Posts by KarinLa

    Hallo Anni,


    Meine beiden Sprachprozessoren sind beige. Das Spulenkabel und die Spule dagegen braun. Ich gehe ganz offensiv mit meiner Hörbehinderungen um, dazu brauche ich nicht unbedingt farbige CIs. So gehe ich schon seit 30 Jahren durch die Welt. Und die Farbe ist für mich wirklich nebensächlich!


    Du musst Dich entscheiden, je mehr unterschiedliche Meinungen Du hörst, so schwieriger wird es! Manchmal ist das Bauchgefühl bei der Entscheidungsfindung hilfreich.


    Wünsche Dir alles Gute!


    LG Karin

    @Maho, das kann nicht Prof. Thomas Lenarz gewesen sein, da erst ab 1993 die Professur in der MHH angenommen hat. Zuvor war Pof. Lehnhardt in der MHH tätig. Ich wurde 1990 von dem heutigen Prof. Lazig (Freiburg) operiert.


    Ich kenne alle 3 Ärzte und mir ist keiner von Ihnen als arrogant begegnet, sondern immer um ein Gespräch bemüht.

    Hallo Cino,


    ich trage zwar ein Implantat von Cochlear, allerdings traf ich auch eine Entscheidung zwischen vorgebogen vs. gerade.


    Ein weiterer Vorteil der vorgebogenen Elektrode ist, dass diese "weniger" Strom benötigt als das gerade Elektrodenbündel. Je größer der Abstand zum Hörnerven ist, desto mehr Energie muss aufgewendet werden. Natürlich spielt auch die persönliche Map (Einstellungen im Sprachprozessor) eine Rolle.


    Ich habe mich aber dann gegen das vorgebogene Elektrodenbündel entschieden, da bei einer Explantation, das Gewebe in der Kochlea verletzt werden kann. Hierbei ist auch ausschlaggebend, wie groß der Widerstand beim Herausführen ist. Es kann sein, dass dies passiert, aber es kann auch sein, dass sich das Elektrodenbündel problemlos explantieren lässt. Wichtig ist hier auch die Erfahrung des Operateurs. Ich trage seit fast 30 Jahren mein Implantat, welches damals immer nur ein gerades Elektrodenbündel hatte, von Cochlear ohne irgendwelche Defekte. Als ich vor 2 Jahren mit einem zweiten Implantat versorgt wurde, habe ich mich wieder für ein gerades Elektroden entschieden. Erst mal wegen einer möglichen Explantation und noch aus einem weiteren Grund. Ich wollte nicht das dünnste Elektrodenbündel haben, da bei einer Reimplantation meist nur ein dünneres Elektrodenbündel eingesetzt werden kann. Ich konnte mich meinem Operateur sehr gut darüber unterhalten, und habe mit ihm diese Entscheidung getroffen.


    Würde gerne noch mehr schreiben, aber ich muss jetzt in die Arbeit.


    Wünsch Dir was!


    LG Karin

    Ich kann Dir nur etwas zum Restgehör sagen. Es wird war immer gesagt, dass resthörerhaltend operiert wird. Leider kann wirklich niemand vorher sagen, ob es wirklich möglich ist. Es gibt Patienten, bei denen das Restgehör sofort nach der OP flöten ging, bei anderen ist es ein schleichender Prozess des Verlust d. Resthörvermögens nach der EA. In der Schnecke gab es letztes Jahr einen Artukel zum Resthörvermögens. Demnach verlieren die meisten ihr Restgehör. Für Dein eigenes Wohlbefinden ist es wahrscheinlich besser, nicht davon aus zu gehen, dass Dir das Restgehör erhalten bleibt. Wenn die zu den Glücklichen gehörst, dann freue Dich daran.


    Ganz lieber Gruß vom Staffelsee


    Karin

    Hallo Summer,


    darf ich Dir noch in Deinem Thread schreiben?


