Posts by muggel

    Ich weiß jetzt nicht, wie lange ihr eure CIs habt. Ich habe meine jetzt fast 20 Jahre und aus dieser jahrelangen Erfahrung kann ich nur sagen: Nein, selbst einstellen sollte man es nicht können, auch nicht mit ganz viel Erfahrung und hoher Technikaffinität.

    Warum ich dieses sage: als Betroffener merkt man nicht direkt und sofort, ob man über- oder unterstimuliert. Einstellungen in einem gewissen Rahmen selbst vornehmen ist zwar schön, aber als Selbsteinsteller achtet man eher auf die Einstellungen und nicht direkt auf den Klang. Und ja, ich weiß wovon ich rede.

    Daher ist es auch wichtig, dass man sich zuerst einmal auf den Klang fokussiert. Das geht tatsächlich am Besten mit geschlossenen Augen. Später kann man immer noch mit dem Audiologen sprechen, welche Veränderungen vorgenommen wurden.

    Nachvollziehen kann ich den Wunsch total und ich habe einen Audiologen, der mir vollständig vertraut, mich auch selbst einstellen lässt (und nachher überprüft, ob die von mir gemachten Änderungen gut / nicht so gut sind). Fazit ist, dass ich dadurch gelernt habe, viel mehr auf das zu achten, was ich höre und nicht, was der Audiologe genau macht. Beids parallel (Veränderungen vs genau hinhören) geht einfach nicht gut.
    Für diese Erkenntnis habe ich auch mehr als 15 Jahre gebraucht.
    Ein Glück habe ich, dass ich einen Audiologen habe, der
    a) mit mir alles bespricht
    b) mir vertraut
    c) wir eine gemeinsame Sprache gefunden haben, wie ich etwas höre und was ggf. verändert werden muss.

    Beispiel: vor einiger Zeit habe ich festgestellt, dass ich ein "Hörloch" habe. Bei aufsteigenden Frequenzen von Tönen (gibt es bei Youtube) wurde es leiser, bei ca. 2000 Hz hörte ich gar nichts, bevor der Ton dann wieder kam und lauter wurde. Alle Elektroden waren jedoch vollständig ansprechbar und erzeugten auch entsprechende Höreindrücke. Mein Audiologe hat mir sofort geglaubt und statt irgendwas einzustellen hat er mich gefragt, was ich denke, was wir machen können. Wir haben sozusagen auf Augenhöhe fachlich diskutiert, woran dieses liegt und wie wir vorgehen können (insgesamt 3 verschiedene Lösungswege waren möglich). Gemeinsam haben wir die Vor- und Nachteile der Lösungswege diskutiert und beschlossen, wie wir vorgehen. Ich schreibe bewusst wir, da ich dort nicht als "Kunde" gesehen werde.

    Kurzum: Selbstanpassung nein, Remoteanpassung defintiv ja. Für AB hätte ich gerne die Option, die Filter selbst zu aktivieren und deaktivieren, um die Auswirkungen dieser besser zu testen. Gerne auch lauter / leiser für Tiefe / Mittlere / Höhen ggf. sogar Plus / Minus x Einheiten pro Elektrode, aber definitiv nicht das volle mögliche Spektrum.

    Huhu,

    ja, ich schaue immer mit auf dem Monitor und ja, ich darf auch Schalter selbst umlegen. Theoretisch kann ich mein CI selbst einstellen und der Techniker schaut mit.


    Mit deiner Beschreibung kann ich absolut nichts anfangen. „Irgendein Filter im Musikprogramm innerhalb Autosense“ ist keine adäquate Bezeichnung.
    Damit wüsste ich noch nicht mal im Ansatz, was du meinst (mein Techniker übrigens auch nicht!). Es wäre daher gut, wenn du korrekte Bezeichnungen verwenden würdest, wie sie in der Software verwendet werden zB. Nur dann können auch andere was damit anfangen!

    Huhu,

    Timothyx Du schreibst die ganze Zeit etwas von "Linear"-Schalter. Ich behaupte mal, dass ich mich mit der Einstellsoftware relativ gut auskenne, aber ich wüsste nicht, was du damit meinst. Kannst du das mal genauer sagen, was für eine Einstellung du meinst?
    Meinst du die Stimulationsmethode? Wenn ja, welche?
    Oder was meinst du genau für eine Einstellung?

