Posts by Terry

    Bei mir hat es noch nie geklappert (kann ich auch drauf verzichten nach euren Beiträgen=O). Aber zur Magnetstärke: ich erhielt nach ca. 2 Monaten einen schwächeren Magneten und sah dafür eigentlich keinen Grund, da ich mit dem stärkeren Magneten keine Probleme hatte. Im DHZ wies man mich aber darauf hin, dass bei der Magnetstärke "so viel wie nötig, so wenig wie möglich" gilt, da die Haut mit der zeit durch den ständigen Druck immer dünner wird. Und zu dünn macht dann erst recht Probleme. Mit dem jetzigen Magneten muss ich immer kontrollieren, ob er auch fest "einrastet", dann verschiebt sich nichts mehr.

    Ich habe mir welche mit Gummi nähen lassen, die hinter dem Kopf langführen - seitdem keine Probleme mehr trotz CI/HG/Brille. Was ich noch überlege: In einer Talkshow hatte die jetzige Ehefrau von Altkanzler Schröder Mundbedeckungen vorgestellt, bei denen seitlich ein Band durchgeführt (nicht festgenäht) wird. "Unten rum" hängt sie um den Hals, "oben rum" kann man sie wie gewünscht festbinden. Eine clevere Alternative, wie ich finde, vor allem, wenn man die Maske häufig auf- und absetzen möchte. Und einmal auf die richtige Länge eingestellt gut zu händeln.

    Ähm...ich habe keine Ahnung, wie ich das einstellen soll. Wenn ich (am IPhone) auf Minimic stelle, kann ich nur noch die Lautstärke ändern, die Einstellungen bei "mehr" sind dann alle nicht mehr variabel.

    Die T-Stellung habe ich noch nie ausprobiert - werde ich über Pfingsten mal ausprobieren.


    Die Lautstärkeeinstellungen habe ich sowohl beim SP als auch beim Minimic und beim TV (da ist die Lautstärke für den Kopfhörer auch separat einstellbar) öfter geändert und achte darauf, dass es eher leise ist. Lautstärke ist ja subjektiv (woher weiß ich, was "normal" ist), aber ich habe in den letzten Monaten gelernt darauf zu achten, dass lauter nicht gleich besseres Verstehen bedeutet.

    Ich stelle immer noch / immer wieder fest, dass ich beim Streamen mit Minimic nach kurzer Zeit blitzartige Schmerzen in der Implantatsgegend verspüre.

    Das ist sehr schade, denn der Klang der Stimmen ist mit Minimic wesentlich natürlicher und voller ist als ohne.


    Ohne Minimic ist das Üben mit CI sehr erschwert, dafür höre ich links einfach noch zu gut. Und ich würde so gerne den Grund für die Kopfschmerzen herausfinden....

    Das DHZ hat bislang konkret nichts finden können, was die Kopfschmerzen verursacht.


    Weiß jemand zufällig, ob und was das Minimic an den Höreinstellungen des SP ändert? Sonst muss ich mal bei Cochlear nachfragen.


    LG

    Terry

    So, gestern erfolgte wieder einmal eine neue Einstellung, zwei der alten Programme habe ich zusätzlich behalten. Jede Elektrode wurde einzeln getestet, auch erfasst, welche Elektroden einen klaren Ton erzielten (die tiefen Töne), welche eher heiser klangen oder nur dröhnten.

    Die Technikerin hat mir sozusagen was auf die Finger gegeben, als ich erzählte, dass ich die Mikrofonempfindlichkeit zur Lautstärkeregulierung benutze, weil selbst Lautstärke 1 einfach viel zu laut/lärmend war. Ich versprach ihr Besserung, dafür hat sie eine für mich viel angenehmere Lautstärke eingestellt. Bislang hört es sich gut an, auch wenn die Sprachverständlichkeit arg leidet. Zur Alltagstauglichkeit lässt sich erst in ein paar Tagen mehr sagen.


