Posts by Rita

    Twomate, danke für deinen Bericht!


    Meine Tochter war zwar nicht komplett gehörlos seit Geburt, aber ihr Sprachverständnis war sehr schlecht. Seit sie zwei ist, hat sie LBG gelernt, was sie sehr gerne angenommen hat. Vor zwei Jahren, sie war knapp 6 Jahre alt, hat sie ihr erstes CI bekommen (vor knapp zwei Wochen das zweite) und sie nutzt trotzdem noch gerne die Gebärden. Diese "Zweisprachlichkeit" finde ich sehr wichtig und möchte sie ihr auf keinen Fall nehmen. Sie hat zur Zeit noch ziemliche Defizite in Wortschatz und Grammatik, was sich aber jetzt schon durch das Lesen und Schreiben lernen deutlich verbessert. Zumindest den Wortschatz üben wir gerne mit Gebärden und Bildern. Julia lernt auf diese Weise wesentlich schneller und leichter als nur durch Sprache.

    Als wir uns damals für das CI für meine Tochter entschieden hatten, sind wir auch zu einem der Info-Tage gefahren. Ich fand es sehr interessant, habe viel Neues gehört.
    Auch für November haben wir uns wieder in WÜ angemeldet, heute kam die Anmeldebestätigung mit vorläufigem Programm. Klingt wieder sehr nach viel Infos! Bin gespannt, was sich inzwischen getan hat. Vor allem mit dem Hintergrund, dass meine Tochter nächstes Jahr ihr zweites CI bekommen soll. :wink:
    Wer also mehr über die MedEls erfahren will, dem kann ich die Infotage nur empfehlen.
    Kommt noch jemand aus dem Forum nach Würzburg?

    Julia ist zwar zur Zeit noch KiGa-Kind, wird aber ab September auch Schulkind sein.
    Die Reha in Würzburg kann verschieden ablaufen:
    - alle sechs bis acht Wochen zwei Rehatage am Stück
    - für ältere Kinder finden mehrere Rehatage am Stück in der Ferienzeit statt
    - alle zwei Wochen einen Rehatag (diese Variante nutzt Julia )
    Da in Würzburg das Reha-Zentrum direkt am KiGa, bzw. Schule ist, gehen die Internatskinder einfach "mal eben über den Hof" und nach dem Rehatag wieder ins Internat. Die Hausaufgaben werden nachgeholt.
    Zur Zeit fahre ich mit ihr am Rehatag nach Würzburg, bleibe den ganzen Tag dabei und nehme sie dann wieder mit nach Hause. Der KiGa fällt an diesem Tag für sie aus, wie auch die Schultage für die Schulkinder. Durch die räumliche Nähe und den guten Austausch ist das aber kein Problem.

    ui, Donnerwetter, hier ist ja was los! :shock:


    Vielleicht möchtet ihr zu diesem Thema meine Erfahrungen lesen. Bekanntlich bin ich Mutter einer hörgeschädigten und vor einem Jahr implantierten Tochter.
    Als Julia ca. 2 Jahre alt war, wurde uns in der Uniklinik in FFM auch zum CI geraten. Ich empfand diese "Empfehlung" damals auch als ziemlichen Druck, uns wurde sogar schon ein Termin angeboten. Diese Situation war für mich sehr unangenehm, allerdings hat man uns nicht mit dem Jugendamt gedroht, da Julia mit ihrer Auditorischen Neuropathie sowieso ein Sonderfall war.
    Wir haben uns damals gegen das CI entschieden, auch auf Anraten der Frühförderstelle. Richtig endgültig war die Entscheidung für mich aber nie, das CI blieb immer im Hinterkopf.
    Erst durch Julias Aufnahme im Kindergarten für Kinder mit Hörstörungen kam die ärztliche Maschinerie wieder ins Rollen, weil wir ein Attest der Klinik brauchten. Inzwischen war aber auch klar geworden, dass Julia alleine mit HGs nicht wirklich gut in die Lautsprache kommen wird. Die Unterstützung durch LBG hatte sie übrigens schon ab dem Alter von zwei Jahren und hat sie bis heute.
    Fazit: Sogar ich als normalhörende, bildungs- und informationswillige Mutter sah mich etwas unter Druck der Ärzteschaft. Ich kann mir deshalb gut vorstellen, dass die betroffene Mutter im GL-Café Angst hat. Eine Entscheidung für oder gegen das CI bleibt aber nach wie vor ganz alleine bei den Eltern. Und wenn es dem Kind ansonsten gut geht, hat das Jugendamt kein Mitspracherecht.
    Trotzdem verstehe ich Eltern nicht, die ihrem Kind diese Möglichkeit vorenthalten wollen. Außer natürlich, es sprechen medizinische Gründe gegen ein CI. Eine Kultur alleine ist für mich jedenfalls keine Begründung. Und weiter: es kann doch nichts schaden, sich genauestens über das CI zu informieren?! Deswegen muss ich doch nicht gleich einen OP-Termin festlegen.
    Wie hier schon jemand geschrieben hat: ca. 90% um uns herum sind hörende Menschen, die ganze Gesellschaft ist auf Hören ausgerichtet. Ist es richtig, aus Trotz zu sagen: da will ich nicht mitmachen?? Ich sehe das ähnlich wie andere hier: eine Hörprothese erweitert die Möglichkeiten, öffnet Türen für viele Wege. Warum sollte ich meinem Kind so etwas vorenthalten??

