Implantat nach OP defekt

  • Hallo Joachim,

    bei Jutta wird nicht irgendeine Elektrode abgemacht. Bei ihr wird bei Bedarf in einer noch kleineren OP der ganze Elektrodenstrang weiter ins Ohr geschoben. Die zwei äußersten sind bei ihr noch gar nicht in der Schnecke drin, die zwei innersten Elektroden dagegen werden niemals funktionieren.

    Dieses Verfahren, dass der Elektrodenstrang nur teilweise eingeschoben wird, wird manchmal angewendet, wenn das Restgehör im Tieftonbereich noch einigermaßen brauchbar ist. Das ist auch der Grund, warum der Klang bei Jutta noch einigermaßen in Ordnung ist, obwohl die tiefsten Elektroden fehlen. Die ganz tiefen Töne werden nicht elektrisch vom CI stimuliert, sondern offenbar akustisch vom Trommelfell.

    • Official Post

    Hallo Franzi


    Ich weiß einem Arzt der Ci Operation macht , der sagt es ist Standard das während der Operation das Implantat getestet wird! Und der Rest kann hat passieren !


    Gruß Joachim

    Ich wollte mit dem das ich Med el haben nur sagen das es auch bei anderen Firmen vor kommt und nicht nur bei Cochlear.

    • Official Post

    Hallo Franzi,

    mir ist es bei einer Implantation im April genauso gegangen. Habe auch med el Elektrode und 2 defekte Kontakte an der "Spitze", also am weitesten in der Cochlea.

    Hast du etwas unternommen oder konnten sie so eingestellt werden, dass du zufriedenstellend Hören kannst?

    Gruß Jutta

    Hallo Jutta


    Die Frequenzen, die eigendlich auf diesen beiden Elektroden gewesen wäre, wurde Verteilt auf die Restlichen. Ich bin zufrieden mit dem hören so, ich weiß ja nicht wirklich wie es klingen würde wenn alle an wären. Es gab zwar mal bei einem Termin, die Situation das aufeinmal diese beiden Elektroden wieder gingen und ich dachte wow das klingt besser aber wenig später gingen sie wieder aus. Somit haben wir beschlossen es sein zulassen, weil das verwirrt ja mehr als das es sinn macht, diese Elektroden an lassen. Ich hatte mehrer Gespräche mit den Techniker und auch den Ärzten und man hat dann beschlossen es so zu lassen und keine re-implantation zumachen, es wäre anders gewesen wenn ich kein Sprachverstehen erlangt hätte.


    lg

    franzi

  • Hallo Franzi,

    habe ich da was falsch verstanden? Du bist doch einmal re-implantiert!?


    "MedEl Synchrony -Sonnet CI 30.9.2014

    EA 27.10.2014

    links. Cochlear 512 10.11.2010

    EA 6.12.2010

    re-implantation 9.5.2011

    EA 14.6.2011"


    Gruß Jutta und danke für deine Erläuterung. Bezieht die sich auf dein Med el versorgtes Ohr?

  • Liebe Jutta,

    mein Arzt hatte ebenfalls von einem Patienten erzählt, der bei MedEl mit weniger Elektroden – ich glaube, es waren ebenfalls 8 von 12 – ein gutes Sprachverstehen hat.
    Generell hast du natürlich recht, und es scheint durchaus mal vorzukommen, dass ein paar Elektroden wegfallen; demgegenüber hat der Techniker (ich war heute noch mal zur CI-Einstellung) auch noch mal gesagt, dass ich der erste Fall bei ihnen mit einem Implantatdefekt bin.


    Was ich sehr gut nachvollziehen kann, ist die Frage nach der Konsequenz aus dem Wegfall der Elektroden. Das war für mich ja eines der Argumente für die OP. Gleichzeitig ist es sicherlich möglich, einen guten Umgang damit zu finden, das will ich gar nicht ausschließen.

    Bei der Einstellung heute wurden noch mal Sprachtests gemacht - die waren minimal besser als vor zwei Wochen. Hingegen war ein weiterer Test, wo ich sagen sollte, wie laut ich Töne höre, wohl schlechter als letztes Mal, worüber auch der Techniker etwas verwirrt war. Ist nicht auszuschließen, dass es an den fehlenden Elektroden liegt. Diese Unwissenheit jedes Mal bei einer Einstellung zu haben, war für mich keine Perspektive.


    J.D. : Ich hoffe sehr, dass sich bei dir spätestens nach der nächsten CI-Einstellung auch wieder mehr Erfolge abzeichnen. Manchmal liegt es ja auch zB daran, dass die Lautstärke mit der Gewohnheit geringer wird, und wenn das dann angepasst wird, funktioniert es direkt besser. :)


    Liebe Grüße

    __________________________________________


    Links: mittelgradige Schwerhörigkeit; ReSound-HG

    Rechts: Otosklerose; Ertaubung 02/2020; 1. CI-OP: 28.04.2021; Reimplantation: 11.08.2021 (beides Cochlear)

  • Hingegen war ein weiterer Test, wo ich sagen sollte, wie laut ich Töne höre, wohl schlechter als letztes Mal, worüber auch der Techniker etwas verwirrt war. Ist nicht auszuschließen, dass es an den fehlenden Elektroden liegt.

