Posts by SaSel

    Es stimmt in der Tat, dass es sehr schwer ist, sich mit dem Thema Schwerhörigkeit und Hörbehinderung auseinander zu setzen. Ich selbst habe es auch mein Leben lang getan - bis ich durch die CI-OP quasi gezwungen war, es zu tun.

    Zur Reha bin ich ursprünglich meiner Familie zuliebe gegangen; ich wollte zunächst ebenfalls mit allem "nichts zu tun" haben.

    Heute bin ich sehr froh und dankbar, dass ich die Reha gemacht habe und fand die gemischte Gruppe sehr bereichernd. Man hat sehr viel voneinander gelernt, der Bildungsstand war vollkommen egal (ich bin selbst Diplomverwaltungswirtin). Im Gegenteil, man hat voneinander profitiert und einen tollen Erfahrungsaustausch erlebt. Gejammert, wie schlecht die Welt und insbesondere die Hörbehinderung doch ist, wurde gar nicht. Wenn ein Patient einen Tiefpunkt hatte, wurde er toll aufgefangen und motiviert. Das gehört zum Leben dazu.

    Mit einem Rehapatienten, der zufällig bei uns in der Nähe wohnt, besteht heute noch, nach 3,5 Jahren, eine tolle enge Freundschaft.

    Ich würde jederzeit wieder eine Reha beantragen und wäre gespannt, neue, weitere Menschen kennen zu lernen und von ihnen das eine oder andere mitzunehmen.


    Die Entscheidung pro oder contra Reha muss jeder für sich fällen; ich fände es schlimm, wenn nach Bildungsstand, Beruf, Alter oder ähnliches vorsortiert würde.


    VG

    SaSel

    Ich bezeichne mich selbst als hochgradig unmusikalisch und kann mit Müh und Not vom Takt her einen Walzer vom Rock´n Roll unterscheiden - das war schon immer so und hat sicherlich nichts mit der Hörbehinderung zu tun.


    Jedoch hatte ich im Januar 2020 im Rahmen meiner dienstlichen Tätigkeit ein Schlüsselerlebnis:

    Während eines Orgelkonzerts zu Beethoven 2020 habe ich mal interessenhalber das HG ausgeschaltet, aber am Ohr gelassen und versucht, nur mit dem CI alleine zu hören. Und erstaunlicherweise hörte sich die Orgel (in einer Kirche) nur mit CI viel schöner und harmonischer an, als mit HG und CI zusammen bzw. mit HG alleine. Diese Erfahrung habe ich später des Öfteren gemacht, dass sich zumindest instrumentale Musik mit dem CI viel angenehmer anhört.

    Bei gesungenen Liedern ist es schwieriger, da brauche ich dann doch das HG um reelle Chancen zu haben, wenigstens etwas zu verstehen. Da tut sich das CI alleine schon schwer.


    Mein Sprachverstehen mit dem CI alleine beträgt auch nach vier Jahren leider nur so um die 50 %...

    Mit HG und CI komme ich nicht über 60 %, da brauche ich mich dann nicht über ein Textverstehen bei Liedern wundern, aber ich komme da klar mit ;-)


    Viele Grüße

    SaSel

    Hallo Sabine,


    auch von mir zunächst ein herzliches Willkommen hier im Forum.

    Zu EAS kann ich dir nichts sagen, dafür aber jedoch zu dem Verlust des Restgehörs.

    Hat man dich in der Klinik nicht darüber informiert, dass das Restgehör leider mit großer Wahrscheinlichkeit verloren gehen wird?

