Posts by Nikita

    Und wegen dem automatischen Einstellungen der Software:
    Das wird oft bei Kindern und Babys genutzt.
    Ich habe selber mal einen Test mit meinem Techniker gemacht, sprich wir haben zuerst das Programm eine automatische Einstellung machen lassen und dann eine manuelle und dies verglichen. Der Computer kam recht gut an eine Einstellung heran die für mich angenehm war, etwas zu leise aber sonst sehr gut. Trotzdem ziehe ich die manuelle Einstellung vor, das andere wird früher oder später aber wohl kommen. Obwohl ich bei einem CI finde es ist enorm wichtig, das man an eine technisch versierte Person gelangt bei den Einstellungen und nicht jeder Akustiker soll das machen können.

    Andrea2002

    Da lob ich mir immer ein Programm, das keine Filter aktiv hat. Damit man auch hört was man hören könnte. Wenn durch die Automatik irgendwas schräg klingt, weiß man ja erst mal nicht genau warum. Das war bei meinen HGs lange ein Problem bis ich draufkam, dass die Automatik was versaubeutelt. Z.B. Nebengeräusche wegfiltert, die keine waren.


    Ich kann Neulingen immer nur raten: lasst euch ein manuell wählbares "Musik"programm einstellen ohne jegliche Filter - einfach um vergleichen zu können. Sowohl bei HGs als auch CIs.

    Das finde ich einen sehr wichtigen Hinweis/Tipp!
    Alle Filter und Automatikprogramme ausschalten und das Hirn walten und schalten lassen. Ich hab das leider auch erst nach fast einem Jahr entdeckt und benutze seither nur ein einziges Programm ohne irgendwelche Filter und Fokus drin.

    Ich gehe in der kalten Jahreszeit wöchentlich in die Sauna und habe in den letzten 4 Jahren nichts bemerkt. Wir mögen auch heisse finnische Sauna und keine Biosauna. Da passiert dem Implantat nichts, den Prozessor nehme ich vorher natürlich ab.

    Liebe Conny


    Ein Nachteilsausgleich funktioniert nach dem Hol-Prinzip und wenn du einen willst musst du oder deine Eltern aktiv werden bei deiner aktuellen Ausbildungsstätte und ihn beantragen, unterstützen dich deine Eltern dabei, oder hast du sonst jemanden der dir hilft?
    Deine Arbeitgeberin hat damit weniger zu tun, da du wirklich nur eine medizinische Diagnose, sprich Schwerhörigkeit benötigst und dann alles weitere in die Wege leiten musst.


    Egal ob mit oder ohne Corona, du musst aktiv werden und dran blieben versuchen so gut es geht, sonst wird es zu einem noch grösseren Problem und du kommst noch weniger gut damit klar.
    Lösungsorientiert nach vorne gucken, den NTA beantragen und dann halt Vokabeln und Grammatik büffeln so gut es geht. Da braucht es halt leider Fleiss und Energie wenn man etwas erreichen will.

    Den Olsa haben sie bei mir auch so gemacht, mit unterschiedlichem Rauschen auf dem gut hörenden Ohr. Ich hatte beim ersten Mal -5.9 dB gehabt und ein Jahr später -6.1 dB. Der Untersucher ist fast ausgerastet und hat gemeint dass sähe er selten.
    Ich habe mit Ci und gutem Ohr zusammen dann noch besser abgeschnitten und auf jeden Fall besser als nur mit dem guten Ohr ohne CI, den Wert weiss ich aber nicht mehr.

    Andrea:
    Und wer hat die Studie finanziert und initiiert? Der Hersteller selber? Dann wird er ein Interesse daran haben dass rauskommt dass die Elektrode von ihm dass sehr gut kann und sehr wahrscheinlich das Setting auch entsprechend gestalten -> traue nie einer Studie, ausser du hast sie selber gefälscht... ich komme aus dem wissenschaftlichen Bereich und wenn die Studie nicht unabhängig war, naja dann wird sie halt schon entsprechend gemacht geworden sein.

    Sicher kann man mit der entsprechenden Rechenstrategie einiges herausholen auch mit wenigen Elektroden, aber eben es kommt nie an ein normales Gehör heran und ein Klavier testet so ziemlich den Tonumfang des Gehörs.

    Das Kerngeschäft des Cis soll das Sprachverstehen sein und nicht die Musik, die Träger wollen ja im Alltag mithören und mitsprechen können.