    Möglich wäre dies natürlich!

    Rein theoretisch kann es auch ein bißchen an der Tagesform von Dir liegen.

    Je nach dem, was man vorab schon geleistet hat, wie müde man ist, kann da die Konzentration auch schon mal beim weiteren Test drunter leiden.




    So doof eine weitere OP auch ist, das Risiko sollte man ja dabei auch nicht unterschätzen, ich denke, ich wäre auch eher pro OP gepolt.

    Schon alleine deshalb, weil ein gut funktionierendes Implantat einem selbst doch noch mal ein besseres Gefühl gibt.



    Ich wünsche Dir alles Gute! :thumbup:

  • Hi Sheltie, auch noch mal an dich vielen Dank für die Wünsche. Da kann ja nun diesmal wirklich kaum was schiefgehen, was? :)


    Ich find solche Tests immer ganz schön schwierig, weil die Töne, wenn sie leiser werden, irgendwann in meinem Tinnitus untergehen, sozusagen. Da ist es manchmal echt nicht mehr leicht zu unterscheiden. Das kennen hier sicherlich einige.


    Recht hast du absolut, dass man OP-Risiken nicht unterschätzen sollte. Deswegen fiel mir die Entscheidung ja auch nicht leicht. Beruhigt hat mich vor allem, dass es nicht 1:1 wie eine komplette Erst-CI-OP wäre, sondern sie kürzer und weniger aufwendig ist. Und wie du es sagst: Ein komplett funktionierendes CI gibt einem, mal von allen anderen Argumenten abgesehen, einfach ein besseres Gefühl.


    LG

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    Links: mittelgradige Schwerhörigkeit; ReSound-HG

    Rechts: Otosklerose; Ertaubung 02/2020; 1. CI-OP: 28.04.2021; Reimplantation: 11.08.2021 (beides Cochlear)

  • Ich find solche Tests immer ganz schön schwierig, weil die Töne, wenn sie leiser werden, irgendwann in meinem Tinnitus untergehen, sozusagen. Da ist es manchmal echt nicht mehr leicht zu unterscheiden. Das kennen hier sicherlich einige.

    Jep!


    Davon kann ich auch ein Lied singen!


    Sag mal vorab Bescheid, also beim nächsten Test. Die Audiologen haben so ihre Möglichkeiten, da etwas abzuändern, bzw den Test dem Patienten etwas besser anzupassen.

    Vielleicht kommst Du mit dieser Option viel besser klar, als mit dem üblichen Standart Verfahren?

  • Hi Sheltie,


    das ist tatsächlich ein ganz guter Tipp, danke dir. Ich kenne das nur von den Hörtests auf dem besseren (HG-versorgten) Ohr, dass da dann andere Töne gespielt werden, um die Töne differenzieren zu können. Logisch eigentlich, dass das auch beim CI geht.


    Beim letzten Hörtest wurde bei mir beim besseren Ohr auch versucht, den Tinnitus in Geräuschart und -lautstärke zu bestimmen. Weiß jemand, ob man das auch irgendwie übers CI, also bei einem ertaubten Ohr, feststellen kann? Wäre ja als Beleg für den Antrag auf Feststellung des GdB ganz wichtig.


    LG

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    Links: mittelgradige Schwerhörigkeit; ReSound-HG

    Rechts: Otosklerose; Ertaubung 02/2020; 1. CI-OP: 28.04.2021; Reimplantation: 11.08.2021 (beides Cochlear)

  • Hallo


    Ja das ist auch beim Ci Ohr möglich den Tinitus zu bestimmen.


    Gruß Joachim

    Ich würde mich GineMs Frage anschließen: Weißt du, ci_joe, wie das beim CI-Ohr läuft? Ich hatte spontan überlegt, ob die Bestimmung dann tatsächlich mithilfe der Töne, die man übers CI hört, erfolgt.:/

    LG

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    Links: mittelgradige Schwerhörigkeit; ReSound-HG

    Rechts: Otosklerose; Ertaubung 02/2020; 1. CI-OP: 28.04.2021; Reimplantation: 11.08.2021 (beides Cochlear)

  • Hier habe ich einen Beitrag zur Tinnitus-Diagnostik gefunden. Ob man ein CI oder HG trägt, ist dem Tinnitus wahrscheinlich egal:


    https://www.gzfa.de/diagnostik…icle/tinnitus-diagnostik/


    und hier ein wesentlicher Bestandteil der Untersuchung, das Tonschwellenaudiogramm:


    https://www.tinnitus-mag.de/di…naudiogramm-bei-tinnitus/


    Das ist schon eine üble Sache, je nachdem, ob der Tinnitus den Alltag und überhaupt das Leben beeinträchtigt. Mit dem CI bestehen aber gute Chancen, dass durch das Wiedererlangen der Hörfähigkeit vorher verlorener Freqenzen der Tinnitus wieder in den Hintergrund tritt oder gar ganz verschwindet, zumindest während es Tragens des CI.

    Gruss, Rainer.


    Beidseitig versorgt mit: Med-El (Flex 28 im Schneckle, aussen jeweils Sonnet, vormals Rondo)


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    Das Gute missfällt uns, wenn wir ihm nicht gewachsen sind.