    Die Uni Köln hat bei der VU mich bereits auf den Verlust des Restgehörs hingewiesen, jedoch war man bemüht, restgehörerhaltend zu operieren. Bei der Aufnahmeuntersuchung hat mir der Arzt knallhart um die Ohren gehauen, dass ich ab dem nächsten Tag nach der OP rechts ohnehin nichts mehr hören würde... Ich wusste es zwar, aber so brutal die Wahrheit nochmals deutlich gemacht zu bekommen, tat schon weh. Das letzte Ablegen des HG am Abend vor der OP war schon mit vielen Emotionen verbunden; nach der OP festzustellen, dass ich tatsächlich durch die OP ertaubt war, war dennoch ein Schock und ich habe lange gebraucht, den Verlust des Restgehörs zu verarbeiten. Mit dem Restgehör hatte ich gleichzeitig mein Gleichgewichtsorgan verloren - ich hatte also nach der OP genug zu tun, um nicht nur psychisch, sondern auch physisch ins Gleichgewicht zu kommen. Dazu kam eine grauenvolle EA: alles hat nur geklingelt, wie ein "Pling".


    Inzwischen möchte ich das CI auf keinen Fall mehr missen, eine zweite OP kommt trotz der gegebenen Umstände für mich nicht in Frage, da ich zum einen mein Restgehör (HV 85 % links) sowie auch mein linkes Gleichgewichtsorgan nicht verlieren möchte.


    Eine Reha tut gut, schön, dass dir dort gut geholfen werden konnte.


    Ich wünsche dir alles Gute und du wirst den Weg zum natürlicheren Hören mit CI auf jeden Fall finden!


    Viele Grüße

    SaSel

    Hallo Gina,


    ich weiß nicht, ob du bei deiner Vorstellung geschrieben hast, wo du lebst.


    Falls es in der Nähe von Köln sein sollte, kannst du möglicherweise beim Cochlear-Hörcenter einen Termin zur Beratung machen. Dort sind auch die verschiedenen Modelle vorhanden, die du dir sicherlich anschauen und quasi "probetragen" kannst. Außerdem haben sie auch das Zubehör vor Ort.


    Ansonsten google mal bei Cochlear auf der Homepage, ob noch weitere Hörcentren vorhanden sind.


    Das kann vielleicht bei der Entscheidungsfindung helfen.


    VG

    SaSel

    Hallo Kathi,


    an eine Schwellung und einem Druck nach der OP kann ich mich nicht wirklich erinnern; sie wird wahrscheinlich da gewesen sein, war dann aber nicht so relevant, dass ich mich noch daran erinnere.


    Ich hatte relativ lange eine berührungsempfindliche Ohrmuschel. Das habe ich insbesondere beim Friseur gemerkt, wenn hinter dem Ohr die Haare geschnitten wurden. Aber auch das war irgendwann plötzlich weg.


    Hab Geduld, das wird alles schon noch werden.


    Dies gilt insbesondere auch im Hinblick auf die EA! Jeder macht bei der EA seine eigenen Erfahrungen und beschreitet letztendlich einen anderen Weg zum Hören lernen. Wichtig ist, dass du deinen Weg findest und diesen gehen wirst.


    Gute Besserung und viele Grüße

    SaSel

    ....das hört sich doch auch mal positiv an😊 ....das bestärkt mich bei meinem Wunsch zum Kanso2....jetzt kann ich nur hoffen, dass es so gut am Kopf hält ohne zu ziehen oder ziepen! Was mich noch interessieren würde, müssen eigentlich die Haare unter dem Prozessor immer rasiert werden? Oder wie hält das auf eventuell längeren Haaren? Liebe Grüße Gine ☺

    Hallo,


    nein, ich habe die Haare nicht rasiert, sondern an der Implantatsstelle wachsen sie ganz normal wie am übrigen Kopf auch. Die Frisur ist nicht beeinträchtigt;). Ich trage die Haare allerdings relativ kurz. Wenn die Spulen der HdO-SPs auf langen Haaren halten, warum dann nicht auch ein Unit-SP? Das Tragen entwickelt sich ohnehin mit der Zeit im Alltag.