    Kurz vor der Implantation hat sich der Cousin von meinem Mann auf seinen Sprachprozessor festgelegt. Ihm war die MRT-Tauglichkeit extrem wichtig, da er in vergangener Zeit einen Tumor hatte und dementsprechend oft MRT-Aufnahmen benötigt. Der Entscheidungsprozess ist ihm sehr s schwer gefallen, da er auch wie Du sich für das richtige Gerät entscheiden wollte.


    Letztendlich hat er sich für MedEl entschieden. Diese Woche war seine Erstanpassung (EA) und die ist wirklich vielversprechend gelaufen. Er ist ganz happy, und für ihn ist nun alles schlüssig.


    Ich wünsche Dir auch ein gute Entscheidung, wenn Du sie getroffen hast, dann würde ich mich auf keinen Fall mehr mit den anderen Herstellern befassen.


    Lieber Gruß


    Karin

    Hallo Manuel,


    es stimmt, dass AB die leistungsstärksten Akkus anbieten. Dazu solltest Du wissen, dass Programm von AB sehr viel Strom benötigt und damit AB einfach angewiesen war, besonders starke Akkus zu produzieren.


    Wie die anderen schon geschrieben haben, ist es von so vielen Faktoren abhängig, wie lange du tatsächlich mit den Akkus hören wirst. Das kann zum jetzigen Zeitpunkt Dir niemand sagen. Ganz pauschal kann man fast sagen, dass sich die Akkus bei Med-El nicht wirklich lohnen, außer man eine gute Routine zum Aufladen von Akkus. Ich bin zum Beispiel mit den Akkus und deren Tragezeit (26-27 Stunden) von Cochlear äußerst zufrieden.


    Eine Entscheidung oder Empfehlung kann Dir keiner hier wirklich geben, die musst Du selbst treffen. Hast Du eigentlich mittlerweile die Voruntersuchungen hinter Dir und bekamst von der Klinik eine Empfehlung für das CI?


    Aus dem Verwandtenkreis weiß ich, wie schwer die Entscheidung für ein Sprachprozessor sein kann.


    Lieber Gruß


    Karin

    Hallo Felix,


    Ja das mit der Schnittführung hat mich selbst überrascht. Der Cousin von meinem Mann wurde in einer anderen Klinik in München dieses Jahr mit einem doppelt so langen Schnitt als ich implantiert. Beim zweiten Mal ist mir kein einziges Haar angeschnitten worden. Jedenfalls fand ich meinem zweiten Schnitt deutlich angenehmer. Ich konnte wirklich schon am zweiten oder dritten Tag auf der frisch operierten Seite wieder schlafen. Bei meiner ersten OP war das erst nach einem Dreiviertel Jahr wirklich wieder möglich. Es hängt für mich ganz deutlich vom Operateur und dessen Erfahrung ab.


    Genauso solltest du dir Gedanken machen, ob das Elektrodenbündel vorgeformt ist oder nicht. Vorgeformte Elektrodenbündel lassen sich schwerer reimplantieren.


    Dir eine gute Entscheidung!


    LG Karin

    Hallo Felix,


    ich benütze seit 1990 das Implantat von Cochlear. Gottseidank hält bisher mein Implantat, und die Upgrades von den Sprachprozessoren funktionieren einwandfrei. Ich muss zwar immer ca. 2 Jahre warten, bis das Upgrade für das alte Implantat möglich ist, aber dafür wird es so konzipiert, dass die Batterieleistung oder auch der Akku fast genauso lange hält wie bei einem neuen Implantat. Für mich persönlich hat sich die Cochlear vollkommen bewährt.


    Da ich auf beiden Seiten den N6 nütze ist die Kopplung an einem Smartphone nicht möglich. Diese Kopplung fände ich ausgesprochen praktisch, da ich zwar relativ selten die Fernbedienung nütze. Wenn ich diese aber brächte, dann ist der Akku von dieser leer. Mein Smartphone hingegen ist immer aufgeladen.


    Ersatzteile für meine Sprachprozessoren benötige ich wirklich sehr selten. Vielleicht alle 2 Jahre. Diese werden anstandslos von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen.


