Posts by Wallaby

    Ich höre im Vergleich zu anderen CI Trägern (vor der OP) relativ viel


    Diesen Eindruck hatte ich anfangs bei der Voruntersuchung (vor über 20 Jahren) auch der Pädagogin mitgeteilt. Dann fragte Sie mich was das für CI Träger waren, wie war dessen Sprachverständnis vor der OP, sind die Personen eher im GL-Kreise zu finden, nutzen die eher Gebärdensprache usf.

    Erst danach habe ich noch genauer geschaut und merkte, dass es unterschiede gab. Später fragte mich ein GL der an CI interessiert war. Ich musste da auf richtige Wortwahl achten. Lies Ihm wissen, dass evt. Sprachverständnis schwierig sein könnte, da mit HG auch schon keins da war. Er lies mich wissen, dass Ihm div. Geräusche inzwischen fehlen würde. Hier war ich zugegebenermassen optimistisch, dass man mit CI hören tut aber ob mit Sprache klappt muss man später schauen. Gab sich damit zufrieden und ging auch entsprechend daran. Heutzutage sagt er ohne CI ginge nicht auch wenn vom Sprache nicht profititieren würde, aber es ist durch Mundabsehen/etwas Hören eine Erleichterung in der Kommunikation. Das er vom Geräusche profitiert sah ich selbst schon dass ein grosser Unterschied bemerkbar ist.

    Mit direkte vergleiche sollte man vorsichtig sein um das urteilen zu können!

    Als ich CI trug und erst auf einer CI-Veranstaltung sah ich eine CI-Trägerin die vom Sprachwortschatz sehr gut war - aber aktustisch konnte sie ohne Mundbild nichts auffangen. Da hatte ich auch gefragt ob Sie damit zufrieden gibt. Sie erzählte mir, dass Sie schon froh war Vogelgezwitscher hören zu können, div. Geräusche wahrnehmen zu können - sozusagen als Daseinbestätigung der Geräusche o.ä.! Ich dachte dies wäre für mich persönlich zu wenig, aber es lag auch daran, da ich zuvor mit HG aus minimale Hörreste letztendlich doch noch recht viel profitieren konnte - was bei mein CI-Gesprächspartnerin möglicherweise nicht der Fall war.

    Seitdem bin ich vorsichtiger, da immer von Person gesehen vorher/nachher anzusehen ist und nicht von sich aus auf andere schliessen sollte! Denn die Hörbiographie ist bei jedem Unterschiedlich und hängt demzufolge von div. Faktoren ab.

    Wie ist betreffende Person aufgewachsen, wie wurde dies gefördert, wie ist dessen Wortschatz, etc.


    Es geht nicht bei allen von heute auf morgen und man sollte selbst für das CI bereit sein und vorallem Geduld aufbringen etc.


    Gruß

    Wallaby

    miraculix: Konntest Du früher die Sprache besser verstehen? Warst bzw. bist Du auf Mundabsehen angewiesen? Kannst Du heute die Geräusche idenfizieren um was für Geräusch es gerade handelt bzw. von wo es kommt? Konntest bzw. Kannst Du telefonieren?

    Wenn bei Dir das verstehen schleichend schlechter wurde, dann kann evtl. von progrediente SH sprechen!


    Ich selbst konnte früher auch vieles Hören aber verstehen war immer Situationsabhängig. In grössere Gruppe war es mit HG von Zeit zu Zeit immer schwieriger geworden. TV konnte ich nach dem Hörsturz ohne UT nichts mehr verstehen. Habe das TV schauen auf Minimum reduziert, da vor ca. 20 Jahren mit UT noch spärlicher geboten war als es heutzutage ist.


    Mit CI verstehen, hat Sheltie im anderen Thread gut beschrieben. Ich kenne div. CI Träger mit div. CI-Fabrikate gut/schlecht hören können. Man konnte meiner Meinung nicht am Fabrikat festmachen. Ich kenne CI-Trägerin die von Audiogramm bessere Werte hatte als ich. Aber da Sie geringe Wortschatz hat, konnte Sie mit HG und auch jetzt CI nicht wirklich mehr "verstehen". Geräusche hört Sie vieles und das macht die Sache nicht einfacher.


    Wie man sieht es hängt von div. Faktoren ab an diese man nicht unbedingt festmachen kann, dass dies nur mit Fabrikat X möglich sei und Fabrikat Y nicht.


