Posts by Terry

    wie ist es Dir ergangen? Haben die Schmerzen und die blitzartigen "Schläge" aufgehört?

    Hallo Mia,


    ich höre nur noch ohne Minimic, daher kann ich dir deine Frage leider nicht beantworten. Beim Hörtest mit Minimic habe ich aber nichts bemerkt.

    Bei meiner Halbjahreskontrolle wurde alles neu eingestellt, ich hatte ein Super-Ergebnis. Aaaaber: wenn ich zu lange damit höre, fängt es gefühlt um das Implantat herum wieder an zu prickeln, daher muss dass bei Gelegenheit noch runtergeregelt werden.

    Im Moment fahre ich das alte Programm im Alltag, zu besonderen (beonders wichtigen) Gelegenheiten nutze ich dann das neue, nicht alltagstaugliche Programm. Vielleicht also haben die blitzartigen Schmerzen auch weniger mit dem Minimic als vielmehr mit den Gesamteinstellungen zu tun? Wenn ich Muggels Erklärungen richtig interpretiere dürfte mein C-Level noch etwas zu hoch sein...

    LG

    Terry

    Hallo Pepperline,

    willkommen im Forum. Ich kann deine Überlegungen gut nachvollziehen, mir ging es ähnlich mit Erschöpfung, nichts mehr verstehen usw.

    Irgendwann sagte ich mir "schlimmer kann es rechts nicht mehr werden" und hab mich rechts implantieren lassen.

    Das CI hat Vor- und Nachteile. So wirklich natürlich klingt es im Vergleich zum HG-Ohr nicht, dafür kommt alles in vernünftiger Lautstärke an. Musik klingt nach zehn Monaten noch grausam, dafür kann ich mich nach langer Zeit auch mal wieder mit Kindern unterhalten, ohne Schweißausbrueche zu kriegen.

    Mein ganz persönliches Fazit: Ich würde es wieder machen.

    Aber es ist Arbeit, nix mit anschalten und Soforteffekt wie beim HG. Aber nach gewisser Zeit hörte ich viel entspannter auch bei Besprechungen, also hat es sich gelohnt....

    Abnehmen kann dir die Entscheidung keiner. Und wenn du seit einem Jahr mitliest, müsstest du eigentlich alle Argumente für und gegen das CI schon kennen...

    In diesem Sinne

    LG

    Terry

    Hallo Terry,

    wäre interessant welche.

    Huawei Honor Band 4. Allerdings habe ich das Plastikarmband gegen Lederarmband getauscht, 24 Stunden Plastik am Handgelenk ist nicht so mein Ding. Kostenpunkt war ca. 40,-€, inzwischen gibt es die für die Hälfte (bzw. Nachfolgemodelle).

    Ansonsten vibriert es zuverlässig, egal ob Wecker oder eingehende Anrufe oder Nachrichten.

    Hallo Arno,

    da ist keine Vorbereitung notwendig. Und ich habe bei meiner Anpassung durchwegs mit sehr netten, geduldige und hilfsbereiten Technikern/Logopäden/Ärzten zu tun gehabt, die viel Verständnis für die Situation hatten.

    Liebe Grüße

    Terry

    Hallo zusammen,

    heute war meine Halbjahreskontrolle (ok, coronabedingt nach 8 Monaten). Nachdem ich die letzten Monate die Leistung des CI immer weiter steigern konnte ohne Kopfschmerzen oder so, freute ich mich schon auf meine neue Einstellung. Immer näher ans natürliche Hören, immer besser mit der HG-Seite synchronisieren.

    Der Techniker stellte die 3. Elektrode endgültig ab und verpasste mir dann eine Einstellung - vom Feinsten!!!

    Ich konnte damit nach meinem Empfinden sehr deutlich und natürlich hören, ohne dass die Höhen sich irgendwie unangenehm bemerkbar machten.