    Du hast die Qual der Wahl....


    Ich würde mich auch erkundigen, wie die Schnittführung in Deiner implantierenden Klinik ist. Bei meinem ersten Implantat war es wirklich noch der große Schnitt, damals wurden mir die Haare auf der kompletten rechten Seite wegrasiert. Haare wachsen, das ist klar. Allerdings war die rechte Kopfhälfte bestimmt ein dreiviertel Jahr ohne Gefühl, so dass ich mir relativ oft den Kopf angehauen habe.... Bei der linken Seite war es wirklich ein Minimalschnitt, direkt 3-4 cm an der Nahtstelle von der Ohrmuschel. Direkt nach der OP hatte ich Gefühl in der Ohrmuschel und am Kopf, und das war für mich sehr angenehm.


    Meistens haben die Kliniken einen Favoriten. Letztendlich darfst Du aber entscheiden, wenn kein medizinischer Grund vorliegt! Ich bin ehrlich gesagt heilfroh, dass ich damals keine Entscheidung treffen musste, sondern mir nur von Cochlear das Implantat zu Verfügung stand. Es ist schon schwierig genug, sich für ein CI-Operation zu entscheiden.


    Ich wünsche Dir eine gute Entscheidung!


    Lieber Gruß


    Karin

    Liebe Nadine,


    ich bedauere, dass Du solche Probleme mit Deinem Implantat hast. Ich selber habe bisher noch keine Reimplantation vornehmen müssen, da mein Implantat seit 29 Jahren einwandfrei hält. Allerdings holte ich mir schon viele Infos für den Tag X ein.


    1. Besonders wichtig ist, dass Du Dich von einem sehr erfahrenen Operateur operieren lässt, der schon einige Reimplantationen vorgenommen hat.


    2. Es ist richtig, dass ein vorgeformtes Elektrodenbündel Probleme machen kann. Hier ist Betonung auf kann. Dein Vorteil ist, dass die Implantation erst ein Jahr her ist, da bildet sich noch nicht soviel Nebengewebe.


    3. Bevor ich überhaupt eine Reimplantation vornehmen würde, würde ich einen technischen Defekt wirklich ausschließen. Leider wird es so sein, dass Du das Hören wieder neu erlernen musst, da bei jeder Implantation das Elektrodenbündel etwas anders liegt, und damit eine andere Signale an das Gehirn weiterleitet.


    4. Wie schlecht ist eigentlich Dein Gehör geworden? Leider kann Dir niemand die Garantie geben, dass Du wieder so hören wirst, wie Du bei der Erstimplantation gehört hast.


    Fühl Dich in dieser bestimmt nicht einfachen Zeit von mir gedrückt. Führe viele, viele Gespräche, damit die Ursache wirklich durchleuchtet wird.


    Ganz lieber Gruß


    Karin

    Liebe Nikita,


    das ist für mich sehr interessant, dass Du die gleichen Empfindungen hast. Mich würde sehr interessieren, wie sich für Dich der Unterschied anhört. Kannst Du das vielleicht etwas näher beschreiben.


    Ich finde das Hören mit Akkus soviel klarer und deutlicher. Ursprünglich dachte ich, dass der Unterschied auf mein altes Implantat zurückzuführen sei. Jedoch bist Du ja erst seit kurzem, CI-Trägerin und hörst auch den Unterschied zwischen Akkus und Batterien. Das gedämpfte Hören mit den Batterien ist nun bei vollkommen weg. Bernd hat eigentlich ganz gut beschrieben, dass die Batteriespannung eine andere ist, als von den Akkus. Rein physikalisch gesehen, ist der für uns hörbare Unterschied erklärbar.


