Mrs.Alex
Ich war radikal:
Knopf an den Kopf, sofort dran gelassen, alles an Hör-Umgebung ausprobiert, natürlich auch an den möglichen Einstellungen gespielt und vom ersten Tag an bis heute mindestens gut 15 Stunden am Tag nonstop getragen.
Habe mir gedacht, der Hörnerv und mein Hirn benötigen Input.
Hat in meiner Situation auch nicht geschadet.
Wenn etwas mal störend war, hab ich das Programm und/oder die Einstellungen geändert.
Manchmal lasse ich das HG auf der anderen Seite weg.
Es ist wie bei Dir, nur seitenverkehrt.
Mein Restgehör mit HG-Versorgung ist nur noch sehr rudimentär. Es hilft etwas für die Dynamik und für‘s Richtungshören.
Mein Credo war: auf die Dauer hilft nur Power.
Aber da sind wir Jecken auch alle anders.
Ich muss dabei erwähnen, dass ich von der Ersteinschaltung an Sprache in ruhiger Umgebung sofort verstehen konnte.
Das scheint bei Dir anders zu sein oder die Ersteinstellung ist vielleicht etwas zu zaghaft vorgenommen worden?
Grundsätzlich glaube ich, man sollte nicht zu vorsichtig sein. Fordern ist schon der richtige Weg. Überfordern natürlich nicht.
Bei der Arbeit würde ich offen kommunizieren, dass Du zwar ein CI trägst, damit aber kein „normales“ Hören möglich ist und es noch einiges an Eingewöhnung bedarf, bis Du einen größeren Benefit dadurch hast. Die Leute kennen sich damit nicht aus und werden Dich wie üblich von links und rechts, von hinten oder mit weggedrehtem Kopf zutexten. Dem solltest Du etwas entgegenwirken, sonst wird es auch mental anstrengend.
Nach der OP ist die Kopfhaut noch länger geschwollen. Da hilft ein stärkerer Magnet. Hatte zunächst den 5er, jetzt den 3er, mit dem ich bei recht fülligem und dickem Haar gut zurecht komme.
Dass Du berichtest, zuvor besser gehört zu haben, ist interessant. Hattest Du denn noch so viel Restgehör auf der jetzt implantierten Seite?