Hallo aus Hessen

  • Hallo,

    Ich hatte am 16.01.2019 einen massiven Hörsturtz.


    Jetzt ist ein CI in Planung. Ich möchte das auch. Leider bin ich alleine mit zwei kleinen Kindern. Für die OP Woche würde ich eine Lösung finden, aber mir graut es vor der Zeit danach. Reha kommt nicht in Frage und Mutter-Kind-Kuren werden danach glaube ich nicht angeboten...


    Also familiäre Unterstützung ist nicht wirklich vorhanden. Ich muss schon relativ schnell wieder funktionieren. Aber wenn ich evtl. Krank geschrieben werde und die Kinder dann auch bitte wieder in Schule und Kiga können müsste es gehen.


    Viele schreiben, der Anfang ist so anstrengend und davor hab ich mehr Angst, als vor der OP.


    Liebe Grüße

    Susanne

  • Hallo @su..sanne,

    erstmal ein herzliches Willkommen hier bei uns.

    Und ja..es ist schon ein stückweit anstrengend. ABER du hörst auf deinem anderen Ohr noch gut??

    UND du hast bis vor deinem Hörsturz normal gehört auf dem zukünftigen CI Ohr??

    Dann stehen deine Chancen recht gut das es relativ schnell gehen kann mit dem Hören..weil dein Hören ja schon angelegt ist..klar..viel üben muss man..man sollte da schon Zeit für einplanen.

    Wie alt sind deine Kinder?? Selbst kleine Kindern kann man das gut Erklären worum es geht.

    Die Nachsorge im Anschluss ist sehr wichtig..schau wie es bei dir in der Klinik dann angeboten wird. Suche dir am besten schon jetzt eine Logopädiepraxis wo du dann über Rezept weiterbehandelt wirst.

    Selbst kannst du sehr viel machen..es gibt verschiedene Apps..Hörbücher usw.

    Aber..setze dich nicht zu sehr unter Druck finde deinen Rhythmus wann du am besten üben kannst..

    Ich wünsche dir schon mal alles gute..

    Von wo in Hessen kommst du??

    LG, Marina

  • Hallo und Herzlich Willkommen hier im Forum!



    Wegen der Reha:

    Es gibt ja nicht nur die stationäre Reha. Manche Kliniken haben ihr eigenes CI Zentrum und bieten eine ambulante Reha an. Meist in einem Zeitraum von zwei Jahren 20h. Dann fährt man am Tag X zum Zentrum, läßt sich neue Einstellungen vornehmen, hat Termin mit einem Logopäden, und was man sonst noch so macht. Das dauert meist nur wenige Stunden.

    Je nach dem, wie die Fahrzeit dahin dauert, ist das evtl nur ein halber Tag.


    Anfangs wirst Du evtl noch jede Woche hin müssen, mit der Zeit wird es weniger werden.

    Da würde ich einfach mit der Klinik sprechen wollen, wie ihr Konzept nach der OP ist, wie es weiter geht.

  • Liebe Susanne,


    evtl. kannst Du Dich an eine Kirchengemeinde wenden um Unterstützung. Vielleicht gibt es ältere Leute ohne Enkel, die Dich unterstützen können? Manchmal tut sich sowas auf.

    Ich selbst habe gerade eine sehr anstrengende familiäre Situation zu bewältigen und mir wurde eine große Flügeltür geöffnet. Das hätte ich nicht gedacht!

    Die Unterstützung finde ich so wichtig wegen der körperlichen Belastung, der Körper braucht Ruhe nach so einer Verletzung.


    Liebe Grüße

    Mia

  • Guten Morgen Susanne,


    erst mal auch von mir ein Willkommen hier im Forum.


    Ich weiß nicht, ob du in einer großen Stadt oder eher in einer kleineren Kommune lebst.

    Aber es gibt neben den von Mia erwähnten Kirchengemeinden auch sog. "Freiwilligen-Agenturen", die möglicherweise auch Ehrenamtler, die dich unterstützen können, vermitteln.

