Umgang mit Patienten

  • Hallo zusammen,


    mein Erlebnis in 2-tägige Klinik-Aufenthals:


    Mein Op.Termin war vor 6Wochen für den 12.02.2014 festgelegt!Nun wurde ich am 11.02 bei der Aufnahme aufgenommen und auf Stat.hoch geschickt.
    Auf Stat.nimmt mich eine Krankenschwester auf(pflegerisch) und sagte das Bett ist noch nicht frei und ich soll in Aufenthaltsraum warten bis ich abgeholt werden soll.Ich sagte,es ist kein Problem,es ist selbstverständlich!
    In Aufenthaltsraum habe ich mich mit anderen Patienten und Angehörigen nett unterhalten,die Zeit verging sehr schnell.Eine Frau,auch Zugang wie ich die kam später auf Stat.wie ich,hat schon gleich ihr Bett bekommen,mir war es egal,ich bin gesund,kann warten(es geht bei mir nur um Elektrodenaustausch).


    Um cca 11.30 sagten mir Patienten,die Betten sind schon geputzt,es wäre für mich jetzt auch frei.Bin zur Schwesterstützfunktion gegangen um nachzufragen,ich wurde glatt ignoriert,auch nach dritte mal habe ich kein Antwort bekommen!(ich war ruhig,habe mit normalen Ton gesprochen),ich dachte,Personal ist unter Stress und überfordet und ich dachte wahrscheinlich ist noch kei Bett frei)bin dann ohne Antwort wieder gegangen und weiter gewartet.Mitlerweile ist schon 12.30 und hat mich noch keiner geholt von Personal für das Zimmer.
    Bin wieder vor gegangen ins Fluor,fragte ich höflich eine Schwester"wie geht es weiter mit mir,ich warte immer noch auf das Bett"ich wurde völlig ignoriert! habe aber gewartet auf Antwort eine weile,habe mich enttäuscht umgedreht und bin gegangen zurück.Kurz darauf schreit mit einem lauten Ton"Hallo Sie"diese laute Ton war wie ein Blitz über meine Ohren,ich drehe mich wieder um und sagte mit einem ruhigen,normalen Tot zurück"ich bin kein Hallo,bin nun wahrscheinlich vergessene Patientin,der sich keiner kümmern will"Diese Schwester ist auch auf dieser Stat.als Stationsleitung.Ich wollte mit diese STL.Frau nicht mehr diskutieren.Bin zur Pflegemanagement der Klinik gegangen und die Situation geklärt.
    Nach dieser schlechte Erlebnis kam ich wieder auf Station,wurde dann um 13.30 ins Zimmer gebracht(Mitpatientinen sagten,das Bett war schon um 11.00 geputzt!)
    Irgendwie versuche ich das positiv nehmen,ich werde doch nächste Tag operiert.Am Abends Vorbereitung,ich komme auf zweite Stelle dran,O.K.dachte ich mir,Hauptsache jetzt geht wieder gut.
    Am nächste Tag erfahre ich,das ich auf dritte Stelle dran komme(op.Plan)naja,sagte ich,es muss so sein.
    Um 14.30 hatte ich ein Durst,war total ausgetrocknet(habe seit Vorabend ab 21.00 nicht mehr getrunken),gehe ich ins Stützpunkt nachfragen,ob ich etwas trinken darf(halbes Glass schadet nicht),dort erfahre ich,das ich heute nicht dran komme mehr zu op. Ehrich gesagt,ich war tief enttäuscht.Dann selbstverständlich dürfte ich trinken.Trotzdem bin ich ruhig geblieben,irgendwie schon in sich deprimiert,aber doch optimistisch,morgen ist ja auch noch ein Tag.
    Um17.30 kam mei OA (Operateur der mich op-soolte)zu mir,die Anästhesie ist für heute zuviel gewesen,deswegen wurde ich abgesagt.Ich sagte,ist doch selbstverständlich,morgen ist ja auch ein Tag.Darauf sagte der Operateur das es nicht möglich ist,op.program ist voll ich muss nach Hause gehen und warten auf ein neuen Termin!außerdem meinte er ich soll mich intensiv mit Schwindelübungen beschäftigen.! Ich versinke mich für ganze zwei vergangene Tage zurück was es mir alles geschehen ist,ich wurde so tief enttäuscht,ich war sprachlos.Der Operateur schreit mich an,ob ich das verstanden habe......


