Posts by Sheltie

    Also, ich weiß, daß, wenn die Batterien fast "alle" sind, macht sich ja mit einem Signal bemerkbar, auch kurz vorm Abschalten, und die für ein paar Minuten "schont", sprich, das Gerät ausschaltet, "erholen" sie sich ein wenig, und wenn man sie nach einer sehr langen Weile wieder einschaltet, geben für weitere Minuten noch genug Saft.


    CI Batterien, die nicht mehr genug Saft für die CIs haben, kann man in kleinen Taschenlampen einsetzen und dort funktionieren sie noch eine Weile weiter, weil eine Taschenlampe nicht so viel Energie benötigt.

    ist ein schwarzes Paket was ich gestern mit bekam

    Schwarz?



    Bisher habe ich die kleinen Boxen, und die Blister eher silbern gesehen.



    Was auch nicht (aus Versehen) passieren darf: eine bereits "verbrauchte" Batterie zusammen mit einer frischen einlegen - ist mir einmal aus Versehen passiert, als mir die Batterien runtergefallen waren, und nicht nicht mehr sehen konnte, welche die "frischen" waren - dann entladen sie auch recht schnell.





    EDIT: bei mir steht power one IMPLANTplus dran - mußte gerade wechseln.

    Ich weiß schon, wieso mir die normale Fernbedienung, oder am SP selbst Schaltmöglichkeiten, deutlich lieber sind, als alles per Smartphone steuern zu "müssen" / dürfen.


    Schöne Spielerei, vielleicht - manches an Funktionen werden sicherlich lustig sein.

    Aber ich halte es irgendwie nicht für eine gute Idee, alles aufs Handy zu packen.

    Neben dem von Euren beschriebenen Problemen, sehe ich noch einen anderen Nachteil. X/

    Es kann auch andere Ursachen haben.

    Wenn die Schwarte am Kopf dicker ist, dann muß das Gerät auch viel mehr leisten, um Daten übertragen zu können. Das kann ebenso die Akkulaufzeit beeinflussen, wie auch der übermäßige Gebrauch von Zusatzgeräte.

    Eigentlich hoffte ich doch irgendwie unter diesem Geklingel oder Flöten Töne im Alltag mehr was zu hören…

    Für mich klingt es so, als ob das schon mal Dein "neues Hören", also der Start in die richtige Richtung ist. Auch wenn es jetzt noch so doof und vor allem nervig ist.

    Das Rauschen ist laut und die Sprache zu leise 🙈

    Was genau hast Du denn jetzt nun?

    Geklingel, Flöten, oder Rauschen?


    Und die Sprache scheint schon anzukommen?



    Das hatte ich auch!

    Ein nerviger Dauerton, und darunter leise Stimmen und Geräusche zu hören.

    Verstehen konnte ich zu diesem Zeitpunkt auch noch nichts. Aber ich habe die Stimmen schon hören können, auch heraushören, daß zwei Menschen sich miteinander unterhalten, sogar Unterscheidung zwischen Mann und Frau.

    Mehr war da bei mir noch nicht gewesen!

    Also habe ich es einfach weiter "laufen" lassen.

    Mehr kann man zu diesem Zeitpunkt eh noch nichts tun. Das Gehirn befindet sich da noch in Gewöhnungsphase und ist dabei, im Oberstübchen zu sortieren, alles neu einzuräumen. Das kann unter Umständen schon mal eine Weile dauern.


    Allerdings hat kein Arzt zu mir gesagt : hey was, du bist überfordert bei der Arbeit!? Bleib mal brav Zuhause 😬 selbst meine HNO Ärztin reagierte nicht sehr einfühlsam…

    Ja, das kenne ich!

    War bei mir bei der ersten OP auch so gewesen!

    Bin da auch schon 15 Tage nach der OP wieder arbeiten gewesen. Da hatte ich noch keine Anpassung gehabt!

    Während der EA und in den Wochen danach habe ich auch weiter gearbeitet.

    Habe aber auch Glück mit meiner Arbeitsstelle gehabt!

