Beiträge von Lucy

    1 Jahr ist natürlich günstiger, als seit der Geburt, oder jahrelang nichts zu hören. Bei mir waren es 5 Jahre, die mir der örtliche HNO- Doc als gottgegeben angepriesen hat, dass es nun mal so ist, wie es ist, und man nichts daran ändern kann ("brauchen Sie nicht glauben, dass Sie ein CI bekommen...")

    Seltsamerweise klappte es bei mir auch nach der ziemlich langen Zeit recht schnell mit dem Hörenlernen, und bis auf die "verfälschte" Musik, merke ich kaum anderes Hören mit dem Prozessor. Wobei mir Musik nie besonders wichtig war und ich in dieser Richtung nur meine Pflichtübungen in der Reha absolviert habe ;) ich denke, wenn ich da fleißig einsteigen würde, wäre die Musik auch ok. Ich bin aber so wie es ist, zufrieden.

    Und diese Zufriedenheit wünsche ich dir irgendwann auch.

    Ja, auch meine 3 Rauchmelder wurden damals problemlos (und ohne Rezept!) von der AOK bezahlt. 3 ist natürlich eine geringe Zahl im Haus, und als es neulich, irgendwann im November diese Aktion Black Friday oder was auch immer gab, auf jeden Fall alles günstiger, habe ich noch 2 dazu gekauft.

    Thermomix habe ich mir bei einer Arbeitskollegin angeschaut, wurde auch in Betrieb genommen, um Eis zu produzieren, Kannte ich aber auch von Berichten anderer Leute, die damit zufrieden waren, sogar sehr zufrieden. Ich denke mir, es ist wunderbar, wenn man kleine Kinder hat, schnell was gesundes zum Mittagessen, oder überhaupt Gesundes oder Gesünderes produzieren will, wie das Eis zum Nachtisch eben... Bei mir zu Hause würde es allerdings unnütze herumstehen, ein Gerät für viel Geld, ich würde es kaum nutzen, weil ich kein Typ für so ein Gerät bin.

    Kurz-Interpretation von mir: Nicht mehr die Diagnose allein soll entscheidend sein für die Bewertung des GdB. Sondern die tatsächliche(n) Funktionseinschränkung(en) im Alltag sollen künftig maßgebend sein.


    Daher auch die Empfehlung des DIMDI , nur noch mit Hilfsmitteln zu bewerten; was auch mit dem medizinischen Fortschritt begründet wird.

    Satz eins: das war schon immer so, pure Diagnose hat nie ausgereicht, um GdB zu erhalten.


    Satz zwei: das ist natürlich der clou, weil jeder anders mit seinen Hilfsmitteln fertig wird und überhaupt umgeht. Und es ist keine Pflicht, ein Hilfsmittel anzunehmen/ zu nutzen.

    Lucy wie lange hat die Stapesplastik bei Dir "gehalten"?

    Mit wurde gesagt,es ginge Jahrzehnte damit.

    Aber so wie ich das verstehe, läuft es ja auf ein CI hinaus. Meist früher als später?

    Jahrzehnte waren es bei mir nicht.

    Stapes rechts hatte ich 1996, 2001 brauchte ich da schon Hörgerät. Dann 2006 x- ter Hörsturz in dem Ohr, danach komplett taub, CI 2013.

    Stapes links 2007, war immer "das bessere Ohr", und bis jetzt niemals Hörsturz, aber eben fortschreitende Otosklerose, auch seit 2001 Hörgerät, dann nach Stapes 2007 paar Jahre kein Hörgerät nötig, aber seit 2014 wieder ein Hörgerät nötig. In letzter Zeit hat sich mein Gehör links etwas verschlechtert, ich warte erstmal ab, demnächst ist bei mir neues Hörgerät fällig, und das CI- Ohr eh das Hör- Ohr.

    Ich gehe davon aus, dass diese Reha problemlos genehmigt wird, weil es sich um eine neue Erkrankung handelt. Genauso, wie z. B. nach einer Totalendoprothese eine Reha folgt, nach halbem Jahr, bei der zweiten Endoprothese, die zweite Reha. Letztendlich geht es bei dir auch um Erhalt der Arbeitskraft, nach dieser Erkrankung/ den Eingriffen. Ich war auch gerade etwas über ein Jahr aus einer reha zurück gekommen, als ich zu der CI- Reha fuhr. Kein Problem. Dir alles Gute :)

    Also an sich sollt( zu Anfang) eine Stapesplastik gemacht werden. Das OCochleaimplantat wäre dann ggf folgend notwendig. Ist es auch bei der Stapesplastik am Besten so schnell wie möglich zu operieren?

