Beiträge von Pat

    Hallo,


    ich bin Bundesbeamtin i.R. und weiß aus eigener Erfahrung bezüglich der Kostenübernahme Batterie folgendes zu berichten:


    Letzendlich übernimmt die Krankenkasse/Beihilfe die Kosten für die Batterien, weil die Batterien zum Betrieb eines Körperersatzstücks (nämlich des CIs) notwendig sind.


    Häufig (ich vermute, das hängt vom Kenntnisstand des Sachbearbeiters ab) wird zunächst abgelehnt mit dem Hinweis darauf, dass diese "Hilfsmittel" nicht beihilfe- und erstattungsfähig wären (wie HG Batterien). Hier empfiehlt sich ein Widerspruch, denn CI Batterien sind eben *kein* Hilfsmittel, sondern notwendig zum Betrieb eines "Körperersatzstücks" = Prothese.


    Häufig wird auch versucht, einen Jahresanteil von 100,- Euro abzuziehen ("Erstattung des 100 Euro übersteigenden Betrags je Jahr") oder auch einen Abzug von 10,- Euro je Rechnung durchzuführen. In beiden Fällen empfiehlt sich ein Widerspruch. Die Rechtsgrundlagen dafür darzulegen, würde hier zu weit führen, letztendlich läuft es darauf hinaus, dass CI-Batterien von keiner der Ausschluß- bzw. Anrechnungstatbestände erfasst werden, weil sie eben *keine* Hilfsmittel sind.


    Bislang habe ich noch auf jeden Widerspruch in dieser Hinsicht eine Erstattung erhalten.


    Allerdings hege ich so die heimliche Befürchtung, dass die Satzungen der Krankenkassen und die Beihilferichtlinien irgendwann man entsprechend geändert werden, wenn diese Erstattungsfälle immer häufiger werden.


    Grüße
    Pat

    Tamina

    pat dein post lässt wieder voll auf meine tochter schliessen, wo ein hörender wahrscheinlich nie dran denken wird. meine tochter kommt auch nie aus dem bett, klar woher sollen die impulse kommen. sie wird ( in ihren augen ) sicher unsanft von mir geweckt und die laune steigt dann ja auch nicht ;-).

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es am ungünstigsten ist, wenn das Schlafzimmer auch noch völlig abgedunkelt wird. Dann fehlen auch die ersten "Lichtimpulse" (z. B. wenn es draußen hell wird) und es hängt wirklich umso mehr am Gehör - das dann auch nichts liefert. Vielleicht wäre es günstig, wenn du vor dem eigentlichen Wecken erst mal ein Weilchen das Licht in ihrem Zimmer einschalten würdest, damit der Lichteinfall das eigentliche Wecken schon mal "vorbereiten" könnte, sozusagen. Ein Versuch könnte es doch wert sein, oder?


    Bei mir hilft es schon etwas, wenn der Fensterladen nicht ganz geschlossen ist oder Männe im Winter eine Weile das Licht anknipst, bevor er mich weckt. Wir haben auch einen elektrischen Wecker, der mit stetig heller werdendem Licht arbeitet, bevor der akustische Weckton einsetzt. Alles ganz hilfreich, sogar der Meinige findet es weniger krass geweckt zu werden, wenn es zunächst erst mal "Licht wird" im Raum. ;-)

    kann die Krankenkasse nach der OP feststellen und sagen.. wir haben für dich neue Hörgeräte bezahlt.. was soll dieser CI-OPeration der wahrlich mehr kostet ??


    So ganz laienhaft würde ich meinen nein. Ein CI bekommt man ja nur, wenn Hörgeräte nicht mehr ausreichen - wenn es also, wie Th.Henss schon gesagt hat, medizinisch indiziert ist. Das CI wäre dann sozusagen die "nächste Stufe" wenn HGs nicht mehr genügen. Da dürfte es keine Rolle spielen wieviel Zeit zwischen der "HG-Stufe" und der "CI-Stufe" vergangen ist, wenn jetzt ein CI nötig ist, dann ist es nötig.


    Ob es schon früher möglich gewesen wäre dürfte dabei keine Rolle spielen. Selbst wenn es möglich gewesen wäre hätten sie wohl "damals" kaum zu dir gesagt "Bitte lass das mit den HGs und lass' erst mal nachsehen, ob du nicht ein (teureres) CI bekommen kannst".


    Ob die Kasse aus Prinzip versucht sich aus der Zahlung für ein CI herauszuwinden ist eine andere Frage, aber mit dem Argument "wir haben dir erst 'kürzlich' neue HGs bezahlt" dürfte es wohl kaum funktionieren - schließlich gibt es das CI *weil* HG nicht mehr ausreicht.