    Ich selbst hatte nach erste CI Anpassung das HG auf andere Seite im privaten Bereich abgesetzt, da ich neugierig war inwiefern mit CI "verstehen" kann. Es war erstauntlich wie es von Zeit zu Zeit immer besser wurde, dass ich wieder gerne TV schaute - da Sprache wenn auch über damals T-Spule/heute TV-Streamer höre. Im Job trug ich zur Sicherheit in der Anfängen noch das HG. Dies habe ich nach ca. 5 Jahren immer mehr abgelegt, da dies in Verbindung mit CI auf andere Seite mich störte. Inzwischen bin ich bilateral versorgt.


    Wie man zu CI-Fabriat entscheiden tut, hat jeder so seine Prioritäten. Und man sollte auch schauen welche Fabrkate die jeweiligen Kliniken anbieten, da Kliniken gibt die nur 2 Fabrikaten anbieten. Die einen setzten sich mit Technischen Details auseinander - andere schauen was dessen Freundeskreis tragen (falls man jemanden kennt) - andere wiederum schauen was im Paket enthalten ist - Ob man Batterie oder Akkus vorziehen will - ob Fernbedienung oder über Handy nutzen möchte (hierbei muss man schauen inwiefern über jeweilige Fabrikat geboten/möglich ist) - Ob HdO oder Unit Single möchte - was für Anschlussmöglichkeiten gibt es, kann man vorhandene FM anlage weiterhin nutzen - Handhabung und Sitz des Prozessor am Ohr etc.


    Alles gute für Deine Entscheidung


    Gruß

    Wallaby

    Das ICF Freiburg ist keine "klassische" Rehaklinik wie es zb. in Bad Nauheim, St. Wendel geboten wird.

    ICF Freiburg, auch Halberstadt, Erfurt machen solche Reha welches ca. 20 Tage innerhalb des 3 Jahren geboten wird. Das macht nicht jede CI-Klinik. Wenn Du das gefühl hast, dass das ICF Freiburg Dir nicht reicht, kann man ggf. versuchen eine gesonderte "vollstationäre" Reha zu beantragen. Diese dauern mind. 3 Wochen..... Es gibt auch KK die genehmigen gleich 4 Wochen! In vollstationäre Reha wird oftmals verlängerung angeboten.

    ICF Freiburg ist ja nur Hörtraining und Nachjustierung. In Bad Nauheim, St. Wendel .... wird noch mehr als nur reines Hörtraining geboten.

    Das sind kurz zusammen gefasst 2 unterschiedliche Konzepte


    Mehr dazu kannst du hier auch nachlesen Rehakliniken

    Mein damalige Eingangsposting ist zwar nicht mehr ganz aktuell aber im etwa passt es dennoch



    Gruß

    Wallaby

    https://www.seelsorger-der-ohr…fo-zu-unserem-Projekt.htm


    Hier ist der Link wo man die Karte ersehen kann.

    Ich selbst habe dieses Kärtchen ebenso und hatte für andere Interessenten u.a. für SHG gleich mitbestellt.


    Hier wäre noch eine andere Alternative von civhrm, welches in entsprechende Sprache Downloaden kann.


    https://www.civhrm.de/notfallausweis/ausweise


    Habe beide Kärtchen jedoch gefällt mir persönlich von Seelsorger der Ohren ansprechender!


    Ich fand daher gut, da kurz und bündig für Notfall hoffentlich ersichtlich ist. Unsere CI Karte (zb von Cochlear) stehen div. andere Dinge drauf und die Schrift ist kleiner das wird dann nicht so gelesen!

    Für Urlaub zb. um bei Kontrolle der Flughafenschleuse habe ich von eine Bekannte ein selbst gebastelte Karte erhalten. Dies ist ebenso kurz und bündig in 4 wichtigsten Sprache (deutsch/englisch/französisch/spanisch) bedruckt und wurde bisher akzeptiert. Dieses zeige ich inzwischen nur noch dann wenn es Kommunikativ aufgrund der Sprache und Akustik gar nichts geht. Da inzwischen vereinzelte Mitarbeiter am Flughafen das CI kennen.


    Gruß

    Wallaby

    Hallo Diana,


    da ich nicht weiss wo Du implantiert wurdest bzw. ob in Deiner Klinik mehr als 1 Techniker gibt. Hast Du mal nach einem anderen Techniker verlangt, vielleicht hat dieser andere Idee bzw. Vorgehensweise - danach wie andere bereits schrieben jemanden von AB und wenn das alles nicht zufriedenstellend ist, kannst Du mit Klinik immer noch als allerletzte Alternativ über Reimplantation abwägen. Das sollte jedoch als aller letzte Wahl sein, wenn alle zuvor genannte möglichkeiten wirklich ausgeschöpft sind.

