Liebe Kerstin,
mich würde interessieren, von was für einem Zeitraum wir hier sprechen: ist das mit den Verzerrungen mittlerweile Geschichte und nur noch der Gleichgewichtssinn hin und wieder aus den Fugen? Wie lange hat es gedauert, bis die Verzerrungen bei Dir verschwunden sind?
Hallo Ben,
Die Verzerrungen haben sich bei der außerplanmäßigen Einstellung während meiner ambulanten Reha etwas gelegt. Ich bin genau wie du auf der anderen Seite hochgradig schwerhörig…mit Hörgerät versorgt. Außerhalb meiner Arbeitszeit schalte ich oft mein Hörgerät stumm und versuche nur mit CI klarzukommen. Meine Familie hat sich darauf eingestellt und ich kann gut vom Mund ablesen.
Ich habe ca. ein Jahr schwer zu tun gehabt, mich an den für mich schrillen Ton zu gewöhnen. Ich höre auch viel Musik, nur mit CI…für mich bekannte Songs….mit der Zeit klingt für mich alles natürlicher.
Am Anfang habe ich auch nur irgendwelche Geräusche gehört, wo mir nicht klar war, was das ist, oder ob es real ist, was ich da höre. Ich frage meine Familie, was das ist, was ich da höre. Wenn mir klar war, was es für ein Geräusch ist, konnte ich es dann in Zukunft ganz gut einordnen. Es ist einfach ein Lernprozess, so wie ein kleines Kind die Sprache lernt. Und man muss geduldig sein. Rom ist auch nicht an einem Tag erbaut worden.
Im nächsten Monat habe ich das CI 2 Jahre und ich bin noch nicht am Ende mit dem Lernprozess.
Gestern habe ich bei einer Radtour mit meinem Mann (Hörgerät ausgeschalten) ein ganz leises Bimmeln wie Kirchenglocken gehört…. Mein Mann war außer sich, dass ich das gehört habe!! 😛 Und meinte, das gefällt ihm gar nicht, dass ich so gut höre.😛😉
Gebe dir Zeit und sei neugierig.😊