Posts by Magneto

    Das Hören mit Licht wäre ja eine tolle Sache, aber das werde ich live nicht mehr erleben ... Es kommt ja noch hinzu: das Licht muss auch empfangen werden. Licht streut gerne, und wenn ich mir einige hundert Elektroden auf ca. 28 mm verteilt vorstelle, wird das eng werden.


    Es bleibt weiter spannend.

    Als Fremdkörper habe ich nur anfangs wahrgenommen, aber eher durch das Fühlen des Chips direkt unter der Haut, doch letztlich hat bei mir die Freude darauf, endlich wieder besser hören und gar wieder besser zu verstehen, die innere und äußere Akzeptanz als zukünftiger Teil von mir befördert. Hin und wieder juckt es etwas am Magneten, aber das ist ok.

    Ich würde Deinen Wunsch nach einem Test mit den Sonnets, wenn Du am kommenden Montag Deinen Termin hast, nochmals vorbringen, vielleicht ergibt sich doch noch eine Lösung. Aber was mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht gut funktioniert, ist ein Mischbetrieb Rondo und Sonnet.


    Ich bin seinerzeit auch reingefallen mit diesen Fristen - ein halbes Jahr später implantiert, hätte ich Rondo und Sonnet gemeinsam bekommen, und das dauerhaft ||...

    Hallo Galeon,

    ich war einige Jahre beidseitiger Rondo-Träger und hatte auch so meine Probleme beim Telefonieren und beim Freihören, vor allem in etwas geräuschvolleren Umgebungen. Die Rondos haben nur ein Mikrofon, und das ist auch noch omni-direktional, also nimmt alles eher kugelförmig auf und es fehlt dadurch eine Richtcharakteristik. Wenn der Rondo dann auch noch etwas mehr am Hinterkopf sitzt (so war das bei mir), dann höre ich eher, was hinter mir passiert, und bekomme dadurch weniger von vorne mit. Das hat mich enorm angestrengt, den wichtigen Höranteil vom unwichtigen zu trennen, meist hat das eher gar nicht hingehauen und ich musste diese Einschränkung mit einem "dritten Ohr" in Form eines Zusatzmikros versuchen, auszugleichen. Das war aber niemals so richtig optimal. Ansonsten sind die Rondos recht praktisch, fast unkaputtbar und für mich heute im Schwimmbad für die Saunapausen zwischendurch ideal.


    Nun trage ich im Alltag seit ziemlich genau 2 Jahren Sonnets, die haben jeweils zwei Mikrofone. Ein Mikrofon hört ca. 70 Prozent nach vorne, das zweite ist für die Umgebung zuständig, so rein gefühlsmässig. Das kann ich etwas steuern, indem ich mir zwei Programme mit unterschiedlichen Richtwirkungen einstellen liess (Natural und Adaptiv). Der Hörfokus entspricht dabei meiner Blickrichtung. Ich komme damit super gut klar, wenn ich rundherum hören möchte, ohne solche Richtwirkung, dann habe ich dafür ein weiteres Programm "Omni", also ohne Richtwirkungen.


    Meist reicht das einfache "Natural"-Programm: Hier sind die tiefen und mittleren Frequenzen omnidirektional, die hohen Frequenzen sind auf das Richtmikrofon geschaltet und das ist ideal im direkten Dialog Person zu Person. Dann gibt es noch ein "Adaptiv"-Programm, das immer auf der Suche nach dem wichtigsten Schallereignis ist und dieses aus den von hinten und seitlich kommenden Schallereignissen hervorhebt, das kann in sehr lauten Umgebungen von Nutzen sein, um mein Gegenüber besser zu verstehen.


    Was ich noch nicht ausprobiert habe, ist die dritte Variante "Auto-Adaptiv", hier entscheidet der Sonnet selbst zwischen "Omni" und "Adaptiv".


    Du musst selbst ausprobieren, ob das für Dich gut ist, sofern ein Wechsel für Dich möglich ist. Ich habe meinen Wechsel von den Rondos zu den Sonnets nicht bereut, aber ich habe die Rondos auch sehr weit hinten getragen - wer eine bessere Position, also eher so an der Seite über den Ohren hat, kommt wahrscheinlich besser klar als ich.


    Was das Telefonieren angeht: Das mache ich seit einiger Zeit mit dem AudioLink, das klappt super, zieht aber eine Menge Strom. Der Audiolink hat auch noch ein Mikrofon, das könnte man auch als "drittes Ohr" verwenden, wie ich das oben beschrieben habe.