    Die Kollegin hat komplett das Telefonieren übernommen. Und beim Rest, hatten alle halt Geduld mit mir gehabt. Waren aber auch total neugierig gewesen, wie ich das Hören neu für mich entdeckte.



    Nach der zweiten OP habe ich aber dafür gesorgt, daß ich etwas länger krank geschrieben wurde. Da hatte ich noch mit Schwindel und körperlichen Schwäche zu kämpfen gehabt. So wollte ich nicht zur Arbeit fahren. Wäre auch gefährlich gewesen.

    Die HNO Ärztin hat zwar doof geschaut, man merkte ihr auch deutlich an, daß sie mich nicht verstehen wollte, aber mir dann doch einen Schein ausgeschrieben.

    leider hab ich nach so einem langen Tag keine Lust mehr zu üben

    Verständlich!

    Ich würde das auch nicht wollen! Also extra Übungen machen!

    Das klingt in Deinem Fall auch noch nach viel zu früh! Was willst Du denn bewußt noch üben?


    Im Grunde genommen übst Du doch schon die ganze Zeit!

    Ich lass mein CI Ohr einfach nur „mithören „ 😏 das reicht als Training ?👍

    Ganz genau!

    Erst, wenn Dein Gehirn alles "Neue" richtig einsortiert hat, kannst Du mit dem bewußten Training anfangen.

    Hörübungen, wo man Sprache verstehen muß, wäre jetzt noch viel zu früh, und machst Du ja schon den ganzen Tag über auf der Arbeit! Brauchst Du aktuell nicht noch zusätzlich.

    Geräuscheübungen: Klopfen auf dem Tisch, Wasserhahn auf- und zudrehen, Stuhl rücken und so, DAS kannst Du gerne zu Hause für eine Minute lang machen. Mehr würde ich in Deinem Fall nicht tun!

    Du, bzw. Dein Gehirn braucht auch mal Ruhe von all dem!



    Setze Dich bitte nicht unter Druck!

    Lasse alles laufen, und siehe zu, daß Du Dich auch mal "abschalten" kannst, also nicht die Geräte, aber Du Dich selbst von all dem kurz entziehen kannst. Das wirst Du brauchen!


    Ich drücke Dir die Daumen!

    Liegt wohl daran, dass das Hören seit Kindesbeinen mit Leisten zu tun hat 🥺.

    Das ist ja für die meisten für uns so gewesen!

    Sonst wären wir ja keine CI Kandidaten.



    Deshalb war für mich mein größter WOW Effekt gewesen, daß ich ganz entspannt was machen kann, was nichts mit Hören zu tun hat, zum Beispiel puzzlen, und dann so plötzlich merke, was ich alles so vom Radio, oder TV verstanden habe, obwohl ich es nur als Hintergrundgeräusch laufen habe :D

    Habe ich zugehört? Nö!:!:

    Ich war auf mein Puzzle fokussiert gewesen.

    Und ich habe nicht nur hier und da einzelne Worte verstanden, sondern ganze Blöcke, ellenlange Sätze, konnte sogar deutsch gesungene Lieder, die mir total unbekannt waren, verstehen.


    Das Hören, oder besser gesagt das Verstehen ist einfacher geworden. Ich muß mich nicht mehr so dolle anstrengen.

    Das ist etwas, was mir erst so nach einer Weile aufgefallen ist. Es ist eher unbewußt geschehen.




    Deshalb mache es ich heute noch ganz gerne!

    Ich male, puzzle, schreibe, sticke - und lasse was im Hintergrund laufen.

    Keine bewußte Konzentration, sondern entspanne mich dafür bewußt, fahre mich runter.

    Und manchmal staune ich heute sogar noch :)

    Hm,


    also beim Autofahren habe ich sogar echt das Gefühl, daß es auf das Modell, die Bauweise ankommt, und wie gut die Dichtungen sind.

    Mein jetziger Wagen ist auch in manchen Situationen laut - lauter als ich es sonst gewohnt war. Gerade auf Autobahnen, oder dicht befahrenen Schnellstraßen.

