Posts by KarinLa

    muggel , mit dem Satz habe ich Dich doch gar nicht gemeint. Fälschlicherweise bin ich davon ausgegangen, wenn ich einen neuen Absatz schreibe, dann ist es klar, dass ich allgemein an alle formuliere. Ich kann mir gar nicht das Recht dafür herausnehmen, da ich Dich persönlich nicht kenne.

    muggel : Deine Beschreibung bzw. Differenzierung von worst case und best case-Erwartungshaltung gefällt mir ausgesprochen gut. Diese Denkweise ist für mich sehr wertvoll.


    Trotzdem ist es oft leichter gesagt, als getan. Nicht jeder ist in der Lage, das umzusetzen. Deswegen finde ich es auch wichtig, Menschen, die mit ihrer Enttäuschung kämpfen, zu unterstützen statt mit Worten in eine Ecke zu stellen. Achtsamkeit nicht nur gegen sich selbst zu sein, sondern dem Anderen es ebenso gewähren ist mir ein wichtiges Anliegen.


    AnniB Danke für Deine Worte.


    Lieber Gruß


    Karin

    Liebe Nikita und alle Leser,


    mittlerweile gehe ich mit der Aussage, die Erwartungshaltung an das CI möglichst gering zu halten, kritischer um. Keiner von uns würde sich implantieren lassen, wenn er keine Verbesserung erwarten würde. Klar das Hören mit dem CI entspricht keinem normalem Hören, sondern schon alleine wegen der technischen Verarbeitung nur begrenzt sein. Wir alle wissen, dass der Erfolg mit dem CI von verschiedenen Faktoren abhängig ist:


    1. die Lage des CIs

    2. Zustand d. Cochlea (liegt eine Verknöcherung vor ? Eine anatomische anormale Anlage etc.)

    3. letztendlich die Fähigkeit vom Sprach- und Hörzentrum, die fehlenden Informationen zu kompensieren.

    4. die Zuversicht, dass das Hören mit dem CI erlernbar ist.


    Wenn ich mich in die Gefühlswelt eines Nichtimplantierten hineinversetzen möchte, dann empfinde ich mittlerweile die Aussage, dass die eigene Erwartungshaltung möglichst niedrig anzusetzen ist, eine Bevormundung. Wir können die Gefühlswelt des noch nicht Implantierten nur ansatzweise erahnen. Auch wir gehen immer von den eigenen Erfahrungen von unserer Hörreise aus, und versuchen diese dann zu übertragen. Das kann nicht sein, denn das Hören ist etwas Individuelles, und nicht Vorhersagbares. Manchmal habe ich das Gefühl, dass der Satz, die eigene Erwartungshaltung niedrig anzusetzen, eher ein Stolperstein sein kann. Wir haben diesen Satz so oft gelesen, dass wir ihn so ungeprüft übernehmen. Wenn die Hörreise schwierig ist, dann können wir doch nicht die Erwartungshaltung als hauptsächlichen Grund nennen. Jemand der wirklich frustriert ist, für den ist der Satz mit der Erwartungshaltung keine Hilfestellung, sondern ein zusätzlicher Knüppel in seiner schon sowieso angespannten Situation. Auch ich habe in vergangenen Postings immer wieder auf die Notwendigkeit der niedrigen Erwartungshaltung hingewiesen. Erst als ich die Kommentare bei AnniB gelesen habe, bin ich in mich gegangen, und habe versucht mir vorzustellen, was dieser Satz bei mir auslösen würde. Ich finde, wir sollten es anders formulieren. Das Hören mit dem CI bedarf einen unterschiedlich langen Lernprozess, der stellenweise recht beschwerlich sein kann, da das Hören von neu gelernt werden muss und sich von dem normalen Hören unterscheidet. Mit Geduld und auch Zuversicht sich auf die veränderte Situation einlassen zu können ist eine große Hilfestellung in dem Lernprozess über Monate, ja auch oft Jahren.


