Diskussion über das Thema Krankenhausreform und der Aussage von Dr Zeh das in Deutschland ca 1 Millionen Menschen eigentlich ein Ci bräuchten?

  • Hallo Andrea

    Genau das gilt es zu organisieren, und zwischen den Bundesländern muss natürlich auch verhandelt werden und Tumorerkrankungen sind nicht gleich Tumorerkrankungen (und die folgenden und nach Therapien können total unterschiedlich sein.) Zb eigene Erfahrung Ich bin tumorfrei es könnte aber sein das ich nächstes Jahr eine Hauttransplantation bekommen werde.

    Ps mit den Bundesländer steht auch in dem Artikel

    Gruß Joachim

  • Ich würde gerne wieder auf das Thema CI und der genannten Million von Anwärtern zurückkommen. Dr. Zeh wird seine Gründe haben, diese Zahl zu nennen, Allerdings sehe ich keine Statistiken, die diese Zahl stützen. Natürlich würde das hinkommen, wenn eine CI-Versorgung bei einem Hörverlust von 50 - 60 dB dazu zur Indikation würde. Sicherlich würde sich das auch für einige Beteiligte am "System" positiv auswirken, aber eben nicht auf die Kassenbeiträge der GKVen. Wenn ein Hörverlust mit Hörgeräten gut zu behandeln ist, sehe ich keinen Grund für ein CI, erst recht dann nicht, wenn sich der Trend weiter fortsetzt, dass in Akustikerläden Einstellungen vorgenommen werden. Sicherlich gibt es auch Akustiker, die das können. CI-Einstellung ist wesentlich eine Erfahrungssache, und Erfahrungen haben Akustiker nicht unbedingt in ausreichendem Maße. Zwischen Theorie und Praxis ist ein Riesenunterschied. Von daher plädiere ich dafür, mit realistischen Zahlen zu operieren.

    Meine Bücher:

  • Nachdem wir uns einig sind, dass die Zahl eine Million zu hoch gegriffen sind, stellt sich die Frage, warum. Dr. Zeh so eine Zahl in den Raum stell.

    Ein Hörverlust von 50 - 60 dB lässt sich mit Hörgeräten i.d.R.. Mit Hörgeräten mit einem genauso guten Sprachverstehen versorgen, wie CI Träger. Nur wenn keine Hörgeräte getragen werden können, weil das Ohr chronisch suppt oder die Ohrmuschel fehlt, wäre ein CI eine sinnvolle Option.

  • Hallo

    Noch ein kurzer Nachtrag, vor dem Vortrag von Herrn Dr Zeh war ein Vortrag von einer Arbeitsgruppe von der Uni Klinik in Homburg und da ging es ob Thema hören mit Licht. Und die forschen das Thema 3 teilig.

    1. Optische Simulation der Coclear, also dieses optische Ci.

    2. Ein optisches Mittelohr Implantat

    3. Ein optisches Hörgerät (statt Schall, optische Simulation des Trommelfells. Und diese Methode soll in den nächsten 3 Jahre Marktreif sein und soll auch bessere Ergebnisse liefern wie das normale Hörgerät!

    Das bleibt abzuwarten, aber dadurch können doch weniger Ci implantiert werden.

    Gruß Joachim

  • Nachdem wir uns einig sind, dass die Zahl eine Million zu hoch gegriffen sind, stellt sich die Frage, warum. Dr. Zeh so eine Zahl in den Raum stell.

    Ein Hörverlust von 50 - 60 dB lässt sich mit Hörgeräten i.d.R.. Mit Hörgeräten mit einem genauso guten Sprachverstehen versorgen, wie CI Träger. Nur wenn keine Hörgeräte getragen werden können, weil das Ohr chronisch suppt oder die Ohrmuschel fehlt, wäre ein CI eine sinnvolle Option.

    Im letzteren Fall müsste aber erst geklärt werden, ob das Ohr nicht mehr suppen würde, wenn der Patient ein CI hätte. Mit sind mehrere Fälle bekannt, in denen dies der Fall war und das CI nicht mehr genutzt werden konnte. Ich muss sagen, dass die Zahl 50 - 60 dB von mir beispielhaft genannt wurde. Wie R. Zeh auf 1 Million Anwärtern kommt, weiß ich nicht - aber es klingt schon mal wichtig :)

    Meine Bücher:

  • Vielleicht liegt der Votrag von Dr. Hessel, vorgetragen auf dem 25. CI- Kongress der MHH, zugrunde. Ich zitiere aus der Zusammenfassung von M. Schaarschmidt aus CI- Impulse 04/2023:

    "Nach aktuellem Kenntnisstand besteht eine CI- Indikation einohrig bereits ab einer Einsilberdiskrimination mit optimaler HG-Versorgung von <_ 60% ( bei 65dB)"... "Ausgehend von der aktuellen Bevölkerungszahl von 83.500.000 und der Prävalenz von Hörstörungen mit einer Anzahl (4F-PTA HVL 60-80dB & > 80dB) von 1.463.700 ergeben sich mit einer Hochrechnung in Deutschland mehr als 1 Millionen erwachsene CI- Kandidaten; mit dem CI versorgt sind lediglich rund 50.000 bzw. ~ 5 Prozent. "

