Posts by muggel

    Hallo,


    bevor ich noch mehr Meldungen mit der Frage, ob das nicht Werbung oder Spam ist:

    der Threadersteller ist selbst betroffen und hat eine Hörschädigung. Er ist Vorsitzender des Gehörlosen-Ski-Verbands und sucht noch Mitfahrer für die Skifahrt.

    Ich denke, dass wir gute Projekte -- insbesondere von ebenfalls Betroffenen -- unterstützen sollten.... und wenns nur durch die Möglichkeit ist, hier im Forum Fahrten etc bekannt zu machen.

    Hallo,


    du solltest dabei schreiben, ob es für die UHP der 1. Generation (am Übergang zum Kabel haben diese eine längere "Nase") oder für die 2. Generation (keine bzw kurze Nase, die Farbkappen haben einen Filter!) sein soll.

    Hallo,


    Zuckungen, Augenblinzeln etc beim Tragen des Sprachprozessors darf nicht vorkommen und spricht für eine zu hohe Stromstärke bei mindestens einer Elektrode. Bitte einen Termin zur Einstellung ausmachen und die Probleme genau schildern, dh bei welchen Geräuschen diese Probleme auftreten etc

    Hallo,


    ist das Carina nicht ein Mittelohr-Implantat?

    Wenn ja, dann wirst du hier wohl recht wenig Nutzer finden, da dies ein Forum für Cochlea Implantat- Anwärter und Trägern ist. Dennoch hoffe ich, dass deine Fragen beantwortet werden können.

    Grüße,

    Miriam

    *Moderatorenhinweis*

    Hallo,


    ich bitte alle am Thema schreibenden generell respektvoll dem Gegenüber zu sein. Frust auf das, sie es in den lokalen SHGen läuft, ist hier vollkommen unangebracht. Wenn, dann muss sachliche Kritik eben bei den lokalen SHGen platziert werden, denn nur da kann etwas geändert werden.

    Ein Sich-Selbst-Aufwerten oder ein Andere-Personen-Abwerten möchte ich hier generell nicht lesen. Wir sind alle Menschen und keiner ist besser oder schlechter als ein anderer!


    *Persönlicher Kommentar*

    Ob man eine Aufspaltung in verschiedene Gruppen sinnvoll findet oder nicht - das ist Geschmackssache.

    Auch gibt es immer wieder in SHGen Personen mit gleichen Interessen und Personen, die bis auf das CI nichts gemeinsam haben -- so ist halt das Leben. Nur weil man ein CI hat, muss man nicht gleich mit allen CI Trägern gut Freund sein!

    Auch entscheidet das CI nicht, ob man sich in einer Gruppe von CI Trägern wohlfühlt oder nicht, sondern andere zwischenmenschliche Schwingungen etc. Wenns halt in der lokalen SHG nicht passt und man sich nicht "riechen" kann, aber dafür mit anderen CI-Trägern, die den gleichen Beruf haben, gut versteht -- dann ist es halt so.

    Hallo,


    ich möchte bitten, dass wir zum Thema zurück kehren.


    Generell hat nach Paragraph 33 Sozialgesetzbuch 5 jeder GKV-Versicherte Anspruch auf Hörhilfen, Körperersatzstück und anderen Hilfsmitteln, die im Einzelfall erforderlich sind, um den Erfolg der Krankenbehandlung zu sichern, einer drohenden Behinderung vorzubeugen oder eine Behinderung auszugleichen, soweit die Hilfsmittel nicht als allgemeine Gebrauchsgegenstände des täglichen Lebens anzusehen oder nach § 34 Abs. 4 ausgeschlossen sind.


    Diese Hilfsmittel und Körperersatzstücke müssen gewisse Anforderungen erfüllen, u.a. müssen sie die Auswirkungen einer Behinderung im täglichen Leben mindern. Als Grundbedürfnisse des täglichen Lebens, welches ein Hilfsmittel abdecken muss, sind definiert über die körperlichen Grundfunktionen wie Gehen, Stehen, Treppensteigen, Sitzen, Liegen, Greifen, Sehen, Hören, Sprechen, Nahrungsaufnahme, Ausscheidung.


    Sprachprozessoren erfüllen damit das elementare Grundbedürfnis nach Hören und sind damit prinzipiell erstattungsfähig. Dies hat die Krankenkasse auch durch die Kostenübernahme des ersten Sprachprozessors gezeigt.

    Prinzipiell ist auch die Krankenkasse bei Defekten und auch bei Verlusten zuständig. Eine Ausnahme stellt eine beabsichtigte Beschädigung eines Hilfsmittels, der unsachgemäße Gebrauch oder Fahrlässigkeit dar. In diesem Fall kann die Kasse die Kosten übernehmen, muss es aber nicht.


    Wenn die Kasse den Ersatz oder eine Reparatur wegen Fahrlässigkeit ablehnt, kann man dagegen Widerspruch einlegen und begründen, warum es eben keine Fahrlässigkeit ist. Dies ergibt sich aus der Verlustbeschreibung.

