habe jedoch etwas Angst vor der Operation.
Verständlich!
Ich habe mir damals gesagt, daß ich unbedingt wieder was hören wollte. Also mußte ich da eben durch.
Die Ärzte reden mit einem, klären einen auch soweit auf, wenn man es so will, auch mit mehr Details. Vielleicht hilft Dir das?
Wie verlief bei euch die Operation ?
Mal abgesehen davon, daß ich davon praktisch nichts mitbekommen habe, lief es ganz gut. Kam morgens runter in den Saal, schlief ein, und später wurde mit mit einem Verband um den Kopf wieder wach und wurde auch zurück aufs Zimmer gebracht.
Hatte bei der ersten OP nur einen leichten Geschmacksverlust gehabt, welcher einige Monate anhielt. Ich konnte mich direkt frei bewegen, ohne Probleme! Nach der zweiten OP war mir beim Aufwachen so richtig schlecht und auch ein bißchen schwindelig gewesen, so daß ich an den Tropf kam. Dann war's aber auch gut.
Wann wurde das CI angeschaltet?
In der Klinik, wo ich war, läuft es so, daß es knapp 4 Wochen nach der OP den Termin fürs CI Zentrum gibt, dann wird der SP übergeben und auch direkt eingeschaltet.
Wie lange ist man krankgeschrieben?
Unterschiedlich. Kommt auch ein bißchen darauf an, was für ein Beruf man hat, und wie es einem selbst dabei so geht.
Bei mir war das so gewesen, daß ich bis zum Fäden ziehen krank geschrieben gewesen war. Die HNO Ärztin zu Hause, die das übernommen hatte, wollte mich nicht weiter krank schreiben, weil es mir ja so gut ging, also war ich schon - ich glaube - 11 Tage später schon wieder auf Arbeit.
Da ich einen tollen Arbeitsplatz, nette Kollegen habe, die wirklich Rücksicht genommen haben, ging das dann auch ganz gut!
Meine Freundin wurde direkt für 4 Wochen krank geschrieben, ohne daß sie ihren HNO Arzt drum gebeten hatte.
Sollte man in stationäre Reha gehen?
Ich würde mich mal erkundigen, was für ein Konzept die operierende Klinik so hat.
Bei mir ist es so, daß die Klinik ein eigenes CI Zentrum hat, und man auch direkt nach der OP dorthin geschickt wird. Hier macht man eine ambulante Reha, die ist gut durchdacht und organisiert. Ich persönlich fand dies gut so! Die Abstände waren bei mir perfekt getimet, ich habe mit der Logopädie vor Ort geübt, es wurden sogar auf meine Wünsche eingegangen, das Training echt speziell angepaßt, auch was meine Leistungen betrifft. Schließlich sollte man sich ja nicht auf Lorbeeren ausruhen, sondern sich selbst noch fordern, um etwas mehr erreichen zu können. Und der Rest war dann der normale Alltag, was im Grunde genommen ja auch schon "Training" ist. Ich habe da einfach noch mal zwischen unbewußten und bewußten Training unterschieden, und für mich selbst auch noch was ausgedacht, ausprobiert.
Im Grunde genommen ist es so, daß sie mit ihrem Konzept ganz gut fahren. Die zufriedenen Kunden und die Ergebnisse sprechen ja auch sehr dafür, weiterhin bei diesem Schema zu bleiben.
Also stationär oder ambulant, ist immer eine Frage der eigenen Einstellung, was man (unbedingt) haben möchte, und der Rest steht und fällt ohnehin mit der Fähigkeit der Techniker und den Logopäden, neben der eigenen Arbeit mit dem CI.