    Abends bin ich nach Hause gekommen,ich konnte es einfach nicht wahr nehmen,nicht verkraften...
    Für diese geplante Op.habe mir alte und neue Urlaub geplant,in der Arbeit geregelt,jetzt neu von vorne planen,habe noch kein neuen op.Termin,ist sehr schwierig.(bin angestellt)
    Am Freitag habe mich etwas erholt,habe mein CI sehr laut gemacht und einfach spazieren gegangen im zu sehen ob sich Unsicherheit bei Gehen verstärkt....Nach ungefähr zwei Stunden war ich schon richtig schwindelig bin gegangen wie eine betrunkene(es ging mir so schon ganze Zeit).Ich versuche es noch mal vorsichtig vom Berg runter zu gehen(selbstverständlich unter Aufsicht)leider habe ich nicht geschaft,plötzlich habe ich Gleichgewicht verloren und
    runter auf die kleine Strasse gerollt.....zum Glück wie x mal nichts passiert,nach paar Tage bekomme ich nur blaue Flecken.


    Ich musste mein CI wieder auf leise stellen und so weiter leben...unter Elektrodenströmung(bei mir ist die Elektrode nicht voll implantiert gewesen,deswegen jetzt eine kürzere geplant)


    Liebe Grüße


    Amadea

  • Hallo,


    in welcher Klinik war das denn?


    Ich würde mir da eine andere Klinik suchen. Hattest du dich schon mal in Freiburg vorgestellt? Oder in einer anderen Klinik, die viel Erfahrung mit CI hat?


    Auch frage ich mich, warum du dafür Urlaub nimmst. Die Ärzte können dich doch krank schreiben.. für sowas braucht man doch keinen Urlaub zu nehmen!
    Schwindeltraining an sich ist ja keine schlechte Idee.. haben sie dir denn diesbezüglich Übungen gezeigt bzw. dich an kompetente Leute verwiesen?


    Grüße,
    Miriam

  • Hallo Miriam,


    das ist Uniklinik München,Problem ist,das ich schon operiert war und die CI Betreuung läuft ja auch hier,und Chirurgen sin gut,es ist ein Komplex,ich kann nicht so einfach jetzt Klinik wechseln,leider.
    Die Schwindelübungen sind mir schon gezeigt worden,habe ich die alle braw absolviert,nun glauben die mir nicht,das ist bei mir Problem!
    Ich wollte in Forum nur andeuten,wie es mit uns CI Menschen in einer Klinik umgegangen wird!


    Danke für Antwort


    Liebe Grüße


    Amadea

  • Hallo Amadea,
    so wie dass bei Dir gelaufen ist, da könnte man ja nur noch schreien. Die Schwestern unmöglich, die Aussage des Arztes unmöglich, was Schwindel betrifft und warum nicht am anderen Tag die OP, da muß der OP Plan geändert werden. Dass finde ich unter alles S.....!
    Es stimmt auch nicht, dass Du nicht in eine andere Klinik darfst, wer hat Dir das gesagt? ERzähle der KK wie es gelaufen ist bei Dir und dass Du nun gar kein Vertrauen mehr hast. Ich frage mich auch, warum bei Deiner CI Implantation nicht gleich dann noch eine kürzere Elektrode genommen wurde. Hatten die sowas nicht da? Bei meinem 2. Ci hat die Frau. Prof. A. auch versucht, ein normales Implantat zu nehmen, aber sofort gemerkt, es geht nicht. Sie hatten aber auch gleichzeitig ein Double Array bestellt und so konnte die OP weiter gemacht werden.


    Ja und dass Du nicht gleich am anderen Tag die OP bekommst, kann ich auch nicht verstehen, Du mußtest warten und ein Patient der am nächsten Tag drankommt, dem könnte man noch absagen, einen Tag später einbestellen. Also irgendwas läuft da gar nicht gut!


