Implantat nach OP defekt

  • Hallo an alle,


    ich hatte mich Ende letzten Jahres hier angemeldet, als ich gerade mit der Hersteller-Wahl durch war und mich emotional auf die CI-OP vorbereitete. Da ich mein Gehör durch eine missglückte Otosklerose-OP verloren habe, habe ich mir besonders wegen der Risiken (vor allem hinsichtlich Geschmacks- und Gesichtsnerv oder Schwindel) etwas Sorgen gemacht.

    Zwischenzeitlich bin ich dann auch aus Mainz zu einer anderen Klinik gewechselt, wo ich mich viel besser aufgehoben fühlte (fühle). Der Termin für meine OP war dann der 28. April, vor inzwischen anderthalb Wochen.


    Medizinisch gesehen verlief alles super; kein Schwindel, keine Probleme mit Geschmacks- oder Gesichtsnerv, kaum Schmerzen. Womit ich nicht gerechnet habe (auch weil das anscheinend wirklich nicht oft passiert), ist nun leider Folgendes: Kurz nach der OP erfuhr ich, dass die Impedanzen bei 9 (von 22) Elektroden viel zu hoch waren. Zuerst wurden anatomische Ursachen vermutet (anscheinend gelangt manchmal bei der OP Luft ins Innenohr). Als ich gestern zur erneuten Kontrolle da war, waren die Impedanzen aber leider unverändert. Dementsprechend wird nun ein Defekt am Implantat vermutet. :rolleyes:


    Mein Operateur hatte im Voraus für gestern den Hersteller kontaktiert, sodass ein Techniker von Cochlear da war. Dieser hat verschiedene Tests durchgeführt - kurzer Funfact: Dabei wurde auch das Mikro einmal eingeschaltet; man, das war vielleicht cool, sag ich euch!:love: (trotz Micky Maus) - Das Ergebnis bekomme ich vermutlich Ende nächster Woche. Dabei geht es wohl aber nicht mehr darum, einen Defekt auszuschließen, sondern eher, das Ausmaß zu beurteilen. So muss dann entweder auf jeden Fall reimplantiert werden, oder (und das ist wohl wahrscheinlicher) ich kann mir aussuchen, ob ich das Implantat mit etwas über der Hälfte an Elektroden nutze oder mich auch hier für eine Reimplantation entscheide.


    Natürlich ist es jetzt noch zu früh, um irgendetwas zu entscheiden, aber da festzustehen scheint, dass ein technischer Defekt vorliegt, versuche ich schon mal, Infos einzuholen. Mal angenommen, ich entscheide mich dafür, das Implantat mit verminderter Elektrodenanzahl zu nutzen:

    1. Hat jemand Erfahrungen gemacht (oder kennt jemanden) mit dem Hören, wenn so viele Elektroden fehlen?

    2. Was wäre umgekehrt das Maximum an Elektroden, auf die man eurer Meinung nach verzichten kann/sollte? (Dass ein oder zwei mal abgeschaltet werden, ist ja anscheinend nicht unüblich)

    3. Würdet ihr es überhaupt in Erwägung ziehen, das Implantat zu behalten? (Wenn man bedenkt, dass andere Hersteller grundsätzlich mit weniger Elektroden arbeiten, scheint das nicht unrealistisch, aber ich glaube auch, dass das wiederum nicht so aussagekräftig ist, weil ja die Elektroden je nach Hersteller unterschiedlich zusammenspielen)


    Mein Problem hier liegt vor allem darin, dass ich ja absolut keine Erfahrung mit dem CI-Hören und den Verhältnismäßigkeiten habe. Ich kann überhaupt nicht einschätzen, wie viel eine einzelne Elektrode zum Gesamteindruck beiträgt (zumal das ja auch tonhöhenabhängig ist, oder?) bzw. wie stark sich das Fehlen von 9 Elektroden wirklich bemerkbar machen würde. (Auch wenn ich stark davon ausgehe, dass 9 von 22 Elektroden eher große als kleine Einbußen bedeuten würden.) Wenn also jemand hier dabei ist, der über seine/ihre Erfahrungen und die Auswirkungen vom Abschalten einzelner Elektroden erzählen könnte, wäre ich sehr dankbar dafür.


