Posts by JND

    Hi Theodor,

    die Untertitel verstecken sich hinter den drei Punkten, die "... " Schaltflaeche, neben der für die Emojis.

    (Jedenfalls auf der normalen Skype version, bei Skype für Business habe ich keine Ahnung, da ich immer wieder Probleme damit habe.)


    Untertitelung bei Skype ist ok, manchmal tauchen die mit etwas Verzögerung auf, Teams oder Live Transcribe sind besser.

    Für Englisch sind die Untertitel sehr gut und erreichen sogar live captioning qualität. Akzente gehen auch, aber es kommt ab und zu zu Wortverwechselungen, mit etwas Kontext ist das aber nicht schlimm. Aber alle unterschiedlichen Systeme setzen einen ordentliche Soundqualität vorraus, d.h. externen Headsets, oder Bluetooth Kopfhörer mit eingebautem Mikrofon.


    https://connect-hear.com/ eine (englischen) Übersichtseite zum Thema Untertitelung.


    Schöne Grüße,

    JND

    Bei Skype müssen die Teilnehmer am Telefonat Untertitel selbst aktivieren, damit andere ihre Untertitle sehen. Wenn du bei dir die Untertitel aktivierst, sehen die Teilnehmer am Telefonat Untertitel für deine Stimme.

    Wenn du also einTelefonat mit mehreren Personen führst, bitte jeden einzeln ansprechen, doch bitte die Untertitel zu aktivieren.

    Untertitelung funktioniert am Besten mit externen Mikrofonen.


    Wenn das zu aufwendig ist: Smartphone mit Live Transcribe neben die Lautsprecherboxen stellen.

    Hallo zusammen,


    wie wäre es mit einem im-Ohr-Kopfhörer für das normalhörende Ohr? Der zweite im-Ohr Kopfhörer wird dann einfach aufgerollt und stört so nicht.

    Und für den Anschluss ans Smartphone würde ich statt einem Doppelstecker (mit 2xStereo) lieber einen y-Adapter von 1x Stereo auf 2x Mono empfehlen, damit auch der Raumklang richtig übertragen wird (Rechter Kanal auf rechtes Ohr, Linker Kanal auf Linkes Ohr).Beispielkabel Dann wird das Gehirn auch mit der räumlichen Orientierung beim Hörbuch hören gefordert;).


    Schöne Grüße,

    JND

    Hallo bestager,


    ich kann leider nicht alle Fragen beantworten, aber einige:

    Im Datalogging (auf dem Sprachprozessor) wird folgendes gespeichert:

    - durchnittliche tägliche Tragedauer (an und aus, zusätzlich ob Spule ab war oder nicht)

    - Eingestellte Sensivität und Lautstärke (Volume)

    - Welche Programme durchnittlich pro Tag wie lange benutzt werden

    - Ob Zusatzgeräte benutzt wurden (Telefonspule, MiniMic, FM-Anlage usw)

    - Welche akustische Szene (Ruhe, Musik, Sprache im Störgeräusch usw.) wie häufig im SCAN-Programm detektiert wurde


    Quelle (in Englisch)


    Bezüglich App weiß ich leider auch nicht mehr, und bezüglich pseudonymisiert/anonymisiert: Je mehr CI-Träger es gibt, desto anonymer werden die Daten...


    Schöne Grüße,

    JND

    Hallo zusammen,


    es ist nicht schlimm, wenn einige der Elektroden abgeschaltet werden, weil diese zu schmerzhafter Stimulation oder eher ein "Fühl"-Empfindung als eine Tonempfindung auslösen. Es gibt mehrere wissenschaftliche Studien, die gezeigt haben, dass dadurch sich sogar das Sprachverständnis verbessern kann (Beispiel hier).


