Posts by Mount Everest

    Man hat nicht wegen beidseitigem CI alle 2 Jahre wieder einen Anspruch auf Reha. Wann waren denn die OP´s und welche Reha wurde denn bisher gemacht? Die Grunddiagnose Taubheit ist ja dieselbe und da würde meiner Erfahrung nach bei stabiler Einstellung beider CIs "nur" alle 4 Jahre ein Anspruch bestehen. Wenn das Sprachverstehen noch nicht gut ist, würden da eher stationäre Maßnahmen genehmigt.

    Der gesetzliche Anspruch auf eine Reha besteht alle vier Jahre. Es sei denn es wird aus medizinischer Sicht schon früher eine Reha befürwortet. Man hat zwar pro Ohr einen Anspruch auf eine stationäre Reha. Wenn man zum Beispiel erst rechts ein CI bekommen hat und man hierfür eine stationäre Reha absolviert hat und das linke Ohr sich vor Ablauf der vier Jahre so weit verschlechert hat, dass man nun auch links ein CI benötigt, so kann man für das linke CI schon vor Ablauf von vier Jahren die Reha für das andere Ohr in Anspruch nehmen. Es ist aber wie Rosi schon sagte nicht so, dass man bei einer beidseitigen CI Versorgung alle zwei Jahre einen Anspruch auf eine Reha hat.

    iin der der ablehnenden klinik hatte der audiologe u.a. einen test durchgeführt, mit dem er durch steigende lautstärke einen bestimmten reflex, dessen bezeichnung ich nicht verstanden habe, auszulösen versuchte. ich musste den abbrechen, weil es für mich unerträglich laut wurde. danach konnte ich zwei tage lang auch mit FM so gut wie nichts mehr verstehen. ich habe das auch so zurückgemeldet. eigentlich hätten doch alle alarmglocken läuten müssen, aber es folgte nur ein schulterzucken.

    Bei diesem Test ging es nicht darum Deine Unbehaglichkeitsschwelle also den Zeitpunkt ab wann ein Geräusch für Dich unangenehm laut wird, zu ermitteln?

    @ Neela: Die Kk ist wohl bei meinem Bruder nicht zuständig, da er in der Teilhabe am Arbeitsleben ist! Deshalb ist es etwas schwierig mit der Reha Beantragung!

    Hier muss zwischen der ambulanten Reha (Nachsorge) und einer stationären CI Reha entschieden wird. Es ist wie Neela schon geschrieben hat, dass bei einem CI die Nachsorge auch oft ambulante Reha genannt mit zu dem Paket gehört und somit hier die Krankenkasse der Kostenträger ist und die Kostenübernahme von der Klinik zusammen mit der OP beantragt wird. Leider wird diese aber häufig wie Neela schon schrieb erst einmal von der Krankasse abgelehnt.

    Bei einer stationären Reha ist dagegen bei Berufstätigen die DRV und bei Arbeitslosen, Rentnern oder Studenten die Krankenkasse der Kostenträger.

    Bzgl. einer stationären Reha müsste geklärt werden, wer Dein Bruder während der Reha bgeleiten könnte. Ich war 2023 in Bad Nauheim und dort war eine Patientin, die während ihrer Reha ein bzw. zwei Begleitpersonen hatte, die sich die Begleitung geteilt hatten, da sie auch über vier oder fünf Wochen da war.

    Hallo Zusammen. Mein Bruder hat die OP gut hinter sich gebracht und die Erstanpassung des CI war auch schon! Nun warten wir auf die Zusage der DRV für die Reha. Ich hoffe das es funktioniert, da die Krankenkasse nicht zuständig ist! Der Audiologe hat uns schon gesagt das die DRV eine ambulante Reha wahrscheinlich nicht genehmigen wird!

    Es ist schon mal ein gutes Zeichen, dass Dein Bruder die OP gut überstanden hat. Dennoch verstehe ich so einiges nicht an Deinem Beitrag. Wenn ich es richtig im Kopf habe, dann ist er doch in Koblenz implementiert worden? Die Nachsorge sprich weitere Einstellungen erfolgen dann entweder in der Klinik oder durch einen Audiologen /CI Akustiker, mit dem die Klinik zusammenarbeitet. Dies wird auch als ambulante Reha bezeichnet, die meistens 20 - 40 Termine über die Dauer von zwei Jahren dauert. Daher verstehe ich nicht, warum die ambulante Reha abgelehnt werden sollte. Hat der Audiologe hierzu nichts nähres gesagt, warum dies seiner Meinung nach der Fall sein könnte?

