Beiträge von Sheltie

    Sheltie, das ist keine Einbildung :) . Musikhören ist dem Spracherwerb beim CI-Hören tatsächlich mehr als dienlich,

    Ich formuliere lieber noch bewußt was von Einbildung,

    weil es halt auch Leute gibt, die gerne das Gegenteil sagen. ;)



    Ich bin von Anfang an mit Blasinstrumenten ganz gut klar gekommen. Panflöte, Klarinette, Trompete, und so.

    Andere Instrumente klangen anfangs wirklich ziemlich komisch, manches sogar :Pbäh! Davon sogar eines, womit ich nicht wirklich gerechnet habe.

    Mit der Zeit geht es jetzt natürlich viel besser.


    Jetzt sind auch Orchesterstücke kein Problem mehr für mich.

    Mit Kopfhörer hören ist einfach nur ein Genuß!

    Vor allem, weil ich da echt Stereo hören kann.

    Man hört, für micht total erstaunlich, weil ich das früher nie so wahrgenommen habe, die Streicher links, die Blasinstrumenten rechts - einfach nur 8|:love::love::love:!



    Schönen Gruß

    Sheltie

    Ich persönlich bilde mir ja ein, daß mir beim neuen Hören lernen, Musik auch sehr geholfen hat.

    Damit meine ich nicht anfangs unbedingt Rock, Pop mit Gesang Stücke, sondern die reinen Instrumentalstücke.

    Klingt überhaupt irgendein Instrument für mich gut, sogar schon richtig normal?

    Höre ich das gerne?

    Kann ich die (vielleicht sogar bekannte) Melodie gut heraushören?

    Wie sieht es mit Stücken, die mit mehreren Instrumenten gespielt werden?

    Kann ich die hören?

    Alle? Oder nur eines davon?

    Schaffe ich es auch, den zweiten Ton "einzufangen" und dem ebenfalls zu folgen, obwohl ich schon der "ersten" Melodie folge?

    Kann ich verschiedene Instrumente auseinander halten?


    Mag vielleicht nur Einbildung sein.

    Mir kam es vor, als ob ich hiermit so eine Art "Finetuning" gemacht hätte.

    Was mir dann auch beim Sprachverstehen bißchen entgegengekommen ist.


    Vielleicht ist das für Dich auch noch eine weitere Option?



    Schönen Gruß

    Sheltie

    An für sich eine gute Idee!



    Wenn ich meinen Techniker ( ;) ist irgendwie so leichter zu unterscheiden) richtig verstanden habe, gibt es noch einen weiteren Aspekt, warum es nicht mal eben "einfach so" geht.

    Nur die Schulungen zu besuchen, Prüfungen ablegen, und so weiter, reichen anscheinend nicht.

    Das scheint wohl irgendwie eine versicherungstechnische Sache da mit drin zu sein.


    Es geht ja nicht nur um Gerät anschließen und mit den Einstellungen "spielen", um hoffentlich noch deutlich besser hören zu können, sondern es hat auch was mit der Software vom jeweiligen Hersteller und den Maps des jeweiligen SPs zu tun. Da hängt deutlich was dran. Viel zu wichtig, vielleicht auch zu komplex, um mal eben "einfach so" was machen lassen zu dürfen.



    Schönen Gruß

    Sheltie

    Hallo,


    und Herzlich Willkommen hier im Forum!


    Da die Chancen aber sehr gering sind etwas zu hören bin ich mir aufgrund der Risiken unsicher.

    Dazu habe ich eine Frage.

    Wurde bei Dir schon was in der Richtung untersucht?

    Ein CI macht nur Sinn, wenn der Hörnerv funktioniert.

    Das kann man testen lassen.


    Auch, wenn man jahrelang auf der einen Seite nichts gehört hat, kann der Hörnerv funktionstüchtig sein.

    Wenn dies bei Dir der Fall ist, dann könnte ein CI schon Sinn machen.

    Dir muß halt nur bewußt sein, daß Du nach der OP auch damit erst einmal "arbeiten" muß. Denn bisher mußte der Hörnerv nichts leisten, daher muß es dann auch erst einmal antrainiert werden. Es kann dann halt unter Umständen auch eine Weile dauern.


    Hat jemand die gleiche Erfahrung wie ich gemacht bzw. nach so langer Zeit einseitig ein CI bekommen?

