Posts by Kriplex

    Hallo,


    mir wurde im März wegen Bakterieinfektion aus Sicherheitsgründen mein CI entfernt worden weil dieser auch verseucht war. Nur die Elektroden wurden dringelassen um Platzerhalt zu sichern.

    Nun stehe ich vor einer Reimplantation im nächsten Monat (Termin steht noch nicht fest). Da ich in der Probezeit war habe ich den Job auch gleich verloren, mein Chef wollte keinen Gehörlosen haben. Nun kann ich derzeit auch gar nicht richtig suchen, weil viele Personalvermittler nicht zutrauen und auch gleich diskriminieren. Aussagen wie "Komm wenn Du wieder normal hörst, dann helfe ich Dir gerne" so in der Richtung andere ignorieren halt wenn man den Sachverhalt schildert.

    Jetzt mache ich mir sehr viel Gedanken wie schnell ich zu alter Stärke zurückkehre. Ich bin schon fast 50 Jahre alt, danach wird es sehr schwierig sein einen neuen Job zu finden.

    Nun meine Fragen..

    Bekomme ich die Erstanpassung wieder nach 4 Wochen und dann wieder die komischen Geräusche ohne Sprache?

    Mein Sprachprozessor war ganz neu (nicht älter als 1 Jahr), da das alte schon 10 Jahr alt war. Kann ich diesen benutzen oder bekomme ich das gleiche Stück erneut ?

    Werde ich genauso gut hören wie bei der Erstimplantation?

    Wie lange muss ich rechnen bis ich wieder gut höre. Meiner war damals so zwischen 2-3 Monate glaub ich nach der OP. Muss ich genausoviel Zeit nehmen um wieder bei der Jobsuche aktiv zu werden?

    Hallo zusammen,

    habe von einem Bekannten erfahren, dass LVR Köln an Hörbehinderte/Gehörlose ein Schreiben verteilt.

    Ich habe selbst noch nicht erhalten, es überrascht mich.

    Es wird gefragt, ob man zwecks Verbesserung der Hörfähigkeit am Ohr operiert wurde?

    Wenn ja, soll man das Operationsdatum nennen und den Befund beilegen.

    Habt Ihr solche Schreiben erhalten? Ich hoffe, die fordern das ganze Gehörlosengeld seit der Operation nicht alles zurück.. Man versucht ja wieder am falschen Hebel Geld zu sparen...

    So jetzt bin ich mal an der Reihe...

    vorab möchte ich erwähnen, dass ich kein Schönredner bzw.. tolle Geschichtenerzähler bin wie mancher aus Ci-Kreis.

    Ich fasse einfach mal kurz und bündig mit Fakten die ich erzielt habe. Wie ein CI Erstanpassung abläuft wurde schon genügend erzählt.
    Bin ja auch kein Super-Überzeugend-Erzähler ... lach..

    1. Anpassung (1. Tag)

    Übergabe des grossen Koffers, sowie Einführung zum CI. Mir wurde alles beigebracht wie ich den SP bzw. FB zu bedienen habe.
    Hatte einen Nucleus 6 (CP920) mit einem Magnet (Stufe 5) sowie einen Fernbedienung (CR230) bekommen.
    In dem Koffer waren einige Zubehören bzw. Ersatzteile enthalten.

    Bin mit dem leistesten Einstellung der SP nach Hause gegangen.

    2. Anpassung (2. Tag)

    Meine Hörschwelle sah nach einem Zickzack-Schema zwischen 45 und 60db aus.

    Zahlentest:
    55db: 30%
    65db: 40%
    80db: 30%

    Silbentest wurde nicht gemacht.


    3. Anpassung (7. Tag)

    Meine Hörschwelle lag bei allen Frequenzen zwischen 15-30db.

    Zahlentest: bei 45db hatte ich 60% verstanden.
    Silbentest: bei 65 db 35%, bei 80db 30% verstanden.

    4. Anpassung (16. Tag)

    Hörschwelle: bei 30 db, -2 bzw. +2db abweichungen in den anderen Frequenzen.. grob gesagt 30db.