    Warst du bisher immer bei gleichen Techniker

    Im DHZ hat man nur in der Erstanpassungswoche immer denselben Techniker/Logopäden, danach ist/war eigentlich jedes Mal ein anderer Techniker/Logopäde am rumtüfteln. Ich finde diese Vorgehensweise auch gut, den bisherigen Verlauf kann man ja meiner Akte entnehmen...


    Dass ich im Test statt 65% nur noch 35% Einsilberverständnis hatte, war so oder ähnlich auch von mir erwartet worden. Spiegelt der Test doch nur wieder, was ich im Alltag mit CI erlebe. Zuhause stellte ich fest, dass die Systemlautstärke wiederum arg gedrosselt ist auf 133, das erklärt auch das niedrige Ergebnis. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass das CI mein HG-Ohr jetzt gut ergänzt. Und letztlich kommt es auf den Gesamthöreindruck an;)


    Der Logopäde empfahl mir wahlweise Reha/ambulante Reha/Logopäden zur Unterstützung, um auch mit den reduzierten Einstellungen an meinem Sprachverständnis zu arbeiten. Im Moment tendiere ich zur letzten Möglichkeit (und ja, ich weiß, wie begeistert ihr alle von der stationären Reha seid), aber ich werde mich noch schlau machen. Logopäde jetzt schließt ja spätere Reha nicht aus...


    Die Maskenpflicht im DHZ strengte mich sehr an. Kein Vergleich mit Einkaufen, wo man nur ein bis zwei Sätze verstehen muss, über Stunden und für mich wichtige Gespräche, da geht frau schon auf dem Zahnfleisch. Glücklicherweise nutzte der Logopäde nach kurzer Zeit statt der Maske so einen durchsichtigen Schutzschirm, die Ärztin ging auf Abstand und nahm dafür die Maske ab. Da ich viel von den Lippen ablese (das ist mir auch erst nach der CI-OP so richtig bewusst geworden), eine enorme Erleichterung.


    In sechs Wochen habe ich wieder Termin, mal sehen, wie es sich bis dahin weiter entwickelt. Bis dahin (und darüber hinaus) heißt es für mich weiterhin "Geduld haben" - die Ergebnisse sind lt. DHZ gut, ich stehe noch am Anfang meiner Hörreise.


    Am meisten interessiert mich im Moment, ob die neue Einstellung sich auch positiv auf meine Erschöpfungszustände auswirkt - ich werde euch auf dem laufenden halten.


    Liebe Grüße


    Terry

    Ja, ich habe Montag Termin dort. Vielleicht finden sie ja raus, wie man den gordischen Knoten zerschlagen kann...

    Am Donnerstag habe ich versuchsweise Minimic eingesetzt beim TV (dann ist es ja leichter/angenehmer zu verstehen), prompt wieder Kopfschmerzen. Und die Arbeit macht mich einfach fertig, Freitags/Samstags bin ich regelmäßig zu nichts zu gebrauchen....


    Falls sich nicht bald eine Lösung abzeichnet, bleibt mir nur eine weitere Arbeitszeitreduzierung - und das geht irgendwann richtig ins Geld:(

    Hab ich schon, so, dass es nur leise ankommt. Mir fiel in letzter Zeit nur auf, dass im Normalbetrieb ohne Minimic mit der Mikrofonempfindlichkeit auch eine Lautstärke- und Klangbildänderung einhergeht - und das Minimic ändert das Klangbild enorm, die Stimmfarbe ist sogar tiefer/dunkler als auf dem HG-Ohr. Sehr angenehm zu hören, aber auf nachfolgende Kopfschmerzen lege ich keinen gesteigerten Wert;)


    Ich bin ja noch ganz am Anfang meiner Reise und hoffe, dass mein Hörnerv bald auch in den hohen Frequenzen mehr zur Mitarbeit bereit ist - alle hohen Frequenzen abschalten kann (soll) nicht die Lösung sein. Bald macht hoffentlich auch das DHZ wieder auf (vielleicht zur 6-Monats-Kontrolle?), dann werde ich das vor Ort auch gegenüber Cochlear kommunizieren.

