Posts by cochlear_biker_girl

    Servus!


    Ich hab damals von meiner Klinik insgesamt 2 Ausweise bekommen, einen auf Englisch und den anderen auf Deutsch.

    Als ich mich bei Cochlear Family angemeldet habe, habe ich nochmal zwei bekommen. Bei der nächsten Implantation habe ich erneut 2 Ausweise von der Klinik bekommen.

    Meine Ausweise sehen auch so aus wie die von AnniB, da steht alles Wichtige drauf. Für die MRTs habe ich damals eine extra Broschüre bekommen, wo im Notfall der Arzt auch nachlesen kann, welches CI ich habe, bzw. was man da nicht machen kann.


    Ich würde mich in diesem Fall vielleicht auch an die Klinik wenden und fragen, ob man einen weiteren bekommt. Normalerweise ist das kein Problem:)

    Servus zusammen!


    Zunächst drücke ich dir ganz fest die Daumen, dass bei deiner OP alles gut geht und du keine Beschwerden danach hast.


    Das Impfen ist in unserer Gesellschaft ein empfindliches Thema und ich möchte jetzt auch keine große Diskussion damit anstoßen, aber ich kann dir sagen, wie ich es gemacht habe.

    Bei mir waren alle der Meinung, ich solle es machen, weil man davor geschützt ist (besonders, wenn man schon implantiert ist, ist die Gefahr noch größer, so wurde es mir erzählt). Die haben mich sehr lange über beide Impfungen aufgeklärt und ich habe beide Male verneint, dass ich mich nicht impfen lasse.


    Ich hab nach jeder Impfung übelste Probleme bekommen, das ging von leichter Übelkeit bis zum Kreislaufzusammenbruch und hatte noch diverse andere Beschwerden. Seit meine Impfungen abgelaufen sind, bin ich so gesund wie seit Jahren nicht mehr und daher habe ich mich gegen weitere Impfungen entschieden, zumal ich mit Antibiotikaunverträglichkeiten auch zu kämpfen hatte und mein Nervenkostüm etwas dünn war^^?(


    Halte die Ohren steif und berichte weiter:)

    Das ist eine tolle Idee von dir! So kannst du den Schülern vor Augen führen wie schnell es auf einmal laut werden kann.


    Wie ich in der Schule war, hatten wir im Rahmen einer Projektwoche auch so etwas. Die guthörenden Schüler in einer schwerhörigen Klasse waren erstaunt wie schnell es so laut wird und ich hatte auch das Gefühl, dass die besser verstanden haben, wie schwer man sich in so einer lauten Umgebung tut.


    Im Kindergarten haben wir eine Woche lang, ein Experiment durchgeführt.

    Wir hatten ein Plakat mit einer Ampel. Die Kinder sollten dann einen roten, gelben oder grünen Punkt hinkleben je nachdem wie laut oder leise eine Situation war. Am Ende der Woche haben wir das mit den Kindern besprochen und die haben auch gesagt, in welchen Situationen es oft laut wird.

    In der nächsten Woche haben wir es dann so gemacht, dass wenn es immer zu laut wird, ein Kind den Gong schlägt und ruft: "Es ist zu laut."


    Aber ein Schwatz-o-meter ist für größere Kinder / Schüler wahrscheinlich besser:)

    Hallo Flohwalzer!


    Sehr gut, dass du dich schon mal ausführlich informierst:)


    Als erstes hast du gefragt, bei welcher Klinik sich operieren lassen und wohin zur Reha.

    Ich war an zwei verschiedenen Kliniken in München, weil ich mir eine Zweitmeinung für so einen Eingriff einholen wollte. Das waren das Klinikum rechts der Isar und das Krankenhaus Martha Maria, letztendlich habe ich mich für Martha Maria entschieden, weil es eine kleine, aber durchaus kompetente Klinik ist und eine schönere Atmospäre als in den großen Krankenhäusern ist.

    Mir persönlich wäre kein Weg zu der Klinik zu weit, ich möchte, dass sich die Ärzte mit meiner Geschichte auskennen und wenn ich zu denen im Notfall muss, dann mir auch sicher sein kann, dass die alles wissen:S


    In Martha Maria hat man eine ambulante Reha.

    Das heißt, man kommt an den Anpassungstagen (die am Anfang 1x in der Woche sind) in die Klinik und hat anschließend Hörtraining. Wenn man noch Fragen hat, dann kann relativ unproblematisch ein Termin beim Arzt noch am selben Tag gemacht werden.

    Bei den Nachsorgeterminen hat man dann noch zusätzlich einen Hörtest und ein reguläres Arztgespräch.

    Im Anschluss gibt es die Möglichkeit zur stationären Reha, gerade, wenn man noch Schwierigkeiten mit dem Hören hat oder sich mit Gleichgesinnten austauschen möchte, ist das von Vorteil8)

    Ich visiere momentan die Reha-Klinik in Bad Nauheim an, da meine Klinik gute Erfahrungen mit dieser Einrichtung gemacht hat und auch mit denen kooperiert.


    Welches CI es wird, entscheidest (fast) allein du!

    Wenn du bei Voruntersuchungen bist und anatomisch fällt ein CI aus der Auswahl raus, dann wird dir das dein Arzt sagen. Ansonsten kannst du dich frei entscheiden. Es ist quasi die Wahl zwischen Mercedes, BMW und Audi, es kommt auf die Inneneinrichtung und deine Vorlieben an, du kannst nichts falsch machen.