    Darum wenn man von Anfang an zu viel erwartet und möchte, dass man weder die Narbe, noch den SP noch sonst was sieht, ist man im falschen Boot,

    Entschuldigung Nikita, das ist für mich anmaßend. Du kannst doch nicht sagen, dass jemand, der sich über die Narbe oder der Farbe vom Sprachprozessor Gedanken macht, im falschen Boot sitzt. AnniB und der eine oder andere noch nicht Implantierte machen sich nun mal Gedanken darüber, das ist für mich vollkommen legitim und ein Prozeß, der zur individuellen Hörreise dazugehört. Es kann sein, dass die Hörreise beschwerlicher wird und auch Umwege einschlägt. Aber man sitzt doch deswegen nicht im falschen Boot. Du hast Deinen Weg für Dich gefunden, Deine Hörbehinderung anzunehmen. Und ich freue mich für Dich, dass Du es geschafft hast. Aber es ist nicht der Weg von Anderen. Jeder muss seinen Weg finden, die Hörbehinderung annehmen zu können, das dauert. Was man theoretisch weiß, muss nicht unbedingt auch praktisch in der aktuellen Lage umsetzbar sein.


    Was will ich damit sagen. Ich finde, wir sollen offenen Ohren für die Sorgen und Bedenken der Nichtimplantierten haben und sie auf ihrer Hörreise positiv unterstützen. Die Erfahrungen müssen von jedem selbst gemacht werden, um die richtigen Rückschlüsse bilden zu können. Um es zu verdeutlichen, was ich meine: Kinder gewähren wir auch das Recht Erfahrungen und die daraus entstehenden Fehler selbst zu sammeln und sie dann zu revidieren, zu korrigieren. Nur selbst erlebte Erfahrungen und Fehler bringen das Kind weiter. Die Erfahrungen von anderen können eine Hilfestellung sein. Aber den Weg muss jeder für sich gehen!


    Lieber Gruß


    Karin

    Hallo Ihr Lieben,


    mit meinem Posting bin ich schon länger schwanger.....


    Ehrlich gesagt, breche ich hiermit meine Lanze für AnniB. Im Gegensatz zu den meisten von uns, ist Ihre einseitige Taubheit erworben. Das ist ein wirklich schmerzlicher Prozess, sich mit diesem Verlust auseinanderzusetzen. Wir alle wissen, wie sehr die Hörbehinderung uns von den Menschen trennen kann. Der Hörverlust ist ja nicht nur das Nichthören, sondern durchzieht sich wie ein roter Faden durch alle Lebensbereiche (Familie, Freunde Beruf etc.). Wir leben in einer Gesellschaft, die so wahnsinnig lösungsorientiert ist. Und dabei wird vergessen, dass allenfalls die Hörbehinderung nur verbessert und nicht behoben werden kann. Das Urvertrauen zu seinem eigenem Körper leidet, und hinterlässt einfach Unsicherheit und auch Angst vor etwas Neuem. Jeder von uns geht anders damit, ein Patentrezept gibt es nicht. Da ja die Hörreise so individuell ist, neigen wir dazu alle Neulinge in ihrer Erwartung einzubremsen. Es ist richtig, dass eine zu hohe Erwartungshaltung die persönliche Hörreise beschwerlich machen kann. Aber jemand, der kurz vor der OP steht wünscht sich verständlicherweise auch Sicherheit, richtig entschieden zu haben. Jetzt muss sich AnniB noch mit dem Baha auseinandersetzen, obwohl sie schon längst die Bewilligung für ein CI hat. Ich finde das ehrlich gesagt, ein ziemliches Unding von der Klinik, die Geschichte mit BAHA noch durchziehen zu wollen. Wie soll AnniB, das alles beurteilen können, wo sie sich erst seit kurzem damit auseinandersetzt. Schon alleine deswegen stellen sich neue Fragen für sie, die sie gerne an uns weiterreicht. Bis ich wirklich meine Hörbehinderung annehmen konnte, sind Jahre vergangen. Diese Zeit darf auch AnniB haben.


    Auch die Frage nach der Schnittführung finde ich sehr legitim. Ich habe ja noch den wirklich großen Schnitt durch meinen Gehörgang und bestimmt 20 cm halbmondförmig an der Seite. Der Schnitt hat mich wirklich sehr lange gestört, da ich bestimmt ein dreiviertel Jahr meine rechte Kopfseite nicht gespürt habe, und mir wirklich sehr oft den Kopf angehauen habe. Während bei meiner linken Seite der Schnitt nur ca. 4 cm lang ist und in der Falte von der Ohrmuschel sitzt und wirklich überhaupt keine Probleme machte. Aber es gibt immer noch Operateure, die nicht die Kunst für diesen minimal invasiven Schnitt beherrschen. Woher soll AnniB wissen, was heute Standard ist, deswegen macht es mehr Sinn vorher hier in diesem Forum nachzufragen, um so herauszufinden, ob ihr Operateur hier verziert ist.


