Posts by JochenPankow

    Es gibt nach geltendem Recht "Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung", "Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung bei Berufsunfähigkeit" und "Rente wegen voller Erwerbsminderung". Siehe auch hier ...


    Ich verstehe auch nicht, warum viele Leute daraus ein Tabu machen. Ich habe es bis heute nicht bereut, diese Rente 1998 nach dem alten Recht beantragt zu haben - also noch vor den "verschlechternden Reformen" ab dem Jahr 2000... Tja, Gerhard Schröder & Peter Hartz lassen grüßen und erschweren denjenigen das Leben, die heute aus diversen Gründen eine der Renten beantragen müssen, weil ihnen keine Alternative bleibt...


    Denjenigen, die heute sich mit dieser Alternative auseinandersetzen müssen, empfehle ich; vorher eine Erhöhung des Grades der Behinderung (GdB) zu beantragen und nicht erst danach. Denn auch hier drohen in den nächsten Jahren Verschlechterungen. Und die wirtschaftlichen Folgen der noch laufenden Corona-Pandemie werden sich auch im sozialen Bereich niederschlagen - spätestens in der noch fernen "Corona-Post-Ära". Denn irgendwie muss dieser Staat die jetzt verteilten "Billiönchen" wieder reinholen - wenn dieser gemäß Ralph Brinkhaus (Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU im Bundestag) wieder zur "normalen Haushaltsführung = schwarze Null" in der Corona-Post-Ära zurück will. Und das ist ganz klar eine Ansage an die sozial Schwächeren.... Just my 2 Cents dazu.

    Ich soll in Reha gehen aber was bringt mir das,

    Der Rentenversicherungsträger handelt nach dem Motto "Reha vor Rente". Diese "letzte Reha" darfst Du nicht einfach ablehnen und musst am Ende der Reha höllisch aufpassen: Man bekommt einem Fragebogen/Bewertungsbogen, wo man seine Eindrücke von der Reha schriftlich hinterlässt bzw. die Klinik bewertest. Das ist zwar üblich, in Deinem Fall eine ganz üble Falle: Du möchtest ja am Ende die Rente haben. Wenn Du aber zu positiv beschreibst / bewertest, dann war's das mit der Rente und zwar für lange Zeit.... Also genau lesen und möglichst einen großen Teil negativ bewerten... Die Kunst besteht darin, das glaubwürdig rüber zubringen. Und ganz wichtig: Keine Vertrauensseligkeiten gegenüber den dort behandelnden Ärzten und Personal dort - weil jederzeit irgendwelche "unverdächtige" Fangfragen gestellt werden könnten...

    Hallo,


    ich empfehle Dir, Dich zwecks Beratung an eine Beratungsstelle des "Sozialverband VdK" zu wenden. Denn die Eingangsvoraussetzungen für die Rente wegen teilweise oder voll geminderter Erwerbsfähigkeit wurden letzten 20 Jahren erheblich verändert und so der Zugang "erschwert". Alleine ohne externe Hilfe oder Beratung dürfte sehr schwer werden, da viele Fallen umgangen werden müssen....


    Ich selbst beziehe diese "Rente voll geminderter Erwerbsfähigkeit" seit 1998 noch nach dem alten Recht und habe neben der Hörbehinderung auch eine Körperbehinderung, die damals schon maßgeblicher war als die Hörbehinderung.

    Solche Seminare sind für Unentschlossene und Zweifler in der Tat sehr zu empfehlen. Ich habe selbst jedoch kein Seminar gebraucht. Bei mir war einfach völlig klar, dass auch mit starken "Power-Hörgeräten" nicht mehr zu gewinnen war.

    So habe ich denn zu dem für mich persönlich aus Sicht meines Neurologen "Sprung ins kalte Wasser" wegen meiner Körperbehinderung gewagt und wurde durch richtige mentale Einstellung und fleißigem Hörtraining mit einer besseren und gehobenen Lebensqualität belohnt. :)

    Heute war ich das erste Mal seit Ausrufung der Pandemie in der Praxis meiner Hausärztin und war angenehm überrascht:


    Der Anmelde-Tresen ist mit einer hohen durchgehenden Plexiglaswand mit Durchreiche unten für Chipkarten, Dokumente etc. nachgerüstet worden. Dahinter die Angestellten ohne MNS mit leichten Lautstärke-Einbußen; dennoch prima zu verstehen ohne nachfragen zu müssen... :)


    Dafür gab es von mir ein dickes Lob.

