Piep71's Blechohr ist da!

  • Hallo,


    ich habe die Operation heute gut überstanden. Keine Komplikationen!
    Auch keine Nebenwirkung, aber jederzeit kann sie auf mich zukommen.


    Was bei der Operation abgegangen ist und wie es von Tag zu Tag
    gelaufen ist, werde ich es hier in Kürze berichten.


    Erst muss ich mich erholen. ;)


    Liebe Grüße, Judith.

    .::.

    seit Geburt: an Taubheit grenzende Schwerhörigkeit
    re. Ohr: Cochlear N6, CI 522 / Aug. '15
    li. Ohr: Cochlear N6, CI 422 / Okt. '14

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  • Seit gestern bin ich wieder zu hause. Und zwar bis zum 24.10. krankgeschrieben.


    In Kürze werde ich noch einige Punkten berichten. Im Moment brauche ich
    etwas erholen, da ich noch müde bin. Jedoch geht es mir ganz gut.
    Bisher noch keine Nebenwirkung, nur leichter Tinnitus.


    Am 18.11. habe ich einen Termin zur Erstanpassung und bin schon gespannt,
    ob mein Hörvermögen sich verbessert wird.


    Liebe Grüße, Judith. :)

    .::.

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  • Hallo Judith,


    schön, dass es bei Dir auch geklappt hat und Du wieder zu Hause bist! Erhole Dich erst mal gut. :)


    In ca. einem Monat wird es dann richtig spannend bei der Erstanpassung...

  • Tinnitus nach der OP ist aber doch sicher auch normal? Also ich kenne das, wenn ich so ne richtige Erkältung habe auch, sonst hab ich keinen Tinnitus und nach der OP hatte ich auch fetten Tinnitus, der ist aber mit der Heilung wieder verschwunden.

  • Entschuldigung, dass ich mich erst nach langer Zeit wieder melde. Nun komme ich dazu, den Bericht über meine Operation und meine Erstanpassung zu posten.
    Ich weiß, dass ihr darauf wartet und wissen möchtet, wie es bei mir gelaufen ist.


    Zu meiner Operation:


    Erstens ist meine Operation top verlaufen. Komplikationsfrei!


    Am Vortag habe ich ein paar Voruntersuchungen (Geschmacktest, Gleichgewichtsprüfung usw.) hinter mich gebracht. Eins, was mir etwas unangenehm war, war
    eine Untersuchung an und in meinem Hals. Meine Zunge wurde von dem Arzt rausgezogen. Plötzlich hatte ich das Gefühl zu ersticken und bin in Tränen war ausge-
    brochen. Ich dachte, ich konnte es nicht mehr, aber der Arzt sagte, es klappte trotzdem. Das war nur kurz, puh.


    Kurz vor der OP hatte ich etwas Schiss gehabt, weil ich mir Gedanken machte, was danach auf mich zukommen kann. Jedoch wurde ich von den Schwestern beruhigt
    und dann ging es wieder. Im OP-Saal sah ich viele Leute, welche ich teils nicht kenne und teils ja, obwohl ich "beschwipst" (es kam vom Tropfen) war. Ich dachte, das
    könnten nur 5 Leute sein. Nach dem ich mir das angesehen habe, war ich sofort eingeschlafen, bevor die Narkose begann. Wie lange ich geschlafen habe, weiß ich
    nicht. Als ich im Aufwachraum war und wach wurde, begrüßte die Schwester mich fröhlich, worüber ich schmunzelte. Unglaublich, wie schnell es vorbei war dachte
    ich und glaubte, ich hätte nur eine halbe Stunde geschlafen. Nein, das waren mehr als drei Stunden. Da war ich erstaunt und stellte fest, dass ich danach gut drauf
    war, aber auch todmüde. Die OP hat drei Stunden gedauert. Ich trug einen Druckverband mit einem Drainageschlauch um meinem Kopf und wenn ich meinen Kopf hoch
    hob, war es ein bißchen anstrengend, weil meine Kopfbewegung etwas steif war. Als ich mich im Spiegel ansah, sah ich aus wie ein Vampir. Ein paar Stunden danach sah
    ich schon besser aus und zog mich alleine um. Ohne Hilfe! Das klappte super. Zwei Tage später bekam ich den Druckverband endlich ab, trug eine schwarze Kappe und
    fühlte mich noch leichter. Aber mit dem Drainageschlauch war es nicht angenehm. Da der Schlauch runter gefallen (nur bis auf meinem Schulter) ist, mußte ich ihn fest-
    halten, bis die Schwester ihn mit einem Pflaster befestigte. Der Auszug dieses Schlauches tat es mir weh. Doch bin ich froh, diese los geworden zu sein. Am dritten Tag
    bekam ich auf einmal starken Tinnitus, was mir nicht angenehm war. Dagegen bekam ich Tropfen (aus dem Becherchen). Das half mir nicht viel. Da mußte ich durch, bis
    es vor zwei Wochen endlich weg ist. 5 Tage bin ich in der Klinik geblieben.