    Da ja leider niemand in die Zukunft schauen kann und ja z.B. auch nicht mal klar ist, wie gut das Hören mit funktionierendem CI geworden wäre (bzw. wird auch niemand genau wissen, wie gut es mit dem eingeschränkten Implantat werden würde), tendiere ich momentan stark zu einer Reimplantation, zumal mein Operateur auch bereits angedeutet hat, dass die OP nicht so "schlimm" wäre wie die erste.

    Ansonsten wünsche ich allen ein schönes Restwochenende.:)

    Viele Grüße

    Mainzelmädchen

    __________________________________________


    Links: mittelgradige Schwerhörigkeit; ReSound-HG

    Rechts: Otosklerose; Ertaubung 02/2020; 1. CI-OP: 28.04.2021; Reimplantation: 11.08.2021 (beides Cochlear)

  • Hallo Mainzelmaedchen,


    zu 1: bei mir schlug während der OP die Spitze des Elektrodenträgers um, ein tip-fold-over, und 9 Elektroden mussten abgeschaltet werden
    zu 2: das ist sehr individuell und, so vermute ich, nicht allgemein zu beantworten

    zu 3: erst ja, weil man mir versicherte, mit den restlichen Elektroden ein gutes Sprachverstehen zu erreichen,

    jetzt endgültig nein, denn die vielen frustranen Versuche der Techniker zu retten was zu retten ist, einen (mich) zermürben


    Ich hatte zu dieser Zeit auch keine Erfahrung mit CI-Hören, hatte mit den restlichen Elektroden kein Sprachverstehen und konnte Tonhöhen nicht unterscheiden. Nach der Reimplantation kam der Erfolg und ich habe mich etwas geärgert, dass ich die Op nicht schon früher habe durchführen lassen.

    Diese Thema hatte wir schon ähnlich Mitte 2019 unter dem Thema Reimplantation (oder so) - geh mal auf suche.


    Auch Dir ein ruhiges Wochenende,

    Gruß, Bernd

  • Hallo =O=O


    ich bin jetzt doch etwas schockiert.


    Ich dachte, es wäre mittlerweile Standard, im OP zu röntgen bzw. ein Volumen CT zu machen, um ein Tip fold over noch in der OP korrigieren zu können.


    Zum Mainzelmädchen. Man sagt dass 8 Elektroden zum Verstehen reichen. Aber die Elektroden müssen auch auf den Elektrodenträger verteilt sein. Wenn Du gerade in der Mitte ein Loch über mehrere Elektroden hast, wäre das nicht so günstig. Je nachdem wie gut deine Nerven sind, kannst Du natürlich abwarten wie es um das Hören bestellt ist, andererseits würden Wochen und Monate mit Ungewissheit ins Land gehen, wo Du überlegst, liegt es am Implantat oder ist das ein Gewöhnungsproblem?

  • Hallo ihr beiden,


    nach dem, was ich gerade gelesen habe, ist ein Tip-Fold-Over wohl ausgeschlossen. Ein CT wurde nach der OP gemacht; da war alles in Ordnung. Auch sind die betroffenen Elektroden wohl über die ganze Länge verteilt, wohingegen bei dem anderen Fall ja eher die vordersten (oder hintersten) betroffen sind. Sü müsste es ja bei dir, grautsvornix, gewesen sein, oder?

    Danke dir auch für deinen Erfahrungsbericht. Vor allem tut es mir leid, dass du so ne Odyssee durchgemacht hast. Genau das würde ich natürlich gern vermeiden. Auch du, Andrea2002, hast das ja geschrieben, dass es vermutlich ne anstrengende Zeit wäre, wo nicht mal klar ist, ob es sich rentiert. Hilfreich fand ich da auch vor allem die Aussage, dass 8 Elektroden (angeblich) zum Verstehen reichen sollen. Ob das dann letztendlich auch so ist, steht natürlich auf einem anderen Blatt. Und eigentlich mag ich mich nicht von vornherein mit "Es ist Verstehen möglich" zufrieden geben, wenn die Aussichten bei CIs üblicherweise dann doch auch besser sind.


