Posts by Magneto

    Wenn das ASM (Automatic Sound Management) 3.0 hier Verbesserung bringt (Noise Reduction, Transient Reduction, Scene Classifier = Geräuschreduktion und Umgebungserkennung), dann wäre es schön, dies auch mit dem aktuellen Sonnet nutzen zu können, sofern da keine Hardware nötig ist. Ich bin auch sehr gespannt.

    Das ist übel, und ich kenne das von meinen Dröhnattacken, die ich seinerzeit hatte ..... :


    Da bin ich wieder ....


    Es ist ja sehr individuell, wie der einzelne auf die Stimulationen reagiert. Ich würde einmal mit dem Audiologen reden, vielleicht kann man in etwa bestimmen, in welchen Tonhöhen sich Deine "Tonstörung" befindet und dann die entsprechenden Elektroden etwas herunterregeln oder auch eine andere Stimulation versuchen.

    Hallo MadameMin,


    ich kenne das auch, bei mir entsteht das, wenn ich mal einen anstrengenden Hörtag mit viel Telefon usw. hinter mir habe und meine CIs ablege. Gehe ich ins Bett, kommen dann solche Zwischer- und Klicktöne von innen zustande, die dann aber schnell leiser werden und dann ganz verschwinden. Anfangs hat mir das auch Sorge bereitet.


    Wie lange trägst Du Dein CI schon bzw. wann war Erstanpassung? Wenn das noch nicht allzulang her ist, dann kann das auch von für das Hörzentrum noch neuen Hörreizen herkommen, die sich dann (hoffentlich) allmählich verlieren, weil sich das Gehirn wieder daran gewöhnt und somit keinen "Bedarf" mehr hat, selbst Töne zu produzieren.

    Hallo, schaue doch mal nach, ob Du nicht aus Versehen die T-Spulen-Funktion (Auf der Fernbedienung "T" oder im Mischbetrieb "MT" eingeschaltet hast. Schalte mal auf "M" zurück, dann sollte das verschwinden. Ist das Rascheln und Schrapeln dann trotzdem noch hörbar, würde ich mich an die Audiologen, die Dich anpassen, wenden. Falls etwas defekt ist, kannst Du dort auch den Kundendienst von Med-El antriggern, oder man hilft Dir dabei, einen neuen Sonnet zu bestellen.

    Da sieht man schon, wie Andreas und Sabine unterschiedliche Abläufe schildern - es gibt viele Wege zum CI und dem Hören damit. Meiner war wieder ganz anders. Wichtig ist, dass man seinen Weg findet, der zu einem passt und mit dem Alltag usw. vereinbar ist. CI ist immer ein Komplettpaket aus Entscheidung, Operation, Heilungsprozess und dauernder Nachsorge. Daher wirst Du nach einigem Einlesen, hier und wo auch immer, sehr unterschiedliche Hör-Historien und Erfahrungsberichte lesen. Da kristallisiert sich dann auch "Dein" Weg dabei heraus.


    Und wenn Du dann so einigermassen "in der Spur" bist bei dem, was Du denkst, was für Dich richtig ist ... dann wird das schon werden. Du must Dich dabei gut fühlen, das ist schon eine gute Voraussetzung.

    Das tut mir leid. Jetzt musst Du erstmal wieder auf die Füsse kommen, auch die Seele braucht ihre Ruhe, und ich könnte, wäre ich in Deiner Situation, jetzt keinen klaren Gedanken fassen, daher bin ich mit Ratschlägen immer vorsichtig.


    Aber habt Ihr schonmal Optionen in Richtung CI mit dem linken Ohr angedacht? Bei 10 Prozent Restgehör ist das doch mit den HG auch kein Vergnügen.

    Wird ein Auto vorhanden sein? Wenn ja, würde ich den Strom vom Bordnetz nutzen.

    Gute Idee. Mein derzeitiges Auto (Mitsubishi Outlander PHEV) hat zwei 220-V-Steckdosen, da könnte ich sogar das richtige Ladegerät anschliessen, aber das habe ich noch nicht genutzt - sowas hätte ich damals zu meinen Festival-Zeiten brauchen können .... 8)

    Wie schon gesagt, ich würde zwei 10.000 er-Powerbänke für das mehrtägige Camping nehmen, die sind einzeln nicht so schwer und lassen sich auch mal zwischendurch für das Smartphone (wenn wir wandern, läuft da die Wander-Navi-App darauf, das reicht bei mir für das IPhone für einen Wandertag aus), ohne dass die gleich so schwer im Rucksack liegt wie eine mit 20.000 oder gar noch grösserer Kapazität.