    Nun zu meiner Erstanpassung:


    Seit vorgestern trag ich das neue Gerät Cochlear N6 und höre am Anfang leise. Doch bin ich glücklich, dass ich es wieder höre. Ein paar Geräusche habe ich wahrgenommen.
    Für mich ist es aber ungewohnt, weil das nicht mit meinem normalen Hörgerät (rechtes Ohr) zu vergleichen ist. Je nach dem Feierabend beschäftige ich mich viel mit dem
    Cochlear N6 und nehme meinen normalen Hörgerät ab. Ich übe es schon viel.


    Als ich vier Wochen krankgeschrieben war, hatte ich Tinnitus und Schwindel (war leicht) gehabt. Seit dem ich wieder im Büro bin, sind Tinnitus und Schwindel weg! Da bin
    ich so froh! :)


    Nachtrag: Die Fäden wurden nach 10 Tagen rausgezogen. Das tat mir gar nicht weh. Die Narbe sieht schon super aus. Verheilt! Nach dem Fadenzug konnte ich meine
    Haare endlich waschen. :)

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  • Seit Dienstag beschäftige ich mich mit meinem 1. CI und muß mich daran noch gewöhnen. Ich weiß nicht,
    wie viele Elektroden ich jetzt habe, da ich vergessen habe, meinen Audiologen zu fragen. Es ist schon
    komisch, etwas zu hören, wie zum Beispiel, wenn ich im Auto sitze und wissen wollte, ob ich das Motoren-
    geräusch höre, ist es nichts, aber wenn ich den Blinker betätige, höre ich es. Ist so umständlich. Aber gut,
    dass ich anfangs leise höre, ist es ein erster Schritt.


    Da ich lange Haare habe, ist CI manchmal ausgefallen und ich muß es wieder dran machen. Ich glaube, das
    Magnet hält nicht so gut. Wenn es zu feste dran ist, soll es nicht gut sein, da die Haut sonst beschädigt
    werden kann. Oder?

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  • Moin Piep,


    Magnet unter die Haare und den Kopf mehrmals schuetteln, der muss dann dranbleiben.
    Die Staerke kann sich spaeter noch veraendern, meist in Richtung schwaecher. Oder du schraubst den in der Spulenhalterung etwas lockerer.


    Greetz,
    Martina

  • Hallo Martina,


    ich hatte es auch gemacht. Trotzdem ist CI manchmal ausgefallen.
    Ich dachte, mein Audiologe kann es einstellen und ich kann es nicht ändern, oder?
    Die Bedienungsanleitung muß ich mehrmals durchlesen, denn diese umfasst sich
    viele Seiten. :rolleyes:


    Wie gesagt, bin ich ja noch frisch, mich damit zu beschäftigen. Doch bin ich sehr
    motiviert. :)


    LG, Judith

    .::.

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  • Franzi, danke - das werde ich heute abend machen, da mein Koffer zu hause liegt. :)


    Als mein Audiologe mir den Koffer gegeben hat, hatte ich große Augen, da der Koffer
    so groß ist. Ich dachte, es könnte kleiner als eine Handtasche sein. :D

    .::.

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  • Hallo judith,


    schön, dass Du jetzt auch die Erstanpassung und die ersten "Hörversuche" "absolviert" hast! :) Was Du so schreibst, ist positiv.

    Zum Magneten: Die Stärke des Magneten ist auf der flachen Seite dessen als Zahl angegeben. Ich bin da ein ziemlicher "Dickhäuter" und trage auf der rechten Seite Stärke "6". :)



  • Ja; Martina hat recht, der Magnet ist bei mir in der Spule voll eingebaut d. h. nicht wechselbar. Die Stärken 1 - 5 gibt es zum Wechseln.


    Judith, das mit der Stärke muss man halt ausprobieren. Entweder durch Drehen des Magnetes (Änderung des Abstandes) oder bei Bedarf einen stärkeren Magneten. Dann sollte man das genau beobachten, denn ein zu starker Magnet kann die Kopfhaut reizen....

  • Piep...alles dem Techniker sagen...piep
    Gruß Norbert

    links: Opus 2XS, Flex28; OP 14/09/2012 MHH
    EA: 05/11/2012 erfolgreich

    seit 12/06/2020 Sonnet 2


    rechts: HG (zu nichts nutze...)
    --------------------------------
    Offenbarung 21,4
    ...und der Tod wird nicht mehr sein, noch Trauer noch Geschrei noch Schmerz...


    Jesaja 35, 4-6
    Sagt den verzagten Herzen: "Seid getrost ..." ...dann werden die Ohren der Tauben geöffnet werden...

  • Hallo,

    Es gibt auch einen Cochlearmagneten mit Staerke 0,5 fuer die zarten Traeger oder fuer die neuen dünnen Implantate, die nicht mehr so tief im Kopf plaziert werden ;)

    Das stimmt, Erik hatte am Anfang (da war er 1 1/4) einem 0,5er Magneten, allerdings für seinen N5. Inzwischen hat er 1er Magneten, aber die wären am Anfang zu stark gewesen.
    Bei Erik waren übrugens je 2 Magnete (in unterschiedlichen Stärken) im Koffer und den einen haben wir bei der Erstanpassung noch umgetauscht.
    Gruß,
    Katja