Klinik - Wechsel während der ambulanten Anpassungen

  • Liebe CI-Träger,


    heute fand wieder meine SHG in Hagen statt und es hat sich gleich zweimal die gleiche Frage ergeben, zu der ich eure Hilfe brauche.
    Hat jemand von euch die Klinik während der Anpassungszeit gewechselt? Zwei meiner Teilnehmer haben das Problem, dass sie entweder nach Hannover fahren müssen oder jetzt zur Fernanpassung nach Münster bzw. zur EInstellung nach Rheine verwiesen wurden. Beide sind mit der Nachbetreuung in Hannover absolut nicht mehr zufrieden und fühlen sich nicht mehr gut betreut. Der eine hat vor allem nich enormen Hörtrainingsbedarf und erhält ihn nicht mehr in Hannover. Sie würden gerne in ein näheres CIC, das auch Med El einstellen kann, wechseln. Der Eine hat in Hannover nachgefragt, wie es mit einer Wechselmöglichkeit aussieht und hat heute die schriftliche Ablehnung von Hannover bekommen.
    Hat von euch jemand gewechselt? Wie muss man da vorgehen?
    Für Antworten wäre ich euch sehr dankbar.
    LG
    Marion

  • Ach echt? Ich habe bei der Reha in Bad Nauheim ein Duzend von Leuten gefunden, die mit der Betreuung in Hannover unzufrieden waren. Was ist denn da eigentlich los??? Frage deshalb, weil ich auch nach Hannover muss. Hab aber Glück, dass in meiner Stadt gleich um die Ecke ein neues RemoteCareCenter für Fernanpassungen entstanden ist.
    Gruß Norbert

    links: Opus 2XS, Flex28; OP 14/09/2012 MHH
    EA: 05/11/2012 erfolgreich
    rechts: HG (zu nichts nutze...)
    --------------------------------
    Offenbarung 21,4
    ...und der Tod wird nicht mehr sein, noch Trauer noch Geschrei noch Schmerz...


    Jesaja 35, 4-6
    Sagt den verzagten Herzen: "Seid getrost ..." ...dann werden die Ohren der Tauben geöffnet werden...

  • Hallo Norbert ,
    warst du schon in dem RemoteCareCenter und wenn ja, bist du mit den fernanpassungen zufrieden? Verrätst du mir wo, gerne auch per PN. Mein Teilnehmer ist total unglücklich mit den beiden Fernanpassungen, die er bis jetzt hatte.


    Die Unzufriedenheit mit der MHH liegt vor llem in der Nachbetreuung, die nach einiger Zeit anscheinend in der Qualität nachlässt. Beide haben da sehr schlechte Erfahrungen gemacht und sind völlig unzufrieden.


    LG
    Marion

  • Nein, noch nicht, aber ich will es probieren. Besser wird es in Hannover auch nicht. Da ich zeitweise auf sehr laut schalte und es immer noch als angenehm empfinde, denke ich, die kriegen das hin. Will nur alle Kanäle lauter haben. Schade, aber ich glaube einfach nicht mehr daran, dass es irgendwie noch besser werden könnte mit dem Sprachverstehen. Heute habe ich beim Fernsehen kaum was verstanden.
    Gruß Norbert

    links: Opus 2XS, Flex28; OP 14/09/2012 MHH
    EA: 05/11/2012 erfolgreich
    rechts: HG (zu nichts nutze...)
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    Jesaja 35, 4-6
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  • Doch, Norbert, da bin ich überzeugt, dass es immer noch besser werden kann. Mir hat z.B. die stationäre Reha noch einmal ganz enorm geholfen. Dadurch, dass ich dort 6 Wochen nur mit CI gehört habe, hat sich mein freies Sprachverständnis sehr weiterentwickelt. Problematisch war und ist danach allerdings das Zusammenspiel von HG und CI.
    Die letzten Wochen hatte ich auch mal wieder das Gefühl, dass es mit dem CI so gar nicht weitergeht. Gestern wurden die Höhen wieder angehoben und ich konnte heute schon wieder wesentlich besser und vor allem klarer verstehen.


    Übst du noch? Mir hilft sehr, wenn ich mit dem Ebookreader Bücher lese und sie mir dabei gleichzeitig vorgelesen werden. Ohne mitlesen klappt noch nicht so gut. Aber das steht auf der Übungsliste, nur fehlt mir dazu manchmal die Kraft.
    LG
    Marion

  • Hannover ist völlig überlaufen. Kein Wunder bei jaehrlichen 500 Neuimplantationen. Die kommen mit den bisherigen Patienten ja alle in die Anpassung. So viel Personal kann in der Audiologie gar nicht eingestellt werden, ganz abgesehen davon, dass das Geld dort knapp ist. Altpatienten bekommen nur noch alle 2 Jahre den kompletten Nachsorgecheck, der bis 2013 noch jährlich stattfand.


    Greetz,
    Martina

  • Stimmt, das hannöversche DHZ platzt langsam aus allen Nähten.
    Deshalb wird bereits über einen Neubau nachgedacht.
    Mein nächster Nachsorgecheck ist auch erst 2016, andererseits wäre »bei Gefahr in Verzug« jederzeit ein kurzfristiger Termin möglich.
    Man tut dort, was möglich ist, aber es wird immer enger.