    Danke euch beiden für die Anregungen! :)

    LG

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    Links: mittelgradige Schwerhörigkeit; ReSound-HG

    Rechts: Otosklerose; Ertaubung 02/2020; 1. CI-OP: 28.04.2021; Reimplantation: 11.08.2021 (beides Cochlear)

  • Hallo Mainzelmädchen.


    bei meinem rechten Implantat hatte ich auch sehr hohe Impedanzen (elektrischer Widerstand) von Elektroden im Übergang zur Schneckenwand. In diesem Fall musste nur durch regelmäßiges Tragen des eingeschalteten Soundprozessors die Impedanz der Elektroden verringert werden, was doch gedauert hat...


    Die weitere Entwicklung kannst Du in meinem Thread ab hier und ab Seite 4 Post #61 lesen.....


    Ich würde die Flinte noch nicht ins Korn werfen und wünsche Dir dennoch erst mal viel Glück!

  • Das kann man leider überhaupt nicht sagen, was das beste ist. Abschalten oder neues Implantat. Ich würde da abwarten und vor allem noch Meinungen von Fachleuten einholen..Gruß Norbert

    links: Opus 2XS, Flex28; OP 14/09/2012 MHH
    EA: 05/11/2012 erfolgreich

    seit 12/06/2020 Sonnet 2


    rechts: HG (zu nichts nutze...)
    --------------------------------
    Offenbarung 21,4
    ...und der Tod wird nicht mehr sein, noch Trauer noch Geschrei noch Schmerz...


    Jesaja 35, 4-6
    Sagt den verzagten Herzen: "Seid getrost ..." ...dann werden die Ohren der Tauben geöffnet werden...

  • Hallo JochenPankow,


    lieben Dank für den Hinweis. :)Tatsächlich hatte ich deine Beiträge die Tage schon mal durchgelesen. Hatte daraufhin tatsächlich am Freitag meinen Arzt gefragt, ob es die Möglichkeit gibt, die Impedanzen abzutragen, sozusagen (wie bei dir). Da meinten sowohl er als auch der Techniker von Cochlear allerdings, dass die Impedanzen dafür wohl wirklich viel zu hoch seien und auf jeden Fall abgeschaltet werden müssten. Sie meinten auch, dass es wohl durchaus mal vorkommt, dass die Impedanzen nach einer OP etwas zu hoch sind und diese sich durch ebenjenes Abtragen dann verringern; allerdings liegt dann ja vermutlich eher kein Defekt vor, was bei mir ja scheinbar der Fall ist ...:/ Insofern würde ein Abtragen ja wirklich eher nichts bringen, wenn der Bericht von Cochlear einen Defekt konstatieren würde, nehme ich an.


    Viele Grüße

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    Links: mittelgradige Schwerhörigkeit; ReSound-HG

    Rechts: Otosklerose; Ertaubung 02/2020; 1. CI-OP: 28.04.2021; Reimplantation: 11.08.2021 (beides Cochlear)

  • Das kann man leider überhaupt nicht sagen, was das beste ist. Abschalten oder neues Implantat. Ich würde da abwarten und vor allem noch Meinungen von Fachleuten einholen..Gruß Norbert

    Hi tele-nobbi,

    ja, das dachte ich mir bereits. Man weiß ja leider weder, wie das Hörvermögen sich entwickeln würde, wenn das Implantat perfekt läuft, noch wie es mit defektem werden kann. Ein Blick in die Zukunft wäre praktisch ^^

    Ich werde auf jeden Fall erst mal abwarten, zu welchem Schluss Cochlear nächste Woche kommt., und dann noch mal ein ausgedehntes Gespräch mit meinem Arzt führen.

    LG

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    Links: mittelgradige Schwerhörigkeit; ReSound-HG

    Rechts: Otosklerose; Ertaubung 02/2020; 1. CI-OP: 28.04.2021; Reimplantation: 11.08.2021 (beides Cochlear)

  • Hallo Mainzelmädchen,


    sind on WoMo-Tour, daher jetzt erst gesehen.

