Posts by Magneto

    T-Spulen sind nicht für FM-Signale geeignet, aber wir verwenden Roger Neckloops (Induktionsschleifen-Empfänger), um unsere FM-basierte Roger-Welt (Mikrofone, SoundField-Lautsprecher usw.) über diese an alle CI-Prozessoren oder Hörgeräte mit (eingeschalteter) T-Spulenfunktion zu schicken. Freilich ist der Verbindungsqualität rein mit FM über Audioschuh (die kleinen Empfänger, die an CI-Prozessoren oder HGs gesteckt werden können) um einiges besser als die T-Spule. Aber nicht jeder leistet sich diese Erweiterungen, da ist man mit den Neckloops oder anderen Teleschlingen gut und vor allem universell verwendbar immer noch gut bedient.


    Derzeit ist dies hier ein heisses Thema, welches tatsächlich mittel- / langfristig die T-Spule in vielen Bereichen ablösen könnte. Da geht es um einen neuen Standard, der auf Bluetooth-LE aufsetzt:


    Bluetooth LE Audio: Neuer Broadcast-Modus wird vor Einführung noch mal umbenannt
    Die Bluetooth Special Interest Group hat "Auracast Broadcast Audio" vorgestellt. Die kommende Funktion war bisher als "Audio Sharing" bekannt.
    www.heise.de


    Da könnte man sich viele schöne und sinnvolle Anwendungen vorstellen.

    Es geht letztlich um den drehbaren Magneten im Implantat. Da gibt es physikalisch nicht allzuviel Möglichkeiten für den Betrieb im MRT. Was nun tatsächlich zu diesem Streit im Detail geführt hat, können wir nur spekulieren. Jetzt ist zwar der Verkauf des AB-Implantats wieder möglich, aber keine Klinik wird sich auf ein Implantieren einlassen, solange das Thema in Mitte November vor dem Patentamt nicht entsprechend endgültig geklärt ist.


    So ein Patentstreit kann ein Unternehmen ganz schön ins Schwitzen bringen, ich hoffe, dass das auch für die Patienten, die schon versorgt sind, gut ausgeht.

    Hier in der Tabelle steht einiges dazu. Es kommt vor allem auf die Tesla-Stärke und das verwendete Implantat an, welche Maßnahmen nötig sind. Ich würde auf jeden Fall zunächst meine CI-Klinik ansprechen, denn die Klinik, die Dich implantiert hat, trägt auch die Verantwortung für Deine Implantatversorgung. Vielleicht ist es tatsächlich gut, wenn Dein Neurologe sich mit Deiner CI-Klinik kurzschliesst und denen erklärt, was für ein MRT er genau wünscht und wie das am besten erledigt werden kann. Und ob ggf. auch ein CT reicht, wie Katja schon angemerkt hat.


    https://www.medel.com/docs/default-source/isi-important-safety-information/languages/de-german/mri-safety-status-overview/aw36744_70_mri-safety-status-overview-de-german.pdf?auto=format&sfvrsn=33c83942_6

    Mir passiert das auch hin und wieder. Während ein Prozessor gekoppelt bleibt, hängt sich der andere ab. Dann ziehe ich am Prozessor kurz die Hülse ab und wieder an (ein-/ausschalten), dann funktioniert es meist wieder. Wenn nicht, muss ich den Audiolink auch nochmal aus- und wieder einschalten. Das passiert auch, wenn man eine aktive Funkverbindung aufgebaut hat, die Batterien sich verabschieden und man dann ggf. zu lange mit dem Batteriewechsel wartet. Die Verbindung zwischen Audiolink und Sonnet läuft über eine 2,4 GHz-Funkverbindung, da wird kein Bluetooth verwendet. Die Verbindung zwischen Audiolink und Smartphone usw. findet mit Bluetooth statt. Mit der App kenne ich mich leider nicht aus, die nutze ich nicht (habe noch Sonnet1 und die alte Fernbedienung, dabei möchte ich auch bleiben).

    Der Film löst deshalb so ein Gezeter aus, weil mit diesem Film eine grosse Chance vertan wurde, Hörverlust und Höreinschränkung und einen möglichen Weg, diesen durch ein CI zu kompensieren nach besten Kräften, so darzustellen, wie es den Fakten und der Wahrheit entspricht. So ein Thema kann man schon toll in einem Film umsetzen, aber die Fiktion hört da auf, wo die Wahrheit, in diesem Fall in Bezug auf das CI und das medizinische Drumherum, verdreht wird. Das kann ich bei Star Wars machen, aber nicht bei einem Spielfilm bei einem solchen Thema.


