Posts by SaSel

    Hallo Conny,


    der Tinnitus trat bei mir auch erst nach der OP auf; gelegentlich flötet er vor sich hin, ist aber jedoch, wie Joachim schreibt, viel stressabhängig. Nach hörintensiven Tagen flötet er dann mehr und lauter.


    Seit ein paar Wochen stimmt bei mir das linke, nicht implantierte, HG-Ohr mit ein und flötet noch viel lauter wie das rechte, implantierte Ohr. Vor zwei Wochen war es links so heftig, dass der Tinnitus regelrecht schmerzte und ich mich den nächsten Tag im Dienst leider krank melden musste. Ich habe an diesem Tag Hörpause gemacht - den ganzen Tag keine "Technik am Kopp": weder HG noch Kanso. Dann ging es wieder.


    Wichtig ist, auch wenn es manchmal schwer fällt, den Tinnitus "nicht ernst" zu nehmen und einfach vor sich hin flöten zu lassen; meistens verschwindet er nach einiger Zeit wieder weil er keine Beachtung erhalten hat und beleidigt ist;).

    In der Reha in Bad Salzuflen sowie im Hörtraining im CIK Köln wurde grundsätzlich immer das andere Ohr vertäubt - auch im meinem Falle mit der an Taubheit grenzenden Schwerhörigkeit.

    In der Reha war es sogar so, dass das andere Ohr nicht nur während der Hörtrainings vertäubt war, sondern sogar rund um die Uhr - das war dann allerdings doch to much, Hörerschöpfung und stärkere Gleichgewichtsprobleme machten sich deutlich bemerkbar.


    Inzwischen ist es bei mir im Alltag so, dass ich zwar im Zweifel auf das HG verzichten kann, aber niemals auf den Kanso! Das HG vermittelt ein wesentlich angenehmeres Hörgefühl aufgrund des volltönigeren Klangs.


    Im Endeffekt muss im Alltag eine gewisse Harmonie des Hörens mit beiden Seiten entstehen, ganz gleich ob mit zwei CIs, HG und CI oder nur CI alleine.

    Guten Morgen,


    ja, ich war in Bad Salzuflen in der Median-Klinik und wie gesagt dort sehr zufrieden.

    Ich habe keinen Vergleich mit anderen Kliniken was CI-Reha betrifft, jedoch war ich vor über 10 Jahren in einer anderen Klinik (auch in NRW;)), die würde ich um keinen Preis der Welt empfehlen! Die Reha damals dort (es war keine die mit der Hörbehinderung zu tun hatte, man jedoch von der Hörbehinderung wusste, aber in keinster Weise darauf eingegangen ist) hat mir unter dem Strich mehr geschadet als genutzt. Daher war ich umso mehr erfreut und positiv überrascht, dass eine Reha einem tatsächlich gut tun kann und werde im nächsten Jahr versuchen, in Bad Salzuflen eine erneute Reha zu beantragen:).

    Zu meiner CI-Reha (etwa 6 Monate nach EA) kann ich nur sagen, dass die Reha klasse war und mir unglaublich viel gebracht hat. Vor allem wurde man hier nicht nur auf das Hören reduziert, sondern es wurde das Gesamtpaket "Mensch" und die Folgen der Hörbehinderung gesehen. Ich habe unglaublich viel über die Hörbehinderung und vor allem über mich selbst gelernt.

    Es gab tatsächlich viele Vorträge, manche interessant, manche weniger interessant. Hörtrainings gab es jeden Tag 1-2 mal (meistens 2 mal), weitere Anwendungen erfolgten ebenfalls regelmäßig (Aqua, Gleichgewichtstraining morgens um 7 Uhr vor dem Frühstück, Hydro-Jet wöchentlich, weiterer Sport). Wenn mein Plan zu leer war, habe ich mich um weitere Anwendungen bemüht und dann erhielt ich sie auch.

    Wie Anwendungen jetzt in Corona-Zeiten verschrieben werden, vermag ich natürlich nicht zu beurteilen.