    Dann zum Sprachtest bei der Logopädin. Wegen der neuen, ungeübten Einstellung und nachdem der letzte Sprachtest nur bei 35% Einsilberverständnis lag, machte ich mir da nicht allzu große Hoffnung. Als mir die Logopädin dann ein Einsilberverständnis von 90% bescheinigte, bin ich fast vom Stuhl gefallen.8o

    Zum Schluss dann noch die ärztliche Abschlussuntersuchung, diesmal bei Prof. Dr. Lennarz - eine gute Gelegenheit, um mich einmal persönlich bei ihm für die komplikationslose und erfolgreiche OP zu bedanken.


    Die letzten acht Monate waren schon mal eine spannende Hörreise - mit Hochs und fiesen Tiefs. Mit Phasen, in denen ich wirklich Angst hatte, dass das nie etwas wird.

    Inzwischen komme ich auch im Alltag viel besser zurecht und nutze die Technik, um mich je nach Hörsituation bestmöglichst einzustellen. Der einzige Wehrmutstropfen: Musik klingt mit CI immer noch grausig - aber ich gebe nicht auf, die Hörreise geht weiter;)


    Liebe Grüße

    Terry

    Ich hatte mir tags vorher mal Nina und Katwarn aufs Handy geladen - immerhin Katwarn reagierte (in Hannover) mit nur 5 min Verspätung. Auch interessant: mein Kollege hatte die App auch, bei ihm kam aber nichts an, obwohl wir im gleichen Raum waren.

    Mir zeigt der Fehlschlag, wie wichtig Probealarme sind. Nicht nur die Bevölkerung, auch die Technik muss üben:P

    Sich in einem Forum, in dem sich Betroffene austauschen und nach bestem Wissen sich gegenseitig zu helfen versuchen - übrigens auch psychisch helfen durch die gegenseitige Unterstützung - derart auszulassen und Mitforis als Moralapostel, Gutmenschen usw. zu verunglimpfen finde ich unterste Schublade.


    Meine Meinung.

    Ich habe ja erst seit einem halben Jahr den N7. Für mich ausschlaggebend bei der Wahl war, dass der Kanso nicht mit Akkus funktioniert. Als ich gelesen habe, dass der neue Kanso dann auch per Akku funktioniert, war ich kurz gefuchst ("ach, hätte ich meine OP doch um ein Jahr verschoben").

    Aber dann würde die OP sicher aus den St.-Nimmerleinstag verschoben, weil die Prozessoren immer wieder verbessert werden;)

    Ich hatte mich schon vor längerer Zeit (2017) gewundert, warum ich oft so kaputt bin, mich von Kopf bis Fuß durchchecken lassen. Niemand kam auf Hoerstress, es wurde keine Ursache gefunden.

    Erst in 2019 im Rahmen der Entscheidungsfindung pro CI kam ich selbst auf die Lösung, hoffte mit dem CI weniger erschöpft zu sein. Diese Hoffnung hat sich bislang nicht erfüllt, so dass ich nach wie vor vorher plane, ob und wie lange ich mich anstrengenden Hörsituationen aussetze, damit es gar nicht erst so weit kommt.

    Inzwischen weiß auch mein Umfeld um dieses Problem und wundert sich nicht mehr, wenn ich mich vorzeitig verabschiede, um auch am nächsten Tag noch arbeitsfähig zu sein.

    Und wie auch meine Vorredner schon schrieben: wenn sich die Möglichkeit bietet, eine Hörpause einzulegen - nutzen!

    Wir müssen mehr Energie aufwenden zum Hören als nicht Betroffene. Und dieser Mehraufwand fehlt uns irgendwann. Da hilft einfach nur als nicht änderbar annehmen und die Lebensführung danach ausrichten.

    Ohne Hörbehinderung wäre ich auch psychisch ein ganz anderer Mensch

    Das kann ich auch unterstreichen. Leider wurde mir erst in sehr viel späteren Jahren bewusst, wie sehr meine (damals ignorierte) Hörbehinderung mich in meinem Verhalten beeinflusst hat. Nicht nur kommunikativ gegenüber /mit anderen Menschen (Stichwort Einsamkeit/Depressionen), auch in der Wahl der Hobby's bis hin zu Problemen bei der Bewältigung emotionaler Konflikte mit entsprechendem Suchtpotential.