    Ich gehöre auch zu den Menschen, die vorher alle etwaige Problemen und Gegebenheiten recherchiert. Das hat mir immer die nötige Sicherheit gegeben und ich konnte so viel besser eine Entscheidung treffen, hinter der ich auch stehen konnte und auch anderen Menschen damit unterstützen konnte. Beispielsweise als bei den ungeborenen Zwillingen meiner Schwester sich herausstellt, dass beide einen schweren angeboren Herzfehler haben werden, habe ich mich tagelang im Internet und den unterschiedlichen Foren bewegt. Meine Schwester ist eher der Typ, der alles auf sich zu kommen lässt. Und so konnte ich ihr auch den wertvollen Tipp geben, die Kinder nach der Geburt innerhalb der ersten 7 Lebenstage privat zusatzversichern zu lassen. Danach ist es nur noch mit Gesundheitsprüfung möglich und dann wäre der Herzfehler ausgeklammert worden. Gerade in der Kinderkardiologie kann ein Familienzimmer sehr wohltuend sein. Jetzt bin ich vom Thema abgekommen..... Ich kann die Vorgehensweise von AnniB vollkommen nachvollziehen. Wenn es Euch stört, dann antwortet eben nicht darauf. Viel störender finde ich Neumitglieder, die vor einer OP die "Weisheit" gebucht haben, und nur ausschließlich diese als wahr verkaufen.


    Liebe Anni, ich wünsche Dir für Deinen Weg alles Gute und hoffe sehr, dass Du Dich trotzdem bei uns gut aufgehoben fühlst.


    Ganz liebe Grüße


    Karin

    Hallo Anni,


    Meine beiden Sprachprozessoren sind beige. Das Spulenkabel und die Spule dagegen braun. Ich gehe ganz offensiv mit meiner Hörbehinderungen um, dazu brauche ich nicht unbedingt farbige CIs. So gehe ich schon seit 30 Jahren durch die Welt. Und die Farbe ist für mich wirklich nebensächlich!


    Du musst Dich entscheiden, je mehr unterschiedliche Meinungen Du hörst, so schwieriger wird es! Manchmal ist das Bauchgefühl bei der Entscheidungsfindung hilfreich.


    Wünsche Dir alles Gute!


    LG Karin

    @Maho, das kann nicht Prof. Thomas Lenarz gewesen sein, da erst ab 1993 die Professur in der MHH angenommen hat. Zuvor war Pof. Lehnhardt in der MHH tätig. Ich wurde 1990 von dem heutigen Prof. Lazig (Freiburg) operiert.


    Ich kenne alle 3 Ärzte und mir ist keiner von Ihnen als arrogant begegnet, sondern immer um ein Gespräch bemüht.

    Hallo Cino,


    ich trage zwar ein Implantat von Cochlear, allerdings traf ich auch eine Entscheidung zwischen vorgebogen vs. gerade.


    Ein weiterer Vorteil der vorgebogenen Elektrode ist, dass diese "weniger" Strom benötigt als das gerade Elektrodenbündel. Je größer der Abstand zum Hörnerven ist, desto mehr Energie muss aufgewendet werden. Natürlich spielt auch die persönliche Map (Einstellungen im Sprachprozessor) eine Rolle.


    Ich habe mich aber dann gegen das vorgebogene Elektrodenbündel entschieden, da bei einer Explantation, das Gewebe in der Kochlea verletzt werden kann. Hierbei ist auch ausschlaggebend, wie groß der Widerstand beim Herausführen ist. Es kann sein, dass dies passiert, aber es kann auch sein, dass sich das Elektrodenbündel problemlos explantieren lässt. Wichtig ist hier auch die Erfahrung des Operateurs. Ich trage seit fast 30 Jahren mein Implantat, welches damals immer nur ein gerades Elektrodenbündel hatte, von Cochlear ohne irgendwelche Defekte. Als ich vor 2 Jahren mit einem zweiten Implantat versorgt wurde, habe ich mich wieder für ein gerades Elektroden entschieden. Erst mal wegen einer möglichen Explantation und noch aus einem weiteren Grund. Ich wollte nicht das dünnste Elektrodenbündel haben, da bei einer Reimplantation meist nur ein dünneres Elektrodenbündel eingesetzt werden kann. Ich konnte mich meinem Operateur sehr gut darüber unterhalten, und habe mit ihm diese Entscheidung getroffen.