    Ich denke immer (was auch mal vorkommen könnte), daß die Fenster nicht richtig zu sind und betätige als erstes die Hebel, um alle Fenster richtig zu schließen. Man sollte nicht vergessen, daß die Scheiben beim vielen Fahren etwas runter "rutschen" können. Auch wenn sie geschlossen aussehen. Ist halt so.

    Das alleine reicht schon aus, um im Wagen deutlich lauter werden zu lassen.

    Schließt man dann die Fenster richtig, wird es wirklich leiser.


    Mit einem anderen Wagen wäre alles noch deutlich leiser, weil dort anders Schall-isoliert wird.

    Das macht echt sehr viel aus!


    Wenn es eine Möglichkeit gibt, würde ich mal testen wollen, ob das Problem auch mit/in anderen Wagen vorherrscht. Einfach mal von einem Familienmitglied, oder gute Freunde für eine kurze Probestrecke den Wagen ausleihen und dann mal testen, ob man darin etwas besser hören kann.

    und jetzt stagniert es seit ein paar Tagen. Stoße immer an die gleichen Hürden, manche Lautverbindungen wollen / können einfach nicht verstanden werden. Manchmal denke ich, dass ich vielleicht sogar Rückschritte mache 🥺

    Ja, sowas ist normal.

    Meist ist es auch so, daß es nur gefühlt auf der Stelle steht, und die ganz kleinen Dingen, die da hörtechnisch passieren, nicht so wirklich wahrgenommen werden.

    Eher werden die NEUEN Dinge wahrgenommen, weil es auch bewußt geschieht.


    Auf der anderen Seite, wenn man bisher vom schnellen Tempo regelrecht verwöhnt wurde, kommt einem die normale Geschwindigkeit natürlich total langsam vor. Nichts desto trotz passiert ja immer noch was. Ganz besonders in Deinem Gehirn. Irgendwann wirst Du wieder ganz plötzlich merken: Mensch, da war doch was!




    Ganz besonders wichtig: je mehr Druck Du auf Dich selbst ausübst, desto mehr stehst Du auf der Stelle ;)

    Laß es einfach laufen.

    Du "übst" ohnehin schon, nur alleine deshalb, weil Du Deinen SP trägst. Im Alltag gibt es immer was zu hören. Auch, wenn Du es nicht mehr so bewußt wahrnimmst. Vieles wurde ja schon von Dir als "normal" abgehakt und im Gehirn auch in den entsprechenden Stellen abgespeichert.

    Kann es sein, dass die Hörentwicklung nicht kontinuierlich ist, sondern in Sprüngen verläuft ? Mit Stagnationen ?

    Gefühlt ja.

    Das sind die Dinge, die Dir (irgendwann) ganz bewußt auffallen.

    Der Rest läuft kontinuierlich weiter, halt nur im "Verborgenen". Meist Dinge, die man früher auch schon wahr genommen, oder jetzt schon mit den neuen Hören als "normal" empfindet.


    Auch, wenn es sich für Dich so anfühlen mag, dein Training "steht" nicht. Es sind nur keine so große Veränderungen, die halt eben deutlicher auffallen, und die man dann auch als "Sprünge" wahrnimmt.

    Manches merkt man irgendwie später, ui, da war doch was, das habe ich bisher noch nie gehört, und jetzt habe ich das schon als selbstverständlich abgehakt, ohne es mir bewußt geworden zu sein. :)




    Deutliche Änderungen kommen wieder.

    Auch im normalen Hören, wenn alles schon perfekt (für Dich) eingestellt worden ist, und ansonsten bei jeder neuen Einstellung, die ja zwischendurch doch noch gemacht werden.

    Da arbeitest Du ja nicht nur mit dem Techniker zusammen, sondern er bekommt ja auch Infos von Deinen Logopäden. Wenn ihnen auffallen, daß bestimmte Dinge nicht bei Dir ankommen, oder Du was "falsch" hörst.


    Deine Reha geht zwei Jahre.

    Da wird noch einiges passieren.