    Sollte die KK weiterhin den Ersatz ablehnen, so bleibt einem die Option der Klage. Hier entscheidet dann ein Richter / eine Richterin, ob Fahrlässigkeit vorliegt oder nicht.




    Huhu,


    alles gut.... so ist das manchmal beim schriftlichen Austausch. Ich habe auch nicht nur dich damit angesprochen... sondern die Informationen halt für alle eingestellt.

    Hallo Karin,

    ich weiss jetzt nicht, wie du darauf kommst, dass ich Menschen, die mit Enttäuschung kämpfe, nicht zu unterstützen oder Unachtsam bin.

    AnniB fragte nach der Länge der Narben.. dies habe ich ohne Wertung beantwortet und auch begründet, warum ich so lange Narben habe.

    AnniB schrieb, dass sie es besorgniserregend findet, wenn man so lange Narben bekommt ... und meine Antwort dazu war einfach, dass es mir damals vollkommen egal war, da mir das "Hören wollen" einfach soviel wichtiger war. Ganz sachlich. Ich habe auch nirgends geschrieben, dass solche Fragen ein Ausdruck von "nicht bereit fürs CI sein" ist.

    Man sollte aber nicht vergessen, dass die Grundsituation von beidseitig Ertaubten, die kaum noch verbal kommunizieren können aufgrund des nicht vorhandenen Sprachverstehens, anders ist als bei jemand, der ein Ohr hat, was absolut normal hört. Während bei mir damals nur der Wunsch, überhaupt wieder mit meiner Familie verbal zu kommunizieren absolut vordergründig war und alles andere egal wurde (ich hätte sogar ne Schubkarre mit Batterie vor mich geschoben, nur um wieder hören zu können), ist der Leidensdruck bei einseitig Ertaubten doch deutlich geringer (wie halt bei mir als ich das zweite CI bekommen habe).

    Dies soll nicht implizieren, dass es bei einseitig Ertaubten keinen Leidensdruck gibt -- der ist definitiv vorhanden -- nur einfach anders als bei beidseitig Ertaubten.

    Dies merkt man einfach auch an den Fragen und entsprechend auch an den Antworten von denjenigen, die beidseitig ertaubt sind: solche Fragen haben sich, wenn überhaupt, die beidseitig Ertaubten vor der Implantation des zweiten CIs gestellt, um abzuwägen, ob sie das OP Risiko (erneut) eingehen oder nicht und obwohl sie schon wissen, wie das mit dem CI funktioniert.


    Auch darf man nicht vergessen, dass früher deutlich später operiert wurde als heute (teilsweise erst, als gar kein Hörempfinden mehr da war oder die Hörkurve bei deutlich mehr als 120 dB lag etc) und auch oft nur dann, wenn die Erwartungshaltung niedrig war. Dies ist halt bei vielen einfach noch "drin". Denn leider ist es schon zu oft vorgekommen, dass Personen erwartet haben, dass sie nach der Erstanpassung direkt Musik hören und Telefonieren können usw mit dem Resultat, dass das CI generell schlecht gemacht worden ist und Ärzten vorgeworfen wurde, dass sie mutwillige Körperverletzungen begehen etc. Auch ist heute die Aufklärung noch nicht überall richtig gut... wie oft liest man bei Facebook Fragen wie "wann kann ich nach der EA telefonieren?", "wann erreicht man 80% Sprachverstehen oder mehr". Hier geht es einfach nur darum, sich selbst nicht auch unter Druck zu setzen ("ich hatte die EA vor 2 Wochen, warum verstehe ich immer noch so wenig?") und sich nicht einfach wegen übertriebener Erwartungshaltung ("direkt nach der EA kann ich mit dem SP telefonieren") enttäuscht zu werden. Da ist es doch viel schöner wenn man mit dem Wissen "nach der EA höre ich nur Piepsen und höre dieses auch noch mehrere Wochen" in die OP bzw. die EA geht und vielleicht dann doch schon mal ne Silbe richtig versteht.

    Hallo,

    ich denke, dass man unterscheiden muss zwischen der Erwartungshaltung und dem, was man sich erhofft.

    Für mich ist die Erwartungshaltung das, was ich mindestens erreichen will... das was ich mir innerlich als Ziel setze, um glücklich zu werden / zu sein. Sozusagen der für mich definierte "wort case".

    Hoffung ist entgegen das, was ich mir wünsche. Das, was ich mir erhoffe. Der so genannte "best case".