    Oh... passiv aggressiv bin ich also. Ok, wenn du das so meinst. Ich meinte es eigentlich vollkommen ernst. Es gibt hier genug Personen, die englisch nicht können und auch die FDA-Sachen nicht verstehen.
    Wenn du also Informationen zu Neuerungen hast, dann würde ich dich bitten, diese doch allen hier auch zur Verfügung zu stellen.
    Das ist doch dann Hilfe von Betroffenen für Betroffene.

    Und ich schreibe als User... nicht als Administrator, ausser dieses schreibe ich explizit dazu. Warum du mich nun angreifst, ist mir echt schleierhaft. Du verlangst, dass andere Personen für dich recherchieren?
    Ansonsten werden hier Neuerungen, sofern sie bekannt werden, gepostet.

    Huhu,

    was man vom CI erwarten kann, hängt von ganz vielen Faktoren ab und ist daher sehr individuell:

    - wie lange war das Ohr vorher taub?

    - wie war das Sprachverstehen früher mit Hörgeräten? Eher schlecht für die Hörwerte oder eher gut dafür?

    - wie alt ist man bei der OP?

    - wie wird geübt, wieviel und womit?

    - ist die Anatomie der Hörschnecke normal?

    - gibt es Verknöcherungen?

    - ist die Einführung der Elektrode normal?

    - wie ist das andere Ohr versorgt? Wurde Hörtraining (wie?) nur mit dem CI bei Vertäubung der anderen Seite gemacht?

    - wie sind rechts und links aufeinander abgestimmt? Wie wird das CI überhaupt angepasst?

    - welche Zusatztechniken werden verwendet wie zB FM?

    Besonders ersteres spielt eine Rolle: jemand, der 40 Jahre lang annähernd taub war, darf / kann / sollte nicht erwarten, dass er jemals mit CI telefonieren kann.

    Daher lässt sich die Frage, was du vom CI erwarten kannst, nicht beantworten ohne mehr zu wissen.

    Auch sollte man sich einfach mal vor Augen führen:

    - vor der Implantation war der Hörstatus viel schlechter (ansonsten war das CI zu früh!!), so dass weder telefonieren noch Gespräche mit mehreren Leuten möglich waren!

    - mit nur einem Ohr ist das Hören in lauten Runden oft nicht möglich, da hierfür das Richtungshören fehlt!

    Ich selbst höre mit den CIs recht gut, aber bei mehreren Personen am Tisch, die wahrscheinlich alle durcheinander reden, bin ich raus! (Jeder SSDler auch, ebenso sehr viele bereits mittelgradig schwerhörige!). Wenn ich bei sowas etwas mitbekommen will, dann muss ich ggf Zusatztechnik wie FM einsetzen und es muss eine gewisse Gesprächsdisziplin herrschen, zudem halt Lippen absehen. Konkurrierende Stimmen auseinanderhalten ist für Schwerhörige eine absolute Königsdisziplin und oft nicht möglich!

    Teste es doch mal: leg ein Aufnahmegerät in die Mitte und lass später das eine Person abhören. Sie soll alle Gesprächsinhalte wiedergeben! Wenn du jemanden findest, der das kann, dann ist das ein Juwel / 6er im Lotto (ich habe bisher keine Person gefunden, die auch nur ein Gespräch komplett wiedergeben konnte!!) Aber du erwartest, dass du das schaffst, mit einem Prothesen-versorgten Ohr??

    Wäre Wasser hinter dem Trommelfell wäre das sehr vom Vorteil und die Probleme wären nicht da….

    Daher hier mal etwas Informationen:

    - Das Mittelohr ist ein mit Luft gefüllter Hohlraum.

    - Zwischen Mittelohr und Rachen/Mundraum gibt es eine mit Schleimhaut ausgekleidete Verbindung, die Eustachische Röhre genannt wird.