    Ich habe ebenso Otosklerose und wurde ebenso auf einer Seite reimplantiert.

    Bei meinem Erstversuch der Implantation war es nicht nur ein Tip fold over, sondern ich hatte sogar ein Schleifchen in der Elektrode.

    Man erklärte mir damals, dass die Operateure nicht generell unter Röntgenansicht arbeiten, um nicht der ständigen Strahlung ausgesetzt zu sein.

    Das machen sie nur, wenn es zu Problemen kommt, während der OP Anzeichen diesbezüglich auftreten.

    Beim zweiten Einsetzen des Implantates mit kürzerer Elektrode, wurde dann unter Röntgenbeobachtung implantiert.


    Bei mir war es so, dass die Otosklerose bereits zu teilweisen Verknöcherungen in der Cochlear geführt hatte, die quasi umgangen werden mußten.

    Was aber erst bei der OP bemerkt wurde und auf dem MRT nicht zu sehen war.

    Der Elektrodenträger den ich jetzt drin habe, hat aber ebenso 22 Elektroden ist aber kürzer als der ursprünglich vorgesehene.

    Davon mußten dann später noch 2 abgeschaltet werden.

    Also auf der Seite höre ich seit mehreren Jahren nur mit 20 Elektroden.


    Also bei Otosklerose ist das halt so eine Sache, die kann ja unterschiedlich stark ausgeprägt sein.

    Ich habe z.B. die Stapesplastik-OPs überhaupt nicht vertragen.

    Da mußte ich 7 mal operiert werden, weil es immer wieder Verwachsungen gab, was dazu führte, dass diese Verwachungen das Implantat in die Cochlear hineinzogen.


    Jetzt ist es bei mir so, dass ich auf genau diesem Ohr nach Jahren Schmerzprobleme beim Hören bekommen habe.

    Wie gesagt, jede Otosklerose verläuft anders.

    Ich lasse da aber nichts mehr groß dran machen, denn irgendwann liegen die Nerven blank mit den ständigen OPs.


    Ich wünsche dir viel Glück und hoffe, dass das bei dir noch korrigiert werden kann und dass die Otosklerose nicht so ausgeprägt ist.

  • Hallo bestager,


    kein Problem, dass du "jetzt erst" geschrieben hast. Ich bin über jede Info dankbar! :)

    Ich glaube auch, dass wir bei meinem anderen Beitrag auch bereits in Kontakt waren. Zumindest meine ich, mich an deinen Namen zu erinnern.:/


    Puh, da hast du ja auch einiges durch mit deiner Otosklerose-Geschichte. Wenn ich dich richtig verstanden habe, hattest du 7 Stapesplastiken? O man ... X/ Ich hoffe sehr, dass mir so was bei meinem momentan (mehr oder weniger) gesunden Ohr erspart bleibt. Bzw. natürlich auch, dass es bei dem implantierten Ohr da zukünftig keine Probleme gibt. Otosklerose ist echt ne bescheuerte Erkrankung. Meine HNO-Ärztin hat mir vor ein paar Monaten sogar mal geraten, mein gesundes Ohr links bei der CI-OP fürs rechte Ohr direkt mit "anschauen" zu lassen, um festzustellen, ob dort ebenfalls Otosklerose vorliegt. Nein, danke, eine OP auf Mal reicht mir vorerst, und ich habe auch nicht vor, mein Stapesplastik-Glück direkt noch mal rauszufordern. 8o


    Zu dir eine Frage: Meintest du das so, dass das Tip-Fold-Over und die verdrehten Elektroden durch deine Otosklerose zustande kamen?

    Soweit ich weiß, gab es während der OP bei mir keine Probleme, weder wegen Otosklerose noch aus sonst irgendwelchen anatomischen Gründen. Auch ein Tip-Fold-Over ist, denke ich, ausgeschlossen. Ich werde da aber noch mal explizit nach fragen! Danke dir also für die Hinweise, das ist sehr hilfreich. :) Es wird nach wie vor ein technisches Problem vermutet – was für eins wird sich Ende der Woche zeigen. Es soll wohl auch schon vorgekommen sein, dass das Implantat durchs Auspacken beschädigt wurde oä.