    Wie gesagt, nur eine laienhafte Meinung.

    "Gutes Hören ist auch nun mal eine wichtige Grundlage für's gute körperliche Befinden!"


    :thumbsup:


    Den Satz sollte man einrahmen und an die Wand hängen!


    *Wie* wichtig das ist, habe ich selbst erst gemerkt, als hörtechnisch nichts mehr ging. Sogar das Schlafen ist taub ganz anders, obwohl man doch meinen sollte, dass man dann schläft und eh' keinen Unterschied merkt. Denkste! Und das Aufwachen erst - ohne Gehör komme ich überhaupt nicht in die Gänge, da ist das Aufwachen mühselig wie waten in zähem Sirup weil keinerlei Töne Impulse liefern, die den Prozess unterstützen.


    Von all den anderen Dingen, die du angesprochen hast, mal ganz abgesehen.


    Oh ja! Wie sehr sich das Hören oder Nicht-Hören auf das körperliche Allgemeinbefinden auswirkt hätte ich vorher nicht für möglich gehalten.

    Aber natürlich meine ich das ernst. Warum soll das nicht gehen?


    Ich hatte ursprünglich alles in braun weil es bei meiner Haarfarbe am unauffälligsten war.


    Im Zubehörkoffer befand sich dann eine Handvoll Batteriefachabdeckungen in verschiedenen Farben und weinrot gefiel mir halt gut. Also habe ich einfach die braune Abdeckung gegen die weinrote ausgetauscht. War nun wahrlich kein Hexenwerk. :D

    Hallo,


    ich habe lange, glatte Haare (länger als Schulterlang) und mache es wie Franzi. Deckhaare wegschieben, Spule mit Magnet aufsetzen und Deckhaare wieder drüber. Mit einem Finger die Spule festhalten und mit der anderen Hand das Haar darüber richten.


    Bei mir fällt die Spule nicht mal im Bett ab, so gut sitzt sie. Laufen, rennen, schnelle Bewegungen, alles kein Problem. Zwei Fälle führen bei mir mehr oder weniger regelmässig dazu, dass sich die Spule löst: a) mit den Fingern durch die Haare kämmen ohne an die Spule zu denken und b) die Kopfseite an den Metallspind im Büro lehnen - *klack*, klebt die Spule am Schrank. Davon abgesehen sitzt das Ding wie Erz und Eisen, sozusagen.


    Habe auch keinen extra starken Magneten drin, aber es hängt von den individuellen Gegebenheiten ab (Haardicke, Hautdicke etc) wie fest die Sache sitzt. Die Möglichkeit eines stärkeren Magneten in der Spule gibt es ja immer.


    Ich hatte mir für's Radfahren und für körperliche Tätigkeiten, bei denen es in Sachen Magnethaftung grenzwertig werden könnte, vom Hörgeräteakustiker einen Haltering anpassen lassen. Das Teil sieht aus, wie das Ohrpaßstück eines Hörgerätes, nur ohne den Zapfen, der in den Gehörgang ragen würde. Es sitzt fest in der Ohrmuschel und wird mit einem kleinen Schlauch am Haken des Prozessors befestigt - genau wie ein Ohrpaßstück am Hörgerät sitzt.


    Das hält dann auf alle Fälle, selbst wenn sich Spule und Prozessor selbständig machen, baumelt das ganze Equipment dann immernoch am Ohr, gehalten von diesem Ring der in der Ohrmuschel sitzt.

    Ja, Funkkopfhörer gibt es. In "unserem" Fall - sprich, als CI-Träger - würde ich das Teil aber nicht übers Internet oder per Post bestellen sondern tatsächlich zum Händler/Elektronikmarkt gehen und es ausprobieren. Schließlich muss das Teil


    a) bequem über CI/HG sitzen (ruhig mal länger Probetragen)
    b) so sitzen, dass der Wulst der Kopfhörermuschel nicht ausgerechnet das Mikrofon versperrt und
    c) auch einen verständlichen Klang liefern - und grad der ist individuell sehr unterschiedlich.


    Bei mir war einer der billigsten der Beste! Riesige Hörer die gut gepolstert bequem über dem CI sitzen und trotzdem ist das Ding nicht schwer und drückt auch nicht. Hat schon so manches Fernseh-Marathon durchgestanden. Die großen Muscheln haben für mich persönlich noch den charmanten Vorteil, dass sie störende Umweltgeräusche ausschließen/dämpfen, was dem Verstehen enorm zugute kommt.

