Probetragen von BAHA-Gerät

  • Ich (SSD) hatte heute mein Abschlussgespräch für die CI-OP in drei Wochen. Da die Ärztin bei meinem letzten Termin auf meine Nachfrage sagte, dass sie bei Privatpatienten keine Anträge mehr stellen, hatte ich eigenständig mit dem Kostenvoranschlag wir eine Kostenübernahmebestätigung bei der privaten Versicherung sowie der Beihilfe geholt. Diese Bestätigung habe ich auch ohne weitere Nachfrage schriftlich bekommen.

    Nun soll ich aber wohl aus Sicherheitsgründen noch einmal ein BAHA testen, falls es zu Beschwerden von der Versicherung könnt. Das CROS-Gerät heute war schon mal gar nichts für mich.

    Hat jemand von euch (am besten einseitig Ertaubten) Erfahrung mit einem BAHA-Gerät? Ein echtes Richtungshören ist damit wohl auch nicht möglich, richtig?

  • Ich glaube kaum, dass man mal eben so ein BAHA testen kann.

    Entweder du bekommst vom Arzt die Indikation für ein CI oder für ein BAHA. Das sind ja nun 2 verschiedene Paar Schuhe.

  • Ich glaube kaum, dass man mal eben so ein BAHA testen kann.

    Entweder du bekommst vom Arzt die Indikation für ein CI oder für ein BAHA. Das sind ja nun 2 verschiedene Paar Schuhe.

    Ist aber so. Ich habe die Indikation der Klinik (und von einer weiteren) ausgesprochen bekommen. Dass zu Beweiszwecken noch eine konservative Lösung getestet werden muss, hatte ich vorher schon mal gehört, aber es wurde erst heute angesprochen.

  • Doch ein BAHA mit einem Stirnband oder Bügel kann man testen und muss man bei einseitiger Taubheit meistens zuerst testen, ebenso wie die CROS Versorgung.

    Das BAHA implantiert man erst wenn man sich definitiv dafür entscheidet, vorher trägt man es mit Stirnband oder Bügel.


    Ich habe zuerst 20 Jahre lang CROS Versorgung getragen und musste dann zwei Wochen lang ein BAHA testen, dies aber bevor der Arzt eine Kostengutsprache fürs CI einholte. Sprich zuerst abklären, testen und dann definitiver CI Entscheid fällen und Gutsprachen einholen.


    Eine Hörgeräteversorgung testen macht man aber nicht nur an einem Tag, sondern über einen längeren Zeitraum, sprich 1-4 Wochen, weil man braucht eine Weile um sich daran zu gewöhnen. Beim BAHA ist das auch so. Der Klang und die Funktionsweise vom BAHA fand ich aber viel, viel besser als die CROS Versorgung und habe mich genervt, dass man mir das nicht schon früher vorgeschlagen hatte.

    li normal hörend

    re taub nach chronischen MOE im Kindesalter, nun Cochlear N6 OP 8.2.18 EA am 8.3.18

  • Doch ein BAHA mit einem Stirnband oder Bügel kann man testen und muss man bei einseitiger Taubheit meistens zuerst testen, ebenso wie die CROS Versorgung.

    Das BAHA implantiert man erst wenn man sich definitiv dafür entscheidet, vorher trägt man es mit Stirnband oder Bügel.


    Ich habe zuerst 20 Jahre lang CROS Versorgung getragen und musste dann zwei Wochen lang ein BAHA testen, dies aber bevor der Arzt eine Kostengutsprache fürs CI einholte. Sprich zuerst abklären, testen und dann definitiver CI Entscheid fällen und Gutsprachen einholen.


    Eine Hörgeräteversorgung testen macht man aber nicht nur an einem Tag, sondern über einen längeren Zeitraum, sprich 1-4 Wochen, weil man braucht eine Weile um sich daran zu gewöhnen. Beim BAHA ist das auch so. Der Klang und die Funktionsweise vom BAHA fand ich aber viel, viel besser als die CROS Versorgung und habe mich genervt, dass man mir das nicht schon früher vorgeschlagen hatte.

    Was mich bei dem Cros-Gerät auch stark gestört hat, war das laute Rauschen und Geknistere. Als ich auf dem linken Ohr noch gehört habe, hatte ich zu den besseren Zeiten auch immer dieses Rauschen bzw. es war wohl der Prozessor, den ich gehört habe.

  • Rauschen und Geknistere heisst es ist nicht gut eingestellt, wenn es gut eingestellt ist dann hört man nichts knisterern oder rauschen. Dies braucht aber auch ein paar Einstellungen und ein paar Wochen oder Monate Tragedauer. Und das was du gehört hast war kein Prozessor, das Hörgerät funktioniert ganz anders und eine CROS Versorgung sowieso. Da ist auf dem tauben Ohr lediglich ein Mikro angebracht und leitet den Ton auf das gute Ohr, resp. da zweite Gerät rüber.


