Posts by JochenPankow

    Hallo Norbert,


    Deine Vorgehensweise finde ich auch seltsam... Ich wurde auch des öfteren gefragt, ob ich den neuesten Prozessor probieren möchte - zumal ich unterschiedliche Genrationen links und rechts trage - oder besser gesagt trug. Man kann schlecht einschätzen, ob man dann nach einer gewissen Probezeit wieder auf die alten SP zurück kann, zumindest bei meiner neurologischen Grunderkrankung; wenn die KK ablehnt.


    Ich als Rentner wegen vollgeminderter Erwerbsunfähigkeit hatte nur die Alternative, zu hoffen, dass beide SP in etwa zu gleicher Zeit kaputt gehen. Das ist - Gott sei Dank - im Sommer auch eingetreten. Mein CIC hat eine Wiederversorgung Doppel-Upgrade mit zwei gleichen SP eingeleitet und befürwortet. Ich kann meinem CIC dankbar sein, dass es bis bis heute diese mir so einfach überlässt. Selbstverständlich ist das keineswegs.


    Der aktuelle Sachstand ist, dass meine KK in der ersten Januar-Woche entscheiden wird. Pragmatisch rechne ich erstmal mit einer Ablehnung. Wenn's hart auf hart kommt, kann ich erst im kommenden Sommer vorm Sozialgericht klagen. Denn die Widerspruchsausschüsse der einzelnen KK's tagen in der Regel nur einmal pro Quartal. Erst nach einem weiteren Widerspruchsverfahren kann erst die Klage vorm Sozialgericht eingereicht werden. Beim letzten Mal hat's von der Klage-Einreichung bis zur mündlichen Verhandlung vor dem Gericht 18 (!) Monate gedauert....

    Hallo SaSel,


    ich kann Deine Freude nachvollziehen! :) Ein solches positives Schlüsselerlebnis hatte ich während eines Lunch-Konzertes in der Philharmonie hier in Berlin.... Das hat in mir Lust auf mehr geweckt.


    Zuvor war ich auch unmusikalisch - hatte zu HG-Zeiten Musik mehr nur als "Tonbrei" wahr genommen.

    Willkommen bei uns "Blechohren"! :)


    Die Implantation ist schon mal gelungen. Das mit dem Geschmacksinn legt sich bald wieder - hatte ich beim rechten Ohr... Da hätte ich scharfen Löwensenf aus Düsseldorf löffelweise essen können oder Cola schmeckte so "metallisch"...


    Ich wünsche Dir ab der Erstanpassung eine interessante Hörreise!

    Hallo Barbara,


    willkommen im Club der "Blechohren"! :)


    Nun, die Erstanpassung ist bei Dir nun noch nicht lange her. Geduld ist das Zauberwort - gleichwohl es bei Deiner Anamnese es Dir schwerer fällt .... Denn das Gehirn muss erstmal lernen, die am Hörnerv ankommenden elektrischen Signale "neu" zu interpretieren. Das ist bei jedem CI-Träger ein sehr individueller Prozess in Abhängigkeit von Hörbiografie, mentaler Einstellung sowie der Bereitschaft und Fähigkeit zum wohl dosierten Training und dem Willen dazu.


    Am meisten macht mir zu schaffen, dass alle Stimmen so fremd sind


    Das ist anfangs normal und wird mit den fortschreitenden Anpassungen besser, bis es ganz weg ist. Wann, das kann niemand vorhersagen - jeder "tickt" da anders.


    Für mich jedenfalls sind meine CI's eine Erfolgsgeschichte meines Lebens geworden und ich möchte sie nicht mehr hergeben - nach rund 45 Jahren "Qual" mit Hörgeräten.... 8)


    Und wie Sasel bin ich der Meinung: Schmeiß die Liste in den Papierkorb! Du verschreckst nur Deine Leute. Entweder verstehen sie es oder manche auch nicht.... Sie werden schon noch merken, wie sich das im Laufe der Zeit zum Positiven wendet.

    Dann mach ich mal direkt das schreiben fertig und faxe es einmal rüber.

    Meinst du ich sollte es denen auch noch mal per Einschreiben zukommen lassen?

    Dann bitte ein Sendeprotokoll ausdrucken als Beweis. Ich würde es besser als "Einschreiben mit Rückantwort" per Post schicken. Denke jedoch daran, das mit dem Datum des Ablehnungsschreibens und nicht erst mit dem Eingang bei Dir die Frist von 4 Wochen "tickt" und Weihnachten sowie Neujahr dazwischen liegen! Machen manche KK's sehr gerne in der Hoffnung, dass Du die Frist verbummelst....

    Hallo Ricardo,


    das ist leider große Mode, dass solche Sachen erst mal formal "aus Kostengründen" abgelehnt werden.. Bitte sofort widersprechen. Hier ein Mustertext:



    Sehr geehrte ...



    gegen Ihr Schreiben vom .... (Ablehnung einer vollen Kostenübernahme von einer ...) erhebe ich Widerspruch. Die Begründung reiche ich Ihnen nach, wenn mir die hiermit gleichzeitig erbetenen Kopien wie folgt vorliegen:


    alle Entscheidungsgrundlagen



    alle ärztliche Gutachten



    Bitte bestätigen Sie mir den Eingang dieses Widerspruchs. Etwaige Kosten für Kopien übernehme ich. In § 25 SGB X mögen Sie bitte die Rechtsgrundlagen dafür sehen.