    Daher wird geraten, dass man die Erwartungshaltung niedrig halten soll. Man soll halt zunächst davon ausgehen, dass man nur ein Minimum erreichen kann.. z.B. dass man nur Geräusche hört, aber keine Stimmen erkennt oder gar versteht.
    Natürlich geht jeder von uns mit deutlich mehr Hoffnung in die OP und wünscht für sich, dass es perfekt läuft und letztendlich der "best case" erreicht wird. Wenn man jedoch den best case ERWARTET, dann kann es sehr schnell passieren, dass man frustriert ist und in Folge dessen die OP bereut.
    ERWARTET man jedoch erst mal nichts und HOFFT, dass es gut wird und begibt sich mit diesen Gedanken in die OP, dann kann man sich über die kleinen Fortschritte freuen und auch Verschlechterungen besser "verdauen".


    Kurzum: Wünschen und hoffen darf man alles und viele Beispiele zeigen ja auch, dass die Wünsche durchaus berechtigt sind. Aber erwarten sollte man zunächst nur ganz wenig.... und sich dann umso mehr erfreuen, wenn diese Erwartungen erfüllt werden und die Hörreise noch weitergeht!

    Meine Narben sind ca. 15-20 cm lang und gehen über den halben Kopf. Ähnlich den Narben, die z.B. Michael Schwaninger auf seiner Ohrenseite zeigt.
    Dies liegt einfach daran, dass die OP so lange zurück liegt und damals noch nicht minimal-invasiv operiert wurde.

    Natürlich sind solche langen Narben nicht schön.... aber nichts hören ist viel schlimmer. Daher war es mir auch letztendlich egal, dass ich ne "Halbglatze" nach der OP hatte.

    Hallo,


    eine Kralle wird wohl nicht halten, aber ein Ring.

    Die Idee hinter einer möglichst offenen Halteotoplastik ist, dass der Gehörgang frei bleibt, also dieser Zapfen nicht vorhanden ist. Dies geht halt nicht als Kralle.


    Ich wollte damals die Otoplatik haben, weil ich einerseits aktive Kinder hatte und andererseits die Sprachprozessoren schwerer und größer als heute waren - mein 1. CI habe ich ja auch schon seit mehr als 14 Jahren!

    Hallo,

    ich habe eine "volle Insertation" und habe dennoch die Hörreste damals erhalten (rechts sind sie wegen einem Hörsturz ca. 1-2 Jahre nach der Implantation weg).
    Ob man das Restgehör erhälten kann, liegt also nicht unbedingt (nur und ausschließlich) an der Einführtiefe, sondern an ganz vielen unterschiedlichen Gründen, z.B. wie langsam die Elektrode eingeführt wurde, wie "vorsichtig" der Operateur war, wie nah sie an den (verbliebenen) Haarsinneszellen gekommen ist usw.

    Das Risiko das Restgehör zu verlieren besteht bei jeder OP, auch bei den so genannten EAS-OPs.

    Hallo,

    ich hatte nach der ersten OP auch massiven Schwindel... ich weiss nicht, wie lange insgesamt, aber über mehrere Monate. Erst nach ca. 3-4 Monaten konnte ich sagen, dass der "weg" war, vorher hatte ich den immer wieder, insbesondere bei körperlicher Anstrengung.

    Huhu,

    naja, eine Blutansammlung hinter dem Trommelfell sieht man ja nicht unbedingt.
    Ich weiss, dass ich ungefähr so lange eine hatte, weil ich gerne eine Otoplastik für den Sprachprozessor haben wollte und meine Akustikerin nach Blick ins Ohr dieses abgelehnt hatte (eben wil da noch Blut hinterm Trommelfell zu sehen war).

    Für mich ist eine SHG dazu da, sich gemeinsam über die gleiche Erkrankung / Einschränkung auszutauschen, sich zu informieren und Ideen und Problemlösungsstrategien zu erhalten.

    Ein wesentlicher Punkt hierbei ist für mich, dass Rücksicht auf die Bedürfnisse ALLER genommen wird und keiner aufgrund des Handicaps ausgeschlossen wird.


    Auch wenn jetzt 100 Leute schreiben, dass sie den Radiobeitrag großteils verstanden haben, gibt es hier Mitglieder, die dieses eben nicht können. Diese werden von der Information ausgeschlossen.

    Genau darum geht es mir. Eine Alternative stellt die Kurzzusammenfassung des Beitrags dar. Um was geht es? Un Hörerfolge mit dem CI? Um die grundlegende Technik? Um die Akzeptanz?

    Warum ist der Beitrag empfehlenswert?


    Wer nicht bereit ist, diese Informationen dazu zu schreiben und damit (bewusst oder unbewusst) andere ausschließt, der wird von mir diesen Kommentar bekommen. Eine SHG ist für ALLE da, nicht nur für ein Teil der Gruppe!!

    Natürlich nimmt ein Handicap keiner sofort und freudestrahlend an. Das braucht Zeit.

    Aber man kann ja den Annehmprozess durch prof. Hilfe begleiten und unterstützen.

    Eigentlich müssten Ärzte einen darauf aufmerksam machen oder Adressen direkt benennen - finde ich zumindest. Auch bei anderen Diagnosen sollte ein solches Gespräch initiiert werden... also nicht nur auf den Körper schauen, sondern auch aufs Seelenheil.