Posts by Sheltie

    Na ja,


    Du hast ja im Prinzip einen Fremdkörper im Kopf, welches ja trotzdem etwas vom Schädel absteht. Daran muß man sich eh noch erst gewöhnen. Und das Gewebe drum herum muß sich ja auch erst einmal erholen und neu zusammenwachsen.

    Frisch nach der OP ist eben alles noch im Heilungsprozeß - das dauert halt so seine Zeit.



    Bei mir hatte das taube Gefühl am Ohr auch recht lange angehalten. Ich hatte mich auch schon etwas gewundert gehabt. Ich habe auch die Ohrenbinde nachts lieber noch getragen, auch wenn es nicht mehr unbedingt nötig gewesen war. Aber ich fühlte mich dann einfach wohler damit.

    Und ich konnte, quasi live, mitverfolgen, daß immer so in mm-Schritte Gefühl zurückkam, während der Rest sich immer noch so komisch fremd und taub anfühlte. Irgendwann habe ich anscheinend nicht mehr so dolle darauf geachtet, jedenfalls habe ich den Zeitpunkt, als ich das komplette Gefühl am Ohr zurück gewonnen hatte, total verpaßt!




    Die zweite Seite empfand ich dann nach der OP nicht mehr so schlimm.

    Lag wohl daran, daß ich wußte, was mich nach der OP erwarten würde, und ich mich darauf einstellen konnte.

    Da war das einzige, was mir so auffiel, daß sich meine Kopfhaut etwas "angespannter" anfühlte. Okay, bei zwei CI's, die sich ja leicht vom Schädel abheben, dann wird es wohl in der Haut etwas eng :D

    Auch das hat sich mit der Zeit aber wieder gelegt.




    Ich weiß ja nicht, wie Du so gerne liegst, bzw. schläfst.

    Ich gehöre ja zu den Leuten, die eh kein so dickes Kissen mögen. Da ich Seiten- und Bauchschläfer bin, neige ich eh dazu, meinen Arm unterm Kissen zu legen. So entstand dann immer eine Art Mulde. Der Schädel lag auf dem Kissen quasi auf meinem angewinkelten Arm, und mein Ohr hatte dann etwas "freier" gelegen und das weiche Kissen drunter gehabt. So ging es einigermaßen.

    Wobei ich auch sagen muß, daß ich versucht habe, so oft und so gut es geht, immer auf der anderen Seite zu liegen. Die frisch operierte Seite habe ich nur dann genommen, wenn ich es unbedingt "mußte".





    Ich wünsche Dir einen guten Heilungsverlauf!


    Schönen Gruß

    Sheltie

    Ich selber habe es bisher noch nicht erlebt, aber schon ein paar Mal davon gehört, daß es so gemacht wird.

    Am Ende kennen die Hersteller ja die Geräte und ihre Software viel besser, als eventuell ein Techniker, der zwar tagtäglich damit arbeiten muß, dem aber eventuell noch einiges an Erfahrungswerten fehlen könnten.


    Und ich finde es sogar gut, daß die Hersteller und die CI Zentren so eng miteinander arbeiten! Gerade bei solchen Fällen! Schließlich geht es ja darum, daß die Implantate auch richtig funktionieren sollten, und der Mensch sich damit wohlfühlt. Und gerade bei so einer empfindlichen Stelle am Ohr will man ja nicht durch falsches Handling erst recht was "kaputt" machen.

    Wenn der "Fehler" auf normalen, gewohnt üblichen Weg nicht gefunden werden kann, so muß halt ein Vertreter vom Hersteller mit ran. Das ist nur vernünftig!



    Was da auch immer "falsch" mit Deinem Gerät läuft, ich hoffe, es wird gefunden und kann behoben werden!



    Alles Gute! :thumbup:

    Ich finde es sogar, gerade nach meiner eigenen Erfahrung mit beiden Seiten, so wichtig, beides zu machen! ;)


    Es ist immer gut, die eine Seite, die es ohnehin nötig hat, separat zu trainieren. Besonders dann, wenn da noch viel Luft nach oben vorhanden ist.

    Aber es ist auch immer gut, in Kombination mit der anderen Seite zu üben, egal, ob gut hörend, HG, oder schon zweites CI vorhanden!

    Immerhin muß ja auch das "gleichzeitige" und somit Stereohören "neu" geübt werden.

    Echt, Du darfst noch bis Mitternacht was trinken?

    Mann! Neid!

    Ich sollte so ab 20 Uhr nichts mehr zu mir nehmen.




    Alles Gute für die OP! :thumbup:

    Hm, :/


    ich habe damals beides üben müssen.