    Alle Implantate sind MRT-fähig und haben viel Zubehör, es sind nur kleine Unterschiede vorhanden.

    Wichtig ist, dass du dich frägst:

    Will ich Farbe an meinem CI haben?

    Möchte ich möglichst wenig am Kopf haben oder würde mich das Kabel von der Spule nicht stören?

    Möchte ich damit schwimmen gehen, bzw. eine passende Hülle am Ohr tragen können oder wäre es für mich in Ordnung diese an der Kleidung befestigen zu müssen?

    Will ich größere Auswahl an Zubehör haben oder reicht mir eine FM-Anlage für alles?

    Möchte ich Akkus oder Batterien haben?


    Wie du siehst, Fragen über Fragen. Es ist eine persönliche Entscheidung, je nach deiner Vorliebe. Manche Kliniken implantieren bevorzugt Cochlear, andere fast nur MedEl oder AB. Wichtig ist nur, was willst du?


    Ich habe bei meiner 1. CI-OP ein Phonak Naida B-90 UP auf der rechten Seite gehabt und auf der linken Seite das CI von Cochlear. Diese sind nicht miteinander kompatibel. Bei mir war es so, dass kein einheitliches Klangbild erreicht wurde und ein kompatibles Hörgerät war nicht "stark" genug für mein rechtes Ohr, daher haben wir es sein gelassen. Ob das bei dir auch der Fall sein könnte, weiß ich nicht.


    Ich bin auf beiden Seiten an Taubheit grenzend schwerhörig, hab 19 Jahre ununterbrochen Hörgeräte getragen.

    Implantiert wurde zuerst das linke Ohr, da das fast nur noch 45% hatte, je nach Situation 25-0%. Allerhöchste Zeit, wie mein Chefarzt mal gesagt hat. Rechts blieb bis Januar 2020 das Hörgerät.

    Die Umstellung war sehr gewöhnungsbedürftig. Am Anfang hat es auf der linken Seite nur gepiept, während ich rechts mit dem HG gut verstanden habe. Aber da hatte ich auch schon das Gefühl, irgendwie höre ich besser, obwohl es links nur gepiept hat.

    Mit der Zeit hat sich das CI-Ohr in Gesprächssituationen herauskristallisiert, ich hab den Kopf immer mehr nach rechts gedreht, damit das CI an der Geräuschquelle war, sogar nur mit CI habe ich gut verstanden!

    Aber ab nem halben Jahr hatte ich einen Durchhänger, das rechte HG hat mehr gestört als geholfen, weil die beiden Technikdinger in Sachen Klang gar nicht harmonisiert haben, jedes Teil hat sein Ding gemacht.


    Für mich ist es immer noch eine sehr schwierige Umgewöhnung und ich bereue immer noch die Entscheidung für die Implantate.

    Gerade Musik hört sich am Anfang alles andere als schön an und ich hab große Probleme, mich mit den CIs anzufreunden, obwohl meine Ergebnisse mehr als nur gut sind.


    Auf jeden Fall, nimm dir Zeit, informiere dich ausführlich und stell Fragen ohne Ende! Wie war das Motto meiner Schulbücherei?

    Lesen gefährdet die Dummheit, bzw. die Unwissenheit!^^


    In diesem Sinne, eine schöne Restwoche,


    Alex

    Ah, ich stand kurz auf dem Schlauch :D

    Aber das wird sich bestimmt noch ändern ;)

    Dani!

    Jetzt wird mir das Wortspiel auf Film und Buch bewusst. Ist aber auch ein schöner Film / schönes Buch ^^


    Terry

    Hast du dein Implantat vor Mai 2019 bekommen oder erst später?

    Bei dem neuen Implantat von Cochlear ist jetzt ein MRT tauglicher Magnet dabei, deshalb kann es klicken. Vielleicht ist das auch wieder von Implantat zu Implantat unterschiedlich :/

    Ich frag mich grad, warum sollte das mit dem Gewicht etwas zu tun haben? :/

    Ich bin auch nicht dick, aber hab eine ziemlich dicke Kopfhaut (kommt wohl von meinem Dickschädel:D)


    Darf ich fragen, wie lange zu dein CI schon hast? Am Anfang hält der Magnet auch noch nicht so fest. Gefühlt war es bei mir ein ganzes halbes Jahr bis ich gemerkt habe, dass der Magnet jetzt fester sitzt und jetzt ein Jahr später ist er richtig fest und fällt kaum runter.


    Dann kannst du ihm ja berichten, ich würde gerne sein Gesicht sehen^^

    Huhu:)


    Ich denke, das ist normal. Unter der Mikrofonabdeckung sammelt sich Dreck, Staub und anderes an (deshalb muss man diese auch alle 3 Monate wechseln).

    Meine sehen ähnlich aus, gerade, wenn ich viel Motorrad fahre und den Helm trage, sind die Stellen teilweise komplett grau.


    Liebe Grüße aus Bayern,


    Alex

    PeterBest

    Das mit dem Magneten ist ziemlich unterschiedlich, auch von CI zu CI.

    Bei meinem linken CI bräuchte ich den Magneten in Stärke 5 und rechts komm ich super mit Stärke 3 oder 4 klar, je nach Tag^^


    Grüße,

    Alex

    Ich war auch erstmal verwirrt, aber ich hab gedacht, das gehört einfach dazu.

    Später hat mich eine der Ärztinnen gefragt, ob es bei mir auch so komisch klackt, weil das bei manchen Patienten auch vorgekommen ist. Ist also ganz normal;)


    Mhmm, eigentlich nicht. Obwohl...

