• Sonnenblume2023, hast Du ein Cochlea Implantat oder ein Mittelohrimplantat? Bei einem CI ist ein Rüberschallen über die Knochenleitung technisch unmöglich. Bei einem Mittelohr Implantat oder gar einen Knochenleitungshörgerät wäre ein Rüberschallen denkbar.

    Hallo Andreas, ich habe ein Cochlea Implantat von AB. Ich weiß auch nicht was es genau ist. Mir sagte meine Logopädin das es der Knochen wäre. Es kommen auf dem gesunden Ohr auch keine Töne an… eher nur ein Schall, ein Gefühl. Bei lauten Geräuchen bekomme ich auf dem Gesunden Ohr ein sehr unangenehmes Gefühl. LG

  • Hm,

    ich an Deiner Stelle würde testen wollen, ob dieses komische Gefühl in lauter Umgebung auch entsteht, wenn das CI ganz spontan ausgeschaltet wird? Reicht ja, wenn man nur die Spule weg vom Kopf nimmt, dann sollte hörtechnisch nichts mehr am künstlichen Ohr ankommen.

    Ist dieses komisches Gefühl bei lauten Geräuschen trotzdem / immer noch da, könnte es dann eventuell sein, daß Dein normales Ohr alleine wohl nicht mehr mit solcher Lautstärke klar kommt, und dann so reagiert, wie Du es jetzt wahrnimmst.

    Wäre mal ein Versuch wert.


    Bis sich die CI Seite mit der anderen Ohrseite, egal ob gesund, oder mit HG versorgt, eingespielt hat, dauert ja so seine Zeit.

    Schönen Gruß

    Sheltie

    schon als Kind Hörgeräteträger, bis zum Hörsturz 2005
    rechts: CI422(SRA), N6, Okt 2015

    links: CI522, N6, Nov 2017

    Meine Story: Das Sheltie hat nun auch ein eOhr

  • Hallo Andreas, ich habe ein Cochlea Implantat von AB. Ich weiß auch nicht was es genau ist. Mir sagte meine Logopädin das es der Knochen wäre.

    Das sollen dir deine Damen und Herren Experten bitte mal physikalisch erklären. Ein CI erzeugt nur elektrische Impulse, und die kommen plötzlich in Schallwellenform über den Knochen am anderen Ohr an? Wo findet die Enrgieumformung statt? Ich kann ja verstehen, wenn die keine Erklärung für deine Empfindung haben. Aber diese Erklärung ist doch reiner Bull-Shit.

    Advanced Bionics HiRes Ultra 3D am 01.09.2022 implantiert.

    EA: erfolgt am 29.09.2022

  • Vielen lieben Dank Jannis, ich habe nur langsam Angst das mit dem Implantat was nicht stimmt. Weil keiner das gleiche Problem hat wie ich. Mit Weiterleitung durch die Knochen. Ich weiß schon das ich dafür sehr viel Geduld haben muß. Ich glaube aber, ich wäre schon viel weiter wenn nicht das Problem mit dem Schall auf dem normalen Ohr. LG

    Das mit dem rechten CI auf gesundem Ohr überzuschallen, ist die natürliche Einstellung des CIs. Es gibt verschiedene Lautstärke des CIs, die mit dem Techniker über PC einstellen kann. Es kann mehr oder weniger die Lautstärke genauer anpasst werden. Wenn man selber leise oder lauter einstellen möchte, musst Du die eigene Lautstärke selber rausfinden, ob die Lautstärke große oder kleine Schritte angepasst werden soll.

    Das musst Du mit dem Techniker kontaktieren, wenn Du mit deiner Einstellung nicht klar kommst.

  • Hallo Sheltie,

    ich habe dieses Gefühl nur wenn das CI an ist. Habe jetzt auch extra mal nur die Batterie abgemacht und die Spule dran gelassen, da war das Gefühl sofort weg. Dieses Gefühl ist auch nur wenn was aufs CI an Geräusche oder Sprache kommt. LG

  • Das sollen dir deine Damen und Herren Experten bitte mal physikalisch erklären. Ein CI erzeugt nur elektrische Impulse, und die kommen plötzlich in Schallwellenform über den Knochen am anderen Ohr an? Wo findet die Enrgieumformung statt? Ich kann ja verstehen, wenn die keine Erklärung für deine Empfindung haben. Aber diese Erklärung ist doch reiner Bull-Shit.