    Ein BAHA ist ähnlich wie die CROS Versorgung, einfach die Qualität fand ich besser, allerdings ermöglicht es auch kein wirkliches Richtungshören und wäre nur eine Alternative gewesen wenn ich keinen funktionierenden Hörnerv mehr gehabt hätte.


    Ich staune bei einer Klinik und dem Vorgehen dieser.

    Haben die wirklich viel Erfahrung mit CI Versorgung? Und wenn ja wie viele Patienten?
    Das Vorgehen ist nämlich wirklich so, erste Abklärungen, Test mit alternativen Geräten, sprich CROS und BAHA, aber dies über mehr als nur einen Tag oder so, dann weiterführende Abklärungen und mit dem Abschluss der Abklärungen stellt man die CI Indikation samt Kostengutsprachen und erst danach folgt die OP. Kostengutsprachen übernimmt doch in der Regel auch die Klinik, sie haben schliesslich ein Interesse daran Patienten zu operieren.

    li normal hörend

    re taub nach chronischen MOE im Kindesalter, nun Cochlear N6 OP 8.2.18 EA am 8.3.18

  • Das Rauschen habe ich auf dem hörenden Ohr gehört. Gleiches hatte ich damals auf dem Hörgerätohr, was daran lag, so hieß es, dass ich die hohen Töne damals noch gut gehört habe.

    Und ja, die Klinik hat Erfahrung mit der Versorgung und wie gesagt, ich habe ja auch schon die Zusage von Versicherung und Beihilfe.

  • Nun denn, dass nicht nur Cross, sondern auch BAHA bei SSD getestet werden muss, war mir nicht bekannt. Eine Freundin von mir musste das nicht.

    Vermutlich ist die CI- Indikation nicht ganz klar gegeben, wenn diese Testung verlangt wird.

  • Ich musste es auch nicht. Bin auch SSD.

    Auch nicht die Cross Versorgung.

    Das lag wohl daran, dass eigentlich ein Mittelohrimplantat eingebaut werden sollte...und beim Hörtest für diese Op zeigte sich, dass das Ohr dafür zu schlecht geworden war....


    Beihilfe und Pkv brauchten das dann nicht...


    Da AnniB aber die Kostenzusage fürs CI schon hat wundert es mich...

  • Hallo Anni,

    ich dachte, du hast die Genehmigung von PKV und Beihilfe schon schriftlich? Dann sehen es die Kostenträger bei dir doch nicht kritisch? Für was will sich die Klinik bei dir dann noch im nachhinein eine zusätzliche Sicherheit holen? Haben sie den schriftlichen positiven Beihilfebescheid und die schriftliche Kostenzusage der PKV gesehen? Den Bescheid können die doch nicht nachträglich noch zurück nehmen (wenn er eindeutig formuliert ist)?

    Sind sie sich in der CI Klinik nicht vielleicht doch noch unsicher, ob bei dir wirklich ein CI notwendig ist und wollen deshalb nochmal eine andere Versorgung probieren? Oder sie denken, dass du noch diese Gewissheit brauchst?

    Ansonsten viel Erfolg beim Testen!

    Viele Grüße

    Katja

  • Katja_S Ja, ich habe sowohl von der Beihilfe als auch von der privaten Krankenversicherung die schriftliche Zusage. Die waren im Krankenhaus aber erstaunt, dass ich die schon habe. Als ich das letzte Mal im Juli da war, hatte ich nach der Beantragung gefragt, und sie sagten mir, dass sie bei den privaten Versicherungen dazu übergegangen sind, keine Anträge mehr zu stellen, so dass ich mich selbst darum gekümmert habe. Als ich nun gestern da war, war ich aber bei einer anderen Ärztin, die nicht wusste, dass ich diese Genehmigungen schon habe und auch, dass ich schon einen OP-Termin habe. Den hatte ich mir ja das letzte Mal im Gespräch mit der Oberärztin besorgt. Blöderweise hatte ich gestern die Genehmigung der privaten Versicherung nur auf dem Handy in klitzeklein dabei, die der Beihilfe auf Papier.

    Ich glaube schon, dass sie sich bei mir sicher sind, zumal mein Hörvermögen auch noch weiter abgesackt ist. Inzwischen ist es keine an Taubheit grenzende Schwerhörigkeit mehr, sondern Taubheit. Sie sagten, dass die Versicherungen manchmal bei den Einohrigen nach der OP Probleme machen. Ich vermute aber eher, dass die Ärztin auf Nummer sicher gehen wollte, eventuell stellen sie ja auch doch gar keinen Antrag mehr, denn in Rücksprache mit der Oberärztin erfuhr sie, dass sie es genauso machen, nämlich mit einem Kostenvoranschlag und den Unterlagen.