    Ich hatte schon einige Techniker, da kann schonmal unterschiede geben und die "Chemie" sollte passen. Ich kenne Dein Erfahrung nicht, da bei mir um "andere Problem" ging. Aber machte die Erfahrung, dass manche Techniker sagten "geht nicht - sollte mich daran gewöhnen" mit diese gab ich mich nicht zufrieden und wechselte Techniker um zu sehen wie diese vorgingen und die fragten mich dann wieso sollte dies und jenes nicht gehen. Die hatten andere Vorgehensweise und inzwischen lasse ich nicht jeden x-beliebigen Techniker an meine Prozzi dran.


    Wünsche Dir alles gute


    Gruß

    Wallaby

    Wegen der Aussprache, wurd sogar Unterbunden Kölsch zu schwade... 🎶🤗


    Dazu kann ich nicht viel sagen, kann mir aber denken, da für Hörgeschädigte Dialekte auch schwierig ist zu verstehen.

    In der Reha hatten wir in der Gruppe eine Person die Bayrisch sprach - damit hatten viele CI-Träger beim Hörtraining Schwierigkeiten überhaupt was zu verstehen. War dazu noch Taubblind und fragte mich eines Tages warum andere mit Ihr nicht unterhalten tun. Da ich ein wenig Sprachinteressiert bin konnte ich Sie teilweise verstehen. Sie konnte auch Hochdeutsch sprechen, verfiel nur immer wieder ins Bayrische Sprachgebrauch. Aber nach der Erklärung dass für CI-Träger nochmals eine andere Hausnummer ist Dialekte beim Hörtraining zu verstehen - hat Sie akzeptiert und sprach Hochdeutsch.

    Ich weiss nicht wie es für Logopäden ist, ob die in der Ausbildung ohnehin auf Hochdeutsch lernen müssen, falls jemand aus Kölsche, Sächsische, Bayrische, Schwäbische etc. Gebieten kommen. Hier kann ich mir vorstellen, dass die meisten Hochdeutsch sprechen werden - da sonst für Hörgeschädigte schwierig ist wenn man sonst nicht so Sprachgewand ist und/oder nicht aus jeweiligen Gebieten kommt.

    Da muss man halt schauen mit wem man kommuniziert und auf welchem Level die Betroffene mit HG und/oder CI in der Regel verstehen können. Ist so ähnlich mit Fremdwörter, wenn einem nicht so reden kann wie der Schnabel gewachsen ist sollte man mit Dialekte und Fremdwörter etwas vorsichtig sein. Dazu kommt, dass früher in vielen Hörgeschädigte Schulen "vereinfacht" unterrichtet d.h. so wenig wie möglich Fremdwörter zu nutzen.


    Und nochmals kurz zu Gebärdensprache - Bei DGS ist die Gramatik-/Satzstellung anders als wie in Schriftdeutsch gegeben wird.


    Gruß

    Wallaby

    Soooo einfach ist nicht damit getan, wenn man sonst im Umfeld niemanden hat mit denen in Gebärden zu üben/kommunizieren ist das schwieriger zu erlernen.

    Es gibt noch unterschiede DGS => Deutsche GebärdenSprache und LBG > LautsprachBegleitende Gebärde und streng genommen auch noch LUG = LautsprachUnterstützende Gebärde!

    Und in Gebärden kann man schon mit viele GL kommunizieren, aber dennoch gibt es für bestimmte Wörter unterschiedliche gebärden sogar innerhalb Deutschlands gibt es sogenannte „Dialekte“.

    Ich selbst bin von Geburt fast taub, lernte erst ab ca 15 Jahren sogenannte „Schulhofgebärden“. Im Unterricht wurde nicht genutzt bzw. wurde nicht gern gesehen. Erst in Berufsschule Essen lernte ich ebenso in Pause/Freizeit von GL/SH das internationale Einfinger-Alphabet....das heisst ich war da bereits 18. Ich nutze durch neue Bekannte/Freunde in Berufsschule mehr gebärden, da ich merkte dass es für mich eine zusätzliche Hilfe war. Innerhalb Familie kann keiner Gebärden und wird nur in Lautsprache kommuniziert, in Freizeit bin ich eher unter Gleichbetroffene und nutze je Gesprächspartner die gebärden.

    Beruflich habe ich für Zb Betriebsversammlung, SchwebiVersammlung Gebärdendolmis.

