Posts by JochenPankow

    Hallo Joachim,


    Dani! meint wohl Dich damit ... Und ich kann ihn durchaus verstehen. Man kann bei solchen Schwierigkeiten, wie Dani! sie nun mit dem Zubehör von MedEL hat, nichts schönreden und auch nicht durch die rosarote Brille betrachten. Ich kann nur sagen: Pfui MedEL!


    Und genau das ist mit ein Grund, warum mich dieses ganze Zubehör zu den SP´s nicht interessiert! Wer es aus beruflichen Gründen braucht , kann natürlich nicht anders - klar. Ich als Rentner muss mir das nicht mehr antun und es stärkt sogar meine akustische Autonomie ganz ohne Zubehör mittlerweile. Ich brauche nur ein Knöpfchen zum Einschalten und hab nur noch eine ungefilterte MAP drauf -fertig iss die Laube.


    Wenn aber jemand wie Dani! zusätzlich eine schwere Sehbehinderung hat, ist das „Nicht Funktionieren“ von notwendigem Zubehör gleich noch um Ecken schlimmer! Und ich weiß, wovon ich rede, weil ich selber in einer kleinen Gruppe von Sehbehinderten eine Umschulung gemacht habe. Denn in den normalen Umschulung-Gruppen als fast taube Nuss mit HG´s wär ich sang- und klanglos untergegangen.

    An Neulinge, denk dran der Alltag ist vorallem auch schon gutes anstrengende Hörtraining.

    So war es auch bei mir! Spannend und dennoch anstrengend genug in den ersten Monaten. Und ich hatte beide Male nur ambulante Reha´s mit der doppelten Anzahl der Behandlungen als üblich; bis heute noch keine „stationäre CI-Reha“! Dennoch sehr zufrieden und glücklich mit dem bisher Erreichten. :)


    damals in der Reha war eine ältere Dame die erst kurz das CI hatte und kaum Sprachverstehen. Beim Gruppenhörtraining oder in der Kommunikations Gruppe zb konnte sie nicht mitmachen und bekam eben nur gezieltes Einzeltraining

    Erstmal gestehe ich der alten Damen das CI zu. Ich vermute mal, dass ihr trotz Aufklärung dennoch nicht bewusst war, welcher Mentalitätswechsel und Bedarf an aktivem Training bevorstand. Oder die Klinik hat sich gedacht: Lohnt sich noch zu implantieren und wir füllen unsere Kasse eben mal auf – soviel zur Idiotie des Fallpauschalen-Managements; eine der größten Systemfehler der letzten Jahre!

    Generell nichts mit Strom?


    Hab schon gehört dass man bei Operationen vorweisen muss dass nichts mit Strom gearbeitet werden darf. Weiß jetzt nicht auf die schnelle wie man sowas nennt.

    Das betrifft die „Elektro- und Hochfrequenz-Chirurgie“ :


    Monopolar ist generell beim CI kontraindiziert. Denn da bildet der nackte Rücken oder eine nackte Seitenlage den einen Pol und das OP-Instrument den anderen Pol; es fließt Strom durch den ganzen Körper! Dadurch kann das CI irreparabel beschädigt werden.


    Bipolar ist ab der Schulter abwärts erlaubt in Abhängigkeit von Stromstärke und Frequenz. Dabei sind beide Pole in geringen Abständen im Gewebe des Operations-Bereiches. Aber auch hier kann es von der CI-Chirurgie eine Rote Karte geben.


    So auch bei mir vor einigen Jahren wegen Entfernung einer Analfistel, deren Grund mit einem bipolaren Elektrokauter erodiert werden sollte. Die CI-Chirurgie empfahl den Einsatz nicht und so musste der Chirurg von der Allgemein-Chirurgie schön brav nach alter väterlicher Sitte „schnippeln“.


    Wenn so was im Raum steht, lasst euch immer erklären, wie die OP durchgeführt werden soll und lest den Aufklärungsbogen richtig durch. Denn es kommt vor, dass die Docs wegen chronischen Zeitmangel im Klinik-Alltag einen nicht richtig aufklären. So auch bei mir: Nur durch aufmerksames Lesen des Aufklärungsbogens wurde ich gewahr, dass „Elektro- und HF-Chirurgie“ im Raum standen. Erst mein daraufhin gezielteres Nachfragen brachte den Elektrokauter ans Licht …

    Wenn bei der GKV abgerechnet wurde, dann bin ich auch entsprechend informiert worden.

