Beiträge von muggel

    Ich versuche es mal...

    AB: möglichst viel an den Hörnerv weiterleiten, idealerweise ungefiltert. Zeigt sich in einem hohen Dynamic Range, der hohen Impulsrate usw., den virtuellen Kanälen über alle Elektroden

    Medel: nicht einfach alles ungefiltert an den Hörnerv geben, sondern möglichst nur alle relevanten Informationen. Das FineHearing betrifft nicht alle Elektroden gleichermaßen, die Anzahl an Elektroden ist so gewählt, dass es keine Interferenzen zwischen diesen gibt, etc

    Cochlear: hören ist eh schon anstrengend, daher filtern wir die Eingangssignale. Wir stellen zig verschiedene Programme zur Verfügung und der Nutzer kann entscheiden, welches Programm für die jeweilige Situation am besten ist.


    So gesehen befindet sich von der Philosophie Medel zwischen AB (möglichst alles und ungefiltert, das Gehirn muss selektieren) und Cochlear (verschiedene Programme mit unterschiedlichen Filtern).

    Genau wie bei Hörgeräten gibt es Leute, die unterschiedliche Programme (für Musik, Sprache, Störschall etc) bevorzugen und Leute, die gar nichts damit anfangen können, diese sogar störend finden -- auch da gibt es kein "besser"/"schlechter", sondern unterschiedliche Philosophien / Ansätze.

    Es sind halt unterschiedliche Philosophien, welche die verschiedenen Hersteller umsetzen. Wie auch die verschiedenen Weltreligionen allesamt unterschiedlich sind - es gibt keine "beste" oder "einzig richtige". Vielleicht gibt es eine "für dich einzig richtige" - das musst du aber selbst entscheiden.

    Genau so verhält es sich auch bei den CI-Herstellern und deren Philosophien und damit den technischen Unterschieden. Jede Firma sagt, dass ihre Philosophie die beste ist und vertreten dieses entsprechend - was sich dann bei den technischen Unterschieden zeigt.

    Ich stelle die Frage mal provikant anders: würfelt der blaue oder der rote Würfel besser?

    Die einen sagen: der rote, die anderen sagen: der blaue.

    Beide Würfel sind aber vom Grund her gleich. Der eine ist halt matt, der andere glänzend. Der eine hat eine Oberfläche, die sehr glatt und aus Plastik ist, der andere ist rauer und aus Holz.


    So kannst du es auch mit den Implantaten und den zugehörigen Sprachprozessoren sehen. Es gibt da kein wirkliches "besser" oder "schlechter" vom Prinzip her. Du musst halt für dich entscheiden - wie bereits geschrieben - Bauchgefühl.

    Der eine mag halt Holz und eine raue Oberfläche beim Würfel lieber, der andere halt glatt und aus Plastik. Würfeln kann man mit beiden - der eine aber hat das Gefühl mit dem roten besser zu würfeln "weil er besser in der Hand liegt", der andere mit dem blauen "weil man den so mit richtig Schwung werfen kann".


    Kurzum: es gibt kein "besser" oder "schlechter". Oder glaubst du, dass es sonst vier verschiedene Vorgehensweisen gibt und das schon über mehrere Jahre, wenn es tataächlich eine Vorgehensweise geben würde, die deutlich besser ist?


    Zum Vorgehen: nimm nen Würfel. Ist der Würfel rot: nimm Medel, ist er blau: nimm AB. Hat er ne andere Farbe, dann würfle. Würfelst du ne Zahl kleiner oder gleich 3: nimm AB. Würfelst du ne Zahl größer als 3, nimm Medel. Würfelst du keine Zahl (weil der Würfel auf der Ecke liegen bleibt): wiederhole das würfeln so lange bis ne Zahl heraus kommt.


    Viel Spass beim Würfeln!

    Hallo,


    ich denke, dass sich die Frage nicht so einfach beantworten lässt.


    Meines Wissens nach funktioniert das Nucleus 7 als Headset, wenn das Gerät ein entsprechendes "Headset-Protokoll" unterstützt.