    Übrigens zum Thema Haare-rascheln: wenn ich nicht gerade bewusst mit der Hand über die Haare, die teilweise über den Kanso liegen, streiche, höre ich kein Rascheln der Haare über den Mikrofonen, selbst bei starkem Wind nicht.


    Zum Glück habe ich nie ein Ziehen oder Ziepen oder ähnliches verspürt - und ich hoffe, das bleibt auch so.


    Meine Entscheidung damals zum Kanso ist aufgrund der zwei vorhandenen Mikrofone gefallen; der Rondo hatte seinerzeit nur eins. Außerdem hat mir die Firma Cochlear vom Bauchgefühl her einfach mehr zu gesagt; ich würde mich immer wieder für Cochlear entscheiden.

    Später hatte ich das Glück, dass Cochlear in Köln, ganz in der Nähe vom CI-Zentrum und der Uni eine Service-Stelle eröffnet hat. Dadurch habe ich kurze Wege und wenn was mit dem Kanso ist, kann mir schnell und kompetent geholfen werden, da ich eine Anfahrt von nur etwa einer halben Stunde habe:saint:.


    Viele Grüße

    SaSel

    Guten Morgen Nick,


    erstmal ein herzliches Willkommen.


    Ich trage ebenfalls den Kanso, dies bereits seit meiner EA vor knapp vier Jahren.


    Bei mir macht er brav alles mit: im Alltag spüre ich ihn gar nicht, er hält mit Magnetstärke 1. Beim Joggen und Reiten habe ich ohnehin eine Kappe bzw. Reithelm auf. Es war zwar zunächst etwas schwierig, einen passenden Reithelm zu finden, aber auch dieses Problem hat sich gelöst. Zum Fahrradfahren ziehe ich auch einen (Reit-)Helm an.


    Das Klämmerchen hält im kurzen Haar hervorragend, zum Glück habe ich den Kanso in den ganzen Jahren nicht einmal verloren - Dank dem Klämmerchen.


    Was die Lage des SP betrifft: dadurch, dass für mich von Anfang an klar war, dass ich den Kanso haben möchte (das Probetragen eines HdO-SPs habe ich damals aus persönlichen Gründen abgelehnt), wurde das Implantat sehr nah an das Ohr gesetzt. Es befindet sich knapp einen fingerbreit hinter der Ohrmuschel. Somit habe ich nicht das Gefühl, das der Ton von sonst wo her kommt.


    Als langjährige HG-Trägerin genieße ich die Freiheit am Ohr, zumal ich links ein HG trage und somit den direkten Vergleich habe ;).


    Ich wünsche dir eine gute Entscheidungsfindung.


    VG

    SaSel

    Hallo Biker,


    einen 3mm Haarschnitt trage ich zwar nicht, aber dennoch sind meine Haare recht kurz, so dass meine Töchter "Igelfrisur" dazu sagen:D. Den Kanso kann man daher tatsächlich auch sehen, auch wenn er dunkelbraun ist und meine Haare, wenn nicht gerade kastanienbraun gefärbt, straßenköterbraun mit "Melatenblond" (für nicht Kölsche: grau;)) sind.

    Ich werde eher auf das CI angesprochen, wenn ich z. B. bei Dienstbesprechungen mit Externen oder beim Reitunterricht (sofern er wieder stattfinden darf) mein heißgeliebtes Minimikrofon auspacke. Viele beneiden mich dann um mein recht komfortables Hören mit dem Minimikrofon, weil hier Nebengeräusche gut ausgeblendet werden:P.


    Betreffend Werbung gebe ich Andrea recht. Für Kontaktlinsen, deutlich unauffälliger als eine Brille sind, wird tatsächlich nicht so viel geworben wie für minikleine HGs und SPs. Der Kanso bzw. Rondo sollte nicht wegen der Unauffälligkeit, sondern wegen der Freiheit für die Ohrmuscheln beworben werden;)

    Wer ein Problem mit der Sichtbarkeit von Hg und CI hat, schämt sich deswegen. Solchen Menschen wäre anzuraten, an der EInstellung zur Hörhilfe zu arbeiten. Das dürfte psychisch wesentlich gesünder sein als das Verstecken.