    Ich hatte das mal ein paar Wochen so, aber da hatte ich einen zu schwachen Magneten und dadurch ist bei mir die Spule leicht geschlackert. Abhilfe hat ein stärkerer Magnet gebracht und Geduld. Die Magnetstelle war bei mir nach ungefähr nem halben Jahr dann fester, ob das bei dir dann auch vielleicht wird, weiß ich leider nicht.

    Huhu, willkommen in der Welt der Blechohren!^^


    Das was du beschreibst, ist ganz normal.

    Du hast das neue Implantat von Cochlear bekommen, was jetzt auch MRT-tauglich ist. Der Magnet kann sich dann im MRT "mitbewegen" ohne dass er vorher rausgenommen werden muss.

    Das Klicken, was du hörst, ist quasi der Magnet, der sich bewegt. Wenn du dir an die Spule fasst und sie sanft am Kopf hin und her schiebst, dann klickt das, weil sich der Magnet mitbewegt, ist also ganz normal;)


    Liebe Grüße,


    Alex

    Hallo zusammen!


    Ich hab ne Zeitlang nicht geschrieben, aber das wahre Leben geht ja immer vor:)


    Sheltie

    Ich weiß, dass mich eine Menge Leute darum beneiden würden (sagt auch mein Arzt), aber für mich ist das kein Erfolg, worüber ich mich freuen kann.

    Das ist ein guter Tipp, das könnte ich mal versuchen!:/:S


    Ich frag mich halt dennoch, warum die Technik so was verstärkt. Für mich erfüllt es keinen Zweck (sorry, wenn ich so rüber komme, aber für mich ist es einfach nur Stress pur)

    Wo du das jetzt sagst, mit den Tönen, das ist mir neuerdings auch aufgefallen. Mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt und ertappe mich bei manchen Liedern, dass ich sage, das klingt besser als vorher:S


    Ich empfinde es als komisch, dass man jetzt Töne hört, die vielleicht schon nicht mehr hörbar waren, aber man das CI-Hören nicht mit einem normalen Ohr vergleichen kann. Das irritiert mich irgendwie.

    Aber ich freue mich auch unglaublich für dich, dass du so viel mit deinen neuen Ohren gewinnst, ich freue mich wirklich für dich!


    Das mit den HG kenne ich noch, das war Anfang 2019 wirklich extrem, da ging es mir genauso wie dir.

    Urks, oh ja! Ich fand das nur in dem Moment einfach nur eklig<X

    Du sprühst geradezu vor Ideen, wenn es um das Training geht, wirklich bemerkenswert!

    Aber mir ist die Lust total am Hören vergangen, es gibt Tage, da will ich gar nicht mehr Hören und mehr als einmal habe ich die CIs in die Mülltonne geworfen…

    Dennoch freue ich mich darüber, dass du so positive Erfahrungen damit machst.


    Ich muss mal mit meiner Logopädin reden, weil ich hab zwar noch ein Rezept, aber dadurch, dass die Hörnerven überreizt waren und das rechte CI Probleme macht, sind wir eigentlich wieder bei null. Zuletzt haben wir im Störgeräusch geübt, aber wenn ich absolut nichts verstehe, hilft mir das nicht weiter, mal gucken.


    Ich denke du hast Recht, aber wie kann man etwas akzeptieren, dass man hasst?


    SaSel

    Also wenn ich dich richtig verstehe, dann wurde nicht nur Hören geübt, sondern allgemein die Kommunikation miteinander, mit 4 Seiten einer Nachricht und so?

    Das ist richtig interessant, am Liebsten würde ich mehr wissen^^8o


    Es ist schön zu hören, dass ich zufrieden sein könnte, wie ich höre, aber ich bin es einfach nicht. Ich hab zwar ein hohes Hörniveau, wie meine Logopädin gesagt hat, aber ich freu mich nicht darüber. Ich erwarte eigentlich gar nichts mehr von den CIs, weil sich fast alles zum Schlechten gewandt hat und ich keine Lust mehr habe. Wenn ich rausgehe, einkaufe oder was anderes mache, muss ich zig mal nachfragen und selbst dann verstehe ich nur einzelne Wortfetzen, Telefonieren hasse ich mittlerweile wie die Pest.

    Meine einzige Erwartung war, dass ich Musik hören kann und einen natürlichen Klang habe, ersteres wurde erfüllt, letzteres nicht.


    Beruflich habe ich eine Idee, aber da lasse ich mir noch Zeit, weil ich noch nicht bereit dafür bin. Ich hab einen Grad von 100 (auch wegen einem angeblichen Sprachfehler?).

    Mhmm, ich weiß nicht, ob eine psychologische Beratung was daran ändert.

    Meine Schwerhörigkeit mit HG war vollkommen in Ordnung, ich fand es cool, dass ich was Buntes im Ohr habe und die HG auch rausnehmen konnte, wenn ich eine Pause gebraucht habe, auch in der Schule war das nie ein Problem für mich.


    Es sagt sich so leicht, dass man den Geräuschen eine Chance geben soll, aber die Umsetzung ist viel schwerer als man denkt.

    Für mich bringt das irgendwie nix, ich geh auch kaum noch raus, weil da lauter Geräusche sind, die mir einen fetten Tinnitus bescheren und zugleich extremen Stress auslösen und dann gehts mir auch wieder schlechter.