    Da das ipad von sich kein Telefongerät ist, kann es sein, dass das entsprechend benötigte Protokoll nicht vorhanden ist, dh du kannst die N7 dann zwar als Kopfhörerersatz nutzen, aber nicht als Headset. So ist es zumindest bei meinem ("uralten" - ca 5 Jahre) ipad mini. Dies kann ich im Auto zum Abspielen mit der Freisprecheinrichtung nutzen, nicht jedoch für die Eingabe. Ob es bei den neueren Ipads so ist, weiss ich nicht.

    Hallo,


    was letztendlich davon gezahlt wird, ist mir ehrlich gesagt ziemlich egal. Ich kann hier mit Kabelfernsehen keine 22 öffentlich-rechtlichen Kanäle empfangen und von den 67 Radiosendern habe ich nichts.

    Lass es hochgegriffen 10 Fernsehsender sein und einfach mal utopisch behaupten, dass diese 100% qualitativ gut untertiteln, dann entspricht das, was ich tatsächlich nutzen kann noch nicht mal 1/4 von dem, was ein Normalhörender nutzen kann, sondern nur knapp 1/8! Und das ist auch weit nach oben abgeschätzt.

    Auch die "Vielzahl" von Online-Plattformen sind für mich nicht barrierefrei nutzbar, sind es schon die Online-Plattformen der drei großen Ö-R (das Erste, ZDF, WDR) noch nicht mal im Ansatz.


    Da nach Grundgesetz niemand wegen einer Behinderung diskriminiert werden darf, stellt für mich die Zahlung von 1/3 des Normalpreises für eine Nutzbarkeit von weniger als 1/8 des Angebots eine Diskriminierung dar -- unabhängig davon, wieviele Personen bei den ÖR beschäftigt sind oder nicht.

    Und wenn du mich fragst: ich habe in den letzten 3 Monaten kein einziges ÖR Medium genutzt - weil eben nicht ausreichend barrierefrei. Sogesehen habe ich also im letzten Quartal 17,50€ für nix gezahlt!

    Hallo,


    hier scheinen die Gemüter ja ganz schön erhitzt zu sein.


    Ich persönlich finde die Rundfunkgebühren auch noch deutlich zu hoch - insbesondere dann, wenn dann die Leistung gegenüberstellt. Das betrifft nicht nur den normalen Beitragssatz, sondern auch den ermäßigten.

    Die Gründe sind dabei vielfältig. In den "Genuss" des ermäßigten Beitragssatzes kommen primär die Menschen mit Sinnesbehinderung. Betrachtet man dazu das Repertoire der Öffentlich-Rechtlichen, so kann man drei Arten von Medien ausmachen:

    1. Radio: für Sehbeeinträchtige prima, für Schwerhörige so gut wie nicht zu gebrauchen.

    2. Fernsehen: sowohl für Sehbeeinträchtigte als auch für Hörgeschädigte weiterhin mit vielen Barrieren versehen. Es gibt immer noch viel zu wenig untertitelte Beiträge. Teilweise sind die UT einfach nur schlecht. Oftmals ist kein inhaltliches Verstehen nur anhand von UT möglich - insbesondere dann, wenn es sich um so genannte Live-Untertitelungen handelt.

    Auch Beiträge mit Audiodeskription sind viel zu selten.

    3. Internet und damit die Online-Mediatheken. Hier gibt es nur sehr sehr wenige untertitelte oder mit einer Audiodeskription versehene Beiträge. Neuste Meldungen sind oft mit Videobeiträgen gespickt - meist allesamt ohne AD und UT!


    Kurzum: Hörgeschädigte können einige Beiträge im Fernsehen dann UT sehen, aber sowohl Radio als auch das Internetaufgebot sind mit extrem vielen Barrieren versehen.

