Posts by belso

    was muggel und ich da diskutiert haben, ist ein Teilaspekt der Signalverarbeitung und mehr als Prinzipdarstellung zu verstehen. Wie der Hersteller, egal welchen Fabrikats ,das realisiert, ist doch sein legitimes Geheimnis. Wir können nur mutmaßen, entweder nach eigener Empfindung oder Einschätzung oder Vermutung oder interpretieren einer Darstellung des Herstellers.

    wenn ich dich jetzt richtig verstanden habe, meinst du, dass bei einem Eingangssignal von 30 dB und einem Eingangssignal von 40 dB ein gemeinsames Eingangssignal von 70 dB rauskommt. Wenn die maximale Lautstärke 60 dB sind, werden also die 70 dB leiser gestellt auf 60 dB. Wenn die maximale Lautstärke 100dB sind, wird das also verstärkt, so dass 100dB erreicht werden?

    Nicht ganz: lass mal dB außen vor, weil dieser Begriff nur vergleichend angewendet werden kann. Also, Signal 1 hat eine Spannung 3V und S2 auch eine Spannung von 3V. Daraus würde sich eine gemeinsame Spannung von 6V ergeben. Vorher kommt aber das eingestellte Verhältnis, z.B. 75/25 zum Tragen. Das heißt, dass das S1 3V behält und das S2 auf 1V gedrittelt wird. Sollten diese beiden Werte in Summe einen vorgegebenen Wert übersteigen, so wird in der Analogtechnik ein Spannungsteiler eingesetzt, der das gemeinsame Signal z.B halbiert und dann der weiter folgenden Signalverarbeitung überlässt.

    Nein, es sind in der Realität 50% vom einen Eingang und 50% vom anderen.

    Den dB-Teil von dir habe ich weggelassen. So würde deine Aussage (Realität 50% je Eingang) u.A. auch zu meiner "Berechnung" passen. Das verleitet mich zu der Annahme, dass die Spannung nach der Zusammenführung generell geteilt wird, egal wie vorher das Verhältnis eingestellt war. Kommt dann der Kompressor ins Spiel, so wird wieder angehoben und /oder abgesenkt. Aber das passiert sowohl auf Frequenz- als auch auf Spannungsebene. Deshalb wahrscheinlich auch die wahrgenommenden Verwaschungen im Sound.

    Vermutlich wirst du aufgrund deiner Hörerfahrung Recht haben. Ich selbst kann es aufgrund meiner "Hörprobleme" nicht live nachvollziehen.

    muggel

    50/50: die beiden Eingangsquellen sind JEDE FÜR SICH auf max. 100% "Lautstärke" eingestellt und werden anschließend den Anteilen gemäß "gemischt" (nicht aufaddiert) und entsprechend gemeinsam wieder halbiert, sodass die 100% zulässige Gesamtlautstärke nicht überschritten wird. Deswegen am Ende in Summe maximal 100% Lautstärke. Den Rest erledigt der Kompressor in Abhängigkeit der Algorithmen.

    Beide Eingangsquellen werden wahrscheinlich analog gemischt und danach erst digitalisiert. Ob eine Zusammenführung 2er digitaler Signale möglich ist, weiß ich nicht.Wie soetwas im Sprachprozessor realisiert wird, ist das Geheimnis der Hersteller.

    Korrektur in Schrägschrift!

    muggel

    Das kapiere ich nicht. Ein Mischpult arbeitet doch pro Kanalzug mit einem eigenem Vorverstärker. Ob digital oder analog sei mal dahingestellt. Dann geht die Summe der Vorverstärker-Signale z.B. auf die gemeinsame Hauptregelung für die Endstufe.

    Ich vermute, dass beim Sprachprozessor nicht die Möglichkeiten der Technik, sondern das Design über die Anteilzuteilungsmöglichkeiten entscheidet. Sollten andere Infos vorliegen, bitte korrigiere mich.

    NACHTRAG Die Zuteilung 50/50 würde aus meiner Sicht bedeuten, dass beide Eingangsquellen jeweils zu 100% eingespeist werden und eine Absenkung einer Eingangsquelle nur bei einer hiervon abweichenden Zuteilungseinstellung vorgenommen wird.

    Beispiel: 75/25 sagt meiner Auffassung lediglich aus, dass das 75er Signal 3x stärker als das 25er eingespeist wird. In Summe wären das 100% Lautstärke des75er Eingangs und 33% Lautstärke vom 25er Eingang. Sollten in Summe beide Pegel zusammen über 100% Lautstärke kommen, so wird die Summe vom Kompressor sowieso auf das voreingestellte Niveau gedrückt. Ich hoffe, nicht völlig falsch zu liegen:/

    muggel

    Zum Thema zurück: soweit ich weiß unterscheidet sich der Sky und der Erwachsenen-Marvel tatsächlich nur von der Farbwahl her. Die Standard-Einstellungen beim Sky sind etwas anders, aber da die Einstellung komplett änderbar ist, sind diese technisch gesehen absolut identisch.

    Meine persönliche Meinung aufgrund Erfahrung: Wenn es so wäre, wie du schreibst, und alle CI-Techniker könnten das umsetzen, wäre damit einigen Patienten sehr geholfen. Die "Realität" ist scheinbar noch nicht ganz soweit. Der Begriff "Realität" bezieht sich in meiner Aussage auf den Technikstand und/oder den Wissensstand der Einsteller. Es hat sich mir noch nicht erschlossen, welche beider "Realitäten" der ausschlaggebene Faktor ist.