    Für jede abgerechnete Leistung erhalte ich von der GKV eine Kopie.

    Genauso verfährt Cochlear auch bei mir. Nachdem ich den Lieferschein unterschrieben zurückschicke, bekomme ich eine Mitteilung von meiner KK über die Bewilligung der gelieferten Hilfsmittel oder Ersatzteile mit den entstandenen Kosten.

    Die Amgulante AHB ist für Leute die vollzeit arbeiten in erster Linie eine große Zusatzbelastung zu einer ohnehin schon sehr schrierigen Lebenssituation.

    Tja, wenn Du das so siehst; kann ich Dir nur raten: Lass es einfach! Außerdem ist es keine AHB im eigentlichen Sinne. Sondern man bekommt für die ambulante Reha ab der Erstanpassung eine Reihe von Behandlungen bewilligt, die vor Ablauf bei bestehender Indikation verlängert werden können. Ich hatte beide Male doppelt soviel von meiner KK bewilligt bekommen. Denn beim ersten Implantat musste ich die ersten drei Monate einmal wöchentlich zu Einstellungen, weil meine neurologische Grunderkrankung nur ein behutsames Einstellen zuließ.


    Und was die „schwierige“ Lebenssituation anbelangt, wirst Du entscheiden müssen, ob Du bereit bist, über Deinen Schatten zu springen.


    Natürlich hatte ich auch Hoffnungen, nur halt sehr gedämpft, weil es bei meiner neurologischen Grunderkrankung wirklich ein Sprung ins kalte Wasser war. Niemand wollte eine positive Prognose wagen, weswegen es zur endgültigen Entscheidung 12 Jahre dauerte.

    Heute bin ich meinen CI´s superglücklich und möchte sie nie mehr hergeben. Es gab vor 3 Jahren ein Doppel-Ugrade auf zwei gleiche neue Soundprozessoren, was mich wieder einen ganzen Schub voranbrachte.

    Hallo Rob,


    Andrea hat schon recht. Du erwartest schon vor der Implantation einfach zu viel für meinen Geschmack ....


    Die Implantation (Operation) ist das eine, die Erstanpassung mit den Folgeanpassungen das andere! Niemand wird was in einer polierten Glaskugel voraussehen, auch Deine Doc´s nicht – schon erst recht in Deinem speziellen Fall. Du kannst und solltest auch nicht von den Erfolgen oder Misserfolgen anderer CI-Träger ausgehen, weil trotz gleicher oder ähnlicher Hörbiografie nicht vergleichbar...


    Im Rahmen der Folgeanpassungen kann es durchaus zu Rückschritten kommen. Anfangs sind die Erfolge noch recht flott und zahlreich, nach längerer Zeit wirds dann langsamer und nicht mehr so zahlreich. Diese Konsolidierungsphase dauerte bei mir einige Jahre; es gab dennoch immer wieder Geräusche zu entdecken, die mein Gehirn noch nicht kannte oder im Lauf der Jahrzehnte vergessen hatte. Neben der ambulanten Reha war der Alltag Training pur... Nur Telefonieren mit akustisch fremden Menschen mag ich bis heute nicht, weil es mir auch durch meine Körperbehinderung (neurologische Grunderkrankung) zu anstrengend ist.


    Eine stationäre Reha macht erst Sinn, wenn nach einigen Monaten der Anpassungen erste Stabilitäten im Hören und ggf. auch Sprachverstehen erreicht sind. Bei mir z. B., hat es beim linken zuerst implantierten Ohr trotz gutem Training 18 Monate gedauert, bis sich das freie Sprachverstehen einstellte.


    Soviel von mir.

    Selbst wenn, habe noch nie länger als 2 Tage warten müssen, bis das Geld da war.

    Wie heißt denn die „rasante“ KK denn? :) Bei meiner geht es nicht unter 4 Wochen.... weswegen ich sie aktuell zu regelmäßigen Sitzungen in einer Zahnklinik zwecks Parodontose-Behandlung die Großraumtaxi-Fahrten als Nutzer eines Rollators dorthin direkt abrechnen lasse. Steht mir aufgrund des H im SBA per se zu und auch aufgrund des geringen Einkommens.


    Joachim,


    bedenke jedoch: Als Beamtin / Beamter hat man zwar einen sicheren Job, doch verdiente man anfangs nicht viel; wie ich bei meinem Vater (Schichtführer in einer Molkerei und Käserei) und meinem Onkel (Lehrer) als Kind und Jugendlicher erleben konnte. Erst die Beförderung meines Onkels zum Studiendirektor führte zum umgekehrten Verhältnis beim Einkommen der beiden.


