Oticon Medical wird an Cochlear verkauft

  • Ne, das ist nicht vergleichbar. Sonoma hat drei Hörgerätemarken und mit AB den Bereich CI Implantate dazu bekommen.

    Cochlear stellt nur CIs her und hat jetzt noch einen CI Hersteller übernommen. Die werden nicht beide Marken unabhängig voneinander weiter entwickeln. In den Übernahmeverabredungen hat sich Cochlear nur verpflichtet, die bestehenden Oticon-Kunden weiter zu betreuen. Die werden also SP und Zubehör weiter herstellen. Aber neue Generationen von Implantaten sehe ich da eher nicht. Aber irgend etwas von der Technik in den Oticongeräten werden die auch für Cochlear verwenden.

    Das ist nicht ganz richtig, Cochlear stellt z.B. auch das BAHA her, und das ist kein CI

  • Nun, Cochlear produziert mehr als nur CI´s ( Nucleus System) :) :


    Baha System – Implantat mit Knochenleitung


    Baha Start – Knochenleitungssystem u. a. auch quasi zum Probieren, bevor implantiert wird


    Osia System – aktives Implantat umfasst einen Piezo Power Schallwandler, der Schallvibrationen generiert


    Immer auch mal über den Tellerrand gucken, was ich vor über 10 Jahren auch musste, wo ich zunächst auf den letzten Taschenprozessor "Neptune" von AB aufmerksam wurde, weil ich was zum Bedienen brauche und nicht zum „Verstecken“ ... :S Letztendlich wurde es damals ein N5 von Cochlear – bis heute nicht bereut.

  • Das wird in der Wirtschaft nicht die letzte Übernahme sein, sondern eher auf allen Ebenen zunehmen.


    Gruß

    links: Opus 2XS, Flex28; OP 14/09/2012 MHH
    EA: 05/11/2012 erfolgreich

    seit 12/06/2020 Sonnet 2


    rechts: HG (zu nichts nutze...)
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    Offenbarung 21,4
    ...und der Tod wird nicht mehr sein, noch Trauer noch Geschrei noch Schmerz...


    Jesaja 35, 4-6
    Sagt den verzagten Herzen: "Seid getrost ..." ...dann werden die Ohren der Tauben geöffnet werden...

  • Es können nur noch 2 große Namen vom Konkurrenten geschluckt werden. Danach herrscht ein quasi-Monopol. Das ist durchaus beängstigend. Schließlich gibt es dann keinen wirtschaftlichen Anreiz mehr, noch großartig in Forschung zu investieren.

  • Hallo,

    na ja, Octicon war (bzw. ist) der kleinste und neueste CI Hersteller. Dass jetzt Medel/Cochlear/AB irgendwie untereinander fusionieren, halte ich für viel unwahrscheinlicher.

    Ich muss gestehen, dass ich persönlich mich damals wirklich gefragt habe, ob sich 4 CI Hersteller nebeneinander werden behaupten können, als Octicon vor ein paar Jahren (nicht mehr als 13, denn als mein Sohn sein CI bekam, gab es die nicht, eher deutlich weniger). Auch wenn die Hersteller an den CIs sicher gut verdienen, muss ja doch auch viel in Forschung etc. gesteckt werden, man braucht die Infrastruktur usw. Auch gibt es sicherlich einige CI Patienten, die (so wie ich) sich bewusst lieber für einen "alteingesessenen" Hersteller entscheiden und nicht für einen Neuling, so dass es trotz evtl guter Ideen schwer sein wird, sich genug Marktanteile zu erobern (und das CI/HG Geschäft ist ein Markt).

    Langfristig mag so eine Fusion sogar von Vorteil sein, auch wenn es für die heutigen Octicon Träger natürlich doof ist :( .

    Da kann man nur hoffen, dass Cochlear den Support möglichst lange aufrecht erhält und dass neue SP Modelle von Cochlear dann vielleicht auch mit Octicon Implantaten genutzt werden können (ob das technisch möglich wäre, weiß ich nicht).

    Das ist nur meine Meinung dazu 🙂.

    Viele Grüße

    Katja

  • Neurelec/ Oticon war im französischen Markt lange ein Quasi Monopolist. Hättest Du Katja Deinen Sohn in Frankreich implantieren lassen, hätte es nach Deinem Auswahlkriterium gut Oticon werden können.


    Sie hatten zuletzt einen Rückruf, das mag evtl. auch ein Faktor gewesen zu sein, der Offerte von Cochlear nicht zu widerstehen. Rückrufe hatten andere einschließlich Cochlear bekanntlich auch, ohne geschluckt worden zu sein.


    Manchmal hängt Erfolg oder Misserfolg auch von Zufälle ab. AB war Mitte der Neunziger auch ein StartUp. Sie hatten das Glück früh in das Portfolio von der MHH aufgenommen zu werden, was der Verbreitung abseits des amerikanischen Marktes durchaus förderlich gewesen sein dürfte. Vielleicht war es auch kein Glück sondern ein überzeugendes Produkt, wer weiß das schon.


    Ich fürchte auch eher, dass die Fusion den Druck senkt, innovativ zu sein. Denn die Fusion wird bei Cochlear erst einmal zu einer Konsolidierung führen statt zu Innovation. Dass diese befruchtet von Oticontechnik kommt, ist dann erst in einem zweiten Schritt zu erwarten.


    Nunmehr drei Firmen ist m.E. zu wenig. Wenn jetzt eine Firma durch Fehlentscheidungen und/ oder Fehlkonstruktionen ins Straucheln kommt, sind es nur noch zwei.