    Bei mir ist es auch jetzt noch so, daß ich ab und an solche WOW 8| Effekte habe, weil mir wieder was bewußt geworden ist. Und das, obwohl ich keine neue Einstelleungen mehr bekommen habe.

    Ich bin mit meiner bisher zufrieden, und auch die Testergebnisse zeigen dem Techniker an, daß er nichts ändern möchte.




    Was mir allerdings aufgefallen ist, wenn ich nichts bewußt mache und sehr entspannt bin, kommen schon mal neue "Schübe" an. ;):)

    Hallo und Herzlich Willkommen hier!



    Dein Start ins neue Hörleben klingt wirklich rasant!

    Freut mich für Dich!


    Ja, manches klingt manchmal recht leise.

    Laß dies einfach mal zu und genieße auch das leise Hören - mal so zwischendurch.

    Ist besser, als wenn man sich selbst die Hörnerven reizt, weil man zu rasch lauter eingestellt hat.

    Mit der Zeit tritt ohnehin ein Gewöhnungseffekt ein - auch bei den leisen Tönen.



    Ich wünsche Dir weiterhin Erfolg beim Hören!

    EDIT:


    Was mir gerade noch auffällt und somit einfällt:


    Nach der Entlassung aus dem KH habe ich mich an jedem möglichen Strohalm geklammert. Neben einer Sauerstoffbehandlung in einer Druckkammer wurden auch noch mal einige Infusionen und zu guter letzt noch 5 Kortisonspritzen direkt ins Trommelfell gegeben. Leider blieb alles ohne Erfolg.

    Als ich jünger war, wollte eine ehemalige Klassenlehrerin von mir auch, daß ich das mache und hatte sogar dem Arzt DAS gesagt, wozu sie überhaupt kein Recht gehabt hatte.

    Aber egal, eine andere Geschichte!


    Jedenfalls mußte ich dann zum Termin hin, und sie haben mich dort deswegen auch untersucht. Es kann anscheinend nicht jeder einfach so in die Kammer gesteckt werden.

    Natürlich wollten die Ärzte dort, nach Abschluß der Vorunersuchungen, daß ich das mache. Sie haben mir einiges erklärt, und ich habe auch sehr viele Fragen gestellt!

    Ich habe mir das alles an Antworten angehört, und auch diesen Zettel gelesen, welchen ich unterschreiben mußte, wenn ich in die Kammer gehe, und da stand als "Nebenwirkung", daß man davon ein Rauschen im Ohr bekommen könnte.


    Natürlich ging mir mein Tinnitus Ton auf den Keks, vor allem, wenn ich Streß hatte, und daran verstärkt denken mußte.

    Aber, ich kannte den Ton schon seit Jahren und wußte, wie ich damit umzugehen hatte. Ich konnte ja nicht wissen, ob ich mit dem Rauschen einen ähnlichen Erfolg gehabt haben könnte. Ich wollte jedenfalls nichts riskieren!

    Ich habe es auch nicht eingesehen, den einen Tinnitus einfach gegen einen anderen "auszutauschen" - wie ich es damals genannt hatte.

    Der eine Arzt hatte mich verstanden, war wohl auch bißchen in meiner Meinung gewesen, der andere wollte unbedingt, daß ich es mit der Kammer mal probiere.

    Dazu hatte mir während der Ausbildung aber auch einfach die Zeit gefehlt!

    Und ich hatte echt keine Lust dazu gehabt!






    Meine Frage an Dich jetzt: hattest Du schon vorher diesen Tinnitus in Form von Rauchen gehabt?

    Oder ist dies erst aufgetreten, nachdem Du in dieser Kammer gewesen warst?

    Gab es auch jemanden unter euch, der nicht diese Erfahrung gemacht, das der Tinnitus nach der OP schlimmer wurde?

    Also, bei mir war das so:

    Seit meiner Kindheit hatte ich zwischendurch immer wieder mal so einen Tinnitus-Ton auf meiner rechten Seite gehabt.

    Kennt Ihr das noch, wenn ein Fernsehersender nicht mehr lief? Dann gab es so ein bestimmtes Bild und dann dieser eine Ton.

