Ich habe mit meinem 30 Jahre alten Implantat und 8 Elektroden immer ein sehr gutes Verstehen gehabt. Habe das aber auch immer getragen, regelmäßig einstellen lassen, Upgrades usw. Eine Reha nicht zu machen und damit verbundene Verbesserungsmöglichkeiten nicht zu nutzen, weil man sehen kann dass es anderen besser gelingt, finde ich etwas befremdlich ehrlich gesagt. Warum Minderwertigkeitsgefühle, weil es bei anderen besser läuft? Jeder hat seine eigene Hörbiografie, die allerdings nicht statisch sein sollte und darauf wird auch hingewiesen und vor Vergleichen gewarnt. Aber man kann halt keinen zu Verbesserungsversuchen zwingen.
Posts by Rosi
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Ertaubt bleibt man auch mit CI.
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"dieser Spruch ist zutiefst im Bewusstsein der Menschen verankert und er drückt einen Gedanken treffend aus. Eben deshalb habe ich ihn angeführt, weil so jeder weiß, was damit gemeint ist. Und ich möchte betonen: Ich habe nicht den geringsten rassistischen Hintergedanken dabei gehabt".
Bei Bing finde ich ihn nicht auf Anhieb, sooo tief scheint der Spruch also nicht verwurzelt zu sein.
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Ein wunderschönes Geschenk mit großer, symbolischer Bedeutung. Ich hoffe du kannst mit der Zeit diese auch für dich erkennen und annehmen, da etwas, was in unserem Leben schief läuft, uns auch weiterbringen kann, wenn wir es akzeptieren lernen und bereit sind. Dann kann es auch zu Weiterentwicklung kommen, im Sinne eines posttraumatischen Wachstums, anstatt einer posttraumatischen Verbitterungsstörung.
Auch von mir herzlichen Glückwunsch und alles Gute auf deiner weiteren Hörreise, bitte mit Neugier und Offenheit, ohne Druck.
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Von der Wortwahl unabhängig (man hätte auch sagen können, unter den Tauben ist der Schwerhörige/ Einohrige König ) , halte ich den Vergleich auch für inhaltlich falsch. Von Ausnahmen beider Personengruppen abgesehen, habe ich seit vielen Jahren miterlebt, dass an Taubheit grenzend Schwerhörige mit CI um Längen besser hören können als vorher mit Hörgeräten. Wenn dem nicht so wäre, hätte sich die Indikationsgrenze, ab der die KK ein CI bezahlen, nicht im Laufe der Jahre so verschoben. Noch dazu bei wahrscheinlich starker Progredienz. Ich persönlich würde mit dem Wissen von heute das "Tal der kommunikativen Tränen" nicht bis zum Tiefpunkt durchschreiten, sondern den kommunikativen Abgrund durch eine CI-Versorgung vermeiden wollen. Dies muss natürlich jeder selbst entscheiden, aber man sollte ohne Sprachaudiogram nicht beurteilen wollen, dass jemand mit Powerhörgeräten besser hört als andere mit CI.
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Mir hat vor allem das CI geholfen mit der Ertaubung leben zu lernen. Da ich dieses allerdings schnell nach meiner Ertaubung bekam, fehlen mir diesbezüglich Langzeiterfahrungen für eine Taubheit ohne CI. Ich habe mein Gehör sehr schnell verloren, innerhalb eines Jahres, da gab es keine Ausgleichskompetenzen durch Mundabsehen oder innerlichem Ergänzen. Da ich ein kommunikativer Mensch bin, kann ich mir allerdings schlecht vorstellen, dass eine so gravierende Einschränkung meiner Möglichkeiten dazu bei mir nicht auch zu Dauerfrustration geführt hätte. Auch wenn ich angefangen hatte Gebärden zu lernen, wären diese kein Ersatz gewesen für die Lautsprache, mit der ich 99,9% aller deutschsprachigen Menschen erreiche, vs. 0,1 % mit denen ich mit Gebärden kommunizieren könnte. Davon ab fehlt mir auch jegliche Begabung dazu diese zu lernen.
Letztendlich könnte ich glaube ich aber auch nur das akzeptieren lernen, was für mich gar nicht beeinflussbar ist. Solange es Wege gibt was zu verändern versuche ich diese zu gehen. Vorher ist Akzeptanz nicht das vorrangige Ziel für mich. Meine verbliebenen Probleme mit Verstehen in komplexen Situationen habe ich gelernt zu akzeptieren, aber eine fast aufgehobene Fähigkeit zu Hören wäre für mich ohne Ausschöpfung aller Möglichkeiten keine Grundlage für Akzeptanz gewesen.
