Posts by Heavy Medel

    Jetzt habe ich es mit Kopfhörer doch noch übersteuert bekommen und zwar sowohl in den Mitten wie auch Höhen. Alfred Brendel hat es geschafft mit seiner Interpretation von KV333. Zumindest an bestimmten Stellen, wenn es von leise zu schlagartig laut wechselt. Bei meinen Hörgeräten habe ich das nicht mal in meiner Jugend so wahr genommen. Und ich kenne das Stück von derselben CD gut, auch wenn ich dieses nicht selbst spiele. Leiser stellen hilft zwar. Aber in normales Lautstärke klingt die Dynamik der unterschiedlichen Tastenanschläge einfach phänomenal.

    Ich verstehe nicht, warum man sich freiwillig stets nur mit dem schlechteren Hören in einem gefilterten Programm zufrieden gibt anstatt alles ungefiltert und damit original an die Schnecke übertragen lässt. So kann man sich auch mit einem Single Unit Prozessor versorgen lassen, ist kein Deut schlechter. Es ist allerdings eine Frage der Gewöhnung und die passiert NICHT von heute auf morgen.

    Wie hoch ist die maximale Verstärkung beim Link Q und wie hoch beim Marvel Link? ist das nennenswert?

    Ich Frage deshalb, weil die Bezeichnung SP oder UP nicht genormt ist und der Hersteller die Bezeichnung selbst vergibt. Möglicherweise ist der Unterschied ohnehin nur minimal wie Andrea selbst festgestellt hat.

    Ich schliesse mich dem Beitrag von Andrea2002 an, es wird immer Werbung gemacht wie toll die Single Units seien, ich habe mich damals davon auch blenden lassen, dabei haben sie mehr Nach- als Vorteile. In der Werbung geht es aber nie ums hören, sondern immer um den Tragekomfort und das unauffällig sein....

    Ohne jetzt den Single Unit Prozessor zu loben möchte ich aber darauf aufmerksam machen, dass auch für HdO stets nur dafür geworben wird, wie toll man damit hört.

    Ich kenne nun auch einige, die sich vor meiner CI Zeit davon blenden haben lassen und heute deshalb nur noch einohrig mit schlimmstenfalls nur einen Hörgerät herumlaufen. Weil sie hochgradig enttäuscht sind von der versprochenen Leistung. Dass man viel für das neue Hören trainieren sollte hat ihnen vorher angeblich keiner gesagt und mir glauben besagte Personen nach nun über vier Jahren nicht.

    Mal von den Hautproblemen ab, stört es keinen, dass man mit den Single Units auch schlechter hört???

    Ich habe für meinen HdO von AB ein Programm für das Radfahren, bei dem das Mikrofon im Überträger aktiv geschaltet ist. Das aktive Mikrofon sitzt in dem Programm also da, wo in der Single Unit das Mikrofon sitzt. Für das Fahrrad fahren ist das super, da deutlich weniger Windgeräusche reinkommen und man die Autos von hinten deutlich besser hört. In allen anderen Situationen, vor allen in den schwierigen Situationen ist das Hören zum Teil sogar deutlich schlechter. Genau das sagt ja auch Prof, Lennarz

    Single Units sind für Leute mit Fehlbildungen an den Ohrmuscheln geeignet oder für Leute mit einem Knochensporn im Bereich der Ohrmuschel. Bei allen anderen CI Trägern kann ich ehrlich überhaupt nicht verstehen, dass sie Single Units tragen.

    Ich finde es wirklich problematisch, dass Hersteller und Kliniken darüber nicht aufklären. Und besonders ärgerlich ist es, dass im Fall von Cochlear obendrein den Patienten nicht die aktuellste Technik angedient wird. Denn im Kanso steckt der N7, während es beim HdO schon den N8 gibt.

    Im Übrigen kann man Brille und HdO sehr gut zu tragen! Ich habe eher kleine Ohrmuscheln und Brille und HdO passen. Das ging selbst bei dem sehr fetten ersten HdO.

    Sorry, aber deine erste Frage finde ich schon extrem suggestiv bzw subtil, die Frage unterstellt eine Tatsache, die so nicht für alle gilt, sondern erstmal nur für dich. Nur weil du ein System von AB hast heißt das doch noch lange nicht, dass andere mit einem Single Unit System schlechter hören werden als mit den HdO. Auch aus rein technischer Sicht ist das nicht mal zwingend gegeben.

    Ich hatte mich damals nur wegen der ungenügenden Laufzeit des fest verbauten Akkus dagegen entschieden. Ansonsten sind meine Mikros stets omnidirektional eingestellt, weil ich mit den adaptiven Einstellungen ein viel schlechteres Richtungshören habe, also Geräusche nicht mehr korrekt orten kann. Zudem wird der Klang bei adaptiver Einstellung technisch zwangsläufig verfälscht - aus meiner Sicht ist DAS das schlechtere Hören. Wobei auch hier wie so oft gilt, dass es Trainingssache ist (und das mal wieder nicht zu knapp)

    Im Freien trage ich meine HdO gerne unter mein Cappy geschoben und damit zum einen windgeschützt, zum anderen aber wie ein Single Unit Prozessor off-the-ear. Das Richtungshören verändert sich dadurch zwar leicht - aber das ist wiederum reine Gewöhnungssache. Wie eben so derart vieles beim Thema Hören. Man kann hier nicht von sich auf andere schließen und damit eine Technik als schlechter hinstellen.

