Posts by Audi

    Was den Impfstoff von AstraZeneca angeht, sind viele falsch informiert.


    1. Er ist kein Impfstoff 2. Klasse. Mittlerweile weiß man, dass er bereits einige Wochen nach der 1. Dosis (!) zu 94% vor schweren Verläufen von Covid-19 schützen kann. Bei älteren Menschen wirkt er immer noch zu über 80%.


    2. Die "Nebenwirkungen" sind normale Impfreaktionen. Bei adeno-basierten Impfstoffen, wie bei AZ, ist bekannt, dass die Impfreaktionen in der Regel nach der 1. Dosis deutlicher sind. Bei mRNA Impfstoffen, wie bei BioNTech/Pfizer und Moderna, sind die Impfreaktionen in der Regel nach der 2. Dosis deutlicher.


    3. Lothar Wieler vom RKi sagte am Freitag: "Besser ein, zwei Tage Kopfschmerzen, als diese verdammte Krankheit zu kriegen." Dieser Aussage schließe ich mich uneingeschränkt an.


    4. Jeder, der in der nächsten Zeit ein Impfangebot erhält, sollte sich eigentlich darüber freuen und das auch zu schätzen wissen. Ich z.B., stehe ganz hinten in der Reihe.

    Mein Ü80 Vater, der läßt sich garantiert nicht impfen, denn der ist sein ganzes Leben schon so gesundheitsbewußt, dass er das niemals zuläßt. Seit er 30 ist täglich Mittagsschläfchen, nur Allnatura und Reformhausprodukte zum Essen, selbstgebackenes Brot usw.

    Wenn man sich ansieht, welche Personengruppen hauptsächlich von schweren Covid-19-Verläufen betroffen sind, dann ist diese Haltung in meinen Augen irrational. Es gibt Hinweise darauf, dass gerade ältere Männer mehr von einer Corona-Impfung profitieren als Frauen. Ich hoffe dennoch, dass er glimpflich davonkommt.

    Gerade habe ich mal in die Bedienungsanleitung vom CP1000 (N7) reingeschaut und dort sind tatsächlich nur zwei Ladegeräte gelistet (S.12):


    Cochlear Y-Akkumodul-Ladegerät und das

    Cochlear USB-Akkumodul-Ladegerät.


    Ich nehme meine Aussage zurück, denn offenbar ist das Y-Akkumodul-Ladegerät tatsächlich das Hauptgerät zum Aufladen der SP-Akkus vorgesehen! Jetzt kann man nicht mehr 4 Akkus gleichzeitig aufladen, sondern nur noch maximal 2 Akkus. Das USB-Akkumodul-Ladegerät hat sogar nur einen Platz zum Aufladen. Das überrascht mich, denn das hatte ich nicht erwartet! Mir wurde der CP1000 fürs nächste Jahr nahegelegt, deshalb ist das gut zu wissen.


    AnniB

    Vielleicht ist liegen die Probleme nicht an dem Y-Ladegerät, sondern an dem USB-Netzteil?

    grautsvornix

    Wenn das Alter erreicht ist und es Probleme gibt, dann kannst Du das ruhig ausprobieren. Ich wundere mich etwas über die geringe Laufzeit. Die Akkus meiner SP (N6 - CP910) sind dagegen echte Dauerläufer, die haben über 5 Jahre gehalten. Später ließen die Kapazitäten nach und ich musste sowohl kleine als auch große Akkus aussortieren und gegen neue Akkus ersetzen.

    Audi ja, erst dachte man, es sei das Problem des y-Steckers, er wurde ausgetauscht. Ich habe 2 Stecker an 2 Orten.
    Bisher ist die Kapazität gut, ich habe nur Bedenken, ob ich die Akkus demnächst beim Laden beaufsichtigen muss.

    Diesen Y-Stecker* habe ich mir angesehen, den halte ich nicht für einen vollwertigen Ersatz für die Ladestation. Ist bei dem Hinter dem Ohr-SP des Cochlear N7-Systems keine Ladestation mit 4 Steckplätzen und dem separaten Netzteil dabei?