    Wende dich mal an deine Kommunalverwaltung und frage nach dem für das Ehrenamt zuständigen Sachbearbeiter. Vielleicht kann von dort eine Hilfe und Unterstützung vermittelt werden.


    Würde sich eine junge Mutter mit einem ähnlichen Anliegen wie deinem an mich wenden (ich bin in der Gemeindeverwaltung u. a. auch für das Ehrenamt zuständig;)), würde ich dich tatsächlich an unser Seniorenbüro verweisen, in der Hoffnung, dass der Seniorenbeauftragte möglicherweise eine "Leih-Omi" vermitteln kann.


    Ich wünsche dir alles Gute und dass du eine für dich und deine Kinder gute Lösung finden wirst.


    Viele Grüße aus dem Kölschen,

    SaSel

    Von Geburt an hochgradig schwerhörig beidseitig, im Laufe der Jahre an Taubheit grenzend schwerhörig beidseitig
    OP rechts am 31.05.2017 Uni Köln, EA am 17.07.2017, Cochlear Kanso
    links HG, zurzeit Resound Linx wegen Kompatibilität zu Cochlear

  • Danke schon mal für eure Worte !


    Meine Kids sind 5 und 8. Ich möchte das jetzt auch durchziehen. Ich lasse mir Zeit und wenn es länger dauert, weil ich nicht sooo viel üben kann täglich, dann ist das für mich o.k. eigentlich kann es ja nur besser werden.


    Mein rechtes (gesundes) Ohr ist wirklich super und gibt alles. Ich will es mit dem Ci entlasten.


    Nach der Anpassung soll man ja das Gerät möglicht oft tragen. Kann man sich da auch direkt ein wasserfestes geben lassen ?
    Wenn nämlich die Schwimmbäder wieder öffnen, sind wir da täglich. Auch spontane Wasserschlachten machen wir oft und ich will da schon mitmachen und nicht immer Angst haben, dass da was kaputt geht. Oder ich ziehe es aus, aber dann werde ich es sicher öfter nicht tragen...


    Ich spreche mit den Techniker nochmal und für die Nachsorge Termine versuche ich mich vom Arzt krankschreiben zu lassen, dann könnte ich das vormittags machen, wenn die Kinder wieder betreut werden in Kiga und Schule.


    DANKE nochmal und ich habe sicher noch tausend Fragen demnächst :)

  • Hallo,


    ich komme aus der Nähe von Hanau. Implantat wird in der Uni-Klinik in Frankfurt eingesetzt.

  • Hallo und willkommen bei uns "Blechohren!" :)


    Mindestens bis zu Erstanpassung erfolgt eine Krankschreibung, da ja erst mal der Schnitt verheilen muss. Die weiteren Termine für die Anpassungen kannst Du ja auf "passende" Vormittage legen lassen im Rahmen einer "ambulanten Reha". Da würde ich einfach mal mit dem Techniker reden....


    Kann man sich da auch direkt ein wasserfestes geben lassen ?

    Direkt geht das nicht. Sondern man muss den Soundprozessor eigenverantwortlich in ein wasserdichtes Gehäuse einsetzen und mit entsprechendem wasserdichten Kabel und Spule korrekt verbinden. Außerdem geht das nur mit Akkus oder mit speziellen Batterien. Nur musste Dir im Klaren darüber sein, dass ein Soundprozessor neu ~ 11.000 € kostet.... Ist dann Deine Entscheidung, das verständlicherweise wegen den Kindern so zu wollen....


    Du schreibst in einem anderen Thread, dass Du Dich für MED-EL entschieden hast. Dann guck mal hier beim Zubehör:


    https://www.medel.com/de/heari…ons/accessories/waterwear

  • Ich lasse mir Zeit und wenn es länger dauert, weil ich nicht sooo viel üben kann täglich, dann ist das für mich o.k. eigentlich kann es ja nur besser werden.

