Oticon Medical wird an Cochlear verkauft

  • Demant announces intention to divest Oticon Medical while ensuring lifelong support of existing patients


    Oticon Medical wird an Cochlear verkauft. Laut der Oticon Mutter Demant, müsste man unproportional viel Geld investieren um global mithalten zu können. Cochlear verspricht sich zu bemühen, CI Träger mit einem Oticon Implantat ein Leben lang zu versorgen.


    Ich gehe davon aus, dass das Implantat ZTI Geschichte ist, es ist momentan sowieso zurück gerufen. Ich hoffe, die Implantate von Oticon sind denen von Cochlear hinreichend ähnlich, sonst wird wird das mit dem lebenslangen Support schwierig. Nur zur Erinnerung, für die frühen eigenen (!) Implantate hat Cochlear auch irgendwann den Support eingestellt.

  • Ich habe das Schreiben von Oticon heute auch bekommen.

    Für den lebenslangen Support hat sich das in meinen Augen auch in der Zukunft erledigt, denn die Bereitstellung von 2 Marken ist auf die Dauer für Coclear ganatiert unrentabel.

    Also heißt es sich damit anfreunden , irgendwann die Situation einer Re-Implantierung in Erwägung ziehen zu müssen. :rolleyes:

    links: normal hörend


    rechts: akut ertaubt nach Hörsturz,Implantat: Neuro Zti EVO (08/16), SP: Oticon Neuro 2

  • Nein die Hörgerätesparte bleibt bei der Mutter Demant. Gab es da überhaupt bimodale Lösungen aus einem Guss?


    Es ist tatsächlich ein Hersteller geschluckt worden und wird verschwinden. Cochlear wird Oticon ausschlachten und evtl. einige positive Features übernehmen, so dass vielleicht die nächste Generation an Implantaten oder Prozessoren von Cochlear verbessert sein wird.


    Zu Oticon Medical gehörten auch Knochenleitungshörgeräte. Da ist die Übernahme durch Cochlear nicht so dramatisch, weil das Baha und das Ponto sowieso die gleichen Kupplungen hatten, und die HG Träger sogar eine Wahl hatten. Wobei sicherlich auch das Baha oder das Ponto vermutlich auch über kurz oder lang eingestampft wird.

  • Na tolle Wurst ... was bedeutet das nun für uns Oticon-Kunden?

    Gibt's dann über kurz oder lang neue Prozessoren ans Ohr und neue Zubehörtechnik, die jetzt doch mit dem Implantat kompatibel ist?

    Bisher hieß es ja, man ist wegen dem implantierten Teil an den Hersteller gebunden und kann nicht wechseln. Ich bin gespannt wie das nun weitergeht ....

    Seit November 2018 einseitig hochgradig schwerhörig. OP-Termin steht ... im Oktober geht`s los, nun bin ich gespannt was kommt :/

  • Hallo,


    Eine gewisse Zeit wird es noch Prozessoren und Zubehör geben, aber lebenslang? Da habe ich so meine Zweifel. Ich denke, die Zahl der Oticon Träger ist im Verhältnis zu den original Cochlear Träger zu klein. Dass man zahlenmäßig der Vierte war, scheint ja mit ein Grund zu sein, das Geschäft zu verkaufen. Und Cochlear hat einen Konkurrenten abgeräumt und vielleicht haben sie auch Zugang zu einem besseren technischen Knowhow bekommen.

  • Bei welchem anderen Hersteller ist das auch so, Joachim?

    Gruss, Rainer.


    Beidseitig versorgt mit: Med-El (Flex 28 im Schneckle, aussen jeweils Sonnet, vormals Rondo)


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    Das Gute missfällt uns, wenn wir ihm nicht gewachsen sind.

  • Das der Sprachprozessor verschiedene Implantate des Herstellers benutzen kann. Und ich nehme auch an das das wahrscheinlich auch von Cochlear getestet wurde, sonst würde der Kauf ja kein Sinn machen

    Das wäre schön für Nutzer von Oticon-Implantaten, aber das ist ja reine Vermutung. Die Übernahme würde für Cochlear allein schon Sinn machen, wenn sie damit an bestimmte Patente/Techniken rankommen, die bislang Oticon vorbehalten waren (welche auch immer das waren). Oticon hatte mW z.B. die kleinsten Soundprozessoren, und auch das CI war das kleinste. Da muss ja technisch was dranhängen.