    Ich würde schnelmöglichst operieren lassen, auch, um die eigene Lebensqualität zu erhalten. Auch wegen dem Kind. Was habe ich vom Kind, wenn ich es nicht vernünftig, da schwerhörig/ ertaubend, nicht gescheit begleiten kann? Wenn es doch anders möglich wäre??


    Werdegang wie bei mir, wie du das schreibst. Ich hatte beidseits erstmal Stapesplastik, dann Ci Numero 1, und seit einiger Zeit ist mein linkes Ohr irgendwie nicht mehr stabil. Nun gut, dass ich das CI habe, sonst wäre es eine Tragödie, an normale Kontakte oder gar Berufstätigkeit gar nicht zu denken.

    Tja, ich komme kurz vor Hannover weg, was nicht das Problem wäre, weil ich habe auch liebe Verwandschaft mit Übernachtungsmöglichkeit im Großraum FFM wohnen, leider aber an diesem Wochenende Dienst :(

    Schade schade schade, wäre bestimmt interessant.

    Hallo DannyElla,

    ich kenne Wiedereingliederung nur aus der Theorie bzw. Wiedereingliederung der Kolleginnen nach irgendwelchen orthopädischen Operationen. Ich bin auch Krankenschwester. Fieptöne habe ich mit meinem CI ziemlich schnell und zuverlässig gehört. Es ist zwar keine Intensivstation, auf der ich arbeite, sondern eine "normale", wo aber auch paar Geräte hinter den geschlossenen Patientenzimmertüren stehen, wie PCA- Pumpen, Perfusoren, Infusomaten, Ernährungspumpen etc. Ich höre sie nicht schlechter, als meine normal hörenden Kolleginnen. Auf der Intensivstation ist Geräuschpegel natürlich stärker, mir würden Die Beatmungen ziemlich nerven, was Geräusche betrifft- so meine Erfahrung, wenn ich dort mal vorbei komme.

    Integrationsfachdienst ist schon eine super Idee, habe ich damals nach Reha auch in Anspruch genommen, die Dame hat sich meine Station im Normalbetrieb angeschaut, dann ging es um Gerätschaften, die mir das Arbeiten leichter machen sollten.

    Also da nur kein Verzagen, das klappt schon.

    Wiedereingliederung im Schichtdienst ist möglich, eine meiner Kolleginnen hat das sogar als Dauernachtwache gemacht- sie ist zusätzlich gekommen erst für 2, dann 4, dann 6 Stunden, sprich: ist dann um 22, dann 24, dann 2 Uhr nachts nach hause gegangen, weil sie das so wollte, statt Tagesdienst. Der wäre natürlich jederzeit möglich gewesen. Ich glaube mich noch erinnern zu können, dass diese Aufstockung jeweils nach 2 Wochen war.

    ich wünsche dir alles Gute und dass es klappt, wie du dir das vorstellst! Es ist alles machbar.

    Richtungshören wurde bei mir letztes Jahr geprüft, mit diesen 8 oder so? Lautsprechern im Raum um mich. Ich glaube, bin da auch durchgefallen :D aber Hand auf's Herz- ist es wirklich das Wichtigste, exakt die Richtung zu erhören? Ich höre, kann ungefähr deuten, woher das Kommt, ob von rechts oder links sowieso, und das ist gut. Hauptsache, ich höre.

    Allerdings habe ich anfangs auch nicht "verbissen" zugehört, sondern alles einfach auf mich einprasseln lassen, und mich über jedes Wort, oder gar Sätze gefreut, welches ich klar verstanden habe.