    Hallo und willkommen

    Mir wurde gesagt, bei Bedarf kann man eigenständig (nach der ambulanten Reha) immer noch eine stationäe Reha beantragen, da das über die Rentenkasse erfolgt. Interessant, ist das die AHB (Anschlussheilbehandlung) die innerhalb von 2 Wochen nach der OP erfolgen muss? Nach CI OPs könnte man das einfordern, habe ich gelesen.

    Die Rehakliniken Bad Nauheim un d Bad Salzuflen hatten in enger Zusammenarbeit mit der Uniklinik Frankfurt und der Rentenversicherung 2023 eine Studie durchgeführt, ob mit einer AHB, die innerhalb von zwei Wochen nach der CI Op durchgeführt wird, bessere und schnellere Ergebnisse als nach einer ambulanten Reha erzielt werden können. Mittlerweile hat Bad Nauheim den Bereich der AHB zuletzt groß aufgbaut, so dass frisch operierte CI Patienten hier bevorzugt einen Reha Platz erhalten. Ansonsten beträgt sofern man nicht mit Priorisierung eingestuft wird, dort die Wartezeit vier - fünf Monate. 2023 hatte ich ich noch innerhalb von sechs Wochen nach Kostenzusage durch die Rentenversicherung meinen Rehaplatz erhalten. Noch einmal kurz zur AHB. Ja diese kannst Du beantragen und darf vom Kostenträger nicht so ohne weiteres abgelehnt werden.

    Aktuell ist eine stationäre Reha nicht geplant, aus verschiedenen Gründen. Bei der Beratung im Klinikum sagten sie mir, daß sie gute Erfahrungen mit der Nachsorge direkt im Klinikum gemacht haben, mit mehreren Termin in verschiedenen Abständen. Begleitend dazu dann die Übungen am PC und, bei Bedarf, die Unterstützung durch eine Logopädin.

    Danke für die Aufklärung.

    Ja es gibt hier von den Kliniken verschiedene Konzepte bzgl. der Nachsorge. Einige Kliniken halten die Nachsorge direkt in der Klinik oder in einem CIR Zentrum, das direkt an der Klinik angeschlossen ist oder eng mit der Klinik kooperiert für ausreichend, während andere Kliniken (zum Beispiel Wiesbaden und Frankfurt) ihre Patienten nach der CI Operation direkt zur Anschlußheilbehandlung nach Bad Nauheim schickt.

    Des Weiteren sind stationäre Rehakliniken für CI Träger ja auch nicht beliebig verfügbar, da diese meistens nur in St. Wendel, Bad Salzuflen, Bad Nauheim und Bad Münder durchgeführt werden. Daher ist es für mich absolut verständlich und nachvollziehbar, wenn man sich wie in Deinem Fall wohlmöglich auch wegen der Entfernung von München zu den genannten Kliniken gegen eine stationäre Reha entscheidet.

    Ich habe eine ambulante Reha gemacht - 20 Termine innerhalb eines Jahres. Die Arbeit und Bewertung der Logopädin zusammen mit der Arbeit des sehr guten Audiotechnikers waren sehr hilfreich. Zusammen mit den täglichen Übungen (30 - 60 Minuten) war das Sprachverstehen gut. Nach ca. 1 Jahr konnte ich mit dem CI-Ohr auch Frauen- und Männerstimmen unterscheiden.

    Die Reha ist sinnvoll.

    Ich glaube, der Threadersteller steht zur Zeit vor der Überlegung, ob er eine stationäre Reha machen soll, sofern ich es richtig verstanden habe.

    Hallo Anja,

    schade, dass es in Frankfurt und bei Frau Professor Silke Helbig für Dich nicht gepasst hatte.

    Vielleicht passt ja Herr Professor Dr. Thomas Klenzer vom Uniklinikum Düsseldorf eher für Dich. Oft witd ja auch Hannover empfohlen wenn bei der OP etwas nicht gepasst hat. Ich denke aber das ist dann doch mit einer größeren Anreise verbunden. Daher hoffe ich es kommen hier noch Tipps für Kliniken, die nicht mit zuviel Fahrtzeit für Dich verbunden sind

    Wow gratuliere zu diesem Ergebnis

    Natürlich gibt es CI Träger, die mit anderen Erwartungen als Jasmin an die Sache herangegangen sind und dann entäuscht worden sind. Aber man sollte hier nicht zu sehr nach deren Berichte gehen. Denn die meisten haben doch gute Erfahrungen mit ihrem CI gemacht und bereuen es nicht sich für ein CI entschieden zu haben.