    Hallo,


    eigentlich sollte eine FM-Anlage zum besseren Sprachverstehen dienen; ob nun mit Hörgeräten oder Soundprozessoren als äußere Teile von Cochlea-Implantaten. Dabei spielt auch die mentale Akzeptanz eines zusätzlichen - relativ schon aufwendigen - Hilfsmittels durch die betroffene Person eine wichtige Rolle....


    Ich habe 45 Jahre Hörgeräte getragen, bevor ich meine CI´s bekam, gehöre also zu den älteren Semestern schon. :) All die Jahrzehnte habe ich zusätzlich anschließbare Technik zum "vorgeblich besseren Verstehen" immer abgelehnt wegen der großen Gefahr einer Abhängigkeit. Mir war und ist die "akustische Autonomie" ohne zusätzliche externe Technik nur mit HG´s bzw. heute SP´s/CI´s wichtiger.


    Hinzu kommt, dass die externe Technik auch mal kaputt gehen kann und man heutzutage beim Kostenträger um Reparatur / Ersatz bzw. Neubeschaffung "förmlich betteln" muss und ggf. wochen- oder monatelang ohne dieses Hilfsmittel auskommen muss. Das ist mit meinen finanziellen Ressourcen als Rentner wegen voller Erwerbsunfähigkeit und Bezieher von Grundsicherungsleistungen unvereinbar.


    Die noch gar nicht absehbaren wirtschaftlichen Folgen der laufenden Corona-Pandemie dürften in einer noch fernen "Post-Ära" meiner Meinung nach auch zu Verschlechterungen im Hilfsmittel-Sektor führen.

    Ja Dominik, das kommt dabei raus, wenn der Staat aufgrund solcher Empfehlungen meint, das "Tafelsilber des Volkes" zu veräußern - sprich zu privatisieren.... Was externe Berater taugen, sieht man ja schön bei der Bundeswehr.....


    Ich bin nach wie vor der Auffassung, dass sämtliche Grundleistungen im Rahmen der Daseinsvorsorge in den Händen des Staates bleiben sollte. Aber nein, es muss alles aus den USA "nachgeäfft" werden.

    So sehr ich "Mutti" auch nicht mag, sie ist die Einzige von der Regierung, die gegenwärtig noch "staatsmännische" Führung zeigt mit ihren Mahnungen zur rechten Zeit. Der "förderale Kindergarten" macht ja sowieso, was er will - allen voran Armin Laschet mit seinem Frontal-Angriff auf die Virologen bei Anne Will. Damit dürfte er sich um die Kanzlerschaft gebracht haben...


    Und Mister Spahn: Als er empfahl, Großveranstaltungen abzusagen, war mir schon klar, dass die personell und sachlich in den letzten Jahrzehnten kaputt gesparten Gesundheitsämter die Infektionsketten nicht zurück verfolgen können... Trotzdem planen Bund und Länder auch weiterhin, sich aus der Daseinsvorsorge für das Gesundheitswesen auf Raten zu verabschieden:


    Krankenhäuser sind ein ganz wichtiger Teil der Daseinsvorsorge!


    Bereits 2012 wurde vom RKI eine Risiko-Analyse für künftige Pandemien unter Annahme einer Situation, wie wir sie heute genau haben, durchgeführt. Bund und Länder haben jedoch in den letzten Jahren jedoch keine einzige Empfehlung hieraus umgesetzt. Immer weiter mit dem "Sparhammer" druff; Hauptsache ne "Schwarze Null".... Und haben wir jetzt was davon? Mitnichten...


    Corona-Ausbruch in Deutschland: Die verlorenen Wochen


    Bericht zur Risikoanalyse im Bevölkerungsschutz 2012 vom 03.01.2013 an den Bundestag als PDF zum Download


    Und ich habe da jetzt schon so meine Zweifel, ob in einer noch fernen "Corona-Post-Ära" die notwendigen und richtigen Konsequenzen vom Staat wie von der Gesellschaft selbst gezogen und getragen werden....