    Bezüglich Verpflegung: es handelt sich bei einer Reha nicht um ein 4-Sterne-Hotel. Das Essen war okay, mittags mehrere Gerichte zur Auswahl. Sonderwünsche zum Frühstück oder zum Abend nach Absprache mit der Ernährungsberatung und Stationsärztin wurden ebenfalls berücksichtigt.


    Alles in allem: ich würde sofort wieder hin fahren und erwäge eine erneute Antragsstellung im nächsten Jahr, da mein Aufenthalt dann 4 Jahre her ist. Mir ist bewusst, dass es keine klassische "CI-Reha" sein kann, jedoch wurde mir bereits damals schon empfohlen, eine Reha aufgrund meiner (dienstlichen) Hörbelastung zu stellen.

    Bis dahin hoffe ich mal vorsichtig optimistisch (Rheinländerin halt:saint:), dass die Corona-Maßnahmen weiter heruntergefahren sind und einem nahezu unbeschwertem Aufenthalt nichts entgegenstehen wird. Voraussetzung ist natürlich die Genehmigung der Reha durch den Amtsarzt und damit verbunden der Beihilfestelle in meinem Fall.


    Die Qual der Wahl der Reha-Klinik habe ich übrigens nicht, da ich als Kommunalbeamtin in NRW lediglich innerhalb NRW in eine Reha-Einrichtung fahren darf. Für andere Bundesländer bräuchte ich eine sehr gute Begründung...

    Dieser OSLA-Test (?, zumindest der Beschreibung nach) wird in der Uni Köln regelmäßig bei den Jahreskontrollen durchgeführt. Er ist anstrengend, aber auch interessant. Man weißt von vornherein, dass man nicht alles verstehen kann und soll, deshalb hält sich der Frust bei mir in Grenzen. Für Frust sorgen regelmäßig die Einsilber-Tests: ich bin mir gaaanz sicher, ein Wort richtig verstanden zu haben und es war falsch. Wenn man da dauerhaft auch nach über 4 Jahren auf ein Sprachverstehen von etwa 60 % stehen bleibt, ist das schon zum Mäuse melken. Dafür klappt der Alltag mit dem CI sehr gut und das ist das, was zählt.

    Hallo Elena,


    zunächst ein herzliches Willkommen hier im Forum.

    Zu deiner Frage: direkt nach der OP ging es mir eigentlich richtig gut - bis die Krankenschwester die Drainage gewechselt hat: beim Wechseln der Drainage wurde es mir so schwindelig bis zum Erbrechen, ich konnte den Kopf im Bett liegend noch nicht mal mehr von links nach rechts drehen und umgekehrt ohne zu erbrechen. Nahezu Totalausfall des Gleichgewichtsorgans. Ich musste quasi mit dem Gleichgewicht ganz von vorne anfangen und es wieder stabilisieren. Bis heute, also nach fast 4,5 Jahren, muss ich zusehen, dass ich ständig in Bewegung bleibe und ausreichend Schlaf erhalte. Mein Leben führe ich fast normal, ich kann sogar wieder Fahrradfahren und Reiten.


    Ich habe einige Tests in der Uni Köln hinter mir, da diese mir 9 Monate lang das Autofahren verboten hatte. Ohne Auto komme ich hier im ländlichen Bereich aber nirgends hin, auch nicht zum Dienst.


    Ich kann dir nur den Tipp geben, dass du dich viel bewegst und eventuell den Arzt wechselst. Die Uni Köln kann ich bezüglich des Vestibularis sehr empfehlen.


    Viele Grüße

    SaSel

    Hallo,


    haben die aktuellen Prozessoren von MedEl und Cochlear gar keine Bedienelemente am Prozessor? AB hat beim Marvel nur noch eine Wippe, kurz drücken ist lauter oder leiser, lang drücken bedeutet ein Programmplatz rauf oder runter. Der Knopf ist immerhin fühlbar und Signaltöne quittieren die Einstellung. Die feinere Einstellung auf einem Smartphone stelle ich mir bei Blindheit ziemlich schwierig vor. Ich kenne allerdings die Fernbedienung von AB nicht, ob da die Knöpfe erhaben sind.