    Hier im Forum gibt es einige einseitig ertaubte, oder schon von Geburt an einseitig taube User.

    Sie haben ihre Erfahrungsberichte hier geschildert.

    Da kannst Du Dich ein wenig einlesen, und von ihren Erfahrungen profitieren.



    Schönen Gruß

    Sheltie

    Das ist schwer!


    Es gibt ja keine Vergleichsmöglichkeit.

    Also was ans Ohr tun, und lauschen, ob es anders, besser, deutlich angenehmer klingt, als nur mit einem Ohr.

    Hörgerät würde eh bei einem tauben Ohr nichts nützen.



    Du könntest Spiele machen, wofür Raumhören sehr wichtig ist.

    Jemand klopft auf einem Topf, und Lilli muß bestimmen, von woher das Geräusch kommt.

    Du gehst mit Tochter spazieren und fragst sie, wo der Vogel sitzt, den Ihr gerade singen hören könnt.

    Sie steht mit der falschen Seite zur Straße, und soll sagen ob überhaupt und von wo ein Auto kommt.


    Wenn sie eine gute, normalhörende Freundin hat, könntest Du sie vielleicht bei so einer Aktion mitnehmen und "mitspielen" lassen.

    Oder gleich mit mehreren Kindern "arbeiten". Es gibt ja so einige Kinderspiele, wo man auch recht genau hören muß. Wie zum Beispiel "Blinde Kuh". Töchterlein bekommt eine Binde vors Auge, und die anderen Kinder sind irgendwo in ihrer Nähe, in ständiger Bewegung und machen Piep, oder so.

    Da wird Lilli sehen können, daß es sehr wohl einen Unterschied macht, auch wenn sie meint, nur mit dem einen Ohr recht gut hören zu können..


    Wenn Deine Tochter sich gerne ins Zimmer zurück zieht, so wie die anderen, betroffenen User das geschildert haben, kannst Du sie ja mal fragen, ob sie nichts mit ihren Freundinnen unternehmen will.

    Vielleicht kannst Du dann aus ihrer Antwort eine weitere, sehr wichtige Aussage heraushören, was Dir Deine Entscheidung zu pro, oder auch contra OP erleichtern würde?



    Schönen Gruß

    Sheltie

    Dort hat man nach einem Einsilberhörtest gesagt, dass man evtl. durch die Einstellung des SP was verbessern könnte. Der Akkustiker sagt aber, alles gut.

    Hm, ich bin ein bißchen erstaunt, daß Du ständig Akustiker schreibst.

    Ich dachte immer, daß dürfen nur die Techniker von einer CI Klinik, oder eben einer CI anerkannten Einrichtung machen. :/

    Zumindest so ähnlich hatte es mir mein Techniker das mal erklärt.


    Was die Einstellung betrifft.

    Solange mal selbst zufrieden ist, und das Gefühl hat, alles läuft mega gut, dann muß auch nichts abgeändert werden.

    Wenn man allerdings das Gefühl hat, es könnte doch noch was mehr sein, was nachkommen, so denke ich, kann es nicht schaden, wenn man ab und an noch an der Einstellung "herumspielen läßt".

    Denn nur so kann man auch herausfinden, ob es schon das Ende der Hörreise war, oder doch noch weitere, neuere Ziele geben kann. Wenn es nichts gebracht hat, so kann man ja immer noch zur letzten, besten Einstellung zurück gehen.

    Wie läuft es bei Dir? Es scheint ja überall anders zu laufen.

    Ich bin aktuell mit beiden Einstellungen zufrieden.

    Zuletzt, am großen Jahrestest, hatte der Techniker mir noch beide Mikrofonabdeckungen erneuert, damit nichts die Tests "verfälschen" kann. Und er war auch zufrieden mit dem Ergebnis.

    Da ich auch nichts zu bemängeln hatte, bzw. was hörtechnisch noch vermissen könnte, hat er mal meine Einstellungen so gelassen.

    Er hätte aber was geändert, wenn ich ihm was anderes gesagt hätte.

    Und gleichzeitig Frage ich mich, ob ich genug mache, wieder zur Logo sollte. Ich habe Sorge, dass ich jetzt etwas nicht mache oder gemacht habe und das nicht mehr nachholen kann.

    Keine Angst.

    Im Prinzip lernst Du, wenn auch unbewußt, täglich neu dazu, nur, weil Du Dein CI aktiv hast.

