Posts by Sheltie

    Nun, fangen wir mal hiermit an:

    Ich möchte dass meine rechte Hirnhälfte wieder lebt und nicht mehr tot ist.

    Deine rechte Gehirnhälfte wird ganz sicher nicht tot sein.

    Kannst du was sehen?

    Kannst du (logisch) denken, erkennst irgendwelche Zusammenhänge?

    Erkennst du Muster, Bilder, oder sogar Gesichter von Menschen?

    Wenn das alles zutreffen sollte, so ist dein Gehirn auf jeden Fall noch ganz. Nur, weil man (plötzlich) (er)taub(t) ist, stirbt diese Hälfte nicht so einfach.

    Gleichzeitig wissen wir, dass wir keine Ärztinnen oder Psychologen sind und nur das weitergeben können, was wir selbst erlebt haben oder was wir von anderen Betroffenen gehört haben.

    Und, ganz wichtig!

    Es gibt im Leben keine Garantie!

    Niemand wird auf diese Fragen die exakt, für Deine Person genau zutreffende Antwort geben können!
    Also, solltest Du den Schritt irgendwann mal wagen, und es läuft nicht so, wie es Deinen Wünschen entsprechend verlaufen sollte, so wirst Du hier auch niemandem die Schuld dafür geben können. Jede(r) von uns macht seine eigene Erfahrung mit dem CI, und die Ergebnisse werden nach eigener Veranlagerung entsprechend verarbeitet und somit auch empfunden.

    Hallo, und Herzlich Willkommen hier im Forum!

    Wow, was für ein Start im CI Leben! Deine Hörreise beginnt ja richtig toll!
    Der Rest wird halt so seine Zeit brauchen, was auch völlig normal ist. Dein Gehirn wird sich ja auch ein bißchen umstellen müssen.

    aber ich vermute, das ist eher die Erinnerung im Gehirn als das tatsächliche Hören.

    Ja, genau! Und genau das hilft einem auch beim Musik hören, bzw dies wieder "neu zu erlernen", denn genau das müssen wir ja auch tun.
    Das wäre halt nur der erste Schritt. Zusammen mit der Erinnerungsfunktion und das, was von außen über die SP in den Ohren ankommt findet diese "Schubladensortierung" im Gehirn statt.
    Anfangs kann man sich eventuell nur auf eine Stimme, oder einer Melodie konzentrieren, bzw. leichter heraushören. Dann kann man versuchen, genau dieser zu folgen. Klappt dies einfach, oder "verliert" man diese zwischendurch noch leicht? Wenn es einfach ist, dann mal schauen, ob man einen weiteren Ton "einfangen" und zusammen mit dem ersten "verfolgen" kann. Und so geht das immer weiter, Irgendwann hört man nicht mehr so nach und nach immer mehr Instrumente, oder weitere Stimmen, Tonlagen heraus, sondern es ist komplett als Ganzes sofort wahrzunehmen.
    Dann, ganz plötzlich klappt es dann auch mit komplett fremden Stücken, die man bisher noch nie gehört hatte.

    Ich würde halt diesen Schritt mit den bestens mir bekannten Stücken anfangen wollen. Und lauschen, ob ich immer mehr heraushören kann, von dem, was ich weiß, was vorhanden sein sollte. Wenn ich nicht mehr nach den "Tönen und Stimmen suchen" muß, dann würde ich mich an die nächsten Stücken wagen, die ich mal gehört habe, aber nicht unbedingt "auswendig" kenne. Klappt dies auch prima, kann man sich die Neuerscheinungen aus dem Radio anhören.


    Erst vor kurzem hatte ich auch noch mal so ein Wow Erlebnis gehabt, als ich ein Stück im Auto - Radio gehört hatte. Ich kannte es noch von früher, da es allerdings nicht so unbedingt zu meinen Favoriten gehört, habe ich es auch nicht in meiner Sammlung und somit in all den Jahren auch nicht mehr gehört!
    Jedenfalls kam dieses Stück im Radio, und ich habe gemerkt, wie "voller" der Klang nun war, und ich noch ein paar Melodien mehr gehört habe, als ich es noch von früher in Erinnerung hatte. DAS war ein schönes Erlebnis gewesen! :love:

    Wow, was für ein Horror! 8|

    Unvorstellbar! Das macht mich echt sprachlos! Vor allem auch die "Nachsorge" danach, wie man mit Dir umgegangen ist. Krass!

    Freut mich richtig, daß es am Ende doch noch für Dich gut ausgegangen ist!

    Biker
    January 11, 2026 at 12:59 PM

    Was mir noch aufgefallen ist, meine Freunde sagen zu mir dass ich undeutlich spreche und nicht zu verstehen bin

    Menschen, die schlecht hören, neigen dazu, auch eine schlechte Aussprache zu bekommen. Irgendwie scheint es so, als ob die "kopieren" was sie auch falsch, schlechter verstehen, und das kommt bei gut hörenden Menschen eben wie ein unhöflicher Mensch an, der "sein Mund nicht auf bekommt" (also nuschelt), oder eben wie ein Besoffener lallt.

    Für mich wäre das jetzt ein Warnsignal!

