Posts by Theodor

    Ich mache gute Erfahrungen mit der Überragung via die schon erwähnte T-Spuhle. Um den Hals habe ich eine Artone-Induktionsschleife. Diese stelle via Bluetooth den Kontakt zum Telefon her. Einzige Bedingung für das Hörgerät: es muss eine T-Spuhle haben, was m.W. aber fast alle Hörgeräte bieten. Zum Telefonieren muss man dann einfach den Sonnet (via Fernbedienung oder App) und das Hörgerät (bei mir via Knopfdruck am Gerät selbst) auf T-Spuhle stellen. Ich wähle jeweils den Mixed-Mode, bei dem das Mikrofon auch noch zur Hälfte aktiv bleibt. So höre ich auch mich selber ausreichend.

    Ja der Finetuner für den Sonnet 2 ist kein gefreutes Gerät. Ich hatte Probleme mit dem Freeze, dem Wechseln von Batterien und deren Laufzeit. Jetzt nutze ich nur noch die App AudioKey auf dem IPhone, die sich mit dem Sonnet 2 direkt koppeln lässt. Mit der bin ich sehr zufrieden.

    Danke für die schnelle Antwort. Zwei Anschlussfragen: 1) Ich finde nirgends einen Möglichkeit Untertitel zu aktivieren. Habe Version 6.26.

    2) Hast du Erfahrungen mit den Untertiteln? Wie gut und mit welcher Verzögerung treffen sie ein?

    Mir wurde im Medel Carecenter unaufgefordert gesagt, man könne den Rondo bis zu 4 Wochen benutzen und dann immer noch auf Sonnet umsteigen. Andersrum allerdings nicht. Ich hätte gedacht, das ist eine Standardaussage. Offenbar wird das nicht jedem gesagt.

    Ich wollte im Rahmen der Erstanpassung die beiden Geräte (HdO und ohrfern) testen. Med-El hätte das auch unterstützt. Nur hat die Klinik nicht mitgemacht, obwohl ich die Kosten für ihren Mehraufwand übernommen hätte. Aus meiner Sicht besteht hier ein ein Support-Defizit bei den CI-Zentren, mindestens in der Schweiz. Der Mehraufwand für den Test des Sonnet 2, zu dem die Klinik später dann doch noch Hand bot, war übrigens nicht sehr gross. Sozusagen nichts im Vergleich mit den Kosten, die jetzt bei mir hängenbleiben.

    Ab dem Februar 2019 hatte ich den Rondo2 von MED-EL. Es ergaben sich im Verlaufe der nächsten Monate verschiedene Indizien, dass dieses Gerät für mich nicht optimal ist. Ich konnte dann den Sonnet 2 im Oktober 2019 kostenlos testen. Der Test ergab: ich höre mit dem Sonnet 2 deutlich besser. Ich stellte bei MED-EL den Antrag, den Rondo 2 gegen den Sonnet 2 einzutauschen. Die Antwort war: "ein Tausch ist nicht möglich, ein gebrauchtes Gerät ist für uns wertlos; wenn Sie den Sonnet 2 möchten, muss der volle Preis bezahlt werden."

    Hat jemand Erfahrungen in einer ähnlichen Situation? Ist jemand schon einer kulanteren Haltung seitens eines CI-Anbieters begegnet?

    Dein Hör-Highlight freut mich sehr für Dich, SaSel . Vor dem Hintergrund, dass ich noch bis vor zwei Jahren musikalisch "normalhörend" war, ist für mich das Hören von Musik mit dem CI nun leider kaum mehr ein Genuss. Ich werde meinen Flügel verkaufen, weil die mit diesem Instrument erzeugten Klänge nichts mehr mit dem zu Tun haben, was mein musikalisches Gedächtnis gespeichert hat. Um mit der völlig neuen musikalischen Hörwelt, die ich mit niemandem mehr teilen kann, zu experimentieren, genügt auch mein altes Klavier. Ab und zu machen diese Improvisationen auch etwas Spass.

    ich habe mal aufgeschrieben, was bei mir ankommt, wenn ich mit der Asklepios App übe. Es geht um Tiere.

