Posts by muggel

    Wer lange Hörgeräte getragen hat, neigt dazu, immer mehr Lautstärke zu wollen.
    Beim CI führt dieses aber oft dazu, dass es zu einem "unsauberen" Klang führt. Daher mal mein Tipp: leiser stellen. Auch wenn es dann erst mal zu leise klingt, es kann sein, dass der Klang dadurch besser wird. Ist das der Fall, dann wird die Lautstärke sich mit der Zeit einpendeln.

    Hören mit CI braucht viel Zeit und ist ein ständiger, nie endender Prozess. Ich war anfangs auch unzufrieden weil ich nichts verstanden habe und der Klang der Stimmen auch verzerrt war. Bei mir hat es ungefähr 1 Jahr gedauert bis ich mit dem CI einigermaßen was verstanden habe. Mittlerweile habe ich mein CI drei Jahre und bin hochzufrieden. Ich kann wieder mit beiden Ohren hören und mein Tinnitus ist fast weg.

    Ich erinnere mich noch gut an die ersten Beiträge von dir hier im Forum.
    Du hattest es bereut die OP gemacht zu haben, alles klappt nicht, alles ist doof -- kurz zusammengefasst. Umso mehr freue ich mich jetzt zu lesen, dass du hochzufrieden bist inzwischen.

    Viele vergessen oder ignorieren es tatsächlich: das Zauberwort beim CI ist GEDULD.
    Jede Menge Geduld.

    Hallo allerseits,

    ich finde, dass diese Disussion hier aus dem Ruder läuft.

    Es ist bekannt, dass Patienten mit sehr langer Taubheit lange brauchen, um vom CI zu profitieren.
    Das mag bei dem einen schneller gehen, bei dem anderen länger dauern und auch wie gut man mit dem CI nach langer Taubheit hören wird, kann von "Geräuschen erkennen" bis zu "Telefonieren" alles sein.
    Wichtig ist, dass man hier einfach viel Geduld haben muss.

    Ich vergleiche das gerne mal mit einem Arm im Gips. Je länger der Gips dran ist, desto länger benötigt man, damit der Arm wieder so beweglich und kräftig ist wie vor dem Armbruch.
    Bei einem Arm, der mehrere Wochen im Gips war, erwartet keiner innerhalb von kürzester Zeit, dass man diesen zum Stemmen von Gewichten nutzen kann.

    Wie genau das Konzept der Klinik aussieht, ist von Klinik zu Klinik unterschiedlich. Die eine Klinik macht eine stationäre Erstanpassung, die andere nur ambulant über erst mal 3 Termine, bevor es dann zu einem CIC geht. Das muss man erfragen. Kann auch sein, dass bei so langer Taubheit erst mal das Hören überhaupt kommen muss, bevor man da an eine Reha denkt.
    Ich selbst hatte auch nur 3 Termine in der Klinik und alle weiteren dann im CIC. Deswegen ist die Klinik nicht gleich schlecht.

    Zur Zertifizierung: diese gab es damals als ich implantiert wurde nicht. Ich wäre als Patient auch gar nicht auf die Idee gekommen, mich zu informieren, ob es für CI-Kliniken überhaupt eine Zertifizierung gibt -- oder für welche Erkrankung / OP auch immer.

    Denjenigen, die schon länger ertaubt sind und sich nun für ein CI entschieden haben, wünsche ich viel Erfolg bei der Hörreise... und einen immer gut gefüllten Korb Geduld.

    Naja, Cito.. deine Situation ist doch schon ganz anders. Auch wenn dein CI ausfällt, hast du noch dein hörendes Ohr und hörst - vlt nicht in 3D, aber auchohne CI kannst du dich unterhalten. Weiterhin bist du nicht sehbehindert und damit als Ausgleich fürs Sehen auf die Ohren angewiesen.

    Liebe Hildegard,

    ich glaube du hast die Kritik von HeavyMedel nicht verstanden.
    Es geht nicht um das Hören an sich - mit dem ist er auch zufrieden.

    Es geht um die App. Benutzt man diese oft genug, merkt man das Problem mit dem „Rauswerfen“ und dem Neu-Autorisieren nicht. Nutzt man die App jedoch nur sehr selten, genauer gesagt mehr als 28 Tage nicht, dann muss man sich ganz neu bei der App mit den Anmeldedaten einloggen. Dies funktioniert aber nur dann, wenn man Internet hat. Hat man in dem Moment kein Internet, weil man zB in der U-Bahn ist oder im Zug, dann funktioniert die App nicht und man kann folglich keine Einstellungen (Lautstärke, Programmänderungen) vornehmen.