    In Reha Rendsburg wurde mir erst recht bewusst, dass für mich Gebärden um einiges brachte da ich div. Fremdwörter akustisch einfach nicht verstand und demzufolge auch nicht wusste was für Bedeutungen es hat und sah durch Austausch eine gebärde indem wurde mir klar was es bedeutete. Seitdem nutze ich unter gleichbetroffene immer gebärden.
    ich finde gut wenn man sich etwas damit befasst, aber muss auch schauen wo man es im Umfeld nutzen kann. Wünsche viel Spass beim üben


    Gruss

    Wallaby

    Hallo Marina, das war im anderen Thread der Sultan. Vielleicht bekam er Dein Termin als Nachrücker - wäre alles denkbar

    Bei Dir wird bestimmt auch noch was werden. Ob allerdings aufgrund des jetzigen Lockdown die Massnahmen in Rehakliniken auch erstmal neu angepasst werden muss - wer weiss das schon. Aber irgendwann wird es klappen und drücke Dir die Daumen, dass bzgl. Terminmitteilung nicht allzu lange dauert.


    Gruß

    Wallaby

    80 -100 Implantationen sind aber wirklich nicht viel. Ich würde mich für eine andere Klinik entscheiden. Mainzelmaedchen : Die Fallzahlen kann man bei Deutschen Krankenhausgesellschaft auf der Homepage herausfinden. Ich finde es wichtig, dass möglichst viel Erfahrungswerte vorliegen, es ist ja auch möglich, dass es Besonderheiten in der Anatomie gibt, die nicht ersichtlich waren und dann ist es gut, aus einem großen Erfahrungsschatz heraus agieren zu können, als Operateur.


    Hallo,


    bzgl. Fallzahlen der Kliniken sollte man genauer schauen.

    In weniger Bekannten Kliniken als wie Hannover, Freiburg ... liegen die Fallzahlen niedriger als wie in CI-Hochburgen.


    Operieren können viele Ärzte das CI - soweit Anatomie "normal" ist. Wenn um Verknöcherungen, Otosklerose etc. dazu kommt sollte man genauer schauen welche ÄRZTE es können. Als ich aufgrund meines 2.CI die Klinik wechselte - ich kannte die mir ausgesuchte Klinik schon ein wenig und hatte während der Veranstaltung die OP-Ärztin kennengelernt. Da ich nicht wusste wieviele OPs machte, habe ich die Ärztin direkt gefragt wieviele CI-OPs SIE selbst bisher machte und da dies für mich ok war hab ich Sie anvertraut und es verlief bestens.


    Es gibt auch kleinere Kliniken wo die Fallzahl um die 100 liegen, aber der Operateur hatte bereits über 300 CIs implantiert. Das liegt daran, da viele das Handwerk in Hannover oder Freiburg gelernt haben und dann in "kleinere" Kliniken wechselte.


    Viel wichtiger erachte ich eher, dass man schauen sollte wie eine Nachsorge im CI-Klinik läuft. Wenn nur ein Techniker im Haus ist fände ich nicht so gut, da im Notfall möglicherweise kein Vertreter gibt und/oder jemanden von AB/Cochlear/Medel in Klinik bestellt werden muss - auch sowas gibt es! Nicht jeder Techniker/Audiologe hat CI-Einstellungen von der Pike aus gelernt.

    Da nicht alle Kliniken/Techniker mit allen Fabrikaten bewandert sind, sollte man schauen welche Fabrikate die Kliniken bzw. der Techniker meistens zu tun haben. Jedes Fabrikat steckt eine etwas andere Technische Philosophie zb. länge und Anzahl der Elektrode etc.


    Da hierbei hinterher um lebenslange Nachsorge handelt, sollte man schon schauen wie man mit Techniker/Audiologe mit den Jahren auskommt. Das merkt man oftmals erst nach einige Jahren. Mir wurde schon 3 mal andere Techniker in 2 verschiedene Kliniken vorgesetzt wo die Einstellungen im Nachhinein mir nicht passte. Inzwischen lasse ich nur noch bestimmte Techniker an meine Prozessor ran.


    Wünsche alles gute für Eure Entscheidungen.


    Gruß

    Wallaby

    ich habe auch Reha in Bad Nauheim, das am 17. Dez. beginnt. Könntest Du bitte davon erzählen, wie ungefähr der Tagesablauf da aussieht? Ich habe zu viel Studium und 21 Tage frei (Weihnachtspause) und wollte an diesen Tagen gut lernen und alles nachholen, aber habe den Termin auf Reha für dasselbe Tage bekommen. Ich möchte nichts verschieben, alles wurde taggenau organisiert.


    Hallo Sultan,


    ich habe in Deinem Thread zu Kopfhörer was geschrieben wie in Reha etwa ablaufen wird.


    Hier liest man, dass Deine Priorität auf Studium liegt. Sorry, dass kann so nicht funktionieren und ich denke, dass Du eine Verlängerung angeboten bekommst. Es gibt je nach Therapieplan Freizeit. Aber aufgrund der Corona kann ich leider hierzu nichts sagen wie der Tagesablauf aussehen wird - da meine Reha bereits einige Jahren zurück liegt.