    Meine Akustikerin hat mir auf meinem HG zwei unterschiedliche Programme eingespeist. Ein "normales" entsprechend meiner Hörkurve, das für mich in den hohen Frequenzen auch gerne schmerzhaft wird, und ein zweites Programm, welches die hohen Frequenzen gar nicht verstärkt. Das Zusammenspiel mit dem CI funktioniert da aber sehr gut (Klang/Vokale übers HG, Konsonanten übers CI --> gutes Gesamtverständnis). Das normale Programm verwende ich z.B. in Besprechungen bzw. in ruhiger Umgebung, das andere, reduzierte Programm aber viel häufiger im Alltag.

    Vielleicht wäre das auch etwas für dich?

    Vielen Dank für eure lieben Worte!


    Ja, es geht spürbar bergauf, ich taste mich immer weiter an "normale" Stimmen heran. Und im Alltag merke ich die Unterstützung durch das CI durchaus.


    Gestern habe ich das Minimic wohl zu lange benutzt, heute morgen waren leichte Kopfschmerzen da, also bleibt das Minimic wieder einige Tage aus.


    Mir ist übrigens aufgefallen, dass ich bei Verbindung mit dem Minimic in den erweiterten Lautstärkeeinstellungen der App nichts mehr verstellen kann.

    Meine Mikrofonempfindlichkeit ist derzeit in der Regel so um 4-5 eingestellt - je höher, desto voller/natürlicher werden die Stimmen. Deshalb versuche ich mich natürlich zu steigern auf die Normaleinstellung 10, aber im Moment führt das zu Schmerzen. Auch übers Minimic klingen die Stimmen voller und tiefer. Für mich ein Hinweis darauf, dass beim Minimic vielleicht automatische Einstellungen verwendet werden, die für mich derzeit einfach zu heftig sind? Das werde ich mal abklären müssen.

    Liebe Grüße


    Terry

    ...Zeit für ein Update...

    Wie ihr meinen letzten Beiträgen entnehmen könnt, war ich in einem tiefen Tal. Erst so rasche Erfolge, dann der Absturz mit Kopfschmerzen - und keiner wusste, woher (weiß immer noch keiner). Zwischendurch habe ich auch meine Entscheidung pro CI infrage gestellt, hab ich mir damit einen Bock geschossen??

    Anfang März war ja das CI quasi nochmal auf Anfang gestellt worden, die Programme unterschieden sich nur in der Systemlautstärke mit der Empfehlung, laaannngggssaaamm wieder hochzufahren. Ich trainierte erst einmal gar nicht, sondern ließ das CI nur so mitlaufen. So, dass ich darüber kaum etwas hörte (verstehen sowieso nicht). Anders hätte ich meine Arbeit nicht bewältigen können. Gemeinsam mit Hausärztin und Arbeitgeber wurde eine stundenweise Wiedereingliederung mit 4 bzw. 6 Stunden pro Tag bis Ostern vereinbart.

    Die Arbeitssituation war unschön mit hohem Krankheitsstand in meinem Aufgabenbereich. Dann kam Corona, noch mehr Kollegen gingen ins Homeoffice. Für meinen Arbeitsplatz ist das nicht möglich, da ich auf Papierakten angewiesen bin. Und jetzt musste ich noch die Anrufe, die sonst an die Kollegen gegangen wären, mit übernehmen. Ich hatte überhaupt keine Chance, da kräftemäßig irgendwas mit CI zusätzlich zu machen/trainieren.

    Vielleicht - rückblickend betrachtet - war es auch ganz gut so. Sich zu sehr auf etwas zu konzentrieren, das Verstehen forcieren, vielleicht war mein Hörnerv damit überfordert und reagierte mit Kopfschmerzen?