    Ich habe auch nie gedacht, wenn ich über eine Tischplatte aus Holz streiche, dass das ein Geräusch macht. Genauso wenig konnte ich mir das mit dem Fell bei deinem Pferd vorstellen.

    Ich denke mir halt auch momentan, dass ich mit den CIs hätte warten sollen. Klar, ich hab zwar schlecht gehört, aber ich hätte mir vielleicht vorher die Frage stellen sollen: Will ich besser hören? Lasse ich mich operieren, weil ich es will oder weil mein Umfeld (Ausbildung) mich quasi dazu drängt?

    Heute würde ich sagen, nein, keine Implantate. Wenn ich vielleicht komplett taub geworden wäre, wäre das vielleicht eine andere Situation gewesen.



    tele-nobbi

    Jetzt klingst du wie meine Technikerin und mein Arzt:D


    Klar, für den einen sind das die schönsten Geräusche der Welt und für die anderen nicht.

    Aber es ist einfach furchtbar, wenn die Welt um einen herum ständig so laut ist, ich bin dann so schnell gestresst und überfordert.


    Viehscheid ist total schön, warst du mal auf den in Gunzesried? Der ist, finde ich, schöner als der in Oberstdorf.



    Ralle

    Puh, jetzt habe ich erstmal nen Schreck gekriegt.

    Danke für deine ausführlichen Erklärungen! Das hilft mir sehr weiter und ich kann mich schon mal darauf vorbereiten:thumbup:


    Man erstellt quasi in Absprache mit den Ärzten den „Plan“ für die Reha?

    Mit den CI-Firmen, ich meinte, ob an manchen Kliniken mehr CI-Träger von einer Firma dort sind oder ob das ganz bunt gemischt ist (eine Freundin bei Kempten meinte, sie habe in Bad Grönenbach nur MedEl-Träger gesehen, deshalb frage ich).

    Bei mir wird momentan eine Klinik in Hessen angestrebt, da wird das mit dem Besuchen eher schwieriger werden, aber das ist ok für mich.


    Wenn ich den Absatz über das Hörtraining lese, dreht sich mir der Magen glatt um. So krass habe ich mir das nicht vorgestellt und jetzt macht es mir ehrlich gesagt auch etwas Angst.

    Das habe ich nicht mal mit Hörgeräten hingekriegt und jetzt soll ich das mit CIs? Oh Gott…


    Bei Musik geht es nicht nur um den Gesang, sondern auch um die Emotionen und meiner Meinung nach kann das nicht mit Sprache erreicht werden, aber ich akzeptiere deine Sichtweise auch. Und ich finde es schön zu lesen, dass du dich wenigstens über die vielen Geräusche freuen kannst.


    Ich bin anfangs ohne meine CIs gefahren, aber mein Arzt ist stinksauer gewesen, weil er gemeint hat, ich muss was im Straßenverkehr hören.

    Diese Aussage wundert mich, weil ich ein paar Gehörlose kenn, die fahren auch Auto und Motorrad und hören gar nichts. Die hatten auch keine Probleme die Prüfung zu bestehen und dann soll ich meine CIs tragen, wenn die es sogar ohne schaffen? Der Sinn erschließt sich mir nicht so ganz.


    Naja, du hast schon Recht, das gebe ich ja zu, aber man hat mehrere Spiegel am Auto. Wenn man da regelmäßig reinguckt, dann wird man nicht so schnell überrascht. Ich hab mich da arrangiert, dass ich das Fahren ohne CIs übe, bzw. nur ein CI hernehme.

    Damit fühle ich mich irgendwie wohler.


    Hast du es schon mal mit einem engen Halstuch probiert oder einer Sturmhaube? Bei mir bleiben mittlerweile die Spulen ganz gut am Kopf haften.

    Mit dem Motorrad zur Reha fahren, das wäre es. Aber man müsste sich wirklich gut überlegen was man mitnimmt, jedes Gramm zählt. Frau nimmt bekanntlich gern mal mehr mit:D


    Ich hoffe euch geht es gut und ihr lasst euch nicht von Corona und den Einschränkungen unterkriegen! Es tut mir leid, wenn ich so negativ rüber komme, aber ich kann leider auch nicht raus aus meiner Haut. Ich hoffe, ihr versteht das.


    Liebe Grüße,


    Alex:saint:

    Schönen Abend zusammen!


    Hatte gestern einen, etwas anstrengenden Tag, daher melde ich mich erst heute wieder:saint:

    Und wieder ein dickes Dankeschön an euch alle, dass ihr so fleißig schreibt!


    Dani!

    Ich hab auch gedacht, dass ich im September diesen Jahres eine Ausbildung mache und da wollte ich einfach sicher sein, dass ich mich nicht mehr mit dem Verstehen rumplage. Rückwirkend gesehen, war das einfach noch zu früh.

    Das ist leider der Knackpunkt, ich kann mich so gar nicht über meine CIs freuen, ich bin eigentlich auch nicht glücklich darüber, dass ich jetzt „gscheit“ hören kann.

    Darf ich fragen, wie dein Hörvermögen vor der OP war? Was ist dir schwergefallen, bzw. wie hast du es gemerkt?


    Ich treib meine Technikerin mittlerweile fast in den Wahnsinn, weil ich alles so differenziert bemängle^^

    Ich hab momentan eine sehr niedrige Einstellung, weil meine Hörnerven wegen einer falschen Einstellung sehr überreizt sind. Das braucht jetzt auch wieder Zeit und Geduld ist nicht so meins...