    Angst beim Aufladen brauchst Du eigentlich keine zu haben. Da kann nicht viel passieren, außer dass die Akkus ggf. nicht vollständig aufgeladen werden.


    *https://store.mycochlear.com/s…ar-y-battery-charger.html

    Dann ist es gut, dass ich keine Akkus habe, wenn es da ständig Probleme gibt. Du scheinst damit ja nicht alleine zu sein. Ich habe mich ganz bewußt für Batterien entschieden.

    Als ich noch Hörgeräte getragen hatte und deshalb immer Batterien benutzte, da gab es auch mal Probleme mit früh versagenden Batterien. So kann ich sagen, dass ich mich bei den Sprachprozessoren für die CIs zweimal bewußt für Akkus entschieden und es nicht bereut habe. Und jetzt?


    Deinen Eindruck kann ich nicht nachvollziehen. Probleme kann es sowohl mit Akkus als auch mit Batterien geben.



    AnniB

    Kannst Du die Ladestation und das dazugehörige Netzteil als Fehlerquelle ausschließen? Ich habe zwei Ladestationen an verschiedenen Orten und eine davon lud die Akkus eindeutig schlechter, als die andere. Ich hatte mich mit dem Problem an mein CI-Zentrum gewendet, einen Ersatz erhalten und seitdem werden die Akkus an beiden Ladestationen gleich gut geladen.

    Corona mit seinen Auswirkungen und Folgen wäre einen eigenen Thread wert und gehört hier eigentlich nicht rein. Vielleicht startet jemand einen Thread dazu?

    Unsensibel ist es doch, vor der Wahrheit die Augen zu verschließen. Sonova entscheidet, wie mit solchen Ereignissen umgegangen wird. Viel Empathie haben wir in diesem Thema wirklich alle gezeigt finde ich:|

    Mag sein, dass Du Dich über die Informationen gefreut hast. Es ist auch schön, wenn Ausfallquoten etc. veröffentlicht werden, aber bei Dir scheint meine Message nicht angekommen zu sein. Es geht nicht um die Empathie der anderen, sondern um den Inhalt Deines Beitrags. Versetze Dich einfach mal in die Lage von jemanden, der erneut operiert werden müsste wegen fehlerhafter Implantate und der liest dann hier: "Finde das ehrlich gesagt besser als jedes Entschuldigungsschreiben von AB."


    Du hast offenbar keine Ahnung, was eine solche Geste der Entschuldigung für einen Geschädigten für einen ideellen Wert haben könnte. Dieser Report von AB ist in diesem Sinne völlig wertlos.

    Global AB 2020 Reliability Report (advancedbionics.com)


    Habe ich mir gerade durchgelesen. Finde das ehrlich gesagt besser als jedes Entschuldigungsschreiben von AB;)

    Ehrlich gesagt, finde ich Deinen Beitrag unsensibel. Mit dem Report von AB kann nicht jeder etwas anfangen und das nicht nur wegen der englischen Sprache. Diese allgemein gehaltenen Informationen können niemals eine persönlich adressierte Entschuldigung aufwiegen. Das durch fehlerhafte Implantate erlittene Leid der Patienten wird nicht geringer dadurch, dass es sich um wenige Ausfälle handeln soll.


    Zudem hattest Du hier im Thread selbst geschrieben, dass AB erst an die Öffentlichkeit gegangen ist, als das verbesserte Implantat bereits zugelassen worden war und vor diesem Zeitpunkt nur Gerüchte kursierten. Eine gute Kommunikation sieht anders aus.

    Das stimmt so nicht!

    Negative Berichte sind ebenfalls wichtig!

    Da hast da leider etwas mißverstanden, denn ich finde die negativen Berichte genauso wichtig, wie positive es sind. Was ich sagen wollte ist nur, dass wir grundsätzlich lieber positive CI-Erfahrungen machen würden und uns das wahrscheinlich auch für alle anderen wünschen. Und von dieser Perspektive aus gesehen ist es eben weniger schön, wenn andere negative CI-Erfahrungen machen.

