Posts by Kosakenzipfel

    solltest du die Leute in der Klinik vielleicht nochmal darauf hinweisen, dass sie dir wirklich alles Wichtige vorher erklären

    Da sagst Du etwas.
    In den großen Häusern, so meine Erfahrung, geht man kaum auf den Einzelnen ein. Zu viel Drumherum, denke ich. Auch in HNO-Kliniken entwickeln so einige kein echtes Verständnis für schwer Hörgeschädigte.

    Zur OP geht’s ja in der Regel ganz ohne HG

    Ich habe, nach einem leicht angespannten Intermezzo mit einem Pfleger, der mich - ich hatte kurz vor der OP das HG nicht mehr im Ohr - mit einer völlig unangemessenen Art etwas für dumm verkaufen wollte, dann einen „Tresor“ ans Bett geschnallt bekommen. Ich steckte mein HG dann also wieder ins Ohr, konnte bei der Vorbereitung noch mit allen kommunizieren und man nahm es mir erst nach erfolgter Narkose heraus und gab es mir zurück, als ich aufgewacht war. Das hat gut geklappt.
    Die sehr liebevolle Umsorgung im Aufwachraum hat dann das völlig unnötige Auftreten des Pflegers wieder wettgemacht.

    Ich bin leider rechts nach der op komplett ertaubt

    Ich hatte zwar kein Hörvermögen mehr auf der implantierten Seite, aber bei entsprechend naher und kräftiger Stimulation noch gewisse Reaktionen. Nach der OP war und ist da auch gar nichts mehr.

    …aber am anderen Ohr möchte ich solange es geht noch auch etwas natürlich hören.

    Das kann ich gut nachvollziehen.
    Ich habe auch bis zum Schluss an den letzten „Fitzeln“ meines Restgehörs festgehalten. Erst links, nun auch rechts. Aber irgendwann bringt es nichts mehr. Sogar im Gegenteil. Es kann je nach Art der Hörschädigung sogar kontraproduktiv sein, weil die Verzerrungen über das „Rest-Ohr“ den gesamten Höreindruck verfälschen.
    Mich stört mittlerweile mein HG-verstärktes Restgehör mehr, als das es noch nutzt.

    Aber alles ist dabei sehr individuell und wohl nie 1 zu 1 auf andere Hörgeschädigte übertragbar.

    Wenn ich meine Geräte trage, dann ist mein Kollege mal voll da, mal im Hintergrund, ganz selten so leise, dass es mir dann sehr, sehr auffällt, wie viel besser ich dann höre.

    Hast Du dazu noch andere Symptome?

    Kopfschmerz, Irritationen, Gesichtsfeldverluste oder drgl.?

    Ich frage mich, ob gewisse Ohrgeräusche vielleicht auch mit Migräne zusammenhängen könnten?

    Hallo Evchen,

    wenn Du auf beiden Seiten an Taubheit grenzend schwerhörig bist, hast Du schon heute so gut wie kein Sprachverständnis mehr, oder?

    Ich habe bis fast zum Schluss gewartet, mich implantieren zu lassen, obwohl ich erkrankungsbedingt auf dem linken Ohr schon länger taub war und auf dem rechten trotz des sehr individuell einstellbaren Hörgeräts nur noch extrem rudimentär und schwankend verstehen konnte.
    Es war die Hölle. Kommunikation, besonders draußen, mal eben auf der Straße, im Auto, mit dem Telefon, in Restaurants, in hallenden Räumen, in Gruppen… nicht möglich.
    Ich war immer mehr abgekoppelt.
    Das war der Status bei der Diagnose: links ertaubt und rechts an Taubheit grenzende Schwerhörigkeit.
    So, wie Du deine Situation schilderst, bist Du kurz vor dieser Situation.
    Alles, was Dir zu mehr Verständigung mit deiner Umwelt verhilft - auch wenn Du Dich daran gewöhnen musst - ist besser, als der erreichte Zustand.
    Niemand kann Dir im Vorhinein zusichern, wie zu Anfang dein Hörergebnis sein wird. Aber spätestens mit etwas Übung wird es besser sein, als das, was Du zzt. gewohnt bist.