    Vieles findet im Untergrund statt. Du merkst noch nicht einmal mehr, daß Du da was gehört hast, und womit sich Dein Gehirn beschäftigt und auf Trapp gebracht wird.

    Nur noch die wirklich neuen, ungewohnten Momenten werden Dir auffallen, und ein WOW Gefühl hinterlassen.


    Wenn Dir Sprache wirklich so sehr wichtig ist, dann mach doch einfach mit den Hörbüchern, Radio, Fernseher weiter. Immer wieder zwischendurch nur berieseln lassen, ohne unter Druck alles unbedingt hören und verstehen zu wollen.

    Wenn mal auch nur ein Wort ohne Probleme verstanden wird, und danach daraus immer mehr wird, freu Dich darüber, denn Du bist doch schon auf dem richtigen Weg. Darauf baut sich ja das Ganze auch langsam auf!

    Dein Bericht über dein HG-Ohr tut gut und macht mir Mut, dass meine CI-Seite im Notfall einspringen kann. Und ich dann das alleinige hören mit CI auch noch lernen kann.

    Ich hatte ja praktisch 10 Jahre Zeit gehabt, mein schlechteres HG Ohr zu trainieren, daß es auch Sprache verstehen kann.

    DAS war eine mühselige Arbeit. Seit meinem Hörsturz habe ich auch angefangen, Untertitel anzuhaben, bin auch nicht mehr ins Kino gegangen, weil ich eh nichts verstehen konnte.

    Zum Ende hin, wurde es besser. Ich konnte wieder was verstehen.

    Ich weiß echt nicht mehr, wie lange das gedauert hatte. Es waren ganz bestimmt so einige Jahre gewesen!

    Allerdings hatte ich mich immer noch nicht sicher genug gefühlt und daher immer noch zur Sicherheit Untertitel angehabt.

    Hörbücher waren da eine recht große Herausforderung gewesen, und ich habe mich eher mehr berieseln lassen.

    Dann ist eine Zeit gekommen, wo ich immer mehr verstanden hatte. Ab da hatte ich es mir angewöhnt, das Hörbuch direkt zwei Mal in einem Rutsch hintereinander durchzuhören. So konnte ich dann das vorher Überhörte doch noch verstehen.


    Jetzt bin ich beidseitig CI versorgt.

    Rechts war ja mein gutes Ohr gewesen, und da klappte es, sobald das mit den Tönen, Geräuschen und Stimmen "sauberer" geworden war, mit dem Sprachverstehen recht schnell.

    Meine Theorie: mein Gehirn hat nicht vergessen, daß diese Seite eh schon gutes Sprachverständnis gehabt hatte, und es war von den letzten 10 Jahren eh gewohnt gewesen, im Training zu bleiben.

    Dann hatte sich auch das linke HG Ohr verabschiedet, und ich wurde sofort operiert. Und da tat es mir wohl gut, daß ich in letzter Zeit eh darauf üben mußte, und meine rechte CI Seite gerade erst "fertig" geworden war. Ich war also schon im Training.

    Die "neuen" Geräusche mußten also nur gefiltert und "umgepolt" werden.


    Aktuell klingt mein Hören für mich sehr natürlich.

    Und ich genieße das Stereohören.

    Untertitel bräuchte ich jetzt nicht mehr unbedingt, schalte es inzwischen auch immer mehr ab.

    Nur, wenn ich etwas müde und unkonzentriert bin, lasse ich es lieber noch nebenher mitlaufen.


    Warum ist es schwerer mit jemanden zu telefonieren als Hörbuch ohne Text zu hören?

    Ersteres geht gar nicht mit dem CI-Ohr, zweiteres erstaunlich gut.

    Diese Erfahrung habe ich auch gemacht.

    Deshalb habe ich anfangs nur mit Leuten telefoniert, die ich sehr gut kannte, oder (bei der Arbeit), wenn sie vor der Glastür stehen und ich dann zusätzlich noch vom Mundbild ablesen konnte (ich arbeite in einem Reinraum).


    Ich vermute mal, daß es einfach daran liegt, daß ein Telefon auch "komische Geräsuche" machen, und somit das Gesprochene noch leicht verfälschen kann. Zustäzlich kommt ja noch dazu, daß die Menschen auch komisch reden können. Plus möglichen irgendwelche Hintergrundgeräusche, die ja auch mit durch den Hörer kommen.