    Zahlen:
    35db = 20%
    45db = 80%
    55db = 100%

    Silben:
    55db = 40%
    65db = 70%
    80db = 50%

    5. Anpassung (30. Tag)

    Meine Hörschwelle blieb stabil bei 30db. Hat sich nicht verändert, man war mit dieser Entwicklung zufrieden. Es sollte auch so bleiben.

    Ich hatte an diesem Tag zwei Hörtests durchlaufen lassen, da ich bei lauten Tönen unsicher war bei welchem Programm ich besser hörte.
    Bei dem normalen Programm hatte ich bei 80 db einen Sprachverständnis von 70%, bei 65db hatte ich einen Sprachverständnis von 95%.
    Zahlentest wurde nicht gemacht.


    Zur Vergleich vor der Operation:

    Hörschwelle mit HG links zwischen 35 und 60 , rechts zwischen 45 und 60. (Zick Zack)

    Sprachverständnis am (CI-Ohr)
    65db = 10%
    80 db = 25%

    ohne HG ebenfalls bei 100 bzw. 110 db nur 20%

    Prognose vom Prof war, dass ich nach der Operation vielleicht 40-45% Sprachverständnis (aufgrund seit Geburt erlangtem Taubheitsgrenzend SH) erlangen könnte. Man wollte auch keinen grossen Hoffnung machen, den Rest könnte man angeblich erraten. Ich war trotz der minimalen Prognose einverstanden, hatte mich unters Messer begeben. Hatte nichts zu verlieren.

    Mein Tinnitus hat sich nach der Erstanpassung 1-2 Wochen später verändert. Die Tonlage bzw. der Klang hat sich verändert und auch die Lautstärke. Es ist nicht mehr so schlimm wie vor der CI Anpassung (Gott Sei Dank!).. aber nach wie vor noch da.. ich hoffe das zumindest in den nächsten Monaten komplett gradual verschwindet. Ich spüre dass sich was verändert, ich hatte Tage erlebt dass ich ohne TT geschlafen habe aber auch zufällig Tage erlebt dass ich an dem anderen Ohr ebenfalls TT wahrgenommen habe. Wahrscheinlich könnte hierfür der Grund sein, dass ich in den ersten zwei Wochen der Anpassung den Hörgerät abgelegt habe damit ich auf das CI konzentrieren konnte. Also musste ich wieder das HG tragen um wenigtens kein TT zu hören. Ich bin mit der starken TT zum ersten Hörtest gegangen, was auch an den ersten beiden Hörschwellen bemerkbar machte (ich konnte die Töne nicht unterscheiden.)

    Fazit... ich bin mit dieser Entwicklung voll zufrieden. Es hätte schlimmer sein können. Einzig mit der Magnet habe ich noch meine Probleme.. die Magnetstufe 5 reicht nicht aus. Ein noch stärkeres Magnet wurde bestellt.. der hält besser als der mit Stufe 5. Hatte das Teil im Klinik von dem Nucleus 5 ausprobiert.
    Immer wenn ich Kapuze tragen will oder auch nach hinten hinlegen möchte fällt der Magnet ab bzw. wenn ich meinen Kopf verdrehe geht die Verbindung verloren.
    Ich kann beim Hinlegen wenigtens auf die andere Seite abweichen.. aber was wenn ich im Zukunft auch auf der anderen Seite ein CI hab??

    Auf der Arbeit ist mir der Magnet beim Treppensteigen abgefallen und der hat den SP mit auf die Reise genommen. Aus 4 Metern ist mein SP unbeschadet davongekommen. Einzig den Winkel konnte ich nicht wieder finden. Zum Glück funktionierte alles wieder. Respekt für das Teil. Ein normales HG wäre in dem Fall kaputt gewesen.
    Ein Ersatzwinkel wartete trotzdem zuhause auf mich ;)

    Um dieses Problem vorzubeugen, hatte ich meinen alten Ohrpassstück angeschlossen. Seitdem fällt der nicht mehr so leichtsinnig ab, nur die Verbindung geht zwischendurch mal verloren wegen der Magnet (der fällt ab und zu mal ab). Ein Bekannter von mir hatte im Bus einen anderen CI-Träger gesehen und hatte mir davon berichtet dass der Typ die Magnetstelle wegrasiert hatte und darin das Magnet befand. Vom Aussen sah man den Magnet nicht. Ich werde mir sowas auch anrichten lassen. Noch hab ich zuwenig Haare.