    Zitat von "evbera"


    Wichtig ist, dass keine Einzugsermächtigung besteht, damit sie auf dem Konto nicht machen können was sie wollen.
    Ich vermute da mit dem zuständigen Amt vor Ort ein Daten ausgleich gemacht wurde, hatten sie eine Möglichkeit euch anzuschreiben, jedoch ohne Genaueres.
    Abwarten und Mal sehen was da noch kommt.


    Nein, eine Einzugsermächtigung besteht nicht, da ich ja von der GEZ befreit war - allerdings gibt es mein Teilnehmerkonto schon lange und sie haben regelmässig nach der Verlängerung der Befreiung gefragt, bis diese schlieißlich unbefristet erteilt wurde.


    Dass sie den Datenrücklauf vom Einwohnermeldeamt beim Abgleich wohl nicht richtig verarbeiteten, ist auch meine Vermutung.


    Es kommen wahrscheinlich von Zeit zu Zeit immer kratzbürstigere Aufforderungen entweder zu zahlen oder doch endlich den Fragebogen auszufüllen (je nachdem welcher Sachbearbeiter grade welche Linie anmahnt) und irgendwann werden sie dann mal vollstrecken wollen.


    Tja ... warten wir's ab.

    Hi Sandra,


    den Betrag habe ich in Neunkirchen, im TTHZ (Tinnitus-Therapie und Hörzentrum) gezahlt, also nicht in der Reha-Klinik St. Wendel.


    Von daher hast du todsicher recht - da wird es von Institution zu Institution und abhänging von der Frage, wer denn nun die Einstelllungen vornimmt, wohl große Unterschiede geben.


    Rosemarie hat da auch recht, wenn das Geld schon ausgegeben werden muss, dann wäre es als Krankenversicherungsbeitrag sicher am besten angelegt. Aber da sind Einzelheiten zu bedenken, die wohl nur FlameHaze beurteilen kann.


    Gruß
    Pat

    Hi Martina,


    oh ja, es gibt mich immernoch. Wenn mir auch der mütterliche Klinik-Tourismus im Moment wenig Zeit lässt für andere Aktivitäten. Mitlesen tu ich immer und wenn was aufkommt, zu dem ich mich sinnvoll äußern kann, tu' ich das auch gerne (wenn das auch selten der Fall ist). :D


    Der Vergleich von 700,- zu 150,- zeigt auf jeden Fall, dass die Kosten höchst unterschiedlich sein können, abhängig davon wer was wann wo einstellt.


    Insofern ist das ja auch schon mal eine nützliche Information, denn daraus kann FlameHaze zumindest mal schließen, dass eine konkrete Nachfrage nach dem Preis dort, wo die Kontrolle/Einstellung gemacht werden soll, der sinnvollste Weg ist. Schlicht deswegen weil es wohl davon abhängt, was gemacht wird, wer es tut und wie umfangreich es ist.


    Gruß
    Pat
    :-)

    Um mal was zur allgemeinen Erheiterung beizutragen:


    Ich habe mittlerweile mehrere Schreiben von den Raubrittern:


    Erstes Schreiben: ich möge doch ab jetzt bitte auch zahlen, den reduzierten Betrag halt, weil Komplettbefreiung gäb's nicht mehr.


    Zweites Schreiben, ganz unabhängig vom ersten, da ich mich daraufhin nicht gerührt hatte: unter meinem Namen hätten sie keine Anmeldung/kein Kundenkonto/keine Daten ich möge doch bitte beiliegenden Fragebogen ausfüllen.


    Das gleiche Schreiben (wie Nr. 2) hat mein Lebensgefährte ebenfalls bekommen.


    Drittes Schreiben: ich habe leider auf die erste Aufforderung noch nicht gezahlt, ich möge doch bitte zahlen.


    Ich bin in Versuchung ihnen eine Kopie von Schreiben 1 und 2 zu faxen mit der Aufforderung, sich doch bitte zu entscheiden, ob sie mich nun in ihrer Datenbank haben oder nicht.

    Also, ich bin privat krankenversichert und sehe daher die Rechnungen meiner Einstellungen bzw. lege das Geld vor, ehe ich es bei meiner Versicherung einreiche.


    Ich zahle für eine Einstellung (also das "Nachstellen" beim Audiologen - die EA ist schon lange gelaufen) von ca. 30 Min. Dauer in etwa 150,00 Euro.

    Zitat von "muggel"

    Sonnenwinde??


