Posts by Erlenbacher

    Wir waren mit unserem Sohn zwar nicht in Marburg, sondern in Freiburg. Aber wir haben uns im Vorfeld eigenständig über die verschiedenen Hersteller und Modelle informiert. Im Prinzip scheint es mir hier einen breiten Konsens dafür zu geben, dass du mit keinem Hersteller etwas falsch machst. Das was der eine derzeit gut kann, kann der andere vielleicht in 3 Jahren besser und andersrum.

    Wir haben uns für unseren Sohn (damals 11 Monate) für Cochlear entschieden, weil die Geräte mit die kleinsten waren, die auch extra noch kleine Akkus haben und so auf den kleinen Öhrchen nicht so riesige Geräte hängen müssen. Weiterhin überzeugt hat uns die geringe Ausfallquote bei Cochlear, die Connectivität, insbesondere bei Apple-Geräten (ohne irgendwelches Zubehör, einfach per Bluetooth verbinden). Ganz am Rande war auch das Zubehör noch interessant (MiniMic, Aquakit). Damals waren wir aber auch lange Zeit überfragt. Wir haben das dann ganz analytisch gemacht und erstmal aufgeschrieben, was uns wichtig ist. Danach sind wir halt die verschiedenen Kriterien einmal anhand der Produktspezifikationen durchgegangen und da kam dann Cochlear raus. In der Klinik selbst wurden uns die verschiedenen Geräte auch nochmal gezeigt... da hätten wir uns nochmal umentscheiden können. Der Eindruck, den wir von Cochlear gewonnen hatten, war aber auch da gut. Damit war die Entscheidung bei uns getroffen. Aber wie gesagt... das ist eine sehr individuelle Entscheidung. Mein Tipp ist daher: wirklich breit informieren und dir Gedanken machen, was DIR wichtig ist.

    Bleib da! Ich selbst bin auch ein Angehöriger und selnst normalhörend. Wenn's hier ein paar gibt, die es schicker fänden, wenn dein Mann selbst schreibt... vergiss die einfach. Ich fänds auch schoicker, wenns immer 25 Grad hätte, ich 5 Millionen hätte und immer Wochenende wäre. Is halt nicht. Damit muss ich mich abfinden und wenn dein Mann hier nicht selbst posten will dann müssen und werden sich andere damit anfinden.

    Kopf hoch. Dran und dabei bleiben.

    Auch ich bin nicht ganz genau die gesuchte Zielgruppe, da unser Sohn beidseitig CI-versorgt ist. Aber eventuell hilft es ja dennoch. Wir sind in Freiburg und die haben - gerade bei Kindern - einen ausgezeichneten Ruf und eine enorme Fallzahl (also Erfahrung). Die Reha-Einrichtung und das Reha-Konzept dort sind super (bei uns 40 Tage über 4 Jahre... so alle 3-4 Monate 2-3 Tage). Auch wir fahren etwas weiter; es lohnt sich aber.

    Je früher jemand implantiert wird, desto besser erlernt das Gehirn damit umzugehen. Meine erste Tendenz wäre daher: wenn man es lassen machen möchte, dann ist früher besser als später. Die OP und die Rehas führen später zu Fehltagen; da ist es besser, wenn man die noch in der Kita hat und nicht in der Schule.

    Die Frage, ob man es lassen macht, muss jeder für sich beantworten. Aber ein Argument ist das Richtungshören (gerade, wenn euer Kind später mal Fahrrad fährt / alleine zur Schule geht, wäre es ja schon gut, wenn er/sie hört, ob das Auto von rechts oder links kommt). Hören mit zwei Ohren ist auch weniger anstrengend wie das Hören mit einem Ohr. Und last, but not least: wir hoffen es alle nicht, aber es könnte ja auch mit dem zweiten Ohr mal was sein. Da wäre es schon besser, wenn man auf dem zweiten Ohr mit einem CI versorgt ist und hören kann.

    Falls ihr noch konkrete Fragen habt, meldet euch gerne. Entweder hier im Beitrag oder per persönlicher Nachricht

    Auch von mir noch "mein Senf". Ich habe selbst kein CI, dafür aber mein Sohn. Wir sind 3-4 mal im Jahr in der Uniklinik Freiburg, um seine Geräte neu einzustellen. Da treffen wir natürlich sehr viele andere Leute mit CI.