    @caseyblue: Du gibt in deiner Signatur an, dass du auf dem CI-Ohr seit mehr als 40 Jahren taub bist. Dies hat sicherlich einen Einfluss auf das Sprachverständnis mit CI, in Richtung dass es häufig länger dauert, bis ein Sprachverständnis erzielt wird.
    Dein Gehirn hat über Jahrzehnte nur das spontane Feuern deines Hörnervens mitbekommen. Und jetzt kommt über das CI eine ganz andere Information an, und dazu noch an einer anderen Stelle in der Cochlea als gaanz früher gewohnt. Das dauert seine Zeit.
    Dennoch kannst du versuchen, diesen Prozess zu unterstützen: Deine Audiologen können messen, wie der Hörnerv antwortet auf eine Stimulation. Je nachdem, ob der Hörnerv auf diese oder jene Elektrode gut oder schlecht oder gar nicht antwortet, kann die Einstellung
    des CIs geändert werden. Die meiste Erfahrung mit dieser Art der Programmierung haben in den Kliniken, die Audiologen, die Babys/Kleinkinder einstellen.
    Eine andere Sache, die du trainieren könntest: Akustisches Kurzzeitgedächtnis: Sätze vor sich hinsprechen, dann nochmals wiederholen, auch mal rückwärts probieren usw.


    Bezüglich Test, ab welcher Frequenz was gehört wird: Ich finde es nett, das einmal auszutesten, den Nutzen für die Anpassung des CIs sehe ich aber nicht. Das einzige wofür ich es als sinnvoll ansehe, ist eine Kontrolle, ob sich das Lautheitsempfinden/die Hörschwelle jetzt groß geändert hat. Verlangt natürlich,
    dass immer die gleiche Lautstärke vom PC abgespielt wird (Lässt sich auch über die Fernbedienung von Cochlear herausfinden, das hat eine eingebauten "Schallpegelmesser").


    Ich persönlich lasse meine CI-Einstellungen ziemlich unverändert seit x Jahren. Das einzige was sich bei mir mal ändert sind einige "Features" wie Störgeräuschunterdrückung leicht anders und so, aber die Hörschwelle und die maximale Lautheit sowie die Anzahl der aktivierten Elektroden bleibt (noch) konstant. Mit den ganzen "Features" habe ich bereits genug zu austesten, da brauche ich nicht auch noch mehr einstellbare Sachen dazu...


    bestager: Eine höhere Pulsrate bringt nicht automatisch eine besseres Sprachverständlichkeit: Je mehr Pulse generiert werden, desto häufiger wird der Hörnerv stimuliert. Wie jeder Nerv kann eine einzelne Nervenfaser aber nicht unendlich oft "feuern", sondern braucht nach einem Feuern eine gewisse Zeit, bis wieder gefeuert werden kann. Das Sprachverständnis im Störlärm hängt davon ab, wie gut die Sprache übertragen wird. Eine höhere Pulsrate kann zwar prinzipiell mehr Details der Sprache übertragen, aber bei einem Sprach und Störgeräuschemix wird auch mehr Störgeräusch übertragen, was den Gewinn durch feinerer zeitliche Auflösung wieder rückgängig machen kann (Technischer: Der Signal-zu-Störgeräuschpegel am auditorischen Nerv muss besser sein, um eine Sprachverständlichkeitsverbesserung hinzukriegen). Mit ein Grund, warum Störgeräuschunterdrückungsalgorithmen so erfolgreich sind in CI-Trägern.


    Schöne Grüße,
    JND

    Hallo Katja_S,


    es kann auch an den Hinweistönen liegen. Es gibt zwei davon (die meistens auf unterschiedliche Elektroden eingestellt werden) 1x welche für Program-Hinweistöne und 1x welche für Batterie leer.
    Diese Hinweistöne sind zusätzlich zu den Blinklichtern. Mittels Fernbedienung lassen sie sich ein/ausstellen. Die Lautstärke der Hinweistöne kann bei der CI-Anpassung verändert werden. Ich hatte einmal zu laute Hinweistöne, wenn die Batterien zuende waren.
    Dein Sohn hört diese Hinweistöne auch nur dann, wenn die Spule am Kopf ist, wenn umgeschaltet wird.


    Schöne Grüße,
    JND

    Hallo zusammen,


    Hier, S. 94 findet sich eine Zusammenfassung einer Studie aus Hannover, die diese schnelle Aktivierung untersucht hat.


    Vorteile nach der Studie:
    - Früheres Höhren mit CI
    - Verringerte elektrische Impedanzen, da weniger Bindegewebe sich um den Elektrodenträger bilden kann


    Nachteile nach der Studie:
    - Magnet muss richtig gewählt werden (Gewebeschwellung durch OP)
    - Evtl. längere Wundheilung, da der Sprachprozessor getragen wird
    - Wird nicht empfohlen für Patienten mit Restgehör auf der implantierten Seite.


