Posts by Anuschka66

    A propos Cannabis als Medizinprodukt: Habe jemanden im Umfeld, der als Jugendlicher gekifft hat und bei dem nun nach dem ja so „ungefährlichen“ Konsum von Cannabis nach vielen Jahren als Erwachsener eine massive Psychose ausgelöst wurde. Der Zusammenhang wurde von mehreren Ärzten gesehen.

    Es ist lange bekannt, dass Cannabis bei Jugendlichen Psychosen auslösen kann. Hinzu kommt, dass man nie weiß, je nach dem was er genommen hat, ob nicht andere schädliche Inhaltsstoffe untergemischt wurden.
    Dass Cannabis in der Medizin viele heilsame Wirkungen hat, ist aber genauso bekannt und wird auch eingesetzt. Unter anderem zur begleitenden Krebstherapie und bei Herzrhythmusstörungen und vielem mehr.

    Wie bei vielen Dingen hat Cannabis positive und negative Wirkungen und je nach Erkrankung kann es ein Segen sein.

    Meine OP ist nun 6 Wochen her und ich bin davon ausgegangen, dass ich zum jetzigen Zeitpunkt immer noch Brummen oder Piepsen höre., aber noch nicht wirklich etwas verstehe.
    Aufgrund der Erfahrungsberichte von lang Ertaubten, wie ich es bin, habe ich meine Erwartungen da eher niedrig angesetzt.


    Beim Hörtest, wenn es darum geht, Wörter zu verstehen, während das rechte Ohr mit Rauschen außer Funktion gesetzt wird, höre ich Wörter, verstehe den Sinn aber nicht.
    Es ist, als wollte ich nach etwas greifen, kratze aber nur mit den Fingerspitzen daran.

    Beim Hörtraining entgegen steigt die Erfolgsquote beim Erkennen von Wörtern immer mehr an. Manches verstehe ich tatsächlich schon richtig gut, bei anderen Wörtern habe ich so meine Probleme.

    Aber dass ich überhaupt schon etwas verstehe macht mich enorm glücklich.


    Beim Alltagshören habe ich noch einen kleinen schrillen Mann im Ohr, der teilweise piepst, manchmal aber auch Wörter von sich gibt, die leicht zeitlich verzögert sind. So dass es sich wie ein Echo/Schallen zum Hören auf der rechten Seite anfühlt.

    Ich merke immer noch, dass ich schneller müde werde, aber das lässt sich gut managen.

    Arbeiten war kein Problem, da ich nachts einfach viel Ruhe und wenig Umgebungsgeräusche habe.


    Mein Fazit bisher - weiterhin Erwartungen übertroffen 🤗

    Hej Andreas, liebe Grüße ins Saarland.


    Ich bin auch ziemlich neu implantiert und finde alles was da gerade mit meinem Hören passiert sehr spannend.

    Ich hatte aufgrund meiner langen Taubheit nicht sehr hohe Erwartungen und bin zurzeit absolut begeistert über die, für mich unerwarteten, Fortschritte.


    Ich wünsche Dir eine spannende Hörreise und dass Deine Erwartungen sich erfüllen.

    Die Hörreise geht weiter und ich bin überrascht und unendlich glücklich, wie sich alles entwickelt.
    Vor 3 Wochen und 2 Tagen war die OP, vor 2 Wochen war die Erstanpassung und heute war ich wieder im CI-Zentrum.

    Und sowohl beim Hörtest, als auch beim Hörtraining ist eine deutliche Verbesserung zu merken.

    Ich höre nun, dass Wörter gesprochen werden, allerdings fehlt noch ein kleines bisschen, um sie zu verstehen 😜
    Bei einem der Tests, bei dem ich sagen soll, ob die zwei Wörter gleich oder verschieden sind, lag ich bei 90% richtig (beim letzten Mal waren es 70%)
    Und bei einem neuen Test wurden mir am PC zwei Wörter gezeigt und ich sollte sagen, welches ich höre. Da war ich bei 95%
    Dafür, dass ich vor zwei Wochen nur Schwingungen und „wilde“ Töne wahrgenommen habe, finde ich diesen Fortschritt fast unglaublich 🤗

    Beim Hörtest letzte Woche habe ich bei etwa 70 DB etwas gehört
    Heute bereits zwischen 30-50 DB

    Es ist nicht zu beschreiben, wie sich das anfühlt 💖

    Ich kann gut verstehen, dass Dich die Warterei verrückt macht.
    Bei mir war es so, dass ich im Oktober nach einem Termin gefragt hatte (in Oldenburg) und im März dann den ersten Termin hatte.

    Dann im Mai zwei Diagnosetage und am 19.08. war meine CI- OP.