    Für jemanden, der neben der Hörschädigung noch eine starke Sehbeeinträchtigung hat bzw blind ist, ist so ein App-Verhalten nicht akzeptabel! Die Forderung dir App barrierefrei zu machen und diese in jedem Fall, unabhängig davon, ob man gerade eine Internetverbindung hat oder nicht, funktionsfähig zu erhalten, ist absolut verständlich und nachvollziehbar. Insbesondere dann, wenn an dem SP selbst keine Bedienelemente vorhanden sind.

    Ich zumindest bin froh, dass ich am SP die Lautstärke und die Programme ändern kann und beim Streamen über die App das Mischungsverhältnis einstellen kann, ohne dass dafür eine Internetverbindung nötig ist. Auch wenn ich das auch eher sehr selten mache, aber in den Momenten, wo ich es brauche, geht es. Im Gegensatz dazu bei HeavyMedel. Wenn er es mal benötigt, geht es nicht, weil er die App mehr als 28Tage nicht benutzt hat und dann aktuell kein Internet hat.

    Ich weiß von meiner Krankenkasse (nicht privat, sondern gesetzlich!), dass diese keine eigene Abrechnungsstelle für "Nachsorge" haben, sondern intern dort die gesamte Nachsorge als Reha deklariert wird.
    Ist hier mit Sicherheit ähnlich. Und Nachsorge ist normalerweise nur Einstellung und Hörtest, keine Logopädie, d.h. es ist eigentlich korrekt, dass es als Reha deklariert wird und nicht als (reine) Nachsorge.

    Dennoch hat derjenige Anspruch auf Logopädie vor Ort -- das muss die Klinik oder das CIC entprechend verordnen.

    Hallo,

    das beantwortet leider keine der Fragen. Was wird denn an einem Rehatag gemacht? Was findet dort alles statt?
    Nur eine Einstellung? Ein Arztgespräch mit kurzer Untersuchung?
    Je nachdem kann es duchaus sein, dass das als ambulante Reha / Kur gilt und deswegen eine zusätzliche stationäre Reha abgelehnt wird.

    Die Informationen sind recht dürftig. Wie ist denn genau das Rehakonzept der Klinik? Was genau bedeutet "Tagesreha"?
    Es gibt Kliniken, z.B. Freiburg, die tatsächlich als Nachsorge / Rehakonzept 21 Tage über zwei Jahre verteilt anbieten. Möchte man dazu noch eine stationäre Reha, so muss man diese sehr gut begründen und auch eine entsprechende medizinische Indikation haben.

    Logopädie ist noch einmal etwas anderes. Das kann man vom HNO verordnet bekommen. Wurde das schon mal versucht?

    Hallo,

    für einseitige Taubheit gibt es einen GdB von 20. Dieser wird aber nicht zu einem bestehenden GdB addiert, kommt also nicht „on top“ darauf. Es wird geschaut, in wie fern sich die Einschränkuncen gegenseitig bedingen.

    Wenn die Einschränkungen sich sozusagen bedingen (zB bei Seh- und Hörstörungen), dann haben (zusätzliche Einzel-) GdBs von 10 und 20 meist keinerlei Auswirkung auf den Gesamt-GdB.

    Hallo,

    eine Rückkopplung ist technisch tatsächlich vollkommen ausgeschlossen. Denn eine Rückkopplung entsteht nur dann, wenn ein Mikrofon das Signal aufnimmt, das von einem Lautsprecher in der Nähe wiedergegeben wird. Dieses Signal muss verstärkt und auf den Lautsprecher ausgegeben werden, damit das Mikrofon dieses wieder aufnehmen, verstärken usw kann.

    Ein CI hat jedoch nur Mikrofone, jedoch keinerlei Lautsprecher aus denen der Ton, der von den Mikrofonen aufgenommen wird, verstärkt abgegeben wird. Ausnahme sind hybride Geräte / EAS, bei denen neben dem Sprachprozessor noch ein Hörgerät aktiv ist. Das jedoch kann der Kanso nicht.