    Der für den 17.3. angedachte Kontrolltermin im DHZ fiel wegen Corona aus, allerdings war ich zu der Zeit auch ganz froh drum, da ich noch keine großartigen Erfolge vorweisen konnte. Anfang April meldete sich der Techniker noch einmal und fragte nach dem Stand. Nach etwas hin und her durfte ich dann mit der CI-Akustikerin meines HG-Geschäftes einen Termin ausmachen. Sie ist sehr geduldig mit mir und lässt sich auch auf Experimente ein. Da ich besonders mit den hochfrequenten Konsonanten Probleme habe, wurde neben dem damaligen Basisprogramm auf Programmplatz 2 dasselbe Programm mit mehr Tiefen und weniger Höhen, auf Programmplatz 3 und 4 dann mit nochmals um 5 bzw. 10 Punkte abgesenkten Höhen ab ca. 2 kHz platziert. Beim Testen der einzelnen Elektroden fiel mir zum ersten Mal bewusst auf, dass ich in den hohen Frequenzen keinen klaren Ton höre, sondern sich der Ton "heiser", nach Reibeisen anhört. Anhand der früheren Hörkurven stellte die Akustikerin fest, dass dies genau dort auftritt, wo ich vor dem CI schon mindestens 70 dB Hörverlust hatte. Sie erklärte mir auch, dass man ab 70 dB Hörverlust in der jeweiligen Frequenz von dead regions in der Hörschnecke ausgeht.


    Wenn man dann noch dazu nimmt, dass das "Wiederhören" mit CI in zeitlicher Abhängigkeit der vorhergehenden Ertaubungsdauer verläuft, keiner weiß, ob ich nicht schon von Geburt an hochtontaub bin, wird das wohl noch Jahre dauern bis zum klaren Klang (wenn es überhaupt so kommt, aber ich bin ja Optimist).


    Mit den neuen Programmen tastete ich mich ganz langsam wieder heran ans hören. Sobald etwas ziepte im Kopf, wieder eine Stufe runter, jede Stufe über mehrere Tage... Ziemlich nervige Zeit, wenn das CI das Verstehen nicht unterstützt sondern eher Störfaktor ist. Minimic ging gar nicht, da ziepte es sofort. Ersatzweise habe ich das alte Ohrpassstück vom HG, das mir die Akustikerin netterweise mit Silikon geschlossen hat, ins HG-Ohr gesteckt und so manchmal versucht, nur mit CI zu verstehen. Ziemlich besch...eidene Angelegenheit. Aber es wurde langsam besser.

    Favorit wurde Programm 3, da hatte ich dann auch schon mal das Gefühl, dass mich das CI beim Verstehen im Alltag unterstützt.


    Gestern hatte ich erneut Termin bei meiner Hörakustikerin, die Einstellungen konnten schon auf einem wesentlich höheren Level justiert werden. Inzwischen verstehe ich sogar wieder nur mit CI Sprache im TV. Und nachdem ich mit der Lautstärke des Minimic, der Kopfhörerlautstärke im TV und den Feineinstellungen der App herumgespielt habe, kann ich auch das Minimic wieder nutzen, ohne das irgendwelche Schmerzanzeichen zu spüren sind.


    Der Rückschlag nach der EA war fies. Die letzten Wochen für mich auf jeden Fall eine Extralektion in Sachen Demut. Aber sie haben mir auch gezeigt: Aufgeben ist keine Option. Dranbleiben und das CI möglichst lange tragen, nicht zu viel (lieber öfter ganz kurz) üben, lieber einen Schritt zurück als das Nervenkostüm überfordern. Irgendwann kommt auch das Erfolgserlebnis.


    Mir wurde vor der OP erzählt, dass ich innerhalb eines halben Jahres besser hören können würde (mindestens genauso gut höre ich jedenfalls jetzt schon). Hier im Forum ist zu lesen (und wird mir auch immer wieder von meiner Akustikerin erzählt), dass das CI-Ohr irgendwann dominiert. Kann ja sein, aber ich arbeite jetzt in erster Linie darauf hin, dass das CI mein HG-Ohr bestmöglich unterstützt.


    Und es gibt auch ein Leben neben dem CI. Ich hatte seit Ostern Urlaub, den ich auch dringend gebraucht habe. Und ihn wie geplant verbracht mit der Neugestaltung meines Gartens. Es tut wirklich gut, seinen Fokus weg von dem zu richten, was nicht funktioniert. Und in der Erde buddeln, Blumen pflanzen hat mir schon immer Spaß gemacht, mich geerdet und befriedigt. Vielleicht läuft es deshalb auch gerade wieder sehr gut mit dem CI, weil ich mir nicht mehr so viele Gedanken darum mache?