    Ich kann nur hoffen, dass der Sender vor der Ausstrahlung noch mal in sich geht, und die entsprechenden Passagen im Film richtig stellt, reicht das nicht mehr, sollte wenigstens im Vor- oder Abspann entsprechend darauf verwiesen werden und - noch besser - an den entsprechenden Stellen richtig stellende Untertitel abgebildet werden. So kann man wenigstens noch etwas retten. Ich bin gespannt.

    Hallo Neffi,


    das sind doch gute Nachrichten! Das wird so langsam. Beste Voraussetzungen für die Reha, die Dir weiter gut tun wird.

    Und ist es wirklich so, dass sich die Einstellungen des CI mit steigender Hörerfahrung oft ändern bzw geändert werden müssen ?

    Hallo Neffi,


    ja, das ist so. Das Gehirn arbeitet sich ja mit der steigenden Hörerfahrung immer weiter voran und das wird durch die Anpassungen, die anfangs in kleineren Abständen, später in grösseren Abständen stattfinden, sozusagen angeglichen. Das Ziel ist ja, Dein Hören mit dem CI weiter zu verbessern, daher ist das auch ein lebenslanger Prozess. Und dabei wird auch immer wieder die Funktionsfähigkeit des Prozessors und des Implantats geprüft - und natürlich auch mal ins Ohr geschaut.

    Das ist doch schon gut. Bei mir haben sich die Vogelstimmen anfangs auch eher wie heisere Raben angehört, danach hat sich das langsam verbessert und dieser Prozess geht auch jetzt noch immer weiter. Die Natur bietet ein gutes Hörtraining, und wenn Du an Vogelstimmen Gefallen findest, kannst Du ja mit einer Vogelbestimmungs-App, die auch die Stimmen abspielt, wunderbar trainieren. Mal was anderes als das gesprochene Wort. Am Besten geht das in den Monaten, in den sich die Vögel einander umwerben und so richtig viel singen und piepsen.

    Kenne ich. Aber ich hatte genug davon und habe mir Unterstützung geholt - das hat funktioniert. Bei mir hat jedoch eine Überreizung des Hörzentrums dafür gesorgt, dass ich dieses Dröhnen hatte. Und weil ich neugierig darauf war, wie das denn wieder wegzubekommen wäre, habe ich mich in die Reha begeben. Das hat bei mir gut angeschlagen und wer es nicht selbst probiert, wird das niemals erfahren.

    Ich probiere es trotzdem noch einmal :) . Vielleicht erinnert sich der eine oder andere hier an meine harte CI-Zeit mit den Dröhnattacken, die eine üble Form des Tinnitus darstellen - das ist jetzt auch schon wieder sechs, sieben Jahre her. Solche und ähnliche Geschichten passieren leider auch, aber es geht mit entsprechender Unterstützung, eigenem Willen und auch Optimismus trotzdem wieder aufwärts. Ich habe in den letzten Jahren nicht zuletzt auch von der Selbsthilfe viel mitgenommen, so dass ich mich inzwischen selbst dort engagiere. Auch ein Weg, das Thema CI auch mit seinen Rückschlägen in etwas Gutes zu verwandeln. Zwischenzeitlich habe ich einen guten Hörstatus erlangt und der Tinnitus kommt nur dann phasenweise und recht schwach, wenn ich die Cis ausmache, dann dauert das etwas, und er ist fast weg. Das Leben ist so kurz, und wo eine Tür zuschlägt, genügt manchmal ein leichter Stoss (in den eigenen Rücken), sie wieder aufzumachen.


    Hier extra für Neffi:


    Jetzt wäre der Zeitpunkt gekommen für eine stationäre Reha, in der sich ganz konzentriert den Problemen gewidmet wird. Diesen "Versuch" würde ich mir auf jeden Fall vornehmen. Ich habe während meiner Reha auch Menschen kennen gelernt, die am Ende ihrer Kräfte angelangt, durch die Reha deutlich an Fortschritt zugelegt haben. Auf ein Wunder hoffen geht mit einem CI sowieso nicht, das geht nicht von selbst, und hier käme für mich die Reha ins Spiel.

    Nobbi, das hast Du wirklich schön ausgedrückt.


    Und gerade seit ich Cis trage, haben sich für mich neue Türen geöffnet. Das betrifft auch den lästigen Tinnitus. Das CI erhöht die Chance, den Tinnitus besser in den Griff zu bekommen - nicht immer, aber oftmals - entweder, weil er sich manchmal durch die neue Stimulation reduziert oder die neuen Höreindrücke zumindest während des CI-Tragens den Tinnitus etwas in den Hintergrund stellen lässt. Wertvoll sind auch die Tipps der anderen Leidensgenossen hier an Bord, wie sie damit umgehen.