    Du trägst ja mittlerweile, so wie ich, den N6. Ich wollte auch alleine wegen den Mikrophonen keinen Kanso, diese sitzen viel zu weit hinten am Kopf nach meinen Bedürfnissen. Wenn der Operateur erfahren ist, wird er den Magneten dementsprechend positionieren. Bei einem Klassentreffen habe ich den Rondo von einem Klassenkameraden beim Begrüßen in die Wiese gepfeffert. Wir sind dann krabbelnd auf der Suche nach dem Rondo gewesen. Gottseidank fanden wir ihn....Zudem finde ich, dass der N6 einfach stabiler auf dem Ohr anliegt. Dir ging es ja eigentlich eher um die bessere Hörqualität des N6. Ich freue mich sehr für Dich, dass Du nach 30jähriger Taubheit so gut mit dem CI zurechtkommst.


    Ganz lieber Gruß von mir


    Karin

    Hallo Norbert,


    das kann ich auch nachvollziehen, da die Akkus von MedEL recht schwach auf der Brust sind.


    Für mich war es auch äußerst wichtig, dass die Akkus wenigstens einen ganzen Tag halten.


    Lieber Gruß


    Karin

    Hallo Ihr Lieben,


    da ich in einem anderen Thread von Martina gefragt worden bin, warum ich die Hörfähigkeit mit Akkus besser finde, möchte ich in diesem Thread ausführlicher darüber berichten.


    Rechts trage ich ja meine unterschiedlichen Sprachprozessoren (seit 1990) schon relativ lange. Bei meiner Erstversorgung erhielt ich noch den Taschenprozessor. Wenn ich mich richtig zurückerinnere, benötigte ich hierfür 2 LR06 Batterien, die ich damals noch selbst bezahlt habe. Mit jedem Sprachprozessor war die Benutzung von Batterien empfehlenswerter. Seit 1990 kann ich mein Implantat uneingeschränkt nützen, darüber bin ich wirklich sehr glücklich, dass bisher keine Reimplantation anstand. Von der Klinik wurde immer suggeriert, dass in meinem Fall die Batterienversorgung zu empfehlen sei. Als ich mein linkes Ohr mit einem CI versorgen lies, war im Koffer das Aqua-Set. Wenn das Aqua-Set genützt wird, sind zwingend Akkus notwendig, da das Aqua-Set luft- und wasserdicht ist. Bekanntlich benötigen die Batterien zum Funktionieren Sauerstoff.


    Da mein rechtes Ohr mit einem Upgrade-Sprachprozessor versorgt ist, benötige dieser besonders viel Strom. Zur Info, mein Implantat rechts hat zwei Elektroden weniger, deswegen muss ich immer länger auf ein Upgrade warten, damit dieses Ohr versorgt werden kann. Als ich den N6 erhielt, sagte mein Techniker zuvor, dass ich unter Umständen nur 1 Stunde mit Batterien hören könnte. Gottseidank ist meine Map nicht so leistungsabhängig und das Elektodenbündel liegt nah genug am Hörnerven so dass ich mit Batterien so ca. 14 Stunden zurecht kam.


    Bis zu diesem Jahr habe ich hierfür eine Lösung vor mich hergeschoben. Mein Ehemann drängte mich, eine Lösung hierfür zu finden, da er gerne mit mir Kajak fährt. Bisher sind wir nur auf Seen zusammengefahren, und ich war auf dem Boot immer ohne Sprachprozessor, und damit ohne Gehör unterwegs, da ich einen Wasserunfall mit dem Sprachprozessor vermeiden wollte. Auf den Flüssen wollte er mich nicht mitnehmen, da ich ja ohne Gehör keine Warnsignale der größeren Schiffe wahrnehmen kann. Außerdem konnten wir uns während einer Kajakfahrt nie unterhalten.