    Genau DAS war mein Tinnitus Ton gewesen <XX(



    Ich habe als Kind schon irgenwie gelernt, diesen Ton irgendwie zu "überhören". Und ich habe für mich gemerkt, daß ich den auch nicht höre, wenn ich nicht an diesen Ton dachte, nachdenken mußte oder danach "lausche". Dann hatte ich echt wochenlang, monatelang davon meine Ruhe gehabt!

    Deshab fand ich die Hörtests immer doof, denn dann war der Ton wieder dauerhaft da. Manchmal sogar mehrere Nächte lang, sogar auch tagsüber!

    Ebenso, wenn der Fernsehsender wieder ausfiel, hatte ich den Ton da.

    Oder, wenn ich abends im Bett lag und dachte "Hey, Glück gehabt, die ganze Zeit über diesen Ton nicht gehört!" und flups, war dieser Ton wieder da!

    Ich durfte mich auch nicht darauf konzentrieren, dann wurde dies irgendwie immer stärker, lauter. :thumbdown:



    Später habe ich gemerkt, daß ich diesen Ton öfters hören "mußte", wenn mein Ohr sich "langweilte", also nichts zu hören bekam.

    War der noch leise, und ich für mich schaffte, den aus meinen Gedanken zu verbannen, nicht darüber nachzudenken, extra hinzulauschen, und mich ablenke, ging er auch wieder weg.




    Dann kam der Tag meines Hörsturzes.

    Anfangs konnte ich zwar noch was hören, wenn auch alles so extrem verzerrt und total falsch ankam.

    Nach meiner Zeit im Krankenhaus war sogar dieser Teil weg gewesen, und mein Tinnitus kam wieder, verstärkt.

    Das war eine harte Zeit, weil ich lernen mußte, mit dieser veränderten Situation auch klar zu kommen. "Einfach nur" wieder Geräusche drauf packen fiel ja weg, denn ich hörte ja nichts mehr mit dem Hörgerät!

    Ich habe auch gemerkt, daß sich mein Tinnitus meldete, wenn ich argen Streß gehabt hatte. Ich mußte also neben der Ablenkung auch noch lernen, wie ich mich selbst runter fahren kann. Denn auch dann wurde der Ton leiser, bis zum kompletten Verschwinden.

    Und ich durfte halt mich auch nicht zu dolle darauf konzentrieren, das zu tun.

    Also, alles irgendwie im totalen Widerspruch.


    Anfangs hatte es nicht so gut geklappt. Mit der Zeit wurde es besser!

    Aber es war schon schwierig. Zumal nun auch noch meine linke Seite anfing, einen Tinnitus zu entwickeln. Komplett anderer Ton!

    An sehr schweren Tagen hörte ich also das im Duett ||:thumbdown::cursing:

    Das war dann sehr, sehr anstrengend gewesen. Vor allem hat es genervt, daß es dann auch noch zwei völlig unpassende Tonlagen waren, die zudem noch versuchten sich gegenseitig in ihrer Lautstärke zu übertreffen! <X

    In dieser Phase war mein "Training" anstrengend gewesen, ja! Ich merkte, daß ich was an mir verändern mußte, daß irgendwas in meinem Leben falsch lief! Das habe ich geändert, so nach und nach, und mit meinem üblichen "Training" aber trotzdem weiter durchgezogen, und es klappt auch!

    Seit dieser Zeit habe ich gelernt, meinen Tinnitus auch als Warnung anzusehen!

    Mein Körper wollte mir was damit sagen!





    Dann kam der Zeitpunkt für mich, endlich meine rechte Seite operieren zu lassen, da ich dort wieder was hören wollte.

    Ja, ich hatte direkt nach der OP Tinnitus gehabt. Aber auch nur, weil ich es ohnehin gehabt hätte. Und Krankenhäuser bedeuteten für mich ohnehin Streß.