    Natürlich würde ich jetzt trotz alledem sagen.. warum hatte ich die OP nicht früher gemacht ??
    Die Prognose von der Prof. mit 40% Sprachverständnis wurde bereits mit der vierten Anpassung erreicht. Nach diesem Ergebnis hatte ich meine Erwartungen überzogen hoch gestellt. Mein Ziel jetzt.. auch unter Störbedingen und auch im reinen Alltag mehr als 80% zu verstehen. Noch habe ich im Alltag meine Probleme... jeden Tag gibts Neues zu entdecken bzw. Fortschritte zu machen. Meine Familie muss auch nicht mehr 5-6 x wiederholen bzw. danach aufgeben.

    Ich würde jeden Gehörlosen bzw. Spätertaubten ans Herz legen (insofern im normalhörenden Umfeld aufgewachsen) die VU zu machen.

    Wenn ich das derzeit alles richtig verstehe, unterstützen die neuen Cochlear SP CP910/920 eigentlich nicht unmittelbar, eigenständig Bluetooth (so wie z.B. ein Handy-Headset) was sich vermutlich CI-Träger erhofft haben, sondern es ist weiterhin ein Umweg über Zwischen-/Zusatzgeräte erforderlich wenn Handy/MP3/TV via Bluetooth an den SP drahtlos angeschlossen werden sollen :( . Ist das so?


    LG
    Norbert d(^_^)b

    Korrekt, du hast eindrucksvoll bezeichnet. Es ist kein vollbluetoothfähiges Gerät, was man bei vielen Geräten gewohnt ist. Ohne Adapter kommst Du hier nicht weiter.
    Der einzige Vorteil hier ist, dass Du keine Schleife (wie CM-BT oder ähnliches) um den Hals tragen brauchst sowie keine Audioschuhen zum Tragen kommt. Diesen Zusatzkomponent so wie ich das verstehe legst Du einfach in unmittelbarer Nähe des Gerätes z.b. neben TV und dann anhand dieser Komponent wird der Bluetooth-Verbindung zum SP hergestellt.. allerdings muss der auch zum SP in der Nähe sein (maximal 2 Meter Abstand) darüber hinaus geht die drahtlose Verbindung verloren. Ich weiss nur nicht, ob der Zusatzkomponent eine weitere Reichweite hat.

    Im Benutzerhandbuch steht nichts von den Tasten.

    Ein vollbluetoothfähiges Gerät wäre ein Meilenstein.

    d(^_^)b

    so toll ist das Gimmick auch nicht. Man braucht für den Anschluss einen Sender..

    Schau mal hier , so sehen die GNResound Wireless-Komponente aus.
    Ohne diese Zusatzkomponente wird das Wireless Funktionalität trotz der Softwareupdate nichts funktionieren. Man muss ja irgendwie mit einem anderen Gerät zuerst mit FB koppeln,
    ob das an dem Prozessor machbar ist, wage ich zu bezweifeln.

    Ich hatte bei einem Tagung den Cochlear Mitarbeiter bezüglich dieser Thema angesprochen, die Dame wusste leider herzlich wenig. Fest steht, ohne dieses Teil funktioniert nichts.

    Dankeschön. Tolles Erfahrungsbericht..

    Um klarzustellen.. den CP920 gibt es bereits schon. Ich trage selbst einen CP920, der CP910 war mir ein Stückchen zu gross und wer zum Teufel will soviele Kabel anschliessen? Ich hab ja den Kabel zu einem Magnet, das reicht.
    Der einzige Nachteil ist, dass man bis zur Softwareupdate (spätestens Sommer 2014) warten muss, um in den Genuss der Wireless/Bluetooth zu kommen.

