Posts by Martina

    Ich habe es so verstanden, dass Micki bisher mit dem CI nur ein Piepen hört, jedoch keine Sprache, noch nicht mal Töne. Zudem empfindet Micki ein Druckgefühl am Kopf, wenn der Sprachprozessor nicht getragen wird.


    Micki, welches CI- System hast du denn, wo wurdest du operiert und wie läuft deine Nachsorge bisher ab?

    Ich vermute, du brauchst eine intensivere Nachsorge, weil du auf dem linken Ohr- immer schon?- taub warst und rechts stark schwerhörig bist?

    Also, ich habe jetzt in meinen Unterlagen nachgeschaut. Tatsächlich war ich so aus der Erinnerung heraus nicht ganz korrekt bezüglich meiner Einstellungsparameter.

    Jetzt aber: Ich habe 1200pps verteilt auf 8 Maxima ( die Maxima selbst werden während der Signalverarbeitung immer neu ausgewählt), also insgesamt 9600 pps.

    Bei der schnellen Impulsrate früher waren es 3500pps auf 9 Maxima.

    Du müsstest deinen Angaben gemäß 900pps auf 8 Maxima haben, da sind dann 7200pps insgesamt, - also keine hohe Stimulationsrate, sondern die übliche, mit der heute eingestellt wird.


    Wie sind denn deine Impedanzwerte aktuell?

    Ich drücke dir die Daumen! 🤞

    Prinzipiell ist es (zumindest in Deutschland) eher so, dass bei der Cochlear-Software mit niedriger bis mittlerer Stimulationsrate per se vom Audiologen eingestellt wird. Die brauchen natürlich auch weniger Energie.

    Die Stimulation, genauer Stimulationsrate, gibt an, wieviele elektrische Impulse pro Sekunde abgegeben werden.

    Bei mir sind es 12000 pro Sekunde.

    Hallo Laggi,

    Ich bin seit 2004 Patientin (bzw eher CI-Trägerin ) in der MHH. Da anfangs lange Studienkandidatin, habe ich bis heute etwa 300 Einstellungen gehabt. Ich hatte verschiedene Sprachverarbeitungsstrategien und verschiedene Stimulationsraten, niedrige, mittlere und höchste. Mein persönlicher Höreindruck, insbesondere der Klang, war mit der höchsten Stimulationsrate am besten, objektiv habe ich mit allen Raten sehr gute Messergebnisse gehabt. So bin ich mehrere Jahre bei der maximalen Stimulation geblieben, bis ich leichte Schwindelgefühle bekam, die sehr schnell auf zu hohe Impedanzen zurückgeführt wurden. Die Stimulation wurde dann in Hannover auf 12000pps reduziert, das ist eine mittlere Rate bei Cochlear. Der Schwindel war sofort weg und bei einem Kontrolltermin nach 2 Wochen im DHZ waren alle Impedanzwerte wieder so niedrig wie zuvor. Übrigens betraf das alles nur das rechte, erstimplantierte Ohr. Aus Symmetriegründen habe ich aber auf beiden Seiten dieselben Stimulationsraten einstellen lassen. Der Klang war zunächst etwas anders, nicht mehr so scharf und glockenhell, aber nach kurzer Zeit vom Gehirn sozusagen adaptiert. Meine Hörtests waren und sind immer sehr gut. Und seitdem, das Ganze ist schon über 10 Jahre her, habe ich überhaupt keine Impedanzerhöhungen mehr gehabt, die Werte sind beidseits sehr niedrig.

    Klar ist, die Impedanzwerte sollten so niedrig wie möglich sein und das konstant.

    Stetig ansteigende Werte über 9 Jahre sind mehr als merkwürdig!

    Es ist immer schwierig, die Ursache dafür zu finden, erfahrene Ingenieure gehen Schritt für Schritt nach der Ausschluss- Methode vor. Als erstes bietet sich dazu die Reduzierung der Stimulationsfrequenz an.

    Ich selber hatte etwa 3, 4 Jahre nach stabil niedrigen Impedanzen eine schleichende Erhöhung, die sich durch unklare Schwindelattacken bei mir ( gewöhnlich absolut schwindelfrei) bemerkbar machten. Ich musste meine bis dato gewohnten und bevorzugten hohen Stimulationsraten auf einen mittleren Wert absenken und das Problem war und ist bis heute gelöst.

    Natürlich gibt es noch andere Ursachen für hohe Impedanzen.

    Habt ihr das missverstanden? Mel schreibt, rechts funktionieren bei ihr 21 und links 20 Elektroden. Sie habe erfahren, dass davon nur 8 wichtig für das Sprachverstehen seien.

    Für 11 Tage nach OP sind das super Hörergebnisse!

    Das Alltagsleben bis zum nächsten Termin ist dein Training im Freifeld, gezielte Übungen 1x täglich mit Apps, Streaming, Hörbuch und vielleicht den TV- Nachrichten tun ein Übriges. Das dürfte erstmal reichen. Sei froh über den Stand, den du jetzt schon erreicht hast!

    Auch bei mir war es nach der 2. CI OP anders. Der obere Ohrmuschelrand war lange gefühllos, teilweise habe ich den SP gar nicht gespürt und musste immer zur Sitzkontrolle danach tasten. Das hat sich aber irgendwann gegeben.

    Das klingt doch schon alles sehr gut! Danke für das Foto, Robert.

    Da das hier die Frühanpassung ist, mache dir keine Gedanken um irgendwelche Grenzen von 2 dB. Wichtiger wird es in der Erstanpassungswoche.

    Scheuert der obere Teil des Prozessors nicht an der Narbe?

    Ich wünsche eine weiterhin gute Hörentwicklung.