    Gute Idee, mit dem Schreibblock. Ich habe mir nun das Tauben-Ohr (das blaue Schild) ausgeschnitten und teste das mal. Wenn das taugt, werde ich das auf Scheckkartengrösse verkleinern und noch durch mein Folienschweissgerät schicken, das ist sowieso nicht schlecht für alle Fälle. Denke ich zumindest :/...

    Ich habe diese Regelung, die ja wie zuvor beschrieben, hier in BaWü gilt, auch nicht so richtig verstanden. Ich werde dieses "Angebot", auf die Maske verzichten zu dürfen, jedoch nicht annehmen, womöglich muss ich mich dann an allen Ecken und Enden erklären, da ertrage ich lieber kurzzeitig die Maske ?(.

    Ich bekomme schlicht Beklemmungen mit dem Tragen der Maske. Das fehlende Mundbild von eventuellen Gesprächspartnern macht mir nichts aus, da komme ich recht gut klar, allerdings hört sich alles etwas nuschelig an, wenn ich angesprochen werde, auch das Erkennen, aus welcher Richtung ich angesprochen werde, leidet etwas.


    Ein Gutes hat es: Einkäufe sind schnell erledigt, der Bummelfaktor fällt flach und es landen tatsächlich nur die wichtigsten Dinge im Einkaufswagen. Trotzdem freue ich mich wieder auf die Bummelei :).

    Tommy, ich finde die Idee wie geschrieben ja auch gut und als erster Schritt, wenn man mal etwas übrig hat oder selbst etwas braucht, schon empfehlungswert. Ich finde die Ersatzteile frei Katalog recht teuer, und es gibt auch CI-Träger, die sich im Ruhestand usw. befinden, da sitzt der Rubel auch nicht so locker.

    Jetzt sind es noch vier Jahre für mich, dann kommen die nächsten Prozessoren dran, sofern ich mich dazu entscheiden sollte und es ein neues Modell mit für mich wichtigen neuen Features gibt. Da werde ich die Farbwahl gleich mit berücksichtigen.

    Der Teiletausch untereinander wäre schon nicht schlecht. Eine Tauschbörse ist hier ja vorhanden. Bei den Batteriehülsen ist es so, dass diese sich nach längerem Gebrauch zunehmend leichter bewegen lassen. Die Mikroabdeckungen sind "eigentlich" Verschleissteile. Ich wechsle die allerdings auch nicht wie von Med-El vorgeschlagen, alle drei Monate, sondern reinige diese so gut wie möglich.

    Ich habe meinen Tinnitus, den ich seit Beginn der Schwerhörigkeit (also seit ca. 2003) auf der linken Seite hatte, etwa zwei Monate nach der Erstanpassung verloren, worüber ich nicht traurig bin :). Der meldet sich nun nur noch als diffuses Rauschen nach ca. 20 Minuten, wenn ich meine CIs ausschalte, also stört er mich auch nicht beim Einschlafen, was ja für viele Tinnitus-geplagte auch ein Problem ist.


    Interessant ist, dass ich morgens nach dem Aufwachen kein Rauschen vernehme, das kommt dann erst wieder nach etwa einer halben Stunde, und wenn ich die CIs wieder anschalte, geht der Tinnitus in die ewigen Rauschgründe. Ich weiss, dass viele CI-Träger trotzdem mit Tinnitus zu kämpfen haben, aber ich kenne auch viele, die ihn mit dem CI verloren haben, also die Chancen stehen so schlecht nicht, das dauert vielleicht mal mehr oder weniger lange, bis das Gehirn akzeptiert, den CI-Input als "Tinnitusersatz" zu erkennen und entsprechend zu handeln, indem es einfach aufhört, selbst Töne zu produzieren.

    Hallo Medelci, ich habe meine zwei vormals schwarzen Sonnets auch farbig aufgepeppt: Jeweils eine Batteriehülse und Mikrofonabdeckung in bordeauxrot und blau. Hier ist der Produkt-Katalog, wo die Teile drin sind:


    https://www.medel.com/de/heari…ssories/product-catalogue


    Die Teile sind jedoch recht teuer 8|, am Besten fährt man, wenn man sich gleich anfangs für die Farben festlegt. Für die Batterien habe ich nur das Abo für die Batterien abgeschlossen.