    Zu meiner Rehazeit begann die erste Therapieeinheit hin und wieder schon bereits vor dem Frühstück d.h. um 7 oder 7:30 Uhr und kann manchmal mit unterbrechung der Mittagspause bis ca. 16 Uhr dauern. Je nach dem was für Therapien anstehen wieviele Rehapatieten im Hause sind, kann auch vorkommen, dass man um 16:30 Uhr noch einen Termin erhält.


    Anderseits merkst Du, dass das Studium anstrengend ist, da Du mit dem CI noch nicht viel verstehen kannst. Hier liest sich wiederum heraus, dass dir das verstehen mit dem CI sehr wichtig ist. Hier solltest Du dann ansetzen und das Studium ggf. etwas hinten schieben damit Du Zeit für Hörtraining etc. nimmst. Weitere Details wie was in Reha geboten wird habe ich im anderen Thread Loht es sich, einen überteuren Kopfhörer zu kaufen? bereits schrieben.


    Würde mich freuen, wenn Du nach der Reha Deine Erfahrungen hier schreibst und wie weit Du gekommen bist.


    Alles gute für die Reha


    Gruß

    Wallaby

    Hallo Sultan,


    da hattest Du in der Tat nach meinem Eindruck etwas zu hohe Erwartungen angesetzt.


    Ein CI kann bei vielen helfen. Was heisst schon es läuft gut, dass ist oftmal relativ. Ich kenne div. SH die sagen es klappt gut und bei Kommunikation merkt man dass ggf. doch nicht "alles" verstehen kann.

    Es wird von jedem anders interpretiert. Die einen sind froh, wenn die (überhaupt) die Sprache verstehen können. Geräusche können die meisten hören und identifizieren und da sind manche von Geburt an Gehörlose bzw. an Taubheit grenzend (hochgradig) schwerhörige froh, wenn man überhaupt was hört.

    Ich kannte eine CI-Trägerin die zwar kein offenes Sprachverständnis hatte aber dennoch froh war wenigstens die Geräusch wie Vogelzwitschern hören zu können. Klar ist dies für die meistens von uns zu wenig, das war mir vor CI-Entscheidungsphase auch zu wenig. Aber als ich hörte, dass diese Person zuvor trotz HG kein Sprachverständnis hatte ist das anders zu bewerten - als wenn jemand trotz hochgradige bzw. an Taubheit grenzende schwerhörige mit HG dennoch bruchstückhaft Sprache verstand bzw. mit bestimmte Bezugsperson die Kommunikation bestens klappte. Da setzt man die "Latte" schon etwas höher an.

    Dann kenne ich andere Person die "hört" mit CI sehr viel aber verstand die Sprache schlecht, da aufgrund des geringen Wortschatz demzufolge auch nicht kombinieren kann.


    Zwischen Hören und Verstehen liegen oftmals Welten. Da sollte man gerade in den ersten 2 Jahren ggf. mehr oder weniger Geduldig sein und über jedes kleine Erfolg freuen können. Musik hören und Telefonieren gehören meiner Meinung nach zu den Königsdiziplin!

    Dann kommt auf die Hörgeschädigte an wie dessen Wortschatz ist, denn man versteht oftmals das was man an Wörter auch kennt. Ich würde mal sagen, dass mein Wortschatz recht gut ist, bei Anpassung konnte ich zwar vieles verstehen - das Telefonieren klappte nur am ersten Tag und danach nicht mehr, dass ich das Telefonieren erstmal für ca. 1/2 Jahr sein lies. Beim Hörtraining verstand ich plötzlich ein Wort nach X Wiederholungen gar nicht. Die Therapeutin war verdutzt und sagte auch wieso ich es nicht verstehe da bei vorherigen übungen oftmals gut klappte und meinte dann fragend ob ich das Wort ggf. nicht kennen würde. Es ging um das Wort "Avocado" und wie erwartet schaute ich Sie fragend was das sein sollte. Seitdem verstand ich das Wort später dann auch und das Wort ist mir seitdem im Gedächtnis hängen geblieben und kenne es jetzt :D8).


