Posts by AnniB

    Ich tue mich prinzipiell mit dem Wort „perfekt“ eine Fremdsprache zu beherrschen schwer, bei wem auch immer. „Perfekt“ erlernt man eine Sprache in der Regel wohl nur als Kind, zumindest die Aussprache hakt später und auch das situationsangemessene Vokabular ist auch eine nicht zu unterschätzende Sache.

    Wenn jemand sagt, er/sie beherrscht eine Sprache perfekt und ich da Zweifel habe, ist das aber möglicherweise auch eine Frage von unterschiedlicher Definition und des Selbstbewusstseins. Ich bin Sprachenlehrerin und setze mich immer wieder mit der Frage auseinander.

    Ich war in Köln und Essen. Habe am Ende dann Essen wegen der Empfehlung genommen (siehe oben); man muss sich wohl fühlen, und das war bei mir so. In Essen wird, falls das von Bedeutung ist, alles implantiert (was derzeit implantierbar ist).

    Hallo Anni, danke für die positive Antwort. Mein erstes CI rechts hab ich in Münster an der Uniklinik machen lassen, ist ca 25 km entfernt aber bin da mit einiges nicht so zufrieden und möchte deshalb woanders hin. Ich denke es ist wichtig das man sich mit einem guten Gefühl für eine Klinik entscheidet. Essen sind ca 115 km aber das nehme ich dann auch in kauf

    Das einzige, woran man halt eben denken muss ist, dass die Reha auch in Essen ist und zwar eine ambulante Reha. Aber unter anderem wegen der Reha bei Bagus bin ich auch nach Essen geschickt worden.

    Ich bin in Essen implantiert worden. 2019 war noch vor dem Umzug ins neue Gebäude und im Vorfeld war es also chaotisch. Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden, würde da wieder hingehen. Mein Arzt hatte mir die Klinik empfohlen - und das obwohl das 100 km Fahrt sind und in der

    Stadt selber und auf halber Strecke jeweils auch eine Uniklinik, die implantiert.

    Naja, die Ärztin schlug aus irgendwelchen Gründen (ich hoffe, die hatte sie) die kurze vor, Lajoli wollte die lange - dann liegt die mittlere in der Mitte. Es ist dann evtl. die sinnvollere Lösung als die lange und er muss nicht diskutieren.

    Ich habe letztes Jahr ganz gute Erfahrungen mit dem Aquakit von Cochlear gemacht und möchte es dieses Jahr wieder nutzen. Während meine Haare im vergangenen Jahr aber länger waren und ich das Ende dieses Sicherungsfadens, der eigentlich zum anklipsen ist, am Haargummi fest gemacht habe, geht das in diesem Jahr nicht mehr. Zum Anklipsen finde ich diesen Faden aber etwas kurz. Wisst ihr, ob es die auch in länger gibt? Oder habt ihr eine Idee, wie ich so etwas selber basteln kann? Im Grunde genommen bräuchte ich diesen Anglerfaden mit zwei Schlaufen, einen an das Aquakit und einen irgendwie an den Bikiniträger.

    Nur positive Erfahrungen gibt es nicht.

    Also verglichen mit nur einem Ohr zu hören, ist das CI 100 Prozent positiv.

    Die Probleme, die ich noch mit dem Ding habe, hätte ich ohne auch und noch mehr.

    Die meisten Schwierigkeiten, die ich spüre, liegen nicht am CI, sondern an der Schwerhörigkeit, an meinem Umgang damit, am Umgang der anderen damit und so weiter.

    Ja, die Frage ist nur, wie? Im Alltag kann ich wahrscheinlich gar nicht so sehr trainieren, all die Trainingsapps sind aber eben dann auch wieder deutlich zu einfach. Wahrscheinlich sollte ich irgendwann auch mal eine stationäre Reha machen, ich hatte die ja 2 Jahre ambulant. Ich muss mich mal schlau machen, wie man die als Lehrerin beantragen kann. Wenn man immer auf die Sommerferien angewiesen ist, ist das ja doof.

    Ich habe gerade in Unterlagen von vor sechs Monaten Zahlen zu mir gefunden, ich kann aber überhaupt nicht einschätzen, ob das durchschnittlich, überdurchschnittlich oder schlecht ist. Ich war zu dem Zeitpunkt zwei Jahre nach der OP. Vielleicht könnt ihr mir dazu was sagen?

    Ich bin ohnehin immer erstaunt, wie schlecht die Höreindrücke in den Dokumentationen und Simulationen dargestellt werden. Wenn ich vergleiche, was ich auf der linken Seite höre beziehungsweise wie es in meinem Kopf klingt und wie es dann dargestellt wird (höre ich mit meinem nicht schwerhörigen Ohr, ist das meilenweit voneinander entfernt.

    Aber was bringt einen zum Wunsch, sich da CI implantieren zu lassen? Das beeinflussen doch mehrere Faktoren, meiner Einschätzung nach:

    - Wissen über das CI, was es kann und was nicht

    - die realistische Einschätzung der aktuellen Situation, d.h. u.U. auch das Eingeständnis, dass es nicht so gut läuft und das Loslösen von bloßen Zahlen*

    - Mut, sich darauf einzulassen

    - Menschen mit ähnlichen Rahmenbedingungen als möglichen Referenzpunkt**


    *Externe brauchen Zahlen, um die Lage einzuschätzen, sie sind nicht ‚in meinem Kopf‘, ich selber merke, wie oft ich nachfrage/falsch verstehe/nicht verstehe


    ** zumindest habe ich den Eindruck, dass Menschen mit einer ähnlichen Hörbiographie und Lebensgestaltung mir am meisten eine Einschätzung ermöglichen

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    Natürlich hängt das von einem selbst ab. Aber das ist ein weites Feld, das „Selbst“. Dazu gehören meines Erachtens Faktoren wie:

    - Eigene Haltung zu Behindertsein bzw. Schwerhörigkeit, dies ist u.U. auch beeinflusst von

    - Haltung der näheren Umgebung bzw. Sozialisation in der Familie bzgl. Umgang mit Schwäche

    - Ob jemals gut gehört wurde

    - Mögliche Vorbilder

    - Abhängigkeit von gutem Hören im Beruf

    - Worüber wird das Selbstbewusstsein gestärkt?

    usw.

    Bei mir war es so, dass ich mir erst nach den Untersuchungen in der Klinik eingestanden habe, WIE schlecht ich höre. Es ist sicherlich auch eine Frage des beruflichen und privaten Umfelds, wie stark man die Einschränkungen spürt.

    Man muss den Wunsch oder die Bereitschaft, das CI zu „wagen“ aber wohl spüren; wer von außen dazu bewegt wird, sagt am Ende vielleicht, er habe es sich anders vorgestellt. Für mich war es klar, dass ich mit dem einseitigen Hören nicht weitermachen wollte und es beruflich auch nicht geschafft hätte und mich auch privat immer weiter isoliert hätte. Bei mir wäre also so oder so eine Änderung notwendig gewesen, entweder (jetzt schon) Beruf ändern oder das CI wagen. Mit dem CI habe ich nun auch die Möglichkeit, in anspruchsvollen Situationen (sprich täglich im Beruf) unterstützend zu streamen. Ob ich für immer in meinem Beruf bleiben kann, wird sich zeigen, aber nun habe ich zumindest mir die Chance dazu eröffnet.