    Ich war das ja schon gewohnt gewesen, hatte es auch irgendwie erwartet, und kannte ja auch eine Methode, damit klar zu kommen. Ich habe damit einfach weiter gemacht. Das hatte dazu beigetragen, daß meine üblichen Maßnahmen, die ich im laufe der Zeit mit meinem Tinnitus angeeignet habe, mir auch hierbei half. Das war dann wieder "normal" gewesen. Also, die meiste Zeit nicht vorhanden, außer ich mußte (zu sehr) daran denken, ansonsten habe ich mich abgelenkt und "drüber weg gehört".




    Diese Klinik machte es so, daß man vier Wochen nach der OP erst die EA bekommt.

    Mag einem recht lange vorkommen. Aber für mich war das genau richtig gewesen. Denn die OP Stelle war noch lange empfindlich und geschwollen gewesen - zumindest fühlte es sich so an. Die Ohrmuschel selbst noch recht lange taub, so langsam kam das Gefühl wieder. Und auch die Narbe fühlte sich empfindlich an, auch wenn alles schon am Verheilen war und die Fäden Wochen vorher gezogen worden waren.

    Meine ersten Geräusche waren ja Gedudel gewesen, wie, als ob jemand eine Querflöte spielte, schnelle Töne hintereinander, immer die gleichen. Also eine prima Vorraussetzung für den Tinnitus, der ja auch ein hoher Ton ist.

    Vor allem, als am Tag zwei direkt mit dem Dauerton den ganzen Tag weiter ging.

    Dachte erst, das war mein Tinnitus gewesen. Nö. Der Ton war sofort weg gewesen, kaum daß ich die Spule vom Kopf genommen hatte. Es kam also vom CI - und gehörte zu meiner eigenen Hörreise, die dafür sorgte, daß ich am Ende hören kann.


    Abends, kurz vorm Schlafen gehen, hatte ich beim Ablegen schon ein bißchen "Nachwirkungen" vom Dauerton gehabt. Es gibt aber schnell weg. Hatte da ordentlich Schiß gehabt, daß sich mein Tinnitus wieder melden würde.

    Aber das hielt sich im Rahmen.

    Zum Glück konnte ich schon am dritten Tag neben dem penetranten Dauerton die ersten Stimmen heraushören, wenn auch nichts verstehen, und auch schon die Geräusche hören.


    Ab da ging es stetig aufwärts.

    Tinnitus wurde deutlich weniger, ich mußte nicht mehr so viel meine Maßnahmen dagegen machen, es ging von alleine ganz gut weiter.

    Jetzt darf ich nur selbst nicht mehr daran denken, dann habe ich den Ton wieder, wenn ich gerade komplett taub im Bett liege.






    Was ich an Deiner Stelle machen würde, wäre so eine Art Tinnitus Tagebuch:

    Wann taucht der auf? Nur morgens, mittags, abends? Ist er dauerhaft, also den ganzen Tag lang, da?

    Sind es in ganz bestimmten (immer gleichen) Situationen?

    Habe ich gerade Streß?

    Denke ich zuviel darüber, oder über was anderes (streßverursachendes), nach?

    Habe ich zuviel um die Ohren? Arbeit, Familie, Freizeit, Hobby, Verpflichtungen?



    Für diejenigen, die einen hohen Ton als Tinnitus haben, sagt man ja oft, sie sollen ein weißes Rauschen als Gegenstück einschalten, weil dies vorrübergehend etwas Linderung schaffen soll. In diesem Fall wäre das Dusche anmachen, oder eben das Radio zwischen zwei Sendern einstellen.

    Keine Ahnung, ob es auch umgekehrt geht? Also, wer so ein Rauschen hört, eventuell mit einem hohen Ton dagegensteuern?

    Aber soetwas würde ich immer nur in Absprache mit einem Arzt machen!

    Ja, das ist wirklich ein "großes Problem" der Normalhörende.

    Im Grunde genommen kann man das ja nicht mal "richtig" vertäuben, weil Normalhörende trotzdem noch in der Lage sind, was hören zu können.