    Zum Thema Magnet wurde genug geschrieben. Ist auch abhängig von der Person.

    Wie ist das denn, wenn Du beim Streamen mit den Audiostreams oder mit OverEar-Kopfhörer mal so richtig die Lautstärke der Soundquelle anhebst?

    Habe nun auch ein Bose QC 2023. Damit bekomme ich kein Übersteuern hin, weder per Bluetooth noch per Kabel noch per angepassten EQ. Blöd ist aber, dass meine Ohren offenbar zu hoch montiert wurden. Denn egal wie ich den Bügel einstelle liegen die Polster AUF dem einen aktiven Mikrofon je Seite und dämpfen damit das Signal, wenn ich keine Hand anlege. Schade.

    Für USB zu klinken Stecker war bei mir kein passender Adapter dabei. Das musst du wohl anderweitig beschaffen (Handy Hersteller).

    Audio2Ear setzt nur die Audio Ausgabe in das schlechtere Telefon Profil um, weil der AudioLink nur dies kann. Wesentlich besser ist die Verbindung per Kabel. Und weitaus zuverlässiger.

    Was immer das heißt. Ich bin morgen wieder zur Reha in Dresden. Mal sehen, was sie dazu sagen.

    Hallo Kerstin,

    hat sich bezüglich deiner Meldung, dass am Implantat das Ergebnis von der Erwartung abweicht, etwas ergeben?

    Ich habe die App diese Woche nun auch endlich ausprobieren können. Bisher gab es nach der Eingabe der Email-Adresse und des Passorts einen allgemeinen Fehler, der zum Show-Stopper führte. Es hat sich herausgestellt, dass meine bisherigen Zugangsdaten (für AudioKey 2) für die App nicht vollständig genug waren. Das wird aber wohl weiter untersucht.

    Beim "Check" sind meine Implantate in Ordnung, bei meinen Prozessoren gab es aber ein stets reproduzierbares Problem mit den Mikrofonen. Auch ich sollte beim Audiologen vorstellig werden. Allerdings habe ich das Problem selbst gelöst: Mir ist eingefallen, dass ich stets in einem Programm unterwegs bin, bei dem ich die omnidirektionale Mikrofon-Ausrichtung habe. Ich hätte nicht gedacht, dass die App das nicht berücksichtigt und beim Testen der hinteren Mikrofone nur ein statisches Signal erhält und damit eine Fehlfunktion vermutet. Schalte ich vor dem Check in ein Programm mit adaptiver Mikrofon-Charakteristik, dann läuft der Check erfolgreich durch.

    Mich wundert, dass bei dem Fachkräftemangel dieser Klinikbetreiber überhaupt Personal findet.

    Im verlinkten Artikel steht, dass Streik Brecher mit 200 Euro pro Tag geködert werden. Bei 20 Tagen sind das schlappe 4000 Euro brutto - zusätzlich zum regulären Einkommen. Da könnte der ein oder andere schon weich werden. Allerdings besteht für denjenigen in Zukunft die Gefahr, dauerhaft gemobbt zu werden.

    Soelba An diesen Effekt hatte ich schon auch gedacht, John Lennon hatte den ja auch genutzt. Allerdings generiert z.B. die App "f Generator" (bei Apple) reine Sinustöne oder Dreieckstöne. Auch die kommen gefühlt sauber an. Das war nicht immer so und es funktioniert bei mir auch nur dann, wenn ich das auf beiden Ohren (die App gestreamt per AudioLink) gleichzeitig präsentiert bekomme. Ich gehe davon aus, dass das Gehirn ein Impuls mit tieffrequenten Muster (also keinen Sinus) erhält und daraus ein gewohntes Ergebnis abruft (ich kannte ja das Musikstück gut), den ich letztendlich wahrnehme. (Verzeiht mir den komplizierten Satzbau)

    aber es kommt halt auch der "ungewollte" Schall sehr laut an, Straßenlärm, Geschirr Klappern etc...

    Es ist zwar Gewöhnungssache. ABer das soltle man trotzdem nur Schrittweise tun.

    Die meisten Störgeräusche befinden sich meines Erachtens im Tieftonbereich. Geschirr-Klappern gehört nicht dazu, kommt aber vergleichsweise selten vor. Dennoch wird man mit einem ungefilterten Programm erst einmal erschlagen.

    Ich hatte in meinem Alltagsprogramm noch nie Filter. aber die T-Werte (Empfindlichkeit) der tiefen Töne so setzen lassen, dass ich die nur leise wahrnehme. Später habe ich mein eigentliches Musik-Programm zum Alltagsprogramm gemacht. Seit Januar bzw. März sind nun alle Frequenzen unterhalb 2kHz etwa gleich laut. Ich stehe täglich an der Bushaltestelle, die Rollgeräusche der vorbeifahrenden Autos stört mich nicht mehr.

