Posts by Lucy

    Hallo Sebbo,

    ich gehe nicht davon aus, dass der Arzt/ die Klinik skeptisch werden in deinem Fall.

    Zu deiner Frage; ich war als Kind/ Jugendliche normal hörend, keine Auffälligkeiten, nicht mal Mittelohrentzündung, bis mit Mitte 20, als ich die Diagnose Otosklerose bekommen habe, mit Aussicht auf Ertaubung, danach nacheinander beide Innenohren mit Ersatz- Steigbügeln versorgt, die hielten wenige Jahre, dann bin ich nach x- tem Hörsturz auf dem re. Ohr ertaubt. Leider war mein Örtlicher HNO- Arzt nicht so für CI und Überweisung in die HNO- Klinik gewesen, und so sind mir 5 Jahre quasi verloren gegangen, rechts komplett taub, links recht gut hörend, nach Stapes. Meine Lebensqualität nahm aber rapide ab, die ersten orthopädischen Beschwerden stellten sich ein, wegen der Schiefhaltung des Kopfes- ich habe mein noch hörendes Ohr quasi in die Mitte geschoben, und hatte schon tatsächlich verkürzten Brustmuskel.

    Im Winter 2012- 2013 war ich zu einer orthopädischen Reha, wo ich mich im Speisesaal kaum mit jemanden unterhalten konnte, so schwer fiel mir das Hören im Störlärm. Da habe ich eine Frau mit beidseits CI gesehen, und meine Entscheidung war klar- ich gehe jetzt los und lasse mir ein CI einbauen. HNO_ Arzt war immer noch sehr skeptisch und auch pampig- "wenn Sie denken, sie bekommen ein CI- vergessen Sie es"- stellte aber die Überweisung aus.

    Natürlich sollte ich ein CI bekommen, so schnell wie möglich, weil bei mir auch damit gerechnet werden muss, dass ich auch links ertaube. Jetzt bin ich schon auf dem guten Weg dahin, das Ohr ist schon (wieder) mit Hörgerät versorgt, das nicht mehr viel taugt, da brauche ich ein neues.

    Es ist aber auch so, dass ich mit dem CI prächtig höre, Musik mittelmäßig, das ist mir aber nicht so wichtig und ich habe es auch nie gezielt geübt- andere haben da super Erfolge- mir war das Hören an sich wichtig, Rest egal. Und dass ich mit manchen sogar per CI telefonieren kann, ohne Hilfsmittel, also ohne T_ Spule, MiniMic oder sonst was, erstaunt mich immer wieder, und ich bin so froh, mein CI zu haben. Und natürlich sehe ich der kompletten Ertaubung sehr gelassen entgegen 8)

    Es war nur schade, dass ich fast 5 Jahre habe mich verdummen lassen, ohne CI, das musste nicht sein.

    Hallo Sebbo,

    wie du selbst schreibst, zu verlieren hast du eh nichts, also, wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

    Könnte natürlich länger dauern mit Hörerfolgen.

    Aber soll ich dir was sagen- als ich mein SP neu am Ohr hatte, und praktisch noch nichts damit gehört habe, habe ich dennoch "Raum" gehört, seltsam, noch nichts damit gehört, aber es wurde irgendwie 3D. Nicht mehr so "flach", wie das die letzten Jahre mit nur einem hörenden Ohr war. Ich habe das Gefühl bei der nächsten Einstellung angesprochen, und die Audiologin meinte, mein Gefühl für rsaum ist wirklich keine Spinnerei, es entwickelt sich einfach.

    Heute, über 5 Jahre später--- ich bin hochzufrieden! Mittlerweile macht das andere Ohr nicht mehr so wirklich, aber SP funzt. Schrecklicher Gedanke, ich hätte mich damals nicht für CI entschieden.

    Mach mal ruhig, lass dich implantieren.

    Tja, ich bin nun mal großer CI- Befürworter, ob klein, ob groß, ob erst oder von Anfang an taub.

    Viel Erfolg!