    Würde gerne noch mehr schreiben, aber ich muss jetzt in die Arbeit.


    Wünsch Dir was!


    LG Karin

    Ich kann Dir nur etwas zum Restgehör sagen. Es wird war immer gesagt, dass resthörerhaltend operiert wird. Leider kann wirklich niemand vorher sagen, ob es wirklich möglich ist. Es gibt Patienten, bei denen das Restgehör sofort nach der OP flöten ging, bei anderen ist es ein schleichender Prozess des Verlust d. Resthörvermögens nach der EA. In der Schnecke gab es letztes Jahr einen Artukel zum Resthörvermögens. Demnach verlieren die meisten ihr Restgehör. Für Dein eigenes Wohlbefinden ist es wahrscheinlich besser, nicht davon aus zu gehen, dass Dir das Restgehör erhalten bleibt. Wenn die zu den Glücklichen gehörst, dann freue Dich daran.


    Ganz lieber Gruß vom Staffelsee


    Karin

    Hallo Summer,


    darf ich Dir noch in Deinem Thread schreiben?


    Kurz vor der Implantation hat sich der Cousin von meinem Mann auf seinen Sprachprozessor festgelegt. Ihm war die MRT-Tauglichkeit extrem wichtig, da er in vergangener Zeit einen Tumor hatte und dementsprechend oft MRT-Aufnahmen benötigt. Der Entscheidungsprozess ist ihm sehr s schwer gefallen, da er auch wie Du sich für das richtige Gerät entscheiden wollte.


    Letztendlich hat er sich für MedEl entschieden. Diese Woche war seine Erstanpassung (EA) und die ist wirklich vielversprechend gelaufen. Er ist ganz happy, und für ihn ist nun alles schlüssig.


    Ich wünsche Dir auch ein gute Entscheidung, wenn Du sie getroffen hast, dann würde ich mich auf keinen Fall mehr mit den anderen Herstellern befassen.


    Lieber Gruß


    Karin

    Hallo Manuel,


    es stimmt, dass AB die leistungsstärksten Akkus anbieten. Dazu solltest Du wissen, dass Programm von AB sehr viel Strom benötigt und damit AB einfach angewiesen war, besonders starke Akkus zu produzieren.


    Wie die anderen schon geschrieben haben, ist es von so vielen Faktoren abhängig, wie lange du tatsächlich mit den Akkus hören wirst. Das kann zum jetzigen Zeitpunkt Dir niemand sagen. Ganz pauschal kann man fast sagen, dass sich die Akkus bei Med-El nicht wirklich lohnen, außer man eine gute Routine zum Aufladen von Akkus. Ich bin zum Beispiel mit den Akkus und deren Tragezeit (26-27 Stunden) von Cochlear äußerst zufrieden.


    Eine Entscheidung oder Empfehlung kann Dir keiner hier wirklich geben, die musst Du selbst treffen. Hast Du eigentlich mittlerweile die Voruntersuchungen hinter Dir und bekamst von der Klinik eine Empfehlung für das CI?


    Aus dem Verwandtenkreis weiß ich, wie schwer die Entscheidung für ein Sprachprozessor sein kann.


    Lieber Gruß


    Karin

    Hallo Felix,


    Ja das mit der Schnittführung hat mich selbst überrascht. Der Cousin von meinem Mann wurde in einer anderen Klinik in München dieses Jahr mit einem doppelt so langen Schnitt als ich implantiert. Beim zweiten Mal ist mir kein einziges Haar angeschnitten worden. Jedenfalls fand ich meinem zweiten Schnitt deutlich angenehmer. Ich konnte wirklich schon am zweiten oder dritten Tag auf der frisch operierten Seite wieder schlafen. Bei meiner ersten OP war das erst nach einem Dreiviertel Jahr wirklich wieder möglich. Es hängt für mich ganz deutlich vom Operateur und dessen Erfahrung ab.