    Lieber Dani

    Es liegt nicht an den Nervenbahnen, sondern darum dass der Frequenzbereich des CI einfach x-Mal kleiner ist als der des natürlichen Gehörs, also geht das etwas verloren. Es kann gut sein, dass dein zweites, ebenfalls schlecht hörendes Gehör diese Frequenzen auch nicht mehr hört und du so keinen Unterschied hörst. Es gibt noch mehr Unterschiede als bei Fragesätzen, z.B. mit Hörbüchern kann man da gut beobachten.


    Ein komplettes Klavier stimmen mit Ci wird nicht gehen, der Hörumfang geht gar nicht so weit. Wenn ich von meinem E-Piano direkt streame, höre ich ca. 2 Oktaven gut, der Rest tönt alles gleich.

    Da gebe ich die vollkommen Recht, ich würde glaub ich auch nicht an solch einer Studie teilnehmen, und auch das mit der Genveränderung schreckt mich ab.

    Ich muss jedoch trotzdem noch bis 2025 bis zu meiner CI Implantation warten, da es davor einfach nicht in meinen Alltag passen würde mit der Reha und allem

    Ich würde aber nicht zu lange zuwarten mit einem CI. 2025 wird es noch keine optischen CI in Serie geben, wenn überhaupt dann immer noch in Studien.
    Je länger du wartest desto mehr verkümmern deine Nervenbahnen und es braucht mehr Energie Hören zu lernen nach der OP.
    ich fand die CI Versorgung einen riesen Lebensqualitätsgewinn auf meinem tauben Ohr, habe gar nicht gewusst wie viel besser ich dann höre, sprich lauter und klarer, Richtungshören ist möglich im Störlärm geht es mir besser usw.
    Ich war bis am Tag der Erstanpassung überzeugt, dass ich auch einohrig gut durchs Leben gegangen bin und doch nicht so viel verpasst hätte. Weit gefehlt! Was ich dann gelernt habe war für mich Neuland und zwar ein Gutes.


    Die Aussage Menschen könnten mit den heutigen CI kaum Melodien in Sprache und Musik wahrnehmen, halte ich für gewagt. Andererseits muss man natürlich herausheben, was das optische CI vermutlich besser kann.

    Das ist aber definitiv so, ich bin auf dem einen Ohr guthörend und auf dem anderen taub und Ci Trägerin, habe also den live-Vergleich täglich.
    Auf dem Ci Ohr alleine tönt Sprache OK, aber es fehlt die Sprachmelodie, alles tönt gleichförmig und gleich. Bei Musik fehlt nicht die Melodie, aber der Tonumfang ist halt kleiner und der Unterschied zwischen den Instrumenten eher klein wenn überhaupt heraushörbar.

    Das kann aber auch ein optisches CI nicht herausholen denke ich, künstliches Hören bleibt künstliches Hören.

    Ich meinte nicht Scherz, sondern Schera, blöde Autokorrektur sorry!


    Ich kenne Olinemeetings leider zur Genüge und da ist die Disziplin super, aber wenn alle vor Ort sind will niemanden noch den Computer vor sich haben und Mikro ein oder aus schalten, das wird dann zu kompliziert und mühsam für alle Beteiligten.
    Ich mache teils hybride Sitzungen, sprich ein Teil ist Zuhause und ein Teil vor Ort. Wir haben dann vor Ort ein grosses Raummikrofon damit die Zuhause auch alle Wortmeldungen vor Ort mitbekommen plus das Bild vom Raum sehen.

    Das funktioniert sehr gut, allerdings sind solche Raummikros auch nicht günstig, funktionieren aber ähnlich wie der Roger select. Vielleicht würde so ein Mikro helfen vor Ort, allerdings eben ist wohl noch teurer als der Roger Select nehme ich an.

    Scherz:
    Dann muss sich jeder immer wieder das Mikro einschalten wenn er oder sie spricht und danach sofort wieder ausschalten, weil ja alle im gleichen Raum sind. Ich stelle mir das nicht praktikabel vor und schlussendlich ist es eine kompliziertere Lösung als ein Tischmikrofon.

    Geniale Idee. Setzt aber voraus, das alle Teilnehmenden Teams oder Zoom haben.

    Wenn dann alle im gleichen Raum sind und alle ihren Computer aktiv haben gibt es Rückkoppelungen und eine schreckliche Tonqualität. Von dem her finde ich diese Idee nun nicht so toll und stört mehr als sie nützt.