    Schwindel kann sehr wohl auch vom CI und der Einstellung kommen. ich habe bei sehr hohen Tönen sowas, dann dreht sich plötzlich ohne Vorwarnung mein Körper nach rechts, fange an zu kippen. Das ganze Team in FR. hat sich zusammengesetzt deshalb, nach Lösungen gesucht. Alles wurde bei der Einstellung geändert und siehe da, seit Monaten ist es nicht mehr passiert. Hab allerdings einen ständigen Schwankschwindel, weil beide Gleichgewichtsorgane nicht mehr funktionieren. Ich war deshalb auch bei einem wirklichem Schwindelexperten, bekam in dieser Klinik auch Schwindelübungen gesagt, die ich zu Hause weiter mit der Krankengymnastin machte., Dann wurde mein Schwindel wieder gemessen, nach 3 Wochen üben. Ergebnis: der Schwindel war sogar nach den Übungen viel schlimmer geworden.Leider muß ich mit dem ständigem Schwankschwindel leben, der hat auch nichts mit dem CI zu tun. Bei trübem Wetter und wenn nicht genügend Lichintensität da ist, geht bei mir gar nichts mehr, meine Beine streiken, machen nicht das, was ich will. Aber das Drehen meines Köroers um 90 Grad, kommt vom CI und kann durch eine bessere Einstellung behoben werden. Wichtig war, dass sich Techniker, Ärzte und Logopäden von mir, sich besprochen haben, nach Lösungen gesucht haben.


    Überdenke nochmals Deine Situation und ob Du Dir so eine Behandlung gefallen lassen mußt!!! Du bist genauso ein Mensch, wie wir alle, bist sehr wertvoll. Laß es nicht zu, dass sie Dich von einer Ecke in die andere Ecke schieben !


    Lieben Gruß, Rosemarie.

    2005 links CI Freedom
    2006 rechts CI Freedom mit Double Array Implant wegen verknöcherten Cochlear
    seit Freitag dem 13.09.2013 beiderseits den N5 von Cochlear

  • Ich würde auf weitere Behandlung dort unter diesen Umständen verzichten. Stammklinik hin oder her.
    Da kann ich von der UMG nur das Beste berichten, aber dort operiert man CI auch nicht jeden Tag und gleich mehrere.

    rechts: CI seit Sept. 2013, danach Opus 2XS (sehr gern)+ Rondo (weniger gern). Seit 7.07.2020 Sonnet 2.
    links: Schwerhörigkeit bei Otosklerose, HG von Phonak

  • Hallo Amadea,
    ich dachte beim Lesen, du hast dich in den Kindergarten verirrt.
    Egal, ich würde die KK wechseln, habe ich auch gemacht, als ich in der ersten Klinik dachte, die nehmen mich nicht für voll....
    Gruß Norbert

    links: Opus 2XS, Flex28; OP 14/09/2012 MHH
    EA: 05/11/2012 erfolgreich

    seit 12/06/2020 Sonnet 2


    rechts: HG (zu nichts nutze...)
    --------------------------------
    Offenbarung 21,4
    ...und der Tod wird nicht mehr sein, noch Trauer noch Geschrei noch Schmerz...


    Jesaja 35, 4-6
    Sagt den verzagten Herzen: "Seid getrost ..." ...dann werden die Ohren der Tauben geöffnet werden...

  • Hm,Norbert,
    warum denn die Krankenkasse wechseln? Wäre ein Wechsel der Klinik nicht eher angebracht? :whistling: Kann Dir grad nicht folgen!
    Gruß, Rosemarie.