    Wenn dann noch laute Umgebungsgeräusche bei mir dabei sind, und ich nicht mit der T-Spule telefoniere, macht es mir noch mal eine Nummer schwerer.

    Das spielt alles eine Rolle!


    Bei den Hörbüchern ist es ja so, daß die Sprecher sauber(er) und vor allem deutlich sprechen müssen.

    Es wurde in einem Studio, mit idealen Bedingungen aufgenommen. Etliches wird sicherlich noch rausgefiltert. Hinzu kommt noch der ruhige, entspannte Erzählton.

    Deshalb empfinden wir das auch als etwas einfacherer.


    Ich hatte letztens ein Hörbuch gehört, wo noch bißchen Musik im Hintergrund zwischendurch reingespielt wurde, und ein anderes, was eigentlich mehr ein Hörspiel war, also verschiedene Stimmen pro Person, plus die dazu passende Geräusche fürs Türklopfen, Schellen, Autofahren, und so weiter.

    Das ist dann noch mal eine kleine Nummer anders.

    Ist zwar immer noch sauberer als eine Person am Telefon, kann aber im ersten Moment echt verwirrend, vielleicht sogar störend sein. Je nach dem, wie laut die Hintergrundgeräusche sind, wie oft und lange die genutzt werden.

    Müßte man testen.


    Allerdings soll es ja nicht das Ziel sein, dass nur das CI Ohr alleine hört, sondern im Zusammenspiel mit dem guten Ohr,

    Das denke ich mir auch.

    Ich sollte, denke ich mir mal, auch zwischendurch mal wieder mit beiden CI Seiten alleine üben. Zwangsläufig mache ich das ja, wenn ich bei einer Seite die Batterien wechseln muß.

    Bewußt, habe ich schon gemerkt, mache ich das eher ungern. :S

    Bei der Logopädin, klar, weil ich ja noch die Reha habe.

    Aber auch dort sagt sie immer öfters, ich soll beide Geräte einschalten, denn wir üben nun mit Störgeräuschen.


    Und ich muß gestehen, ich genieße das Stereohören jetzt so richtig.

    Und das sollte ja am Ende auch das Hauptziel sein, schätze ich mal.

    Egal, ob nun mit zwei CIs, einem CI und einem HG, oder sogar einem CI und einem normal gesunden Ohr.




    Dreißig Jahre, da gilt so einiges "aufzuholen".

    Das dauert halt auch so seine Zeit.

    Klar, Du kannst immer noch was tun.

    Und es gut, und vor allem richtig, daß Du am Ball bleibst! :thumbup:

    Vergiß nur nicht, daß der Alltag schon Training genug ist.

    Und, wenn Du weiterhin bewußt übst, wird auch noch was nachkommen! Ganz sicher!

    Wenn die Zeit reif ist, dann wird es schon KLICK machen, und TADAAA!!!



    Schönen Gruß

    Sheltie

    im Mai habe ich das Blechohr schon zwei Jahre.

    Hast Du denn zwischendurch auch mal andere, neue Einstellungen am SP bekommen?

    Testet der Techniker da noch was bei Dir aus?

    Und wie sieht es mit der Mikrofonabdeckung aus (falls AB so etwas auch haben sollte)? Wurde das mal ausgetauscht.

    Aber die zuständige Ärztin ist der Meinung, dass ich eh schon gut höre mit dem CI dafür, dass ich seit über 30 Jahren auf dem Ohr taub bin. Also mache ich wohl nix falsch, was das Hören angeht.

    Also, dafür, daß Du 30 Jahre lang nichts auf dem Ohr hören konntest, klingt das, was Du bisher erreicht hast, doch ganz gut!

    Du kannst auf jeden Fall mit dem bisher Erreichtem völlig stolz sein!


    Ich würde Deinem Ohr da einfach noch mehr Zeit geben.

    Nicht so "verbissen" damit trainieren. Aber ja, weiterhin, wenn auch nur nebenher, damit üben.

    Das nebenbei Hören, auch wenn Dein normales Ohr aktiv mithört, ist schon Training genug - meiner Meinung nach.

    Immerhin kann Dein gesundes Ohr ja auch Deinem Gehirn dabei "helfen", daß die CI Seite DAS auch noch hören kann.



    Ich denke, jeder Mensch, egal ob normal- und guthörend, oder als Hörbehinderter, hat sein "gutes Ohr" und sein "schlechtes Ohr".