    Genauso solltest du dir Gedanken machen, ob das Elektrodenbündel vorgeformt ist oder nicht. Vorgeformte Elektrodenbündel lassen sich schwerer reimplantieren.


    Dir eine gute Entscheidung!


    LG Karin

    Hallo Felix,


    ich benütze seit 1990 das Implantat von Cochlear. Gottseidank hält bisher mein Implantat, und die Upgrades von den Sprachprozessoren funktionieren einwandfrei. Ich muss zwar immer ca. 2 Jahre warten, bis das Upgrade für das alte Implantat möglich ist, aber dafür wird es so konzipiert, dass die Batterieleistung oder auch der Akku fast genauso lange hält wie bei einem neuen Implantat. Für mich persönlich hat sich die Cochlear vollkommen bewährt.


    Da ich auf beiden Seiten den N6 nütze ist die Kopplung an einem Smartphone nicht möglich. Diese Kopplung fände ich ausgesprochen praktisch, da ich zwar relativ selten die Fernbedienung nütze. Wenn ich diese aber brächte, dann ist der Akku von dieser leer. Mein Smartphone hingegen ist immer aufgeladen.


    Ersatzteile für meine Sprachprozessoren benötige ich wirklich sehr selten. Vielleicht alle 2 Jahre. Diese werden anstandslos von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen.


    Du hast die Qual der Wahl....


    Ich würde mich auch erkundigen, wie die Schnittführung in Deiner implantierenden Klinik ist. Bei meinem ersten Implantat war es wirklich noch der große Schnitt, damals wurden mir die Haare auf der kompletten rechten Seite wegrasiert. Haare wachsen, das ist klar. Allerdings war die rechte Kopfhälfte bestimmt ein dreiviertel Jahr ohne Gefühl, so dass ich mir relativ oft den Kopf angehauen habe.... Bei der linken Seite war es wirklich ein Minimalschnitt, direkt 3-4 cm an der Nahtstelle von der Ohrmuschel. Direkt nach der OP hatte ich Gefühl in der Ohrmuschel und am Kopf, und das war für mich sehr angenehm.


    Meistens haben die Kliniken einen Favoriten. Letztendlich darfst Du aber entscheiden, wenn kein medizinischer Grund vorliegt! Ich bin ehrlich gesagt heilfroh, dass ich damals keine Entscheidung treffen musste, sondern mir nur von Cochlear das Implantat zu Verfügung stand. Es ist schon schwierig genug, sich für ein CI-Operation zu entscheiden.


    Ich wünsche Dir eine gute Entscheidung!


    Lieber Gruß


    Karin

    Liebe Nadine,


    ich bedauere, dass Du solche Probleme mit Deinem Implantat hast. Ich selber habe bisher noch keine Reimplantation vornehmen müssen, da mein Implantat seit 29 Jahren einwandfrei hält. Allerdings holte ich mir schon viele Infos für den Tag X ein.


    1. Besonders wichtig ist, dass Du Dich von einem sehr erfahrenen Operateur operieren lässt, der schon einige Reimplantationen vorgenommen hat.


    2. Es ist richtig, dass ein vorgeformtes Elektrodenbündel Probleme machen kann. Hier ist Betonung auf kann. Dein Vorteil ist, dass die Implantation erst ein Jahr her ist, da bildet sich noch nicht soviel Nebengewebe.


    3. Bevor ich überhaupt eine Reimplantation vornehmen würde, würde ich einen technischen Defekt wirklich ausschließen. Leider wird es so sein, dass Du das Hören wieder neu erlernen musst, da bei jeder Implantation das Elektrodenbündel etwas anders liegt, und damit eine andere Signale an das Gehirn weiterleitet.


    4. Wie schlecht ist eigentlich Dein Gehör geworden? Leider kann Dir niemand die Garantie geben, dass Du wieder so hören wirst, wie Du bei der Erstimplantation gehört hast.


    Fühl Dich in dieser bestimmt nicht einfachen Zeit von mir gedrückt. Führe viele, viele Gespräche, damit die Ursache wirklich durchleuchtet wird.


    Ganz lieber Gruß


    Karin

    Liebe Nikita,


    das ist für mich sehr interessant, dass Du die gleichen Empfindungen hast. Mich würde sehr interessieren, wie sich für Dich der Unterschied anhört. Kannst Du das vielleicht etwas näher beschreiben.