    1 Jahr ist natürlich günstiger, als seit der Geburt, oder jahrelang nichts zu hören. Bei mir waren es 5 Jahre, die mir der örtliche HNO- Doc als gottgegeben angepriesen hat, dass es nun mal so ist, wie es ist, und man nichts daran ändern kann ("brauchen Sie nicht glauben, dass Sie ein CI bekommen...")

    Seltsamerweise klappte es bei mir auch nach der ziemlich langen Zeit recht schnell mit dem Hörenlernen, und bis auf die "verfälschte" Musik, merke ich kaum anderes Hören mit dem Prozessor. Wobei mir Musik nie besonders wichtig war und ich in dieser Richtung nur meine Pflichtübungen in der Reha absolviert habe ;) ich denke, wenn ich da fleißig einsteigen würde, wäre die Musik auch ok. Ich bin aber so wie es ist, zufrieden.

    Und diese Zufriedenheit wünsche ich dir irgendwann auch.

    Ja, auch meine 3 Rauchmelder wurden damals problemlos (und ohne Rezept!) von der AOK bezahlt. 3 ist natürlich eine geringe Zahl im Haus, und als es neulich, irgendwann im November diese Aktion Black Friday oder was auch immer gab, auf jeden Fall alles günstiger, habe ich noch 2 dazu gekauft.

    Thermomix habe ich mir bei einer Arbeitskollegin angeschaut, wurde auch in Betrieb genommen, um Eis zu produzieren, Kannte ich aber auch von Berichten anderer Leute, die damit zufrieden waren, sogar sehr zufrieden. Ich denke mir, es ist wunderbar, wenn man kleine Kinder hat, schnell was gesundes zum Mittagessen, oder überhaupt Gesundes oder Gesünderes produzieren will, wie das Eis zum Nachtisch eben... Bei mir zu Hause würde es allerdings unnütze herumstehen, ein Gerät für viel Geld, ich würde es kaum nutzen, weil ich kein Typ für so ein Gerät bin.

    Kurz-Interpretation von mir: Nicht mehr die Diagnose allein soll entscheidend sein für die Bewertung des GdB. Sondern die tatsächliche(n) Funktionseinschränkung(en) im Alltag sollen künftig maßgebend sein.


    Daher auch die Empfehlung des DIMDI , nur noch mit Hilfsmitteln zu bewerten; was auch mit dem medizinischen Fortschritt begründet wird.

    Satz eins: das war schon immer so, pure Diagnose hat nie ausgereicht, um GdB zu erhalten.


    Satz zwei: das ist natürlich der clou, weil jeder anders mit seinen Hilfsmitteln fertig wird und überhaupt umgeht. Und es ist keine Pflicht, ein Hilfsmittel anzunehmen/ zu nutzen.

    Lucy wie lange hat die Stapesplastik bei Dir "gehalten"?

    Mit wurde gesagt,es ginge Jahrzehnte damit.

    Aber so wie ich das verstehe, läuft es ja auf ein CI hinaus. Meist früher als später?

    Jahrzehnte waren es bei mir nicht.

    Stapes rechts hatte ich 1996, 2001 brauchte ich da schon Hörgerät. Dann 2006 x- ter Hörsturz in dem Ohr, danach komplett taub, CI 2013.

    Stapes links 2007, war immer "das bessere Ohr", und bis jetzt niemals Hörsturz, aber eben fortschreitende Otosklerose, auch seit 2001 Hörgerät, dann nach Stapes 2007 paar Jahre kein Hörgerät nötig, aber seit 2014 wieder ein Hörgerät nötig. In letzter Zeit hat sich mein Gehör links etwas verschlechtert, ich warte erstmal ab, demnächst ist bei mir neues Hörgerät fällig, und das CI- Ohr eh das Hör- Ohr.