    Merkt man ja auch daran, womit am ehesten und meisten telefoniert wird. ;) Nur mal so als Beispiel.

    Ich habe, nachdem ich mein gutes Ohr durch einen Hörsturz verloren hatte, recht lange gebraucht, bis meine linke HG Seite überhaupt Sprachverstehen entwickelt hatte.

    In meiner reinen HG Zeit war mein linkes Ohr wohl nur "Beiwerk" gewesen 8o, Helferlein fürs Stereohören, und wenn es darum geht, die Richtung von Geräuschen zu bestimmen. Verstehen von gesprochenen Worten blieb wohl alleine meiner rechten Seite überlassen.


    Da Du einseitig normalhörend, und mit der anderen Seite 30 Jahre lang taub durchs Leben gegangen bist, wird Deine CI Seite jetzt wohl eine ähnliche Funktion ausüben, wie damals mein linkes HG Ohr.

    Mit Training wird sich das sicherlich noch ändern, habe ich ja auch geschafft, irgendwie, als ich mein gutes Ohr "verloren" hatte.

    Aber ich schätze, Du wirst dem einfach noch viel mehr Zeit geben müssen. ;):)


    Gib die Hoffnung nicht auf!

    Wenn das Dein erwünschtes Ziel ist, wirst Du das schon irgendwie schaffen. Und selbst wenn Du dabei zwischenruch Dein gutes Ohr zur Hilfe nehmen solltest.



    Alles Gute weiterhin!

    Sheltie

    Inzwischen sollte aber jeder HNO wissen, dass SSD Probleme mit sich bringt.

    Das wäre wirklich wünschenswert!


    Ich glaube, das Hauptproblem bei den Normalhörenden ist ja immer noch, daß sie noch ein gutes Ohr haben.Vielen ist einfach nicht bewußt, wie viel es ausmacht, zwei (ob nun gesunde, oder mit HG, oder CI versorgte) Ohren zu haben.

    Selbst, wenn sie mal durch eine einfache Erkältung, oder wegen Entzündung im Ohr, welches mit bißchen Medizin und Watte "zugemacht" wurde, etwas schlechter hören, hören sie noch deutlich besser, als ein Schwerhöriger.

    Deswegen ist es auch leicht, das mal eben mit einem "Klappt schon - irgendwie" wegzuwischen.



    Was ich sehr wohl verstehen kann, ist, daß Ärzte warten, ein betroffenes Ohr operieren zu lassen, wenn laut den Testergebnissen damit noch (zu) gut gehört werden kann.

    Der Nachteil dabei ist halt nur, daß so ein Testergebnis oft nur mit Tönen und Rauschen gemacht wird. Nicht wirklich aussagekräftig, was das Sprachverstehen betrifft. Und selbst wenn die Ein- und Zweisilbertests gemacht werden, so sagt das noch nicht lange aus, wie gut man im normalen Alltag, ohne die spezielle Geräuschkulisse klar kommt.

    Und für mich spielt es immer eine Rolle, was der Mensch selbst zu seinem Problem sagt. Wenn derjenige nichts mehr verstehen kann, dann wäre für mich persönlich sehr wohl ein Grund vorhanden, dies operieren zu lassen, damit es besser wird. Vorrausgesetzt natürlich, der Mensch selbst will dies auch!

    Die Ärzte haben ja nur diese Tests auf Papier, und richten sich irgendwie danach.

    Nur, sagen die Kurven nicht viel darüber aus, wie es in Wirklichkeit aussieht.

    Und wenn ein Mensch sich aus der Öffentlichkeit zurückzieht, in sein Kämmerlein, lieber in ruhiger Umgebung verweilt, kommt er auch gut klar.


    Wenn aber ein Ohr komplett ertaubt ist, sei es von Geburt an, oder erst später, und auch die Tests das deutlich belegen, dann würde ich sagen, gibt es keinen Grund mehr, von Seiten der Mediziner (immerhin darf der Patient ja selbst mitentscheiden, ob er nun wirklich so einen Eingriff vornehmen lassen will, oder nicht), die OP zu verweigern.




    Wenn ein Mensch ohne Arm, oder Bein geboren wird, dann wird ja auch frühmögligst dafür gesorgt, daß derjenige mit einer Protese versorgt wird, so daß der Mensch so gut es halt nur eben geht, ein "normales" Leben leben zu können.