    Andrea,


    jetzt muss ich es mal schreiben: Bei aller Kompetenz lässt Du leider auch eine gewisse Hochnäsigkeit und AB-Bashing durchblicken. So sehr ich manchen Beitrag von Dir schätze …

    MedEl produziert gar keine Batterien, ebenso wenig wie AB und Cochlear.

    Natürlich nicht! Die kommen im Fall von Cochlear von VARTA. „power one INPLANT plus“ scheint wohl ein „Auftrags-Label“ von Cochlear zu sein …

    Liebe GKV Versicherte. Wie wäre es denn wenn ihr Euren Kassen obklärt, ob ihr die Batterien selbst besorgen und zur Erstattung einreichen könnt.


    Werte Andrea, was soll dieses Gegacker? Den Gefallen tue ich Dir jedoch nicht, weil meine finanziellen Ressourcen eine Vorauszahlung mit Warten auf Erstattung nicht zulassen … :evil:


    Ich denke nicht, dass Du mit meinem verfügbaren Einkommen zurechtkommen wirst. :rolleyes:

    Sie meint, wie der Druckverband angelegt werden soll, damit sie am ersten Blechohr den Kanso andocken kann... :saint:


    Dürfte schwierig werden. Bei mir (HdO-SP ) wurde vor meiner Entlassung eine Art Turban gewickelt und an der Stelle des ersten Blechohrs entsprechend ausgeschnitten, so dass ich den SP halb drunter schieben konnte. Der hielt nicht allerdings nicht lange.


    Könnte mir vorstellen, dass ggf. ein stärkerer Magnet hier hilfreich sein könnte bei "normal" angelegtem Druckverband.

    ASHA-fähige Smartphones gibt es erst wenige.. Woran das liegt, weiss ich nicht.

    Kann ich gerne „schreiben“: Es liegt alleine in der Hand der Hersteller, das ASHA-Protokoll freiwillig seit Android 10 freizuschalten! Da die aber Umsatz machen wollen, sicher nicht in der Einsteiger-Klasse, sondern ab der höheren Mittelklasse bis zu Premiumklasse. So will und kann sich nicht jeder ein Mittelklasse- oder Premium-Gerät leisten! Und einen „angebissenen neuen“ Apfel erst recht nicht …


    Da ich ohnehin nicht gerne mit akustisch fremden Menschen telefoniere, genügt mir eine „Einsteiger-Wanze“ ohne ASHA. In meinem Fall ein XIAOMI Redmi 9, mehr gab mein Budget nicht her. Zum recht günstigen Kurs direkt bei XIAOMI in der Niederlande bestellt, gab bisher einen super Support für Updates bis hin zu MIUI 13.01 mit Android 12 im Dezember 2022; obwohl es im neuen Jahr schon 3 Jahre auf dem Markt ist. Mir genügt es, den Status der elektronischen Horcher (SP) abzufragen, wie z. B. Batterie-Status, nach neuen Firmware-Updates zu gucken (kann nur im CIC vor Ort übertragen werden). Als direkte Fernbedienung brauche ich es ohnehin nicht mehr, weil ich nur noch eine total ungefilterte MAP abgespeichert bekommen habe.

    Werte Andrea, wer keine sicheren finanziellen Ressourcen hat - wie ich z. B. - muss leider rechnen und notfalls verzichten.


    Nachschlag gefällig? Bitte sehr: Masssive Kürzung des "Gehörlosengeldes" wegen Pflegegrad 2


    Und seit der letzten Erhöhung meiner EU-Rente im Juli d. J. hat man mich völlig legal aus der Grundsicherung geworfen und mich wieder ins Wohngeld "gedrängt"; weil ich mit dem vom Amt vorgerechneten Wohngeld und der EU-Rente zusammen nur knapp 7 Euro über dem Grundsicherungsbedarf als Schwerbehinderter liege. Ist der klassische Kostenträger-Verschiebebahnhof von der Kommune zum Bund. Im Ergebnis muss ich künftige kleinere Mieterhöhungen selbst tragen. Beim Wohngeldamt darf ich ich erst wieder ankommen, wenn sich die Nettokaltmiete um mindestens 15% steigt oder das Einkommen um mindestes 15% sinkt. Das ist bei mir die Realität.


    Ansonsten träume schön weiter.