    Also, immer jeweils für die Reha aktuelle "frisch" operierte Seite, und später auch mal in Stereo.

    Ich bin aber auch beidseitig CI versorgt. Habe es da eventuell etwas schwieriger, als jemand, der noch ein gut funktionierendes Ohr hat.

    Trotzdem war es auch bei mir so gewesen, daß das Stereo Hören deutlich einfacher war, als nur mit einer Seite hören zu müssen. Ich habe mit beiden Ohren einfach viel mehr verstanden.



    Eventuell kannst Du etwas "tricksen"?

    Lautsprecher neben Deiner CI Seite aufstellen, und das normalhörende Ohr ist dann weiter weg, und zeigt außerdem noch in eine komplett andere Richtung. Auch wenn Du damit immer noch viel zu gut, und deutlich besser hören kannst, wirst Du Dich eventuell mehr auf Deine CI Seite mehr konzentrieren (können)?

    Oder Du nimmst noch zusätzlichen Störlärm dazu? Egal ob Radio, oder Kopfhörer, packst es direkt auf Deine normalhörende Seite drauf. Die andere Seite bleibt davon verschont, und in der Nähe von dem Lautsprecher, wo die Hörübungen raus kommen.

    Irgendwas in dieser Richtung halt? Mir gehen nur so langsam die Ideen aus ^^

    AnniB


    Ist immer ein bißchen von der Situation abhängig.

    So richtig mit der Tür ins Haus fallen, das tu ich auch nicht. ;)


    Ich gehe rein, will was, oder die Leute wollen was von mir, man fängt an zu reden, und ab da wird ja schon mal klar, ob es recht einfach werden, oder doch akustisch gesehen etwas heikel verlaufen wird.

    Ab da sage ich dann mein Sprüchlein.


    Einfach, weil die Leute sich dann eher zurücknehmen.


    Womit ich persönlich sehr viel schwerer klar komme, ist, wenn die Leute anfangen so sichtbar genervt zu sein, in einer bestimmten Art und Weise zu atmen, sich quasi innerlich die Augen verdrehen. DAS bekomme ich ja auch irgendwie mit.

    Dann doch lieber ein "Sorry, aber ich bin hochgradig hörgeschädigt, könnten Sie bitte ....."

    Dann fällt oft dieses Mann, ist die blöd! - Haltung (welches ich überhaupt nicht leiden kann) von den Leuten ab. Und ab da geht die Kommunikation auch viel einfacher ab.



    Wenn ich in einer großen Gruppe mit Normalhörende bin, und muß ein Seminar mitverfolgen können, dann bekommt die Person, die das Ganze vorträgt, meine FM Anlage um den Hals und da sage ich auch vorab, daß ich dann sonst nicht alles mitbekommen würde.

    Ja, daß ist echt oft die Kehrseite :lol:



    Ich sage mir dann " Was soll's?! Die geben sich ja extra nur wegen mir Mühe! "


    Ganz selten kommt es vor, daß ich schon mal sagen, daß sie nicht soooooo extrem reagieren müssen :D

    Na ja,


    ich trage ja schon seit Jahren eine Kurzhaarfrisur, und trotzdem sehen die Leute meine SPs plus der Spule nicht immer unbedingt sofort.

    Warum auch immer?!

    Die meisten konzentrieren sich wohl eher auf mein Gesicht, oder eben mit Dingen, mit den sie sich eh beschäftigen müssen, wie schreiben auf ein Formular, Computer, und so weiter.


    Ungläubige Blicke ernte ich allerdings auch, wenn ich sage, daß ich schwerhörig bin :D , dann gucken die erst ganz überrascht und schauen dann mir rasch an der Seite, und sehen erst dann das Gerät am Ohr.

    Vorher fällt es ihnen nicht so oft auf.

    Außer, sie nähern sich mir von hinten, oder leicht seitlich.




    Ich bin ohnehin von klein auf gewohnt zu sagen, daß ich hochgradig schwerhörig bin.

    Das sage ich immer noch.

    Allerdings ist mir selbst schon aufgefallen, daß ich es nicht mehr als ersten Standard-Satz habe, wenn ich schon mit fremden kommuniziere. Manchmal geschieht alles so schnell, und es klappt alles sofort gut, ohne Probleme, daß ich mir erst hinterher darüber Gedanken mache, daß dies vor wenigen Jahren noch gar nicht möglich gewesen war!