    Die Entscheidung, wann und ob überhaupt, kann Dir niemand abnehmen. Die wirst Du auch ganz alleine fällen müssen!

    Die Ärzte können nach ihrer Voruntersuchung nur zu einer OP raten, bzw diese empfehlen. Wenn keine medizinische Notwendigkeit vorliegt, ist der Zeitpunkt zu diesem Schritt dann vom Patienten abhängig.

    Ist Zweifel vorhanden, dann würde ich mich nicht operieren lassen. Dann würde ich tatsächlich warten, bis der eigene Leidensdruck so groß geworden ist, daß man diesen Schritt und die daraus resultierende Arbeit auf sich nehmen will. Denn genau das ist wichtig!

    Aber, es bringt auch nicht wirklich etwas, darauf zu warten, bis irgendwann mal eine bessere Technik geben wird. Die wird es mit Sicherheit bestimmt auch geben, und später in ferner Zukunft mit Sicherheit noch eine weitere, total bessere, vielleicht sogar eine natürlichere Option. Doch aktuell scheint es noch eher Zukunftsmusik zu sein, praktisch - wenn überhaupt - in Babyschuhen zu stecken.


    Ein bißchen Zeit hat man also schon, was die Entscheidung pro oder doch contra CI betrifft. Man sollte sich dabei nicht von außen unter Druck setzen lassen, sondern sich genau überlegen, was man selbst eigentlich genau will!

    Allerdings stimmt es schon ein bißchen, daß das Hören lernen etwas länger dauern, vielleicht sogar etwas mühsamer sein könnte, als wenn man frisch nach der Ertaubung, bzw Verschlechterung der Schwerhörigkeit sich zur OP entschließt.

    Ist Sprachverstehen schon mal vorhanden gewesen, wird einem das ganz bestimmt eher helfen, alles vielleicht weniger mühsamer vorkommen, als wenn ein Ohr praktisch von Geburt an taub gewesen war. Das sind noch einmal andere Voraussetzungen.

    Vermutlich hat jede Klinik eigene Vorgehensweise.

    Genau, jede Klinik hat da so ihre eigene Philosophie, was das betrifft.

    In Bochum ist man so um die 5 Tage in der Klinik. Ankunft, Vorgespräche wegen Narkose und so, die OP und halt eben die Tage mit dem Druckverband.

    Direkt nach der OP geht es dann schon ins CI Zentrum rüber und der Prozessor wird ausgesucht, also die Farben nach eigenen Wünschen zusammengestellt.

    Erst wird der Heilungsprozeß abgewartet, bis zum ersten Mal der SP dran kommt. Der erste Funktionstest wird ja schon während der OP gemacht, doch davon bekommt der Patient nichts mit.

    Und diese vier Wochen machen schon Sinn. Bei mir war es da noch ein bisschen geschwollen.

    Magst Du verraten, wo Du diese gemacht hast?

    Ich wurde in Bochum operiert.

    Die haben ein eigenes CI Zentrum. Dort wird nach ca 4 Wochen die Erstanpassung, und auch die Reha gemacht. Sie haben ein eigenes Konzept, somit auch Techniker und Logopäden vor Ort, die auch miteinander arbeiten. Wenn bei den Übungen was spezielles auffällt, wird es direkt weiter geleitet und der Techniker kann noch was nach justieren.

    Wann und in welchen Abständen die Termine gelegt werden, ist immer ein bisschen individuell. Im Grunde genommen hat man meist so 20 Sitzungen verteilt auf 2 Jahre. Sie bieten allerdings nur eine ambulante Reha an.

    Und eine jährliche Nachsorge gehört auch dazu.

    Bei mir ist das Restgehör noch vorhanden, was mir an dieser Stelle die Entscheidung nicht unbedingt erleichtert

    Das ist nur zu verständlich!

    Ich hatte auch ein bisschen Restgehör gehabt. Auch wenn das Verstehen mit HG praktisch nicht mehr gegeben war, so war der Verlust nach der OP doch so ziemlich heftig gewesen. So praktisch von jetzt auf gleich komplett taub, wo sonst zumindest laute Geräusche noch angekommen ist, ist wirklich nicht einfach wegzustecken.

    Ein CI kann helfen, ist allerdings keine Garantie, daß es auch wirklich dem so sein wird! Man sollte selbst die OP unbedingt wollen und die Arbeit danach bereitwillig annehmen. Dafür muß der eigene Leidensdruck sehr hoch sein.

    Was Dir jetzt im Augenblick wichtiger ist, wirst nur Du selbst am besten wissen!


    Wegen der Marke, auch dabei wird Dir niemand so genau helfen können. Da hilft es nur, sich die Dummy Geräte vor Ort anzuschauen, diese in den Händen, hinterm Ohr, am Kopf zu halten, nachlesen, welche Philosophie die Hersteller dabei haben und welche Idee einem selbst am ehesten zusagt.

    Überlege, was Dir wichtig ist, so von Handhabung und Handling her, was das Gerät "können soll" und suche Dir danach den Hersteller aus.

