Hallo,
Vorweg, ich bin in meiner Hörreise noch eher am Anfang, 4 Monate nach OP und 3 Monate mit SP. Trotzdem hätte ich gerne mal ein paar Erfahrungen von euch zum Thema Gewöhnen an Frequenz Mismatch zwischen den beiden Seiten. In den Beiträgen zu den online Tools ist ja schon viel diskutiert worden.
Von Anfang an hatte ich auf dem CI Stimmen und Geräusche sehr tief gehört, und eben auch deutlich tiefer als auf der anderen Seite. Es ist ein bisschen besser geworden, aber es stört mich noch immer sehr im Alltag und gerade bei Störgeräuschen. Anatomiebasierte Anpassung ist auch nicht viel besser, da habe ich etwa eine Oktave Versatz, sonst eher zwei, hängt aber auch von der Tonhöhe ab. Die Audiologen verweisen immer auf die Gewöhnung des Gehirns, haben mal an den Tiefen, mal an den Höhen geändert, einmal wurde eine Elektrode testweise deaktiviert, ohne dass das wirklich hilfreich war. Die Zuordnung der Frequenzen will der eine gar nicht anfassen, macht man nicht. Das Sprachverstehen mit CI in Ruhe ist gut, die Aufblähkurve auch. Deswegen habe ich den Eindruck, die verstehen mein Problem nicht so ganz.
Ich frage mich nun, weil ich nach 3 Monaten keine wirkliche Gewöhnung erkennen kann: Dauert das noch länger oder könnte man über die Zuordnung der Frequenzen mehr erreichen? Und wie kann man das trainieren?
Wenn ich versuche, mit Musik zu üben, habe ich komische Effekte durch mein „Hörgedächtnis“. Also bei Liedern, die ich kenne, klingen die Stimmen eher so wie ich die erinnere. Aber bei unbekannten Liedern der gleichen Sänger, klingen sie ganz komisch und natürlich viel zu tief.