    In diesem Sinne

    liebe Grüße


    Terry

    Ich hätte heute einen Termin im DHZ gehabt. Heute vormittag kam die telefonische Absage mit der Ankündigung einer Email. Alle ambulanten Termine in der MHH für chronisch Kranke sind bis auf weiteres abgesagt. Man hofft, alle Patienten innerhalb von 14 Tagen nach Aufhebung dieser Maßnahme ein einbestellen zu können. Anrufe sind erst nach Ablauf dieser Fristen erwünscht. Notfälle sollen von der HNO-Praxis aus die MHH anrufen....

    vielleicht auch deine Kopfschmerzen.

    Ich habe gerade gelesen, dass du dein Grundstärkenlimit kennst. Stellst du auch daran herum???

    Das Grundstärkenlimit siehst du, wenn du in der App bei "Lautstärke" auf "mehr" gehst und dann runterscrollst, da ist es angegeben (nicht freigegeben). Daran herumstellen würde ich sowieso nicht, das wäre mir zu heikel.

    Da ich eh, bis auf wenigen Ausnahmen, wie zum Beispiel Musik per Anlage hören, kein Fan von zu lautem Hören bin, mache ich alles schon mal gerne leiser, sobald Kopfhörer drauf oder Minimic angeschlossen ist.

    Bei mir ist es bislang eher umgekehrt gewesen: Im Alltag stört es mich, wenn der SP zu laut ist, ggf. höre ich gefühlt dann nichts mehr über das HG. Bei Minimic stelle ich es dann gerne etwas lauter, vor allem wenn ich nur über das CI hören will. Und jetzt stelle ich mir die Frage, ob ich damit vielleicht etwas falsch gemacht und so meine Probleme provoziert habe.


    Das Zauberwort, das ich mir im Moment sage: Geduld. Es war ja schon mal ein tolles Sprachverständnis da, da möchte ich mich ganz langsam wieder herantasten und nichts überstürzen...

    Mir ist heute etwas aufgefallen...aber erst mal der Reihe nach:

    Ich trage ja meinen SP inzwischen wieder ganztags, zunächst im Basisprogramm auf Lautstärke 2, am nächsten Tag dann auf Lautstärke 3 - einfach langsam steigern und hoffen, dass sich die Kopfschmerzen nicht wieder einstellen.


    Die Programme 2 bis 4 unterscheiden sich vom Basisprogramm nur dadurch, dass das Grundstärkenlimit etwas gesteigert ist (bei Programm 1 liegt es bei 122, bei Programm 4 auf 136).

    Hörtraining mache ich gar nicht, da mit Lautstärke 2 oder 3 nicht wirklich etwas zu verstehen ist. Dafür schalte ich beim TV manchmal für 5 min die Lautsprecher aus und versuche nur mit CI zu hören. In diesen 5 min, in denen ich mich ganz auf den SP konzentriere, spiele ich auch manchmal mit der Lautstärke/den Programmen und horche in mich, ob/wann es anfängt zu ziepen. Das ist dann weniger programmabhängig als vielmehr von der Lautstärke - ab Lautstärke 4 beginnen die Probleme in jedem Programm, bei Programm 4 auch schon bei Lautstärke 3.


    Heute nun habe ich mal nicht mit dem Streamer sondern über die normalen Lautsprecher TV geschaut und wieder mit Programmen/Lautstärken getestet. Ohne Probleme im Programm 4 bei Lautstärke 6, kein Ziepen, kein nichts. Und tatsächlich wieder das Gefühl gehabt, mehr zu verstehen als nur mit dem HG


    Hat von euch schon jemand ähnliche Probleme gehabt, die nur bei Nutzung vom Zubehör auftraten?

    Ich werde das die nächsten Tage mal weiter beobachten, d.h. den SP ohne Minimic/Streamer nutzen und die Leistung des SP weiter erhöhen. Wenn alles ruhig bleibt, bei Nutzung von Minimic/Streamer dagegen das Ziepen wieder zunimmt, könnte da auch das Problem liegen.