    Also setzte ich mich mit Cochlear in Verbindung, wie ich ein Akku-Set von der KK finanziert bekomme. Mir wurde empfohlen, hierfür ein Rezept von meiner HNO-Ärztin zu holen, in dem implizite stand, dass die Nutzung von Akkus ausschließlich für den Wassersport gedacht seien. Relativ schnell bekam ich einen positiven Bescheid der KK für die Versorgung von Akkus. Ich rief Cochlear an, um ihnen Bescheid zu geben, dabei gab mir eine andere Mitarbeiterin die Info, dass damit die Batterienversorgung gekappt wird. Um die Batterienversorgung nicht zu gefährden, rief ich bei der KK an. Hier wurde mir bestätigt, dass es eine Entweder/Oder-Entscheidung ist. Da stand ich wieder am Anfang, das Akku-Set wollte ich auf keinen Fall selbstfinanzieren. Nur für den Wassersport wäre es eine zu teuere Angelegenheit geworden. Bis ich auf die Idee kam, bei der KK nachzufragen, ob ich mich ohrweise auf eine Versorgung festlegen darf. Und siehe da, das ist das Schlupfloch. Jeder von uns kann festlegen, wie ein Sprachprozessor versorgt werden kann. Rechts konnte ich damit die Batterienversorgung aufrecht erhalten, und links durfte ich den Akku wählen.


    So wurde dann das Akku-Set bestellt. Voller Neugier probierte ich gleich die Akkus auf beiden Seiten aus, und war wirklich angenehm überrascht, wie lange diese hielten, auch an meiner sogenannten Upgrade-Seite. Parallel stellte ich fest, dass ich auf meiner dominanten (rechtes Ohr) Seite mit Akkus deutlich besser hörte. Das erklärt sich bei mir so, dass der Spannungsabfall der Leistung von den Batterien bei meinem Upgrade-Sprachprozessor relativ schnell vorhanden ist. Das Hören mit den Akkus ist für mich viel klarer und wärmer, mit Batterien höre ich gedämpfter, fast wie durch Watte. Vorher war mir gar nicht klar, dass dieses gedämpfte Hören mit der Batteriennutzung zusammenhängen könnte. Hier an dieser Stelle muss ich aber klarstellen, dass die meisten von Euch wesentlich jüngere und auch aktuellere Sprachprozessoren tragen. Es kann gut sein, dass dieses Phänomen bei Euch gar nicht vorhanden ist, sondern wirklich auf mein altes Implantat zurückzuführen ist.


    Ich persönlich finde nun die Akkus wesentlich praktikabler, der Wechsel ist vollkommen unkompliziert und deutlich schneller. Das Aufladen vergaß ich bisher noch kein einziges Mal. In der heutigen Zeit muss so manches Gerät (Smartphone, Tablet, Laptop, und auch die Fernbedienung und das Zubehör für den Sprachprozessor dauernd an Stromnetz. Der Umweltaspekt ist auch zu erwähnen.


    Mein Batterienabo habe ich nun ausgesetzt. Ich warte noch ein halbes Jahr, um eventuelle Nachteile vom Akku festzustellen. Wenn nicht, dann werde ich auch bei dem anderem Ohr auf Akkubetrieb umschwenken.


    Ganz lieber Gruß


    Karin

    AB setzt von Anfang an auf Akkubetrieb als Schwerpunkt, was das größere Angebot an Akkus erklärt.

    AB war von Anfang an gezwungen, leistungsstarke Akkus zu entwickeln, da der Sprachprozessor sehr viel Strom aufgrund der Sprachkodierung verbraucht. Ein Batteriebetrieb ist daher kaum wirklich praktikabel. Ich möchte das gerne richtig stellen, da es vorrangig keine ökologischen Gründe waren, die zu dieser Entwicklung von leistungsstarken Akkus gesorgt haben.


    Aus Umweltgründen sind Akkus sicherlich zu bevorzugen. Ich habe fast 29 Jahre ausschließlich Batterien verwendet, und bin nun seit ungefähr 2 Monaten auf Akkus umgestiegen und bin begeistert, da die Hörqualität aus spannungstechnischen Gründen deutlich besser damit ist. Der Akku hält fast 2 Tage bei mir, und damit bin Ich sehr zufrieden,


    LG Karin

    Hallo Holger,


    ich kann Dir nach wie vor nur empfehlen, einen Schritt nach dem anderen zu gehen. Auch das Hören mit dem CI muss erst einmal erlernt werden. Die Wenigsten sind Überflieger, wo das Hören von Sprache in kurzer Zeit möglich ist. Mein geburtstaubes Ohr hatte einen recht steinigen Weg, und mit wirklich sehr viel Geduld bin ich zum offenen Sprachverstehen gekommen. Das ist normalweise nicht möglich.