Darüber hinaus ist so ein Trauerprozess auch kein lineares Geschehen, wo es immer besser wird, sondern bei den meisten gibt es auch Phasen, wo man damit wieder hadert. Das ist normal und menschlich. Mir hat neben der CI-Versorgung als Basis, vor allem der Austausch mit anderen CI-Trägern dabei geholfen die verbleibenden Einschränkungen der Ertaubung besser akzeptieren zu lernen, da ich bei denen viel Verständnis und Kommunikation auf Augenhöhe erfahren durfte.
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Wolllust gegen Hörfrust

Das kenne ich auch aus der Zeit nach meiner Ertaubung.
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Ich bin der Meinung, dass sich gute Moderation grade durch wenig Sichtbarkeit auszeichnet. In einem Forum, in dem Erwachsene sich austauschen, fände ich es befremdlich, wenn da ständig eingegriffen würde. Kontroversen sollte man schon aushalten können. Lediglich bei großer Unsachlichkeit oder persönlichen Angriffen sehe ich ein Einschalten als sinnvoll an, was allerdings auch fernab des öffentlichen Bereiches im Hintergrund ablaufen kann.
Hier schreiben einige auch in Zeiten großer emotionaler Belastung, was mitunter auch zu emotionalen Kontrollverlusten führen kann.
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Keine Ahnung was dich wirklich belastet, Timmi351, aber wir hier im Forum sind es sicher nicht.
Evt. ist doch das Forum "Schuld" Britt. Die bei anderen wahrgenommene Zufriedenheit, kann stören, wenn man selbst extrem unzufrieden ist mit Allem. Das kann zu Neid führen, einem Gefühl der Ungerechtigkeit und aufzeigen, dass alleine Taubheit kein Grund dafür ist mit Dauerfrust durchs Leben zu stampfen auf der stetigen Suche nach Sündenböcken für das eigene Unglück. Die Bestätigung für so eine Sichtweise kann das Forum "leider" nicht bieten.
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Dann ist es so wie Wallaby schreibt Mulan, man kann eine damals nicht stattgefundene staattionäre Reha nicht "nachholen". Auch ambulante Reha ist ja Reha.
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Deswegen ja meine Frage wann die OPs waren.
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Man hat nicht wegen beidseitigem CI alle 2 Jahre wieder einen Anspruch auf Reha. Wann waren denn die OP´s und welche Reha wurde denn bisher gemacht? Die Grunddiagnose Taubheit ist ja dieselbe und da würde meiner Erfahrung nach bei stabiler Einstellung beider CIs "nur" alle 4 Jahre ein Anspruch bestehen. Wenn das Sprachverstehen noch nicht gut ist, würden da eher stationäre Maßnahmen genehmigt.
Wegen der Aussage aus Bad Nauheim müßte man den genauen Wortlaut der Frage kennen und die darauf bezogene Antwort. Ansonsten kann es bezüglich der Kernaussagen leicht zu Fehlinterpretation kommen.
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"Was die Erfahrung aber und die Geschichte lehren, ist dieses, dass Völker und Regierungen niemals etwas aus der Geschichte gelernt und nach Lehren, die aus derselben zu ziehen gewesen wären, gehandelt haben".
Georg Wilhelm Friedrich Hegel
Oder anders ausgedrückt, der Mensch lernt aus der Geschichte, dass der Mensch aus der Geschichte nicht lernt. -
Ich glaube aber, dass viele lieber taub als tot sind.
Ich zum Beispiel. Durch Antibitika ertaubt, aber das war halt die Alternative zum Tod mit nicht mal 30 Jahren.
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Bisher habe ich nur die Argumente gehört, möglichst immer ein (Power)HG zu tragen, damit mein Gehirn nicht verlernt mit den hörgeschädigten Ohr zu hören.
Das war auch lange die gängige Meinung. Ich habe 23 Jahre kein Hörgerät mehr auf einem ertaubtem Ohr gehabt, welches nur noch Hörreste im Tieftonbereich lieferte. Nach 23 Jahren kam dann das 2. CI, mit dem ich innerhalb kürzester Zeit sehr gute Erfolge hatte. Ich denke wichtig ist, dass man das Gehör nicht zerschmettert, aber trotzdem für Höreindrücke sorgt. So bleibt die Hörbahn zumindest sporadisch aktiv.