    Sultan... Du bist noch ganz am Anfang der Hörreise. Ich weiss nicht inwiefern Du zuvor die Sprache mit HG verstand bzw. ob Du auf Mundabsehen angewiesen warst! Ich würde mit teuren Kopfhörer warten, für den Fall, dass Du später immer noch unbedingt willst. In der Reha wird Dir auch div. weitere Hilfsmittel aufgezeigt und einige kannst Du während der Reha testen. Es gibt andere Möglichkeiten was hier meines Wissens auch schon empfohlen wurde. Soweit ich mich entsinne trägst Du auf andere Seite noch das Hörgerät. Wie wäre es wenn Du für Hörtraining das Hörgerät abschaltest, damit das CI-Ohr trainiert wird? Ich hatte von anfang an freiwillig so gehandhabt und meine Therapeutin empfahl es mir dann auch und lies Sie bereits wissen, dass ich das HG gar nicht an hatte, da ich bereits neugierig war wieviel ich über das CI tatsächlich hören tue. Sie lies mich wissen, dass die meisten Patienten damit schwer tun, das HG bei Hörtraining abzusetzen.

    Im Privaten Bereich habe ich so oft es ging auf HG verzichtet, während im Job oder bei wichtigen Gespräche das HG dazu nahm.


    Aus Deinem Posting klingt es, dass Du zwar froh bist, demnächst die Reha zu starten aber dir das Studium sehr wichtig ist. Mir kommt vor, dass das Studium momentan mehr priorität hat als wie das Hörtraining. In Reha wirst Du gefordert und in Bad Nauheim ist bekannt, dass die CI-Träger die noch HG tragen aufgefordert werden das HG abzusetzen. Damit wirst Du genug zu tun haben und kann in der Anfangszeit anstrengend werden. Auf Zimmer stehen PC mit diese kann man selbstständig Hörübungen machen. Und stelle dich darauf ein, dass dir möglicherweise eine Rehaverlängerung angeboten wird.


    Und nochwas, wie oft wurde das CI bei Dir nachjustiert? Soweit ich mich entsinne hast Du erst sei ca. 3 Monaten das CI, da kann noch nicht soviele nachjustierungen gegeben haben. Das wird in Reha auch verstärkt auf Dich zukommen, dass am CI mind. einmal pro Woche ggf. auch mehr - immer wieder neu eingestellt wird.


    Du kannst Deine Studiumunterlagen mitnehmen aber stelle darauf ein, dass Du da nicht so intensiv mit beschäftigen kannst. Je nachdem wie weit Du mit div. Therapien klar kommst. Manche Patienten waren froh, wenn man am Abend nix mehr tun musste bzw. zwischendurch Pause einlegen konnte da anstrengend sein kann. Die einen können besser kompenzieren, andere weniger und andere waren einfach zu neugierig um auf Hörreise gehen zu wollen etc.


    Ich wünsche Dir alles gute in der Reha.


    Gruß

    Wallaby

    Hallo,


    Björn schrieb dass wegen Sterbefall die Sachen zum abgeben anbieten tut. Ich vermute, dass Björn selbst nicht hörgeschädigt ist und mit den vorrätigen Teile nicht auskennt. Daher fand ich nicht ok, dass man Ihn angeht weshalb das wie ein Lager aussieht.


    Es sind div Ersatzteile von Vorvorgänger Prozessor.
    ich gehe davon aus dass sein Stiefvater bilateral versorgt war und daher diese Menge an Ersatzteile gab.
    Da kann Björn nix dazu. Aber ich fürchte es wird schwer diese Unmengen von Ersatzteile an betreffende „FreedomTräger“ zu bringen. Da eher die letzten 2 SP Generationen genutzt werden. Irgendwann könnte neuere HdO Version rauskommen, dann wäre bis „Freedom“ bereits 3 Generationen zurück!

    Ich wollte meine „Kleinteile“ wie Mikrofilter“, Ohrhaken, usw. ebenso verschenken => wurde nicht gebraucht daher gab kein Interessenten....selbst CI Zentrum wollte die Kleinteile nicht annehmen da keine notwendigkeit sah. Habe daraufhin entsorgt, da an Nachfolge SPs wieder andere Formen von Filter“abdeckung“, Snugfit, Audiokabel gibt welches man von vorgänger nicht ohne weiteres verwenden kann.


    Hier wäre eher die Frage, wer tut für Ausland sammeln um die Teile bzw. Vor allem den Sprachprozessor an den „Träger“ zu bringen wo es mit Kosten nicht so läuft wie hier in Deutschland. Björn, ich hinterlasse Dir eine persönliche Nachricht wo Du ggf. Anfragen kannst.


    Bzgl. Rauchmelder vielleicht wurden Rauchmelder und Blitzlampen abmontiert und fein säuberlich verpackt.

    Daher künftig bitte erstmal lesen wer es postet und es ist meistens kein Betroffener was auch indirekt rauszulesen war.....da er schrieb, dass nicht weiss wohin mit den Teilen und aufgrund eines Sterbefall es hat.