    Ist ja lustig, du bist quasi „süchtig“ nach neuem Stoff:D

    Wie läuft es denn mit dem Verstehen?


    Ja, ich habe die Unterstützung von meiner Familie, das reicht:)

    Nein, ich hab mich konsequent dagegen entschieden. Ich möchte nicht mehr mit Kindern arbeiten, was zwar ein schöner Beruf ist, aber ich hab meistens dann nur Hörende um mich und das möchte ich nicht mehr. Ich hab momentan auch keinen Plan für die Zukunft, ich brauch selber einfach mehr Ruhe für mich:|



    SaSel

    Das tut mir leid, dass du mit einer anderen stationären Reha erstmal so schlechte Erfahrung gemacht hast, aber da sieht man auch, dass manche echt keine Ahnung von Hörbehinderungen haben und das schadet dann mehr als es hilft…

    Ganz lieben Dank, dass du von deiner Reha so ausführlich berichtet hast!


    Da ist einiges geboten, das hätte ich nicht erwartet. Aber es hört sich sehr gut an:thumbup:

    Wie war denn das Kommunikationstraining in der Gruppe? Wie darf ich mir das vorstellen?

    Ich war gestern bei meiner Nachsorge im Krankenhaus und hab da von meinen Problemen erzählt und die haben mir sofort ein Schreiben mitgegeben für eine stationäre Reha mitgegeben. Da ich nicht arbeite, ist die Krankenkasse dafür zuständig.


    Es freut mich zu hören, dass du jetzt so gut damit zurecht kommst, auch wenn der Start alles andere als gut war

    Klar, probiere das ruhig. Ich finde, das wäre auch völlig in Ordnung, weil du aufgrund deiner Schwerhörigkeit quasi noch mehr Belastung hast als die anderen, mit einer Reha gleichst du das somit aus.


    Meine Familie unterstützt mich so gut wie sie können und die sind auch alle super, aber keiner davon ist hörbehindert und deshalb können sie auch nicht alles nachvollziehen, was ich sage und erkläre. Ich hab auch hörbehinderte Freunde, aber die haben ihre CIs (jeweils nur 1 Ohr) schon als kleine Kinder bekommen und können sich somit kaum an diese Zeit erinnern (was für mich eigentlich als wahrer Segen erscheint).



    Ralle
    Haha, 30.000 Euro Mann, der Witz ist echt gutXD

    Ich hoffe, wenn ich meine Reha mache, dass die Leute auch meine Problematik verstehen. Mit meiner Schwerhörigkeit stehe ich gut da, die hab ich voll und ganz akzeptiert, auch mit Hörgeräten, ich wusste einfach, es gibt Dinge, die kann ich machen, bei manchen wird es schwer und manche kann ich nicht machen.

    Ich mag nur die CIs überhaupt nicht. Weil bis jetzt hab ich nur Nachteile dadurch und höre vieles, was ich nur nervig finde.


    Klar, dann quetsche ich dich gleich mal mit ein paar Fragen aus, wenn du gerade in einer Reha bist.

    Was macht man da am Anfang, Aufnahmegespräch, etc…?

    Wie war der erste Tag? Läuft jeder Tag gleich ab? Hat man auch am Wochenende dann was zu tun? Wie ist es mit Freizeit? Sind da so ziemlich alle CI-Firmen quasi vertreten?

    Wie ist es mit Besuch?


    Mehr fällt mir gerade nicht ein, aber ich denke bis morgen fällt mir wieder was ein;)

    Weiterhin schon mal viel Erfolg in der Reha!



    tele-nobbi

    Es sagt sich so leicht, aber die Umsetzung ist halt einfach schwer.

    Wenn seit 2016 nur scheiß Jahre waren und es kommt einfach immer mehr dazu, dann hat man auch irgendwann die Nase voll und mag nicht mehr.



    Der-Grauhaarige

    Hey super, danke für das Video! Das ist wirklich verständlich, vielleicht verstehen dann auch mal ein paar Leute mehr, wie das für uns ist.



    Sheltie

    Endlich mal jemand, der das auch so sieht wie ich und sagt, dass die Musik wichtig ist!

    Die meisten sagen immer, es ist wichtiger, dass man Sprache versteht und die Musik hinten anstellt.

    Die Musik war am Anfang sehr grauenvoll, aber ich habe fast jeden Tag Musik seit der EA gehört und mich da durchgekämpft. Ich finde, in dem Bereich muss ich nichts mehr üben, weil ich bei Musikliedern schon so gut wie alles verstehe (meine Mitmenschen dafür weniger, aber das ist mir eigentlich egal), mein eigenes Ziel habe ich eigentlich erreicht.

    Es klingt zwar auf der rechten Seite ein paar Oktaven zu hoch, aber dann ganz einfach, linkes CI rein und fertig, dann passt das!

    Ich bevorzuge in dem Fall lieber die Kirsche, aber das ist ein sehr guter Vergleich8)


    Ich weiß, dass es eigentlich gut ist, dass man diese Geräusche hört, aber ich selbst kann mich darüber nicht freuen, ehrlich gesagt bin ich total angepisst davon, dass ich die Töne, die ich vorher nie gehört habe, jetzt mein Leben lang an der Backe habe.

    Mir ist es nicht wichtig, das Glucksen der Toilette von der (!) Küche aus zu hören. Oder wenn ich in meinem Schlafzimmer stehe und höre, wie sich jemand auf der Straße unterhält.