    2005 links CI Freedom
    2006 rechts CI Freedom mit Double Array Implant wegen verknöcherten Cochlear
    seit Freitag dem 13.09.2013 beiderseits den N5 von Cochlear

  • Also so ungewöhnlich finde ich das nicht. Normalerweise bekommt man auch nachmittags erst ein Bett, wenn man nicht gerade als Notfall eingeliefert wird. Das hat mit CI und so nichts zu tun. Kürzlich waren meine Mutter und meine Tochter im Krankenhaus und beide bekamen erst nachmittags ein Bett. Bis dahin mussten sie einige Untersuchungen absolvieren. Auch bei meiner CI OP bekam ich erst zum frühen Abend ein Bett. In der CI-Klinik wo ich war, wurden immer mal wieder die Termine verschoben. Bei bei meinem Mann war es so, dass er vier Tage eher kommen sollte als geplant. Er bekam direkt auf der Arbeit am Nachmittag eine Email. Abends wurde schnell die Tasche gepackt und am nächsten Tag ging es los. ich kenne das gar nicht anders. Und wir sind auch noch Privatpatienten. Selbst bei der Geburt meines Sohnes musste ich warten bis ich ein Bett hatte. Da mein Sohn schneller kam als gedacht, wurde ich erstmal in den Kreißsaal gebracht. Dann war auch das Bett für mich fertig, wie praktisch.Eine Bekannte von mir musste auf dem Flur übernachten, weil nix mehr frei war. Ich weiß gar nicht, warum man sich aufregt. Das ist so.

  • Hallo Mausi,
    du hast das gar nicht verstanden,es geht nicht ums Bett,das ist mir egal!es geht um den Umgang mit mir,Ton,Benehmen.Du musst richtig lesen.Außerdem als privat Pat.hast du schon Vorteile,ich wurde eben wegen einen privaten Pat.verschoben,findest du das O.K?


    Grüße


    Amadea

  • Mausi, was du als normal empfindest, empfinde ich ganz anders, vor allem, wenn es zum Usus in diesem Krankenhaus geworden ist. Ich selbst arbeite in einem Akutkrankenhaus als Krankenschwester, und die einbestellten (und auf dem OP- Plan stehenden) Patienten haben auch sofort ein Bett. Sie werden auch nicht ganz früh einbestellt, bevor die zur Entlassung geplanten Patienten noch das Bett belegen. Es wird gemanagt ähnlich wie im Hotel. Es kommen auch viele morgens nüchtern gleich zur Op, natürlich nur kleinere Eingriffe, aber Bett brauchen sie allemal sofort. Das wird meist schon Nachmittag davor im PC gesperrt, und selten die Sperrung aufgehoben, da müssen nachts weiß ich was wieviele Notfälle kommen.


    Zum Umgangston und dem Rest- hat das Krankenhaus denn kein Beschwerdemanagement? Im Krankenhaus, wo ich arbeite, bekommen die neu aufgenommenen Patienten das Formular "Lob und Tadel" gleich mit dem Vertrag in die Hand gedrückt, und es kommen viele zurück.

    rechts: CI seit Sept. 2013, danach Opus 2XS (sehr gern)+ Rondo (weniger gern). Seit 7.07.2020 Sonnet 2.
    links: Schwerhörigkeit bei Otosklerose, HG von Phonak

  • Ja Umgang mit Patienten, da kann ich auch einiges erzählen... Mit dem Bett noch einmal: Die Patienten, die von auswärts kommen und erst am nächsten Tag operiert werden, bekommen in der Regel auch erst Nachmittags ein Bett. Wenn ich in das Krankenhaus vor Ort gehe ist es anders. Da gehe ich zum Beispiel Montags hin, da werden die Untersuchungen gemacht und die Arztgespräche geführt. Dann gehe ich wieder nach Hause. Am nächsten Tag also Dienstags gehe ich dann nüchtern hin und werde dann stationär aufgenommen und kriege dann relativ schnell ein Bett. Aber es geht doch um den Tag vor der OP. Meines Wissens ist es sogar so, dass Krankenhäuser diese Nacht für auswärtige Patienten noch nicht einmal von den Krankenkassen bezahlt bekommen. In dem Infoblatt von dem Krankenhaus meiner Tochter, sie wurde am letzten Dienstag operiert und hat am Montag zuvor um 16 Uhr ein Bett bekommen, sie war also eine auswärtige Patientin, steht drin, dass die eine Übernachtung vor dem OP-Tag eine Serviceleistung des Krankenhauses ist...