    - Vergleichbar ist dies mit einem (teilweise) aufgepusteten Ballon, wobei das Mittelohr der Ballon ist und das Ventil die Eustachische Röhre. Die Schleimhaut entspricht dann den Fingern, die das Ventil zuhalten und ein Ein- und Ausdringen von Luft in den Ballon verhindern

    - Problem beim Fliegen oder Tauchen: Luft kann (im Gegensatz zu Flüssigkeiten!) prima komprimiert werden bzw sich ausdehnen. (Geht mal mit einem Luftballon tauchen… je tiefer man taucht, desto kleiner wird der Ballon. Würde der Ballon mit Wasser gefüllt sein, dann verändert sich das Volumen kaum)

    - Das Mittelohr ist soweit starr (im Gegensatz zum Ballon) und absolut schmerzunempfindlich. Ausnahme stellt einzig das hochsensible Trommelfell dar.

    - Beim Fliegen nimmt der Aussendruck ab, dh das Trommelfell wird nach aussen gewölbt, beim Tauchen nimmt der Aussendruck zu und das Trommelfell wölbt sich nach innen. Je nach Schmerzempfindlichkeit löst dieses wenig bis sehr starken Schmerz aus

    - Um den Druckausgleich zu machen, muss man also Luft in das Mittelohr bekommen (beim Tauchen/ Landen) bzw aus dem Mittelohr heraus (beim Starten), damit das Trommelfell sich nicht wölbt und Schmerzen auslöst

    - Der Druckausgleich muss also über die Eustachische Röhre stattfinden und funktioniert nur dann, wenn die Schleimhaut nicht angeschwollen ist.

    - Bei Personen mit Erkältung oder auch Heuschnupfen ist die Schleimhaut teilweise massiv angeschwollen, dass ein Druckausgleich nicht möglich ist (um die Schleimhäute voneinander zu lösen und den Durchgang zum Mittelohr zu öffnen, ist auch etwas Druck nötig). Ähnliches bei Personen, bei denen die Schleimhäute chronisch geschwollen sind. Daher die Empfehlung Nasenspray zu nehmen, die eine abschwellende Wirkung haben (eben sowas wie Nasivin. Salzlösung dient nur der Befeuchtung, ist aber nicht abschwellend!)

    - Zum Drucksusgleich selbst: dieser kann (nicht muss!!) durch Gähnen oder Schlucken ausgelöst werden. Einige hören auch dabei, wie sich die Schleimhäute der E-Röhre dabei lösen. Meist bekommt man dieses durch ein Knacken im Ohr mit.

    - Aber: nicht bei jedem funktioniert dies zuverlässig. Daher sollte man, wenn Schlucken und Gähnen nicht hilft, einen manuellen Druckausgleich wie beim Tauchen vornehmen: Mit den Fingern die Nase zuhalten und Luftdruck aufbauen (als wollte man einen Ballon aufpusten, aber mit geschlossenen Lippen) - aber ohne Gewalt! Hier muss es dann merklich im Ohr „knacken“, dh man merkt wie Druck in das Mittelohr kommt. Wenn das nicht mit wenig Druck oder ohne Schmerzen funktioniert, dann sind die Schleimhäute geschwollen. (Daher soll man bei Erkältung niemals tauchen gehen!)

    Kurzum: wäre Wasser hinter dem Trommelfell würde man Druckänderungen nicht so merken, da Wasser sich nur minimal ausdehnt / zusammenzieht unter Druck - im Gegensatz zu Luft. Und ja, Flüssigkeit hinter dem Trommelfell kann ein Arzt durch Reinschauen sehen. Das ist es also definitiv nicht.

    Entweder funktioniert der Druckausgleich mit Gähnen / Schlucken nicht oder die Schleimhäute sind - warum auch immer - geschwollen.

    Bei ersterem (Gähnen, Schlucken hilft nicht), hilft ein manueller Druckausgleich: Nase zudrücken, Luftdruck vorsichtig aufbauen bis man es im Ohr merkt. Das kann man auch so immer mal wieder machen und schadet, sofern kein massiver Druck ausgeübt wird) nicht. Ich zB reagiere auch sehr empfindlich auf Druckveränderungen und Gähnen / Schlucken bringt oft nichts, ein manueller Druckausgleich wie beim Tauchen ist schnell gemacht und alles ist wieder iO.

    Sollte der manuelle Druckausgleich nicht funktionieren, liegt definitiv eine Schleimhautschwellung vor und die Schleimhäute lösen sich auch nicht, wenn man über den Rachen Druck aufbaut. Dann können abschwellende Nasensprays helfen. Oft jedoch empfehlen dies Ärzte bei Problemen mit dem Druckausgleich, da Kauen / Schlucken / Gähnen „nebenher“ gemacht werden können, aber ein manueller Druckausgleich im Idealfall geübt werden soll.