    Das müßte eigentlich auch für Ohren gelten. Schließlich ist ein CI eine Protese.



    Schönen Gruß

    Sheltie


    Alles Gute für die anstehende OP!




    Hier waren es auch an die vier Wochen "Wartezeit" bis zur EA gewesen.

    Genau richtig, bei mir.

    Da war nur noch leicht was geschwollen, aber das Tragen vom SP war dann schon kein Problem mehr gewesen.



    Schönen Gruß

    Sheltie

    Bei mir kommt vorab ein kurzer, hoher Ton als Zeichen, daß innerhalb der nächsten halben Stunde die Batterien alle werden.

    Wie das beim Sonnet ist, weiß ich nicht.


    Bei Dir wäre es allerdings auch möglich, daß da zwar ein Ton ausgestoßen wurde, Du es aber noch nicht hören kannst, weil Du noch ganz am Anfang von Deiner Hörreise bist.



    Schönen Gruß

    Sheltie

    Erst einmal Glückwunsch zu so einer erfolgreichen EA!

    Zahlen habe ich bei den ersten Hörtest schon zu 90% verstanden.

    Wörter 20%, das wäre schon ein sehr guter Start, laut Audiologen.

    Klasse! :thumbup:

    Glückwunsch!

    Momentan übe ich täglich mit der App von Asklepios. Konsonaten bekomm ich nicht gut hin, aber die Wörter versteh ich ( sobald sie eingeblendet sind) gut.

    Das finde ich komisch.

    Nee, das ist normal.

    Dein Gehirn muß das Ganze ja noch erst einmal "sortieren".

    Das Gelesene ist ein Hilfsmittel.

    Das Du ohne dabei mitlesen zu können noch nicht weiter kommst, ist am Anfang noch normal!


    Der Rest kommt mit der Zeit!

    Außerdem habe ich mir ein Buch und das dazu gehörige Hörbuch besorgt.

    Ich hör das Buch und lese paralell mit.

    Ohne das Buch mitzulesen, geht es mit dem Hörbuch sehr sehr schlecht.

    Wie übt ihr?

    Wow!

    Gerade erst mit dem "neuen" Hören angefangen, und schon arbeitest Du mit einem Hörbuch? 8|

    Mir wäre das noch viel zu früh.

    Ich habe anfangs nur Eindrücke auf mich einprasseln lassen, nur gelauscht. Habe ich mal ohne Hilfsmittel (Lesen) ein Wort verstanden, habe ich mich gefreut.

    Habe es aber trotzdem langsam angehen lassen.


    Hörbücher kam bei mir deutlich später dran, und zwar, als ich problemlos in der Lage war, Wörter ohne Hilfsmittel zu verstehen.


    Vielleicht solltest Du Dich in dieser Hinsicht doch noch etwas bremsen?

    Habt ihr Tipps wie ich noch effektiver üben kann?

    Gemach, gemach!

    Nur ruhig, und vor allem schön langsam!

    Gib Dir und vor allem Deinem Gehirn auch mal Pause von den ganzen Eindrücken.

    Hören ist ja nicht nur verstehen von Wörtern, sondern auch die Geräusche um Dich herum!


    Augen zu, lehne Dich zurück, und lausche einfach mal.


    Der Rest kommt wirklich mit der Zeit!

    Ps. Hattet ihr auch Abends mal einen Tinitus, im CI Ohr. Für mich ist das absolut neu und ich weiss nicht, ob das normal ist oder ob das Ohr von den neuen Eindrücken überlastet ist.

    Ähm, Tinnitus hatte ich nur dann, wenn ich gestreßt war, und mich überfordert hatte.

    Oder, wenn mein Ohr bei zu langer Taubheit sich "gelangweilt" hatte, weil keine Töne drauf kamen.

    Was dann mit dem Tragen von meinem SP dann aber auch komplett verschwunden war.


    Ich glaube, in Deinem Bemühen, besonders effektiv zu "arbeiten", hast Du es wohl etwas zu gut gemeint und zu sehr übertrieben. :/

    Verständlich, daß Du wieder hören möchtest.

    Aber bitte vergiß auch nicht, daß Du Dich noch bißchen schonen, Deinem Gehirn die Zeit geben muß, das Ganze zu sortieren.

