Posts by Erlenbacher

    Hallo und herzlich willkommen im Forum,


    erstmal vorweg: Kopf hoch! Das wird schon! Unser Sohn kam auch gehörlos zur Welt und hat mit 11 Monaten in Freiburg 2 CIs bekommen. Er hört relativ normal (wenns mal irgendwo echt laut ist, muss er vielleicht mal nachfragen), spricht gut und viel und geht hier im Ort ohne Probleme in eine Regelkita.

    Wir haben uns für Cochlear entschieden. Das waren damals die kleinsten Geräte, da gibts megaviel Zubehör, damit Konder das gut tragen können und wir können uns mit allem verbinden, was wir haben (hauptsächlich iPhone / iPad). Erfahrung mit anderen Herstellern haben wir natürlich nicht.

    Wenn du Fragen hast, melde dich gerne

    Erlenbacher : Du weißt, dass du für deinen Sohn nach 2 Jahren neue Akkus beantragen kannst

    Ja, weiß ich. Noch gehts aber. Einmal am Tag nach der Kita die Akkus wechseln stört nicht wirklich. Im Normalfall halten die auch den ganzen Tag durch. Nur wenn er Mittags mal nicht schläft oder Abends mal länger wach ist, dann gehen die 30 Min vorm Schlafen aus. Damit wir uns dann nicht rumärgen, tauschen wir die einfach Nachmittags einmal und gut ists.

    Hi Matze,

    ich / wir kommen auch aus der Nähe von Heilbronn (Erlenback, 3-4 km nördlich von HN). Unser Sohn hat 2 CIs, die er mit 11 Monaten erhalten hat. Zum Thema Hörsturz und wie die CI Versorgung bei Erwachsenen abläuft, kann ich dir also nicht wirklich viel sagen. Ich kann dir aber Freiburg wärmstens empfehlen. Die machen CI-OPs seit Jahren, auch mit entsprechenden Fallzahlen. Das Nachsorge-Konzept ist - meiner Meinung nach - hervorragend.

    Wir waren davor in Stuttgart (Olgahospital) und das hat uns persönlich nicht überzeugt (mag an den veränderten Abläufen wegen Corona gelegen haben... weiß ich nicht). Uns wurde nicht wirklich was erklärt. Man hat unserem Sohn dann erstmal Hörgeräte gegeben, obwohl der BERA-Test ergab, dass er erst ab 90 dB was hört. War vermutlich das "Standardprozedere" der Krankenkasse. Als wir dann jedoch ohne Erfolg mit den Hörgeräten durch waren, hieß es, dass wir in 2 oder 3 Monaten einen Termin zur "Hörgeräteabnahme" bekommen. Uns war das zu wenig Kommunikation, zu langsam. Wir wollten, dass unser Sohn schnell versorgt wird.

    Freiburg hat dann bei uns alles besser gemacht... wir haben am Freitag Abend eine eMail dort hingeschrieben, am Montag haben die schon angerufen und einen Termin mit uns ausgemacht. 2 oder 3 Wochen später war stationär 2-3 Tage "Voruntersuchung" und da wurde uns am Ende alles vernünftig erklärt und wir sind da auch direkt mit einem OP Termin (4 Wochen später) rausgegangen. Da mussten wir dann zwar bei der Krankenkasse hinterhertelefonieren, damit die das auch so schnell genehmigen; das hat aber alles geklappt. Die OP selbst, die Erstanpassung und die seither regelmäßigen Reha-Termine klappten seither absolut reibungslos. Bis auf das (Krankenhaus-)Essen kann ich mich da über nichts beschweren.

    Das ist jetzt allerdings nur eine persönliche Erfahrung. Es gibt sicherlich auch Leute, die in Stuttgart gute und welche, die in Freiburg schlechte Erfahrungen gemacht habe. Am Ende ist es, wie immer im Leben: du musst selbst entscheiden

    Okay. Danke für die Bestätigung. Das wäre für mich ein Ausschlusskriterium.

    Unser Sohn hat 2 CIs (2 x N7 SP) und wir nutzen die kleinen Akkus. Da merkt man jetzt nach gut 3 Jahren schon, dass die Leistung nachlässt. Ist beim Akku aber kein Problem. Drehst ihn ab, drehst nen vollen drauf. 5-10 Sekunden und das Problem ist erledigt. Wenn aber immer beim zur Neige gehenden Akku ich auf den ganzen SP (und wenns nur ne halbe Stunde zum Nachladen wäre) verzichten muss, würde mich das nerven.