    Mit den TableMics baut man ein Mikrofon-Netzwerk aus mehreren Mikrofonen auf, die man im Raum verteilt. Beim Select hast Du auch wieder nur ein Mikrofon, was einen größeren Raum nicht gut abdeckt.


    Du kannst den Select auch mit mehreren Geräten verbinden und ein Netzwerk bauen. ich nutze jeweils Table Mics und den Select zusammen, das geht.

    Es geht hier um einseitige Taubheit, also jemand der auf einem Ohr noch gut hört ohne Hilfsmittel und auf dem anderen Ohr taub ist. Das ist eine ganz andere Grundvoraussetzung als wenn man beidseitig taub ist oder sehr schlecht hört.


    Lest doch bitte jeweils genau was gefragt ist, Antworten rund um das zweite HG oder sonst Infos rund um zwei taube Ohren bringen hier nicht viel und verwirren mehr als das sie Klarheit schaffen. Danke!

    Hi, vielen Dank für deine tolle Antwort, von einem möglichen nicht abgeschlossenen Spracherwerb merke ich zumindest heute nichts mehr. Ich denke auch das ich es machen werde, ich vermutlich aber auch auf den Beginn der klinischen Studien zum optischen Cochlea Implantat warte und mich dann für die Klinischen Studien bewerbe.

    Du hast sicher einen abgeschlossenen Spracherwerb, fraglich ist einfach wie viel das heute taube Ohr davon mitbekommen hat, resp. dessen Hörnerv.

    Je länger du gut gehört hast und je mehr Sprache und Worte dein schlechtes Ohr gehört hat und dein Hörnerv mitbekommen, desto mehr Nervenbahnen sind im Gehirn ausgebildet und je rascher solltest du wieder mit einem Ci hören können.

    Falls du eben noch früher ertaubt sein solltest oder dein Ohr gar nie etwas gehört hat, dann kann es schwierig bist unmöglich werden auf diesem Ohr jemand zu Sprachverstehen zu kommen. Das meinte ich damit.


    Zu deiner Idee zu warten auf ein optisches Implantat:
    Je länger du wartest desto mehr verkümmert dein Hörnerv und die dazugehörenden Nervenbahnen und desto länger dauert es um dann mit einem Ci hören zu können. In der Literatur sprechen sie von max 12 Jahren die vergangen sein sollten zwischen Ertaubung und Implantation um zu einem guten Hören zu kommen. Es gibt solche unter uns die viel länger taub waren und erst dann implantiert waren, aber grundsätzlich gilt: Je schneller desto besser.
    ich denke es wird noch lange dauern bis optische Implantate kommen und du kannst dir viel Ärger und Stress ersparen wenn du dich früher implantieren lässt. Einseitiges Hören ist anstrengend und braucht viel mehr Energie als Hören mit zwei Ohren, darum würde ich mich da beraten lassen und schauen wie weiter und nicht noch x Jahre zuwarten auf etwas, das evtl. nie kommt.

    Frag doch bei Cochlear selber nach, evtl. haben sie die noch als Ersatzteile. Ich habe eine zweite, meine erste ist aber langsam total kaputt weil ich da drin immer meine Sachen/Ersatzteile mitnehme wenn ich unterwegs bin.

    Hallo zusammen,

    Ich bin seit meinem vierten Lebensjahr durch eine Unfall auf meinem linken Ohr komplett taub, mein rechtes Ohr funktioniert einwandfrei. Ich überlege schon länger mir ein CI implantieren zu lassen. Wie sind den eure Erfahrungen mit einem CI bei einseitiger Taubheit? Gewöhnt man sich an das unterschiedliche Hören, oder wie hört sich das generell an, wenn man mit einer Person spricht, hört man die Stimme dann in zwei verschiedenen Arten, oder wie könnte man das beschreiben?

    Ich hoffe ihr könnt mir etwas über eure Erfahrungen erzählen.

    LG Julia

    Hallo Julia

    Um wieder auf dein Thema zurückzukommen. Es ist eben schon anders ob man einseitig noch normal gut hört ohne Hörgerät oder mit.