    Grüße, Wolfram

  • Wolfram,
    Vor Jahren hat Prof. Lenarz beim Sommerfest der HCIG bereits den Neubau samt Architektenpraesentation angekündigt. Bis heute ist nichts passiert. Die MHH soll kein Geld dafür haben. Raeume werden staendig dazu angemietet. Aber qualifiziertes Personal? - Muss erstmal gefunden und erst recht finanziert werden. Wirklich gute Audiologen, die schon lange dort taetig sind, gibt es nur noch wenig, leider....


    Greetz,
    Martina

  • klingt wie überall :( mir scheint die werbung pro ci ist mehr als das was dann dahinter rauskommt, nachsorge wird vernachlässigt bzw. kann nicht finanziert werden.

    Liebe Grüße
    Martina


    OP: bilaterale Versorgung, 01.04.2014, Cochlear N6, CI422, EA 06.05.2014 (( :thumbsup: ))


    hörwelt - hearworld mein blog



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  • Nun ja, das kann ich nicht bestätigen, Martina (az2013). Ich bin in einer kleinen Klinik mit 20 - 30 OPs pro Jahr und habe bis jetzt eine exellente Versorgung genossen, sowohl was die OP als auch die Nachsorge angeht. Da es bei mir ja zu Anfang doch mehr Probleme mit dem Hörenlernen gab nach der langen Taubheit, habe ich wesentlich mehr ANpassungen gehabt, als eigentlich vorgesehen und kann jederzeit Termine machen, wenn ich meine, es stimmt nicht. Es ist eine sehr persönliche Betreuung, bei der die Anpassungstermine auch nicht nur eine Viertelstunde dauern. Unter einer Stunde komme ich da nie raus.
    Was deinen eigenen Frust angeht, so möchte ich dir einfach Mut zusprechen. Es wird mit jedem tag besser werden. Für dich ist es natürlich noch extremer, weil du gleich auf beiden Ohren betroffen bist. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Klinik Einstellungen ablehnt, wenn du sie brauchst. Das ist jetzt eine harte Zeit, die vor dir liegt, aber deine Hörnerven und deine Hörzentren müssen im Moment soviel verarbeiten und wiederentdecken.


    LG
    Marion

  • Nun, ich persönlich hatte auch bald das Gefühl, austherapiert zu sein. Alles, aber wirklich alles musste ich anschließend selber regeln und organisieren: Die Reha, Logopädie usw. und die technischen Probleme haben die Leute erst nach einem Jahr in den Griff bekommen. Egal, mehr als das, was getan wurde, geht wohl nicht. Wenn mal das Projekt rechtes Ohr starten sollte, dann weiß ich Bescheid.
    Gruß Norbert

    links: Opus 2XS, Flex28; OP 14/09/2012 MHH
    EA: 05/11/2012 erfolgreich
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  • marion das ist klar, und ich bin bzw. war ja auch drauf eingestellt, daß ich nun geballte ladung abbekomme. ich hoffe du wirst recht behalten was die weiteren einstellungstermine angehen, ich werds am dienstag erfahren wie damit umgegangen wird. ich möchte allenfalls auch nicht die stationäre (bereits bewilligte) reha gefährden und hoffe auch, daß das sowohl von ffm als auch bad nauheim so gesehen wird.

    Liebe Grüße
    Martina


    OP: bilaterale Versorgung, 01.04.2014, Cochlear N6, CI422, EA 06.05.2014 (( :thumbsup: ))


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  • Hallo Marion,


    in den betreffenden Fällen könnte man als Patient einen örtlichen HNO-Arzt des Vertrauens aufsuchen welcher in Sachen CI kompetent ist.
    Der Arzt könnte ein Attest ausstellen, das die intensivere Betreuung begründet und vielleicht auch auf die weite Wegstrecke, fehlende Mobilität usw. hinweist.


    Damit könnte man bei der Krankenkasse einen Antrag auf Kostenübernahme in dem gewünschten CIC stellen (dort aber auch vorher um Rat fragen).
    Dem Schreiben an die Krankenkasse würde ich auch hinzufügen, dass das jetzige Center scheinbar nicht in der Lage ist eine ausreichende Betreuung zu gewährleisten, oder aus Personalmangel dazu nicht in der Lage ist.


    Wenn die Kasse die Zusage erteilt dürfte einem Wechsel nichts im Wege stehen.


    Gruß
    Schera

  • Hallo Marion,


    Komme gerade vom Treffen unserer ci sgh zurück. Heute war Frau Bagus aus Essen Vortragende. Sie sagte, innerhalb der ersten 2 Jahre nach CI-OP ist es schwierig, die Nachsorge zu wechseln - aufgrund der Krankenkasse! Ich verstehe es weitreichend so, dass die Implantklinik, also hier im thread die MHH, das nicht ablehnen kann. Also wäre es am besten, so vorzugehen, wie Schera vorschlägt.
    Das Konzept von Bagus ( angegliedert an das CIC Ruhr) scheint sehr gut zu sein, 2 Mitglieder unserer shg sind sehr zufrieden, die vorher in Münster und Hannover waren.


    Greetz,
    Martina

  • Liebe MArtina, lieber Gerhard,


    ihr habt mir sehr weitergeholfen mit euren Antworten. Ich werde das so weitergeben. Essen wäre entfernungsmäßig eine gute ALternative, genau wie Bochum. Ich berichte später mal, wies weitergegangen ist.


    LG
    MArion