    In jedem Fall werde ich wohl eher die Reimplantation angehen, sobald ausgeschlossen ist, dass es anatomische Gründe gibt. Ein erneuter Versuch scheint mir wie gesagt wesentlich aussichtsreicher; würde es um 2 Elektroden gehen, wie bei dir, wäre das wohl noch hinnehmbar, aber bei fast der Hälfte ...


    Euch eine weiterhin schöne Tour (hoffentlich habt ihr besseres Wetter als wir in Mainz!).

    Liebe Grüße

    __________________________________________


    Links: mittelgradige Schwerhörigkeit; ReSound-HG

    Rechts: Otosklerose; Ertaubung 02/2020; 1. CI-OP: 28.04.2021; Reimplantation: 11.08.2021 (beides Cochlear)

    Edited once, last by Mainzelmaedchen ().

    • Official Post

    Bei mir sind auf der rechten Seite 2 Elektroden ausgeschalten, weil die defekt sind bzw. wackelkontakt haben. In der Op gingen die Elektroden noch was man an Hand der Messungen die gemacht wurden gesehen hat. Bei der EA gingen sie dann nicht mehr, es wurde dann so angepasst, bei einer späteren Anpassung war es dann so das sie auf einmal gingen und ich dann hörte das es viel mehr Volumen und auch runder sich anhörte, leider gingen die Elektroden dann nach wenigen Min wieder aus.


    Andere Hersteller arbeiten mit weniger Elektroden das stimmt aber sie kompensieren das mit anderen STrategien. Z.b das bei AB die Eletroden paralle feuern und bei Cochlear tun sie das nicht. In wie weit sich das auswirkt kann ich nicht sagen. Ich denke aber das es durch solche Details es möglich ist von Haus mit weniger Elektroden zuarbeiten.


    Es ist eine schwierige Entscheidung. Ich kenn mich nicht gut aus mit Otosklerose, aber es besteht ist immer noch möglich das die Schnecke verknöchert, richtig?. Daher denke ich das es evlt. besser ist jetzt ein Implantat zu haben das richtig Funktioniert und somit die möglichkeit besteht das es lange hällt. Klar kann ein jetzt schon defektes Implantat mit den noch funktionierenden Elektorden auch lange halten. Das ganze ist halt leider nicht einfach.

  • Zu dir eine Frage: Meintest du das so, dass das Tip-Fold-Over und die verdrehten Elektroden durch deine Otosklerose zustande kamen?

    Ja, das hat man mir so gesagt, deshalb wurde dann auch eine kürzerer Elektrodenträger genommen.

    Ursprünglich war eine längerer Elektrodenträger drin.

    Paar Jahre später kamen dann bei mir noch Schmerzen dazu, ob das nun von der Experimentiererei der Techniker mit höheren Frequenzen kam oder mit der Otosklerose zusammenhängt, weiß ich nicht.

    Wills auch gar nicht wissen, keine Lust mehr auf OPs oder Techniker, mir reichts !

  • Euch eine weiterhin schöne Tour (hoffentlich habt ihr besseres Wetter als wir in Mainz!).

    Haben dieses mal Bayern abgearbeitet.

    Am tollsten war das Schloß Neuschwanstein, hatten auch an dem Tag das beste Wetter.

    Traumhaft kann ich nur soagen.

    War dort kaum was los, hatten das Schloß fast für uns ganz alleine.

    Die Ferienwohnungen dort sind anscheinend immer noch Coronabedingt nicht gebucht.

    Also wir standen mit dem WoMo in so eine Siedlung, war ne echte Geisterstadt.

    Und die Landschaft im Schwangau, einfach himmlich kann ich nur sagen.

    Sind auch ordendlich dort mit unseren Bikes geradelt.

  • Bei mir sind auf der rechten Seite 2 Elektroden ausgeschalten, weil die defekt sind bzw. wackelkontakt haben. In der Op gingen die Elektroden noch was man an Hand der Messungen die gemacht wurden gesehen hat. Bei der EA gingen sie dann nicht mehr, es wurde dann so angepasst, bei einer späteren Anpassung war es dann so das sie auf einmal gingen und ich dann hörte das es viel mehr Volumen und auch runder sich anhörte, leider gingen die Elektroden dann nach wenigen Min wieder aus.