    Guten Morgen,


    ich finde diese Aussage ganz schön krass, da sicherlich viele Menschen, die ihre HGs oder auch CIs "verstecken" wollen, auch ihre Gründe dazu haben, die nicht unbedingt "schämen" heißen!


    Es ist nicht einfach, sich mit seiner Hörbehinderung auseinander zu setzen, hier fehlt es tatsächlich oft an Unterstützung - in diesem Punkt stimme ich dir zu.


    Das Akzeptieren der eigenen Hörbehinderung und der damit verbundenen Einschränkungen bzw. Grenzen ist ein langer Prozess - auch wenn man von Geburt an hörbehindert ist.


    Ich trage auch den Kanso und bin glücklich damit. Da, wo es mir drauf ankommt, weise ich inzwischen, gerade im dienstlichen Bezug, auch auf meine Hörbehinderung hin. Und ich denke nicht, dass z. B. die Gesprächskultur (jeder nacheinander, deutliche Aussprache) eine andere wäre, würde man meinen SP deutlich sehen. Zumal mein HG links sehr groß und beim besten Willen nicht zu übersehen ist.


    Bei dem Kanso genieße ich die Freiheit an der Ohrmuschel; als Brillenträgerin und derzeit mit der ständigen Maske sowieso. Das Klämmerchen hält wunderbar, sogar beim Reiten und Joggen mit Helm bzw. Kappe.


    Ich wünsche ein schönes Wochenende!


    SaSel

    Guten Morgen Susanne,


    erst mal auch von mir ein Willkommen hier im Forum.


    Ich weiß nicht, ob du in einer großen Stadt oder eher in einer kleineren Kommune lebst.

    Aber es gibt neben den von Mia erwähnten Kirchengemeinden auch sog. "Freiwilligen-Agenturen", die möglicherweise auch Ehrenamtler, die dich unterstützen können, vermitteln.

    Wende dich mal an deine Kommunalverwaltung und frage nach dem für das Ehrenamt zuständigen Sachbearbeiter. Vielleicht kann von dort eine Hilfe und Unterstützung vermittelt werden.


    Würde sich eine junge Mutter mit einem ähnlichen Anliegen wie deinem an mich wenden (ich bin in der Gemeindeverwaltung u. a. auch für das Ehrenamt zuständig;)), würde ich dich tatsächlich an unser Seniorenbüro verweisen, in der Hoffnung, dass der Seniorenbeauftragte möglicherweise eine "Leih-Omi" vermitteln kann.


    Ich wünsche dir alles Gute und dass du eine für dich und deine Kinder gute Lösung finden wirst.


    Viele Grüße aus dem Kölschen,

    SaSel

    Ich glaube, wenn man selbst betroffen ist, fallen einem tatsächlich die Dinge eher auf.

    Frei nach dem Motto: es gibt keine grünen Autos - es sei denn, man fährt selbst eins;):saint:.

    Und dennoch keinen viele kein CI...

    Hallo Stefan,


    auch von mir aus dem Kölschen Umland ein herzliches Willkommen hier im Forum.


    Ich selbst trage mit Begeisterung den Kanso (ältere Modell basierend auf der Technik des N6) und links ein HG von Resound. Theoretisch könnte ich beides, also Kanso und HG, über das Minimikrofon und auch den Telefonclip mit meinem iPhone koppeln.


    Jedoch nutze ich tatsächlich nur den Kanso über das Minimikrofon bzw. Telefonclip und dem iPhone.

    Im Dienst ist also das Minimc mein treuer Begleiter bei Dienstbesprechungen. Es unterstützt ungemein, jedoch komme ich auch bedingt durch die Masken und gleichzeitiger Verwendung mehrerer Plexiglassscheiben massiv an meine (hörmäßige) Grenze - vor allem wenn drei Leute durcheinander quatschen. Dies habe ich tatsächlich am Montag noch erlebt.