    Naja, du weißt doch - eines der beliebtesten Untergangsszenarien: Sonneneruption, koronarer Massenauswurf, Sonnensturm stark genug um das Magnetfeld der Erde zu durchdringen, Störungen von elektronischen Einrichtungen, Totalausfall von Computerfunktionen, Stromversorgung und überhaupt allem was elektrisch funktioniert, Tod, Chaos, Vernichtung, Untergang des Abendlandes im besonderen und der (elektronisch) zivilisierten Welt im allgemeinen.


    Und da wir ja alle einen kleinen Computer am und im Kopf tragen ...


    Jedenfalls nehme ich an, dass das gemeint ist. Ich denke aber, der normale Sonnenwind ist nicht stark genug, um Probleme an einem CI zu verursachen. Wenn davon etwas durchs irdische Magnetfeld durchkommt gibts normalerweise nur ein paar hübsche Polarlichter zu beobachten. Es soll zwar schon das eine oder andere technische Problem an elektronischen Anlagen (Radiokommunikation etc) aufgrund von starken Sonnenaktivitäten gegeben haben, aber das ist wohl eher selten und ob sich das tatsächlich auch auf ein CI auswirken würde hat wohl bislang noch niemand ausprobieren können.

    Zitat von "muggel"

    Huhu,


    naja... es gibt ja GoreTex-Membranen. Diese sind -- für eine gewisse Zeit -- wasserdicht.
    Da es ja "nur" der Überträger ist, der beim nicht-Funktionieren ausgewechselt werden muss, ist es somit nicht schlimm. Anders sieht es aus, wenn man für einen solchen Wechsel gleich wieder unter das Messer muss....


    Grüße,
    Miriam


    Ah ... okay, das ergibt Sinn. Ich dachte bisher nämlich immer, neben der Energieversorgung sei das "wie kriegen wir die Empfangseinheit wasserdicht" ein Hauptproblem bei der Entwicklung von Komplettimplantaten.


    Der Anschluß an den Computer des Audiologen ließe sich vielleicht noch irgendwie drahtlos herstellen, aber wie man Wasser im Ohr daran hindert in die Elektronik einzudringen, das habe ich immer als Riesenproblem gesehen.


    Gruß
    Pat

    Zitat von "eOhr"

    Beim Neptune von AB ist aber die Übertragerspule mit dem darin eingebauten Mikrofon wasserdicht. Damit kann man ja schwimmen gehen.
    LG


    Wie haben die das nur gemacht?


    :-)

    Zitat von "andersægis"

    Man könnte also einfach das gesamte Implantat samt Prozessor unter die Haut verlegen und nur das Mikropfon zb aus dem Gehörgang rausgucken lassen.


    Stellt sich nur die Frage, wie man das wasserdicht kriegt beim Duschen, Baden oder Schwimmen. Den Prozessor legt man ab - fertig. Alles was unter der Haut sitzt ist wasserdicht "verpackt". Aber ein Mikrofon im Gehörgang? Was gegen Wasser abdichtet würde doch auch gegen Schall abdichten, vermute ich mal so ganz laienhaft.


    Gruß
    Pat

    Hallo :-)


    Zitat von "Sonnenschein Nord"


    ich bin fast 40 jahre taub und kann micht nicht erinnern jemals Tinnitus gehabt zu haben!
    Wenn ich daran denke das ich mich nach der OP einige Wochen schonen muss das wird mir schwer fallen da ich ein ungeduldiger Mensch bin!


    Ist doch prima, dass du zu den glücklichen, tinni-losen Zeitgenossen gehörst. :-) Das muss sich durch die OP ja nicht zwangsläufig ändern.


    Allerdings - Geduld wirt du mit einiger Wahrscheinlichkeit aufbringen müssen, sowohl was das Schonen angeht als auch was das Hören mit dem CI betrifft.


    Gruß
    Pat

    Zitat von "Leseratte"

    Das könnte ich nie. Zum Schlafen brauche ich absolute Stille - da kommt das CI ab. Ich kann ja nicht mal schlafen, wenn ich meinen eigenen Atem höre :D


    Ho, das wäre dann natürlich schwierig - lange genug die Luft anzuhalten, bis du eingeschlafen bist. :wink: Dann lieber das CI ab, klar.