    Ich finde das Hören mit Akkus soviel klarer und deutlicher. Ursprünglich dachte ich, dass der Unterschied auf mein altes Implantat zurückzuführen sei. Jedoch bist Du ja erst seit kurzem, CI-Trägerin und hörst auch den Unterschied zwischen Akkus und Batterien. Das gedämpfte Hören mit den Batterien ist nun bei vollkommen weg. Bernd hat eigentlich ganz gut beschrieben, dass die Batteriespannung eine andere ist, als von den Akkus. Rein physikalisch gesehen, ist der für uns hörbare Unterschied erklärbar.


    Du trägst ja mittlerweile, so wie ich, den N6. Ich wollte auch alleine wegen den Mikrophonen keinen Kanso, diese sitzen viel zu weit hinten am Kopf nach meinen Bedürfnissen. Wenn der Operateur erfahren ist, wird er den Magneten dementsprechend positionieren. Bei einem Klassentreffen habe ich den Rondo von einem Klassenkameraden beim Begrüßen in die Wiese gepfeffert. Wir sind dann krabbelnd auf der Suche nach dem Rondo gewesen. Gottseidank fanden wir ihn....Zudem finde ich, dass der N6 einfach stabiler auf dem Ohr anliegt. Dir ging es ja eigentlich eher um die bessere Hörqualität des N6. Ich freue mich sehr für Dich, dass Du nach 30jähriger Taubheit so gut mit dem CI zurechtkommst.


    Ganz lieber Gruß von mir


    Karin

    Hallo Norbert,


    das kann ich auch nachvollziehen, da die Akkus von MedEL recht schwach auf der Brust sind.


    Für mich war es auch äußerst wichtig, dass die Akkus wenigstens einen ganzen Tag halten.


    Lieber Gruß


    Karin

    Hallo Ihr Lieben,


    da ich in einem anderen Thread von Martina gefragt worden bin, warum ich die Hörfähigkeit mit Akkus besser finde, möchte ich in diesem Thread ausführlicher darüber berichten.


    Rechts trage ich ja meine unterschiedlichen Sprachprozessoren (seit 1990) schon relativ lange. Bei meiner Erstversorgung erhielt ich noch den Taschenprozessor. Wenn ich mich richtig zurückerinnere, benötigte ich hierfür 2 LR06 Batterien, die ich damals noch selbst bezahlt habe. Mit jedem Sprachprozessor war die Benutzung von Batterien empfehlenswerter. Seit 1990 kann ich mein Implantat uneingeschränkt nützen, darüber bin ich wirklich sehr glücklich, dass bisher keine Reimplantation anstand. Von der Klinik wurde immer suggeriert, dass in meinem Fall die Batterienversorgung zu empfehlen sei. Als ich mein linkes Ohr mit einem CI versorgen lies, war im Koffer das Aqua-Set. Wenn das Aqua-Set genützt wird, sind zwingend Akkus notwendig, da das Aqua-Set luft- und wasserdicht ist. Bekanntlich benötigen die Batterien zum Funktionieren Sauerstoff.


    Da mein rechtes Ohr mit einem Upgrade-Sprachprozessor versorgt ist, benötige dieser besonders viel Strom. Zur Info, mein Implantat rechts hat zwei Elektroden weniger, deswegen muss ich immer länger auf ein Upgrade warten, damit dieses Ohr versorgt werden kann. Als ich den N6 erhielt, sagte mein Techniker zuvor, dass ich unter Umständen nur 1 Stunde mit Batterien hören könnte. Gottseidank ist meine Map nicht so leistungsabhängig und das Elektodenbündel liegt nah genug am Hörnerven so dass ich mit Batterien so ca. 14 Stunden zurecht kam.


    Bis zu diesem Jahr habe ich hierfür eine Lösung vor mich hergeschoben. Mein Ehemann drängte mich, eine Lösung hierfür zu finden, da er gerne mit mir Kajak fährt. Bisher sind wir nur auf Seen zusammengefahren, und ich war auf dem Boot immer ohne Sprachprozessor, und damit ohne Gehör unterwegs, da ich einen Wasserunfall mit dem Sprachprozessor vermeiden wollte. Auf den Flüssen wollte er mich nicht mitnehmen, da ich ja ohne Gehör keine Warnsignale der größeren Schiffe wahrnehmen kann. Außerdem konnten wir uns während einer Kajakfahrt nie unterhalten.