    Hallo Acki, ich werde jetzt am 29.11 bei der Einstellung ganz genau nachfragen, warum es bei mir so ist. Und sagen das keiner sonst in einem Forum dieses Problem hat. Langsam glaube ich, das eine Elektrode nicht richtig drin ist in der Cochlea. Meine Einstellerin hatte mir bis jetzt noch gar nichts erklärt, außer das es daher kommt, weil ich auf dem anderen Ohr noch höre. LG

  • Das mit dem rechten CI auf gesundem Ohr überzuschallen, ist die natürliche Einstellung des CIs. Es gibt verschiedene Lautstärke des CIs, die mit dem Techniker über PC einstellen kann. Es kann mehr oder weniger die Lautstärke genauer anpasst werden. Wenn man selber leise oder lauter einstellen möchte, musst Du die eigene Lautstärke selber rausfinden, ob die Lautstärke große oder kleine Schritte angepasst werden soll.

    Das musst Du mit dem Techniker kontaktieren, wenn Du mit deiner Einstellung nicht klar kommst.

    Hallo Jannis, da bin ich regelmäßig. Ich kann das CI leiser stellen und dann ist es nicht so unangenehm. Aber dann bin ich Meilen davon entfernt in natürlicher Umgebung was zu hören. Ich werde das Thema jetzt am 29.11 ansprechen bei der Einstellung. Ich möchte dann eine ganz genaue Erklärung haben. LG

  • Hm,

    es ist hier nicht leicht, Ideen zu haben, oder eine ausreichende Erklärung zu finden.


    Und sagen das keiner sonst in einem Forum dieses Problem hat.

    Nur mal so ein Gedankengang:

    Was wäre, wenn es doch welche, oder auch nur eine einzige Person gibt, die genau das hat / haben, es aber nur anders empfinden, bzw. eine andere Wortwahl zur Erklärung nutzen?

    So, wie Du es beschreibst, klingt es immer so, als ob das CI Dein normalhörendes Ohr zur Schallüberlappung führt.

    Und das ist, rein technisch gesehen, irgendwie unmöglich. Weil der Strang ja nur in Deinem operierten Ohr, in der Schnecke befindet. Die andere Seite kann davon nicht betroffen sein.

    Nur mal so zur Erklärung, damit Du mein Verständnisproblem in Deinem Fall verstehst.


    Aber versuchen wir uns mal langsam daran zu tasten.

    Langsam glaube ich, das eine Elektrode nicht richtig drin ist in der Cochlea.

    Nun, das läßt sich ja prima per Röntgenbild beantworten.

    Ist die Elektrode drin?

    Sieht es auch auf dem Bild so aus, als ob alles korrekt ist?


    Daß ein frisch operiertes Ohr, und dazu noch eines, welches seit Jahren taub war, sich erst einmal daran gewöhnen muß, sollte klar sein.

    Auch, daß es sich anfangs sehr, sehr merkwürdig und vor allem ungewohnt anhört, ebenfalls.

    Aber daran kann man selbst arbeiten und die Zeit erledigt es von alleine. Da braucht man halt nur sehr viel Geduld.


    Neben der Lage im Ohr, besser gesagt in der Schnecke, spielt auch die aktive Nervenarbeit zum Strang hin selbst eine Rolle. Aber das ist eben Biologie. Die Nerven brauchen halt ihre Zeit.

    außer das es daher kommt, weil ich auf dem anderen Ohr noch höre. LG

    Diesen Teil hier verstehe ich nicht so richtig!

    Und ich habe das Gefühl, das ergeht auch den anderen Usern so.

    Kannst Du das bitte genauer definieren?

    Wenn Du auf der anderen Seite normalhörend bist, dann ist es doch gut!

    Daß diese Seite eher dominant sein könnte, klingt für mich logisch, denn ein CI wird niemals, nie, nicht wirklich ein natürliches Ohr 1:1 ersetzen können. Es wird uns nur beim Hören helfen können, und das so gut es halt gehen mag, und vor allem so nah an normale Hören h heran kommen, wie es nur möglich ist. Mehr nicht.


    Oder meinst Du, daß Dein normalhörendes Ohr "stört", während Du versuchst, mit dem CI alleine zu hören?

    Da hilft wohl nur streamen.

    Oder das normalhörende Ohr zu "vertäuben", was eigentlich so gut wie unmöglich ist.


    Wenn ich Dich auch jetzt noch mißverstehen sollte, dann versuche doch bitte, das Ganze irgendwie anders zu erklären, zu beschreiben, gerne mti Vergleiche.

    Vielleicht kommt dann doch das Verstehen dazu?


    Ich kann das CI leiser stellen und dann ist es nicht so unangenehm.

    Klingt doch schon mal nach dem richtigen Wege.