    Blinde und Gehörlose in Corona-Krise: Wenn stört, was schützen soll


    Tja; es ist leider nicht immer möglich, es allen recht zu machen... Ich war nach langer Zeit mal wieder im Pankower Zentrum unterwegs gewesen. Mein Eindruck folgender: Die allermeisten Leute halten sich zwar an die Regeln. Bei einigen bewirken die Masken jedoch, dass diese meinen, den Abstand nicht einhalten zu müssen .... So eine Frau im Bus zu mir, Mund bedeckt; aber Rotznase raushängend. Und fing noch an, einfach so zu niesen.... Der hätte ich gerne den von Martina erwähnten Cartoon gezeigt....


    Und viele Leute werden auch schon wieder unvernünftig, wie man ja diversen Medien entnehmen kann. Die denken wohl, dass die Pandemie vorbei ist, Mitnichten! Hoffen wir, das der nächste "Hammer" nicht so schnell kommt. Im Herbst/Winter ist mit Sicherheit noch eine Welle zu erwarten. Derzeit "tanzen" wir mit dem Tiger....

    Hallo Peter,


    schön, dass Du erst mal wieder Lichtblicke siehst; auch wenn Du noch am Anfang des Tunnels stehst. Lass Dich bitte nicht von der Einstellung der allgemeinen Gesellschaft abschrecken. Dagegen habe ich im Laufe meines Lebens ein dickes Fell entwickelt.


    Konzentriere Dich bitte auf Dich und Deinen Wünsche und Ziele! Dazu dient auch die "psychosomatische Reha" mit ihrer speziellen Diagnostik und Therapiemöglichkeiten. Wie Sabine schon schrieb; unbedingt darauf achten, dass die Ärzte und Therapeuten der Klinik mit Hörgeschädigten auch adäquat umgehen können!

    Da habt ihr wirklich einen wunden Punkt angesprochen! Meine Hauspflegerin und meine Fußpflegerin nehmen ihre Maske im sicheren Abstand ab und sprechen dann mit mir, nachdem ich es den beiden erklärt habe...


    Die generelle Forderung von Masken mit "Sichtfenster" unterstütze ich; halte es jedoch für illusorisch, sie bei der normalen "flott hörigen" Bevölkerung durchzusetzen wegen mangelnden Verständnis und der damit verbundenen Mehrkosten für die Anschaffung solcher Masken.


    Es ist nun mal eine nicht durchdachte zusätzliche Ausgrenzung von Gehörlosen und Schwerhörigen im Alltag als Folge der Corona-Pandemie. Jedoch wird es diese sogenannte normale Gesellschaft nie verstehen, dass sie damit auch eine Ausgrenzung begeht. Daran wird auch die UN-Behindertenrechtskonvention kaum was ändern.


    Da meine Schutzmasken (die normalen OP-Masken) noch unterwegs sind, muss ich erst mal gucken; wie ich die bei meinen dicken Brillenbügeln plus je einen Soundprozessor hinter dem Ohr bei meiner blöden Feinmotorik angezogen kriege.


    Und bitte nicht vergessen: Die Maske schützt einen selber nicht, sonder nur andere, wenn man selbst infiziert ist. D. h., eine Maske könnte viele Leute dazu verleiten, unvorsichtiger zu werden und die wirksamere Abstandsregel nicht mehr einzuhalten. Es gibt schon genug Ignoranten und Dumme, die mit Sicherheit dazu beitragen werden , dass die Lockerungen ggf. sogar wieder zurückgenommen könnten.


    Denn die jetzt erlaubten "Lockerungen" sind meiner Meinung nur ein "Lackmus-Test"; d. h. erst mal gucken, wie sich Bevölkerung verhält. Da viele Leute sich schon jetzt gerade bei schönem Wetter sehr leichtsinnig verhalten, muss man davon ausgehen, dass diese Lockerungen "einkassiert" werden. Erst dieser Tage musste ein regulärer Wochenmarkt am Maybachufer in Kreuzberg von der Polizei geschlossen werden, weil die Leute wegen "Massenandrang" sich nicht an die Abstandsregel hielten.


    EDIT und Nachtrag:


    Weltärztepräsident Montgomery: „Pflicht für nicht funktionierende Masken ist ein Armutszeugnis“


    Jedoch können FFP2 - und FFP3-Masken manch einem die Luft weg nehmen durch den hohen Einatmungs-Widerstand. Deswegen habe ich so einen Respekt für Ärzte und Pflegepersonal, die diese Masken stundenlang tragen müssen, um sich zu schützen!