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Wenn eine physiologisch bedingte Hörermüdung vorhanden ist, dann wohl aufgrund der Dauerbelastung durch das Tragen eines UP Hörgerätes und der damit verbundenen starken Dauerbeschallung um noch Sprachverstehen zu ermöglichen. Durch jahrelange sehr starke Lautstärken, können neben den Haarzellen auch die Spiralganglienzellen als Ausläufer des Hörnervs in Mitleidenschaft gezogen werden.
Daher würde ich das CI nicht als verfrüht ansehen, sondern eher als zu spät, wenn es schon zu physiologisch bedingter Hörermüdung gekommen ist. Dir steht es frei das CI vel und oft zu tragen oder weniger, um dem Hörnerv auch Ruhe zu gönnen.
Eine wochenlange Hördeprivation wäre aus meiner Sicht auch keine gute Lösung, eher eine schrittweise Gewöhnung an das neue Hören. Grade auf den besonders lang hördeprivierten Frequenzbereichen.
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Früher war eine geistige Behinderung ein Ausschlusskriterium für ein CI. Heute hat man da eine andere Meinung zu, nämlich dass auch kognitiv beeiträchtigte Menschen ein Recht darauf haben zu hören. Sofern eine lautsprachliche Kompetenz erworben wurde, sollte man diese auch erhalten denke ich. Ansonsten wird es wahrscheinlich bald sehr schwer mit Kommunikation und Ansprechbarkeit. Das was Neela zu Halberstadt geschrieben hat, hört sich interessant an, andernfalls käme vielleicht Hannover in Frage, mit Rehamöglichkeiten im CIC Wilhelm Hirte, welches zur Zeit ins Kinderkrankenhaus auf der Bült umzieht.
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Das hat meiner Erfahrung nach nichts mit der Größe der Klinik zu tun. Letzes Jahr habe ich eine Freundin an einer kleinen Klinik begleitet.
1. Untersuchungstag, 3 Stunden warten auf Hörtest. Danach kurzes Gespräch mit Arzt, ca 10 Minuten, quasi alles im Eiltempo um die Ohren gehauen bei einer Frau die resthörig ist und überwiegend vom Mund abliest. Dann Ankündigung zur weiteren Untersuchung mit OP-Termin am Tag danach. Auch das weitere Procedere alles andere als koordiniert und auf die Bedürfnisse eingehend, bei sehr kleiner Fallzahl.
Soviel nur zur oft hochgelobten "kleinen Klinik". Und das war schon die Behandlung einer Privatpatientin, von denen ja immer behauptet wird, sie würden sooo viel besser behandelt als Kassenpatienten.
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Normalerweise wäre ja ein Mittelohrimplantat die Lösung, wenn die Cochlea noch ausreichend funktionsfähig wäre. Das würde ja im Rahmen der Diagnostik abgeklärt und vorrangig befürwortet, falls möglich.
Da dies anscheinend noch kein Thema war, halte ich es für unwahrscheinlich dass das in Frage kommt.
Ich wurde nach 23 Jahren Taubheit auf meinem 2. Ohr implantiert. Innerhalb der 1. Woche habe ich damit ein gutes Sprachverstehen erlangt. Das lag auch an den schon gemachten Erfahrungen mit dem 1. CI auf dem anderen Ohr, aber die so lange dauernde Taubheit des 2. Ohres stand dem nicht entgegen. Ich finde es gut wenn Ärzte eher denfensiv beraten um keine zu überhöhten Erwartungen zu wecken. Das ist halt ein schmaler Grad zwischen realistischer Prognose und entmutigenden Aussagen. Wichtig ist denke ich nicht zu schnell und zu viel zu erwarten, Verbesserungen sind aber auch nach längerer Taubheitsdauer sehr wahrscheinlich.
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Üben im klassischen Sinne habe ich nie praktiziert, sondern den Prozessor getragen und dadurch das Hören damit gelernt. Man muss den Prozessor auch nach Gewöhnung weiter tragen, sonst können evt. schon erreichte Ergebnisse wieder verloren gehen.
Von einer evt. Idee, dass Hören damit zu "Lernen" und dann den Prozessor nur sporadisch oder situativ zu nutzen, muss ich allerdings dringend abraten. Unser Gehirn möchte "Routine" und nicht ständigen Wechsel.