    Das Probetragen ist wahrscheinlich für die Akten, da man es im Nachhinein bei irgendwelchen Problemen ja nicht mehr beweisen kann.

  • Bin ebenso über Annis Ablauf irritiert. Dass man vorher vergleichbare alternativ Test gemacht wird ist nicht neu. Mir war bisher bei einer CI Voruntersuchung bekannt, dass bei Patienten indem die Indikation für CI nicht eindeutig gegeben sind dann HG oder bei SSD Crossversorgung gemacht wird. Es gibt einige Kliniken die das machen müssen.

    Das BAHA getestet werde soll kenne ich so von keinen mir Bekannten CI Kandidaten. Ich muss auch gestehen, dass ich die Indikation für BAHA nicht wirklich kenne und kann so nicht sagen ob das alles so passt.


    Da nicht weiss, was bei Annis erste Untersuchungstermin gemacht wurde. Und dann noch jetzt von 2 Ärzte da beim 2.ten Termin ihre bekannte Ärztin von erste untersuchung nicht da war oder was auch immer, scheinen nicht abgesprochen zu haben was Sache ist. Da hätte ich ggf. nochmals nach Erklärung gefordert was da für unterschiede und Indikation gegeben sind.


    Dass Privatpatienten bzgl. Kostenzusage selbst kümmern sollten, kann vorkommen. Hattest Du von Klinik bereits ein Schreiben für KK bekommen indem eindeutig stand, dass bei Dir ein CI in Frage kommt oder hattest du eher Formlos bei KK den Antrag eingereicht und deswegen die Klinik jetzt irritiert ist!?


    Gruß

    Wallaby

  • Ich hatte einen Kostenvoranschlag sowie einen Arztbrief mit Indikation eingereicht und in der Folge die Zusageschreiben erhalten, in dem steht, dass sie berechtigte Forderungen zum jeweiligen Anteil übernehmen wollen. Im Juli habe ich ja auf Nachfrage bei der OÄ, mit der ich das letzte Gespräch am Ende der Untersuchungen an dem Tag hatte, einen OP-Termin ausgemacht und auch bereits das Schreiben der Klinik zur OP erhalten.


    Dass ich mir nun noch ein BAHA-Gerät extern besorgen soll, kann auch daran liegen, dass das Gerät in der Klinik kaputt war. Die kooperierende Akustikerin äußerte auf diese Info hin, dass das dann die Sache erkläre.

  • Nichtsdestotrotz ist ein BAHA eine Methode bei Mittelohrschwerhörigkeit. CI ja nun bei Innenohrschwer- bzw. resthörigkeit.

    Was ist denn der anamnestische Grund für die einseitige Taubheit, AnniB?

  • Ein BAHA ist bei SSD ein übliches Vorgehen, da man denn Schall nicht nur über ein nicht funktionierendes Mittelohr leiten kann, sondern auch auf der Gegenseite mithört über den Knochen. Es tönt komplizierter als es ist, aber ein einem ganz tauben Ohr kann man den Schall einfach über die Knochenleitung auf das gute Ohr leiten und das macht ein BAHA.


    Aber das Vorgehen erstaunt, vor allem dass wohl Arzt A nicht mit Arzt B spricht und nicht auf dem gleichen Stand sind ist eher erstaunlich.


    Hier in der CH ist ganz klar, dass vor einer CI Indikation CROS und BAHA getestet werden müssen und erst wenn dies nicht als zufriedenstellend erlebt wird kann man dann auf ein CI gehen und erst dann werden alle anderen Untersuchungen definitiv gemacht. Ein BAHA ist halt auch viel kostengünstiger als eine CI Versorgung und braucht keine so langwierige Hörlernphase, da es quasi funktioniert wie vorher, einfach nur über das gesunde Ohr.

    li normal hörend

    re taub nach chronischen MOE im Kindesalter, nun Cochlear N6 OP 8.2.18 EA am 8.3.18

  • Nichtsdestotrotz ist ein BAHA eine Methode bei Mittelohrschwerhörigkeit. CI ja nun bei Innenohrschwer- bzw. resthörigkeit.

    Was ist denn der anamnestische Grund für die einseitige Taubheit, AnniB?

    Ich habe mehrere Hörstürze gehabt, keine Otosklerose und kein Akustikusneurinom.

    Mehr weiß ich nicht. Es ging halt immer weiter in den Keller.


    Naja, ich werde ja jetzt noch sehen, was weiter passiert.

  • Inzwischen habe ich auf meine Nachfrage erfahren, dass ich das Gerät einfach am Aufnahmetag für einen Test mitbringen soll.

    Das mit der erneuten Antragstellung hat sich inzwischen auch geklärt, das macht tatsächlich der Privatpatient selber.