    Da musste ich schmunzeln über die Rüge der Audiologin, die ich damals bekommen hatte... ich hörte diese Märchen von labbe.de, und verglich das Gehörte mit dem Gelesenen, was das Zeug hält. Da war so ein Märchen mit einer Prinzessin, die mit dem PerlenschiffLEIN ankam, und ich hörte damals nur Perlenschiff, ohne -lein. Das bemerkte ich in dem Gespräch, und das "lein", dass ich es nicht höre, einfach nicht höre, und dass mich das irgendwie knickt, und dass ich schon mit dem damals noch recht gut hörenden anderen Ohr kontrolliert habe, ob da wirklich SchiffLEIN gelesen wird, und ja, es ist ein Schifflein, nur ich höre nur Schiff... Die Audiologin hat mich schnell runtergeholt, indem sie mich darauf aufmerksam gemacht hatte, dass ich niemals, nie! vergessen soll, dass ich jetzt und für immer hörbehindert bin, für immer schwerhörig bleibe, und nicht den Anspruch an mich stellen soll, mit dem CI so zu hören, wie ein an den Ohren gesunder Mensch. Weil das nicht geht. Und dass ich froh sein sollte, dass ich überhaupt solche Fortschritte mache, und es ist egal, ob die Prinzessin mit dem Schifflein oder Schiff ankommt :P hauptsache, sie kommt an und ich verstehe es.


    Da hat die Audiologin nebenher gute psychologische Arbeit bei mir geleistet, muss ich sagen- das saß.


    Seitdem freue ich mich einfach, dass das CI so bei mir funzt, und setze mich nicht mehr unter Stress, etwas nicht gehört/ verstanden zu haben.


    Neulich war ich zur Fortbildung, viele Kollegen, Saal akustisch na ja, der Sprecher vorn ohne Mikrophon, ein Mann, also mit der Stimme ausgestattet, die nicht mein Favorit ist- männlich tief. Hin und wieder Störungen durch klingende Telefone, flüsternde Kollegen, draussen eine Patientencafeteria open air, und- ich verstehe jedes Wort, was er da vorn sagt, ich folge dem Gesprochenem problemlos und ohne große Anstrengung, natürlich hilft mir die Tafel, wo alles nochmal erscheint. Ich freue mich einfach, und denke zurück, wie grausam das vor dem CI war, mit dem einem Ohr, ob Fortbildung, ob Versammlung, ich habe nur ein Bruchteil davon mitbekommen manchmal...


    Also nur kein Stress. Das macht es nur schwieriger.


    @H2o778, ich würde dir auch zum Üben eine Weihnachts- CD empfehlen, diese Lieder werden recht langsam gesungen, wie Oh Tannenbaum zum Beispiel, Texte kennt man, braucht man nicht nachschauen, super Übung.


    Impli ich höre per Induktion, also nur das CI- Ohr, hin und wieder gucke ich Nachrichten nur mit dem CI, mit vertäubten anderen Ohr.

    Sagen wir mal so, ich bin da schon sehr eigen :Dund sage deshalb, Rondo ist schon praktisch, wenn man schnell weg muss, z. B. mit dem Hund, da ist Rondo einfach schneller anzuziehen, als der opus, und in manchen Situationen vbevorzuge ich eben Rondo, dann wieder Opus.

    Rondo bediene ich mit einer Hand- dran, an, fertig. Optimal zum Gassigehen :D

    Opus ist klasse im Dienst, oder wenn es wo schneller gehen soll, z. B. beim Fahrradfahren- da habe ich keine Angst, SP zu verlieren, was ich bei Rondo in so einer Situation durchaus hätte. Oder beim Wandern. Opus anzulegen verlangt schon zwei Hände, SP hinters Ohr klemmen (bin Brillenträgerin), Spule dran machen, kabel richten... dauert eben länger.

    Da bei der Übungsapp häufig die gleichen Wörter genutzt werden, haben wir überlegt, dass ich anfangen könnte Hörbücher zu hören. Mit Mitlesen.

    GHörbücher sind auf jeden Fall ein Super Hörtraining, und du brauchst nicht unbedingt mitlesen, höre sie einfach aus Freude am Hören :)


    Falls du doch mitlesen willst, mir hat damals die Audiologin die Seite labbe.de empfohlen, das ist an sich eine Kinderseite, wo Märchen vorgelesen werden (Radiosymbol) und gleichzeitig de rText gelesen werden kann. Kurze Geschichten, prima zum Üben.


    Zum Beispiel:


    http://www.labbe.de/lesekorb/


    http://www.labbe.de/lesekorb/i…?themakatid=11&themaid=67(Oben auf "Geschichte hören" klicken, hören und vergleichen, was gehört wurde.