    Timothyx

    das Lautstärkeverhältnis T-Spule - Mikros kann (theoretisch) angepasst werden. Wenn die Filter und Automatiken dazwischengrätschen ist es eh egal ... Sollte AB dir einen Techniker schicken wollen, mach' mit denen mindestens 2-3 Termine von vornherein fest. Lass mich wissen, ob es was gebracht hat. Notfalls per privater Konversation, um den Thread von Julinat nicht zu kapern!

    Julinat

    Wie ich mitbekommen habe, hat der Sky (zusätzliche) kindgerechte (pädiatrische) Einstellmöglichkeiten. Z.B. soll man die "Automatiken und Filter" abschalten können, damit sich das (kindliche) Gehirn davon unabhängiger entwickeln kann. Wäre vielleicht für Erwachsene auch nicht verkehrt.

    Ennasus Der Ablauf könnte sich so entwickeln:

    Widerspruch (siehe Acki und ci_joe ), Klage beim zuständigen Sozialgericht, Bestellung eines Sachverständigen durch die Krankenkasse, (je nach Ergebnis des Sachverständigengutachtens) Übernahme der Kosten oder Verweis auf ein alternatives Konnektivitäts-Produkt durch die Krankenkasse.

    Wenn der Sachverständige z.B. herausfindet, dass kein Alternativprodukt oder keine Alternativlösung infrage käme, um die Teilhabe zu ermöglichen, dann müsste die Krankenkasse eigentlich "zahlungswillig" werden.

    Der Weg dahin ist kräftezehrend. Ob er sich für dich dennoch lohnt (siehe Andrea2002), musst du für dich selbst entscheiden.

    Übungstipp (Begleittext downloadbar):

    Frühjahrsmüdigkeit - deutsch-to-go.de - Kurze Hörtexte für zwischendurch ...
    Wenn im Frühling die Natur erwacht, fühlen sich Menschen anfangs oft träge und müde.Ein Grund dafür ist der ...
    www.deutsch-to-go.de

    Text im separaten fenster öffnen und die Geschichte anhören. Unter der Geschichte stehen Fragen zum Überprüfen des Gehörten. Geschichten sind kurz und prägnant. Langeweile kommt dabei nicht auf.

    Kurzum: Selbstanpassung nein, Remoteanpassung defintiv ja. Für AB hätte ich gerne die Option, die Filter selbst zu aktivieren und deaktivieren, um die Auswirkungen dieser besser zu testen. Gerne auch lauter / leiser für Tiefe / Mittlere / Höhen ggf. sogar Plus / Minus x Einheiten pro Elektrode, aber definitiv nicht das volle mögliche Spektrum.

    nun, das wäre ein gewaltiger Schritt in die richtige Richtung. Und ... ... der Selbstschutz des "CI-Laien-Versteller" sollte auch gerwährleistet sein. Deshalb mein Vorschlag eines "Protected Mode" als z.B. "temporäre Spielwiese" ( <--- Brainstorming = vorbehaltloses Vorschlagen von Möglichkeiten).

    Peter46 @ci-hersteller, wenn hier ...

    Man sollte eh die Möglichkeit bekommen zuhause selbst Einstellungen verändern zu können.

    Ich lehne mich mal weit aus dem Fenster:

    wie wäre es denn mit einem "Protected Mode" bei dem man in einer Art Zwischenspeicher oder einem zusätzlichen Programmplatz als CI-Träger eigene Einstellungen vornehmen darf, ohne die anderen Programme/Einstellungen zu beeinflussen?

    Falls man dadurch für sich selbst eine "Besserung" erzielt, kann der Techniker diese Einstellungen mit den "offiziellen" vergleichen und wahrscheinlich sogar noch optimieren!

    Alexsandra du hast ohne Zweifel in vielen Punkten Recht.

    Wer sich gut ausdrücken kann,

    seine Wünsche bzgl. CI-Einstellung dem Techniker näher bringen kann,

    die Energie, Zeit und die gesundheitlichen (körperlichen und geistigen) Voraussetzungen zur Recherche erfüllt,

    über eine ausreichende Zähigkeit verfügt,

    über ein Mindestmaß an Kombinationsfähigkeit verfügt,

    über die erforderliche Logik verfügt

    und vielleicht noch ein bisschen Technikaffinität mitbringt,

    Der- oder Diejenige wär aus "Patientensicht" der/die Ideale CI-Träger/in.

    Leider erfüllen viele CI-Träger, auch nicht einen Teil, dieser Voraussetzungen. Traurig, weil genau diesen Menschen unter Umständen nicht ausreichend geholfen werden kann. Bei der "Ersten Hilfe" habe ich mal gelernt: "wer am lautesten klagt, den lass erstmal in Ruhe und wende dich denen zu, die nicht klagen, weil sie es vielleicht nicht (mehr) können oder wollen, weil sie das eigene Anliegen für unwichtiger halten."

    Das soll jetzt keine Analogie sein, sondern nur klarmachen, dass es für die CI-Techniker, Audiologen, Ärzte immens wichtig wäre, ein Mindestmaß an Empathie für die Patienten aufzubringen und nicht nur als Kunden zu sehen.