    Genau so ist es, wir lernen voneinander :thumbup:. Ich habe ja auch geschrieben, dass mir manchmal die Kopfhaut um den Magneten herum warm wird und damit manchmal auch etwas gefühlos. Aber das ist natürlich kein Vergleich mit richtigen Schmerzen. Der Witz ist ja, dass es manchmal irgendwo weh tut, aber der Schmerztrigger ganz woanders sitzt. Das zeigt uns wieder, was für wunderbare Einrichtungen die Natur so geschaffen hat, manchmal im Guten, und manchmal halt weniger gut. Ok, die Coronaviren hätte man sich sparen können ....:/||.


    Ich drücke weiterhin alle Daumen und es wäre schön, wenn Du uns weiter auf dem Laufenden halten würdest.

    Ich fasse den üblichen Ablauf mal zusammen (viel Text!) :

    Es finden ja nach der Überweisung durch den HNO diverse Voruntersuchungen in der implantierenden Klinik statt. Dort wird in einem ersten Vorgespräch zunächst einmal erklärt, was ein CI ist, wie es funktioniert und welche Erwartungshaltung man an das neue Hören haben kann. Es wird über die Risiken der OP aufgeklärt und auch welcher Weg gegangen wird nach der eigentlichen OP. Ich beispielsweise bin auch gefragt worden, welche Sportarten ich so betreibe und dabei wurde mir auch erklärt, welche zukünftig nicht mehr so einfach gehen. Kickboxen zum Beispiel ist so eine Sportart, die dann nicht mehr so richtig passt.


    Dann werden die eigentlichen Voruntersuchungen durchgeführt, eine MRT, CT gemacht, um sich einen Eindruck vom Kopfinnern zu verschaffen, dann diverse neurologische und audiometrische Untersuchungen. Dann kann man sich auch meist sein CI aussuchen zwischen den Modellen, die von der Klinik implantiert und vor allem auch weiter versorgt werden.


    Steht die Indikation zur CI-Versorgung fest, geht das Ergebnis bzw. die zu erwartende Rechnung für das alles an den jeweiligen Kostenträger. Gibt der sein "go", kommt es zum OP-Termin, bei diesem finden am Vortag wieder erklärende Gespräche statt, die dann den OP-Verlauf etwas näher beschreiben, die Risiken dabei und vor allem die Verhaltensmassnahmen nach der OP (Nase schneuzen, nicht schwer heben, überhaupt langsam tun). Auch der Narkosearzt erklärt einem seine Arbeit - das alles ist Vorschrift und sollte so geschehen.8|. Daneben bzw. danach unterschreibst Du allerlei Formulare, dass Du alles verstanden hast und damit ist das von der rechtlichen Seite aus gesehen für die Klinik ok.


    Dann kommt der Moment, wo man auf der Pritsche liegt, nochmal guten Morgen sagt und bis drei zählt :sleeping:..... und schwupp, ist man gechipt 8|. Irgendwann wacht man mit trockenem Mund auf und möchte am liebsten gleich wieder einschlafen ... oder etwas trinken.

    Dann wird nochmal ein Röntgenbild gemacht, um zu schauen, ob das Implantat richtig liegt, die Funktion desselben wurde ja schon vor dem Zunähen während der OP geprüft.


    Danach findet nochmal mindestens ein erklärendes Gespräch statt für die Massregeln in der Zeit bis zur Erstanpassung: Sich schonen, erst Haarewaschen nach dem Fädenziehen (sofern so vernäht) und allgemeine Tips zur Wundheilung. Und man sollte sich in dieser Zeit schon mal mit einer anschliessenden Rehamassnahme auseinandersetzen und diese wenn möglich, schon in die Wege leiten. Das habe ich damals nicht gemacht und bereue dies bis heute, da wäre mir einiges an Unkenntnis und auch mögliche schlechte Erfahrungen anderer CI-Träger, die man dort kennen gelernt hätte, erspart geblieben.


    Ich würde an Deiner Stelle nochmal ein Gespräch mit Deiner Klinik suchen, die Schmerzen so gut wie möglich schildern und gemeinsam mit denen bzw. mit deren Unterstützung eine Schmerztherapie angehen, vielleicht gibt es seitens der Klinik ja sogar eine entsprechende Kooperation mit einer Klinik in greifbarer Nähe. Eine andere Lösung würde ich für mich nicht sehen.


    Ich höre mich auch mal um, in der CI-Selbsthilfe, wo ich mich tummle, findet sich vielleicht jemand, der da mehr Erfahrung mit solchen CI-Folge-Schmerzen hat.