    Zumal es bis zum Ende der SP-Nutzungszeit vermutlich noch schlimmer werden wird. Mind. 6-7 Jahre sind für Lithium-Ionen-Akkus schon eine sehr lange Zeitspanne.

    Forward Focus haben wir bei unserem Sohn aktivieren lassen. Wir nutzen es wirklich extrem selten (wenn wir im Restaurant am Tisch sitzen), aber er versteht dann deutlich besser. Nur Marketing ist´s sicher nicht. Bei der Konnektivität vom N7 zum iPhone / iPad haben wir gar keine Problem. Das funktioniert absolut zufriedenstellend.

    Wir waren mit unserem Sohn zwar nicht in Marburg, sondern in Freiburg. Aber wir haben uns im Vorfeld eigenständig über die verschiedenen Hersteller und Modelle informiert. Im Prinzip scheint es mir hier einen breiten Konsens dafür zu geben, dass du mit keinem Hersteller etwas falsch machst. Das was der eine derzeit gut kann, kann der andere vielleicht in 3 Jahren besser und andersrum.

    Wir haben uns für unseren Sohn (damals 11 Monate) für Cochlear entschieden, weil die Geräte mit die kleinsten waren, die auch extra noch kleine Akkus haben und so auf den kleinen Öhrchen nicht so riesige Geräte hängen müssen. Weiterhin überzeugt hat uns die geringe Ausfallquote bei Cochlear, die Connectivität, insbesondere bei Apple-Geräten (ohne irgendwelches Zubehör, einfach per Bluetooth verbinden). Ganz am Rande war auch das Zubehör noch interessant (MiniMic, Aquakit). Damals waren wir aber auch lange Zeit überfragt. Wir haben das dann ganz analytisch gemacht und erstmal aufgeschrieben, was uns wichtig ist. Danach sind wir halt die verschiedenen Kriterien einmal anhand der Produktspezifikationen durchgegangen und da kam dann Cochlear raus. In der Klinik selbst wurden uns die verschiedenen Geräte auch nochmal gezeigt... da hätten wir uns nochmal umentscheiden können. Der Eindruck, den wir von Cochlear gewonnen hatten, war aber auch da gut. Damit war die Entscheidung bei uns getroffen. Aber wie gesagt... das ist eine sehr individuelle Entscheidung. Mein Tipp ist daher: wirklich breit informieren und dir Gedanken machen, was DIR wichtig ist.

    Bleib da! Ich selbst bin auch ein Angehöriger und selnst normalhörend. Wenn's hier ein paar gibt, die es schicker fänden, wenn dein Mann selbst schreibt... vergiss die einfach. Ich fänds auch schoicker, wenns immer 25 Grad hätte, ich 5 Millionen hätte und immer Wochenende wäre. Is halt nicht. Damit muss ich mich abfinden und wenn dein Mann hier nicht selbst posten will dann müssen und werden sich andere damit anfinden.

    Kopf hoch. Dran und dabei bleiben.

    Auch ich bin nicht ganz genau die gesuchte Zielgruppe, da unser Sohn beidseitig CI-versorgt ist. Aber eventuell hilft es ja dennoch. Wir sind in Freiburg und die haben - gerade bei Kindern - einen ausgezeichneten Ruf und eine enorme Fallzahl (also Erfahrung). Die Reha-Einrichtung und das Reha-Konzept dort sind super (bei uns 40 Tage über 4 Jahre... so alle 3-4 Monate 2-3 Tage). Auch wir fahren etwas weiter; es lohnt sich aber.

    Je früher jemand implantiert wird, desto besser erlernt das Gehirn damit umzugehen. Meine erste Tendenz wäre daher: wenn man es lassen machen möchte, dann ist früher besser als später. Die OP und die Rehas führen später zu Fehltagen; da ist es besser, wenn man die noch in der Kita hat und nicht in der Schule.

    Die Frage, ob man es lassen macht, muss jeder für sich beantworten. Aber ein Argument ist das Richtungshören (gerade, wenn euer Kind später mal Fahrrad fährt / alleine zur Schule geht, wäre es ja schon gut, wenn er/sie hört, ob das Auto von rechts oder links kommt). Hören mit zwei Ohren ist auch weniger anstrengend wie das Hören mit einem Ohr. Und last, but not least: wir hoffen es alle nicht, aber es könnte ja auch mit dem zweiten Ohr mal was sein. Da wäre es schon besser, wenn man auf dem zweiten Ohr mit einem CI versorgt ist und hören kann.