    Hallo Timmy,


    dieses Thema hatten wir hier irgendwo schon einmal. Ich finde nur leider den Thread nicht :oops:
    Jedenfalls kann man bei den meisten Helmen, die eine Styroporpolsterung haben, dieses etwas aushöhlen. Du musst dafür nicht das ganze Futter rausnehmen. Bei meiner Tochter (auch 7 Jahre, HG+CI) hatten wir wohl einfach Glück: der Helm sitzt über der Spule.
    Sobald ich den passenden Thread finde, gebe ich dir hier den Link dazu. Vielleicht ist aber einer der Mods schneller...



    Gruß
    Rita

    Hallo Tommy,


    meine Tochter tauscht gerne mal die Abdeckungen. Ob das farblich passt oder nicht, ist ihr wurscht. Hauptsache bunt! :lol: Allerdings werden wir die "überflüssigen" demnächst ein bissel veredeln mit Aufklebern, Farbe usw.
    Für diesen Zweck haben wir auch schon einen hellen Spulendeckel. Nur so als Tipp...


    Gruß
    Rita

    na, das ist doch ganz einfach:
    die Golfer nehmen das mit auf den Platz und schmeissen es den Fischen in den "Wasserhindernissen" auf dem Golfplatz zu, damit die den Golfern die ins Wasser geschossenen Bälle wieder aus dem Wasser bringen :lol:


    Lustige Idee, Peggy! :wink:

    Bin gerade von einem langen Spaziergang durch die Siedlung zurück, begleitet von den Kindern und meinen Hundis. Heute morgen war es noch nass, kalt und ungemütlich. Gegen Mittag klarte es auf, der Himmel wurde heller und die Wolken verzogen sich. Da MUSS man einfach raus!!
    Die beleuchteten Häuser sehen prima aus, diese Gassirunde war richtig gut gegen den Wetterfrust der letzten Tage.
    An alle, denen es zur Zeit nicht gut geht, schicke ich herzliche Grüße und vielleicht ein wenig Energie. Besonders an Charmaine: fühl dich einfach mal herzlich gedrückt!


    Gruß
    Rita

    Hallo Anja,


    zu Gebärden mit CI bekommst du von mir ein klares JA!!
    Meine Tochter Julia (6) ist seit Januar 08 einseitig implantiert, lernt aber, seit sie zwei Jahre alt ist, lautsprachbegleitende Gebärden. Ihr macht das viel Spaß, sie nutzt es gerne. Auch im KiGa wird sie zweisprachig unterrichtet, das wird auch in der Schule ab Sept. so weiterlaufen. Da Julia noch ein ziemlicher Neuling in Sachen "Verstehen" ist, helfen ihr die eindeutigen Gebärden sehr beim Sprachverständnis.
    Wir hatten damals über die Frühförderung mit den GUK-Karten angefangen. Das ist für die Kinder wie ein tolles Spiel und sehr leicht zu begreifen. Inzwischen üben wir mit den CDs von Karin Kestner und mit einem Buch unseres Gehörlosenvereins.


    Gruß
    Rita

    ... möchte ich hier an Renate ausrichten!!


    Liebe Renate,
    Julia war gestern megastolz auf IHRE Post! Ulkigerweise wollten wir gerade zum Zahnarzt, als ich noch kurz in den Briefkasten geschaut habe. Als Ablenkung während der Wartezeit haben wir Heft angeschaut und Haizähne begutachtet. Die wurden auch vom Zahnarzt bestaunt! :lol:
    Vielen herzlichen Dank!!!


