Theodor Beginner

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  • Danke, Rainer, für Deine aufschlussreichen Ausführungen und Deine Bemühungen mit der Knete.

    Schade hat Dein Knete-Experiment keine positiven Ergebnisse geliefert. Meine eigenen Testergebnisse sind nämlich so: Mit einem angeklebten Papierstreifen von ca. 2 cm Höhe und 4 cm Länge, verbessert sich mein Hören markant, auch in Situationen mit Störlärm (habe die Papierstreifen an einem Familienfest mit 14 Personen einen halben Tag lang getragen). Nur ist das nicht alltagstauglich. Die Hand aufgefächert hinter den Rondo halten bringt die stärkste Wirkung. Leider ist auch das keine dauerhaft praktikable Lösung.

    Ich kläre derzeit ab, ob ich den Sonett testen kann.

    Grüsse, Theo

  • Hallo Theodor, entschuldige bitte die späte Antwort wegen dem Rondo-Versuch. Ich habe mir diesen Versuch auch einmal angetan, indem ich mir kleine Ohrmuscheln gebaut habe, ich hatte das mit Knete probiert. Aber das hat nicht funktioniert:


    1. Meine Rondos sind sehr weit hinten am Kopf angebracht - daher keine Wirkung


    2. Die Mikros der Rondos sind von Haus aus omnidirektional arbeitend - da würden die Ohrmuscheln auch wenig Unterstützung bieten, selbst bei besserer Platzierung (also weiter vorne bzw. seitlich am Kopf). Insofern muss das Mikrofon selbst idealerweise schon eine Richtcharakteristik mitbringen.


    Die Sonnets dagegen haben echte Richtmikrofone, hier kommt es aber (nach einigen Testreihen) tatsächlich zu einem sehr brauchbaren Ergebnis, mit dem ich sehr zufrieden bin. Ich habe von meiner Audiologin mein Tages-Standardprogramm so einstellen lassen, dass der Fokus auf die Frontmikrofone sitzt. Das Verhältnis ist etwa 70 - 30 (vorne Richtmikrofon zu seitlich Omni), dabei habe ich die Strategie "Natural". Diese arbeitet etwas träge (man hat durch die Richtmikrofone ja vor sich einen gedachten Beam, wie eine Taschenlampe strahlt in etwa, und er wandert mit etwas Verzögerung beim Drehen des Kopfes in Hörrichtung mit). Das klingt sehr rund, nimmt dabei noch viel Umwelt auf - aber die Richtwirkung ist für die meisten Situationen ausreichend und ich halte es damit viel länger in Störschallumgebungen aus - aber das konnte ich noch etwas steigern, da ich auch Situationen habe, die in halliger Umgebung oder überhaupt in akustisch schwieriger Umgebung stattfinden.


    Daher habe ich dieses Problem bei einen Besuch bei Med-El in Innsbruck (da war ich inzwischen zweimal zu Studienzwecken) angesprochen, und da ich noch einen freien "Spielplatz" auf meiner Fernbedienung hatte, eine Kopie meines aktuellen Programms darauf gelegt. Dies haben wir dann so verfeinert, dass die Richtwirkung usw. genauso gut funktioniert wie im Standard, aber die Hallsituation entschärft wurde. Das geht etwas zu Lasten des volleren Klangs (des Standardprogramms), aber das nehme ich in diesen besonders schwierigen akustischen Situationen in Kauf. Den volleren Klang versuchen wir dann beim nächsten Besuch einigermassen hinzubekommen.


    Bei Med-El kennt man das Problem mit den Rondos, da wirds sicherlich bald etwas geben, um dem zu begegnen.


    Auch die Kanso-Hörer mit ihren zwei Mikrofonen haben ihre Probleme. Die zwei Mikrofone spielen ihren Vorteil auch nur dann aus, wenn die Position der Prozessoren nicht allzuweit am Hinterkopf liegt.


    Probiere das mal mit etwas Knete aus, oder ein Halbkreis mit etwas Klettband - Du wirst feststellen, dass sich das kaum bis gar nicht auf das Hören auswirkt. Aber wenn Du aufgrund einer optimaleren Prozessor-Position da einen Vorteil ziehen kannst - einen Versuch ist das ja wert.