    Insgesamt also etwas geringe Vorteile, wobei es sicherlich Leute gibt, die von der schnellen Aktivierung profitieren, z.B. Leute, wo sehr hohe Impedanzen erwartet werden (z.B. Verknöcherung der Schnecke). Allerdings muss natürlich die Wundheilung und die richtige Magnetstärke laufend beobachtet/kontrolliert werden.


    Schöne Grüße,
    JND

    Hallo,


    im Prinzip wüsste ich nichts, was gegen zwei unterschiedliche CI-Hersteller sprechen würde. Es ist sehr wahrscheinlich, dass du mit beiden Ohren Sprache verstehen wirst. Außerdem ist die Verwechselungsgefahr zwischem rechten und linkem Gerät geringer;)
    Ich will nur auf einige Aspekte eingehen, die negativ sind:
    - Immer zwei Fernbedienungen rumschleppen
    - CIs werden nicht immer auf das Gleiche hören
    - Programme wechseln erfordert immer aufwendiges zuerst das eine Ohr und dann das andere.
    - Über FM/Bluetooth/Telespule/Zubehör deiner Wahl wird es sehr kompliziert werden alles anzuschliessen (Y-Adapter für jeden Audioausgang und dann jeweils zwei weitere Anschlüsse...)
    - Die Entwicklung der CIs geht dahin, die beiden CIs miteinander zu koppeln. Bei Hörgeräten hat dies zu sehr großen Verbesserungen geführt. Bei CIs sind die Erwartungen daher ebenfalls sehr gross. Bislang ist da der limitierende Faktor aber der Stromverbrauch, der bei CIs noch x-mal höher ist als bei Hörgeräten. Wenn man nun CIs von zwei unterschiedlichen Herstellern hat, steht man im Regen, da diese Koppelungstechniken Zugriff auf beide Mikrofone/Signale von rechtem und linkem Ohr brauchen um zu funktionieren. Nur mit einem CI sind diese Techniken nicht möglich oder einfach zu ineffektiv.


    Gerade, da du noch jung bist und es sehr wahrscheinlich ist, dass die Implantate noch die nächsten x Jahren arbeiten werden, würde ich von zwei unterschiedlichen CI-Herstellern abraten.
    Den Durchbruch bei der Implantattechnolgie gibt es derzeit nicht, noch haben die Sprachprozessoren Reserven, die noch nicht ausgeschöpft sind (siehe oben).


    Schöne Grüße,
    JND


    Nachtrag: Habe zu lange zum Schreiben gebraucht, noch kurz was zu den Elektroden/Cochlear Bluetooth:
    Elektroden: Cochlear hat 22 Elektroden (mehr als Med EL), allerdings kürzere Elektrodenträger als Med EL. Cochlear kann nicht alle Elektroden gleichzeitig ansteuern, Med El dagegen schon.
    Cochlear Bluetooth: Internes Mikrofon ist deaktivierbar, per Fernbedienung. Es gibt für die Tasten am Sprachprozessor auch einen erweiterten Bedienmodus, allerdings kann man hier das Mischungsverhältnis nicht einstellen, sondern nur Sensitivität/Lautstärke und die Programme. Ansonsten gefällt mir die Bluetooth-Lösung sehr gut. Audioqualität ist gut und reichweite für mich auch gut. Kann den Telefonclip einfach im Rucksack eingestellt lassen und dann sendet das Smartphone automatisch jeden Sound an das CI. Ein Glück, dass ich das in der Schule/im Studium nicht hatte, sonst wäre das wohl nichts geworden;)

    Hallo,


    um nochmals auf die Ausgangsfrage zurückzukommen, welche CI/HG-Kombi derzeit technisch zu empfehlen ist.


    Meinem Kenntnisstand zufolge ist derzeit die Kombination Advanced Bionics und Phonak Hgs die technisch fortgeschrittenste. Setzt allerdings voraus, dass der Klang von den Phonak-Hörgeräten auch akzeptiert wird. Wenn also bereits Phonak-Hörgeräte getragen wird, würde ich zu AB raten. Hier kann das Zusammenspiel zwischen den Ohren (HG-Seite und CI-Seite) am einfachsten eingestellt werden (Sowohl vom Akustiker als auch vom CI-Techniker).
    Es ist bei den anderen CI-Herstellern natürlich auch möglich ein Hörgerät auf der anderen Seite zu tragen, allerdings lassen sich dann Sachen wie die Regelungszeit des CIs und des Hörgerätes nur getrennt voneinander einstellen. Cochlear plant mit GNResound weiter zu kooperieren. Oticon Medical (ehemals Neurelec, wird hier in Deutschland aber nur sehr wenig implantiert) kooperiert mit Oticon, bei Med El weiß ich nicht, ob eine Kooperation mit einem Hörgerätehersteller ansteht. Außer AB hat derzeit also kein Hersteller die Kombination von Hörgerät und CI explizit im Angebot.