    Heidebine

    Du stehst mit Deiner Einstellung nicht alleine da. AB würde es sicher gut zu Gesicht stehen, eine Entschuldigung an alle Kunden, die aufgrund von Produktfehlern reimplantiert werden müssen, zu scheiben. Und es ist auch ganz sicher so, dass der Hersteller die Kapazitäten und Mittel hat, um das Schreiben so zu formulieren, dass daraus keine rechtlichen Ansprüche abgeleitet werden können.


    bestager

    In der Sache hast Du vielleicht recht, negative CI-Erfahrungen sind weniger gern gesehen. Dennoch gibt es sie einfach und sollten deshalb nicht unter den Tisch fallen. Im Ton jedoch finde ich Deinen Beitrag problematisch (Ignormobbing), das entspricht der bisherigen Diskussion nicht.

    Ich wollte die Sachen in Hände geben, die sie brauchen können. Ich wollte auch gar kein Geld dafür.

    Nimm es bitte nicht persönlich, aber die Informationen aus diesen zwei Sätze am Anfang und nicht erst im vierten Beitrag hätten einige Kommunikationsprobleme so nicht entstehen lassen.


    Ich finde es gut, dass Du trotz allem noch erläutert hast, wie die Sachen zusammen gekommen sind und dass Du Dir die Mühe gibts, sie in gute Hände zu geben. Vor dem Hintergrund des Sterbefalls ist das umso beachtlicher. Auch wenn ich Deinen Stiefvater nicht kannte, möchte

    ich Dir mein Mitgefühl aussprechen.

    Hallo liebes Forum,


    neulich hatte eines Morgens einer meiner Akkus vom Sprachprozessor (Cochlear CP910) versagt. Ich nutze zwei SP und deshalb sind die Akkus immer paarweise. Beide Akkus sind schon älter, hatten aber noch eine ausreichende Restkapazität vom Vortag und wurden getrennt von den SP über Nacht abgelegt. Am nächsten Tag funktionierte einer wie immer, der andere aber war platt und ließ sich auch an der Ladestation nicht wie üblich aufladen, weil die LED orange zu blinken anfing. An mehreren Ladeplätzen das gleiche Ergebnis und ich hatte schon daran gedacht, jetzt müsste ich den Akku ausmustern. Im Schlafzimmer war in dieser Nacht die Luftfeuchtigkeit höher als üblich gewesen, also probierte ich die folgenden Schritte:

    1. Akku eine vollständige Trocknung über acht Stunden in die Trockenbox tun.
    2. Danach an die Ladestation anschließen und über Nacht aufladen. Darauf achten, ob es wieder eine Fehlermeldung kommt oder nicht. (Bei mir gab es keine Fehlermeldung, jedoch war der Akku bereits kurz nach dem Andocken bereits auf auf Status grün, was nicht wirklich sein konnte. Ein kurzer Test am SP zeigte, dass der Akku weiterhin nicht am SP funktionierte und platt war; er konnte also nicht schon fertig aufgeladen sein.)
    3. Am nächsten Tag funktionierte der platte Akku wieder, so wie der andere, gleich alte Akku. Der hatte das Problem nicht und diente mir als gute Vergleichsbasis.
    4. Den Akku normal benutzen, seine Kapazität aber über die Fernbedienung den Tag über im Auge behalten und idealerweise einen Ersatzakku für den Austausch bereithalten.
    5. Bei bleibenden Auffälligkeiten, sich gedanklich bereits auf einen neuen Akku/ein neues Akkuset einstellen.

    Vielleicht klappt diese Anleitung auch bei den Akkus der anderen CI-Hersteller. Sie ist einen Versuch wert, umso mehr, wenn man zufällig auf einen funktionierenden Akku angewiesen sein sollte und gerade keinen Ersatz parat hat.