    Also setzte ich mich mit Cochlear in Verbindung, wie ich ein Akku-Set von der KK finanziert bekomme. Mir wurde empfohlen, hierfür ein Rezept von meiner HNO-Ärztin zu holen, in dem implizite stand, dass die Nutzung von Akkus ausschließlich für den Wassersport gedacht seien. Relativ schnell bekam ich einen positiven Bescheid der KK für die Versorgung von Akkus. Ich rief Cochlear an, um ihnen Bescheid zu geben, dabei gab mir eine andere Mitarbeiterin die Info, dass damit die Batterienversorgung gekappt wird. Um die Batterienversorgung nicht zu gefährden, rief ich bei der KK an. Hier wurde mir bestätigt, dass es eine Entweder/Oder-Entscheidung ist. Da stand ich wieder am Anfang, das Akku-Set wollte ich auf keinen Fall selbstfinanzieren. Nur für den Wassersport wäre es eine zu teuere Angelegenheit geworden. Bis ich auf die Idee kam, bei der KK nachzufragen, ob ich mich ohrweise auf eine Versorgung festlegen darf. Und siehe da, das ist das Schlupfloch. Jeder von uns kann festlegen, wie ein Sprachprozessor versorgt werden kann. Rechts konnte ich damit die Batterienversorgung aufrecht erhalten, und links durfte ich den Akku wählen.


    So wurde dann das Akku-Set bestellt. Voller Neugier probierte ich gleich die Akkus auf beiden Seiten aus, und war wirklich angenehm überrascht, wie lange diese hielten, auch an meiner sogenannten Upgrade-Seite. Parallel stellte ich fest, dass ich auf meiner dominanten (rechtes Ohr) Seite mit Akkus deutlich besser hörte. Das erklärt sich bei mir so, dass der Spannungsabfall der Leistung von den Batterien bei meinem Upgrade-Sprachprozessor relativ schnell vorhanden ist. Das Hören mit den Akkus ist für mich viel klarer und wärmer, mit Batterien höre ich gedämpfter, fast wie durch Watte. Vorher war mir gar nicht klar, dass dieses gedämpfte Hören mit der Batteriennutzung zusammenhängen könnte. Hier an dieser Stelle muss ich aber klarstellen, dass die meisten von Euch wesentlich jüngere und auch aktuellere Sprachprozessoren tragen. Es kann gut sein, dass dieses Phänomen bei Euch gar nicht vorhanden ist, sondern wirklich auf mein altes Implantat zurückzuführen ist.


    Ich persönlich finde nun die Akkus wesentlich praktikabler, der Wechsel ist vollkommen unkompliziert und deutlich schneller. Das Aufladen vergaß ich bisher noch kein einziges Mal. In der heutigen Zeit muss so manches Gerät (Smartphone, Tablet, Laptop, und auch die Fernbedienung und das Zubehör für den Sprachprozessor dauernd an Stromnetz. Der Umweltaspekt ist auch zu erwähnen.


    Mein Batterienabo habe ich nun ausgesetzt. Ich warte noch ein halbes Jahr, um eventuelle Nachteile vom Akku festzustellen. Wenn nicht, dann werde ich auch bei dem anderem Ohr auf Akkubetrieb umschwenken.


    Ganz lieber Gruß


    Karin

    AB setzt von Anfang an auf Akkubetrieb als Schwerpunkt, was das größere Angebot an Akkus erklärt.

    AB war von Anfang an gezwungen, leistungsstarke Akkus zu entwickeln, da der Sprachprozessor sehr viel Strom aufgrund der Sprachkodierung verbraucht. Ein Batteriebetrieb ist daher kaum wirklich praktikabel. Ich möchte das gerne richtig stellen, da es vorrangig keine ökologischen Gründe waren, die zu dieser Entwicklung von leistungsstarken Akkus gesorgt haben.


    Aus Umweltgründen sind Akkus sicherlich zu bevorzugen. Ich habe fast 29 Jahre ausschließlich Batterien verwendet, und bin nun seit ungefähr 2 Monaten auf Akkus umgestiegen und bin begeistert, da die Hörqualität aus spannungstechnischen Gründen deutlich besser damit ist. Der Akku hält fast 2 Tage bei mir, und damit bin Ich sehr zufrieden,


    LG Karin