Posts by Magneto

    Hallo PatCI,


    was Du meinst, sind die CI-Entscheidungsfindungs-Seminare, die von einigen CI-Rehakliniken oder auch von den Kliniken, die CIs implantieren, angeboten werden. Eine weitere gute Infoquelle sind die CI-Cafés, die beispielsweise in St. Wendel angeboten werden oder auch die CI-Stammtische der CI-Selbsthilfegruppen sind gute Anlaufstellen, um sich zu informieren und zur Entscheidungsfindung beitragen.

    Die Position des Implantats ist nicht allein Geschmackssache, sondern hängt zunächst von der Anatomie ab. Aber es ist kein Fehler, im Rahmen der Voruntersuchung den/die Ärzte darauf anzusprechen. Freilich ist es besser, in Ohrennähe zu sein.

    Hallo und willkommen!


    Wenn‘s Dir schon gleich nach der OP nach lecker indisch ist, dann ist doch ein guter Start.


    Weiterhin alles Gute, Geduld beim Hörenlernen und Neugier auf das Hörenlernen!

    Hier habe ich einen Beitrag zur Tinnitus-Diagnostik gefunden. Ob man ein CI oder HG trägt, ist dem Tinnitus wahrscheinlich egal:


    https://www.gzfa.de/diagnostik…icle/tinnitus-diagnostik/


    und hier ein wesentlicher Bestandteil der Untersuchung, das Tonschwellenaudiogramm:


    https://www.tinnitus-mag.de/di…naudiogramm-bei-tinnitus/


    Das ist schon eine üble Sache, je nachdem, ob der Tinnitus den Alltag und überhaupt das Leben beeinträchtigt. Mit dem CI bestehen aber gute Chancen, dass durch das Wiedererlangen der Hörfähigkeit vorher verlorener Freqenzen der Tinnitus wieder in den Hintergrund tritt oder gar ganz verschwindet, zumindest während es Tragens des CI.

    Joachim, wo Du in meiner Antwort persönliche Unterstellungen und Beleidigungen siehst, erschliesst sich mir nicht. Wenn ich jetzt Korinthenkacker wäre, würde ich schreiben, ich verbiete mir ebenfalls diese Unterstellung. Aber diesen Kindergarten tue ich mir nicht an.


    Jetzt schlägst Du den Bogen von Bluetooth zur App, um den Sonnet 2 fern-zubedienen. Zumindest ich kann hier nicht mehr folgen, aber muss es ja auch nicht.

    Hallo Katharina,

    das geht doch gut voran. Es ist tatsächlich eine Reise durch das noch unbekannte Land der Geräusche. Das kann manchmal anstrengend sein, aber die Freude überwiegt.

    Ich bin gespannt wie es weiter geht.

    Es wird zunehmend schwer, sich hier zurecht zu finden. :/


    Joachim, informiere Dich doch bitte erstmal richtig, zum Beispiel hier ….

    https://www.medel.com/de/heari…/accessories/connectivity
    …. bevor Du so eine Aussage wie „Bluetooth im Prozessorkopf“ rauslässt. Wenn dem so wäre, bräuchte man den AudioStream gar nicht.


    Das verwirrt nur, vor allem Leser, die sich das zum ersten Mal durchlesen und dann immer noch nicht wissen, was funktioniert und was nicht.


    Abgesehen davon ist das Anfangsthema inzwischen meilenweit entfernt, das hilft niemandem.

    Naja, Med-El argumentiert so, dass bei einer bimodalen Versorgung meist das HG schon vorhanden ist und dies damit meist schon gut eingestellt ist. Dann kommt das CI dazu und der Anspruch, beides unter einen Hut zu bringen, wäre dann einfacher anzupassen und abzugleichen. Die Konnektivität spielt da erst an zweiter Stelle eine Rolle, und dieses Spielfeld ist sehr vielschichtig in seinen Ansprüchen des einzelnen und der technischen Limitierungen und Zusammenspiel der unterschiedlichen Protokolle.


    Gehört jetzt auch nicht ganz zum Thema, aber war mir wichtig.

    Hallo Peter,


    erstmal willkommen hier im Forum. Dein Start mit dem CI hat ja nun nicht so optimal begonnen. Aber damit bist Du nicht ganz allein, denn die Art, wie das CI letztlich wieder „Daten“ an den Hörnerv sendet, ist jetzt eine ganz andere, und dazu noch bei jedem ganz unterschiedlich.


