Pro und Contra Reha - ambulant - stationär

  • Hallo zusammen,


    mein Gedanken Karussell dreht sich wild...


    Was ist besser? Mir ist klar, dass das auch ganz individuell ist...


    Aber mich interessieren eure Erfahrungen.

    Ich mache die ambulante Reha und denke mittlerweile, dass es mir echt gut tun würde...hier mal raus zu kommen. Mich einige Zeit voll und ganz aufs ci konzentrieren können... und nicht zwischen Frühstück für die Kinder, Kindergarten.... Haushalt... Zur Reha hetzen, 3 Stunden dort. Ko zurück in das Chaos zu Hause...


    Es sind nur so Gedanken und ich werde es natürlich auch noch besprechen und überdenken... aber ich ziehe eine stationäre Reha in Betracht... was ich mir kurz nach der Op nicht vorstellen konnte.... Gibt es auch Angebote für ne Woche? Oder sind es immer gleich 3?


    Liebe Grüße

  • Hallo,

    ich habe auch nach zugegebenermaßen einigem Zögern und geoßer Abwehrhaltung eine stationäre Reha gemacht und muss sagen, dass ich unglaublich froh bin, die 5 Wochen in Bad Salzuflen gewesen zu sein (übrigens 6 Monate nach EA). Neben dem intensiven Hörtraining habe ich auch sehr viel über das Thema Schwerhörigkeit und vor allem über mich selbst gelernt. Am liebsten würde ich diese Reha alle zwei Jahre wiederholen wollen🙈.


    Das ambulante Hörtraining ist halt nicht so intensiv wie stationär. Erforderliche Einstellungen können stationär „mal eben“ zwischendurch durchgeführt werden.


    Mir persönlich haben die 5 Wochen unglaublich gut getan.


    Grundsätzlich werden ohnehin erstmal 3, Wochen bewilligt, eine Verlängerung kann ja dann deinerseits abgelehnt werden, wenn dir die Reha nicht gut tut.

    Meine Familie kam übrigens auch wunderbar in dieser Zeit ohne mich zurecht 😉.


    Sonnige Grüße

    SaSel

    Von Geburt an hochgradig schwerhörig beidseitig, im Laufe der Jahre an Taubheit grenzend schwerhörig beidseitig
    OP rechts am 31.05.2017, EA am 17.07.2017, Cochlear Kanso
    links HG, zurzeit Resound Linx wegen Kompatibilität zu Cochlear

  • In der Uni Köln hat man in den ersten drei Monaten nach der EA ein wöchentliches Hörtraining mit Einstellungen, dann hatte ich monatlich bis zur Jahreskontrolle und seit dem alle zwei Monate auf meinen eigenen Wunsch hin. Hörtraining bei einer Logopädin wie manch anderer hatte ich leider auch nicht- finde ich sehr bedauerlich, da ich bestimmt bei meinen relativ hohen Ansprüchen mir selbst gegenüber sehr davon profitiert hätte. Auch darum fand ich die Reha sehr gut.


    LG SaSel

    Von Geburt an hochgradig schwerhörig beidseitig, im Laufe der Jahre an Taubheit grenzend schwerhörig beidseitig
    OP rechts am 31.05.2017, EA am 17.07.2017, Cochlear Kanso
    links HG, zurzeit Resound Linx wegen Kompatibilität zu Cochlear

  • Hallo (leider weiß ich nicht, wie ich Dich anreden soll),


    ich habe den Weg so gewählt, dass ich wöchentlich in eine ganz spezielle Praxis für Hörgeschädigte. Meine Hörtherapeutin ist wirklich super und hat das Hörtraining wirklich auf meine Bedürfnisse abgestimmt. Insgesamt werde ich so 100 Stunden dieses Training absolvieren. Die stationäre Reha kann auch noch bis zu 3 Jahren nach der CI-OP angetreten werden.


    Ich habe für beschlossen, dass ich erst einmal das Maximum von meinem Hörtraining mitnehme, um dann im Anschluss die stationäre Reha in Anspruch zu nehmen. Hier werde ich dann wahrscheinlich 3-5 Wochen ausschließlich mit meinem linken CI-Ohr hören. Ich habe für mich das Gefühl, dass ich nach dem langen Hörtraining erst dann wirklich reif für diese Reha zu sein.


    Vielleicht wäre das auch eine Option für Dich.


    Lieber Gruß


    Karin

    rechts: von Kindheit an mittel- bis hochgradig schwerhörig, letzter Hörsturz mit 22 Jahren verursachte totale Taubheit.

