ich habe im vorfeld der OP nach näheren infos dazu gesucht und - zu meiner überraschung - die klassifikation der implantation als “minimalinvasiv” gefunden, an mehreren stellen. dann erzählte mir eine freundin, dass ihre hüft-OP inklusive einsetzen eines neues gelenks auch als minimalinvasiv gilt. maßstab ist wohl nur die größe des hautschnitts. wobei der bei besagter hüftoperation soo klein nun auch wieder nicht war.
Hallo Reisender!
Bei einem Gelenkersatz der Hüfte wird bei einer minimalinvasiven Operation ein anteriorer Zugang gewählt. Anterior - (von) vorne. Bei der klassischen Hüft TEP wird ein seitlicher Schnitt/Zugang gewählt. Bei dem anterioren (minimalinvasiven) Zugang wird deutlich weniger Gewebe „geschnitten“. Die Patienten kommen wesentlich schneller wieder auf die Beine und haben postoperativ deutlich weniger Schmerzen. Die Länge des Hautschnitts spielt dabei eigentlich eine untergeordnete Rolle.
Ebenso würde ich das bei der Cochlea Implantation sehen. Ob der Schnitt 2,5 oder 5 cm lang ist, lässt keine relevanten Rückschlüsse auf die postoperativen Schmerzen zu. Die Hautnerven sind eh durchtrennt und machen demzufolge keine Schmerzen.
Mit freundlichen Grüßen
Thomas