    Beim nächsten Termin im Hörzentrum werde ich das mal ansprechen...

    Ich kann mir mit Blick auf meine eigene Kindheit da gut vorstellen, dass da ein Zusammenhang besteht. Erstmals diagnostiziert wurde eine Hochton-Schwerhörigkeit bei mir ca. im Vorschulalter. Damals riet der HNO von der HG-Versorgung ab, da ich ja so ein Zappelphilipp sei (ADHS und so ein "neumodischer Kram" gab es 1970 "auf dem Dorf" noch nicht).

    Wenn du als Kind aufgrund der Hörbeeinträchtigung nicht mithalten kannst, gehänselt und ausgeschlossen wirst, dich "anders" fühlst, benimmst du dich auch anders/auffällig. Bei mir hatte sich das wie ein roter Faden durch die Kindheit/Jugend gezogen.


    Zum Glück wird da heute mehr drauf geachtet - und ist die Technik so fortgeschritten, dass eine HG-Versorgung viel besser ist als anno dazumal. Für meine Hörkurve brauchte ich 3 Anläufe und rund 25 Jahre, bis ich tatsächlich mal das gefühl von mehr Lebensqualität durch die HG's hatte...


    Deshalb würde ich den Eltern dringend einen Besuch beim HNO ans Herz legen. Ich finde es super, dass du dich um deine Schüler wirklich kümmerst!

    Gestern war mein Termin im DHZ:


    Zunächst testete die Technikerin der Fa. Cochlear das Implantat und den SP. Dazu wurden Elektroden am Kopf befestigt und zunächst mit einem Testgerät-SP, dann mit meinem eigenen SP, diverse Testläufe durchgeführt. Ich sollte nur Bescheid geben, wenn das Brummen (kein Ton wie sonst üblich) unangenehm wurde. Die Daten werden von Cochlear diese Woche ausgewertet, anschließend gibt es einen Arztbrief. Die Technikerin signalisierte aber, dass das Implantat okay ist (habt ihr den Felsbrocken auch plumpsen hören, der mir dabei vom Herz gefallen ist?;))


    Anschließend gab es eine neue Anpassung beim Audiologen, der Input wurde nochmals nach unten korrigiert. Das Sprachverständnis damit ist eher bescheiden, mal die Entwicklung abwarten.


    Schließlich hatte ich noch Gelegenheit Frau Prof. Dr. L.-Sch. zu sprechen. Sie erklärte mir, dass die Kopfschmerzen vermutlich stressbedingt sind. Mein Hirn versucht, die unterschiedlichen Höreindrücke von rechts und links sozusagen zu synchronisieren, damit ein einheitlicher Höreindruck entsteht. Deshalb sei es auch nicht sinnvoll, zu lange nur mit CI zu hören, maximal 30 bis 45 min täglich. Und ansonsten den SP möglichst den ganzen Tag tragen und mitlaufen lassen.


    Außerdem soll ich 2x täglich mit Menthol-Öl inhalieren, um die Ausheilung im inneren OP-Bereich zu fördern. Das hatte mir bisher niemand gesagt.:/


    War ich zu ehrgeizig und habe dafür meine Quittung bekommen? Warum wird das nicht direkt in der OP-Woche schon so kommuniziert?


    In 14 Tagen ist der nächste, reguläre 3-Monats-Termin im DHZ, mal schauen, ob ich bis dahin die Kopfschmerzen reduzieren kann...


    In diesem Sinne liebe Grüße


    Terry

    Vielen Dank an euch alle!

    Es ist ein gutes Gefühl, Teil dieser Forumsgemeinschaft zu sein - egal was kommt, man ist nicht allein.


    Natürlich mache ich mir Gedanken a la "was wäre, wenn das Implantat tatsächlich defekt ist", aber ich versuche, mich nicht verrückt zu machen damit. Arbeit ist da eine gute Ablenkung.

    Im Büro setze ich den SP nicht auf, erst nach Feierabend - und merke, wie sehr mir das rechte Ohr im Alltag fehlt. Frau hat sich doch schon sehr an die Unterstützung durch das CI gewöhnt....