    Ein Tinnitus hingegen ist durchaus möglich, auch wenn dieser nur in bestimmten Positionen auftritt. Ein Tinnitus muss weder durchgängig sein, noch aus einem Pfeiffen oder Piepen bestehen. Einige Tinnitus-Patienten haben einen Tinnitus, der wie Chorgesang klingt.

    Hallo,

    da du ein Implantat von 1997 hast, ist das mit sehr großer Wahrscheinlichkeit nicht MRT-fähig oder nur mit entsprechenden Vorkehrungen (spezieller Druckverband etc).

    Ob und unter welchen Bedingungen ein MRT überhaupt gefahren werden kann, musst du bei der CI-Firma nachfragen! Am Besten ist es, wenn du dafür die Bezeichnung des Implantats kennst - die Sprachprozessorbezeichnung bringt nichts!

    Ich habe ja auch schon ein älteres CI und würde niemals ins MRT gehen - es muss andere, alternative Untersuchungsmethoden geben!

    Huhu,

    der Roger X ist ein dreipoliger Empfänger, dh wenn du den mit einem Hörgerät nutzen willst, dann muss dieses den Steckplatz dafür haben. Bei einigen geht dieses über einen Audioschuh, dh es wird zuerst der Audioschuh und dann noch der Roger X auf das Hörgerät gesteckt.

    Es gibt aber inzwischen viele designoptimierte Empfänger. Ich weiß nicht, ob es für dein HG einen designintegrierten Empfänger gibt - wenn ja, dann ist das nicht der Roger X!

    Zu spät festgestellt bedeutet, dass ich das am Urlaubsort erst festgestellt habe. Ich muss zu Hause mal nachsehen, ob es eine Falschbestellung war oder eine Falschlieferung. Hilft mir nur gerade nicht weiter, denn zu Hause ist gut 650 km entfernt.

    Bei mir scheint es folglich nicht mit Hörgerätebatterien zu gehen, sondern es müssen die Implant-Batterien sein. Lehrreiche Erfahrung - nur zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt.

    Hallo,

    das was du schreibst, ist nicht korrekt.

    Es gibt die

    - Nachsorge

    - die Reha

    und seit neustem auch die Möglichkeit einer AHB beim CI.

    Die Nachsorge erhält jeder Patient. Hier ist die implantierende Klinik zuständig. Wie genau das eine Klinik macht ist absolut individuell - deswegen soll man sich auch immer vor OP erkundigen!

    Im Allgemeinen läuft die Nachsorge so ab, dass nach der EA zunächst in kurzen und später in immer länger werdenden Intervallen Einstell- und ggf Logopädie/ Hörtrainingstermine vergeben werden.

    - eine Reha ist eine mehrwöchige Maßnahme in einer Rehaklinik. Diese kann stationär oder ambulant sein, wobei die Maßnahme selbst über mehrere Wochen tagtäglich stattfindet

    - eine AHB ist eine spezielle Reha-Maßnahme, die immer direkt im Anschluss (maximaler Abstand ist glaube ich 2 Wochen) nach einem Krankenhausaufenthalt stattfindet. Nicht jede OP berechtigt zu einer AHB, sondern es gibt dafür einen speziellen Katalog. Vor ein oder zwei Jahren wurde hier die CI-OP als AHB-fähig hinzugefügt. D.h. ca 2 Wochen nach OP findet die Frühanpassung statt und zwar in einer Rehaklinik. Analog zur Reha (die längere Zeit nach OP stattfinden kann) ist diese Maßnahme eine Blockmaßnahme!

    Huhu,

    ohne euer Kind zu kennen, ist Rat natürlich schwer.
    Wisst ihr, warum er die Hörhilfen nicht tragen möchte? Sind diese zu laut oder zu leise eingestellt?
    Seid ihr bei speziellen Pädakustikern oder anderes Fachpersonal explizit für Kinder in Behandlung? Was sagen die dazu?
    Welche Tricks habt ihr denn schon versucht? Nur das mit dem Stirnband?
    Möchte euer Sohn vielleicht Aufmerksamkeit und weiß, dass er die bekommt, wenn er die Hörhilfen abmacht?
    Trägt er diese, wenn ihr gemeinsam spielt oder er z.B. am Handy oder Tablet mit Streaming eine Kindersendung schauen darf?
    Wie kommuniziert ihr mit ihm? Kann er sagen, warum er die Hörhilfen nicht tragen will?