    Daher mal testen, was eine Lösung ist. Ich nehme keine Chemie in Form von Nasenspray (mehr), sondern mache den manuellen Druckausgleich. Sieht vlt komisch aus, wenn jemand sich die Nase zuhält und „pustet“, ist aber eine einfache, schnelle und unbedenkliche Option (wenn man nicht zuviel Druck aufbaut - daher vorher testen!). Nasenspray kann helfen, aber auch vieles „kaputt“ machen: es kann die Schleimhaut austrocknen lassen etc (daher wohl die Empfehlung wegen Kindernasenspray - oft reicht das tatsächlich)

    Naja.. auch wenn das CI ein gutes Sprachverstehen erreicht.. ein normalhörendes Ohr ist dem immer überlegen. Also warum das Funkgerät an das CI halten und nicht an das normalhörende Ohr??
    Daher die Frage von mir, warum denn das Funkgerät mit dem CI gekoppelt werden muss. Den Sinn dafür ergibt sich mir nicht.

    Also… mit CI wirst du niemals so hören wie mit einem gesunden Ohr - es wird immer Abstriche geben! Wie diese Abstriche aussehen, hängt von vielen Faktoren ab, ua auch wie lange man das CI schon hat.

    Allerdings ist es vollkommen utopisch, dass du das CI mit irgendwelchen Funkgeräten oder Alarmgeräten koppelst, sofern diese nicht dafür ausgelegt sind (zB Kopfhöreranschluss etc). Wenn du bisher also das ohne Kopfhörer gemacht hast, dann muss es auch mit CI ohne Kopfhörer gehen! Denn wie soll man das sonst „koppeln“?

    Da du (zum Glück) nur einseitig taub bist, sollte aber das kein so großes Problem darstellen… oder wo siehst du die Probleme konkret?

    Und noch was: das Hören mit CI muss erst mal intensiv geübt werden. Bis du mit dem CI alleine Stimmen aus Funkgeräten verstehen kannst, kann uU sehr lange dauern!!

    Soweit ich weiss gibt es einen E-Book-Reader, der auch vorlesen kann. Allerdings nicht jedes Format (also ich glaube kein pdf zB). So einen hatte eine Bekannte von mir. Allerdings weiß ich nicht mehr, welche Firma das war.

    Ansonsten könntest du auch mal nach einem Android Tablet schauen. Auch für Android gibt es Vorlese-Funktionalität. Wie gut die allerdings ist, weiß ich nicht.

    Huhu,

    Alexsandra also nach Schlaganfall und bei den Symptomen würde ich eher an eine Epilepsie denken. Wurde das schon mal abgeklärt?

    CI2007/2009 du trägst ja dann noch einen Ururalt-SP. Hast du schon mal über ein Upgrade nachgedacht, also ein Wechsel auf ein neueres Modell? Vorstellbar wäre auch, dass dort die Abschirmung von außen wie durch Magnetfelder oder so, besser ist und die Probleme dann vlt nicht mehr da sind. Zumindest wenn du ohne SP keine Probleme in den Bereichen hast mehr, dann würde ich doch mal einen aktuellen SP testen. Der Freedom ist ja schon lange aus der Wartung raus.

    Adminkommentar:

    Ich bitte sachlich zu diskutieren und Diffamierungen gegenüber Verwaltungsangestellte zu unterlassen!
    Keiner kann sagen, ob ein Antrag gut formuliert ist, mit welchen (technischen und personellen) Probleme eine Verwaltungsinheit zu kämpfen hat etc pp. Unterstellungen helfen nichts.

    Probleme löst man am ehesten im Gespräch und zwar, indem man freundlich und sachlich bleibt. Wer das nicht hinbekommt, sollte das Ganze postalisch klären und die Schriftstücke am Besten durch eine dritte Person gegenlesen lassen — nicht selten wird auch postalisch ein sehr aggressiver Ton angeschlagen. Das hat keiner verdient - weder die Patientn noch die Krankenkassenmitarbeiter (oder wer auch immer)!!