    Du musst Dir das so vorstellen, dass ich anfangs kein Wort verstehen konnte, sondern wirklich in recht mühevoller Kleinarbeit, vor allem mein Gehirn trainiert habe, die wenigen Hörinformationen richtig abzuspeichern. Ich bin seit 2 Jahren in einer wöchentlichen Hörtherapie, dort erarbeite ich mir regelrecht die Worte. Meine Logopädin sagt z.B. sagt 'Mappe'. Ich verstehe aber nur Matte. Also wiederholt die Therapeutin mein verstandenes Wort 'Matte' und ihr Wort 'Mappe', damit ich die Unterschiede heraushören kann. Manchmal wiederholt sie diese Worte bis zu 10 Mal, bis ich das ursprüngliche Wort richtig gehört habe. Das war oftmals wirklich mühsam und auch teils frustrierend. Aber nur so kann mein Sprach- und Hörzentrum diese feinen differenzialen Unterschiede richtig und auch dauerhaft abspeichern.


    Ich habe gemerkt, dass mich diese Übungen per App und auch über den Computer nicht wirklich weiter bringen, da es quasi nur die Option richtig-falsch gibt. Der Lerneffekt ist daher für mich nur begrenzt.


    Jede Hörreise ist anders. Warte erst einmal ab, ob Du implantiert wirst. Danach musst Du erstmal schauen, wie Deine EA (Erstanpassung) verläuft und wie schnell Du zum Hören kommen kannst. Erst zu diesem Zeitpunkt machen die Auswahl der verschiedenen Hörübungsmethoden Sinn.


    Denke daran, dass das Gras nicht schneller wächst, wenn Du daran ziehst. Am Schluss überforderst Du Dich noch, und das ist bei Deiner eventuellen Hörreise nicht förderlich.


    Ich kann Dich gut verstehen, wie schwer Deine Situation mit den vielen Hörstürzen war, da ich selbst vom 12. Lebensjahr bis zum 23. Lebensjahr unzählige Hörstürze hatte. Mein Gleichgewicht hat sich 2008 dauerhaft verabschiedet. Aber ich habe gelernt damit umzugehen. Auch mit meinem Totalausfall vom Gleichgewicht kann ich Skifahren, allerdings nur bei guter Sicht. Sobald meine Konzentration nachlässt, mit der ich meinen Ausfall kompensiere, muss ich das Skifahren beenden, da die Sturzgefahr dann zu hoch wird. Aber ich bin sehr froh, dass es möglich ist. Wie mit vielen Dingen im Leben lernt man sich mit seinen Defizite zu arrangieren.


    Lieber Gruß


    Karin

    Hallo Marc,


    es ist richtig, dass die MRT-Aufnahmen vom Kopf nur begrenzt durch die Artefakte bewertbar sind. Das gilt auch für ganz normale CT Aufnahmen. Allerdings sind alle anderen MRT-Aufnahmen von anderen Körperstellen möglich.


    Ich benutze seit kurzem Akkus für meine N6-Sprachprozessoren. Sie halten links 26 Stunden und rechts 22 Stunden. Wie lange letztendlich ein Akku hält ist letztendlich von anderen Sachen noch abhängig (z.B. wie weit das Elektrodenbündel vom Hörnerv entfernt ist, und wie die Map von Deinem Sprachprozessor eingestellt ist. Cochlear hat zwar nicht so leistungsstarke Akkus wie AB. Dafür ist AB vom Programm her ein kleiner Stromfresser, deswegen sind AB-Benützer auf ein besonders leistungsstarken Akku angewiesen.


