MRT im Notfall

  • Heute im TV (SWR) eine Sendung über Schlaganfall gesehen.
    Da wurden einige Fälle gezeigt, wo durch schnelles handeln gerettet wurde:
    MRT und anschließend Operation oder Auflösung Gerinnsel durch Medikamente.
    MRT darf bei uns CI-lern nicht gemacht werden.
    Was machen die Mediziner in so einem Fall mit uns?
    Ich denke: Magnet ist direkt unter Haut, kann operativ schnell raus?
    Und dann MRT?
    Aber ist der Magnet einziges Problem bei MRT?
    Oder auch die Elektroden?
    Wissen die Mediziner in den Schlaganfall-Kliniken was sie bei CI-TrägerInnen machen können?
    Theoretisch könnten CI-TrägerInnen ab einem gewissen Alter und bei Risikofaktoren
    vorbeugen durch Einnahme von Gerinnungshemmern?
    Ist aber problematisch wegen möglicher Nebenwirkungen und Blutungsrisiken.
    (Schlimmstenfalls Netzhauteinblutungen!)
    Also, ich hoffe, hier lesen fachkundige Mediziner mit und
    schreiben was zum Thema.

  • Martina,
    danke für Info.
    Die drei Fälle mit "sofort MRT" waren also entweder seltene Ausnahmen
    oder die TV-Macher haben "dramatisch" übertrieben.


    Ich gehöre zwar nicht zu den Personen mit gesundheitlichem Risiko,
    bin aber in einem Alter, wo es jeden treffen kann.


    Gut zu wissen, das ein CT genügt.

  • Wenn es um Leben und tod geht wird ein CT gemacht, MRT dauert zulange. Jenach dem wie oft das in einer Klinik verwendet wird und wie alt das MRT ist dauert das hochfahren ja schon seine Zeit, als ich das letzte mal im MRT war dauerte die Untersuchung rund 30min. Da ist man ja schon fast gestorben wenn man innere blutungen hat oder Flüssigkeit im Schädel ist.

    MedEl Synchrony -Sonnet CI 30.9.2014
    EA 27.10.2014
    links. Cochlear 512 10.11.2010
    EA 6.12.2010
    re-implantation 9.5.2011
    EA 14.6.2011

  • Bei uns läuft das so ab:

    Notaufnahme ruft an, um ein Zeitfenster zu melden. CT wird freigehalten, Stroke-Patient kommt mit dem dazugerufenen Neurologen, CT nativ fahren dauert 1-2 Minuten, Radiologe befundet sofort.

    Trotzdem sind die Artefakte des Implantats nicht unerheblich. In diesen Arealen kann nichts befundet werden.


    Greetz

    Martina

  • Ich glaube das muss man schon richtig stellen, hier entsteht ja fast der Eindruck ok, dann macht man halt ein CT statt MR. Ganz einfach gesagt mit dem CT schaut man sich die harten Teile im Inneren an und mit dem MR die Weichteile. Um zB aufs Thema zu kommen mit CT kann ich mir den Hörschneck anschauen und mit dem MR den Hörnerv. Es gibt es sicherlich schon irgendwo 64 oder 128 Schicht MRT Apparate; da geht es rein einmal rum und fertig. Innere Blutungen kann ich ev substitutieren mit Ultra-Schall, aber sicher nicht mit einem CT.


    Was mir etwas sorgen macht, bzw. weis ich es nicht: wird eigentlich bei der Erstaufnahme nachgeschaut, zB ertastet ob ein CI im Kopf ist?


    Bin schon gespannt ob wir in Zukunft alle einen Chip unter die Haut bekommen, wo solche individuellen Daten gespeichert sind.


    Habe eine Dokumentation im Fernsehen über echte Cyborgs gesehen ... manche machen sich da schon so etwas beim Tätowierer rein.

  • Moin scs


    Da bist du völlig auf dem Holzweg: man sieht eine Blutung im Schädel-CT sofort!

    Und selbstverständlich sieht man sehr gut auch Weichteile im gesamten Körper, was glaubst du, warum man sonst Lungen und Bäuche im CT untersucht?

    Das MRT liefert Feinheiten wie Sehnen, Bänder, Gelenkkapseln etc

  • Ich kann nur raten diese tolle Karte bei sich zu tragen. Am besten in EINER Hülle mit der Krankenkarte, denn danach wird relativ oft und direkt gesucht, auch wegen (Medikamenten-) Allergien oder generell Implantatausweisen (auch Schrittmacher). Ob es nun gesehen wird, oder man es wirklich immer dabei hat, das ist natürlich keine 100%tige Garantie.


    http://www.seelsorger-der-ohre…fo-zu-unserem-Projekt.htm

    spätertaubt
    re: Cochlear N6 CP910 (CI422) seit 09/2014

    li: Cochlear N6 CP910 (CI522) seit 12/2015

  • Diese Karte habe ich mir auch gegen eine Spende schicken lassen.