    Wie geht oder ging es euch nach 9 Monaten mit dem CI?

    Ich bin jetzt wie Du, MadameMim, im zehnten Monat mit meiner Hörprothese. Mit der Asklepios App (via T-Spuhle mit meinem CI-Ohr verbunden) habe ich nach etwa drei Monaten aufgehört zu trainieren, da ich bei allen Übungen nahezu 100 Prozent verstand. Aus Anlass Deiner Frage, bin ich die App nochmals stichprobenhaft durchgegangen, wiederum mit nahezu 100 Prozent korrektem Hören (wobei ich nur lauschte und die angebotenen Lösungsalternativen nicht las).

    Ein möglicher Grund für Deine schlechtere Performance könnte darin liegen, dass Du noch ein gut hörendes Ohr hast. Bei mir hat das CI-Ohr das andere, mit einem klassischen Hörgerät versorgte, schnell überholt. Seit etwa einem halben Jahr läuft mein Sprachverstehen ausschliesslich über das CI-Ohr. Das andere, mit seiner Resthörfähigkeit von mittlerweile nur noch etwa 5% - und dies vor allem im Tieftonbereich - steuert nur noch etwas Klangfülle bei. In dieser Situation musste sich das CI-Ohr auch im Alltag gewaltig ins Zeug legen. Da bei Dir das noch intakte Ohr besser performt als das CI-Gegenstück, konnte es letzteres möglicherweise etwas gemütlicher nehmen.

    Ich kann seit 3 Wochen den Roger Select in Kombination mit zwei Roger Table Mics benützen. Die Verbindung zu meinen Hörgeräten läuft über Roger MyLink. Dieses Gerät überträgt den Schall von den Mikrofonen auf die T-Spuhle meines CI-Ohres und die T-Spuhle meines klassischen Hörgeräts.


    Meine Erfahrungen:

    a) Roger Select als Tisch-Mikro: Mit 4 -6 Personen habe ich gute Erfahrungen gemacht. Sogar in Situationen mit Störlärm (Restaurant), wobei ich hier von einer Verbesserung des Verstehens reden würde, immer noch weit weg von den Fähigkeiten eines gesunden Gehörs. Das Gerät hat sechs integrierte Mikrophone. Wenn sich Untergrüppchen bilden, kann selektiv (durch einfaches Antippen) bestimmt werden, welche Mikrophone aktiv sein sollen (eben die, welche auf die Personen zeigen, mit denen ich mich unterhalte).


    b) 2 Roger Table Mics: Ich habe bei Sitzungen mit meinem Arbeitsteam (10 Personen) jeweils zwei Table Mics eingesetzt. Die Distanz zwischen einem der beiden Mikrophone und den Teilnehmenden war maximal 3 Meter. Damit war ein weitgehend müheloses Verstehen möglich.


    c) Roger Select und 2 Table Mics: Auch mit meinem Team ausprobiert. Wenn Roger Select in Kombination mit den Table Mics eingesetzt wird, dann muss es von jemandem (z.B. dem Referenten oder der Person, die am schwierigsten zu verstehen ist oder für mich am wichtigsten ist...) um den Hals getragen oder an der Brust angeclipt werden. Die Table Mics können per Fernbedienung bei Bedarf aus- und wieder eingeschaltet werden. Dank dem Select bleibt ein Referent, insbesondere wenn er immer Zimmer herumläuft, immer in Hörweite.


    Ich kann mir gut vorstellen, dass ich mit der Produktekombination "My Link, Select und zwei Table Mics" die schwierigsten Situationen in meinem Arbeitsalltag, nämlich Arbeitsgruppensitzungen mit zwischen 6 und 20 Personen, bewältigen kann. Sehr angenehm finde ich, dass die Koppelung der Mikrofone mit My Link, bzw. der Table Mics mit dem Select sehr einfach herzustellen ist und bisher immer einwandfrei funktioniert hat.