    Man kann sich seine Defizite nur bewusst machen, annehmen und versuchen, das Beste daraus zu machen. Allein die Entscheidung für ein CI kostet doch erst einmal eine enorme Überwindung. In der Hoffnung, wieder mehr am "gesellschaftlichen" Leben teilhaben zu können.


    Und es gehört auch viel Mut und Kraft dazu, sich in dieser Situation den Behörden zu stellen und für sein Recht zu kämpfen. Gut gemacht Stuttgarter

    Dani! Bei mir war das linke Ohr immer das stärkere Ohr, ich nutze es z. B. auch ohne HG zum telefonieren, kann mich in ruhiger Umgebung mit deutlich sprechenden Menschen ohne HG unterhalten. Auch Musik ist mir zumindest im Moment nur mit links ein Genuss.

    Gerade weil ich rechts nach steilem Anfang so einen Einbruch mit dem CI hatte, bin ich darüber sehr glücklich.

    Wie stark inzwischen das CI-Ohr schon geworden ist, habe ich eben erst herausgefunden.


    Da habe ich doch gar keinen Grund, mich vornehmlich auf das CI zu konzentrieren. Und bimodales Hören bedeutet auch besseres Richtungshoeren.


    Wenn dagegen wie bei dir das HG-Ohr schlapp macht und kein echtes Verstehen damit mehr möglich ist, kann ich sehr gut verstehen, warum du die beidseitige Versorgung anstrebst.


    Jeder Jeck bzw. jede Hoerbiografie ist anders und besonders. Ich bin froh, dass wir in dieser Zeit die Möglichkeit haben, auf diese Individualität einzugehen und die Behandlung darauf abzustimmen.

    Da ich schon eine Hörnervreizung hinter mir habe, die mich ganz an den Anfang zurückgeworfen hat, höre ich grundsätzlich nur bimodal und versuche wie beschrieben die Höreindrücke rechts und links zu synchronisieren.

    Nur als Gag (und interessehalber) hatte ich Samstag das HG für kurze Zeit herausgenommen, damit mich der Lärm von links nicht so sehr stört beim Gespräch mit rechts (rechte Seite, nicht rechts gesinnt8o).

    Als ich dabei feststellte, wie gut das schon geht, habe ich es für 20 min auch beim TV probiert, aber nur als Hörtraining.


    Frau Dr. Lesinski-Schiedat hatte mich anlässlich meiner Hörnervreizung extra darauf hingewiesen, auf keinen Fall länger als 30min einohrig zu üben - seit ich mich daran halte und das Minimic weglasse, sind auch die Kopfschmerzen weg.


    Das Vertäuben ist ohne Minimic zum üben notwendig, da ich links auch ohne HG ín den tiefen Frequenzen noch zu gut höre. Früher gab es auch kein Zubehör (und wie gut es auch ohne geht, finde ich gerade heraus).


    Erläuterung der Einstellungen für Nicht-Cochlear-Träger: Mikrofonempfindlichkeit 10 liegt auf der Skala genau in der Mitte und entspricht wohl der "Norm".

    Das Grundlautstärkenlimit dürfte jetzt mit 174 auch so ziemlich der Norm entsprechen (wobei ich das Programm mit abgesenkten Höhen nutze).


    Beides hatte ich wegen der Hörnervreizung ganz weit heruntergefahren auf 2 bzw. 130, taste mich ganz langsam seit März wieder an die Norm heran. Mein Eindruck ist, je weiter ich mich der "Norm" angenähert habe, desto natürlicher klingt die Stimme.

    Es war ja eine Dokumentation, also hat wirklich nur jeweils einer gesprochen. Bei der Männerstimme fiel es kaum auf, bei der Frauenstimme aus dem Off aber war es eindeutig wie im Duett...