    Das hab ich noch nicht ganz verstanden

    Ich meine damit, daß Stereo Hören im allgemeinen für einen selbst gut, ja sogar besser ist. Das ist ja auch im Sinne der Natur.

    Wenn - nun auf Deinen Fall gemünzt - das Hören mit einem CI und einem HG prima klappen würde, könntest Du noch eine Weile dabei bleiben. HG kann man ja immer noch ein Stückchen anpassen, lauter stellen, bis eben die obere Grenze erreicht wurde. Oder noch Mal ein stärkeres Model nehmen und damit noch eine Weile ausprobieren.

    Sollte dies allerdings nicht mehr möglich sein, und so klingt das jetzt bei Dir, weil das Ende der Fahnenstange bereits erreicht wurde, dann ist der nächste Schritt tatsächlich CI.

    Aber da würde ich mich nicht unter Druck setzen lassen wollen. Sollte kein medizinischer Grund vorliegen, kannst Du das Ganze in Ruhe angehen. Der eigene Leidensdruck wird Dich führen, Dir sagen, wann Du bereit für den nächsten Schritt bist.

    Das ein CI Ohr dominanter ist, als ein HG Ohr, ist schon irgendwie logisch. Unterstützt Dich Dein HG Ohr noch prima die CI Seite, kannst Du das noch ausnutzen. Ansonsten laß alles in Ruhe auf Dich zukommen und entscheide nach Deinem Bauchgefühl. Laß Dich von niemanden sonst unter Druck setzen!

    Mir fällt es bei Musik in der Kirche auch auf. Wenn ich nicht vorher gesehen habe, welches Lied gesungen wird, muss ich - wenn ich nur über die Implantatseite höre - lange rätseln, was da für ein Lied gesungen wird und wunder mich über das "Chaos" dass die Organistin spielt

    Das hatte ich beim neuen Hören lernen auch eine zeitlang.

    Ich habe angefangen, ganz bewußt auf diese "Hilfe" zu verzichten, und halt immer wieder gelauscht. Beim Hören im Auto konnte ich das Stück ja auch immer wieder zurücksetzen.

    Versucht, eine Melodie "zu fangen" und ihr zu folgen. Dann das gleiche mit dem zweiten Ton und so weiter, bis ich mir gesagt habe, das mußt Stück X sein. Erst dann hätte ich entweder mein HG dazu geschaltet, zur Gegenkontrolle, oder nachgelesen, ob ich richtig lag. Das hatte mir beim Hören lernen echt einen großen Schub gebracht.

    aber soweit ich weiß ist die gar nicht freigeschaltet

    Das kann / sollte ein Akustiker machen.

    ich habe mal versucht mit seniorentelefon von meiner mutter, es hat so eine hörgeräte Funktion, es hat sich gar nichts getan.

    Wenn die Spule frei geschaltet ist, dann muß man als Nutzer diese aber auch vor Gebrauch einmal einschalten. Meist ein Knopfdruck am Gerät selbst, oder, wenn es nun auch bei Hörgeräten so üblich ist, per App.
    Ich weiß nicht, ob die auch automatisch anspringen können. Das würde mich persönlich nerven. Ich schalte lieber selbst ein.

    es wird erst einmal geprüft was da überhaupt los ist, warum mein Gehör so schnell und so rapide nachlässt.

    Könnte das immer lauter hören wollen, mit Hilfsmitteln, nicht auch ein Grund dafür sein?

    Ich weiß noch, daß ich zu meiner reinen Schwerhörigenzeit immer versucht habe, per Kopfhörer die Musik etwas leiser zu hören, in der Hoffnung, das Gehör könnte wieder etwas besser werden. Alles, was die Häärchen zum Umknicken bringen könnte, habe ich eher vermieden.
    Früher hatte das auch ein bißchen was gebracht. Es war ohnehin klar gewesen, daß mit der Zeit mein Gehör stets verschlechtern und ich immer stärkere Hörgeräte brauchen werde. Aber zusätzlich "gefördert" hatte ich das nicht.

    Die Hörgeräte unterstützen keine Bluetooth.

    Haben Deine Hörgeräte eine T-Spule? Das wäre noch eine Option mit Kopfhörer! Spule einschalten, eventuell das Mischungsverhältnis etwas anpassen (wenn man das mit dem Hörgerät kann / früher mußte ich ja nur einschalten, und gut war's), dann mit dem Kopfhörer ein bißchen am Gerät entlang wandern, bis die richtige Stelle gefunden wurde, und schon sollte man einen besseren Klang haben.

    ich habe noch kein ci aber bin auf dem besten Weg dahin

    Hinzu kommt noch, daß die extra ultralauten Kopfhörer (inOhr Kopfhörer bringen doch dann sowieso nix) nach der CI OP wieder viel zu laut und somit dann wohl auch wieder unbrauchbar sind.
    Ich glaube, es gibt schon einen guten Grund, wieso die Lautstärke (bei Kinderkopfhörer noch deutlich früher) begrenzt sind.

    Ich kann ja verstehen, daß man die Musik vermißt. Doch, wenn ohnehin eine OP bald ansteht, würde ich versuchen wollen, in dieser Zeit darauf zu verzichten, bzw "im Kopf die Musik zu hören".