    Beim Kanso 1 ist ein Schalter vorhanden, mit welchem man durch entsprechendes Drücken auf T-Spule klicken oder auch einen Programmwechsel durchführen kann. Quittiert wird dies durch entsprechendes Blinken und durch akustische Signale. Der gleiche Schalter ist auch für das Ein- und Ausschalten des Kanso zuständig. Die FB nutze ich nur, wenn ich für den Dienst das Minimic einschalten muss. Beim Joggen ist der Telefonclip per Bluetooth hilfreich und hier wird keine FB benötigt.

    Hallo zusammen,


    anbei eine aktuelle Pressemitteilung von heute bezüglich der Notruf-App in NRW:


    "Minister Reul: Ein passgenauer Notruf mit wenigen Klicks - das ist vor allem für unsere sprach- und hörbehinderten Mitmenschen eine richtig gute Nachricht


    Ob Polizei, Feuerwehr oder Rettungsdienste: Von nun an sind alle auch per App in Notsituationen erreichbar - „nora“ macht es möglich. Die bundesweite Notruf-App ist unter Federführung des nordrhein-westfälischen Innenministeriums entstanden und steht ab sofort in den App-Stores zum kostenlosen Download bereit. Innenminister Herbert Reul hat nora am heutigen Dienstag (28. September 2021) vorgestellt..


    Minister Reul: „Ein barrierefreier Notruf ist enorm wichtig für die Teilhabe und das Sicherheitsempfinden jeder und jedes Einzelnen in unserem Land. In erster Linie richtet sich nora an Menschen, die z.. B. aufgrund einer Sprach- oder Hörbehinderung nicht oder nicht gut telefonieren und deshalb den Sprachnotruf über die 110 und 112 nicht nutzen können. Grundsätzlich ist nora jedoch eine App für alle Menschen in Deutschland.“


    Menschen mit Sprach- und Hörbehinderungen standen bisher ein Notruf-Fax und ein Gebärdendolmetscherdienst (TESS-Relay) zur Verfügung. Der Dolmetscherdienst stellt die Kommunikation zwischen den Notrufenden und der jeweiligen Einsatzleitstelle her und übersetzt. Das Notruf-Fax muss von einem Standort mit Faxgerät versendet werden und lässt Rückfragen der Einsatzleitstelle nur unter großem Aufwand zu.. Ein mobiler Notruf ist über dieses System in der Regel nicht möglich.


    „Nora schließt hier eine Lücke. Die App ergänzt die bestehenden Notrufsysteme um eine mobile Komponente. Wir bieten unseren Mitmenschen ein großes Stück mehr Sicherheit und Selbstbestimmung und auf dieses Ergebnis bin ich stolz. Der Start der App ist jedoch nur ein erster Schritt. Wir werden nora in den kommenden Jahren weiterentwickeln, um sie noch besser zu machen“, so Reul.


    Die App ist so aufgebaut, dass in Notsituationen ganz ohne zu sprechen und auch mit geringen Sprachkenntnissen ein Notruf abgesetzt werden kann. In diesem Notruf per App sind dann die wichtigsten Informationen enthalten wie unter anderem persönliche Daten, der Notfall-Ort und die Art des Notfalls. Die persönlichen Daten bleiben auf dem Smartphone gespeichert und werden nur bei einem Notruf an die Einsatzleitstellen übermittelt. Es können Angaben wie Alter, Geschlecht, Vorerkrankungen und Behinderungen auf freiwilliger Basis hinterlegt werden.


    Informationen zur konkreten Notsituation werden über maximal fünf aufeinanderfolgende Fragen abgefragt. Dabei helfen Symbole, Texte in leichter Sprache und eine intuitive Nutzerführung. In bedrohlichen Situationen, in denen der Notruf möglichst unbemerkt bleiben soll, ist auch ein „stiller Notruf“ möglich. Der Notfall-Ort wird über das Mobilfunkgerät ermittelt und zusammen mit den anderen Angaben an die zuständige Einsatzleitstelle übermittelt. Der App-Notruf für Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste kann im ganzen Bundesgebiet genutzt werden. Neben Deutsch ist die App auch in englischer Sprache verfügbar.