    Bis dahin kann man einen Bluetooth-Adapter ala CM-BT 2 von Humantechnik benutzen.

    Dass mit der Telefonspule habe ich auch in Erfahrung bringen können.. bei einem Seminar hat man uns gesagt wir können unseren T einschalten. Es war mir unklar, warum der Klang besser war als ich meinen Kopf rechts verdrehte. Nachdem Seminar kurz dem Techniker nachgefragt warum das so ist.. Der Nachteil ist leider mit der N6 weiterhin vorhanden, dass man den Prozessor verdrehen muss um in den Genuss der Induktion zu kommen.

    bestager

    Das was Du beschrieben hast, existiert bei vielen Hörgeschädigten. Dazu gab es auch einen wissenschaftlichen Anwort. Kann leider den Bericht nicht ausfindig machen.

    Ich hatte früher fotographisches Gedächtnis falls ich mich konzentrierte.. aber danach ging mein Gedächtnis langsam bergab so Ende 20 Jahre.. mittlerweile kann ich mir viele Dinge wenn ich es täglich nicht mehr anwende nicht mehr erinnern. Namen, Pin Nummern, oder auch sehr häufig was ich gestern gesagt habe etc..
    ich weiss es wirklich nicht ob das dem Tinnitus zu zuführen ist, aber das ist nicht mehr lustig. Vorgestern konnte ich mir mein Pin am Geldautomat nicht merken (musste in meinem Handy nachschauen), und mit dieser Pin hatte ich mehr als hundertmal am GA Geld abgehoben. Wörter die ich tagtäglich benutze, kommen ja auch manchmal nicht in den Vordergrund.. ich denke.. was war das für ein Wort.. fiel mir nichts ein.. Wörter die ich tausendmal gehört, gelesen oder gesagt habe.. meistens merke ich immer nachher, warum habe ich was falsches gesagt und was war falsch welches Wort war es etc.. und das wirkt in meiner Sprachfassung sowohl beim Schreiben und auch beim Reden auffällig. Neurologisches Befund war unauffäälig.. Man empfahl mir ein psychologisches Test.

    Du hast Kinder ?

    Ich habe auch 2, inzwischen erwachsene Kinder.

    Den Mist, den ich mit den Ohren habe, habe ich auch noch vererbt.

    Bei meinem ältesten Sohn, 24 Jahre alt, geht es jetzt auch mit dem Tinnitus los, ihn beeinträchtigt das zunehmend bei der Arbeit.

    Bei mir hat die Hörverschlechterung auch mit 24 und der Tinnitus losgelegt.

    Ja, zwei Jugendliche und ein Kind..
    Bis auf meine Schwester hat keiner in meinem Verwandschaftskreis diese Beschwerden und ich hoffe das bleibt auch so.
    Ich würde keinem zumuten, was ich so in meinem Leben erlebt habe.
    Die Hörstörung hatte ich seit dem Geburt, ob ich den TT auch im Kindesalter hatte kann ich leider nicht mehr erinnern.
    Was ich erinnern konnte war es vor zehn Jahren (mittlerweile bin ich 38 ) als mein Hörverlust noch schlechter wurde.
    dann gerne auch wegen der Gedächnisverlust

    Ich werd mal den EA abwarten und dann schauen ob der TT verschwindet.. Wenn nicht, dann lasse ich danach zu einem Psychologen einweisen. Die brauche ich so oder so wegen Gedächtnisverlust (der Neurologe kann es nicht erklären, da alles in Ordnung!!), es müsste durch die Beratung festgestellt werden. Aber mein Antrag ist noch nicht durch.
    Ich würde danach als Doppelpaket die psychologische Beratung nehmen.

    Bei einem GdB von 80 ist der Tinnitus schon eingerechnet. Wer einen besonders starken Tinnitus hat muss den natürlich attestiert bekommen. Da nicht der Tinnitus den GdB erhöht, sondern die Begleiterscheinungen die der Tinnitus hervorruft, benötigt man zu höheren Bewertung ein Attest von Facharzt. Das ist in dem Fall aber nicht der HNO. Die Begleiterscheinungen muss der Neurologe bescheinigen.