    Da hilft wohl nur Übungen, die eben nicht an die Umgebungung weiter geleitet wird, oder direkt zum CI Ohr gelangen. Das kann dann das normalhörende Ohr nicht mehr wahr nehmen. Ein Minimic, oder sogar das Teleclip wäre hierbei eine Option. Denn das kann das normalhörende Ohr überhaupt nicht wahrnehmen.

    Kopfhörer wäre hierbei nicht hilfreich, denn das kann man ja wieder leicht über die Umgebung hören.

    Anders geht es wohl nicht - schätze ich mal.




    Dieses "Robotor-mäßige" Hören wird schon wieder verschwinden, mit der Zeit. Logisch ist es ja schon, daß es bei Dir vorhanden ist, weil Du vorhab ja nur natürlich, niemals "künstlich" gehört hast.

    Eigentlich ist sogar ein gutes "Gegenohr" in so einer Situation perfekt. Es kann nämlich dem Gehirn "zeigen", wie es normalerweise klingen müßte, und so kann sich das noch roboterhafte Hören auch dem normalen Modus angegelichen werden.



    Du kannst schlecht dein gutes Ohr zubetonieren - und zu einem extremen Schritt würde auch niemand ernsthaft raten wollen. Immerhin soll man ja froh darüber sein, daß man noch ein gutes Ohr hat.

    Alles andere an Möglichkeiten, wie man sein gutes Ohr "vertäuben" könnte, also Watte oder was anderes ins Ohr, dann einen Schal drüber, plus einen schalldichten Kopfkhörer, sind eigentlich für einen wirklich gut hörenden Menschen eher Maßnahmen, dafür zu sorgen, daß die Geräusche "nur" leiser ans Ohr, und somit ins Gehirn gelangen. So ganz verhindern kann man das wohl nicht.


    Hast Du eine Möglichkeit, Rauschen zu produzieren? Das könntest Du per Kopfhörer an Dein gutes Ohr anlegen. Das würde aktiv verhindern, daß Du darüber (viel) hören kannst - ist dann aber wohl leider auch Störgeräusch, was Dir das Training mit der CI Seite etwas erschweren könnte.

    Wenn Du schon weiter forgeschritten bist, wäre dies wohl eine Option.

    Ich würde sämtliche Eindrücke und Erfahrungen für mich nieder schreiben.

    Du kannst auch alles dem Techniker sagen. Es wird ja ohnehin am Anfang noch etliches geändert und ergänzt.

    Rest ist Sache vom Gehirn.


    Es spricht nichts dagegen, es für sich auch ein wenig angenehmer zu machen.

    Kann dann ein kleiner Umweg zum Ziel sein, ist aber meist keine Sackgasse.

    Und der Techniker ist wirklich sehr gut! Er hat Ahnung, und weiß, was er da tut. Und er braucht eh unsere Eindrücke, damit er weiß, an welchen Stellschrauben er drehen muß.

    Das oooooooooooooo wird auch noch verschwinden! Dein Gehirn ist noch dabei alles neu zu sortieren.

    Ehe Du es Dich versiehst, ist alles "decodiert" .

    Bis dahin ist Geduld wirklich Dein Begleiter :)

    Ich find solche Tests immer ganz schön schwierig, weil die Töne, wenn sie leiser werden, irgendwann in meinem Tinnitus untergehen, sozusagen. Da ist es manchmal echt nicht mehr leicht zu unterscheiden. Das kennen hier sicherlich einige.

    Jep!


    Davon kann ich auch ein Lied singen!


    Sag mal vorab Bescheid, also beim nächsten Test. Die Audiologen haben so ihre Möglichkeiten, da etwas abzuändern, bzw den Test dem Patienten etwas besser anzupassen.

    Vielleicht kommst Du mit dieser Option viel besser klar, als mit dem üblichen Standart Verfahren?

    Aber auch das perfekte Beispiel, WAS man (eventuell auch schon seit langem) NICHT mehr gehört hat! ^^

    So ein CI macht für einen hochgradig schwerhörigen Menschen, nachdem Hilfsmittel HG komplett ausgeschöpft wurde, DEN großen Unterschied und einen Meilenstein in Richtung Hören aus!


    Bin auf Deinen weiteren Bericht gespannt!