    Ich bin jedes mal erstaunt, bei wie vielen Menschen das scheinbar super klappt. Einmal hatte ich einen Herrn mittleren Alters getroffen, der auch "relativ frisch" einen Hörsturz hatte. Der war nach seiner Erstanpassung total begeistert, wieviel er direkt wieder verstehen konnte. Ein jüngerer Mann - beidseitig versorgt - hatte seine CI´s schon längere Zeit und meinte, dass er im Alltag damit relativ wenig Probleme hat. Er hat auch wirklich super verstanden und gesprochen. Wenn ich seine CIs nicht gesehen hätte, wäre ich felsenfest davon ausgegangen, dass er normalhörend ist. Auch mein Sohn - 3 Jahre und CI-Träger seit dem 11. Monat - versteht exzellent; sogar, wenn man mit ihm flüstert.

    Es gibt sicherlich Gegenbeispiele und auch hier im Forum berichten gelegentlich auch mal Leute, dass bei ihnen bestimmt Dinge nicht funktionieren oder dass sie sogar über einen längeren Zeitraum Probleme haben. Aber unterm Strich ist das eine sehr, sehr gute Lösung, die aus meiner Sicht bei sehr, sehr viel Leuten sehr, sehr gut funktioniert. Sollte er sich - wann auch immer - dazu entschließen, wird ihm das sicherlich ein sehr großes Stück Lebensqualität zurückbringen.

    Alle Kliniken veröffentlichen doch Qualitätsberichte, in denen die Fallzahl der jeweiligen Diagnosen veröffentlicht wird. Da kann ich heute bereits sehen, wie die Fallzahl der betreffenden Klinik bei einem bestimmten Thema ist. Wobei... "Qualitätsbericht" ist da ein wenig irreführend, weil da wird ja keine Qualität offengelegt, sondern eben nur die Quantität. Zusätzlich interessant wäre ja der "Behandlungserfolg". Also in wie vielen Fällen kam es zu Komplikationen / zu Folgeeingriffen, etc.

    Zu Klinikschließung habe ich ja gar nichts gesagt. Mein Standpunkt war nur, dass Kliniken, die bei bestimmten Behandlungen die nötige Fallzahl nicht erreichen, diese nicht mehr erbringen sollten dürfen. Aber wenn du es schon ansprichst... da wo es eine Überversorgung gibt, sollte man Kliniken auch schließen (ich möchte die mit meinen Beiträgen nicht mitfinanzieren müssen)

    Ich finde die Krankenhausversorgung gut. Kompliziertere Fälle sollen in spezialisierten Kliniken behandelt werden, die entsprechende Fallzahlen erreichen. Ich möchte bspw. kein Knie oder keine Hüfte in irgendeinem Wald- und Wiesenkrankenhaus haben, wo das ganze 2 mal im Monat gemacht wird

    Bei unserem Sohn haben wir uns aktiv und selbst Freiburg ausgesucht, obwohl es wohnortnah durchaus andere Kliniken gegeben hätte.

    Hey Julia,

    aus eigener Erfahrung kann ich nicht berichten... eher generell: Dein hörendes Ohr kann ja schlechter werden. Entweder mit dem Alter (gut... da hast du noch weit hin) oder durch einen plötzlichen Hörsturz). Hast du ein trainiertes CI-Ohr, hättest du "Netz und doppelten Boden".

    Mit zwei hörenden Ohren hat man auch ein mehr oder weniger gutes Richtungshören (Handy suchen, etc). Das wirst du mit einem Ohr vermutlich nicht haben oder nicht so gut.

    Und grundsätzlich: mit zwei Ohren hören ist besser als mit einem.

    Soweit mein hinzugegebener Senf :)

    Bei uns war´s auch so... zuerst Batterien bekommen, dann bei der KK Akkus beantragt und genehmigt bekommen.

    Wir haben allerdings (Barmer) "nur" 4 Stück erhalten, kommen damit aber prima zurecht. Wir haben die kleinen Akkus und unser Sohn kommt damit prima über den Tag. Der schläft aber mittags auch noch 2-3 Stunden. Dafür halten die Akkus dann am nächsten Tag noch ein bis drei Stunden durch. Große Akkus haben wir noch nicht im Einsatz.

    Unsere Akkus sind jetzt so 2 1/4 Jahre alt und funktionieren noch gut.

    Uns wurde auch gesagt, dass Aquakit nur mit Akku geht (wegen fehlender Luft).

    Mich beschäftigt das Thema auch gerade. Unser Sohn ist bei der Barmer und bislang hat da eigentlich alles super geklappt. Wir haben zwar nur 4 Akkus erhalten... woanders erhält man wohl 6 oder 8. Aber um ehrlich zu sein... wir kommen mit 4 super zurecht. Unser Akustiker empfahl uns nun jedoch, die Krankenkasse zu wechseln, weil die Barmer wohl bei sehr vielen Dingen sehr restriktiv wäre und bei deren Kunden sehr vieles ablehnt.