    Das ist für mich einfach nur nervig und absolut überflüssig. Ich will nicht solche Lauscher haben…


    Danke für die Erklärung, jetzt kann ich es auch irgendwie besser verstehen. Darf ich fragen, wie das bei dir war, ich meine, wie lange hat es bei dir gedauert, bis du Sachen wieder überhören konntest?

    Genau dieses Denken in der Gesellschaft macht mich einfach nur traurig, kein Verständnis (oder wenig) und immer dieser Zwang, sich anzupassen.

    Aber dein Vergleich mit den Arm/Beinprothesen ist echt gut! Das muss ich nächstes Mal unbedingt den Leuten hinter die Ohren schreiben:rolleyes:



    Rina64

    Gut gesagt mit den Blechohren, momentan hören sie sich wieder ziemlich blechern an:D

    Danke für deine Ermutigungen, das tut echt gut!


    Klar, warum soll man denn nicht als Frau Motorrad fahren?:))))

    Ich fahre ein ziemliches Anfängermotorrad, eine Honda CB500F, aber mit der geh ich durch dick und dünn und hab auch schon vieles erlebt und durchgemacht.

    Mit einem CI und einem Hörgerät ist es auch leichter, den Helm aufzusetzen, aber mit zwei CIs ist die Sache etwas schwieriger. Ich wollte anfangs ohne die CIs fahren, aber das darf ich nicht (sonst dreht mein Chirurg mir den Hals um).

    Wie klein die Welt doch ist^^

    In München wurde ich operiert, aber wohnen tu ich da nicht, ich komm von weiterdraußen.


    Danke für die Idee, über eine Reha habe ich gestern mit den Ärzten geredet und die haben das sehr befürwortet. Ich hoffe sehr, dass der Coronaspuk vorher rum ist, weil mit Mundschutz in der Rehaklinik ist es noch anstrengender…



    Maho68

    Der Zeitpunkt für ein CI war alles andere als günstig. Damals habe ich mir aber auch gedacht, wenn ich das nicht mache, kneife ich in der Zukunft weiterhin... Wenn man schon gut im Berufsleben ist, stelle ich mir das nicht so einschneidend vor.

    Argh, das ist echt blöd, Corona versaut so vieles, aber jetzt trainierst du wieder?


    Deine Geschichte ist aber auch interessant, ich finde das immer wieder spannend, wie es bei anderen Leuten läuft.

    Vom Tinnitus kann ich leider auch ein Lied singen, momentan ist er nicht so präsent, aber er meldet sich immer wieder malX/

    Du schreibst, dass es immer wieder mal ein Schritt vor, dann wieder zurück ist, das ist ein ständiges Auf und Ab und ich bewundere dich, wie gut du damit umgehen kannst, Hut ab!


    Naja, bis jetzt hab ich so ziemlich die Nase voll. Was ich alles dafür gekriegt habe, liest sich für mich nicht so geil.

    Geräusche, die ich nicht zuordnen kann oder einfach nur unnütz sind (ich frag mich auch, welchen Vorteil hat man davon, dass man das Auto schon locker eine halbe Minute vorher durchs Dorf fahren hört, wenn ich chillig im Garten sitze?), ständige Schmerzen, Tinnitus, genervtes Ich, ständiges Nachfragen...

    Bei den Hörtests schneide ich immer mega gut ab und im Hörtraining klappt auch alles gut, nur im Alltag passt es vorne und hinten nicht...



    Danke, dass ihr so eine unglaubliche Geduld an den Tag legt und vorab nochmals ein dickes Danke!!!

    Ich muss mich an irgendeiner Stelle einfach über das CI auskotzen, ich seh halt leider so viel Negatives in dieser Technik...



    Jetzt aber angenehme Nachtruhe und liebe Grüße,


    Alex:)

    Huhu:)


    Zunächst mal ein dickes Dankeschön für eure Nachrichten und Ermutigungen! Es tut wirklich gut zu hören, dass ich nicht gänzlich alleine damit bin:saint:


    Rebecca  Fibi

    Ich habe die Ausbildung zur Kinderpflegerin letztes Jahr abgeschlossen, aber ich arbeite in keiner Einrichtung, weil ich das nicht mehr möchte, ich will mich nicht im Berufsleben anstrengen müssen. Momentan mache ich nichts, weil ich das Gefühl habe, ich selbst bin auf der Strecke geblieben und mir war die Tragweite des CI nicht gänzlich bewusst, daher möchte ich vorerst noch nicht in eine weitere Ausbildung gehen.

    Jaja, das Zauberwort heißt "Geduld", das predigt mir auch immer mein Arzt:D

    Ich habe deshalb so schnell und einfach ein 2. CI bekommen, weil das CI und das Hörgerät zusammen nicht harmoniert haben, die Ohren waren quasi getrennt und ich habe auch nicht sehr gut verstanden, gerade im Störgeräusch war es echt schwer. Ich hab dann angefragt, ob die Indikation gegeben wäre und mein Arzt hat ja gesagt, da die Hörkurve ähnlich wie das linke Ohr war und wenn ich schon sage, dass ich im Alltag nicht mehr gut verstehe und es kein besseres Hörgerät gibt, was soll ich dann machen?:/


    SaSel

    Bei mir haben sie die Risiken auch gesagt und ich hab gedacht, wird schon alles klappen:)

    Leider war auf dem MRT-Bild nicht zu sehen, dass die Cochlea ein paar Millimeter kürzer war und dementsprechend ist mein Arzt auch übers Ziel hinausgeschossen...