    Die von mir gestellte Frage "Könnt Ihr das Grollen der Meeresbrandung hören?" ist schwierig zu beantworten. Was "Grollen" ist, lässt sich nicht klar definieren. Deshalb möchte ich es auf dem akustischen Weg versuchen. Auf der folgenden Seite findet sich eine Audiodatei (WAV-Format) mit Ozean-Brandungsgeräuschen: http://soundbible.com/1935-Ocean-Waves.html . Wer kann mit seinen CI-Ohren das tiefe Brandungsgrollen hören? Dass es dieses gibt weiss ich, weil ich es mit dem Restgehör meines linken Ohres wahrnehmen kann. Mit dem CI-Ohr höre ich davon gar nichts. Was ich dort höre, ist ein hochtoniges Geplätscher.

    Mich beschäftigt die Frage, ob man mit einem CI das Grollen der Brandung hören kann. Ich befinde mich derzeit auf einer griechischen Insel und sitze jeden Abend am Strand einer felsigen Bucht im Angesicht der im Meer versinkenden Sonne. Gestern war das Wasser erstmals in starker Bewegung und hohe Wellen donnerten gewaltige Wassermassen vor meine Füsse. Diese grollende Geräuschkulisse, die selbst meinen Körper ins Vibrieren zu bringen schien, verstummte mit einem Schlag sobald ich mein linkes Ohr zuhielt. Jenes hat noch ein Restgehör, insbesondere in den tiefen Frequenzen. Die von meinem rechtsseitigen CI-Ohr wahrgenommenen Geräusche tönten nach einem Gebirgsbächlein, das in seinem steinigen Bett ruhig dahinplätschert und Felsbrocken mit mitgeführten kleinen Steinchen zum Klingen bringt. Auch das Gefühl von der Brandung in Vibration versetzt zu werden war unvermittelt verschwunden.


    Meinen CI-Klangprozessor habe ich erst seit 4 Monaten. Und ich weiss, dass via CI tiefe Frequenzen nicht übertragen werden. Nur, wo genau liegt die Schwelle und kann diese durch zunehmende Hörerfahrung gesenkt werden oder mittels Kalibrierung des Klangprozessors? Gibt es jemanden unter euch, der das Grollen der Brandung mit seinen CI-Ohren wahrnimmt?


    Die Feststellung, das Brandungsgrollen mit dem CI nicht hören zu können, hat mich schockiert. Seit einiger Zeit setze ich mich damit auseinander, auch auf der linken Seite ein CI setzen zu lassen. Deren Restgehör beträgt, über's Ganze gesehen noch etwa 10% mit kontinuierlich abnehmender Tendenz. Ich verstärke hier klassisch, wobei ein Sprachvrerstehen kaum mehr möglich ist. Jedoch leistet mein linkes Ohr einen grossen Beitrag zu einem volleren Klangbild, nicht nur bei Meeresgeräuschen sondern auch beim Sprachverstehen und dies selbst ohne Hörgerät. Was tun?


    a) mit einem zweiten CI solange zuwarten als der klangfüllende Beitrag des linken Ohres anhält und in Kauf nehmen, dass mein Sprachverstehen deutlich schlechter ist als mit einem zweiten CI?


    b) Kombination von CI und akustischer Verstärkung im Tieftonbereich (EAS-System)? Allerdings ist das Risiko, das Resthörvermögen durch die CI-OP zu verlieren, sehr gross. In der Untersuchung von Julia Wünsch zur Entwicklung des Resthörvermögens nach Implantation eines CI Typ Flex28 (Diss Uni München 2016) blieb nur bei einem von 23 Patienten, die präoperativ eine Hörschwelle von < 80 db im Tieftonbereich hatten, das Restgehör unterhalb dieser Schwelle, die in etwa die akustische Brauchbarkeit markiert.


    c) Mit einer baldigen Implantation auf die Karte "optimales Sprachverstehen setzen und damit leben, dass gewisse attraktive Hörempfindungen nicht mehr möglich sind?