    Implant 24RE 06/04 und 01/07, N8 seit März 2023

  • Ach Joachim,

    hör doch einfach mal auf, immer wieder querzuschießen.
    Zum einen: nicht jeder will ein CI. Zum anderen ist es eine Hochrechnung.
    Auch bedeutet diese Zahl nicht, dass plötzlich auf einem die "fehlenden" 95% der potentiellen CI-Träger ein CI haben wollen.
    Die Fallzahlen für das CI sind seit Jahren relativ gleich. Es ist zwar ein Anstieg zu erkennen, der aber eher modert ist und auf die veränderten Indikationen zurück zu führen sind. Es ist also nicht damit zu rechnen, dass plötzlich ein extremer Anstieg an CI-Operationen notwendig ist.

  • Hallo,

    ich muss mich doch sehr wundern. Die meisten, die einen Hörverlust zwischen 60 und 80 dB haben, dürften mit Hörgeräten ein Einsilberverstehen von 50% und mehr erreichen; erst ab 80 dB wird es schwieriger, 50% Einsilber zu erreichen. In dem vom Martina angegebenen Artikel werden Äpfel mit Birnen verglichen, nämlich Hörverlust in dB mit Diskriminationsverlust in %. So jemanden wie Herrn Zeh hätte das doch auffallen müssen.

    Gruß
    Andrea

  • Es geht am Ende wohl wie oft um wirtschaftliche Interessen.

    Dr. Zeh mochte CI Patienten rehabilitieren, die Kostenträger würden das aber lieber nicht bezahlen. Es ist eigentlich Wuppe ob es nun 1 Mio potentieller Neu-CI-Träger sind, oder eine halbe oder viertel Million.

    Wenn ich mich richtig erinnere meine ich gelesen zu haben, dass eine CI Versorgung (Geräte, OP und Reha) insgesamt mit ca. 50.000 Euro zu Buche schlägt. Was regt man sich denn jetzt auf? Ein Dialyse-Patient kostet im Jahr 400.000 Euro. Und das jedes Jahr. Wieviele Dialysepatienten gibt es bundesweit? Was kosten andere medizinische Verfahren, bestimmte Tumorbehandlungen, Transplantationen etc?

    Und was ist mit den ganzen überflüssigen MRT Untersuchungen, die in Deutschland deutlich öfter angeordnet werden als in anderen europäischen Ländern? Stört das jemanden? Warum ist das denn hier überhaupt ein Thema?

    Advanced Bionics HiRes Ultra 3D am 01.09.2022 implantiert.

    EA: erfolgt am 29.09.2022

  • Ach Joachim,

    hör doch einfach mal auf, immer wieder querzuschießen.
    Zum einen: nicht jeder will ein CI. Zum anderen ist es eine Hochrechnung.
    Auch bedeutet diese Zahl nicht, dass plötzlich auf einem die "fehlenden" 95% der potentiellen CI-Träger ein CI haben wollen.
    Die Fallzahlen für das CI sind seit Jahren relativ gleich. Es ist zwar ein Anstieg zu erkennen, der aber eher modert ist und auf die veränderten Indikationen zurück zu führen sind. Es ist also nicht damit zu rechnen, dass plötzlich ein extremer Anstieg an CI-Operationen notwendig ist.

    Ach muggel

    Ich habe in der Diskussion jetzt schon ca. 10 mal geschrieben, dass ich die genannte Zahl für total übertrieben halte!!!!!

    Dann wäre es gut wenn man das auch mal zur Kenntnis nimmt.

    Und jetzt weiter zum sachlichen Teil.

    Wenn zur Zeit von einer Zahl von im Moment ca. 50000 Ci Träger ausgeht und man auch Rücksprache mit Fachleute hat, die tagtäglich Anträge rund um das Thema Ci mit den Krankkassen stellen und er dir dann berichtet das Krankenkassen jetzt schon sehr oft Theater machen . Frage was passiert dann wenn die von 50000 auf 100000 Ci steigen würde? Und zwar auf die Themen wie ( Batterien oder Akkus, SP Update , Zubehör oder ambulante Nachsorge ( Einstellungen usw.))?

    Gruß Joachim

    Edited once, last by ci_joe (November 16, 2023 at 10:29 PM).

  • @ci_ Joe, verstehendes Lesen ist nicht deine Stärke!

    Cochlea Implantate haben einen Anteil im Promillebereich von der Gesamtausgaben der Krankenkassen . Wenn sich die Zahl der CI Implantationen verfünffachen würde, bleiben es immer noch Promillewerte. Das kümmert keinen Kassenchef.

    Es wäre wirklich gut fürs Forum, wenn Du auf das letzte Wort und Plattitüden verzichten würdest.

    Informieren, nachdenken und erst dann posten!

  • muggel November 16, 2023 at 11:10 PM

    Closed the thread.