    Zitat von "Leseratte"

    Habe es mal fertig gebracht, das CI dranzulassen weil ich so müde war und einfach eingeschlafen bin. Das Resultat war das die Magnete an nächsten Morgen am (metallenen) Bettgestell hingen :lol:


    Hoffentlich ohne dass du auch noch drangehangen hast. :wink:
    Ist immerhin doch ganz praktisch: wenn du doch (noch) mal mit dem CI einschlafen solltest, weißt du am nächsten Morgen immer wo es ist. Ein Griff an den Bettpfosten und du hast wieder Töne. *g*


    Aber ja, das kann passieren. Wir haben einen Metallspind mit Büromaterial in der Werkstatt. Gegen den habe ich mich mal so ganz versonnen mit dem Kopf gelehnt um der Standpaukentirade vom Chef zuzuhören, die er dem Azubi gehalten hat. Und - PLOPP - schon hing der Magnet am Schrank.


    Hm ... darf ich mich eigentlich mit dem Kopf neben den Compi beugen oder löscht der CI-Magnet dann die Festplatte ... :twisted:


    Zitat von "Leseratte"

    So verschieden sind die Menschen *grins*


    Richtig, richtig. Nicht nur das CI-Hören ist von Mensch zu Mensch verschieden, die damit verbundenen Gewohnheiten und Vorlieben sind es auch.


    Zitat

    Tinnitus habe ich seit der OP nur noch ein Rauschen, das kann man prima integrieren zum Einschlafen. Das Gepiepse und Geknatter von vor den OPs ist komplett verschwunden - auch wenn die CIs ab sind :bounce:


    Genial! Das ist sehr schön.


    Zitat von "Sonnenschein Nord"

    Ist es denn üblich, wenn man auf dem tauben Ohr ein CI bekommen hat das man Tinnitus bekommt???


    Es kommt wohl öfter vor, dass sich direkt nach der OP für ein Weilchen ein vorübergehender Tinni einstellt, aber persönlich meine ich, dass da auch die Verschiedenheit der Leute zum Tragen kommt. Hier ist wohl jede denkbare Kombination möglich. Man kann einen kriegen - oder auch nicht. Ein vorhandener kann verschwinden, stärker werden oder schwächer - oder auch nicht. Jaja, sehr hilfreich, ich weiß.


    Andererseits - letztendlich kann man Tinni-Probleme ja auch ganz prima ohne CI kriegen. *Kein* CI einsetzen zu lassen ist ja auch keine Garantie dafür, dass man nie einen Tinni kriegt oder ein vorhandener nicht schlimmer wird. Zigtausend Tinni-Opfer ohne CI können davon ein Liedchen summen. Man kann auch stocktaub einen Tinni haben oder kriegen.


    Aber selbst wenn dir hier jemand sagen würde "ja, das ist üblich" oder "nein, das ist nicht üblich", wäre das immer noch keine Garantie dafür, dass es grad bei dir so oder so kommt.


    Es ist allerdings üblich, dass man mit CI früher oder später mehr hört als ohne. Wieviel mehr und wie gut ist individuell höchst unterschiedlich (da ist sie wieder, die Verschiedenartigkeit der Leute :wink:). Und trotzdem gibt es auch CI-Implantierte, die ihren Prozessor hinterher aus den verschiedensten Gründen komnplett in der Schublade versenken.


    Eine CI-Operation ist eine Chance mit einem Risiko und ob man sich dafür oder dagegen entscheidet, ist vermutlich auch eine Frage des persönlichen Leidensdrucks. Wer sehr unter der (fast) Taubheit leidet, ist vermutlich eher bereit, das Risiko eines Fehlschlags mit Verschlechterung des Status Quo einzugehen, als jemand, der sich (fast) gehörlos gut in seinem Leben eingerichtet hat.


    Letztendlich läuft es auf die Frage hinaus: ist mein Wunsch zu hören größer als meine Angst vor möglichen Negativfolgen?


    Das ist eine Enscheidung, die einem niemand abnehmen kann und noch so viele beruhigende "CI ist klasse"-Meinungen sind keine Garantie für's Gelingen - genausowenig wie ein Haufen reuevoller "Hätt' ich bloß niemals"-Aussagen eine Garantie für's Schiefgehen ist.


    Ich brauchte mir nur vorzustellen, wie mein Leben ohne CI aussehen würde und die Grundsatzentscheidung war gefallen. Aus meiner Sicht hatte ich ohne CI ohnehin schon so viel verloren, dass ich diese Chance unbedingt haben wollte. Die Fragezeichen kamen erst bei den Details: wer, wo, wann, welches.


    Keiner kann dir die Entscheidung abnehmen, aber es ist wichtig, dass du gründlich drüber nachdenkst und du mit deiner Entscheidung letztendlich im Reinen bist, egal wie sie ausfällt.


    Gruß
    Pat