    Andere Hersteller arbeiten mit weniger Elektroden das stimmt aber sie kompensieren das mit anderen STrategien. Z.b das bei AB die Eletroden paralle feuern und bei Cochlear tun sie das nicht. In wie weit sich das auswirkt kann ich nicht sagen. Ich denke aber das es durch solche Details es möglich ist von Haus mit weniger Elektroden zuarbeiten.


    Es ist eine schwierige Entscheidung. Ich kenn mich nicht gut aus mit Otosklerose, aber es besteht ist immer noch möglich das die Schnecke verknöchert, richtig?. Daher denke ich das es evlt. besser ist jetzt ein Implantat zu haben das richtig Funktioniert und somit die möglichkeit besteht das es lange hällt. Klar kann ein jetzt schon defektes Implantat mit den noch funktionierenden Elektorden auch lange halten. Das ganze ist halt leider nicht einfach.

    Hi Franzi,


    einfach ist es leider wirklich nicht, das stimmt. Ich frage mich die ganze Zeit, wie es passieren kann, dass vor & während der OP alles in Ordnung ist, aber danach dann nicht mehr, so wie bei dir. Eigentlich kann es dann ja nicht vor / bei der OP kaputtgegangen sein, weil dann würde es doch Sinn machen, dass das Problem schon während der OP auftritt? Wurde bei dir der Grund dafür denn gefunden bzw. eine Vermutung dazu ausgesprochen?


    Tatsächlich weiß ich nicht, ob die Cochlea durch fortschreitende Otosklerose irgendwann noch verknöchern kann. Das ist aber ein wirklich guter Hinweis! Ich telefoniere später ohnehin noch mal mit meinem Arzt, dann werde ich ihn das fragen – weil wenn es tatsächlich so wäre, würde das auch für mich umso mehr dafür sprechen, jetzt zu reimplantieren, da hast du schon recht.


    Ich nehme auch stark an, dass man mit weniger Elektroden arbeiten könnte. Genau das wurde ja auch vom Arzt kommuniziert. Er kennt wohl auch jemanden, der mit Med-El und 6 von 12 Elektroden zu einem guten Hörvermögen kam. Trotzdem kann ich mir umgekehrt nicht recht vorstellen, dass mit so viel weniger Elektroden ein gleich gutes Ergebnis möglich wäre.


    LG

    __________________________________________


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  • Ja, das hat man mir so gesagt, deshalb wurde dann auch eine kürzerer Elektrodenträger genommen.

    Ursprünglich war eine längerer Elektrodenträger drin.

    Paar Jahre später kamen dann bei mir noch Schmerzen dazu, ob das nun von der Experimentiererei der Techniker mit höheren Frequenzen kam oder mit der Otosklerose zusammenhängt, weiß ich nicht.

    Wills auch gar nicht wissen, keine Lust mehr auf OPs oder Techniker, mir reichts !

    Hi bestager,


    wenn man bedenkt, dass bei dir die Otosklerose wohl schon das Innenohr betroffen hatte, macht es irgendwo auch Sinn, dass es bei der OP dann zu solchen Problemen kam. Total blöd nur, dass man das vorher nicht wusste (wissen konnte) und du dann noch mal operiert werden musstest. :(
    Wie gesagt, ich bin dir sehr dankbar für den Hinweis. Hatte das gar nicht mehr auf dem Schirm, dass die Erkrankung bei mir vorliegt bzw. da Zusammenhänge bestehen könnten. Ich gehe nach wie vor nicht davon aus, dass es bei mir daran liegt, werde das aber später abklären.


    Freut mich, dass ihr die Zeit und das Wetter momentan mit so etwas Schönem nutzen könnt. Ein WoMo ist da echt gold wert, scheint mir. :) Schloss Neuschwanstein stelle ich mir sehr schön vor; ich war vor ein paar Wochen mal bei der Burg Eltz, und die ist auch schon sehr spektakulär gewesen.