    Bei der Musik ist es für mich offensichtlich, dass ich mich von der noch bis vor kurzem zugänglichen normalen Hörwelt verabschieden muss. Dagegen ist das Brandungsgrollen ja eigentlich ein Klacks.


    Ich bin gespannt auf Eure Erfahrungen und Überlegungen zum Thema der tiefen Töne.

    Hallo midi, ich nutze seit 3 Monaten den Rondo 2. Aus deinem Bericht erfahre ich zum ersten Mal, dass sich bei den Medel-Geräten die Kodierungsstrategie auswählen lässt. Kannst du das noch etwas genauer erklären?

    Hallo Hepfi

    Ich bin seit Anfang Februar 2019 auch mit einem Rondo2 unterwegs und wie Du ein notorischer Fahrradfahrer. Bezüglich Helm hatte ich erst die Vorstellung, dass er, wie von Mella beschrieben, an der Stelle des Prozessors ausgefräst werden könnte. Das Spezialgeschäft, auf das ich mit dieser Idee zuging, hat abgeraten, weil die Stabilität des Helms in der Folge zu stark reduziert würde. Ich bin dann auf folgendes Modell gestossen, mit dem ich gut zu Gange komme:

    https://www.veloplus.ch/AllePr…matt-unisize-58-65cm.aspx

    Der Innenumfang des Helms ist so gross (65 cm), dass ich ihn über den Prozessor setzen kann. Er kann am Hinterkopf festgezurrt werden, so dass dabei kein zusätzlicher Druck auf den Prozessor entsteht.

    Grüsse, Theo

    Bei der Verwendung meiner Teleschlinge (Artone 3 MAX) habe ich festgestellt, dass das übermittelte Klangvolumen und die Klangklarheit massiv zunehmen, wenn ich die Schlinge über meine beiden Ohren hänge. Die Schlinge umläuft dabei nachwievor meinen Nacken, macht auf dem Weg zur Vorderseite aber einen Umweg über die beiden Ohren.


    Offenbar wird dieser Effekt dadurch ausgelöst, dass die Schlinge bei der Über-Ohr-Tragevariante näher am Prozessor vorbeiläuft. Dieser beherbergt ja die T-Spule, welche die elektromagnetischen Wellen der Schlinge aufnimmt. Ich trage einen ohrfernen Prozessor. Die T-Spule liegt somit etwas weiter von der Schlinge entfernt, wenn sie einfach um den hals betragen wird, als bei hinter dem Ohr getragenen Prozessoren. Dass die Nähe zur Schlinge ausschlaggebend für den beschriebenen Effekt sein dürfte, zeigt sich daran, dass er auch dann auftritt, wenn ich die Schlinge im Nackenbereich nach oben schiebe. Man könnte sich somit in der Öffentlichkeit (bei Vorträgen, im Theater), wo die über-Ohr-variante doch sehr auffällig ist, die Schlinge mit einer Haarspange hinten am Nacken höher positionieren.

    Oder gibt es noch elegantere Lösungsvarianten, um die Qualität der Schallübertragung mit der Teleschlinge zu optimieren?

    Ach ja hab eine Frage wegen dem Klipserl für den SP: Bei mir reißt das Gummibändchen immer wieder ab. Wie ist das bei dir? Trägst du den SP ohne Klipserl, oder hält das Band?

    Ich habe das Gummibändchen erst einmal verwendet, zusammen mit einer Brillenhalterung. Es ging darum, einen Fahrradhelm auszuprobieren. Und dabei ist der SP natürlich immer wieder vom Kopf gefallen. Das Bändchen hat aber gehalten. Bei sportlichen Aktivitäten (Fussball, Langlauf etc.) benütze ich das Stirnband von MED-EL, da sitzt der SP perfekt und ich bin in absoluter Gewissheit, dass er mir nicht abhanden kommt. Im Alltag verwende ich keine Halterung, habe allerdings beim Magneten vom 2 auf 3 gewechselt.