    Bei Video-Konferenzen kann ich zum Glück zwei sehr gute Boxen am Rechner anschließen. Besteht diese Möglichkeit mal nicht, dann schließe ich mein Minimic am Rechner an und höre nur über den Kanso.


    Telefonieren geht zum Glück (noch) mit dem HG-Ohr ohne HG (frag mich nicht warum das bei mir funktioniert).


    Zu den Ringschleifen kann ich leider nicht viel sagen.


    Ich wünsche dir viel Erfolg und lass es entspannt angehen...


    Viele Grüße aus dem Rheinland,


    SaSel

    Die Daumen sind auf jeden Fall gedrückt.

    Vielleicht hilft auch ein kurzes freundliches Telefonat? Das Thema "CI" ist leider nicht überall bekannt und präsent.


    VG

    SaSel

    Guten Morgen Katharina,


    ich bin in NRW beihilfeberechtigt und bei mir ging das damals total schnell und unkompliziert:

    1. Gespräch in der Uni: 16.03.2017

    2. Gespräch und VU: 13.04.2017

    OP am 31.05.2017


    Wenn ich mich richtig erinnere, wurde das sogar telefonisch geklärt. Die PKV hat ebenfalls unkompliziert und schnell reagiert und positiv beschieden.


    Viel Glück!


    VG aus dem Rheinland,

    SaSel

    Ich weiß zumindest von ins Wasser gefallenen Handys, dass man sie sehr gut in einem Reisbett (ausreichende Menge Reis in ein Schälchen legen, das Handy oder in unserem Falle der SP sollten leicht mit Reis bedeckt sein) trocknen lassen kann. Mit einem SP sollte dies, so denke ich, ebenfalls möglich sein, sofern keine Trockenbox zur Hand ist.

    Hallo Yviedefinie,


    aus einfachem ehrlichen Interesse frage ich mal bei dir nach, ob du inzwischen einen entsprechenden Verschlimmerungsantrag beim Versorgungsamt gestellt hast.


    Inwiefern du möglicherweise von der Zahlung der Hundesteuer mit dem Merkzeichen Gl befreit werden kannst, kann dir das Steueramt deiner Kommune Auskunft erteilen.


    Meines Wissens hat man mit dem Merkzeichen Gl ebenfalls Anspruch auf sog. "Gehörlosengeld"; wenn ich richtig informiert bin, handelt es sich um einen Betrag in Höhe von 77,00 EUR monatlich. Zu diesem Punkt können vielleicht ebenfalls betroffene Mitglieder etwas sagen.


    Ich hatte nach der CI-OP seinerzeit ebenfalls versucht, das Merkzeichen Gl zu erhalten. Dies scheiterte jedoch daran, dass ich leider über keine Unterlagen über das bestehen der damals (bis zur CI-OP) beidseitigen an Taubheit grenzenden Schwerhörigkeit vor dem 7. Lebensjahr mehr auffindbar sind (die damals zu ständige Uni Düsseldorf hat die Unterlagen inzwischen längst vernichtet, den damaligen Kinderarzt aus Anfang/ Mitte der 70´er-Jahre gibt es auch nicht mehr).

    Gleichzeitig hatte ich eine Erhöhung des GdB von 60 auf 80 vom Hundert beantragt, diesem Teil des Antrags wurde stattgegeben.


    Ich drücke dir die Daumen, dass sich eine für dich passende Lösung findet.


    Viele Grüße


    1. persönliche Beleidigungen, wenn auch indirekt, durften Beamte hier leider erfahren! Nichts gegen Meinungsfreiheit, aber wie du schreibst, bitte ohne Beleidigungen!