    Viele Grüße von Rita
    die sich doppelt gefreut hat: über die Post und über die glückliche Tochter :wink:

    Hallo Manu,


    meine Tochter schimpft auch ab und zu, dass das CI zu laut wäre. Meist ist das so, wenn sie müde ist oder wenn es besondere Geräusche sind. Wir schalten dann entweder etwas leiser oder sie stellt es kurz ganz aus (z.B. bei einer kurzfristigen Lärmquelle im Straßenverkehr..)
    In den ersten Monaten hat sie sich oft beschwert, klagte dann auch über Kopfschmerzen. Auch wir hatten zwei bis drei Programme zur Auswahl, haben sie aber selten genutzt.
    Zumindest bei Julia war es so, dass sie offensichtlich vor dem CI einige Frequenzen sehr schlecht oder gar nicht gehört hat. Logisch, dass sie sich jetzt erst daran gewöhnen muss.
    Ich würde die Lautstärke schon drosseln, wenn es deinem Sohn zu laut ist. Dann aber wieder auf das vorherige Level anheben, damit er sich daran gewöhnt.



    Und übrigens: auch mir als Normalhörer ist ein lauter Morgen ein Graus!! Genauso wie grelles Licht oder zu heißer Kaffee :roll:

    Danke für eure Antworten!
    Miriam: Julia hat eine besondere Elektrode implantiert bekommen in Wü, eben um die Chance auf Restgehör zu erhöhen. Prof. Müller gilt ja als sehr erfahren, vielleicht hat es ja was gebracht. Manchmal habe ich den Eindruck, es wäre noch etwas da. Allerdings ist das auf Grund der Auditorischen Neuropathie sowieso sehr schwankend.
    Ein spezieller Hörtest, bei dem das nicht implantierte Ohr "vertäubt" wird, wird uns demnächst mehr Ergebnisse bringen. Sie hat ja mit ihrem ersten CI schon recht gute Fortschritte gemacht, was das Sprachverstehen angeht. Daher denken wir momentan über ein zweites Implantat nach. Übrigens kann man Julias Schwerhörigkeit nicht mit einer "normalen" vergleichen, daher kann man nicht davon ausgehen, dass sich ihre Hörwerte auf dem nicht implantierten Ohr verschlechtern. Und genau DAS macht uns die Entscheidung so schwer.


    Tine: Julia ist eben NICHT taub in die OP gegangen. Sie kann/konnte Geräusche relativ gut hören, ebenso Sprache. Nur das Sprachverständnis ist ziemlich schlecht. Momentan kommt sie auch ganz ohne Hörhilfen ganz gut klar, z.B. im Schwimmbad. Ich merke das, wenn sie in der Dusche steht, also meinen Mund nicht sehen kann. Sie gibt trotzdem richtige Antworten auf meine Fragen. Natürlich klappt das Ganze mit CI wesentlich besser :roll:

    Hm...
    ich hätte jetzt gesagt, die werden nachts gemolken, weil im Winter die Tage da oben eh so kurz sind. Diese Antwort ist aber nicht dabei, also rate ich munter drauf los:


    sie geben mehr Milch :?:

    Platzt nicht.
    Das Wasser wärmt sich über der Flamme auf, steigt im Ballon nach oben und dadurch kommt kühleres Wasser nach unten, das die Ballonhülle kühlt.

    Renaaaaaate...
    ich hab mich schon die ganze Zeit gefragt, wie es dir geht.
    Freut mich, dass du alles gut überstanden hast!


    Herzliche Grüße


    Rita

    Laut unserer Ärztin in WÜ besteht bei der Implantation eine ca. 30%ige Chance, vorhandenes Restgehör zu erhalten.
    Wer von euch hat Restgehör behalten? Wenn ja, versteht ihr damit Sprache? Hört ihr Geräusche?


    eine gespannte
    Rita

    Ich dachte immer, dass man eine rauchige Stimme nach Sauferei bekommt, weil man meistens so laut reden musste in der Kneipe/auf dem Fest etc.


    das steht aber nicht zur Auswahl, also nehme ich auch den
    WASSERVERLUST


    Ein Erklärungsidee habe ich aber nicht. Glaub ich... :roll:

    Für meinen Teil kann ich sagen, dass wir über alle Risiken umfangreich informiert wurden.
    Bei der VU bekamen wir die Risikobögen mit nach Hause, konnten sie dort in aller Ruhe durchlesen. Falls Unklarheiten wegen Fachbegriffen auftauchten, konnten sie entweder über das Internet oder einfach durch Nachfragen geklärt werden.
    Gerade die bei einer CI-OP möglichen Risiken wurden uns genau erklärt, wir haben ein Video einer OP angesehen, konnten dem Arzt Löcher in den Bauch fragen. Diese Möglichkeit habe ich durch meine med-pharm. Vorbildung auch ausgiebig genutzt. Es wurde nichts heruntergespielt oder verharmlost.
    Falls jemand behauptet, er wäre nicht ausreichend informiert worden, dann liegt das möglicherweise auch in seiner eigenen Verantwortung. Es gibt viele Informationsquellen, aber man muss sie auch nutzen!