    Mir erging es übrigens ähnlich wie Thorsten: Zu Hause Musik gehört und demzufolge das Musik-Programm ausgewählt. Am nächsten Morgen vergessen, dass ich noch dieses Programm aktiv habe und damit auf die Straße. Im ersten Moment war ich zwar etwas verwundert über den Lärm, hab das aber auf meine Müdigkeit und damit Empfindlichkeit geschoben. Heimwärts hatte ich keine Probleme mit dem Musik-Programm bzw. war mir dann nicht mehr bewusst. Erst als ich wieder ins Musik-Programm wechseln wollte habe ich festgestellt, dass ich da schon drin bin.

    Im übrigen ist das nicht nur eine Spezialität beim CI. Sondern auch früher mit Hörgeräten ist es mir ähnlich ergangen, dass ich im Lauf der Monate mit dem Alltagsprogramm genauso gut im lauten Störschall verstehe wie mit dem spezialisierten Programm (das war nicht von Anfang an so).

    Wundert mich, dass die App schon verfügbar ist. MedEL macht derzeit noch eine Präsentationstour bei den Kliniken, wie mittels Hear Care eine Remote Betreuung der Patienten durchzuführen ist. Und die müssen sich damit erst vertraut machen, bevor der Patient davon einen Nutzen hat. Und es werden wahrscheinlich nicht alle Kliniken daran teilnehmen. Noch dazu werden die Kliniken nicht sofort allen ihren Patienten auf einmal die Fernwartung anbieten.

    Donner klingt für mich aber total normal und nicht übersteuert.

    Ich habe jetzt nicht soooo oft das Vergnügen, dass in meiner Nähe ein Blitz einschlägt. Denn nur dann ist es entsprechend laut genug zum Übersteuern (zu HG Zeiten kann ich mich da auch an nur zwei Zeiten erinnern).
    Im Video ist nur der Blitz zu sehen. Übersteuert klingt für mich hingehen die Musik in diesem Video, zumindest die Tiefen.

    das ist logisch, dass es besser wird, wenn man die Gesamtlautstärke unter Beibehaltung des C-Levels absenkt.

    Diese Info hätte ich gerne VOR dem Konzert gehabt, daher ja dieser Thread. MCL kann ich ja immer noch anpassen lassen.
    Und nein, mit zwei CIs muss es NICHT laut sein um es zu genießen, das ist ein Irrglaube von Bimodalen oder gar normal Hörenden. Allerdings verstehe ich dann praktisch keine Sprache, weswegen ich das nicht direkt getestet hatte.

    Was mich aber ins Grübeln bringt ist der Umstand, warum ich tiefe Töne gut wahrnehme. Metallica verwendet für ihre Auftritte zum Beispiel "it's a long way to the top" von ACDC. Da spielt eine Bass Gitarre (mit f Generator gemessenen) Grundton Gis1 (51 Hz), das sich für mich sehr sauber anhört. Da ich das Lied zu HG Zeiten noch kenne (Töne unter 125Hz habe ich mit nur 15dB Verlust noch vergleichsweise gut gehört, heute höre ich da nichts), weiß ich auch wie es klingen muss. Da es das physikalisch nicht möglich ist, bin ich davon ausgegangen, dass ich es einfach nur spüre und mir das Gehirn da nur einen Streich spielt. Meine Aufnahmen vom Konzert hören sich aber auch zu Hause gestreamt so an 😑

    Mein Kumpel hat eine Gewitterszene von Freitag aufgenommen. Im YouTube Video klingt es für mich (mit AudioLink) genauso übersteuert wie es für mich vor Ort klang. 😑

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    Aber gestern (Sonntag) hat mich ThorstenS auf eine Idee gebracht: Ich konnte die MCL Werte kurzfristig natürlich nicht überprüfen lassen. Aber ich habe stattdessen versucht, die Gesamt Lautstärke zu reduzieren. Damit war mehr Spielraum nach oben für laute Töne und der Eindruck des Übersteuern abgemildert (wenn auch nicht weg). Links war es bei weiteren Tests weniger problematisch. Also scheint Thorsten mit seinem Tipp richtig zu liegen.

    Danke dafür!

    Eins muss ich den Fans lassen: Nirgendwo sonst habe ich soviel Hilfsbereitschaft erlebt wie auf solchen Schwermetall Konzerten (ist ja nicht mein einziges gewesen). Kaum hat mich meine Freundin an der Herren Toilette abgestellt, schon schleusen mich gefühlt tausend Hände durch die sterilen Anlagen. Gut, das Portemonnaie und Handy war anschließend nicht mehr zu finden*. Aber dieses Gemeinschaftsgefühl ist schon phänomenal. Auch später auf dem Weg zum ÖPNV gab es kein Entkommen aus der Masse der Hilfsbereitschaft.

    *) nachdem der Rausch an Wirkung nachgelassen hatte, habe ich das dort vorgefunden, wo es hingehört. Den verlorenen Autoschlüssel hat mir einer der Metaller sogar hinterher gebracht 🙈

    (Im Ernst, mir wurde hier wirklich von weit mehr Leuten geholfen als ich es gewohnt bin)