    Natürlich habe ich mich auf die normale Stimme konzentriert, aber es macht das Verstehen nicht unbedingt leichter.

    Ich hoffe mal, dass es wie dein Gedudel weg geht...

    Hallo ihr,

    es gibt auch mal Erfreuliches zu berichten. Am Samstag war Familienfeier mit rund 20 Personen (coronagerecht im Garten und mit Abstand). Ich war ziemlich skeptisch, ob ich schon so weit bin...


    Meine Schwester hat mir wunschgemäß einen kleinen Einzeltisch am Rande/ in der Ecke hingestellt, so dass der Lärm nicht von allen Seiten kam. Und siehe da: fast 3 Stunden habe ich mich wunderbar unterhalten können, dann war ich erledigt und habe mich verabschiedet. Manchmal habe ich das HG abgemacht und nur mit CI sogar besser verstanden als mit CI und HG. Mir war vorher gar nicht aufgefallen, wie "normal" die Stimmen mit dem CI schon wieder klingen, seit ich die Mikrofonempfindlichkeit bei 8 bis 10 einnorde und auch das Grundstärkenlimit inzwischen auf 174 hochgefahren habe.


    Es geht aufwärts!!!


    Gestern dann habe ich mein HG-Ohr mit eine Otoplastik vertäubt und zusätzlich einen Kopfhörer aufgesetzt, um nur mit CI fernzusehen. Auch da ohne größere Probleme, solange Untertitel eingestellt sind und ich bei Nichtverstehen schnell nachlesen kann. Die Heiserkeit der Stimme ist immer noch da, wird aber bei höherer Mikrofonempfindlichkeit weniger.


    Mir fiel aber auf, dass ich auf dem CI zweistimmig höre: die "normale" Stimme und etwas höher die "blecherne" Stimme. Vielleicht sind die Beitrag 105 beschriebenen Synchronisationsprobleme HG/CI reine CI-Probleme? Ist dies einem von euch auch mal aufgefallen und vor allem: gibt sich das?


    Am 23. September habe ich wieder Termin zur coronabedingt verspäteten Halbjahreskontrolle im DHZ, da werde ich das auch ansprechen.


    In diesem Sinne

    Liebe Grüße


    Terry

    Hoffenung auf gemeinsame und synchrone Zusammenarbeit wird mit 2 CIs gehen.

    Und das möglichst vom gleichen Hersteller.

    Für ein 2. CI höre ich - zum Glück - links noch zu viel.

    Im Moment habe ich auf dem HG zwei unterschiedliche Programme. Bei einem werden vornehmlich nur die tiefen Frequenzen verstärkt. Das klappt eigentlich schon ganz gut im Zweier-Gespräch, die Höhen (Konsonanten) übers CI und die Tiefen (Vokale/Klang) übers HG. Nur Dienstbesprechungen in größerer Runde...bbrrrr. Ich trainiere manchmal in der Kaffeerunde meiner Kollegen, setze mich bewaffnet mit dem IPhone dazu und spiele mit den Einstellungen.


    Es ist im Moment aber auch sehr anstrengend für mich. Meine Hündin hatte im Juni eine Bandscheiben-OP und kann noch nicht wieder laufen (da bekommt man eine ganz neue Hochachtung vor pflegenden Angehörigen), eine neue Kollegin will eingearbeitet werden (und das mit Abstand wegen Corona...). Hörübungen stehen da ganz weit unten auf meiner Liste, aber der Alltag bringt auch so genug Training.


    Ich bin deshalb ganz zufrieden, dass es wieder aufwärts geht, das Sprachverständnis besser wird und die Kopfschmerzen weg sind. Der Rest wird auch noch kommen.

    Das Problem der "Ausweise" ist, dass sie mit einem Wust an Papieren im Portemonnaie landen und keiner im Notfall darauf achtet. Da finde ich die Notfallkapsel an einer Kette um den Hals hängend zielführender - einem Bewusstlosen liegt man das Dekolleté wohl als erstes frei und "stolpert" dabei über die Kapsel in roter Signalfarbe.