    Da ich rechts schon seit fast 30 Jahren mit einem CI (das Implantat hält bis heute!) versorgt worden bin und damals nicht die Qual der Wahl hatte, weil nur der Sprachprozessor von Cochlear zur Verfügung stand. Als ich vor fast 2 Jahren mein anderes Ohr mit einem CI versorgen lies, war für mich die Entscheidung ganz eindeutig, da ich keine zwei verschiedene Systeme benützen wollte.


    Ich würde allerdings an Deiner Stelle erst einmal die Voruntersuchung abwarten. Erst danach kann festgestellt werden, ob Du wirklich ein CI-Kandidat bist. Nach Deinem Syndrom habe ich gegoogelt..... Da stand auch, dass die Cochlea eine Hypoplasie vorweisen kann. Das sollte medizinisch erst einmal abgeklärt werden. Zu diesem Zeitpunkt würde ich mich noch nicht so festlegen. Als ich mein geburtstaubes Ohr implantieren lasse habe, habe ich auch erst einmal in Ruhe die Voruntersuchungen abgewartet, da ich nicht wußte, ob dieses Ohr Überhaupt mit einem CI versorgt werden kann. Für mich war es wichtig, sonst wäre bei einer Ablehnung die Enttäuschung zu groß gewesen. Gottseidank lies sich auch dieses Ohr zum Hören erwecken. Wie gesagt, ein Schritt nach dem anderen.


    Leistungsmässig sind alle CI-Hersteller im gleichen Bereich. Entscheidend ist Dein Gehirn, wie es mit den Bruchstücken von Sprach- und Höreindrücken zurecht kommt. Keine kann dies planen.


    LG Karin

    Hallo Summer,


    Generell ist es so, dass in einem Forum das geschriebene Wort einen hohen Stellenwert hat. Ich kenne Dich nicht, und kann daher nicht einschätzen, wie Du tatsächlich bist und wie hoch Dein Leidensdruck ist


    Ich hatte diese gleiche Diskussion mit dem bisherigen Cousin von meinem Mann, der sehr technikaffin ist, geführt, der letztes Jahr einen Hörsturz hatte. Gestern ist er implantiert worden. Ich habe ihm dann gesagt, welche Kriterien für mich wichtig waren:


    1. Ich habe mich bewusst gegen ein vorgeformtes Elektrodenbündel entschieden. Bei einer Reimplantation kann das vorgeformte Elektrodenbündel Schäden im inneren der Schnecke verursachen. Allerdings hat das vorgeformte Elektrodenbündel den Vorteil, dass es näher am Hörnerven liegt, und damit weniger Energiesifwand nötig ist.


    2. Ich habe mich gegen ein zu dünnes Elektrodenbündel entschieden, da bei einer Reimplantion oft ein dünneres Elektrodenbündel gewählt werden muss. Nach der Implantation bilden sich in der Cochlea eine Art Gelee, diese lässt keine Einführung eines dickeren Elektrodenbündel zu.


    3. Die Fernbedienungen sind schon in einer Sache sehr wichtig. Wenn du z.B. Auf Zubehör bei einer Konferenz angewiesen bist, dann kannst du zum Beispiel das Mischungsverhältnis zwischen Deinen T-Spule am Sprachprozessor und vom externen Gerät/Mikrophon einstellen. Bei Cochlear geht das in 10%igen Schritten. Bei Med-El ist es 0-50-100 (also 3 Varianten).


    Aber wie gesagt, die Sprachkodierung der unterschiedlichen Sorachprozessoren sollte zweitrangig in Deinem Entscheidungsprozess sein, da es wirklich von deiner Gehirnleistung, Gemütslage, der anatomischen Anlage der Cochlea und auch vom Geschick des Operateurs abhängig ist. Lauter Faktoren, die sich nicht unbedingt beeinflussen lassen.


    Ich bin heilfroh, dass ich bei meiner ersten Implantation keine Entscheidung treffen musste. Damals gab es nur das von Cochlear. Bis heute funktioniert dieses Implantat einwandfrei......


    Lieber Gruß


    Karin