    Mit einer Reha habe ich schon seit ein paar Tagen überlegt. Aber meistens lese ich, dass die Reha nach der Erstanpassung war und man im Zuge der Reha auch Anpassungen hat, aber das würde für mich keinen Sinn machen.

    Kannst du mir noch ein bisschen was über die Reha erzählen, wie sie bei dir war?

    Und ergänzend würde ich meinen Arzt bei der morgigen Nachsorgeuntersuchung fragen, ob das was für mich wäre.


    Dani!

    Ich höre eher von Leuten, die von Norddeutschland kommen, aus Süddeutschland eher weniger, aber schön, dann haben wir schon mal dasselbe Bundesland:)

    Wie du das jetzt schreibst, komme ich bisschen ins Grübeln.

    Bei den Arztgesprächen wurde ich gefragt, was für ein Ziel ich den mit dem CI habe. Rückwirkend gesehen, würde ich heute sagen, dass ich gar nicht bereit für ein CI war, weil ich wollte eigentlich nur meine Ruhe haben. Aber der Druck durch die Schule und Ausbildungsstätte war dann irgendwie ausschlaggebend.

    Ich weiß noch, dass ich damals gesagt habe, dass ich nicht Sprache, sondern Musik gut verstehen will. Teilweise haben die Leute dort es schon verstanden, teilweise haben manche gesagt, dass dies sehr utopisch sei, quasi der Marathon unter den Hörübungen.

    Jetzt stehe ich hier mit zwei CIs und ich muss sagen, mich nerven eigentlich 2 Sachen ganz gewaltig.

    Zum einen höre ich jetzt Geräusche, die ich vorher nie gehört habe, aber eigentlich sind diese total unwichtig und da denke ich mir, wieso muss ich den Käse hören? Das ist doch nicht wichtig!

    Und zum anderen, wie ich dann die letzten Schultage besucht habe, haben viele gedacht, ok, die ist jetzt operiert und hört gut, das hat mich sehr wütend gemacht, dass viele denken, eine OP behebt alles.


    Ganz lieben Dank nochmal für eure Antworten, es tut gut zu lesen, dass jeder eine Geschichte hat und jede ein bisschen anders ist8)


    Viele Grüße aus de halbsonnigen Bayern,


    Alex

    Hallo zusammen!


    Ich hab mich nach längerer Zeit dazu entschlossen, mich im Forum anzumelden, um interessante Ausschnitte zum Thema CI mitzubekommen und wie andere damit zurecht kommen. Nachdem ich auch von manchen die Geschichte lesen konnte, habe ich gedacht, hey, warum solltet ihr meine auch nicht ein bisschen kennenlernen?^^


    Ich bin die Alex und bin seit meiner Geburt schwerhörig, warum, wissen wir nicht. Die Ärzte heute, vermuten, dass ich die Schwerhörigkeit vererbt bekommen habe.

    Ab meinem 2. Lebensjahr habe ich dann Hörgeräte bekommen und bin normal aufgewachsen, bin in Schulen mit den Förderschwerpunkten Hören gegangen und alles lief gut.

    Einmal war ich zur Kontrolle bei meiner Akustikerin, weil ich relativ schlecht gehört habe. Damals erzählte sie mir, wenn es mit dem Hören weiterhin bergab gehen würde, wäre nur noch ein CI die einzige Möglichkeit.

    Naja, wenn man versucht, mit einer 15-jährigen, die einen sehr großen Dickschädel hat, über ein bestimmtes Thema zu reden, kann das nicht gut enden. Kurz gesagt, ich bin aufgestanden und gegangen, weil ich mir sagte, ich höre noch gut. Zu dem Zeitpunkt wurde übersehen, dass ich wegen der verstopften Filter schlecht gehört habe, aber das kann mal passieren.


    Jedenfalls, ich hab gut gehört und fing eine Ausbildung zur Kinderpflegerin an.

    Mit den Kindern im Alltag zu reden, war schwierig, aber irgendwie habe ich sie verstanden. Nach anderthalb Jahren habe ich als Erstes bemerkt, dass ich meine Mitschüler nicht mehr gut verstanden habe, wenn im Unterricht hinter mir eine Frage beantwortet wurde. Dann konnte ich nicht mehr die Richtung zuordnen und zu guter Letzt habe ich die Lehrerin auch nicht mehr verstanden, geschweige meine Banknachbarinnen!:|

    Der Ohrenarzt, den ich später aufsuchte, wies mich auf das Cochlea Implantat hin, bei meiner Hörkurve auf der linken Seite eigentlich schon fast ein Muss...

    Gesagt, getan, nach mehreren Wochen landete ich in einer Klinik, die mir das ebenfalls bestätigte und der Chefarzt sagte, es sei allerhöchste Zeit. Er könne eigentlich gar nicht verstehen, wie weit ich mit den Hörgeräten gekommen bin. Bei den Hörtests habe ich nur 45% in ruhiger Umgebung verstanden, bei Störgeräuschen waren es nur noch 25-0%:huh:

    In einer anderen Klinik holten wir uns noch eine zweite Meinung ein, diese empfahlen mir ebenfalls ein CI.


    Die Entscheidung fiel mir sehr schwer, aber letztendlich entschied ich mich doch zu einem CI.

    Am 13.05.2019 wurde ich in München implantiert, als die erste Patientin, die das neue CI von Cochlear bekam (mein Arzt meinte scherzhaft, ich wäre ihr Versuchskanninchen:D).