    Ich war vor zwei Jahren wegen Burnout und dieses Jahr wegen Boreout bei einem Neurologen gewesen und hatte wegen Tinnitus mal angesprochen. Ich hatte keinen klaren Definition bekommen. Ausserdem ist es fragwürdig .. welcher Arzt der richtige Ansprechpartner hierfür ist. Neurologen? Psychologe? Psychiater? Welcher Arzt ??
    Jeder erzählt dass er bei jenem Arzt war.


    bestager, bei mir ist auch nach dem OP immer da.. wie Du ändert sich im Laufe des Tages der Rhytmus und Tonlagen... bei stress, lautsprechen wird das unerträglich laut.
    Vor der OP war der Tinnitus auch da, aber nicht durchgehend.. wenn ich hatte konnte ich auch nicht schlafen. Agressiv werde ich leider auch.. und ich sage meinem Kinder auch dass man mich nicht provozieren soll.. nicht einfach

    Wie hast Du dann ohne Gutachten durch Neurologen /psychologen etc.. dann anerkannt bekommen?

    Hallo Kriplex,
    was sind 24/7 Tinnitus? Aber wichtiger als die Antwort ist, dass es bei dir trotz der langen Zeit auch mal wieder besser wird. Geb die Hoffnung nicht auf!
    Gruß Norbert

    24/7 = 24 Stunden 7 Tage also quasi nonstop !!!
    Ich habe kein Problem wenn ich mal zwischenzeitlich Tinnitus habe egal wie laut, damit habe ich in den letzen Jahren schon abgefunden.
    Aber dass ich jetzt nonstop habe, quält mich schon.. Ich kann nicht mal laut reden oder wütend werden, dann wird das echoartig sehr laut. Ich muss einfach sehr viel Ruhe haben, aber wie lange noch?

    In drei Tagen habe ich meine Erstanpassung und ich hoffe aber dass der Tinnitus dann verschwindet ansonsten wird mein TT erstmal ambulant weiterbehandelt.


    Franzi, kann man das nicht bei der Anpassung die Töne messen? Ich finde wenn ich ein CI habe und die Töne wahrnehme, dann kann ich definitiv sagen welche Töne lauter ankommen. Natürlich ist das eine Frage ob der TT während der Anpassung wahrgenommen wird. Bei mir sieht so aus, dass ich in meiner EA schon messen kann..
    Bei meinem VU konnte ich nicht messen, da zum Zeitpunkt der Hörtest kein TT vorhanden war.

    Von den Behörden Ratschläge holen halte ich sinnlos. Es hängt auch von den Mitarbeitern ab.
    Damals hatte ich rückwirkende Klage meines Gdb 80 ab dem 18 LJ eingereicht und zudem Zeitpunkt auch Tinnitusbeschwerden mitangegeben.

    Der Arzt hatte mich gefragt, seit wann ich die Beschwerden habe. Ich daraufhin, mehr als 10 Jahren. Der Arzt ist zugleich auch Psychologe bzw. Gutachter meinte die Heilungsschancen sind sehr schlecht bzw. keine Chance da chronisch. Die Therapien würden da nichts helfen. Ich hatte nur ein Audiogramm wo Tinnitus gemessen worden ist. Das reichte aber nicht..
    Es würde vielleicht nur ein Gutachten (mit Krankenanamnese etc.) helfen, den ich aber aus der Tasche bezahlen musste und es war auch keine Garantie beim Gericht. Nur das Gutachten welches vom Amtsgericht angeordnet wird hätte Aussagungskraft, aber dazu kam es leider nicht. Und bei den Psychologen Termine zu kriegen ist verdammt schwer und ganz zu geschweigen ob dies von der KK übernommen wird. Ich hatte von meiner Situation geschildert, allenfalls reichte dies aber nicht und man würde mir 10 Gdb geben und dies hätte keine Veränderung meiner Gdb usw..

    Bis jetzt habe ich lange überlegt, wie soll ich , wohin soll ich gehen um wenigtens anerkannt zu haben?? Wenn man 10 Jahre + Beschwerden hat. Damals dachte ich, es lag an meiner Hörstörung und dass viele Hörbehinderte auch haben ging ich davon aus dass es normal ist und hätte keine Auswirkungen.