    Mit freundlichen Grüßen


    Wenn Du die Unterlagen hast, bitte mit der Klinik Kontakt aufnehmen und mit denen zusammen den Widerspruch begründen.

    Nach 4 Wochen kommt die Ernüchterung......

    Mit dieser negativen Einstellung kommste aber nicht weit. <X Wer nicht kämpft, hat bereits verloren.... Willste etwa warten, bis Dein OPUS auseinander fällt...?


    Nicht zum Spaß belästige ich derzeit meine KK mit einem Doppel-Upgrade auf zwei gleiche Soundprozessoren. Und es läuft mit den neuen SP akustisch sogar deutlich besser. Die Forderung der KK von einer Verbesserung von 10% beim Sprachverstehen in Ruhe und Störschall habe ich mit 13,5% erfüllt. Mein CIC hat freundlicherweise die neuen SP als Leihgabe seit schon drei Monaten überlassen, da die "alten Schrotthaufen" nun wirklich nicht mehr funktionieren.


    Inzwischen teilte mir die KK mit , dass eine Entscheidung über mein Anliegen in der ersten Januar-Woche fallen soll. Da man sich leider auf die KK nicht mehr unbedingt verlassen kann und ich auch nicht an Wunder glaube, habe ich trotzdem schon mal ein rechtsmittelfähiges Widerspruchsschreiben vorbereitet und formuliert.


    Denn man weiß nicht, wie sich Sozial - und Gesundheitspolitik in den nächsten Jahren entwickeln werden. Gewiss nicht positiv .... Alleine die Umsetzung des Bundesteilhabe-Gesetzes (BTHG) ab Januar 2020 bietet genügend Brisanz, weil jedes Bundesland ein eigenes "Teilhabe-Instrument" basteln darf. Den Stand der Umsetzung in den einzelnen Bundesländern kann man hier nachlesen:


    https://umsetzungsbegleitung-b…gesetz/umsetzung-laender/

    Freut mich für Dich - passend zum Nikolaus.... :)


    Allerdings bin ich immer wieder erstaunt, dass die Schnitte bei den allermeisten noch nach alter Väter Sitte genäht und die Fäden gezogen werden müssen . Bei mir wurden beide Male die Schnitte mit Fibrinkleber zugeklebt. Die Überreste des Fibrinklebers konnte ich nach 10 Tagen selbst abrubbeln ...

    Schwellungen im "OP-Gebiet" des Ohres mit ihren Nebenwirkungen und darüberhinaus sind für Mediziner nichts Ungewöhnliches; können Patienten dennoch stark verunsichern, weil diese ja das "durchleben" müssen.


    Die Überwachung von solch wichtigen Nerven im OP-Gebiet heißt "Neuro-Monitoring" und sollte heutzutage eigentlich selbstverständlich sein.


    Für Dich Schlunz72 hoffe ich sehr, dass diese lästige Lähmung nur temporärer Art sein wird aufgrund der unvermeidbaren Schwellung. Wenn es Dich zu sehr beunruhigt, empfehle ich, in der Klinik auch ohne Termin vorstellig zu werden.

    Ich habe für mich in all den Jahrzehnte als HG-Träger und auch jetzt gelernt, die Ergebnisse aus den vielen Hör- und Sprachtests "zur Kenntnis" zu nehmen; aber nicht "zu Herzen"! :)


    Wichtiger sind mir die kleinen und großen Erfolge sowie Möglichkeiten mit meinen "Blechohren" im Alltag - das zählt letztendlich für mich! 8)

    Und es gibt bereits Pläne einer Fusion von DSB und DCIG, um die Interessen von lautsprachlichen Hörbehinderten stärker zu fokussieren und vetreten: https://www.schnecke-online.de/themen/selbsthilfe/dcig_dsb


    Ich hatte am letzten Mittwoch ein interessantes informelles Gespräch mit der Behindertenberatung des Bezirkes. Dort habe ich detaillierte Infos zum Bundesteilhabegesetz und das darauf fußende Teilhabeinstrument Berlin (TIB) erhalten:


    Es wird mit dem TIB ein Bürokratie-Monster in einem mir bisher nicht bekannten Ausmaß ganz in Tradition alter preußischer Bürokratie. Und aus meiner Sicht noch fataler: Wer keine Wünsche und/oder Forderungen äußert, wird meiner Einschätzung nach gnadenlos ausgesiebt....


    Dennoch wünsche ich allen hier einen schönen ersten Advent.

    Neurologie


    Den die beiden Sachen hab ich schon hinter mir und mein CI fuktioniert immer noch einwandfrei.

    Mal ganz kritisch hinterfragt:


    Auch die Messung der Nervenleitungsgeschwindigkeit, wo ein wenn auch schwacher Strom zugeführt wird? Eine Elektrode wird in der Mitte der Stirn gepiekst und um einen der Knöchel wird eine Elektrode ringsum angelegt.


    Ich weigere mich bei allem, wo Strom zur Diagnostik oder Therapie zugeführt werden soll...