    Ich trage nicht nur eine im Portemonnaie, sondern auch eine in der Handyhülle mit einer Kopie des Cochlear Patientenausweises. Auch mein Mann hat eine solche Karte im Portemonnaie mit dem Vermerk, dass es seine Ehefrau betrifft.

    Ich finde es klasse, dass es diese Karte gibt und habe dem Verein sehr gerne eine Spende zukommen lassen.


    Liebe Grüße

    SaSel

    Von Geburt an hochgradig schwerhörig beidseitig, im Laufe der Jahre an Taubheit grenzend schwerhörig beidseitig
    OP rechts am 31.05.2017, EA am 17.07.2017, Cochlear Kanso
    links HG, zurzeit Resound Linx wegen Kompatibilität zu Cochlear

  • Nun ja,


    mit der notwendigen Hardware (PC+Drucker+Laminiergerät) lässt sich das ohne Weiteres selbst herstellen. Ich habe das dann vervielfältigt, und überall wo möglich hinterlegt. Ich glaube, genau so machen das hier auch viele andere


    LG Konrad

    links: CI - HiRes 90K Advantage Mid Scale - 17.03.16 / EA: 14.04.16 - Naida CI Q90


    rechts: "normal" hörend

  • Ich fände es eigentlich noch besser, diese Infos auf dem Chip unserer "elektronischen Gesundheitskarten" (eGK) im "öffentlichen Teil" zu speichern.... Da verstehe ich unsere "oberen Datenschützer" nun gar nicht, warum die hier so ein Theater machen. Für Google & Co. lassen viele User ihre "Daten-Hüllen sogar freiwillig fallen...

  • Moin,


    Ich fände es eigentlich noch besser, diese Infos auf dem Chip unserer "elektronischen Gesundheitskarten" (eGK) im "öffentlichen Teil" zu speichern.... Da verstehe ich unsere "oberen Datenschützer" nun gar nicht, warum die hier so ein Theater machen. Für Google & Co. lassen viele User ihre "Daten-Hüllen sogar freiwillig fallen...


    Viele, aber nicht alle geben alles preis bei FB+Konsorten. Bei der PKV gibt es die Karte auch oft nicht (GsD).


    Wie oben schon beschrieben, habe ich immer mechanisch vor meinem Persa die laminierte Info in schwarzer Schrift auf rotem Grund. Da muss man keine elektronische Karte vors Lesegerät halten, alles Wichtige ist im Klartext.


    LG Konrad

    links: CI - HiRes 90K Advantage Mid Scale - 17.03.16 / EA: 14.04.16 - Naida CI Q90


    rechts: "normal" hörend

  • Der Unterschied ist dass Facebook freiwillig ist. Die Nutzung des Chips würde wohl nicht auf freiwilliger Basis sein. An sich könnte man da viel mehr drauf speichern, um auch Daten, Befunde etc. zwischen mehreren Ärzten mitnehmen zu können. Bisher für viel Geld eingeführt aber kaum genutzt...


    So ein Chip bzw eine Karte nützt aber auch nur wenn das wirklich (aus)gelesen wird im Notfall. Was ist denn wenn man vom Auto geschleudert wird und die Geldbörse in der Jacke noch im Auto ist? Dann hat man auch keine. Das ist auch eine Sache wo ich mich nicht so wohl fühle. Selbst wenn man die Karte bei sich hat, ist nicht garantiert dass sie gelesen wird. Aber was bleibt da noch übrig? Ein Tattoo auf der Brust? Ist vielleicht das sicherste, aber für mich ein NoGo. Eine Kette? Verliert man ggf. auch schnell.


    Ich glaub ich machs unseren Katzen nach und lasse mir ein RFID Chip einpflanzen :D

  • Wenn ich das richtig verstanden habe, wird im ersten Schritt ein CT gemacht, um einen überlbick zubekommen wo was kaputt ist. Wenn die dann ein Schädel CT machen dann sehen die ja dann was sache ist. Dann kann man eigendlich nur hoffen sie dann kein MRT mehr machen nach dem sie die Implantate gesehen haben.

    MedEl Synchrony -Sonnet CI 30.9.2014
    EA 27.10.2014
    links. Cochlear 512 10.11.2010
    EA 6.12.2010
    re-implantation 9.5.2011
    EA 14.6.2011