    Falls ihr noch konkrete Fragen habt, meldet euch gerne. Entweder hier im Beitrag oder per persönlicher Nachricht

    Auch von mir noch "mein Senf". Ich habe selbst kein CI, dafür aber mein Sohn. Wir sind 3-4 mal im Jahr in der Uniklinik Freiburg, um seine Geräte neu einzustellen. Da treffen wir natürlich sehr viele andere Leute mit CI.

    Ich bin jedes mal erstaunt, bei wie vielen Menschen das scheinbar super klappt. Einmal hatte ich einen Herrn mittleren Alters getroffen, der auch "relativ frisch" einen Hörsturz hatte. Der war nach seiner Erstanpassung total begeistert, wieviel er direkt wieder verstehen konnte. Ein jüngerer Mann - beidseitig versorgt - hatte seine CI´s schon längere Zeit und meinte, dass er im Alltag damit relativ wenig Probleme hat. Er hat auch wirklich super verstanden und gesprochen. Wenn ich seine CIs nicht gesehen hätte, wäre ich felsenfest davon ausgegangen, dass er normalhörend ist. Auch mein Sohn - 3 Jahre und CI-Träger seit dem 11. Monat - versteht exzellent; sogar, wenn man mit ihm flüstert.

    Es gibt sicherlich Gegenbeispiele und auch hier im Forum berichten gelegentlich auch mal Leute, dass bei ihnen bestimmt Dinge nicht funktionieren oder dass sie sogar über einen längeren Zeitraum Probleme haben. Aber unterm Strich ist das eine sehr, sehr gute Lösung, die aus meiner Sicht bei sehr, sehr viel Leuten sehr, sehr gut funktioniert. Sollte er sich - wann auch immer - dazu entschließen, wird ihm das sicherlich ein sehr großes Stück Lebensqualität zurückbringen.

    Alle Kliniken veröffentlichen doch Qualitätsberichte, in denen die Fallzahl der jeweiligen Diagnosen veröffentlicht wird. Da kann ich heute bereits sehen, wie die Fallzahl der betreffenden Klinik bei einem bestimmten Thema ist. Wobei... "Qualitätsbericht" ist da ein wenig irreführend, weil da wird ja keine Qualität offengelegt, sondern eben nur die Quantität. Zusätzlich interessant wäre ja der "Behandlungserfolg". Also in wie vielen Fällen kam es zu Komplikationen / zu Folgeeingriffen, etc.

    Zu Klinikschließung habe ich ja gar nichts gesagt. Mein Standpunkt war nur, dass Kliniken, die bei bestimmten Behandlungen die nötige Fallzahl nicht erreichen, diese nicht mehr erbringen sollten dürfen. Aber wenn du es schon ansprichst... da wo es eine Überversorgung gibt, sollte man Kliniken auch schließen (ich möchte die mit meinen Beiträgen nicht mitfinanzieren müssen)

    Ich finde die Krankenhausversorgung gut. Kompliziertere Fälle sollen in spezialisierten Kliniken behandelt werden, die entsprechende Fallzahlen erreichen. Ich möchte bspw. kein Knie oder keine Hüfte in irgendeinem Wald- und Wiesenkrankenhaus haben, wo das ganze 2 mal im Monat gemacht wird

    Bei unserem Sohn haben wir uns aktiv und selbst Freiburg ausgesucht, obwohl es wohnortnah durchaus andere Kliniken gegeben hätte.

    Hey Julia,

    aus eigener Erfahrung kann ich nicht berichten... eher generell: Dein hörendes Ohr kann ja schlechter werden. Entweder mit dem Alter (gut... da hast du noch weit hin) oder durch einen plötzlichen Hörsturz). Hast du ein trainiertes CI-Ohr, hättest du "Netz und doppelten Boden".

    Mit zwei hörenden Ohren hat man auch ein mehr oder weniger gutes Richtungshören (Handy suchen, etc). Das wirst du mit einem Ohr vermutlich nicht haben oder nicht so gut.

    Und grundsätzlich: mit zwei Ohren hören ist besser als mit einem.

    Soweit mein hinzugegebener Senf :)