    Juli 1990: in Hannover CI-Operation, aktuell Nucleus 6, CP920


    links: geburtstaub, Juli 2017: in München-Großhadern CI-Operation, EA: 07.08.17, aktuell Nucleus 6, CP920

  • Ich habe nach zwei Jahren des ersten CIs und dann mit dem zweiten CI eine stationäre Reha in St. Wendel (für insgesamt 8 1/2 Wochen .... war ziemlich lang, aber unter dem Strich notwendig und auch erfolgreich) gemacht. Ich war weg von daheim, hatte wirklich genug Zeit nur für mich und meine Hörtrainings und Anpassungen.


    Zwischendurch ging es immer mal wieder an den Wochenenden zu Ausflügen (gemeinsam mit anderen CI-Trägern, Tinnitus-Patienten usw.) mit dem Bus nach Strassburg, Metz usw., das hat die Zeit sehr aufgelockert und ich habe mich in dieser Umgebung mit Gleichgesinnten und -betroffenen sehr wohlgefühlt.


    Die anschliessende Wiedereingliederung in den Beruf konnte ich dann sehr entspannt angehen und ich profitiere auch heute noch davon. Also für mich eine klare Empfehlung: Stationäre Reha ist immer sinnvoll, ich habe dann einen roten Faden, an dem ich mich orientieren kann und mich mit dem Hörenlernen bestmöglichst unterstützt. Das muss natürlich auch in die persönliche Familienplanung usw. passen.

    Gruss, Rainer.


    Beidseitig versorgt mit: Med-El (Flex 28 im Schneckle, aussen jeweils Sonnet, vormals Rondo)


    ____________________________________


    Das Gute missfällt uns, wenn wir ihm nicht gewachsen sind.

  • Dann wünsche ich dir eine gute Erholung und hoffe, du kannst da etwas abschalten.

    Liebe Grüße

    Sabine

    durch Masernerkrankung im Kleinkindalter progrediente Schwerhörigkeit beidseits, rapide Verschlechterung in letzten Jahren,

    li: HG Siemens Motion P, re: CI - Cochlear CI522+N7, OP: 30.1.2018, EA: 12.3.2018(Kanso), 2.5.2018 (N7)

  • Gute Erholung! Ich hoffe, du kommst zur Ruhe und kannst die Auszeit mit der Familie genießen! Es läuft grundsätzlich erstmal nichts weg...😉

    LG SaSel

    Von Geburt an hochgradig schwerhörig beidseitig, im Laufe der Jahre an Taubheit grenzend schwerhörig beidseitig
    OP rechts am 31.05.2017, EA am 17.07.2017, Cochlear Kanso
    links HG, zurzeit Resound Linx wegen Kompatibilität zu Cochlear

  • Hallo,


    von der Praxis für Hörgeschädigte wie diese in München gibt, wird man anderswo in Deutschland nicht finden. Ich kenne von 2 oder 3 Personen die in Bayern wohnen - haben dies ebenso in Anspruch genommen. Bei einem Freund sah ich, wie was dort geboten wird - da hatte ich schon gestaunt und fand es gut. Nur leider findet man in niedergelassene Logopädische Praxen in diesem Umfang deutschland schwer gute Logopäden die mit CI auskennen. Es gab schon CI Träger die wohnortsnah versuchten und erstmal die Logopädin erklären musste wie ein Hörtraining aussieht bzw. welchen Anspruch jeweilige Patienten hatten.

    Es gibt CI-Träger die trotz wohnortsnahe Hörtraining oder wie zb. in Freiburg, Tübingen, Erfurt der Fall ist, dass man dort alle paar Wochen für 2-5 Tagen "CI-Reha" (ist aber nicht mit stationäre Reha vergleichbar und wird auch im Antrag anders begründet) machen, dennoch eine stationäre Reha in erwägung ziehen.

    Diese sogenannte Rehatage/-Woche wie in Freiburg, Erfurt geboten wird, gibt nicht in vielen Kliniken deutschlandweit.


    Man kann jederzeit eine Stationäre Reha beantragen, hierfür muss entsprechend im Antrag begründet werden. Allein für Hörtraining als Argument reicht oftmals nicht aus.


    Man kann sein Glück unter "wohnortsnahe Logopraxis mit CI" finden. Ich hatte paar mal bei div. Logopraxen Hörtraining gemacht, keines war so gut wie in einer Stationäre Reha. Meine CI Klinik und nächste Hörzentrem welches ambulante Reha in Kooperation mit Implantierende Kliniken arbeiten liegen leider von mir ca. 200 km entfernt.


    Hier noch ein Link Zusammenfassung der div. Rehakliniken welches ich vor einigen Jahren zusammenstellte. Hier fehlt noch die Rehaklinik "Bad Salzuflen". Diese Klinik gibt erst seit ca. 4 Jahren ist aber sozusagen die "Schwesterklinik" von Bad Nauheim.


    Regulär wird meistens 3 Wochen stationär bewilligt. Manchmal wird von Kostenträger von vorne rein auch mehr bewilligt. Vor Ort wird je nach Therapieverlauf/Entwicklung eine Verlängerung angeboten. Patient hat letztendlich das Wort, ob man dies annimmt oder ablehnt.