    Ich war 2017 mal auf einem Vortrag des leider viel zu früh verstorbenen Audiotherapeuten Peter Dieler. Er hatte damals zu Beginn seines Vortrages abgefragt, wer Hörgeräte Träger ist und wer CI Träger ist. Anschließend hatte er gefragt, ob jemand seine CI Op bereue.- Da war wirklich keiner dabei, der die OP bereute. Stattdessen hätte man lieber noch ein weiteres CI und falls möglich statt zwei dann drei, vier ...

    Bei den meisten CI Trägern von denen ich hier lese, war ja vor der OP nicht mehr wirklich viel Sprachverstehen vorhanden und mit CI hatten sie dann deutlich mehr erreicht als zuvor.

    Low Laser Therapie ist ABZOCKE.

    Rein physikalisch kann es nicht funktionieren, dass die Laserenergie durch das Trommelfell hindurch und durch das Runde Fenster hindurch sozusagen ums Eck in Innenohr gelangen kann.

    Andrea, ich greife mal Deine Aussage auf und verweise auf folgendem Link, in dem dies genauer erklärt wird. Das soll jetzt nicht heißen, dass ich an Deiner Aussage zweifle oder diese falsch ist. Ganz im Gegenteil. Denn der untenstehende Link soll diese nur noch einmal klar belegen.

    https://pro.meinhoergeraet.de/extra/low ... ittel/3211

    Viel wichtiger sind deine Selbstheilungskräfte. Also erst mal möglichst nicht aufregen, alles machen was an Therapie angeboten wird, möglichst sofort, und dann erst mal abwarten. Oft kommt das Gehör wieder zurück. Der Tinnitus ist eine Begleiterscheinung - wenn das Gehirn da plötzlich nicht mehr den gewohnten Input bekommt, fängt es meist an zu halluzinieren.

    Alles an Therapien machen, was angeboten wird, würde ich jetzt nicht empfehlen. Denn leider gibt es hier auch viele private Ärzte, die sich "angeblich" auf die Behandlung von Tinnitus spezialisiert haben. Aber bei denen musst Du dann alles selber bezahlen und somit kostet zum Beispiel eine Sitzung Low Level Lasertherapie, für die es keine wissenschaftliche Belege bzgl. deren Nutzen gibt, mal locker 300 - 500 €. Und meistens werden dann 5 - 10 Sitzungen empfohlen.

    Auch bei der HBO können Preise von 300 - 600 € pro Sitzung Eigenanteil in Rechnung gestellt werden und meistens werden dort ja auch 5 - 10 Termine empfohlen.

    Auch wenn es dir hierum eigentlich nicht ging, erstaunt ich mich doch, dass die Kasse nichts dazu bezahlt. Die Alternative dazu ist ja eine vollstationäre Unterbringung mit drei Mahlzeiten täglich, wie andere Kliniken das (zumindest aktuell noch) machen. Das zahlt die Kasse komplett, ich musste nur 10€ pro Tag dazu zahlen. (Bitte nicht als Vorwurf verstehen, ich wundere mich einfach nur über das Verfahren bei den Krankenkassen)

    Also ich könnte mir gut vorstellen, dass dies auch etwas damit zutun hat, mit welchen Krankenkassen die MHH sogenannte integrierte Versorgungsverträge abgeschlossen hat

    Vielleicht hat es ja auch damit zutun, dass Bonn ein Unilkikum und somit ein wenig größer als das Bundeswehrkrankenhaus oder das Marienkrankenhaus in Koblenz ist? Ich kenne es sonst nur vom Klinikum Aachen wenn man dort wieder mal zur Kontrolle oder Verordnung von Hörgeräten hin musste, dass hier auch die Anmeldung sehr aufwendig war und zwischen den verschiedenen Untersuchungen und Abschlussgespräch auch lange Wartezeiten lagen, so dass ein Termin im Klinikum auch häufig einen halben TAG IN anspruch nahm

    Leider weiß man bzgl. Tinnitus und auch Hörsturz noch zu wenig über die genauen Ursachen. Deswegen wird bei Tinnitus immer noch sehr häufig Gingkobeta und Teubonin verschrieben, um die Durchblutung des Innenohrs zu fördern. Tinnitus ist aber keine Durchblutungsstörung und daher die Wirkung von Teubonin und Gingkobeta sehr umstritten. Den einem hilft, den anderen nicht.

    Auch eine hochdosierte Cortisontherapie ist bei Hörsturz nicht unbedingt die bessere Wahl. Denn eine Garantie, dass hierdurch eine Heilung stattfindet gibt es nicht. Die Chancen sind lediglich größer wenn innerhalb von 48 - 72 h hier eine Behandlung stattfindet.

    Dir alles Gute