    Lehne Dich einfach mal zurück, und lasse einfach mal alles auf Dich einwirken, ohne alles so genau zu analysieren!


    Ich persönlich habe, gerade zu Anfangszeiten, zwischendurch auch noch mein HG getragen.

    Einfach, um mein CI Ohr etwas zu entlasten, und dem auch beim Hören von "neuen" Geräuschen zu helfen.





    Lieben Gruß

    Sheltie

    Ich mach mir eher Sorgen um die Zukunft. Wie es in der weiterführenden Schule sein wird. Oft liest man ja auch über eine Überreizung des gesunden Ohrs und dass es zu Hörsturzen kommen kann.

    Ja, das ist schon ein Faktor, an den man (mit) denken muß.

    Sicherlich gibt es welche, die ohne Probleme am / mit dem gesunden Ohr weiter kommen, und es gibt welche, die mit Tinnitus, Hörstürzen rechnen müssen.

    Wer davon "verschont" wird, kann niemand voraus sagen!


    Ich bin zwar schwerhörig, habe durch einen Hörsturz auch 10 Jahre lang nur einseitig gehört.

    Sicherlich überhaupt gar kein Vergleich zu einem normalhörenden Menschen, zumal mein HG Ohr noch recht schlecht hören und erst recht verstehen konnte!

    Für mich war das einseitige Hören schon ziemlich anstrengend gewesen.


    Als ich dann endlich ein CI auf meiner ertaubten Seite habe anbringen lassen, fiel mir das Hören sofort leichter, und das, obwohl sich mein schwerhöriger Zustand auf dem HG Ohr sich ja nicht verändert hatte!

    Mit einem CI hätte sie es evtl einfacher in Sachen hören..

    Was die Akzeptanz angeht...Da bin ich mir nicht sicher..

    Das denke ich mir auch.

    Was Du noch machen könntest, auch wenn Deine Tochter noch viel zu jung ist, um selbst eine Entscheidung fällen zu können, wäre, sie zu fragen. Kinder sind ja schon in der Lage, Wünsche zu äußern. Diese könnte man als Elternteil bei der Überlegung, Planung mit berücksichtigen.


    Wenn das Hören für Deine Tochter bisher so okay ist, und auf Eurer Seite noch berechtige Zweifeln an einer OP besteht, könnte man das Ganze eventuell auch etwas aufschieben?

    Diese Zeit kann man nutzen, sich noch mehr zu informieren, CI Selbsthilfegruppen aufsuchen und mit Betroffenen und Eltern von CI Kindern zu reden. Da gibt es sicherlich auch welche, die ihre Kinder etwas später haben operieren lassen. Dann ganz einfach von ihren Erfahrungen profitieren.

    Natürlich auch die eigene Tochter beobachten.



    Von welcher Akzeptanz redest Du?

    Die, von anderen, gleichaltrigen Kindern?

    Ich weiß, daß Kinder unglaublich grausam sein können.

    Aber das muß nicht zwangsläufig so sein.

    Es gibt auch noch sehr viele Kinder, die völlig unbedarf an so einer Sache heran gehen, die neugierig sind, Fragen stellen.


    Viele CI Herstellern bieten auch noch bunte Farben, teilweise auch Motive für die SPs und Spulen an, ein echter Hingucker!

    Ich weiß auch von Leuten, die diese Dinger selbst "aufgepeppt" haben.

    Das machte dann die ganze Sache etwas cooler!

    Und Deine Tochter wird sich schon alleine deshalb optisch von ihren Kameraden abheben.

    Man will ja nur das Beste für das eigene Kind.

    Ja!

    Natürlich!


    Immerhin reden wir ja von einem Eingriff am menschlichen Körper.

    Schließlich muß auch eine OP wohl überlegt sein!

    Deshalb würde ich bestehende Zweifeln auch nicht einfach so per se zerstreuen wollen!



    Alles Gute!



    Lieben Gruß

    Sheltie

    Die Entscheidung wird Dir niemand abnehmen können.

    Was Du mal versuchen könntest, ist, das Ganze mal "nachzuspielen".

    Sprich, vertäube mal, so gut es geht, ein Ohr. Kannst ja die gleiche Seite nehmen, auf der Deine Tochter taub, bzw. hochgradig schwerhörig ist, und versuche mal so einen ganzen Tag durchs Leben zu gehen.

    So hast Du dann eine kleine Vergleichsmöglichkeit.