    Ich persönlich würde damit anfangen wollen, wenn es auf jeden Fall nicht unangenehm ist!

    Du brauchst ohnehin Geduld, bis das Ganze sich wie das große Ganze anfühlt und Du so richtig harmonisch hören kannst, und eventuell sogar noch gut verstehen!

    Aber dann bin ich Meilen davon entfernt in natürlicher Umgebung was zu hören.

    Mit Deinem normalen Ohr?

    Oder meinst Du nur das CI?

    So frisch nach der EA - das braucht halt so seine Zeit! Ganz besonders, wenn man jahrelang taub damit durch die Welt gelaufen ist.

    Habe dann bitte etwas Geduld!

    Du kannst nichts erzwingen!

    . Ich möchte dann eine ganz genaue Erklärung haben. LG

    Verständlich!

    Versuche halt nur, alles genauer zu beschreiben.

    Am besten ist, Du legst so eine Art Hörtagebuch an. Schreibe auf, was Dir aufgefallen ist. Und dann, was in dieser Situation so besonders war.

    Auch schreib auf, wann Du selbst so manche Einstellungen geändert hast. Und klingen die Veränderungen für Dich positiver, oder kommt es negativer rüber?


    Noch was:

    Wenn Dein Hören, also auch die normalhörende Seite, deutlich lauter klingt, sobald das CI an, dann könnte das der Anfang für ein Stereohören sein. Dann ist es normal, daß es lauter wirkt.

    Sollte ich mit der Vermutung einigermaßen richtig liegen, so ist es nicht verkehrt, wenn Du Dein CI noch leiser stellst, und zwar so viel, bis das Hören angenehmer klingt, und auf der anderen Seite kein zu extrem lautes Hören "rüberschallt".

    Auch wenn Du dann mit dem CI noch ncihts verstehen kannst, es ist gut so, laß es. Lausche einfach und übe so ein bißchen.

    Mit der Zeit, und vielleicht mit etwas Training, kann das Verstehen von selbst kommen.


    Ich wünsche Dir viel Glück!

    Schönen Gruß

    Sheltie

    schon als Kind Hörgeräteträger, bis zum Hörsturz 2005
    rechts: CI422(SRA), N6, Okt 2015

    links: CI522, N6, Nov 2017

    Meine Story: Das Sheltie hat nun auch ein eOhr

  • Hat man die bei der Einstellung / Erstanpassung empfohlen, das gut hörende Ohr eine Zeitlang zu vertäuben, es quasi mit Ohstöpseln auszuschalten, damit den Gehirn sich an das CI-Hören gewöhnen kann? Das ist durchaus anstrengend, aber m.E. der beste Weg, sich an das CI zu gewöhnen (und so wurde es "früher" auch gemacht - leider weigerten sich dann die Patienten, durch diese "schwere Zeit" zu gehen.

    Im Hörtherapiezentrum müsste man dir schon schlüssig erklären, woher dein Eindruck kommt, dass es aus dem CI-Ohr aufs andere Ohr hinüberschallt. Das muss ein Audiologe / Ingenieur erklären. Vermutungen reichen da nicht aus. Meines Erachtens ist das bei dir ein subjektiver Empfindungsvorgang und keine reale Aktion. Aber das muss schon, wie gesagt, ein Fachmensch feststellen.

    Meine Bücher:

  • Hallo Sheltie, vielen lieben Dank für deine ausführliche Antwort.

    Fast alles was an Geräusche ankam beim CI, kam dann als Gefühlter Schall auf dem anderen hörenden Ohr an. Ich kann es anders nicht beschreiben, habe meine Probleme damit etwas schriftlich wiederzugeben.

    Ich war jetzt bei der Einstellung bei meiner Audiologin. Ich habe Sie gefragt warum das so ist bei mir. Sie hat gesagt das es bei mir so ist weil ich auf dem anderen Ohr noch höre. Und das es der Schädelknochen wäre. Verstehe ich auch nicht, weil was hat ein Gefühlter Schall mit einem hörenden Ohr zu tuen. Das gleiche Problem müßten ja auch Menschen haben, die auf der anderen Seite nichts hören weil es kein Hören ist. Mehr hat sie mir leider nicht erklärt.

    Sie hat bei mir mehrere Elektronen die Tiefen Töne niedriger gestellt. Jetzt habe ich zum Glück kaum noch damit Probleme. Der Hörnerv auf dem CI Ohr wurde auch getestet und der funktioniert gut.

    Mit meinem hörenden Ohr habe ich ohne tragendes Ci keine Probleme außer seit 6 Monaten einen Tinitus.