    Das Privatpatienten oft anders behandelt werden, liegt am System, dafür kann ich nichts. Privatpatienten oder solche mit Zusatzversicherung bringen eben mehr Geld für die Krankenhäuser und Ärzte. Und es ist so, dass Ärzte und Krankenhäuser - weil ein privater Werkvertrag nach dem BGB vorlieg - verpflichtet sind, die bestmögliche Leistung zu erbringen. Bei den gesetzlich Versicherten, wo die Ärtze und Krankenhäuser, Verträge mit den Krankenkassen haben,müssen "nur" die medizinisch notwendige Leistung erbracht werden ...


    Diesen Lob- und Tadelzettel kriege ich auch immer. Ich schreibe auch manchmal was. Aber nie etwas gegen die Krankenschwester und so. Die können am wenigstens für das Ganze. Und manche Patienten sind auch wirklich unmöglich, da bewundere ich oft deren Geduld. Es gibt Leute, die verwechseln ein Krankenhaus mit einem Hotel.......


    Wenn ich mich beschwere, dann immer über die Raucher, die im Eingangsebreich von Krankenhäusern stehen. Dann oft noch im Morgenmantel, der möglicherweise noch offen ist.... Oft stehen draussen schöne Bänke, alle belagert von qualmenden Menschen, daneben stinkende Mülleimer bzw. Aschenbecher. Ich finde sowieso, Raucher soll man erst gar nicht behandeln, es bringt meistens nichts.


    Mausi

  • warum denn die Krankenkasse wechseln? Wäre ein Wechsel der Klinik nicht eher angebracht? :whistling: Kann Dir grad nicht folgen!

    Hast recht, meinte auch KH und nicht KK......
    Gruß Norbert

    links: Opus 2XS, Flex28; OP 14/09/2012 MHH
    EA: 05/11/2012 erfolgreich

    seit 12/06/2020 Sonnet 2


    rechts: HG (zu nichts nutze...)
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    ...und der Tod wird nicht mehr sein, noch Trauer noch Geschrei noch Schmerz...


    Jesaja 35, 4-6
    Sagt den verzagten Herzen: "Seid getrost ..." ...dann werden die Ohren der Tauben geöffnet werden...

  • @ Mausi:


    Ich erlebe es an fast jedem Arbeitstag, dass gewisse Patienten, -Fußgänger-, meinen, sie seien im Hotel, nämlich dann, wenn ich telefonisch einen Patienten zur Untersuchung einbestelle und zur Antwort bekomme, der sei gerade nicht da und muesse erstmal gesucht werden...


    Aber Raucher nicht behandeln?? Wuerdest du Alkoholiker auch nicht behandeln lassen? Oder stark Übergewichtige? Das sind alles Suchtkranke.


    Greetz,
    Martina

  • Hallo,


    wie und welche Verträge mit welcher Krankenkasse sind, ist doch für den Patienten erst einmal zweitrangig.
    Wenn man vormittags einbestellt wird, dann kann und darf es in meinen Augen nicht sein, dass man erst spät nachmittags / abends ein Bett bekommt, es auch keine Untersuchungen stattfinden, sondern den Patienten mit seinen ganzen Sachen den ganzen Tag im Aufenthaltsraum warten lässt.
    Dann muss man den Patienten entsprechend später einbestellen. Dies ist eine Organisationsfrage und das kann bitte jede Klinik gescheit organisieren.
    Wenn man mal 1-2 Stunden auf ein Bett warten muss... das ist kein Problem, auch nicht für die Threaderstellerin, wie sie es mehrfach betont hat.