    Gruß

    Wallaby

    Hallo Mango,


    gerade in der Anfangszeit kann es immer mal wieder 2 Schritte vor und dann 1 Schritt zurück oder auch mal einen Schritt vor und 3 Schritte zurückgehen.

    Das kann gerade in ersten 2 Jahren noch auf und ab gehen. Du hast vermutlich auf dem CI Ohr schon länger nicht mehr gehört. Auch wenn manche CI-Träger anfangs nicht wahrnehmen/merken/kein gefühl für Lautstärke haben...... es arbeitet dennoch, irgendwann kommt dann der Effekt dass dann aus was für Gründen immer plötzlich zu laut vorkommt. Es kann auch irgendwann passieren dass plötzlich zu leise vorkommt.

    Bei zu laut kann Hörnervüberreizung sein wie hier bereits einige bestätigt haben. Da ich nicht weiss inwiefern Du hörtraining machst. Denk dran der Alltag ist auch schon Hörtraining - nicht, dass durch zusätzliche Hörtraining "überreizt" wird!


    Schreibe auf inwiefern sich was wann ändern tut und las Dein Audiologe/Technicker wissen, damit diese an Dein SP nachjustieren sollten. Bis sich einpendelt kann schon einige Zeit vergehen.


    Wichtig sobald für Dich unangenehm wird, mach ruhig Hörpause. Ich selbst als langjährige CI-Trägerin brauche auch hin und wieder Hörpausen - zb. insbesondere wenn im Job Versammlungen/Besprechungen stattfinden - danach schalte ich oftmals ab um in Ruhe zu verarbeiten bzw. den Lauscher mal ne Pause zu gönnen. Ich schalte erst recht dann ab wenn Tinnitus auftritt was zum Glück inzwischen sehr selten vorkommt.


    Wünsche Dir weiterhin alles gute und denk dran Du bist meines wissens noch ganz am Anfang und da kann in nächsten Wochen/Monaten immer noch Schritte nach vorn aber auch nach hinten geben.


    Gruß

    Wallaby

    Ich glaube, da muss aber zuvor im Antrag bereits "seine Wunschklinik" erwähnt haben um darauf verweisen zu können. Es sei denn Kostenträger hat komplette falsche Rehaklinik ausgewählt indem keine CI-Reha möglich wäre! Sowas ähnliches ist auch schon vorgekommen. Ein bekannter wollte eine Schwerhörige Reha machen und erhielt eine Genehmigung in diese gar nichts von SchwerhörigenKonzept erwähnt wurde. Ich hatte aufgrund dessen unerfahrenheit für Bekannter Umwidmungsantrag gestellt und ist genehmigt worden.

    Ich hatte sowas für mich selbst ebenso gemacht, hatte im Antrag "meine Wunschklinik" genannt. Bewilligt wurde mir eine andere Rehaklinik und habe daraufhin einen Umwidmungsantrag gestellt welches dann auch genehmigt wurde.


    marina: Wenn Du an Termin gebunden bist, kann man danach erkundigen ob Dein Wunschtermin möglich ist. Auch kannst Du fragen wie lange die Wartezeit für Terminbeginn ist. Bad Nauheim war vor Coronazeit bekannt, dass die Wartezeit lang waren, wie es aufgrund der Corona aussieht weiss ich nicht. Da es bestimmt auch Patienten gibt die während der Corona keine Reha machen wollen/oder sogar aus gesundheitlichen Gründen nicht zu empfehlen ist.


    St. Wendel war lt. meiner Erfahrung bzgl. Terminmitteilung sehr fix. Bad Salzuflen verlief bzgl. Termin normal, mir persönlich sagte Bad Salzuflen nicht. Vielleicht lag es eher daran, da ich dort war wo es noch sozusagen im Aufbau war. Nebenbei bekam ich leider eine Therapeutin zugewiesen die in Sachen CI nach meinem Eindruck damals noch zu unerfahren war.

    ...... als NRW-Kommunalbeamtin darf ich grundsätzlich nur innerhalb NRW eine Reha durchführen, so dass nur Bad Salzuflen für mich in Frage kam).


    Über diesen Hinweis bin ich irritiert. Was machen diejenigen die in einem Bundesland wohnen und dort keine entsprechende stationäre Rehaklink gibt? Gerade für CI-Träger sollte das Konzept passen, da gibt es schon kleine Unterschiede. Und in Deutschland gibt diese Art von Reha nur in Bad Salzuflen (NRW), St. Wendel (Saarland), Bad Nauheim (Hessen), Bad Grönenbach (Bayern), Bad Berleburg (NRW) und Rendsburg (Schleswig Holstein)


    Bad Nauheim, Bad Salzuflen sind Schwesterklinik da Chefarzt in beiden Kliniken der gleiche ist.