    Stellvertretend für alle Bundesländer organisiert die Geschäfts- und Koordinierungsstelle Notruf-App-System des NRW-Innenministeriums alle Belange rund um den App-Notruf. Die technische Konzeption und Umsetzung sowie der Anwender-Support erfolgen durch die bevuta IT GmbH mit Sitz in Köln. Bis 2021 betragen die Kosten des Projekts für Nordrhein-Westfalen gemäß Königsteiner Schlüssel rund 475.000 Euro."


    Mal abwarten, was sie kann und wie die App zu handhaben ist.


    VG aus dem Rheinland

    SaSel

    Bei uns im Dienst kommen zwar die Rufnummern und auch sogar die Orte (Zuordnung der Vorwahlen) mit, sofern sie nicht vom Anrufer unterdrückt sind, Namen aber leider nicht. Zum Glück werde ich nur selten von fremden Menschen angerufen. Die meisten, die mich anrufen, kenne ich oder es handelt sich um erwartete Rückrufe.

    Einer kleinen ländlichen Kommune im Nothaushalt fehlen leider die Mittel für ganz moderne Telefonanlagen, obwohl unsere erst in diesem Jahr kurz vor der Flut angeschafft wurde.


    Im Grunde komme ich gut im (dienstlichen) Alltag zurecht und das alleine zählt für mich.:thumbup:

    Deine Frage ist mehr als berechtigt und es kann mir auch keiner erklären, warum das funktioniert. Das Ironische an der Sache ist: ich muss dienstlich sehr viel telefonieren, um Termine, Absprachen usw. zu vereinbaren. Da ist allerdings der Vorteil, dass ich die Anruferin bin und weiß, was mein Ziel beim Angerufenen ist;). Allerdings darf mir da keiner mit Namen, Anschriften usw. kommen - das verstehe ich beim besten Willen nicht. Wenn ich mal einen Tag viel telefonieren musste, bin ich abends auch platt und mag nicht mehr "hören"; dann ist Hörpause angesagt: Kanso ab, HG ab und Ruhe. Vielleicht ein gutes Buch dabei...


    Ich denke, das "Geheimnis" ist, dass mein Restgehör links im Tieftonbereich (so bis 500 Hertz) einigermaßen gut ist, der Rest wird wohl unbewusst zusammeninterpretiert:S.

    Auch von mir ein herzliches Willkommen hier im Forum.


    Zunächst: ich trage den Kanso, und er hält beim Joggen, Reiten und Fahrradfahren gut mit dem (Reit-)Helm bzw. beim Joggen mit einem Kappi. Im Alltag hält er wunderbar und ich habe bloß Magnetstärke 1. Die Haare liegen über dem Kanso, die stören überhaupt nicht. Kompatibel dazu trage ich links ein HG von Resound.


    Betreffend Nutzen des CI bei von Geburt an sehr schlecht hörenden Ohren: ich bin selbst auch von Geburt an an Taubheit grenzend schwerhörig beidseitig und dennoch bringt mir das CI sehr viel; auch beim Sprachverstehen. Es ist mein dominierendes Ohr geworden. Gerade jetzt zu den "Maskenzeiten" drehe ich meinem Gesprächspartner unbewusst die CI-Seite hin, um besser zu verstehen.

    Ich kenne auch Menschen, die als Erwachsene (jeweils gut über 40 Jahre alt) ihr von Geburt an taubes Ohr haben implantieren lassen und konnten dennoch mit Training ein Sprachverstehen erwerben. Bei deiner Hörkurve links kann m. E. ein CI nichts verkehrt machen; du wirst sicherlich auf jeden Fall davon profitieren.