    Wenn jemand noch eigene Erfahrungen gemacht hat und sie hier mitteilt, dann würde ich mich freuen. Ich weiß z.B. nicht, wie sich die Akkus und Ladestationen der anderen verhalten, wenn man die Anleitung anwendet. Auch Anmerkungen und Fragen sind willkommen.


    Gruß, Audi

    Hallo, da mir kurze Haare nicht stehen, sieht man mein CI unter meiner Wuschelmähne so und so nicht. Wenn ein vollimplantierbares CI ausgereift ist, würde ich es nehmen. Es ist doch toll endlich im Wasser nicht schlechter zu hören als sonst auch, oder aber im Bett liegen zu können, ohne dass das der SP vom Kopf fällt oder sonstwie drückt.


    Ich glaube was Akkus angeht, ist man einer Lösung näher als man so denkt. Es gibt mittlerweile langlebige Akkus, die 10 Jahre halten und ein vollimplantierbares CI bräuchte wesentlich weniger Strom als heutige SP.


    Voraussetzung wäre für mich aber, dass man es mit Fernbedienung ausschalten können muss. Ich glaube nicht, dass ich mich gewöhnen könnte, immer hören zu müssen. Ich bin seit Geburt an Taubheit grenzend schwerhörig und brauche Erholungspausen vom Hören

    Von Herzschrittmachern ist bekannt, dass die Lithium-Batterie 6 bis 10 Jahre hält, mal als Vergleichswert. Beim Akku des vollimplantierbaren CIs ist nicht nur die ganze Lebensdauer entscheidend, sondern auch die Kapazität, die stetig abnimmt. Orientiert man sich an den Herzschrittmachern, könnte die Kapazität bereits nach 6 Jahren so niedrig sein, dass ein häufiges Aufladen erforderlich ist. Das wäre ein Nachteil, der zu einer späteren OP zum Akkuwechsel noch dazukommt.


    Wie funktioniert das Empfangen von Schallwellen bei diesem Konzept eigentlich? Wird dafür die Ohrmuschel und der Gehörgang benutzt?

    Wenn Du möchtest, dann kannst Du mal reinhören: Morsealphabet (YT)


    Schön, dass Du ein Piepsen hören kannst! Wünsche Dir morgen einen guten Start in die Arbeit. Du hast nach der Implantation einen Anspruch auf medizinische Rehabilitation und könntest das auch nutzen, wenn Du in Ruhe wieder neu Hören lernen möchtest.

    Da sprichst Du etwas an, was ich für wichtig halte. Dein Beispiel finde ich gut gewählt und beschrieben. Die Menschen und ihre Hörbiographien sind unterschiedlich und sicher ist es auch so, dass es schwierig ist, die eigenen (Hör-) Empfindungen richtig zu beschreiben, so dass jeder andere es gut nachvollziehen kann. Alleine das ist bereits eine kleine Herausforderung und es wird nochmals dadurch schwieriger, weil wir uns eben nicht alle gleichen.


    Festhalten möchte ich, dass es für den Anfang mit einem neuen Cochlear Implantat sehr wichtig ist, überhaupt Töne und Laute wahrzunehmen. D.h. so auf irgendeine Art eine Reaktion wahrzunehmen, weil das das Zeichen dafür ist, es kommt etwas an. Wenn sich später daraus eine Art von "Hören" entwickelt, dann ist das eine Entwicklung, über die der Patient sich glücklich schätzen kann! Umso mehr noch, wenn dies frei von Beschwerden bleibt.


    Nachdem ich mein erstes CI erhalten hatte und danach später der SP dazu kam, da hatte ich den Eindruck, ich würde Morsecodes empfangen. Das war dann die Grundlage für weitere Fortschritte gewesen.

    Wie es aussieht, benötigt er aber starke Vibrationen, um wirklich wach zu werden. Am Bett montiert kann ein Motor mit Unwucht hervorragend zu spüren sein.^^ Die Zeitschaltuhr sollte dann so programmiert sein, dass sie nach einer bestimmten Zeit wieder abschaltet. Bei einem Fehlalarm ist der Motor ansonsten im Dauerbetrieb.