    Mir ging es nicht so gut nach der OP. Ich hatte Probleme mit dem Tinnitus, dem Schwindel, Geschmacksnerven waren beleidigt und später kam noch eine faustdicke Antibiotikaallergie dazu, ich lief wochenlang umher, als hätte ich die Masern und schlimme Wassereinlagerungen.

    Wenig später blutete die Wunde nach und ich musste erneut genäht werden

    Ich kenne viele Bilder und Videos von Menschen, die sich sehr über ihr "Wiederhören" gefreut haben, aber ich konnte mich nicht sehr darüber freuen, weil ich mein "Hörgerätehören" sehr gern hatte. Das Hören lernen mit dem linken Ohr war schwierig, aber die Musik half mir auch sehr dabei und nach und nach konnte ich wieder telefonieren, was mir auch Spaß bereitete.


    Das Jahr 2019 ging vorbei und es war für mich eine schwierige Zeit, gerade auch, weil ich sehr gerne Motorrad fahre und unter dem Helm die Spule oft abfällt oder sehr stark drückt, was bereits nach einer halben Stunde sehr schmerzhaft wird=O (Vielleicht hat jemand Tipps?:S)

    Im September hatte ich das Gefühl, dass mein rechtes Ohr auch schlechter wird. Beim Hörgeräteakustiker wurde dies bestätigt. Hatte ich Anfang des Jahres noch 80% verstanden, verstand ich nur noch 60%, aber der Alltag mit zwei unterschiedlichen Ohren zu bewältigen, war für mich sehr anstrengend.

    Daher entschied ich mich zu einer weiteren CI-Versorgung, diesmal auf der rechten Seite.


    Am 08.01.2020 wurde ich operiert.

    Auch da hatte ich wieder Probleme mit den Geschmacksnerven, dem Schwindel und bekam wieder eine Antibiotikaallergie<X

    Bei der OP ist leider die Elektrode umgeknickt, sodass bei der erneuten Positionierung der Elektrode sich mein Restgehör verabschiedet hat.

    Allerdings trat dann eine leichte Wundheilungsstörung auf, die Wunde wurde nochmal genäht und selbst bei der Erstanpassung im Februar war sie noch nicht ganz geschlossen.

    Ich konnte schon Sprache verstehen, leider klang alles sehr Micky Maus mäßig und verzerrt.

    Viele haben mir auch gesagt, dass man mit dem Hörtraining immer dran bleiben muss und es regelmäßig machen muss, aber ich habe nicht sehr viel Lust drauf.


    Trotz meiner totalen Demotivation zu Üben, konnte ich bei der 1-Monats-Nachsorge 75% erreichen, allerdings wollten die Ärzte und Techniker, dass sich ein Spezialist von der Firma Cochlear das Implantat mal durchcheckt, weil der Klang immer noch sehr verzerrt war.

    Über diese Episode möchte ich nicht viel sagen, weil es für mich sehr schmerzhaft ist, darüber zu reden, zusammengefasst; dank dem Techniker von Cochlear und einer anderen Technikerin von der Klinik sind meine Hörnerven auf beiden Ohren sehr überreizt und wir mussten bei einem Notfalltermin heute einen großen Schritt rückwärts machen, damit in ein paar Wochen es wieder aufwärts geht.


    Ich lese so vieles über Menschen, die sich freuen, dass sie nach jahrelanger Taubheit oder kurzer Ertaubung wieder hören können und ich freue mich auch wirklich für diese Leute.

    Aber ich kann mich nicht darüber freuen, dass ich mit CIs hören kann. Ich fand den Klang der Hörgeräte viel schöner und im Alltag stoße ich immer wieder auf Situationen, wo mich meine CIs im Stich lassen und dann denke ich mir, war es das wirklich wert? All diese Mühe, die täglichen Schmerzen?


    An manchen Tagen freue ich mich, dass es die CIs gibt und an manchen Tagen verfluche ich sie ständig. Dann fällt mir wieder ein Spruch von Mark Twain ein:

    "Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden!"

    Und ich mache jeden Tag irgendwie weiter. Zusammen mit meinen CIs.


    Sorry für den langen Text, aber manchmal hilft es einfach, sich alles von der Seele zu schreiben:)


    Liebe Grüße an alle,


    Alex

    Huhu:)


    Ich kann dich voll und ganz verstehen!

    Seitdem die Maskenpflicht gekommen ist, bin ich selbst fast am Durchdrehen, weil ich keinen Menschen mehr ohne Mundbild gut verstehen kann (und man will sich auch nicht ständig alles zusammenreimen müssen).


    Ich versuche alles so gut es geht, über SMS oder E-Mail zu klären, aber gerade beim Einkaufen ist es echt schwierig. Die Leute halten Abstand, haben ne Maske auf und wenn man mal nachfrägt, sind viele schon genervt und nuscheln es noch mehr in die Maske rein.

    Was ich auf jeden Fall machen würde, ist, dass man sagt, dass man schwerhörig ist und derjenige bitte es nochmal langsam wiederholen soll oder auf einen Zettel schreiben soll.


    Mittlerweile darf man ja für eine kurze Zeit die Maske herunterziehen, damit das Lippenlesen gewährleistet (mit Abstand!), sowohl der Schwerhörige als auch der Gesprächspartner, bei dem BayCIV gibt es ein Schreiben, der das bestätigt.

    Am Besten ausdrucken und mitnehmen, falls einer bockt;)


    Hoffe, ihr kommt alle doch irgendwie gut zurecht8)