    Bezüglich Sprachverstehen mit dem CI: Wenn alle CI-Träger in einem Topf geworfen werden und das Sprachverstehen vor dem CI und 1-2 Jahre nach der CI-Operation verglichen werden, zeigt sich im Mittelwert eine Verbesserung der Sprachverständlichkeit. Allerdings ist die Spannbreite der Ergebnisse (Varianz) extremst hoch. Es gibt CI-Träger die schlechter sind als vor der CI-Operation und welche die besser sind als der Mittelwert. Wenn die üblichen Faktoren wie Dauer des Hörverlustes, CI-Hersteller, Hörschwelle des besseren Ohres uvm. herausgerechnet werden, sinkt die Varianz gerade mal um ein Fünftel (siehe ). Es gibt also selbst bei sehr, sehr ähnlichen Hörbiographien meilenweite Unterschiede in der CI-Versorgung.


    Bezüglich Musik und Kombination Hörgerät und CI:
    Ich selbst kann diese Kombination empfehlen. Nur mit CI alleine klingt die Musik nicht so schön (langsam, Nuancen werden nicht richtig aufgelöst, auch wenn mit dem Musik-Programm vom N6 die Musik besser dargestellt wird als im Alltags/Scan-Modus, mit Hörgerät fehlen mir die Höhen aber die Kombination von Hörgerät und CI geht richtig gut:) Allerdings merke ich im Alltag auch Einschränkungen: Das Hörgerät unterstützt bei mir das CI nur, das CI ist das bessere Ohr und ich muss meine Hörtaktik dementsprechend anpassen. Also nicht mit der Hörgeräte-Seite zum Sprecher stehen usw. Dadurch, dass bei mir Hörgerät und CI nicht miteinander kommunizieren kann es im sehr lärmigen Situationen auch dazu kommen, dass das Hörgerät auf die Leute links von mir fokussiert und das CI auf die Leute rechts von mir und ich selbst verstehe weniger als mit nur einem der beiden Geräte;).


    Noch eine Frage wegen des Hörgerätes deiner Mutter: Du schreibst, dass sie manuell umschalten muss. Hat deine Mutter kein Hörgerät mit automatischem Umschalten, je nach Hörsituation? Wenn entsprechend vom Akustiker eingestellt, sind diese automatischen Programme sehr ähnlich zu den einzelnen, manuell anwählbaren Programmen.


    Hoffe die Infos helfen weiter,
    JND

    Hallo zusammen,


    dann will ich auch nochmals ein wenig was schreiben:


    - Zu den Audiobeispielen:
    Die sind als Demonstrationen gedacht, um vor allem die Insertionstiefe der Med-El Elektroden hervorzuheben.
    Sie bilden nicht die tatsächliche Wahrnehmung ab, vor allem der Lerneffekt kann nicht gut simuliert werden (CI-Reha).
    Wenn ihr zuerst "schlechte Klangqualität" hört, dann "Triformance" werdet ihr wahrscheinlich erstmal nichts verstehen, wenn ihr nach der "Triformance" wieder die "schlechte Klangqualität" hört, versteht ihr auf einmal etwas (klingt aber immer noch schräg).
    Wenn ihr jetzt aber dieses schräge Klangbild jeden Tag hört, 12+ Stunden am Tag, wird es sich irgendwann "normal" anhören (Plastizität des Gehirns).


    Zur Herstellerwahl:
    In meinen Augen sind die Hersteller alle gleich gut. Alle Techniken ermöglichen ein Verstehen in Ruhe und auch im Störgeräusch (erreichen aber keine Normalhörigkeit, sondern irgendeine Schwerhörigkeit, individuell von an Taubheit grenzend bis leichte Schwerhörigkeit).
    Bestimmte Techniken wie FineHearing, gleichzeitige Stimulation von zwei (oder mehr) Elektroden ermöglichen in Laborumgebungen bei bestimmten "künstlichen" Tönen Vorteile, aber bislang ist im Alltag keiner der Hersteller konstant so viel besser,
    dass die implantierenden Kliniken nur noch diese eine Firma implantieren.
    (Es kann allerdings auch sein, dass eine Firma derzeit konstant besser ist, die Ergebnisse aber durch die stark schwankenden individuellen Hörleistungen verdeckt werden.)