    Was auch nicht geht in meinen Augen ist, dass man auf eine nett und höflich formulierte Frage überhaupt keine Antwort bekommt und sogar von den Schwestern ignoriert wird. Das hat nichts mit der Organisation zu tun, sondern mit den Verhalten der Schwestern und ja, das kann und sollte man auch kritisieren! Genau das hat die Threaderstellerin gemacht. Hier wäre es vielleicht sinnvoll, sich zusammen zu setzen und zu fragen, warum man ignoriert wurde. Vielleicht haben die Schwestern das nicht mitbekommen (auch wenn die Threaderstellerin meinte, normal laut zu sprechen, kann es dennoch anders sein.). Fakt ist, dass sich hier die Threaderstellerin nicht ernst genommen gefühlt hatte, dass sie das Gefühl hatte, nicht ignoriert worden zu sein.


    Dass Patienten mit Hörschädigungen gerne mal als "blöd" und "dumm" behandelt werden, habe ich auch schon erlebt. Weil man etwas beim ersten Mal akustisch nicht verstanden hat (nuschelnder Arzt, am besten noch mit Mundschutz, mehrere Ärzte im Zimmer, die noch mit Papier rascheln, sich noch untereinander unterhalten), bedeutet es nicht, dass man kognitiv nicht in der Lage ist, die Frage zu verstehen und zu antworten, sondern es einfach aufgrund der Umstände einem nicht möglich war. Hier erwarte ich, dass gerade auf einer HNO-Station, die Schwestern und Ärzte entsprechend geschult werden, wie sie mit (hochgradig) Schwerhörigken umzugehen haben. Für andere Stationen wünsche ich mir eine entsprechende Schulung natürlich auch, aber für eine HNO-Station ist diese einfach zwingend erforderlich! Zur Not muss man halt einen Zettel und Stift nehmen, sich ausreichend Zeit nehmen und sich mit dem Patienten in schriftlicher Form verständigen. Egal, ob das von der Kasse bezahlt wird oder nicht! Ein Patient hat vollumfänglich aufgeklärt und informiert zu werden!


    Grüße,
    Miriam

  • Ich versteh eh nicht warum kein Bett frei ist wenn man Termin gerecht bestellt wird. Das man mal kurz warten muss bis es gesäubert usw.. ist find ich nicht schlimm. Nur das man bis Abends warten muss ist schon heftig zu mal in ziehmlich viele Klnik in den Schranänken hängt das mna das Zimmer bis 10Uhr am Abreise TAg geräumt haben muss.



    Das dann nicht gleich vorort ein neuer Op-Termin ausgramcht wurde, oder geschaut wurde welche OP man von jemand anders verschieben kann oder sonstiges versteh ich überhaupt nicht. Als meine OP verschoben musste weil ich nicht OP-fähig war wergen einer ERkältung erhielt ich sofort einen neuen Op-Termin.

    MedEl Synchrony -Sonnet CI 30.9.2014
    EA 27.10.2014
    links. Cochlear 512 10.11.2010
    EA 6.12.2010
    re-implantation 9.5.2011
    EA 14.6.2011