    Ich wünsche dir alles Gute für deine Entscheidungsfindung,


    viele Grüße aus dem Rheinland,

    SaSel

    Vor rund vier Jahren bei der VU sollte ich mich für (zunächst) eine Seite für die CI-OP entscheiden; ich entschied mich für die minimal schlechtere Seite. Bei den Jahreskontrollen wurde ich mehrmals auf eine zweite OP angesprochen, die ich aber (zunächst) noch dankend ablehne, und zwar aus folgenden Gründen:

    - ich hänge sehr an mein Restgehör; so kann ich wenigstens ohne Technik noch tiefe Töne und Geräusche hören und muss nicht in der völligen Stille leben,

    - das Zusammenspiel zwischen HG und CI funktioniert bei mir prima; das HG ist für den vollen Klang zuständig, das CI für das feine Hören. Wenn ich, z. B. bei Konzerten, die Musik fein hören möchte, dann wird das HG ausgeschaltet am Ohr gelassen und

    - schizophrener weise telefoniere ich mit dem HG-Ohr ohne (!) HG. Telefonieren mit dem CI klappt bei mir leider so gut wie gar nicht, bzw. ist mega anstrengend. Sicherlich würde das mit entsprechendem Training besser werden...


    Das sind meine persönlichen Gründe, die für mich gegen eine zweite CI-OP sprechen.


    Die Entscheidung pro oder contra muss jedoch jeder für sich selbst treffen - und hinter der Entscheidung stehen!


    Alles Gute weiterhin,


    SaSel

    Hallo zusammen,


    mich treibt seit genau zwei Monaten die Frage rum, wie ich als gehörlose bzw. an Taubheit grenzende Person durch Sirenen in der Nacht vor dem Hochwasser hätte gewarnt werden können?

    Ich wohne in dem stark von der Flutkatastrophe betroffenen Gebiet, zum Glück jedoch auf dem Berg, so dass bei uns persönlich keine Gefahr durch das Hochwasser bestanden hat; vor dem aufsteigendem Grundwasser und einlaufendem Regenwasser konnte schlecht gewarnt werden.

    Jedoch habe ich viele zerstörte Häuser gesehen und auch gesehen, wie hoch das Wasser in den Häusern stand. Auch haben mir viele Menschen von ihren Erlebnissen in der Nacht erzählt, wie sie teilweise von den Nachbarn und Rettungskräften geweckt und gerettet wurden. Zeitgleich ist der Strom großflächig ausgefallen.


    Da darf ich mir nicht vorstellen, wenn ich alleine gewesen wäre und im Schlaf nun mal leider "ohne Technik am Kopp" kaum etwas höre. Schön, dass immer wieder vom Aufbau eines Warnsystems, auch analog, gesprochen wird, aber wie verhält es sich mit der Warnung gehörloser Menschen - vor allem die, die alleine leben? Wer hat da die Interessen der gehörlosen Menschen im Blick? Irgendwie habe ich das Gefühl, dass an uns hier nicht gedacht wird.


    Gibt es irgendwelche Informationen, ob wir mit unserer Gehörlosigkeit Berücksichtigung finden? Bzw. wie wir vorbeugen können, dass wir auch im Falle eines Stromausfalls gewarnt werden können?

    Spontan bleibt doch nur, den Nachbarn den Schlüssel zum Haus/ zur Wohnung zu geben und darauf hoffen, dass sie uns dann entsprechend warnen?


    Habt ihr auch schon entsprechende Erfahrungen machen dürfen bzw. wie habt ihr eventuell für solche Alarmfälle vorgesorgt?


    In der Hoffnung, dass uns solche schwere Katastrophe nicht ereilen werden grüßt

    SaSel

    Ich bin nicht böse drum, dass bei mir kein MRT mehr geht: ich habe regelmäßig Panikattacken darin bekommen und musste beim MRT vor der CI-OP mit verbundenen Augen da rein.

    Allerdings ist es manchmal für einen Arzt tatsächlich schwierig, nur mit CT zu arbeiten. Mein Orthopäde wollte im Frühjahr vom Rücken unbedingt ein MRT haben, weil ihm das CT angeblich nichts bringen würde - also haben wir nix gemacht und die Rückenschmerzen ausgesessen. Ist keine Lösung, aber es ging zum Glück nochmal gut.

    Das Risiko, auch mit einem MRT-fähigen Implantat ins MRT zu gehen, wäre mir unabhängig von meiner Platzangst zu groß.

    Ich kann dem nur zustimmen, dass man die völlige Taubheit trotz des Wissens darum nach einer CI-OP nicht unterschätzen darf.

    Mir hat die Taubheit auf dem rechten Ohr nach der CI-OP schon gereicht; ich hatte totale Probleme, die Taubheit psychisch zu verarbeiten.