    2. Stimmt, Beamte und Angestellte des Öffentlichen Dienstes zahlen keine Steuern???


    3. wie man in den Wald hinein ruft, so …. In der heutigen Zeit kann sich eine öffentliche Verwaltung keine flotten Sprüche erlauben - hier bei uns auf dem Land würde das ganz schnell nach hinten losgehen! Meine Kolleginnen und Kollegen sind immer bestrebt, unseren Bürgern zu helfen, nur müssen wir uns leider auch an gesetzliche Vorgaben und Verordnungen halten, auch wenn es uns sehr oft leid tut. Die Resonanz unserer Bürgerschaft gegenüber der Verwaltung ist größtenteils sehr positiv.


    PS: ich komme nicht (!) aus einem Beamtenhaushalt.


    Ich glaube, es ist genug der Anfeindungen eines Berufsstandes und die Moderatoren und Admins sollten gebeten werden, wieder zu den ursprünglichen Themen des Forums, nämlich Themen rund um das Thema CI und Hörbehinderung, zurückzurufen.

    Frag mich, ob ich hier noch richtig bin. Am Anfang hatten wir hier noch Themen rund ums CI. Aber das ist lange her. War im Jahr 2012.

    Das Geschimpfe und Gemaule geht mir zu weit.


    Und Unterstellungen, dass Schwerbehinderte gleich erwerbsgemindert sind sowieso.

    Gruß

    Ich habe lange mit mir gerungen, ob ich mich zu diesen Themen selbst mal äußere, weil ich genau weiß, dass ich hier von bestimmten Leuten ohnehin wieder angegriffen werde - aber egal.


    Als ich mich vor vier Jahren in diesem Forum angemeldet habe, habe ich viel Unterstützung erfahren und tolle Menschen kennen gelernt. Wir haben gegenseitig von unseren Erfahrungen und Erlebnissen profitiert und man hat sich gegenseitig wieder aufgebaut, wenn jemand total down war. Gerne habe und möchte ich auch die erfahrene Unterstützung an CI-Neulinge mit ihren tausend Fragen und Sorgen weitergeben.


    Leider wird hier immer mehr pauschaliert, bestimmte Personenkreise negativ stigmatisiert. Ganz ehrlich: das ist meines Erachtens nicht Sinn eines Forums. Und dies hängt nicht alleine mit der derzeitigen Corona-Pandemie zusammen, Anfeindungen durfte ich persönlich kurz nach meiner Anmeldung hier erleben aufgrund der Tatsache, dass ich Beamtin bin.


    Es tut mir für die hier ehrenamtlich tätigen Admins und Moderatoren sehr leid, dass das DCIG-Forum so abgedriftet ist, ein recht harscher Umgangston herrscht.


    Ich werde mich nicht rechtfertigen, Beamtin zu sein, meine Arbeit gerne zu verrichten, trotz der vielen Kommunikation, die meine Arbeit erfordert und versuchen, so lange wie möglich dienstfähig und im Dienst zu sein.


    Und ja, sogar eine Beamtin hat ihre Probleme: Schmerzen an der Implantatsstelle, Pfeifen im linken Ohr und auch Corona fordert hörmäßig bei einer Beamtin verd.... viel, da ist das ständig verrückt spielende Gleichgewicht schon fast das kleinste Problem. Aber ist ja nicht schlimm, weil Beamte haben ja einen sicheren Job! Und? Deswegen geht es Beamten gesundheitlich auch nicht besser wie vielen anderen in der freien Wirtschaft!


    Gut, dass ich versuche, mir irgendwie den kölschen Humor zu bewahren obwohl mir dies zunehmend schwerer fällt, wenn ich diesen und diverse andere Threads (z. B. Corona und Co) lese.


    "Et kütt wie et kütt" (es kommt, wie es kommt; die Zeiten ändern sich halt leider, vielleicht kommen auch wieder die Zeiten in denen man zueinander steht und den Menschen unabhängig von seinem Status sieht).


    VG