    Ich bin im Alter von 8 Jahren auf dem einen Ohr ertaubt, also ich Abschluss des Spracherwerbs. Im habe dann 33 Jahre später ein Ci auf dem Ohr bekommen und so rasch sehr gut damit gehört. Habe bei täglich 1-2 Stunden intensiv geübt, war also eine recht strenge Zeit das erste Jahr nach der Implantation. Ich würde es aber sofort wieder machen und noch viel früher, wenn ich es denn schon gekonnt hätte damals.


    Du bist schon im Alter von 4 Jahren ertaubt, da war der Spracherwerb noch nicht ganz abgeschlossen, das könnte evtl. länger dauern bis du auf dem Ohr mit deinem Ci gut hörst, aber warum nicht versuchen? Es ist einfach wichtig dass man schon mal gehört hat auf dem Ohr.


    Zur Frage ob es ein Unterschied ist mit Ci und normalem Gehör:
    Ja, es ist einer, aber das Hirn gleicht das ganze schnell aus. Im Alltag merke ich keinen Unterschied. Nur wenn ich z.B. mit einem Kopfhörer auf beiden Seiten separat höre oder z.B. direkt aufs CI streame, dann merke ich einen Unterschied. Das Ci Ohr tönt monotoner und leicht blecherner ohne viel Rhythmus in den Stimmen und bei Musik fehlt ganz viel, aber eben im Alltag gleicht das Hirn das aus und ich merke keinen Unterschied mehr, ausser ich höre eben bewusst mit dem einen oder anderen Ohr oder Kopfhörer.

    Patri

    Ich wünsche dir alles Gute, das kommt schon gut. Einfach die Erwartungen tief halten und dran bleiben beim üben. Im Gegensatz zu Salve bin ich der Meinung dass man, gerade bei einseitiger Taubheit und nach so langer Zeit, üben und üben muss. Sonst bleibt das gut hörende Ohr dominant und übernimmt die ganze Arbeit wie auch vorher schon. Es langsam angehen lassen, dann aber wirklich dran bleiben da das Gehirn lernen muss die neuen Impulse zu deuten und zu verarbeiten.


    Bei mir hätte man kein CI implantiert wenn ich, resp. meine Familie nicht überzeugt gewesen wäre, dass ich bis zum 8 Lebensjahr auf dem Ohr gehört habe aber sie waren auch sehr, sehr skeptisch gewesen und meinten der Erfolg sei nicht sicher und evtl. funktionier es dann halt nicht.


    Viel Glück und viel Erfolg!

    Langsam merken die Smartphonehersteller auch dass es noch Schwerhörige gibt.

    Aber die Features sind meiner Meinung nach wirklich mehr für AirPod Pro Nutzer als im Moment für HG und Ci Träger. Es kann sich aber natürlich jederzeit ändern.

    Du machst ja schon sehr viel und zu viel kann dann auch zu viel des Guten sein! Ich hab das selber erlebt und fand es nicht lustig.
    Ich musste auch nach der OP direkt wieder arbeiten gehen, sprich nach 10 Tagen und direkt nach der EA auch wieder mit meine vollen Pensum weitermachen. Nach zwei Tagen ging dann nichts mehr und ich wurde drei Wochen krank geschrieben nach der EA und hatte so Zeit mich zu erholen, danach hatte ich eh noch zwei Wochen Urlaub und so noch mehr Erholungsphase. Im Nachhinein würde ich das heute nicht mehr so machen und hätte einfach unbezahlten Urlaub genommen für ein paar Wochen/Monate und es viel ruhiger angehen lassen.
    Allerdings habe ich auch einen sehr lärmigen Job mit viel, viel Sprache.


    Ich würde die Ansprüche und das Tempo einen oder zwei Gänge runterfahren und schauen dass du genügend Ruhe und Erholung hast, für zwei Wochen hast du ja schon mega viel erreicht!

    Zum Vertäuten des gut hörenden Ohres:
    Ich habe das mit den AirPods mit weissem Rauschen plus Gehörschutz am Anfang praktiziert, ist aber nicht wirklich praktisch. Was ich danach aber entdeckt habe ist viel einfacher und kann man sogar im Alltag nutzen: Nämlich einen Aiprod Pro oder einen anderen In-Ear-Kopfhörer mit Noice Cancelling, benutzen. Dort auf volles Noice Cancelling stellen und schon hat man einen grossen Teil der Umgebung ausgeblendet und muss keine komische Konstruktion auf dem Kopf tragen.


    Am meisten habe ich aber auch mit direktem streamen mit Hörbüchern geübt. Zuerst mitgelesen und nach und nach dann nicht mehr.