    Ansonsten muss man sich ein wenig schlau machen was man vom CI-Reha verspricht und was die entsprechende Rehakliniken anbieten tun.


    zb. in Bad Grönenbach sowie Bad Berleburg gibt meines Wissen keine eigene Techniker die ständig im Haus sind.


    Rendsburg ist reine CI-Reha d.h. Hörtraining, CI-Nachjustierung (hierbei weiss ich nicht wie oft möglich ist) aber wie in hier genannten Rehakliniken wird keine medizinische Reha angeboten.


    Marina ich wünsche Dir, dass Du einen passenden Rehatermin bekommst und falls Termin nicht passt darf man sogar verschieben. Wichtig Rücksprache mit Deine Rehaklinik halten. Achja stelle auf Verlängerung ein ;)


    Gruß

    Wallaby

    ja so ist es und man sollte immer im Hinterkopf behalten, dass das CI nicht zu „Normalhörend“ macht. Je nach Hörbiographie, Kompensation und Kommunikationstaktik kann dies zum verstehen in einigen Situation erleichtern.

    Bei Ertaubte ist von Vorteil, da oftmals Sprachwortschatz vorhanden ist. Bei Frühschwerhörige kommt auf damalige schulische Niveau an und im Laufe der Jahre auch inwiefern man durch lesen den Wortschatz erweitern konnte.
    Man merkt, dass man nicht alle mögliche Varianten aufzählen kann da bei jedem sehr individuell ist. Wichtig ist auch dass man sich nicht mit andere Vergleichen sollte.


    Bei Feier bzw. in grössere Runde egal ob privat oder bei Kollegen und dann oftmals als einzige schwerhörige ist es anstrengend und verlasse schonmal vorzeitig den Raum.


    Obwohl in manche Situationen an Grenzen komme, dennoch dient das CI in div. Dinge für eine Kommunikationserleichterung.


    Gruss

    Wallaby

    Hallo,


    jede Hörschädigung ist individuell - egal seit wann diese eintritt. Die einen können besser damit umgehen als die anderen - auch kommt auf das Umfeld im Familären, privaten und letztendlich im Arbeitsleben an. Das letzteres gibt auch div. Hörgeschädigte die zb im Kindes-/Jugendalter unbewusst „gut“ durch leben gehen. Später im beruf wir bei einigen eher bewusst, dass doch Probleme auftauchen, Akzeptanz, Verständnis von Kollegen und teilweise auch das Selbstbewusstsein fehlen.
    Mit der Zeit lernt man damit umzugehen, nimmt Veränderungen vor, passt sich an etc.


    Es gibt auch Hilfen und Unterstützung. Auch gibt ein Rehazentrum indem man über Hörschädigung an sich arbeiten kann, Tipps geben lassen, Verhalten-/Kommunikationstrategie erlernen kann.


    Hier ein Link und dies gibt in dieser Form nur in Rendsburg. Habe von schwerhörigen und vorallem Ertaubte Betroffene oftmals gutes gehört.


    http://www.hoergeschaedigt.de/…hwerhoerige-und-ertaubte/


    Das nur als Hinweis, dass man nicht immer allein bewältigen muss und am Heimatort oftmals Ärzte, Psychologen etc. damit weniger Erfahrungen haben.


    Gruß

    Wallaby

    @grautsvornix......hattest du zuvor gar nicht mit Bad Salzuflen kontaktiert, die hätten bestimmt auch mit deinem Kostenträger geregelt. Kann mir anderseits auch vorstellen, dass die Rehaklinik aufgrund der momentane Lage die Wartezeit länger dauert, da möglicherweise nicht die volle Kapazität genutzt werden kann.

    Würde an Rehaklinik wenden?


    wünsche Dir dennoch viel Glück, dass Du dennoch die Reha in Anspruch nehmen kannst.


    Gruß

    Wallaby

    Mein Restghör ist 3%. Erstaunlich, wieviel diese wenigen Prozente ausgemacht haben. Sie haben das Sprachverständnis doch erheblich verbessert


    3% Restgehör ist meiner Meinung nicht viel. Es ist bekannt, dass manche überbewerten tun. Da ist eher die Frage wieviel kam über Gehör wirklich an oder ist man bereits unbewusst auf Mundabsehen angewiesen.

    Belassen wir jetzt diese Diskussion, da dies evt. Jeder anders auffasst. Fakt ist Mango ist noch ganz am Anfang und hatte so wie ich herauslese erst Firstanpassung und eine Nachjustierung erhalten.


    Gruß

    Wallaby