgebildet, die etwa eine Oktave weiter nach rechts reicht und damit etwa 8kHz erreicht.

    Tatsächlich bilden die heutigen CIs den Tonumfang bis über 8kHz ab und damit wird nach dem Schaubild alles abgedeckt. Das Schaubild ist allerdings insofern falsch als dass jedes Instrument neben den (niedrigeren) Grundtönen auch Obertöne hat, die den spezifischen Klang darstellen. Diese Obertöne reichen mitunter weit über 8kHz hinaus, die dann vom CI nicht mehr abgedeckt werden.

    Für jemanden, der noch nie oder jahrelang keine Hochtöner mehr gehört hat, dem fällt der Unterschied nicht auf. Am unteren Ende (Tieftöne) ist das CI zwar auch beschränkt. Aber als jemand, der zu HG-Zeiten tiefe Töne gut wahrgenmmen hat, konnte ich in der Zeit als Bimodaler CI/HG-Träger keinen nennenswerten Unterschied im Klang erkennen. Zumal auch Normalhörende sehr tiefe Töne mehr spüren als hören.

    Technisch mag das CI gegenüber dem Normalohr beschränkt sein. Was man daraus macht steht aber auf einem anderen Blatt.

    Links: Advanced Bionade 16:12:20 Ersatz von 15:01:21

    Rechts: Cocktail Mix 20:02:20 Ersatz von 11:03:20

    Genesung Op 2

    Die kognitive Potenz hat eine extraordinäre Relevanz für die Dialektik

    Oder anders ausgedrückt

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis besteht darin, dass man durch Praxis einen außerordentlichen Musikgenuss erleben kann, der in der Theorie mancher Technikfanatiker überhaupt nicht möglich ist

    Lachs i. 2 fel

    Ein Leben ohne Musik ist wie ein wasserscheuer Fisch

  • Ich selbst bin schon über 20 Jahre bimodal unterwegs. Ich stelle bei Musik immer wieder fest, dass das CI im Tieftonbereich schwach ist. Die ganz tiefen Töne spürt man mit CI ohne zu hören, wo es mit Hörgerät noch ein Hören ist. Auch die normal tiefen Töne, die man mit CI deutlich hören kann, sind nicht so klangvoll und warm wie das "Original". Das ist gerade auch beim Orgelspiel zu merken. Die tiefste Orgelpfeife hat im Übrigen nur 16 Hertz. Das ist auch der Hauptgrund warum ich noch immer kein zweites CI habe.

  • Ich stelle bei Musik immer wieder fest, dass das CI im Tieftonbereich schwach ist. Die ganz tiefen Töne spürt man mit CI ohne zu hören, wo es mit Hörgerät noch ein Hören ist

    Das scheint aber auch eine Eigenart von AB zu sein. Im Hochtonbereich sehr prägnant, um Tieftonbereich fallen die oft schon bei 125 Hz weg. Ist bei mir genauso. Ich hatte gestern endlich mein Phonak Horgerät Naida Link für mein Gegenohr bekommen. Ich hatte mit dem CI Techniker beim Horgeräteakustikergeschäft längere Zeit über die drei Hersteller gesprochen. Der Mann ist einerseits Mitglied der Prüfungskammer der Hörgeräteakustiker in Bremen, und er macht die technische Nachsorge und ambulante Reha in Zusammenarbeit mit der örtlichen Klinik, falls vom Patienten so gewünscht.
    Er erzählte mir von einem beidseitig versorgten CI Patienten aus Bremen oder Umgebung, der aktiver Musiker ist. Der hat vor staunendem Publikum nach Gehör eine Bass-Gitarre gestimmt. tiefster Ton 40 Hz. Der hat auch seinem Sohn, der ebenfalls Musik macht gesagt, dass das häusliche Klavier im unteren Oktavbereich verstimmt ist - und hatte Recht damit. Der hat MedEl. Sowas ist zwar schon extrem, gibt es aber eben auch. Der Frequenzbereich eines CI ist übrigens - zumindest in der Theorie - größer als der von Hörgeräten.

    Advanced Bionics HiRes Ultra 3D am 01.09.2022 implantiert.

    EA: erfolgt am 29.09.2022

    Seit 03.2024 HG Links: Phonak Naida Link

  • Hallo,

    rein rechnerisch werden den CIs auch dem von MedEl pro Elektrode ein Frequenzbereich zugeordnet, z.B Elektrode 1: 125 Hz bis 250 Hz, Elektrode 2: 250 bis 500 Hz, usw. Diese Zuordnung ist variabel, deswegen kann man Elektrodenausfälle kompensieren oder muss nicht neu operieren, wenn das Restgehör beim EAS schwindet.

    Unter 100 Hz wird eigentlich nicht zugeordnet, auch nicht bei MedEl! Wenn man zu tief anfängt, dann hört es bei den Höhen früh auf, oder man hat pro Elektrode sehr breite Frequenzbänder.

    MedEl wirbt damit im Tieftonbereich stark zu sein. Es ist aber dann die Frage, ob man da im Hochtonbereich schlechter als nötig abschneidet, da bei bei MedEl schon zwei Elektroden im Tiefton unterhalb des Sprachbereichs tätig sind.

    Ganz genau hat man aber immer noch nicht verstanden, wie es möglich ist, dass CI Träger nicht nur 12 / 16 / 22 unterschiedliche Töne wahrnehmen sondern ein kontinuierliches Frequenzspektrum, idR. werden auch etwas tiefere Töne als die unterste Grundfrequenz wahrgenommen. Da spielt auch die zeitliche Auflösung und auch die Obertöne eine Rolle.

  • Bei mir wurden in einer Einstellung während der Reha die tieferen Frequenzen bewusst erhöht, so dass sie es erst mit 120 Hz beginnen. Die Begründung war, dass das Gehirn die „fehlenden“ Grundfrequenzen in den tiefen Lagen aus den Obertönen rekonstruiert. Das ist wohl ein bekannter psychoakustischer Effekt, der auch beim Telefonieren genutzt wird. Bei mir wurde es gemacht, damit der Frequenzbereich der ersten Elektrode nicht zu breit wird. Als Musikerin war mir wichtig, mit viel Üben auch Töne und Halbtonschritte unterscheiden zu können. Das erschien mit dieser Einstellung realistischer. Interessanterweise lagen die Töne danach viel näher bei ihrem gewohnten Ort als bei der vorhergehenden Einstellung, die bereits bei 70 Hz begann. Vielleicht spielt auch eine Rolle, dass die etwas angehobenen tiefen Frequenzen anatomisch gesehen eher dort liegen dürften, wo der Elektrodenträger auch hinkommt. Schließlich kann man selbst eine lange Elektrodenkette nicht so tief einführen, dass man die tiefsten Frequenzen des ursprünglichen Hörens trifft. Wie auch immer: An dieser Stelle habe ich mich also von der automatisch vorgeschlagenen anatomiebasierten Anpassung verabschiedet und habe es bislang nicht bereut. Die Tiefen klingen bei bei mir auch wirklich tief.

    links: ehemals an Taubheit grenzend, OP am 10.1.23, EA am 26.1.23 mit Rondo 3

    rechts: normal hörend