    Ich würde eine Powerbank nehmen, ca. 10.000 Ah, damit kannst Du ein Smartphone ca. 3 x laden, davon zwei Exemplare, und man sollte über die autarke Zeit hinweg kommen.


    Für das CI würde ich ausnahmsweise auf Batterien zurückgreifen, zwei Blister á 6 Batterien sollten ausreichen.


    Ein Solarpanel, das widerum eine Powerbank lädt, ist recht gross und ist natürlich auch vom Sonnenschein abhängig, Das wäre mir zu unsicher, wenn es überhaupt in vertretbarer Zeit eine Powerbank laden kann.

    Ja, eine Garantie, dass die MRT bei der implantierten Klinik besser verläuft, hat man natürlich nicht. Aber ich bin näher dran. Die DCIG hatte letztes Jahr eine Aktion, in der wir als Patienten auf die MRT-Praxen zugehen sollten und mit diesen darüber zu sprechen und auch aufzuklären. Ich bin also los zu der Praxis, die ich während meiner Voruntersuchungen aufgesucht hatte, also als noch kein CI trug. Die Resonanz war - mehr als verhalten, ich wurde auf einen späteren Rückruf vertröstet, der natürlich nie stattfand. Delikat: Diese Praxis warb sogar damit, Erfahrung im Umgang mit Implantaten zu haben. Aber das bestätigt auch hier: Sie wollen es "eigentlich" nicht tun. Da wird sicherlich auch die 3-Tesla-Sache wenig ändern, wie die Praxen nicht mitspielen. Sie haben Angst um ihre Geräte, haben Angst etwas falsch zu machen und genau: sie müssten sich für jedes einzelne verschiedene Implantat schlau machen.


    Daher ist Ralle's Erfahrung bestimmt der Alltag, Am besten ist es natürlich, wenn man überhaupt kein MRT benötigt. Aber was macht man, wenn man im Fall eines Unfalls (den man sich nicht wünscht) nicht mehr selbst dazu etwas äussern kann? Das CI ist möglicherweise irgendwo herumgeflogen .... ich hoffe halt, dass sowas nicht vorkommt. Ich habe so einen kleinen MRT-Ausweis dabei, wo darauf hingewiesen wird in meiner Brieftasche, sofern da überhaupt jemand reinguckt.

    Nicht nur die Umgebungsgeräusche werden ausgeblendet, ich habe auch den Eindruck, dass die ganzen Störschall-, Rausch- und Windunterdrückungsmechanismen wenig oder gar nicht aktiv sind, wenn man über die T-Spule hört. Ich war mal im Deutschen Bundestag im Plenarsaal, da war gerade eine Sitzung und ich hatte mein CI auf T-Spule gestellt. DAS war Hör-Luxus pur, klarer Klang überall und eine deutliche Wiedergabe des Sprechers. So habe ich T-Spule seither nicht mehr gehört, leider.

    Audi hat recht. Ich war auch Rondo-Träger, es ist schon ein Unterschied, ob ich einen Sprachprozessor mit einem Rundum-Mikrofon (Rondo) oder einen Sonnet HDO-Prozessor mit zwei Mikrofonen (eines nach vorne als Richt-, das andere Mikrofon mit weniger Input-Anteil rundum) verwende. Deshalb macht es auch leider keinen Unterschied, ob man den Rondo irgendwie dreht .... das war mein grösster Nachteil beim Hören damit, vor allem im Störschall. Mit den Rondos konnte ich mich nur schwer in einer Menschenmenge oder auch nur an einem Tisch im Restaurant vernünftig und vor allem stressfrei unterhalten. Daher bin ich so froh, nun die Sonnets zu tragen.


    Dazu lässt sich die Richtcharakteristik beim Sonnet z.b. so einstellen, dass ich alles, was in meiner Blickrichtung liegt, bevorzugt höre - der Rest drumherum wird heruntergeregelt, ich nehme das alles noch wahr, aber es stört mich nicht und es ist wesentlich stressfreier geworden für mich. Für reinen Rundum-Betrieb habe ich ein eigenes Programm, welches ich jedoch nur zum Telefonieren und mit dem Kopfhörer benutze - da sind alle Richtungsstrategien deaktiviert.