    Der Tinnitus ist ja häufig eine Anwort des verarbeitenden Hörzentrum auf den durch die Schwerhörigkeit verursachten Stimulationsverlust der entsprechenden Frequenzbereiche. Dein Gehirn erzeugt dann in vielen Fällen als Reaktion dann einen Tinnitus, der dies kompensiert, jedoch für Dich und viele andere als störend empfunden wird. Das kann manchmal ziemlich heftig sein, vor allem, weil das CI nun wieder verloren gegangene Hörreize liefert, die Anfangs häufig fehl- oder überinterpretiert werden.


    Mainzelmädchen (schöner Name :)) hat dies ganz gut beschrieben. Es wird noch Geduld brauchen, bis sich das wieder einschwingt. Dazu drücke ich mal die Daumen!


    @Joachim: nur der Ordnung halber: Bei der Anpassung regelt der Audiologe nicht den Tinnitus. Schön, wenn dem so wäre.

    Die Hoffnung ist jedoch die, dass der Tinnitus nach einiger Zeit weniger wird oder gar nicht mehr störend empfunden wird. Während ich die CIs trage, ist mein Tinnitus weg. Schalte ich meine CIs ab, kommt nach wenigen Minuten so ein Dumpfheitsbrummgefühl (schwer zu beschreiben), das sich aber nach einiger Zeit beruhigt und nicht mehr stört.

    Ja, und wir alle zahlen mit hohen Versicherungs-Prämien mit. Aber die Ersatzteile sind ja keine Massenprodukte, das erklärt manch höheren Preis. Schön finde ich das natürlich auch nicht.

    Super, das geht doch gut für den Anfang! Deine Wissbegierde wird Dir ziemlich nützlich sein, je mehr Du „hinter die Kulissen des elektronischen Hörens“ blickst, umso interessanter wird es, sich damit zu befassen, langsam steigt das Hörvermögen auch feinerer Klänge an, Du verstehst immer mehr, und mit einer gesunden realistischen Erwartungshaltung freust Du Dich über jeden Fortschritt.


    So ging das bei mir auch los :):thumbup:.

    Irgendwann ist es ja auch mal gut.


    Wir halten fest, dass es mit dem CI und der Musik nicht so einfach ist und dazu noch jeder ein anderes Empfinden hat.


    Es gibt etliche Studien zu diesem Thema, ich habe selbst an einigen teilgenommen.


    Jeder muss da seinen eigenen Weg finden im Rahmen der Möglichkeiten, die das CI halt so hat. Und wenn man auch noch seinen Beruf und die Existenz damit verknüpfen muss, sollte man hier in diesem Forum nicht Herumgestreite lesen, sondern von den Erfahrungen anderer profitieren können.

    Hallo Joachim,


    resthörig sind halt die allerwenigsten CI-Träger, sie verlieren diese Resthörigkeit auch oftmals nach einiger Zeit und dann hilft das biologische Ohr nicht mehr weiter. Ich habe auch viel experimentiert damit, den Bassbereich etwas aufzupäppeln mit Equalizer usw., in der Hoffnung, die Musik etwas runder zu machen, aber das hilft wenig - wenn das CI bei 70 Hz / 100 Hz (je nach Hersteller) losgeht, dann kann ich da regeln wie ich will.


    Mehr Erfolg verspricht eine eigene Einstellung auf einen noch freien Programmplatz für die Musik, also ohne Einflüsse von Windblockern, Zoomfunktionen usw. Hier könnte es helfen, seine (auch vom Klangbild her) bekannte Musik mitzunehmen und dies in die Anpassung mit einzubeziehen. Wenn man dies beim Terminmachen gleich bespricht und der Audiologe dies zeitlich einrichten kann, ist das sicher auch ein guter Weg.

    Musikhören mit dem CI ist eine höchst individuelle Geschichte. Ich habe in guthörenden Zeiten selbst Musik gemacht und auch sehr viel Musik gehört, quer durch viele Genres, jedoch mit dem Schwerpunkt Rock, Jazzrock, Fusion, Soul und auch Klassik, hier meist Symphonie- und Orgelkonzerte.


    Wer also eine musikalische Vergangenheit hat, tut sich mit dem CI-Musikhören leichter, diese Erfahrung habe ich während meiner CI-Reha, speziell in der Musiktherapie im Kreise weiterer Probanden, gemacht.