    Ich hatte sofort eine deutliche Erleichterung und bin erst gut zwei Monate nach der Implantation (erst nur links, rechts wird aber irgendwann folgen) wieder deutlich mehr teilnehmend in meinem Umfeld. Nicht alles ist schon toll. Und nein, es ist nicht wie das natürliche Hören, aber das haben wir ja schon lange nicht mehr.
    Aber es ist um ein Vielfaches besser als zuvor.

    Ob Du Glück hast wie ich (konnte gleich nach dem ersten Anschalten mein Gegenüber verstehen, wenn auch weiter weg und wie in einer Röhre) oder vielleicht auch etwas brauchst, ins klarere Verstehen zu kommen: ich bin sicher, es wird ein Gewinn gegenüber dem Status quo.

    Und zu viel Respekt vor der Sache verbaut eventuell den flotteren Weg zum besseren Hören, da man sich dann u. U. zu viel auf eventuelle, vielleicht nie auftretende Probleme konzentriert und nicht auf die positive Hörerwartung.

    Vielleicht kommen dem einen oder der anderen alte Erinnerungen in den Sinn über tolle, eindrucksvolle Erlebnisse?

    Einfach mal so, zum Entspannen und Kopfreisen.

    Ich zitiere mich mal selbst 🤭

    Habt Ihr tatsächlich keine schönen Erinnerungen an Reisen und keine Tipps zu „netten Ecken“, die man mal besuchen sollte? Kann ich gar nicht glauben.
    Aber solange Ihr noch überlegt, sende ich mal ein paar Bildergrüße von meinem derzeitigen Standort:

    Vielleicht könnte man auch einfach mal versuchen wie es ist eine Aspirin zu nehmen da hierdurch auch das Blut sehr verdünnt wird.

    Hallo Timmi,

    dann aber besser nur in kleinen Dosen.
    10 mg am Tag sollen auch gegen Mikro-Entzündungen im Körper helfen. Dazu gibt es wohl ernstzunehmende Studien.
    Zu viel Aspirin kann allerdings sehr schädlich werden. Die Blutverdünnung ist dann erheblich und hält auch noch lange nach der Einnahme an.
    Eine Kautablette Aspirin direkt hat ja schon 500 mg.

    Herzerkrankte und erst recht Leute, die schon Blutverdünner nehmen müssen, dürfen da gar nicht ran.

    Ich habe ein wenig damit experimentiert, nicht wegen eines Tinnitus, der blieb mir wenigstens erspart, aber in Richtung morbus menière. Dachte, wenn Durchblutung und/oder Entzündungen eine Rolle spielen könnten, würde das vielleicht helfen. Hat es aber leider nicht.

    Aber einen Versuch bei einem Tinnitus ist es vielleicht wert?

    Ich will nicht, daß das Thema mein Leben bestimmt. Es ist, wie es ist, und ich versuche, das Beste daraus zu machen.

    Hallo Buddy_Isar,

    diese Einstellung ist eine gute Voraussetzung, sehr schnell mit dem nun eingeschlagenen Weg zurecht zu kommen. Notwendiges akzeptieren und damit annehmend weitermachen.
    Was die bimodale Versorgung angeht:

    MED-EL kooperiert mit Starkey. Gewisse Hörgerätemodelle, wie das Edge und das Genesis AI, können parallel zum CI gestreamt werden. Andere wiederum nicht.
    Wenn es nicht zwingend um gleichzeitiges Streamen geht, kann man natürlich jedes andere Hörgerät auch weiter benutzen. Die so genannte Latenz (Verzögerungen beim HG) kann am CI angepasst werden. Bei allen CI-Herstellern.