    Malaga:
    Zumindest von den zwei hier verlinkten Herstellerseiten stammen 9 von 10 Quellen aus peer-reviewten Studien der entsprechenden wissenschaftlichen Fachzeitschriften. Über die Aktualität lässt sich streiten, es dauert
    schließlich auch meherere Jahre, bis die Technik Einzug hält in den erhältlichen Prozessoren.


    Schöne Grüße,
    JND

    Hallo Bianca,


    auch von mir ein herzliches willkommen hier im Forum!


    Bitte lasst von euren Pädakustiker nochmals die Einstellung der Hörgeräte vor allem bei 2 kHz prüfen.
    Nach den pädaudiologischen Bericht wird hier eindeutig zu wenig verstärkt. Mit HG liegt die bei 50 dB HL, 10 dB über der Schwelle OHNE Hörgerät auf dem linken Ohr. Da stimmt irgendwas nicht, vor allem, wenn ihr die Werte für die höheren Frequenzen vergleicht (Hörschwelle bei 8 kHz 100+ dB und Aufblähkurve liegt bei 40 dB (Ziel sollte 30 dB sein, wen die Hörschwelle bei 100+ dB liegt, geht 40 dB Aufblähkurve auch in Ordnung)).
    Der Bereich von 1-4 kHz ist enorm wichtig fürs Sprachverstehen, die wesentlichen Unterschiede in den Vokalen liegen in diesem Bereich.
    In Ruhe kann zu wenig Verstärkung in diesem Bereich ausgeglichen werden, (durch Ergänzen und Kombinieren der Informationen aus dem tieffrequenten und hochfrequentem Bereich), aber im Störgeräusch funktioniert das nicht mehr.


    Von EAS würde ich erstmals abraten. Versucht zuerst die HG-Einstellung zu optimieren.


    Schöne Grüße,
    JND

    Hallo,


    der Frequenzbereich des N6-Systems wird von Cochlear mit 100 Hz bis 8 kHz angegeben, siehe auch S. 92 des Benutzerhandbuches für den N6:-).
    (Dieselbe Angabe gibt es auch für den Freedom und den CP810/N5).
    In den Einstellungssoftwaren stehen leicht andere Frequenzen, da diese Frequenzen aber nur die -3 dB Endpunkte der Bandpassfilter im CI angeben,
    können auch noch höhere/tiefere Frequenzen gehört werden, wenn diese laut genug sind.
    Deswegen kann Franzi z.B. auch noch einen 60 Hz Sinuston wahrnehmen:-)


    Oberhalb von ca 8 kHz ist allerdings irgendwann Schluss, weil dann die maximal mögliche digitale Frequenz erreicht ist, da die Abtastrate des CIs
    diese limitiert (Nyquist-Theorem, wer es googeln will).
    Dass ein 8 kHz Sinuston vom CI schlechter kodiert wird als ein 6 kHz Sinuston, sieht man auf häufig am Verlauf der Aufblähkurve der Tonaudiometrie. Die 8 kHz fallen hier häufig einige dB ab:)


    Konrad:
    Die neuen Frequenzen bezogen sich eher auf Schwerhörigkeiten, die vorher in dem Bereich komplett ertaubt waren.
    Bei CI mit einseitiger Taubheit ist das Hörempfinden auf der CI-Seite anders als auf der normalhörenden Seite.
    Die Leute, dich ich mit so einer Versorgung kenne, berichten von einem "dünneren, elektronisch klingenden" Klangbild.
    Dennoch kann das Gehirn beide Sinneseindrücke miteinander verbinden, obwohl es viel Training kostet (am Anfang vor allem mit Audiokabel).
    Die Trainingszeiten sind bei einseitiger Taubheit häufig sehr viel länger als bei normalen CI-Trägern. Hinzu kommt, dass der Hörgewinn
    eher bei bestimmten Situationen festgestellt wird im Alltag, wie leicht bessere Ortung von Geräuschen, bessere Ansprechbarkeit von der tauben Seite
    und häufig eine bessere Tinnitusunterdrückung.