    Nach meiner OP habe ich 24/7 lauten Tinnitus der im Gegensatz zu früher gar nichts verschwindet und ich sogar wegen Cortison stationär behandelt wurde.
    Der Unterschiede zwischen früher, wenn ich zeitweise Tinnitus hatte war der Hochton mit Schlafstörungen, Depressionen etc.. jetzt Tinnitus Tiefton mit Konzentrationsschwäche..
    ich weiss wirklich nicht welche seelische Sorgen zu welchem Krankheit zugeordnet wird. Wenn ich zu einem Psychologen gehen müsste, dann würde eine allgemeiine sein da es viele andere Sachen gibt auf die ich dringend angewiesen bin wie Gedächtnisverlust (auf die sonst keiner diagnostizieren kann)

    Hallo zusammen,

    hätte mal hier eine Verständnisfrage.. in den Anhaltspunkten steht dass bei bleibenden Hörstörung der Tinnitus zusätzlich bewertet wird.

    Kann jemand bitte hier fachsimpeln?

    Ich verzichte erstmal darauf die WHO Schweregrade.

    Meine Frage würde an die Leute besser richten, die bereits mit Hörstörung alleine 80 Gdb haben und mit Tinnitus höher.

    Habt Ihr den Tinnitus ohne seelische Störungen anerkannt bekommen? Was habt Ihr vorgelegt? Welche Nachweise habt Ihr erbracht?

    Danke

    Hab mittlerweile das Schreiben vom MDK erhalten, da steht was dass die Sprachverständigungsmessungen nicht nachgewiesen worden sind. Deswegen wurde die Versorgung abgelehnt.
    Bei Bedarf kann eine ambulante logoädische Behandlung nach SP4 durchgeführt werden. Was ist das??

    Vielleicht müsste man die Erstanpassungen abwarten und anschliessend neu beantragen oder? Ausserdem habe ich irgendwo gelesen, dass man mit einer Überweisung zu jeder Anpassung manuell gehen kann? Wisst Ihr was darüber?

    Ja, 2001 ist korrekt, hatte verschrieben.

    Wenn andere Behinderungen berücksichtigt werden, stehen diese ebenso im Bescheid. Allerdings stehen die einzelnen Gdb-Werte nicht drin.
    Du kannst bei der zuständigen Stelle die Ansicht der Akten beantragen und selbst nachschauen wie die einzelnen Gdb-Werte ermittelt sind.
    Generell ist es so, dass man bei den zweiten Behinderung von 50% ausgeht (wird die Hälfte berechnet.). wenn die 2.te Behinderung einen 20 Gdb aufweist, dann wird 10 gdb aufgerechnet, bei weiteren Behinderungen ein drittel usw.. in vielen Behinderungen wo Du auf 10 Gdb Anspruch hast wird gar nicht aufaddiert.. das ist halt kompliziert.

    Am Einfachsten ist die einzelnen Werte rausfinden, wie die berechnet haben und prüfen ob die einzelnen Gdb Werte richtig sind und bei falschen Werten auf Erhöhung einklagen.

    Ich hatte z.b. bei Diabetes damals 20 Gdb bekommen, welches mit 10 Gdb aufaddiert worden ist. Aktuell stünde mir 40 Gdb zu, die Hälfte würde 20 Gdb als zweitgrosse Behinderung ausmachen und darum werde ich bald auch einen Verschlechterungsantrag stellen und hoffen dass ich dann 100 Gdb kriege.

    Soviel ich weiss geht es hier um den grün-orangen ausweis, da geht es sogar ab 50 gdb mit bestimmten Merkzeichen ..

    Jeder zahlt den Jahresgebühr wegen Verwaltungsaufwand. Nur die einkommensschwache Personen kriegen den Beiblatt kostenlos.

    Ich habe damals sogar mit 70 Gdb den orange-grünen ausweis bekommen , allerdings hatte ich früher das Merkzeichen "Gehörlos".