  • Ja ja, immer noch kleiner und noch kleiner, also nee ... :evil:


    Und im Übrigen halte ich nichts von einer seit Jahrzehnten tendenziell erkennbaren „Ökonomisierung im Gesundheit-Sektor“. Der Mensch steht schon lange nicht mehr im Mittelpunkt. Denn die William Demant Holding ist ein großer dänischer Investor im Gesundheit-Sektor, der wohl mit Hörgeräten (u. a. Bernafon) mehr Umsätze macht und denen die Entwicklung neuer CI's wohl zu teuer wurde.

  • Ein Oticon Prozessor wird nicht mit einem Implantat von Cochlear nicht funktionieren und umgekehrt ebenfalls nicht. Der Aufwand ist viel zu groß, das zu implementieren. Cochlear wird lediglich dafür sorgen, dass Oticon-Träger weiterhin Ihre Anpassungen bekommen und wohl auch die Teileversorgung so lange wie möglich aufrecht erhalten. Steht hier


    Spektrum-Hören - Oticon Medical wird an Cochlear verkauft


    Dabei war Oticon recht innovativ, die konnten mit einer Einstellsoftware HG und CI gut bedienen und hatten auch nette Ideen.


    Schade.

    Gruss, Rainer.


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  • Wichtig ist, dass die Oticonträger weiter versorgt werden können, doof ist natürlich, dasaß wohl kaum weiter entwickelt wird.


    Aber vielleicht läuft es darauf hinaus, dass man das Beste aus beiden Welten in einer neuen Prozessorgeneration wieder findet, die dann beide Implantate - also Oticon und Cochlear - falls technisch möglich, bedient. Aber sowas dauert erstmal wieder längere Zeit.

    Gruss, Rainer.


    Beidseitig versorgt mit: Med-El (Flex 28 im Schneckle, aussen jeweils Sonnet, vormals Rondo)


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  • Hallo,


    Ich habe mich mit dem Implantat von Oticon nicht im Detail beschäftigt. Wenn die Unterschiede zwischen Oticon und Cochlear so groß wären wie der Unterschied zwischen MedEl und Cochlear, dann ist ein gemeinsamer Prozessor für beide Implantate kaum vorstellbar.


    Gruß Andrea

  • so wie AB zu Sonova gehört.

    Ne, das ist nicht vergleichbar. Sonoma hat drei Hörgerätemarken und mit AB den Bereich CI Implantate dazu bekommen.

    Cochlear stellt nur CIs her und hat jetzt noch einen CI Hersteller übernommen. Die werden nicht beide Marken unabhängig voneinander weiter entwickeln. In den Übernahmeverabredungen hat sich Cochlear nur verpflichtet, die bestehenden Oticon-Kunden weiter zu betreuen. Die werden also SP und Zubehör weiter herstellen. Aber neue Generationen von Implantaten sehe ich da eher nicht. Aber irgend etwas von der Technik in den Oticongeräten werden die auch für Cochlear verwenden.

  • Hallo


    Sonova ist Phonak. Bis vor 15 bis 20 Jahren gab nur die Firma Phonak. Dann hat man sich bei Phonak überlegt zu expandieren und hat die Mutter Sonova gegründet und an die Börse gebracht. Ich ärgere mich bis heute damals keine Aktien gekauft zu haben und dann hat man sukzessive Firmen aus dem Bereich Audiologietechnik aufgekauft, erst Unitron und Hansaton, dann AB, dann AudioComfort, dann Geers und zuletzt die Consumersparte von Sennheiser. AudioComfort hat man im Übrigen auch ausgeschlachtet und dann eingestellt. Die Roger Technik wäre ohne AudioComfort nicht so weit entwickelt wie jetzt.


    Der letzte Zukauf lässt vermuten, dass man nun in allgemeine Audiotechnik einsteigen will.