    Mir ist schon klar, daß das mit dem Vertäuben bei einem normal hörenden Menschen schon recht schwierig sein wird. Aber vielleicht reicht es auch, wenn Du auf dem vertäubten Ohr nur noch alles sehr, sehr leise wahrnehmen kannst. Quasi dann "schwerhörig" bist. Und vielleicht kannst Du dann ein wenig nachempfinden, wie sich ein einseitig hörender Mensch so zurechtfindet, die Welt so wahr nimmt.

    Und wie Du Dich dabei so fühlst, wenn da was "weg" ist.




    Sicher ist nur eines: Deine Tochter kennt es nicht anders. Sie wird bestimmt, wie auch viele andere halbseitig hörende Menschen (irgendwie - und das ist nicht einmal negativ gemeint!) ihren Weg gehen und auch alles schaffen, was sie schaffen will!!!!

    Auch wenn ihr das Richtungshören, und das Stereohören fehlt. Was sie nicht kennt, kann sie auch nicht vermissen!

    Da sie hören kann, ist ihre sprachliche Entwicklung bestimmt auch relativ normal verlaufen.


    Worauf Du als Mutter ein Auge haben könntest, wäre, ob Deine Tochter, im Vergleich mit gleichaltrigen Kindern, schnell(er) ermüdet, oder viel zu schnell und oft Kopfschmerzen bekommt. Das könnte alles das Ergebnis vom einsitigen Hören sein.




    Hier im Forum gibt es Berichte von normalhörende User, die ganz plötzlich einseitig ertaubt sind.

    Da spielt zwar eine ganz andere Ursache dafür eine Rolle, aber das sollte jetzt erst einmal egal sein.

    Man kann ihre Berichte, und ihre Erfahrungen damit nachlesen.




    Schönen Gruß

    Sheltie

    Hallo!


    Es tut mir leid, daß Dein Hörerlebnis nicht so toll verlaufen ist.

    Daumen für eine erfolgreiche Reha sind natürlich gedrückt!




    Zu Deiner Frage: hierbei fehlen mir die Erfahrungswerte.

    Was ich mir allerdings vorstellen kann, ist, daß mit dem Entfernen vom Strang nicht zwangsläufig das Hören mit einem HG zurückkommen kann / muß.

    Das liegt darin begründet, daß bei vielen das Restgehör gerade durch das Einführen vom Strang "kaputt" gemacht wird. Verbliebene, funktionierende Häärchen sind dann endgültig dadurch umgeknickt.



    Tut mir leid!



    Schönen Gruß

    Sheltie

    Letztendlich sollte man dennoch wissen, was für möglichkeiten die SPs bieten und wie man am ende handhaben tut ist dann selbst überlassen.

    Klar, auf jeden Fall!

    Gar keine Frage!

    Man sollte nicht vergessen, dass die Hörende die Geräusche anders wegfiltern können.

    Das stimmt!

    Und es gibt anscheinend auch einige CI Träger, die das können, nach einer Gewöhnungs und Lernphase, wohlgemerkt.

    Das kann natürlich auch eine Weile dauern, bis das dann auch "richtig" funktioniert. Da spielt der persönliche Erfahrungswert einfach eine zu große Rolle, und dann lernt das Gehirn, bestimmte Geräusche dementsprechend zu filtern.

    Die Fähigkeit verschwindet ja nicht immer automatisch, nur weil einer schwerhörig geworden ist, jahrelang deswegen Hörgeräte trägt, oder (plötzlich) ertaubt. Diese muß vielleicht nur noch einmal neu "geeicht" werden.


    Deshalb verstehe ich die Techniker und Logopäden schon, daß sie das auch mit ihren Patienten so üben (wollen). Denn erst dann zeigt es sich, ob es für eben diese Person ebenso möglich ist.

    Dann ist es schon (meiner bescheidenen Meinung nach) etwas schade, daß sich so manch ein CI Träger sich erst gar nicht auf diese Möglichkeit einlassen will. Denn dadurch wird ja sich selbst die Möglichkeit genommen, das eigene Gehirn neu "auszurichten".


    Wer dann ständig eine Art Hilfsprogramm nutzt, welches für den Menschen "diese Arbeit abnimmt", nimmt sich somit auch automatisch die Möglichkeit. Dann hat das Gehirn auch keine Chance, dies selbst regeln zu können.



    Schönen Gruß

    Sheltie