    Ja ich brauche noch sehr viel Geduld. Das ist mir auch klar. War nur total verunsichert wegen dem Schall, weil ich dadurch den Sprachprozessor nicht so laut stellen kann.


    Ich werde in April in der Klinik mal nachfragen nach einem Röntgenbild. Ob wirklich alles in Ordnung ist.

    Lieben Dank nochmal und schöne Grüße

  • Hat man die bei der Einstellung / Erstanpassung empfohlen, das gut hörende Ohr eine Zeitlang zu vertäuben, es quasi mit Ohstöpseln auszuschalten, damit den Gehirn sich an das CI-Hören gewöhnen kann? Das ist durchaus anstrengend, aber m.E. der beste Weg, sich an das CI zu gewöhnen (und so wurde es "früher" auch gemacht - leider weigerten sich dann die Patienten, durch diese "schwere Zeit" zu gehen.

    Im Hörtherapiezentrum müsste man dir schon schlüssig erklären, woher dein Eindruck kommt, dass es aus dem CI-Ohr aufs andere Ohr hinüberschallt. Das muss ein Audiologe / Ingenieur erklären. Vermutungen reichen da nicht aus. Meines Erachtens ist das bei dir ein subjektiver Empfindungsvorgang und keine reale Aktion. Aber das muss schon, wie gesagt, ein Fachmensch feststellen.

    Hallo Maryanne, vielen Dank für deine Antwort.

    Nein das wurde mir nicht empfohlen. Aber werde es jetzt oft machen mit dem vertäuben vom hörenden Ohr. Danke für den Tipp.

    Ich wollte jetzt eine Genaue Erklärung haben. Außer das es der Schädelknochen ist und es ist weil ich auf dem anderen Ohr noch höre, wurde mir nichts erklärt von der Audiologin.

    Es ist jetzt besser weil bei mehreren Elektronen die tiefen Töne niedriger gestellt wurden. Näheres werde ich wohl erst in April erfahren in der Klinik.

    LG

  • Wenn die Audiologin Recht hätte, dann hätten ja noch mehr einseitig ertaubte Normalhörende dieses, bzw ein ähnliches Problem :/


    Wenn Du mal was testen magst?

    Da Du auf der anderen Seite ja normalhörend bist, gibt es nur eine wirklich recht gute Möglichkeit, nur die CI Seite alleine zu testen, indem Du den SP mit einem Gerät koppelst, wie zum Beispiel TV, Computer, oder dem Handy.

    Wenn Du diese Möglichkeit schon hast, dann würde ich das mal machen. Handy ist wohl für viele die einfachste Option. Also dann mal mit dem SP verbinden, und einfach nur ein YT Video, oder Musik laufen lassen.

    Es geht jetzt nicht darum, ob Du schon sauber alles verstehst, oder es normal auf der künstlichen Seite klingt, sondern, ob Du dann auch diesen Schall auf der anderen Seite hast, obwohl diese ja nichts von dem hören kann, was per Stream direkt auf Dein CI landet.

    Denn nach der Logik von der Autiologin sollte dies ja so sein.

    Schönen Gruß

    Sheltie

    schon als Kind Hörgeräteträger, bis zum Hörsturz 2005
    rechts: CI422(SRA), N6, Okt 2015

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    Meine Story: Das Sheltie hat nun auch ein eOhr

  • Bis hin zum anderen, gesunden Ohr?

    Oder reden wir immer noch von der Seite, wo auch das Gerät sitzt?


    Rückkopplung ist dann wieder möglich, weil es ja auch eine ähnliche Funktion wie ein HG hat, neben dem CI- Anteil.


    Aber wenn Sonnenblume2023 das alles auf dem gesunden, sprich normalhörenden Ohr "empfängt", und zwar angeblich über den Knochen - also ich weiß nicht! Dazu fehlt mir die Idee, die Fantasie, deshalb denke ich mir auch eher, das es so nicht sein kann.

    Schönen Gruß

    Sheltie

    schon als Kind Hörgeräteträger, bis zum Hörsturz 2005
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    links: CI522, N6, Nov 2017

    Meine Story: Das Sheltie hat nun auch ein eOhr

  • Bist wohl wieder mal Experte!

    Es ist schon seit Jahrzehnten bekannt, dass bei starker akustischer Verstärkung über den Schädelknochen zur anderen Seite geleitet wird. Deswegen funktionieren starke Hörgeräte bei einem normal hörenden Gegenohr nicht. Zum Teil hat man in der Vergangenheit die Crossversorgung durch ein Knochenhörgerät auf der tauben Seite hergestellt.