    H2o7778 ...... habe dir eine PN geschickt


    Gruß

    Wallaby

  • Meine Audiologin nannte auch noch Bad Berleburg.


    Hallo Silke,


    Bad Berleburg bietet zwar auch CI-Reha an, aber würde ich momentan davon abraten, da für Nachjustierung des SP die Patienten soweit ich informiert bin einmal während der gesamte Rehazeit nach Marburg ins Klinikum gefahren werden.

    Bad Nauheim, Bad Salzuflen und St. Wendel haben eigene Techniker/Audiologen zwecks Nachjustierung im Hause. Dort wird mehr als einmal eine Nachjustierung Termin im Rehaplan geben.


    Wünsche dir, dass mit Antrag klappt.


    Gruß

    Wallaby

  • Hallo Silke,


    Wenn ich mich richtig erinnere bist du Lehrerin in NRW? Dann dürfen wir als Beamte eh nur innerhalb NRW eine Reha machen und dann bleibt da nur Bad Salzuflen. Ich war dort im Januar mega zufrieden und habe letzten Freitag auf dem Schwerhörigentag in Essen Dr. Spyra und Peter Dieler (Chefarzt bzw. Audiologe) getroffen und nett mit beiden geplaudert.

    Wenn ich mich mit deinem beruflichen Status irre, dann ist der Beitrag über den Ort der Reha natürlich hinfällig 😉.


    LG SaSel

    Von Geburt an hochgradig schwerhörig beidseitig, im Laufe der Jahre an Taubheit grenzend schwerhörig beidseitig
    OP rechts am 31.05.2017, EA am 17.07.2017, Cochlear Kanso
    links HG, zurzeit Resound Linx wegen Kompatibilität zu Cochlear

  • Ich habe an den Wochenenden Besuch von meiner Familie bekommen bzw. mein Mann hat mich besucht. Für kleines Geld (den genauen Betrsg weiß ich nicht mehr 🙈) kann man für Besuch im Zimmer aufbetten lassen. Das hatte den Vorteil, dass ich als Alternative zum Bett quasi eine „Couch“ hatte und ich mich zum Lesen oder Fernseh gucken nicht immer aufs Bett legen musste😉.


    Betreffend des Ortes, wenn du lieber nach Berleburg oder Nauheim möchtest, erkundige dich mal bei der Beihilfekasse genau. Vielleicht ist das bei verbeamteten Lehrern anders, was ich mir eigentlich kaum vorstellen kann.


    LG und viel Glück bei der Antragsstellung (das ging bei mir vom Antrag über Amtsarzt bis zur Genehmigung innerhalb von drei Wochen!)

    SaSel

    Von Geburt an hochgradig schwerhörig beidseitig, im Laufe der Jahre an Taubheit grenzend schwerhörig beidseitig
    OP rechts am 31.05.2017, EA am 17.07.2017, Cochlear Kanso
    links HG, zurzeit Resound Linx wegen Kompatibilität zu Cochlear

  • Biker : Deine Reha ist nicht dass, was hier mit Bad Salzuflen, Bad Nauheim, St. Wendel, Klinik am Stiftsberg oder Bad Berleburg gemeint ist.

    Es gibt Kliniken wie Freiburg, Erfurt und auch scheinbar Halberstadt es tun und ebenso als "stationäre Reha" bezeichnen, welches für manche CIler als auch Kostenträger irritierend sind, da diese Kliniken in ihrem Hause ein anderes Konzept bieten als div andere Kliniken es bieten tun bzw können. Es gibt auch Patienten zb Freiburg die dennoch eine stationäre Vollzeit Reha beantragen um in die entsprechende hier genannte Rehakliniken dies beanspruchen tun.


    Und zu Silkes Frage wg WE Heimfahrten. Es ist wie Martina schrieb......"eigentlich geht nicht"...... Einige Patienten tun es.... Man muss für Essen definitiv abmelden....ABER im Falle des Falles ist man aus versicherungsrechtlichen Gründe selbst dafür verantwortlich und die Klinik übernimmt da keinerlei Verantwortung.


    Gruß

    Wallaby

  • Eben, abmelden vom Essen und weg, aber Bescheid sagen, zumindest war das bei mir in Bad Nauheim kein Problem.


    gruß Norbert

    links: Opus 2XS, Flex28; OP 14/09/2012 MHH
    EA: 05/11/2012 erfolgreich
    rechts: HG (zu nichts nutze...)
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    Offenbarung 21,4
    ...und der Tod wird nicht mehr sein, noch Trauer noch Geschrei noch Schmerz...


    Jesaja 35, 4-6
    Sagt den verzagten Herzen: "Seid getrost ..." ...dann werden die Ohren der Tauben geöffnet werden...