Posts by cadi

    hallöle,
    ich trag sowohl freedom als auch damals die hörgeräte offen. habe mehrmals die positive rückmeldung bekommen, dass man leicht vergisst, dass ich hörgeschädigt bin, weil ich halt normal spreche. wenn die anderen dann die technik sehen, sagen sie zumindest, werden sie daran erinnert, dass sie mich anstupsen bevor sie was sagen und eben dass ich sie nicht ignoriere, wenn ich wiedermal nicht reagiere.
    dass ich schief angeschaut werde, ist mir noch nicht oft aufgefallen. hin und wieder scheinbar.. intolerante menschen, aber mei, würde es sowas nicht geben, würden wir die empfangene toleranz ja gar nicht mehr schätzen..


    im zug setze ich mich übrigens so hin, dass die freedom-seite zum gang zeigt, lass das gerät allerdings ausgeschalten. dann kann ich bequem schlafen und wenn der fahrkartenmensch kommt, sieht er, dass ich hörgeschädigt bin.. habs vorher regelmäßig erlebt, dass jemand ewig neben mir stand "die fahrkarte bitte" und ich halt nicht reagierte, alle andere schon schauten. seit ich das mit dem freedom so mache, das man ja deutlich sieht, ist mir das nie wieder passiert (fahre sehr sehr viel zug, bin zwei jahre lang jedes WE gependelt usw).

    Hallöle,
    ich finde es irgendwie gar nicht gut, dass sich der Prof so klar auf eine Seite schlägt. Jede Firma, Cochlear, Med-El, AB, Neurelec (gibts die noch?) und was sonst so auf dem Markt ist, hat ihre Vorteile und ihre Nachteile. Jeder muss halt für sich selber entscheiden, welche Kriterien ihm am wichtigsten sind und welche Implantatsfirma daher am besten passt.


    Was ich eigentlich schreiben wollte: Willst du dir wirklich ein CI implantieren lassen, ohne wirklich ein HG ausprobiert zu haben? Ich mein, ein HG kann man immer rückgängig machen, schlimmstenfalls nicht tragen. Ein CI dagegen ist etwas Endgültiges. Einmal drin, kannste nicht mehr wirklich wieder auf HG umsteigen.
    Ggf. erstmal mit einem anderen Akustiker mal probieren? Ich mein, implantieren lassen kannste dich danach immernoch.
    Klar gibt es Akustiker, die gleichmal mit voller Dröhnung anfangen. In der Arbeit wurde mir aber zig mal erklärt, dass man bei Neuanpassungen keinesfalls zu laut anfangen soll, denn schlimmstenfalls erschrickt sich der Kunde und trägt das Hörgerät nicht mehr. Je nach Hörgewöhnung sagt man, mit 60-80% der benötigten Lautstärke anfangen und nach einer gewissen Gewöhnungszeit schrittweise immer lauter gehen, solange bis die theoretisch benötigte Verstärkung erreicht ist oder der Kunde sagt, dass es ihm so passt. Net jeder ist so ein Lautstärke-Junky und möchte von Anfang an as much as possible :lol:


    Darf ich fragen, was das für eine OP war?

    Quote

    Wenn man mit einem CI nicht klar kommt gibt es einen Weg zurück zu den normalen (starken) Hörgeräten?


    In der Regel wird das Restgehör dabei zerstört, sodass dir danach das stärkste HG auf dem Ohr nichts mehr bringt. Natürlich gibts auch Fälle, wo sich das Restgehör "nur" verschlechtert (klar, geht nur, wenn überhaupt etwas Restgehör vorhanden war), aber nunja, wird einem ja nicht so viel bringen, wenn man schon vorher so schlecht hörte, dass man sich implantieren lies :wink:
    aaaaber... ich war beim letzten CI-Kongress Anfang Mai in Hannover. Dort gab es zwei Live-OPs. Die zweite war eine Restgehör erhaltende CI-Implantation. Leider wurde diese OP net so breit getreten wie die andere, sodass ich dir dazu fast nix sagen kann... Aber frag doch mal in einer großen, anerkannten Klinik nach. Die müssten dazu was wissen. Vielleicht wäre das ja eine Option für dich, wenn du so Angst um dein Restgehör hast?