    Unser Sohn ist nun 3, hat seine CIs seit etwas über 2 Jahren. Wir hatten 30 oder 40 Rehatage bewilligt bekommen, die wir nach uns nach in Freiburg auch in Anspruch nehmen. Außer diesen Rehatagen steht da im Moment nichts an. Daher wechseln wir im Moment nicht, weil wir Angst haben, die Rehatage eventuell neu beantragen zu müssen, sie eventuell nicht oder nicht in dem Umfang genehmigt zu bekommen.

    Irgendwann - spätestens wenn er in die Schule kommt - steht allerdings eventuell eine FM Anlage ins Haus. Oder nach 6+ Jahren vielleicht mal ein Soundprozessorwechsel. Und da hätten wir schon gerne eine Krankenkasse, wo man nicht alles erst nach Widerspruch oder Klage bekommt. Uns wurde da die Techniker Krankenkasse empfohlen.

    Daher schließe ich mich der Ursprungsfrage sehr gerne an. Wer hat schlechte oder gute Erfahrungen mit bestimmten Krankenkassen gemacht (logischerweise müsste man dann auch Ross und Reiter / ergo die betreffende Krankenkasse beim Namen nennen... sonst hilft der Erfahrungsaustausch eher weniger)

    Tierquälerei ist keine Bagatelle. Das ist ein Offizialdelikt mit Freiheitsstrafe von bis zu 3 Jahren (ganz sicher und ganz berechtigterweise nicht in dem Fall). Ich finde es unveranwortlich und falsch, da einfach wegzuschauen. Wer einem anderen Lebewesen unnötigerweise Leid zufügt, der muss auch selbst irgendwie erfahren, dass das falsch war... und wenn es "nur" durch eine Geldstrafe ist.

    Mein Hinweis im Eröffnungspost, dass die mit Menschen hoffentlich besser umgehen, war falsch. Da habe ich mich im Affekt des gerade Erlebten dazu hinreisen lassen. Die medizinische Versorgung und Betreuung durch die dortigen Mitarbeiter war - von dem Einzelfall abgesehen - stets hervorragend.

    Gerade eben live miterlebt: eine angestellte der Uniklinik Freiburg (CI Zentrum) verlässt ihr Büro, tritten einen Igel derart, dass er 7 Meter weit fliegt und erst dann liegen bleibt. Hoffe, die gehen mit Patienten besser um. Bin erschüttert und hoffe, dass die betreffende Person rausgeworfen wird. :cursing:

    Auch von mit herzlich Wllkommen. Wir kommen aus Heilbronn, waren auch mit unserem Sohn in Freiburg (Stuttgart waren wir auch mal, hat uns persönlich aber nicht überzeugt).

    Wir haben Cochlear und können dir diesbezüglich gerne Fragen beantworten, falls du welche hast. Aber auch ich glaube, dass es keine großen Qualitätsunterschiede gibt. Es sind wohl eher Kleinigkeiten (Größe, Gewicht, Konnektivität,Wasserhülle, App) wo die sich unterscheiden. Und das kann mit der nächsten Prozessorgeneration dann wieder ganz anders sein (meistens besser)

    Wir (bzw mein Sohn) hat 2 x Cochlear und er und wir kommen danit sehr gut zu Recht. Das Aquacase funktioniert problemlos, die App ist auch gut. Entscheide einfach nach den Kriterien, die für dich persönlich wichtig sind.

    Wenn du jede Woche fünfmal schwimmen gehst, wäre das Aquakit ein wichtiges Kriterium. Wenn du jeden Tag im Büro 5 Stunden telefonierst, wäre die Konnektivität wichtiger.

    Ich würde versuchen, ob ich jedes der in Frage kommenden Modelle mal kurz probetragen könnte. Die unterscheiden sich mitunter in Größe und Gewicht. Und ich würde nicht auf eventuelle, potentielle Features spekulieren.

    Ähm... Nicki hatte nach einem Link gefragt, wo es das Aquakit in NL günstiger gibt. Und auf der von mir verlinkten Seite gibts das für 227,50€ (inkl. Spule und Magnet) bzw. für 50€, falls jemand nur die Silikonhülle braucht (bspw. als Ersatz für ein bereits vorhandenes Aquakit, wo die Spule noch gut ist)