    Ähnlich sieht es für Sehbeeinträchtigte aus. Nur sehr wenige Fernsehbeiträge sind mit AD, die Internetauftritte auch alles andere als Barrierefrei. Lediglich das Radio kann als barrierefrei für Menschen mit Sehbeeinträchtigung genutzt werden.


    Dafür dann fast 20€ in jedem Quartal finde ich - neben einem Angebot, was auch mir nur geringfügig zusagt - viel zu viel. Dazu noch die viele Werbung.

    Würden Fernsehen und Internet wirklich barrierefrei für Hörgeschädigte, also 100% UT in einer mindestens akzeptablen Qualität, wäre ich auch gerne bereit den normalen Preis zu zahlen. So jedoch ist das Angebot für mich noch nicht mal zu 1/4 nutzbar - aber ich muss 1/3 davon zahlen, was jemand zahlt, der 100% nutzen kann!

    Die QC von Bose habe ich auch in meinem Besitz, allerdings die 1.Generation.

    Super sitz, und auch nach mehr als 3 Jahren leisten Sie weiterhin treue Dienste.

    Kopplung über Bluetooth ist stabil und zuverlässig (hatte noch nie Probleme).


    Hören tue ich damit gang normal, also nicht über T-Spule.


    Ein weiterer Vorteil: andere sehen, dass man etwas hört und tippen einen an bzw reden lauter - die dünnen Kabel übersieht man oft und dann wird man als "ignorant" etc eingeordnet.

    Hallo,


    dann ist bei dir ein Mischverhältnis eingestellt worden, zB 50-50. Dh die Hälfte des Inputs kommt über die T-Spule, die andere über das Mikro.

    Das wird oft gemacht, damit man immer noch die Umgebung mitbekommt, auch wenn die T-Spule aktiv ist.

    Wenn du das nicht möchtest, dann muss der Audiologe das bei der nächsten Anpassung ändern (auf 100% T-Spule dann)

    Hallo,


    wie geschrieben, hat das CI eine Schwachstelle, nämlich der Teil, der im Mittelohr liegt.

    Das Mittelohr ist über die Eustasche Röhre mit dem Rachen- und Kieferraum verbunden und mit Schleimhaut ausgekleidet.

    Durch diese Verbindung können auch Keime ins Mittelohr gelangen, was dann in der Regel zu einer Mittelohrentzündung führt. Hierbei (wie auch bei einer Erkältung) schwillt dann die Schleimhaut der Eustaschen Röhre an und der Körper versucht die Keime abzubauen, was sich dann durch eine Reizung und Eiter- Flüssigkeitsansammlung im Mittelohr zeigt (das Trommelfell ist dann gerötet und der Arzt kann ggf dann auch die Flüssigkeitsansammlung im Mittelohr sehen).

    Durch das Mittelohr verläuft jedoch ein Teil des Implantats. Folglich kann dieser Teil des CIs mit Keimen in Berührung kommen und an diesem entlang "wandern". Hierdurch kann eine Entzündung des Implantats oder im Extremfall auch eine Gehirnhautentzündung ausgelöst werden.


    Daher ist es für CI Träger besonders wichtig, bei Ohrenschmerzen (und damit beim Verdacht auf eine Mittelohrentzündung) zum HNO zu gehen, um eine Mittelohrentzündung zu vermeiden oder diese sehr früh zu behandeln. Hier besteht halt tatsächlich ein höheres Risiko (weswegen ja auch gegen Hib gekmpft wird!)

    Mir hat man damals gesagt: lieber einmal mehr zum Arzt in so einem Fall! Daher gehe ich bei den ersten Ohrenschmerzen zum HNO - und nicht wie früher erst bei starken Schmerzen.


    Grüße,

    Miriam

    Hallo,


    sofern ich es richtig bei einer AB Vorstellung mitbekommen habe, gibt es für AB-Erstimplantierte, die sich kurz danach für ein Phonak HG (ich meine es wäre das Link) entscheiden, einen Rabatt, so dass nur 400€ Zuzahlung maximal fällig werden.

    Am Besten fragst du noch mal bei AB nach.