    Beim Kanso mag das anders sein, der verfügt auch über zwei Mikrofone. Wenn diese sich nun ähnlich dem Sonnet einstellen lassen, und die Position am Kopf eher seitlich-vorne als seitlich-hinten ist, kann das vielleicht auch funktionieren, aber da müssen die Kansoträger ran ...

    Hallo Alexsanda, das stimmt, man benötigt eine Menge Zeit und Energie in der Entscheidungsfindung. Bei den Kliniken kommt es auch darauf an, wieviel Erfahrung der Operateur mit dem jeweiligen Implantat hat. Jedes Implantat hat seine eigene Schablone usw. ... das spielt auch eine Rolle. Die Zwickmühle ist die Klinik-Erfahrung, die man gerne hätte und gleichzeitig die möglichst wohnraumnahe Versorgung - vor allem im Hinblick auf die lebenslange Nachsorge. Das beschäftigt uns in der CI-Selbsthilfe auch zunehmend - die CI-Versorgungen nehmen ja anzahlmässig ziemlich zu.

    Was man bedenken sollte selbst wenn man ein Implantat hat das bis 3Tesla ist, kommt es immer noch darauf an was man sehen möchte. Will man bestimmte bereiche am Kopf sehen muss der Magnet raus um die Artefakte zu reduzieren. Was für die Zukunft gut wäre wenn die Implantate sowären das es überhaup keine Artefakte mehr gibt.

    Keine Artefakte wären natürlich erstrebenswert. Es wird ja auch versucht, den Sprachprozessor mit unter die Haut zu bekommen. Damit wäre das Magnetproblem gelöst. Dann treten zwar wieder andere, aber lösbare Probleme auf (Aufnahme von Eigen-Geräuschen beim Kauen beispielsweise, selbst das Blutrauschen könnte hörbar sein, Stromversorgung beim Laden von aussen, Upgradefähigkeit), aber das würde zumindest die MRT-Tauglichkeit ziemlich uneingeschänkt ermöglichen. Aber das wird noch etwas dauern.

    Hallo Martina, da wäre ich mir nicht so sicher. Die Gesetze gelten für jede Versicherung und sind selten auslegungsfähig vor Gericht. Man muss hin und wieder streiten, man braucht einen langen Atem, und keine Gesetzeslage ist durch eine eigenmächtige Hausregelung ausser Kraft setzbar. Es gilt:


    "..... die Batterien im Sinne des Leistungsanspruches nach $ 39 SGB V zu betrachten sind, da es sich hierbei nicht um Hilfsmittel (Leistungsanspruch nach $ 33 SGB V), sondern um Implantate im Sinne der medizinprodukterechtlichen Vorschriften. Sie sind daher nicht Bestandteil der Produktgruppe Hilfsmittel.

    Vielmehr handelt es sich um in den Körper eingebrachte Prothesen (Cochlear-Implantate), die von aussen mit dem zum Betrieb notwendigen Strom versorgt werden müssen."


    Das gilt auch für die Privaten Krankenkassen, auch wenn diese das anders sehen. Dann muss man halt vor Gericht ziehen, wenn es das wert ist, auch als nicht streitlustiger Mensch versuche ich, meine Ansprüche durchzusetzen. Vor allem ein Sprachprozessor ist (nebst seinen Batterien ja die Voraussetzung, dass das Implantat, also die Prothese, überhaupt funktioniert und ihren medizinischen Zweck erfüllt. Das ist halt ein teures Ding, da würde ich mich auch erstmal ablehnend verhalten.


    Über die Batterien kann man streiten, denn Hörgeräte (also Hilfsmittel) brauchen ja zum Betrieb auch Batterien - sonst hört man ja nichts. Aber hier geht es um die CI (Prothesen)-Versorgung.


    Freilich gibt es im jeweiligen Vertrag mit der PKV oder auch GKV bestimmte Leistungsklauseln, aber hier geht es ja nicht darum, ob ich jetzt ein super tolles Zahnimplantat (auch Prothese) wünsche und bezahlt bekommen möchte oder ob die KK der Meinung ist, eine einfache Brücke tut es auch. Das ist eher verhandelbar und über diese Pakete buchbar. Aber Du hast Recht, man sollte seinen Vertrag sehr genau durchlesen, denn nichts ist unmöglich, da stimme ich Dir zu und das kann ich (auch mir selbst) raten.