    Genau wie die Sprache wird ja alles Gehörte sozusagen gescannt, sortiert und auch abgespeichert - wie klingt dies und das, welches Empfinden habe ich dabei - das zählt neben der reinen Information (was gesprochen, gesungen oder gespielt wird) zu den Höreindrücken, die lebenslang gesammelt werden. Wir dürfen nicht vergessen, dass das Hören ja auch eine Art Alarmanlagen-Funktion für den Menschen darstellt, daher fängt das Hören ja schon im Mutterleib an und ist der erste Sinn, der sich entwickelt. Hier ein kleiner Ausflug:


    https://www.swissmom.ch/baby/m…/medbabysinne/das-hoeren/


    Beim Hören mit dem CI versucht das Gehirn immer wieder, schon einmal Gehörtes mit dem jeweiligen aktuellen Hören abzugleichen und das klappt vor allem bei der Sprache je nach Hör-Historie, individuellem Training und auch dem Einlassen auf das neue Hören bei den meisten CI-Trägern recht gut und meist besser als mit den Hörgeräten zuvor. Das Gehirn will sich ja auch keinen unnötigen Stress antun und hilft uns dabei, so entspannt wie möglich hören zu können, es gräbt vergangene Höreindrücke wieder aus, verschmelzt diese mit den aktuellen Input und so können wir wieder zuordnen: Es spielt ein Klavier, es klingt wie ein Klavier. Es singt ein Duett, es klingt wie ein Duett.


    Wer einseitig CI-versorgt ist, kann hierbei auch noch auf die guthörende Seite zurückgreifen (ggf. trägt man hier ein Hörgerät, aber das ist immer noch ein relativ natürliches Hören), das hilft ungemein.


    Wer beidseitig CI-versorgt ist, muss sich den gesamten Input vom Gehirn wieder aufbereiten lassen, hierbei stösst das CI auf technische Grenzen. Wer diese kennt, kann sich innerhalb dieser Grenzen wieder ganz gut musikalisch tummeln, aber keine High-End-Qualität erwarten. Das liegt zum einen daran, dass der Frequenzbereich eingeschränkt ist (meist von 70/100 Hz aufwärts bis ca. 8.000/9.000 Hz je nach Hersteller), die Auflösung relativ gering ist und die Anzahl der Elektroden, die einen bestimmten Frequenzbereich abdecken, begrenzt ist (hier haben die Hersteller unterschiedliche Ansätze, wie Überlappungen, Spreizen der Frequenzbereiche, Ansteuerung der Elektroden seriell/parallel usw.). Dazu kommt, dass bei Auftreffen zweiter Schallereignisse gleicher Frequenz das lautere Ereignis gewinnt - das leisere wird meist schlicht weggekickt. Dies alles spielt mit zunehmender Komplexität der Musik eine mehr oder weniger wichtige Rolle. Während Solostimmen und sologespielte Instrumente (Flöten, Blasinstrumente, Percussion, Klavier und ähnliche) meist recht gut herüberkommen, wird es schon etwas schwieriger bei mehrstimmigem Gesang, Bläsersätzen, Orgelmusik - also alles Klangereignisse, die in der Summe aus mehreren einzelnen Klängen zusammengemixt sind. Da tut sich das CI schon schwer damit, vor allem durch das Fehlen der tiefen Frequenzen, die so im Bauch grummeln und im wesentlichen die Gefühlswelt, die Emotionen und letztlich auch den runden Klang ansprechen und ausmachen. Dafür gibt es einen ungemeinen Gewinn beim Erkennen von Texten und hohen Frequenzen.


    Hat man sich seine musikalische Empfindung durch viel Musikhören, Einordnen und Wiedererkennen wieder hergerichtet, kann man durchaus mit Genuss wieder Musik hören und auch selbst wieder anfangen, Musik zu machen. Ich schaffe es zwar nicht mehr, einfach mal so in einen Jam einzusteigen, weil ich nicht mehr erkenne, um welche Tonart es sich handelt, aber nun für den Hausgebrauch reicht es aus. Wenn man Dur- von Moll-Akkorden gut unterscheiden kann und auch Halbtonschritte wahrnimmt, hat man schon einen guten Schritt nach vorne gemachtl.


    Ich empfehle immer, sich schlank orchestrierte Musik (in der Klassik etwa Kammermusik, in der populären Musik nicht gerade Bigband, üppige Chöre usw.), am besten Bekanntes, für den Anfang als Musiktraining anzuhören, um erstmal das Trennen der Instrumente und Stimmen zu meistern. Danach hängt es vom eigenen Empfinden ab, was gut klingt oder eben nicht mehr so gut.


    Das alles sind meine eigenen Eindrücke, jeder macht da seine eigenen Erfahrungen. Und wer sich etwas in die technischen Möglichkeiten (und Grenzen) einfuchst und diese mit einbezieht auf dem Weg zum genussvollen Musikhören, wird mehr Freude an der Musik haben.