    Das freut mich :thumbup::). Ich habe mich seinerzeit für ein Med-El Batterieabo entschieden, da mir schon früh klar war, dass für mich keine Akkus in Frage kommen. Jetzt bekomme ich alle paar Monate einen Karton mit 40 x 6 Batterien, damit komme ich klar. Die Rechnung kommt dann ein paar Tage später (um die 240.- €), die reiche ich mit anderen Rechnungen gemeinsam an meine private Krankenkasse weiter, zwischendurch überweise ich dann den Betrag und meistens dauert es 10 bis 14 Tage, bis die Krankenkasse die Rückerstattung erledigt. Und weil der Audiolink-Streamer ja so saumässig stromhungrig ist, passt das nun auch mit dem Batteriebedarf =O:).

    Schreibe einfach Deinen Akustiker mit den Artikel-Nummer-Beschreibungen und der Batteriebezeichnung


    https://www.hoerhelfer.de/Hoer…ne-Implant-Plus-P675.html


    (siehe im Link) und bitte darum, dass er Dir die Rechnung entweder als PDF zum Ausdrucken mitschickt oder Dir eine Kontonummer zur Vorab- oder Bezahlung auf Rechnung mitteilt. Diese dann an die Krankenkasse weiterreichen zur Rückerstattung.


    Ich glaube, sowas kommt immer mal wieder vor und wird für den Akustiker nicht unbekannt sein (nachsenden an den Urlaubsort beispielsweise).

    Das ist natürlich ziemlich übel. Ich habe mal Deine ersten Posts gelesen, da schriebst Du, dass Deine Wiederaufnahme von sportlicher Betätigung 7 Wochen nach der Erstanpassung geschah und Du vor der Implantation diese Probleme nicht hattest.

    Dass die Vernarbungen ein Grund für die Schmerzen sind, deutet immerhin darauf hin, dass das Implantat selbst nicht die Ursache ist, somit bringt wahrscheinlich auch eine neue Implantation nichts. Die Schädeldecke wird ja etwas angefräst (Knochenbett für den Implantat-Chip), soviel Spielraum für einen neuen Platz für das Knochenbett hat man da ja nicht mehr.


    Und das muss drumherum ja auch alles ausheilen, da kann ich mir schon vorstellen, dass jede weitere Belastung (je nach Sportart natürlich) hier nicht so zielführend ist in den ersten Wochen und Monaten. Hierzu wird man eigentlich während der CI-Beratung usw. von der Klinik aufgeklärt und ich denke, dass das auch bei Dir der Fall war. Aber das ist jetzt schon geschehen. Von aussen ist es ohnehin schwer, hier einen fundierten Rat zu erteilen. Aber ich weiss schon, wie schwer das alles ist, das hatte ich mit meinen Hörnervreizungen über Monate hinweg auch durch. Kaum eine Nacht schlafen, immer mit dem Gedanken: Wann ist das vorbei?


    Aber was ist für Dein Hören die Alternative? Ohne CI ist das Hören auf dieser Seite nicht mehr möglich, da ist vielleicht die Abwägung, durch eine einigermassen verträgliche Schmerztherapie, auch ggf. mit Medikamenten, das Hören nicht aufopfern zu müssen, eine gründliche Überlegung wert. Aber wie schon geschrieben, von aussen ist dies schwer einzuschätzen, entscheiden kannst Du das sowieso nur allein. Aber schlau machen würde ich mich auf jeden Fall in diese Richtung, das kostet ja erstmal nichts.

    Es hat mit dem SP nix zu tun.

    Hallo Caddia, die Elektroden des Implantats werden vom SP befehligt und vom Chip des Implantats gesteuert. Wenn dieser nicht in Betrieb ist, kann das Implantat - nichts. Wenn es nicht mit Strom versorgt wird, findet auch keine Hörnervreizung statt.


    Eine Verlagerung des Elektrodenstrangs in der Hörschnecke kann bisweilen eine Lösung sein, aber vorher würde ich es mit einer anderen Hörstrategie, Stimulation und ggf. Abschalten einzelner Elektroden angehen lassen.


    Oder hast Du diese ganzen Schmerzen auch, wenn der SP nicht hinter dem Ohr hängt? Dann wäre das allerdings ein anderes Problem und da bist Du wahrscheinlich nun in der Uniklinik gut aufgehoben. Ich bin gespannt und drücke Dir weiter die Daumen!