    Genau das ist für mich der Grund, keine zweite CI-OP zu machen - zu sehr hänge ich an meinem Hörrest (HV etwa 85%). Immerhin höre ich "ohne" Technik dumpfe Geräusche und verstehe die sehr tiefe Stimme meines Mannes, so lange wir uns nur in kurzen einfachen Sätzen unterhalten.

    Mir macht eher Sorgen, dass ich auf dem linken, noch hörendem Ohr (HG versorgt) seit einigen Wochen einen nervenden Tinnitus habe, der manchmal sogar trotz HG fröhlich vor sich hin pfeift. Zum Glück nur in ruhiger Umgebung. Ich hoffe, dass sich mein linkes Ohr nicht von alleine verabschiedet; sollte dies wider Erwarten irgendwann der Fall sein, käme eine zweite CI-OP natürlich in Betracht, in der Hoffnung, dass mein Gleichgewichtsorgan links nicht auch noch beschädigt bzw. zerstört wird - ein kaputtes Gleichgewichtsorgan reicht

    X/.

    Hallo Steph,


    ich weiß grad nicht, von wo du bist. Solltest du jedoch im Kölner Umland leben oder zu tun haben, kann ich dir den Cochlear-Shop auf der Dürener Str. in Köln sehr empfehlen. Sehr nettes und kompetentes Personal, viele Dinge zum Anschauen und sicherlich zum Ausprobieren, gute Beratung.


    VG

    Danke Biker. Zum Glück komme ich ohne Medikamente aus, versuche allerdings, viel in Bewegung zu sein. Faule Tage merke ich sofort, dann wird´s mir schwindelig und leicht übel. Eine ordentliche Mütze voll Schlaf ist zwingend notwendig.


    Wie es mit dem Gleichgewicht später mal im Alter sein wird, darüber mag ich gar nicht nachdenken (auch wenn ich inzwischen die 5 vorne stehen habe)…

    Schauen wir einfach mal positiv nach vorne, wat kütt dat kütt, wat wellste mache.


    Ich wünsche dir auch, dass sich das Gleichgewicht stabilisiert und du gut damit im Leben zurecht kommst.


    VG

    Doch, das Telefonieren mit Minimic geht am "normalen" Telefon (Festanschluss), da ich den Hörer wie beim Freisprechen in der Hand halte, so dass mein Gesprächspartner mich durchaus hören und verstehen kann. Ich habe jedoch ein spezielles Kabel für das Festnetztelefon, welches eigens dafür konstruiert wurde. Fragt mich bitte nicht nach genaueren technischen Details :saint::/.


    Ich telefoniere trotz meiner lebenslangen hochgradigen Schwerhörigkeit (HV links knapp 85 %) schon immer ohne HG; ich weiß, eigentlich ist es nicht möglich, aber es funktioniert dennoch irgendwie - und besser als mit dem CI rechts. Ich muss dienstlich sehr viel telefonieren, mir hilft es dabei sehr, dass ich überwiegend irgendwen anrufe, als dass ich angerufen werde.


    Ja, mit dem Schwindel bzw. Gleichgewichtsproblemen muss ich nunmal den Rest meines Lebens verbringen. Höranstrengungen fördern die Probleme enorm, so dass ich abends oft platt und müde bin und froh bin, meine Ruhe zu haben. Aber ich habe mich irgendwie damit arrangiert und man lernt, damit umzugehen. Deshalb sind Hörpausen enorm wichtig; auch und gerade in meinem sehr kommunikativen Job, den ich jedoch nicht aufgeben wollen würde.

    Das war damals recht unkompliziert, da ich nach der OP und deren für mich Langzeitfolgen (Verlust Gleichgewicht) ohnehin recht engmaschig vom Integrationsfachdienst betreut wurde. Ich habe auch ein zusätzliches Telefonkabel über den IFD erhalten, mit welchem ich das MInimic anschließen und auch direkt übers CI telefonieren kann. Ich bin ehrlich, ich telefoniere jedoch immer mit meinem an Taubheit grenzenden HG-Ohr und benutze das Telefonkabel samt Minimic dazu gar nicht.X/