    Hallo Susanne,

    das ist eine gute Einstellung ("es kann nur besser werden")! Du bist ja seit 2 Jahren auf deinem zweiten Ohr ohne Funktion. D.h. letztendlich "funktionierst" du nach dem Krankenhausaufenthalt recht schnell wieder. Halt wie vor der OP nur mit dem guten Ohr.

    Lass dich trotzdem möglichst lange krankschreiben. Mit zwei kleineren Kindern im Schlepptau ist das eine zusätzliche Belastung.

    Ansonsten, ich kenne deinen Alltag nicht. In meinem Fall habe ich das CI die ersten Monate einfach nur "mitlaufen" lassen, ohne großartig extra zu trainieren. Die Zeit dafür hatte ich nicht. Wenn das Ohr ohnehin ständig Input bekommt, trainierst du es damit automatisch. Vielleicht nicht so schnell wie wenn du gezielt übst, aber immerhin. Andererseits solltest du dir hin und wieder trotzdem das gute Ohr dämpfen und möglichst nur mit CI lauschen. Z.B. Fernseher, Radio, etc.


    Was die Benutzung im Schwimmbad betrifft hat Jochen ja schon geschrieben. Die Schutzhülle von Medel ist allerdings nicht sonderlich oft benutzbar. Das größere Problem sehe ich aber darin, dass der Prozessor beim Toben im Wasser doch mal hops gehen kann. Im Freibad habe ich meine Hörgeräte getragen, so lange ich außerhalb des Wassers war. Im Wasser waren die grundsätzlich weg. Im Hallenbad habe ich Hörgeräte nie getragen. Die Feuchtigkeit in der Luft ist einfach ein Problem für elektronische Geräte. Mit CI habe ich das noch nie in Erwägung gezogen, trage aber selbst erst seit 13 bzw. 3 Monaten ein bzw. zwei SP.

  • Hallo Susanne,


    ich bin auch Mama, allerdings nicht alleinerziehend und meine Kinder sind schon etwas älter. Ich bin im Februar operiert worden.

    Es kommt ja ein bisschen darauf an, welches Gerät du bekommst. Ich habe das Rondo, das konnte ich bereits ein paar Tage nach der Op tragen. Mit dem Sonnett hätte ich noch etwas warten müssen, bis die Narbe ok ist. Ich habe die Tragezeit Stück für Stück erweitert. Erst 20 min, dann 30 min, dann eine Stunde und so weiter.

    Das Üben ist jetzt nicht so einfach gewesen mit drei Kindern im Homeschooling, am Anfang habe ich mir noch mehr Zeit genommen und auch gezielt nur mit dem CI-Ohr gehört, das können Kinder auch verstehen, dass Mama mal eine Stunde Zeit für sich braucht.

    Mittlerweile ist das Tragen selbstverständlich geworden.

    Am Wochenende höre ich gerne mal über den Audiolink Hörbücher mit dem CI.


    Zum Schwimmen: ich selber werde das sicher mal ausprobieren, aber nur mit Badekappe. Es ist halt aber auch echt sch.... wenn man nichts sieht und nichts hört. Hätte ich allerdings noch ein gesundes Ohr, dann würde ich in Schwimmbädern nur einohrig unterwegs sein.

    Von Geburt an hochgradig schwerhörig, schleichende Verschlechterung, nun beidseitig an Taubheit grenzend schwerhörig.

  • Oh, Danke für Eure Antworten ! Ihr seid super.


    Ich spreche nochmal mit dem Techniker, aber es einfach ausziehen im Wasser, bzw. Freibad geht auch, denke ich mal.

    Dann kann ich ja Abends dafür ein Hörbuch hören oder Podcast. Habe ich seitdem Hörsturtz nicht mehr gemacht, weil ich ja dann nur das höre und ich will doch immer alles mitkriegen ;o)