    Dir jedenfalls viel Glück und Erfolg auf dem Weg.
    Den Hörgewinn wirst Du nicht bereuen.
    Und das richtige Mind Set hast Du ja.

    Ideal wäre für mich das "Max 5x" Abo, das 107,10 Euro im Monat kostet. Das übersteigt jedoch mein Budget als Bürgergeldempfänger.

    Ich möchte Dir nicht zu nahe treten und kenne deine Umstände natürlich nicht.
    Aber bei deinen doch offensichtlichen Fähigkeiten und deinem vorhandenen Engagement Bürgergeld/Grundsicherung?

    Ist der Open Source Weg nicht vielleicht doch nur die zweitbeste Idee? Ich stelle mir vor, das setzt sich als Home-Tool zur Unterstützung der nur rudimentär zu leistenden Betreuungen durch die Fachkräfte durch und alle Involvierten profitieren davon. Warum solltest Du dann auf Grundsicherung angewiesen bleiben?
    Du wirst doch auch noch andere Ideen haben, die Du umsetzen könntest?

    Vielleicht sollte ich nicht spenden, sondern in dein Start up investieren 😉😁

    Geld verdienen will ich damit nicht, ich schenke gern und gebe zurück, wo mir schon geschenkt wurde. Allein, die KI, mit der ich das Tool entwickele, kostet eine monatliche Abogebühr, da wäre ich dankbar, Sponsoren zu finden, die mir ein monatliches Abo spendieren.

    Das ist sehr selbstlos von Dir.

    Wie viel kostet Dich denn das KI-Abo?

    Wenn jeder, der hier von deinem Tool profitiert, monatlich z. B. über PayPal einen kleinen Obulus gäbe, wäre doch schon etwas in diese Richtung getan, oder?

    Ich bin zzt. noch etwas zu unerfahren, um das für mich nutzbar zu machen, zumal auch mein Streaming-Adapter offenbar defekt ist. Aber wenn ich soweit bin, wäre ich sicher bereit, auf diesem Wege deine Kosten mitzutragen.

    Mit barrierefrei ist in dem Fall Barrierefrei für E-Rollstuhl gemeint. Erreichbarkeit ist dabei natürlich ein Punkt, aber nicht nur, sondern auch Nutzbarkeit. Schiff ist prima, aber in der Regel ist die Gangway zu eng, beinhaltet hohe Steigungen oder Stufen

    O. k., mit dem E-Rollstuhl fährt man nicht durch Sand. Heißt, es müsste eine Art festen Weg am Strand geben? Bin mir nicht bewusst, das schon mal gesehen zu haben. Allerdings bin ich auch nicht oft an der (nördlichen) See gewesen.
    Am Bodensee sind die größeren Schiffe mit recht breiten Gangways versehen. Aber Du hast vermutlich recht: beim Übertritt in das Schiff könnte es ein Problem geben. Wobei ich mir nicht vorstellen kann und möchte, dass man in der Bodensee-Schiffahrt Barrierefreiheit mittlerweile nicht mitgedacht hat?

    Nur wenn das Gesamtpaket nicht geschnürt werden kann, haben weitere Überlegungen in diese Richtung (Bodensee) ja ohnehin keinen Sinn.

    Allerdings scheinen wir da Anforderungen mitzubringen, die nicht erfüllbar zu sein scheinen