    Ich kriege mehr mit, als früher, und reagiere oft "richtig", so daß ich eben nur noch auf das Gesprochene agiere. Wenn dann mal doch wieder Hörprobleme auftreten, dann sage ich, quasi noch einmal als Erklärung, wieso ich so doof, und vielleicht auch noch viel zu oft nachfrage, obwohl ich doch vorher alles gut gehört habe, halt eben wieder mein Sprüchlein :D



    Schönen Gruß

    Sheltie

    Ist auch von Deinem eigenen Wohlbefinden abhängig!



    Ich wurde nach der ersten OP schon direkt anderthalb Wochen danach wieder zur Arbeit geschickt von der HNO Ärztin.

    Hatte auch prima geklappt!

    Mußte auf der Arbeit auch nicht viel hören, und konnte mir meine Arbeitsleistung auch selbst einteilen.



    Nach meiner zweiten OP war ich etwas länger ausgeknockt gewesen, und fühlte mich auch dementsprechend.

    Da habe ich es mir auch nicht zugetraut, zur Arbeit zu fahren, geschweige denn zu arbeiten!

    Da hat mich der Hausarzt noch einmal krank geschrieben.




    Schönen Gruß

    Sheltie

    Ich würde mal sagen, daß genau DAS hier:

    Auf diesem Ohr bin ich schon seit über 50 Jahren ... also fast mein ganzes Leben taub. Ich kann mich nicht erinnern jemals auf diesem Ohr gehört zu haben.

    Dein Knackpunkt ist! ;)


    Nicht nur Du kannst Dich nicht mehr daran erinnern, jemals was gehört zu haben.

    Deinem Gehirn ergeht anscheinend es ganauso. Es wurde offensichtlich dort wirklich noch niemals, nie, nicht mit Input versorgt.

    Das muß ja auch erst einmal irgendwie verarbeitet werden!


    Und so eine lange Zeitspanne tut auch ihr übriges.

    Ich habe bisher so einige Erfahungsberichten von Menschen gelesen, die so lange einseitig taub durch das Leben gegangen sind. Fast alle haben inhaltlich schon das Gleiche berichtet. Deshalb kommt es mir schon irgendwie logisch rüber, daß das "Erwecken der neuen Hörseite" auch dementsprechend lange dauern wird.


    Was bisher nicht versorgt wurde, das wird auch verkümmern.

    Das Erwecken dauert halt so seine Zeit!


    leider funktioniert das Implantat nicht wirklich. Ausser Gepiepse kommt da nicht viel durch.

    Ich weiß, wie nervig so einzelne, ganz bestimmte Tönchen sein kann, vor allem, wenn es sich um Gepiepse handelt, oder Knacken, Klopfen, Klappern, Dauerton (ähnlich wie ein Tinnitus).

    Für mich liest es sich schon ganz danach, als ob DAS Dein erstes Hören mit der CI Seite ist.

    Klar, aktuell noch nervig, weil es nur solche Geräusche sind.

    Aber, es kommt ja was an.

    Der Rest ist dann halt "Arbeit". Du selbst kannst aktiv wohl noch nicht so viel tun, sprich Hörtraining mit Sprachapps und Co,, weil sich aus dem Gepiepse noch erst etwas entwickeln muß.

    Aber eventuell kannst Du doch noch was ganz bewußt "provozieren"?


    Wenn Du, mal als Beispiel, fest / hart auf dem Tisch klopfst - Tack, Tack, Tack, Tack.

    Kommt dann auf Deiner CI Seite auch ein PIEP, PIEP, PIEP, PIEP an?

    Stimmt also der Rhythmus?

    Gepiepse paßt zu den Schlägen, die Du selbst auf dem Tisch produziert hast. DANN ist das wirklich Dein erstes Hören! Dann kannst Du bewußt darauf aufbauen.


    Dein Gehirn wird sich auch wohl erst mit Geräuschen allgemein beschäftigen, als mit dem Verstehen vom Inhalt des Gesprochenen. Das heißt also auch, daß die Stimmen von den Menschen erst einmal als "Geräusch" ankommt.

    Ist da eine Art Rhythmus drin, also im Gepiepse, dann ist das schon einmal ein prima, wenn auch in Deinem Fall nerviger, Anfang!



    In diesem Fall ist wirklich sehr, sehr viel Geduld angesagt.

    Ich weiß, eine total nervige Durchhalteparole.



    Ich drücke Dir die Daumen! :thumbup:



    Schönen Gruß

    Sheltie

    Gut, daß wäre beim Teleclip nicht so extrem. Das Ding ist deutlich kleiner, und man kann es auch um den Hals hängen.



    Wie funktioniert es mit der Teleschleife? Das müßte ja irgendwie mit dem Telefon verbunden werden.