    Schönen Abend noch,
    JND

    Hallo zusammen,


    der Frequenzbereich vom CIs geht von ca 100 Hz bis zu 8 kHz.


    Wie viele unterschiedliche "Töne" gehört werden, hängt von der Platzierung und Anzahl der aktiven Elektroden in der Cochlea,
    der überlebenden Anzahl an auditorischen Nervenzellen entlang der Cochlea, der Sprachkodierungsstrategie
    und noch von ein paar weiteren Faktoren ab:)


    Auf jeden Fall reicht das dargebotene Frequenzspektrum zum Verstehen von allen wichtigen Sprachinformationen
    (Vokalen, Konsonanten, Prosodie, Grundfrequenz) und sogar zum Musikgenuss.
    Die noch höheren Frequenzen (ab 8 kHz bis 20 kHz) enthalten fast keine Sprachinformationen, allenfalls einige musikalische Informationen,
    wobei das die letzte hörbare Oktave ist:)


    Konrad: Das "hören neu lernen" liegt unter anderem an folgenden Faktoren: a) neue Frequenzen, die vorher nicht gehört wurden,
    b) andere Frequenzkodierung (Lage der Elektroden entspricht nicht den Orten, wo die über die ELektroden übertragenen Frequenzen natürlicherweise in der Cochlea sitzen)
    c) Es wird elektrisch statt akustisch der Hörnerv gereizt. Diese Stimulierung ist u.A. sehr viel synchroner und über einen breiteren Bereich verteilt als natürlicherweise auftritt. Deswegen muss der auditorische Cortex diese
    andere Anregungsmuster erstmal verstehen und mit dem bekannten in Verbindung bringen.


    Hoffe, das bringt etwas Licht ins Dunkel,
    JND

    Cross-HG macht für als Notlösung, wenn das CI nicht geht, Sinn.


    Ansonsten würde es eher sinnvoll auf dem guten Ohr ein weiteres Mikrofon zu platzieren, dass mit dem CI-Mikrofon synchronisiert ist.
    Hätte den Vorteil, dass die Richtwirkung im Mikrofon noch stärker gemacht werden kann und so das CI etwas mehr unterstützen kann,
    da es weniger Störgeräusche einfängt.
    Das wäre aber praktisch ein Cross-HG fürs taube Ohr;-).


    Schöne Grüße,
    JND

    Hallo MaDy,


    bevor ein CI in Frage kommt, müssen spezielle Voraussetzungen erfüllt sein:
    - Cross-Hörgerät-Versorgung sowie idealerweise Versorgung mit knochenverankertem Hörgerät (tragbar z.B. am Stirnband während der Testphase) müssen getestet werden
    - ein gewisser Leidensdruck muss vorhanden sein
    - Der Wille das Hören auf dem tauben Ohr neu zu lernen muss da sein. Es wird sich anders anhören als du es gewohnt bist. Auch wird deine Versorgung mehr Trainingsaufwand (und -Zeit) erfordern als bei "normalen" CI-Patienten.
    - Hinzu kommen natürlich noch die üblichen medizinischen Indikationen, die während der CI-Voruntersuchung erhoben werden
    - Mögliche Vorteile:
    - Tinnitus ist erträglicher, solange das CI eingeschaltet ist/Tinnitus nimmt nicht mehr so viel Raum ein.
    - Häufig wird auch davon berichtet, dass die Lebensqualität mit der CI-Versorgung besser ist
    - Die Fähigkeit zu hören, wo ein Auto/ ein Geräusch herkommt, wird sich wahrscheinlich verbessern. Nicht sofort, aber nach einem halben Jahr bis Jahr nach der Erstanpassung sollte dies der Fall sein. So gut wie vor Dezember letzten Jahres wird es aber nicht sein.
    - Wenn du auf der tauben Seite angesprochen wirst, ist es wahrscheinlich so, dass du mit CI besser verstehst. Das CI-Ohr wird immer dein schlechteres Ohr bleiben, aber es wird zumindest ein wenig dazu beitragen, dass du wieder was mit dem "tauben" Ohr verstehst.