    LG

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  • Huhu,

    ich wollte mich noch mal für eure vielen Ratschläge bedanken. :) Ich werde nun doch vorerst das Implantat aktivieren lassen und austesten. Cochlear kam zwar zu dem Ergebnis, dass tatsächlich eine Art technischer Defekt an einzelnen Elektroden vorliegt, aber wie stark sich das auswirkt, ist nicht ganz klar. Glücklicherweise wird bei mir die Testphase recht kurz sein; ich habe bereits einen neuen Termin mit Arzt + Cochlear in 3 Wochen nach der Reha (Mitte Juni). Da soll dann geschaut werden, inwieweit mein Hörverständnis den Erwartungen entspricht. Konkret bedeutet das: 30 bis 40 % Sprachverstehen wären nach Meinung des Arztes nicht annehmbar, 60 % hingegen schon.


    Ich bin wirklich gespannt auf die Aktivierung; mehreren Studien nach zu urteilen (wie auch Andrea2002 schrieb), sind mindestens 8 Elektroden für ein gutes Sprachverstehen notwendig. Darüber hinaus - sprich: mehr als 8 aktive Elektroden - flacht sich die Kurve dann aber unerwartet deutlich wieder ab, wenngleich mehr Elektroden tendenziell natürlich nach wie vor bessere Ergebnisse bringen. Ich werde es am Montag bei der ersten Einstellung dann ja sehen (oder vielmehr hören).^^


    Liebe Grüße an alle :)

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  • Ich drücke dir fest die Daumen, Mainzelmaedchen👍🍀🍀schön, dass du dich meldest. Ich finde es gut, dass dein Arzt engagiert ist und nicht unter 60%Sprachverstehen fürs Erste zufrieden ist.


    Dir viel Spaß und Erfolg bei der Aktivierung von Mickey Mouse oder von was auch immer...


    LG Katharina

  • Danke für Deine Weiterberichten. Ich finde es für Dich schade, dass Du nie wissen wirst, ob der Output mit einem intakten CI hätte noch besser werden können. Das würde an mir in eine rvergleichbaren Situation nagen. Gleichwohl würde ich wie Du auch, ertseinmal probieren.

  • Ihr Lieben, danke euch für die guten Wünsche! :)


    Katharina: Ich bin auch sehr dankbar darum, dass mein Arzt da so transparent und auch engagiert ist. Ist ja eh schon alles sehr verwirrend teilweise, und da bin ich doppelt froh, dass ich meinem Arzt vertrauen kann. Immerhin scheinen die Aussichten bei mir - soweit man das sagen kann - ziemlich gut zu sein (v. a. weil kurze Ertaubungsdauer); das macht es sicherlich auch für ihn einfacher.


    GineM.: Ehrlich gesagt würde ich prinzipiell gern eher anonym bleiben, zumindest was die öffentlich sichtbaren Beiträge angeht. Ich bin auf jeden Fall nicht in Mainz operiert worden, sondern hatte die Klinik noch gewechselt. Wenn es dir hilft, kannst du mir gern eine private Nachricht schreiben.


    Andrea2002: Ja, die Sorge hatte ich anfangs auch die ganze Zeit. Inzwischen denke ich, das ist etwas, das sich zeigen wird. Ich glaube, wenn das Resultat ganz gut ist, stellt sich die Frage wohl weniger, als wenn das Ergebnis ohnehin bescheiden ist. Aber in dem Fall würde ja ohnehin reimplantiert. Mich beruhigt, dass es wirklich nur eine kurze, absehbare Testphase ist und nicht etwa ein halbes Jahr. Dann steht immerhin auch bald schon endgültig fest, wie es weitergeht. Und ich nehme an, auch am Ende der Reha werde ich wohl schon etwas schlauer sein. Die Techniker und Experten hier werden das sicherlich auch schon etwas abschätzen können, denke ich.


    Liebe Grüße an alle! :)

    __________________________________________


    Links: mittelgradige Schwerhörigkeit; ReSound-HG

    Rechts: Otosklerose; Ertaubung 02/2020; 1. CI-OP: 28.04.2021; Reimplantation: 11.08.2021 (beides Cochlear)