    Beim Teleclip hätte man Bluetooth, und man kann beim Telefonieren mit dem Handy auch darüber abheben und auflegen.

    habe ich mir reflexartig sofort den SP vom Ohr gerissen, das war unerträglich.

    Ach herrjeh!

    Was genau war denn unerträglich?

    Die Lautstärke?

    Oder die Art und Weise, wie die alltäglichen Geräusche bei Dir ankamen?




    Wenn es die Lautstärke war:

    Bei mir war es mal so gewesen, daß der Techniker nicht an der Lautstärke gedreht, sondern in einem ganz bestimmten Bereich die Kurve für die Frequenzen angehoben hatte. Und ZACK, schon war alles viel zu laut gewesen!

    Also wieder sofort raus das Ganze!

    Manchmal ist weniger oft mehr - und ich schätze, dies trifft auch für unser Hören zu.

    Der Sinn und Zweck mit dem CI ist ja auch erst einmal das Hören lernen. Auch, wenn es gefühlt sich zu leise anhört.


    Du kannst ja mal was testen. Was passiert, wenn Du nur eine Seite ab machst?

    Wird gleich alles zusammen komplett leiser?

    Bzw auch lauter, wenn wieder beide Geräte "online" sind?


    Sauberes Hören und besseres Verstehen hat nicht zwangsläufig was mit der Lautstärke zu tun.

    Man darf ja nicht vergessen, daß unsere Geräte ja ALLES verstärken. Es wird ja kein Unterschied gemacht, ob es nun menschlichen Stimmen, oder was anderes an Geräuschen sind.

    Irgendwo muß ja auch mal eine Grenze sein. Gerade mit dem HG macht man sich ja im Inneren der Schnecke eher noch viel mehr kaputt, wenn alles viel zu laut ist :/

    Bei einem CI sieht das Ganze ja etwas anders aus!




    Ich weiß nicht, wie gut Dein Hören, bzw. Verstehen mit der reinen HG Seite ist.

    Ich hatte ja recht gutes Sprachverständnis erlangt, mit der linken HG Seite. Diese war dann auf einmal weg gewesen. Ich vermute dann bei mir auch einen kleinen Hörsturz.




    Das Glockenspiel ist zurück

    Ist dies Dein erstes Hören mit dem CI auch so ähnlich gewesen?

    Wenn ja, so könnte ich mir es schon positiv vorstellen!

    Bei mir war auch jedes neue Geräusch erst eine Dudelei gewesen, bevor sich daraus mehr entwickelt hatte.

    Und bei einer einzigen neuen Einstellung hatte ich das Gedudel kurz wieder zurück gehabt, bevor es weiter ging.

    Haben diese Verspannungen vielleicht auch Auswirkungen auf den Hörnerv?

    Ui, da fragste was!

    So als Laie kann ich mir das nicht so wirklich vorstellen.

    Verspannungen sind ja eher "außen", also Knochen und Muskeln.

    Eigentlich ist doch der Hörnerv ganz, ganz tief drinnen. :/


    Aber für so eine Frage sollte eigentlich ein Arzt der beste Ansprechpartner sein. :/

    Oder haben die CI-Probleme dafür gesorgt, dass sich die Kiefermuskeln wieder verspannten (als Stressreaktion oder so)?

    Das kann ich mir allerdings schon viel eher vorstellen!

    Warum auch immer, aber Du bist genau deshalb (unbewußt) angespannt, und deshalb hast Du wohl auch wieder solche Verspannungsprobleme.




    Gute Besserung!



    Schönen Gruß

    Sheltie

    Ich hatte nichts "automatisch" im Koffer, und später im Rucksack, dabei gehabt.

    Bei der ersten OP gab es diese Aktion noch, bekam also ein Wireless Gerät kostenlos, aber das lief nicht direkt über das CI Zentrum der Klinik ab. Ich mußte mich bei Cochlear anmelden und das dann ordern.



    Schönen Gruß

    Sheltie

    Ja, die alten Programme sind abgespeichert.

    Zumindest in "meinem" CI Zentrum.


    Das sollte sich also leicht wieder einstellen lassen!

    Was Du noch machen lassen könntest: Altes Programm wieder als "HauptMAP" und dann das gleiche Programm auf einem andren Platz, wo dann die Lautstärke 10 dann = 3 ist. Dann hast Du noch die winzige Möglichkeit etwas nach oben gehen zu können, und trotzdem bei Bedarf auch ordentlich wieder ganz nach unten gehen zu können, also von der Lautstärke her.



    Viel Erfolg!



    Schönen Gruß

    Sheltie