    Bezüglich Erfahrung mit dieser Konstellation:
    Freiburg und Hannover haben bereits recht viel Erfahrungen mit dieser Art von Versorgung. Ich weiß gerade nicht wie viel Erfahrung die Berliner Charite mit dieser Versorgung hat. Das CI muss anders eingestellt werden als bei "normalen" CI-Patienten und das Training ist ebenfalls (leicht) anders.


    Hoffe das hilft dir bei deiner Entscheidungsfindung weiter,
    JND

    Hallo Martina,


    beim N6 ist die Reihenfolge wichtig. Zuerst das Audiokabel mit den Sprachprozessoren verbinden, dann die Kopfhörerkline einstecken. Bei der Fernbedienung sollte dann ein kleines Kabelsymbol bei der kleinen Fernbedienung sichtbar sein (automatische Variante). Wenn nicht, kann man durch das Drücken der T-Taste mit dem Ohr drauf manuell durchschalten (Ähnlich wie beim Freedom, das EA-Symbol kriegte man nur zu sehen, wenn auch das Audiokabel eingesteckt war).
    Bei der großen Fernbedienung kannst es sein, dass die automatische Erkennung des Audiokabels deaktiviert ist. Um das einzuschalten/auszuschalten, den oberen linken Knopf an der Seite der Fernbedienung zweimal drücken.


    Ansonsten sind hier auch nochmals alle Handbücher aufgeführt.


    Hoffe das dem Fernsehgenuss nichts mehr im Wege steht,


    JND

    Hallo,


    CI-Versorgung von Kindern bei einseitiger Schwerhörigkeit ist in Deutschland äußerst selten. Optimistisch gesätzt würde ich so 10-20 Fälle in ganz Deutschland sagen.
    (Ich weiß dass Freiburg ein paar hat, Hannover wohl auch einige wenige und in den anderen Zentren dürften ab und zu auch ein, zwei Patienten so versorgt sein).


    Langzeitergebnisse gibt es noch nicht. Von Erwachsenen, einseitig ertaubten und dort mit CI versorgt, ist bekannt, dass das Hörtraining länger dauert als bei "normalen" CI-Trägern.
    Auch wird ein CI nicht einfach so verordnet, es muss zuerst gezeigt werden, dass weder Power-HG noch Cross-HG noch Baha-Versorgung etwas bringt und die Patienten müssen einen
    hohen Leidensdruck haben.


    Probiert es also ruhig erstmal mit einem Power-HG, alternativ könntet ihr auch eine sogenannte Cross-Versorgung versuchen (Ansprechbarkeit von der stark schwerhörenden Seite wird verbessert).


    Schöne Grüße,
    JND

    In der Cochlea-Broschüre zur elektromagnetischen Verträglichkeit (Stand 2012) steht nichts direkt zum Notfall-Defilibrator, sondern nur was zur Neurostimulation:
    Nicht direkt über dem CI anwenden. Hohe induzierte Stromstärken können das Gewebe der Cochlea schädigen oder das Implantat selbst beschädigen.
    (Übersetzung von mir aus dem Englischen)


    Moderne Notfall-Defilibratoren benutzen biphasische Pulse, die Gefahr von hohen induzierten Stromstärken ist dadurch schonmal reduzierter.
    Außerdem werden die Defilibratorelektroden nicht am Kopf befestigt.


    Ganz generell:
    Lieber lebendig und mit kaputtem CI-Implantat als tot und mit intaktem CI-Implantat. :whistling:


    Genug schwarzer Humor für heute,
    JND

    Ganz kurz:


    MP3000 verändert bei vielen Signalen die Elektroden die ausgewählt werden.
    Bei ACE ist es so, dass nur die Frequenzkomponenten mit dem größten Anteil im Signal ausgewählt werden.
    Bei MP3000 können auch Frequenzkomponenten mit kleinerem Anteil im Signal ausgewählt werden. Die Hoffnung ist/war das laute Störgeräusche sich eher auf einen Frequenzbereich konzentrieren und mit MP300 die Sprachanteile im anderen Frequenzbereich kodiert werden, während bei ACE nur das Störgeräusch ausgewählt wird.
    Leider sind nicht alle Störgeräusche so auf eine Region fixiert und die hauptsächlichen Vorteile von MP3000 sind wohl auch nur dann da, wenn weniger Maxima angesteuert werden als in der Standardkonfiguration. Langzeitstudien haben keinen richtigen Vorteil von MP3000 gefunden im Sprachverständnis.


    Schönen Gruß,
    JND