    Ne Mitschülerin bekam vor ca. einem Jahr Naida SP, weil sie ewig unterversorgt war. Nachdem die Geräte grob angepasst waren, musste sie den Erhalt unterschreiben. Dabei hörte sie, dass der Kugelschreiber beim Unterschreiben auf dem Papier kratzt und ihre Reaktion fiel aus wie deine :)


    Neja, ich weiß, wie Bleistifte klingen (kommt auf den Härtegrad an. Je härter, desto mehr ist es wie ein Kratzen/Ritzen, je weicher, desto mehr ist es wie weiches Reiben auf Holz), aber Kugelschreiber und Co kann ich dir auch net sagen.. Noch net :D

    Meine Op war am Freitag, am Montag hätte ich gehen dürfen. Da ich aber in München wohne, durfte ich auf Wunsch auch etwas länger bleiben. Habe mich dann am Dienstag entschlossen, nach Hause zu fahren.

    Ich habe mich das auch schon öfter gefragt und ich denke, bestager weiß durchaus, dass die Implantate auch relativ früh durch verschiedenste Ursachen ihren Geist aufgeben können, selbst wenn geplant ist, dass sie möglichst lange bzw. "mindestens y Jahre" halten. Vielleicht meinte er, ob man generell sagt, dass man nach x Jahren das Implantat erneuern/explantieren/whatever sollte/könnte, weil sie in der Regel noch nicht länger halten.



    Offtopic:
    War gerade beim Chirurgen, damit er sich meine Naht von der Implantation letzte Woche ansieht. Dem musste ich erstmal erklären, was das Implantat ist und wo es liegt :D :lol: [/code]

    Kommt das nicht eher darauf an, wie gut man mit HG auf dem zweiten Ohr noch hört? Jemand, der auf dem anderen Ohr sowieso taub ist, wird wohl eher zum zweiten CI greifen, als jemand, der auf dem anderen Ohr mit HG noch relativ gut hört und evtl sogar Sprache versteht...

    Heyho,
    mich würde interessieren, welches Hörgerät getragen hast.
    ich frage, weil ich beim gleichen Aku bin und daher weiß, dass er ein absoluter Naida-Fan ist und es mich interessiert, ob du auch was anderes mal getragen hast.
    *wink*

    Hallo Schlaumi,


    wieso das bei dir so ist, kann ich dir nicht sagen. ich kann dir nur sagen, dass ich auch zur Zeit in so einem Loch stecke. Die Klinik sagte zu mir eiskalt, ich soll halt taub rum laufen. Die RV hat die Reha am Telefon genehmigt und im schriftlichen Bescheid haben sie sie abgelehnt, nach nichtmal 8 Monaten dass ich meine HGs habe sind sie beide an ihrer Leistungsgrenze wieder viel zu schwach etc. ich tu auch gerade das schlimmste was geht: aufgeben weil ich mir denke tausende Leute bekommen genau das hinterher geschmissen, das mir so viel Lebensqualität raubt. Im Moment kämpft eher ne Mitschülerin dafür dass ich meine Reha bekomme und sonst naja, tut sich halt nix.
    Das darfst du nie nie nie machen! Du bist der KK und Co halt zu teuer, darum schmettern sie erstmal alles ab und hoffen, dass du eh nicht in Widerspruch gehst um darum zu kämpfen. Oder zögern alles hinaus indem sie ewig brauchen einen Antrag zu bearbeiten. Ein Kampf der § - ja. Nicht jeder kennt sich damit aus. Vielleicht denkt auch manch einer, dass es ihm wirklich nicht zusteht, wenn er die Absage in den Händen hält und deshalb es halt sein lässt oder lässt sich dadurch im Extremfall sogar einschüchtern. Wenns ums Geld geht, hört die Freundschaft ja bekanntlich auf und das immer mehr, je knapper die Ocken sitzen.