    Jedenfalls besteht durch die neuerliche Stimulation durch das CI eine gute Chance, den Tinnitus wieder gut ertragen zu können. Es gibt bei mir auch nach inzwischen sieben Jahren auf dem Tinnitus-Ohr immer wieder kleine Tinnitusvorfälle, die dann mit erhöhtem Blutdruck einhergehen. Aber das ist nicht mehr mit dem Tinnitus früher vergleichbar, sondern viel schwächer und nach kurzer Zeit hört er meist ganz auf.


    Am wohlsten fühle ich mich draußen, am liebsten im Wald mit Fernglas und Knipse. Die Natur bringt den Blutdruck wieder auf Kurs und die Ablenkung drängt die Pfeife zurück.

    CI oder besser SP tragen erhöht den Blutdruck? Das habe Ich noch nie zuvor gehört bzw gelesen! Wie erklären denn das deine Ärzte, Magneto?

    Ja, damit bin ich ein ziemlich seltener Fall und es gibt schon eine Erklärung. Die Stimulation führt wohl bei mir zu erhöhtem Blutdruck. Ich hatte schon während meiner HG/CI-Phase enorme Probleme mit der Abstimmung der Geräte untereinander. Da fing das schon an und wurde mit dem 2. CI nicht viel besser, da sich nach einigen Monaten eine Hörnervreizung einstellte, die mich einige Monate ausser Gefecht setzte. In der anschliessenden Reha wurde das alles wieder besser, meine CIs laufen nun ziemlich gut und weitgehend stressfrei, aber der leichte Bluthochdruck ist geblieben. Ich habe natürlich in Absprache mit meinem Arzt zwischenzeitlich die Tabletten-Dosis etwas reduziert, aber ganz darauf verzichten kann ich leider nicht.

    Das Ziel als CI-Träger sollte ja sein, mit zunehmender Tragezeit eher zur Hörentspannung zu kommen als zu mehr Hörstress. Das war mir anfangs auch nicht so bewusst, dass der Weg zum entspannteren Hören und Verstehen so lange gehen kann. Und das empfindet jeder auch noch anders, das ist auch abhängig vom eigenen Umfeld, Beruf usw. Ich habe es inzwischen geschafft, nach einigen Jahren immerhin vieles, vor allem Alltagssituationen (z.B. der berühmte Bäcker beim Nennen des Preises über die Theke hinweg usw.), inzwischen fast stressfrei zu bewältigen. Früher hatte ich schon Sorge beim Arzt: Verstehe ich den Aufruf ins Wartezimmer richtig? Kann ich überhaupt gut genug kommunizieren?


    Das ist schon viel besser geworden, so dass sich die Stress-Situationen deutlich vermindert haben - aber es gibt trotzdem noch genug akustische Baustellen, wo ich dann eben vorsichtig sein muss, mich nicht stressen zu lassen. Und wenn mir das zu viel wird, schalte ich entweder herunter oder eben auch mal ab. Das sagt sich so leicht, vor allem erwarten ja manche: Jetzt hast Du schon so teure Ohren, und Du hast immer noch Stress ..... Dem muss man ja auch noch entgegen halten.


    Was geblieben ist: Während ich meine Cis trage, habe ich einen erhöhten Blutdruck. Nehme ich die Cis ab, geht der Blutdruck nach ein paar Minuten wieder auf einen relativ guten, halbwegs normalen Wert zurück. Gegen den Bluthochdruck nehme ich entsprechende Tabletten, aber mir wäre natürlich auch lieber, darauf verzichten zu können.

    Ich finde auch, die Werte Sprache 50 Prozent, Zahlen 80 Prozent ist schon ganz gut für den Anfang. Wer zur Erstanpassung bereits Zahlen versteht, hat schon die halbe Miete, das heisst, das Gehirn kann mit den neuen, vom CI übertragenen Höreindrücken schon viel anfangen. Jetzt sortiert sich das alles erstmal ein. Und man muss einfach Geduld haben, es geht manchmal schneller, manchmal langsamer. Es wird mal kleine, mal grössere Sprünge geben. Die richtige Mischung aus Geduld und Vermeidung durch Überforderung macht es aus, das ergibt sich ganz von alleine mit der Zeit. Wenn es zuviel wird, einfach mal Pause machen oder die Lautstärke reduzieren.


    Und unser Freund Tinnitus gewöhnt sich auch mit der Zeit daran, dass er wieder Input bekommt. Das führt dann irgendwann dazu, dass er denkt: Ok, wenn Du, liebes CI, jetzt wieder meine Tinnitustöne füllst, kann ich mich ja allmählich zurückziehen oder ganz verschwinden. Die Chancen hierzu sind jedenfalls nicht schlecht.


    Ich war jedenfalls immer gespannt darauf, wie sich das Hören entwickelte.