    Einfach ist das nicht, was Ihr da benötigt.
    Barrierefreiheit - ich nehme hier mal an, es geht dabei in erster Linie um das Erreichen - ist immer noch ein großes und leider oft stiefmütterlich behandeltes Thema.
    Wenn man selbst darauf nicht angewiesen ist, erkennt man die vielfältigen Hemmnisse auch sehr oft nicht.
    Auf Rügen z. B. war ich erst ein Mal und hatte den Fokus auf diese Frage nicht.
    Wenn ich es Revue passieren lasse, war der Strand z. B. in Binz und auch in Sellin ohne zusätzliche Barrieren erreichbar. In Sellin konnte man sogar einen Fahrstuhl bei der Seebrücke nutzen oder über eine längere Rampe hinunterkommen.
    Klar, man muss dann über Sand weiterkommen, aber das ist halt der Strand. In Binz gibt es auch einen Teilabschnitt für Hunde. Der war aber recht klein. Und preislich sind Binz wie auch Sellin sicher keine Schnäppchen. Wie es dort an anderen Orten konkret aussieht, kann ich leider nicht sagen.
    Andere Regionen am Meer, die man zudem gut mit dem Zug erreichen kann, sind mir nicht geläufig.
    Bin noch meine häufigen Besuche am Bodensee durchgegangen. Ist nicht wirklich das Meer, aber an vielen Stellen auch flach und die Region ist schön. Mit dem Schiff kommt man auch gut in andere Städtchen. Doch da fällt mir zumindest nichts ein, was mit Hundestrand zu tun hat. Überhaupt ist „Strand“ dort ein etwas überzogener Begriff.
    Ich glaube, die Ostsee-Küste wäre schon eine ganz gute Richtung für Eure Zwecke. Vielleicht sogar im polnischen Gebiet?

    Aber wie es sich vor Ort mit der Barrierefreiheit ausgibt, muss man wohl speziell erfragen, denke ich. Über die Touristeninformationen ist das online heute ja kaum noch ein Problem.
    Ebenso der Check, was der vielleicht geeignete Ort so preislich zu bieten hat.
    An den „Hot-Spots“ weiß man auch an der Ostsee, wie man an anderer Leute Geld kommt 😉.

    Es ist eine wirklich schöne Gegend dort.

    Ja, das stimmt.
    Die Ecke ist eine Reise wert. Habe mich dort sehr erholt. Tolle Luft und selbst wenn die Sonne scheint, immer noch angenehm durch den immerwährenden Austausch.
    Bin mal gespannt, wie es dieses Mal wird. Das Wetter soll nach den aktuellen Vorhersagen wohl mitspielen.

    ich bin nicht so der Im-Meer-Baden-Typ.

    Ich auch nicht. Als junger Mensch in der Ägäis mit der damaligen Freundin am kilometerlangen Strand, den wir komplett für uns hatten, im poolähnlichen Wasser plantschen, war nett. Heute schaue ich es mir lieber vom Trockenen an 😁.

    Ich hatte mich schon gefragt ob die Wagen vielleicht Professoren gehören denn in Münster gibt es ja viele Akademiker

    Da gibt es auch eine Menge Geschäftsleute, die das notwendige „Kleingeld“ mitbringen 😉.
    Ja, es gibt wunderschöne Oldtimer. Ich war sporadisch mit einigen Jahren Abstand auf der Techno Classica ( https://technoclassica.de/de ) in Essen. Tolle Fahrzeuge gab es da. Die Preise sind mit den Jahren exorbitant gestiegen. Auch vor den unteren Segmenten hat das nicht Halt gemacht.
    Man muss natürlich etwas „Benzin im Blut“ haben, um dem etwas abzugewinnen. Ich mag vor allem die alte Formensprache bei vielen Modellen. Das waren noch richtige Design-Statements.

    Mercedes SL r107 5,6 Liter 8 Zylinder Cabrio aus USA importiert. Gar nicht mal soo teuer so ein Cabrio.

    Aber die technische Unterhaltung. So ein 8 Zylinder braucht ein gutes Mechaniker-Händchen und der schwere Motor war für die Vorderachse ein ziemliches Problem.

    Da ist z. B. ein Käfer technisch deutlich weniger anspruchsvoll.

    Ich weiß aber nicht ob das etwas für mich wäre so im Mittelpunkt zu stehen.

    Man muss natürlich auf keiner Rallye mitfahren - einfach nur Spaß haben am Oldtimer-Fahren reicht schon 😁