    Ich versuche mal zu antworten:


    1. langjährige MRT Sicherheit mit 3.0 tesla(mangels eigener Erfahrung und eure Berichten habe ich ein mulmiges Gefühl,

    Die Hersteller haben ja unterschiedliche Methoden, die 3 Tesla-Tauglichkeit zu erreichen. Ich finde, es kommt in der Hauptsache darauf an, dass das MRT-Personal bzw. die MRT-Praxis das beherrscht und damit richtig umgeht. Im Zweifel lasse ich ein MRT in der Klinik machen, die mich implantiert hat.

    2. triphasische Kodierungsstrategie(falls man unerwartet Hörreizungen bekommt),
    Hörnervreizungen können immer mal auftreten, deshalb ist es wichtig, die Lautstärke usw. (das weiss der Audiologe besser als ich) je nach Bedarf und sorgfältiger Hör-Beobachtung moderat anzuheben. Wenn man sich nicht wohlfühlt beim Hören, ist das auch nicht gut. Aber man sollte schon das Optimum an Stimulation hinbekommen pro Elektrode - die Kodierung kommt natürlich auch hinzu, aber das ist für mich als CI-Träger zweitrangig zu wissen, mir ist wichtig, dass der Audiologe das Beste aus Implantat und Anpassung für mich herausholt. Im Gespräch miteinander kann man sich ja die Unterschiede und Auswirkungen der einzelnen Strategien und Kodierungen kurz erklären lassen, sofern man sich nicht im Internet schon erkundigt hat (was erstmal nicht weiterhilft, wenn man nicht versteht, was die alles bewirken sollen)


    3. Zuverlässigkeit( da ja offenbar sehr viele mit MED EL zufrieden sind)

    Ich kann nur für Med-El schreiben: Dort scheint die Zufriedenheit und Zuverlässigkeit sehr hoch zu sein, ich kenne jedenfalls keinen unzufriedenen Med-El-Träger.


    4. das kleinste Implantat ausser Oticon ,

    Ich sage mal, wenn es drin ist, ist es drin. Für das Knochenbett, wo das Implantat drin liegt, ist das interessant und möglicherweise ein Kriterum plus-minus für das jeweilige Implantat.

    5. größte Auswahl an weichen Elektroden,

    Damit wird das atraumatische Einführen der Elektrode begünstigt: Eine bessere und zielsichere Elektrodenlage bei der Insertion sowie der ggf. Erhalt von Restgehör soll damit gewährleistet werden. Aber das ist meist spekulativ, ob evtl. Restgehör erhalten wird - und wenn, wird das irgendwann auch vollends verschwinden. Das ist auch Glückssache, aber ich freue mich für jeden, der es erhalten kann.


    6. längste batteriedauer(max.60 std.--ich weiss das sind Laborwerte:rolleyes:)damit käme man 4 - 5 tage aus,batterien immer verfügbar

    kritikpunkt: die Akkuleistung der Med EL find ich beschämend

    Die Sprachprozessoren und die Stromversorgung darin muss ja nicht nur sich selbst, sondern auch das Implantat durch die Kopfhaut hindurch mit Energie versorgen. Das kostet eben Strom, und ich benötige mit dem Sonnet 2 Batterien, alle zwei Tage wird gewechselt. Das kommt auch auf das Hörverhalten, die Einstellung des Sprachprozessors usw. an. Akkus kommen für mich nicht in Frage, da Batterien für mich berechenbarer vom Zeitverhalten her sind. Aber das ist nur meine Einstellung dazu.

    Naja, es gibt bei den Sachbearbeitern tatsächlich welche, die CIs und Hörgeräte in einen Topf stecken. Die muss man halt via Wiederspruch aufklären. Dann hat man meist Ruhe, es funktioniert wie es soll und wenn ein anderer Sachbearbeiter drankommt, wird dieser ebenfalls freundlich an den Unterschied zwischen Prothesen und Hilfsmitteln erinnert. Bei dem Wust an Vorschriften und Gesetzen ist das kein Wunder, dass da was schiefgeht. Umso aufmerksamer müssen wir hinschauen.


    Ich finde, dass wir trotz aller Unzulänglichkeit und tausenderlei Verbesserungsmöglichkeiten (zugunsten der Patienten vor allem) doch ein recht gut funktionierendes Krankenkassen-Wesen haben.