  • Hallo Franzi,
    ja leider ist es in vielen Krankenhäusern nicht so. Warum meinst Du bin ich mit meiner CI-Klinik so super zufrieden, wo man nicht nur Patient, sondern sogar Mensch ist.
    Ich bin ja selber Krankenschwester gewesen und habe durch andere Erkrankungen selber viel in Krankenhäusern verbracht und nicht immer positive Erfahrung gemacht. Als ich dann noch ertaubte in der Klinik, dazu die Schlaganfälle bekam, da wurde ich sofort als total verblödet behandelt. Ärzte, die ein schlechtes Gewissen hatten, habe mich vollkommen ignoriert, machten eine großen Bogen um mich und schoben mich sehr schnell in die Rehaklinik ab, weil ich auch noch halbseitig gelähmt war, durch die Schlaganfälle. Um die Ertaubung haben sie sich überhaupt gekümmert, hatten sie wohl noch nie.
    Aber das Schlimmste was ich erfuhr, war hier in einer Uniklinik, wo ich wegen eines zweiten Krebes hin mußte. Die Schwester sagte vorher, oh je der Doc hat schlechte Laune, muß erst einmal eine Kaffee haben. Als er dann zu mir kam, begrüßte er mich sofort mit den Worten: " Wieso leben sie eigentlich noch mit ihrem P........? Aber nun haben sie absolut keine Überlebungschance". Er hat dann mit seinem Chef telefoniert, machte die Tür zu, damit ich nichts von dem Telefonat mit bekam, war da noch normalhörend. Dann kam er zurück mit einem Behandlungsplan, der es in sich hatte, ich wirklich dachte, nun wollen sie Dich umbringen. Er meinte dann, wenn ich dies alles machen lasse, hätte ich vielleicht 10 %Chance zu überleben, würde allerdings meine eine Hälfte des Gesichts verlieren.
    Na ja, ich bin nach draußen gestürmt, habe dort lauthals geschrien, ich lebe noch 20 Jahre gut, ich zeige es Euch.
    Ja und dies ist mittlerweile 12 Jahre her und ich lebe immer noch! In diese Uniklinik bekommt mich niemand mehr rein, bin dort eben schon 2x totgesagt worden. Meine zweiten Krebs habe ich dann erfolgreich in einer Klinik nahe Münster operieren lassen, Der Tumor fiel dem Oberarzt bei der OP in die Hand, Gesicht ist geblieben und ich habe kein weiteren Therapien machen lassen, was dort in Klinik voll akzeptiert wurde. Allerdings folgten dort später noch 3 OP`s, die sehr heftig waren, ich 3 Wochen z.B. nichts essen oder trinken durfte, ca 90 Fäden und Draht im Mund hatte. In dieser Klinikwaren sie auch alle sehr nett, hab mir dort sogar ein Klapprad erstanden und bin durch die Gegnd gefahren, durfte man dort.
    Es gibt wirklich gute Kliniken, mit netten Personal, mit netten guten Ärzten wo einfach alles stimmt.
    Ja und solch eine Klinik habe ich für mit meiner Ertaubung auch gefunden, dort wird man auch als Mensch angesehen und die Patienten sind nicht nur Patienten. Ich bin sehr froh, dass mich mein Bauchgefühl in diese Klinik geschickt hat. Dort bekam ich meine CI´s, konnte wieder hören, nicht alles verstehen, aber sie arbeiten dran, mir besseres Verstehen zu geben.
    Ich freue mich schon, wenn ich im März dort wieder hin kann, weiter schauen, ob es noch eine Möglichkeit zur Verbesserung gibt.


    Schönen Tag heute, Rosemarie.

    2005 links CI Freedom
    2006 rechts CI Freedom mit Double Array Implant wegen verknöcherten Cochlear
    seit Freitag dem 13.09.2013 beiderseits den N5 von Cochlear

  • aber ...


    (nein das ist nicht auf dich gemünzt rosemarie)
    wenn jetzt doch tatsächlich dort in dieser "top klinik" auch nur 1 arzt wechselt und der nachfolger sozusagen umkrempelt, dann kann das ohne großes zutun sehr schnell anders ausgehen.
    mmhhhhh ich wünsche dir das niemals, wollte nur aufzeigen, daß es manchmal ruckzuck gehen kann, und gründe für "veränderungen" jeglicher art gibts ja genügende.


    ich bin auf ffm gespannt, kenne ja selbst nur 2 kliniken für geburten, mehr nicht und glaub ne geburt ist mit CI OP überhaupt nicht vergleichbar ;)

    Liebe Grüße
    Martina


    OP: bilaterale Versorgung, 01.04.2014, Cochlear N6, CI422, EA 06.05.2014 (( :thumbsup: ))


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  • Hallo Miriam,


    aller Achtung,vielen herzlichen Dank,auch der Rosemarie,wie ein Balsam waren für mich eure Antworten.Beide haben mich sehr gut verstanden,Danke nochmal.
    Ich bin selber Krankenschwester,bin wirklich höflich,geduldig und kommunikativ,habe mich nett unterhalten mit anderen Patienten,aber so was habe ich
    noch nie erlebt als Patientin,wie in Uni-Klinik.


    Noch ein Hinweis:habe immer noch kein Anruf von der Klinik bekommen,wann soll Re-Op stat finden.Für mich schon mal witzig.


    Liebe Grüße an euch alle


    Amadea :)