    Ich gehe davon aus, dass diese Reha problemlos genehmigt wird, weil es sich um eine neue Erkrankung handelt. Genauso, wie z. B. nach einer Totalendoprothese eine Reha folgt, nach halbem Jahr, bei der zweiten Endoprothese, die zweite Reha. Letztendlich geht es bei dir auch um Erhalt der Arbeitskraft, nach dieser Erkrankung/ den Eingriffen. Ich war auch gerade etwas über ein Jahr aus einer reha zurück gekommen, als ich zu der CI- Reha fuhr. Kein Problem. Dir alles Gute :)

    Also an sich sollt( zu Anfang) eine Stapesplastik gemacht werden. Das OCochleaimplantat wäre dann ggf folgend notwendig. Ist es auch bei der Stapesplastik am Besten so schnell wie möglich zu operieren?

    Ich würde schnelmöglichst operieren lassen, auch, um die eigene Lebensqualität zu erhalten. Auch wegen dem Kind. Was habe ich vom Kind, wenn ich es nicht vernünftig, da schwerhörig/ ertaubend, nicht gescheit begleiten kann? Wenn es doch anders möglich wäre??


    Werdegang wie bei mir, wie du das schreibst. Ich hatte beidseits erstmal Stapesplastik, dann Ci Numero 1, und seit einiger Zeit ist mein linkes Ohr irgendwie nicht mehr stabil. Nun gut, dass ich das CI habe, sonst wäre es eine Tragödie, an normale Kontakte oder gar Berufstätigkeit gar nicht zu denken.

    Tja, ich komme kurz vor Hannover weg, was nicht das Problem wäre, weil ich habe auch liebe Verwandschaft mit Übernachtungsmöglichkeit im Großraum FFM wohnen, leider aber an diesem Wochenende Dienst :(

    Schade schade schade, wäre bestimmt interessant.

    Hallo DannyElla,

    ich kenne Wiedereingliederung nur aus der Theorie bzw. Wiedereingliederung der Kolleginnen nach irgendwelchen orthopädischen Operationen. Ich bin auch Krankenschwester. Fieptöne habe ich mit meinem CI ziemlich schnell und zuverlässig gehört. Es ist zwar keine Intensivstation, auf der ich arbeite, sondern eine "normale", wo aber auch paar Geräte hinter den geschlossenen Patientenzimmertüren stehen, wie PCA- Pumpen, Perfusoren, Infusomaten, Ernährungspumpen etc. Ich höre sie nicht schlechter, als meine normal hörenden Kolleginnen. Auf der Intensivstation ist Geräuschpegel natürlich stärker, mir würden Die Beatmungen ziemlich nerven, was Geräusche betrifft- so meine Erfahrung, wenn ich dort mal vorbei komme.

    Integrationsfachdienst ist schon eine super Idee, habe ich damals nach Reha auch in Anspruch genommen, die Dame hat sich meine Station im Normalbetrieb angeschaut, dann ging es um Gerätschaften, die mir das Arbeiten leichter machen sollten.

    Also da nur kein Verzagen, das klappt schon.

    Wiedereingliederung im Schichtdienst ist möglich, eine meiner Kolleginnen hat das sogar als Dauernachtwache gemacht- sie ist zusätzlich gekommen erst für 2, dann 4, dann 6 Stunden, sprich: ist dann um 22, dann 24, dann 2 Uhr nachts nach hause gegangen, weil sie das so wollte, statt Tagesdienst. Der wäre natürlich jederzeit möglich gewesen. Ich glaube mich noch erinnern zu können, dass diese Aufstockung jeweils nach 2 Wochen war.

    ich wünsche dir alles Gute und dass es klappt, wie du dir das vorstellst! Es ist alles machbar.

    Richtungshören wurde bei mir letztes Jahr geprüft, mit diesen 8 oder so? Lautsprechern im Raum um mich. Ich glaube, bin da auch durchgefallen :D aber Hand auf's Herz- ist es wirklich das Wichtigste, exakt die Richtung zu erhören? Ich höre, kann ungefähr deuten, woher das Kommt, ob von rechts oder links sowieso, und das ist gut. Hauptsache, ich höre.