    Ich halte es mit der Kommunikation in jedem Forum beim Umgang mit anderen Foristen so, als ob wir uns beim Austausch gegenüber sitzen oder meinetwegen gegenüber stehen. Das erhält den Respekt voreinander und es ist zielführender in der Sache, wir haben alle unterschiedliche Hörreisen, Hintergründe und auch Vorstellungen. Und eben auch eigene Meinungen. Wenn ich schon mal eine andere Meinung habe oder mir die Meinung anderer nicht gefällt, kann ich mich dazu ordentlich äussern, versuchen, etwas gerade zu rücken oder eben einfach mal nichts schreiben, wenn man seine Ausdrucksform schon nicht im Griff hat.


    Wer weiss besser als wir CI-Träger, dass der Ton die Musik macht? ;)

    Bei mir ist der tatsächlich starke Tinnitus (den ich nur einseitig, links hatte) etwa vierzehn Tage nach der Erstanpassung eben der linken Seite fast auf den Schlag einfach weg gewesen. Später habe ich dann noch mit Hörnervreizungen gekämpft, aber das hatte mit dem Tinnitus nichts zu tun.


    Ansonsten geht es mir ähnlich wie ReCI. Wenn ich offline gehe, also meine CIs schlafen lege, dann dauert es ein paar Minuten und es fängt an, etwas dumpf nachzuklingen, zu gluckern und es klingt etwas stimmenähnliches nach, obwohl ich dann eigentlich taub bin. Das ist wahrscheinlich eine Antwort des Hörsinns auf die Frage: "Warum bekomme ich keinen Input mehr?". Das dauert jeweils auch wieder ein paar Minuten und verschwindet dann.


    Die absolute Stille habe ich immer dann (natürlich offline), wenn ich ausgeruht und entspannt bin, so auch gerne in der Therme, Sauna und auch beim Wandern. In den Pausen geniesse ich auch mal ausnahmsweise die absolute Stille, ich freue mich jedoch auch immer wieder, was es alles zu hören gibt in Wald und Flur.

    Hallo Nick,


    wenn Du nach einiger Zeit mit den CIs ein gutes Sprachverstehen hast, werden die Abstände zwischen den Einstellungen grösser. Es ist trotzdem empfehlenswert, sich mindestens einmal im Jahr zur Anpassung zu begeben, einmal, weil sich Dein Hörsinn auch weiter entwickelt (das wird dann durch die seltener gewordenen Einstellungen angepasst und ist ein lebenslanger Prozess), und zum anderen ist es gut, die CIs durchmessen zu lassen (gehen noch alle Elektroden, stimmen die Werte und ist auch sonst alles gut im Ohr und rund um den Spulenträger herum).

    Ich habe einige Jahre Rondos (1. Generation) getragen, die hatten ja nur ein Mikrofon - aber selbst bei zwei Mikrofonen hätte ich bei meiner Magneten-Position (sehr weit hinter den Ohren, fast am Hinterkopf) mehr von dem mitbekommen, was hinter mir passiert, als von dem Wichtigen von vorne. Daher konnte ich auch keinen Kopfhörer nutzen, ich hatte mir seinerzeit selbst etwas gebastelt, das hat dann gut funktioniert. Das war der Hauptgrund für mich, auf die Sonnets umzusteigen.


    Einschränkungen gab es auch in der Konnektivität mit anderen Geräten, hier habe ich alles über eine T-Schlinge abgewickelt. Die aktuellen Single-Prozessoren können da ja inzwischen viel mehr, da sehe ich jetzt wenig bis keine echte Nachteile.


    Wer jedoch eine gute Magnetposition hat, Probleme mit eng anliegenden Ohren, einen grundsätzlichen guten Magnetkontakt (-halt) hat, der wird das Unkomplizierte der "Singles" schätzen - keine Kabel, leider etwas schwerer als ein reiner Spulenträger - das ist auch ein Vorteil.


    Man muss tatsächlich selbst herausfinden, ob es das richtige ist - aber es gibt hier kein schwarz oder weiss.

    Sodele, gut dass ich erinnert wurde :)!


    Tatsächlich wird der FineTuner "abgeschaltet", sobald man die AudioKey-App einmalig mit den Prozessoren verbunden hat, zumindest beim Sonnet 1. Das ermöglicht ein Schalter in der Anpass-Software. Aber ich bekomme noch mehr Infos, da wir das alles an diesem Einstell-Tag nicht klären konnten. Das dauert noch ein paar Tage :thumbup::), aber das ist ja auch eine Frage, die sich viele Med-El-Träger vielleicht stellen.