    Ich war fast 40 Jahre taub auf dem linken Ohr und mit einer Cros-Versorgung nicht wirklich glücklich.
    Damals war ein CI bei einseitiger Taubheit nicht möglich - wurde nicht finanziert.
    Mit den heutigen Möglichkeiten hätte ich mich sofort für ein CI entschieden, denn man darf nicht unterschätzen, dass bei der Cros-Versorgung der Hörnerv nicht beansprucht wird und je länger er ruht, umso länger kann es dauern, bis er wieder aktiviert wird.
    Auch fehlt komplett das räumliche Hören.
    Es ist besser als nicht hören, aber nicht optimal

    Das ist natürlich meine persönliche Erfahrung, jeder muss für sich entscheiden, was für ihn das beste ist

    Das ist nicht mal unbedingt nötig. Meist ist es einfacher, man bringt sein eigenes Equipment mit, z.B. den AudioLink von MED-EL, weil das dann auch schon mit dem CI gekoppelt ist. Es reicht dann ein einfaches Audiokabel.

    Bei mir - einseitige Taubheit - ist es vor allem wichtig, dass die Logopädin Ahnung davon hat und nicht einfach Sprachübungen macht ohne das hörende Ihr zu umgehen

    Ich hab meine OP ja gerade hinter mir. - vor 3 Wochen in Oldenburg. 3 Nächte im KH.

    Bei mir war die EA nach 9 Tagen. Da ich schon lange taub auf dem linken Ohr war, ist mein Hörnerv ja ziemlich außer Übung, deshalb klappt es noch nicht Wörter zu verstehen, aber wenn du mit HGs versorgt warst, ist das sicher von Vorteil.

    Aber immerhin kommt bei meinem CI bei allen Tests etwas an (auch wenn es noch keinen Sinn ergibt 😜), also eine enorme Verbesserung zu über 40 Jahren Stille.


    Ich habe mich auch bei einer Logopädin auf die Warteliste setzen lassen, wichtig ist, dass diese Ahnung von CIs haben und das ebtsprechende Equipment um sich direkt mit dem CI zu verbinden


    Ich wünsche Dir alles Gute für Deine OP!

    2013 wars bei mir, 7 Wochen krank geschrieben und im Anschluss noch 3 Wochen Resturlaub. Das habe ich auch gebraucht. Wirkungskreis beruflich: Pflege am Limit, 68- Betten- Station damals, viel über Kopf mit Gewicht arbeiten, urologische Spülungen sind 3- 5 Liter groß und genauso viele kg schwer.

    Das meinte ich mit Pflege ist nicht gleich Pflege.

    Ich arbeite als Nachtwache in der außerklinischen Intensivpflege, max. 3 Patienten, ab 4 Intensivpflegepatienten sind wir zu zweit.
    Lange nicht die körperliche Belastung, die du schilderst. Und nachts wenig Außenreize, da in der Regel keine Telefonate oder viele Besucher


    wäre ich in Deiner Situation, würde ich auch deutlich länger zuhause bleiben

    Es tut nicht zwingend weh, v.a. wenn die Haut peu a peu dünner wird. Der Überträger sollte so festsitzen, dass man ihn nicht ständig verliert, aber nicht fester! Wenn Deiner fest sitzt, solltest Du prüfen, ob ein schwächerer Magnet auch zufriedenstellend ist.

    Ich hab ja gerade erst meinen „Rondo“ bekommen, noch ist da alles gut. Aber man sagte mir schon im CI-Center, dass die Haut mit der Zeit dünner wird und man dann mit der Stärke runtergehen muss.

    Deshalb interessiert es mich, wie man das „zu stark“ feststellt

    Ich habe seinerzeit 2,5 Wochen nach OP wieder gearbeitet im Büro. Das ging gut und ich war auf dem operierten Ohr genau so taub wie vorher, insofern war es noch keine Umstellung. Nach weiteren drei Wochen hatte ich die Erstanpassung und war deswegen noch eine Woche krank geschrieben. Hätte ich körperlich arbeiten müssen, wäre ich wohl erst nach der Erstanpassung gestartet.

    Die Erstanpassung ging bei mir ja sehr schnell, schon 9 Tage nach der OP. So dass ich diese Zeit ja kombiniert habe

    Wie geschrieben, ich fühle mich sehr fit, wäre ich im Büro, würde ich mich in der Lage fühle zu arbeiten. Ich „wurschtel“ hier zuhause ja auch fast normal rum. OP ist jetzt 15 Tage her.

    Mein einziger Grund ist tatsächlich, dass wir aktuell einen sehr schweren Patienten haben und ich auch mit multiresistenten Keimen in Berührung komme.
    Da denke ich einfach es ist besser noch 2 Wochen zu warten bis zu meinem nächsten Nachtwachenturn - alles unter der Voraussetzung, dass es mir weiterhin gut geht.

    Als ich damals diese Frage für mich hier klären wollte, habe ich einige Menschen mit dem gleichen Beruf gefunden. Sie schrieben alle, sie seien recht schnell wieder zurück zur Arbeit - was aber erst auf Nachfrage oder auf den zweiten Blick rauskam war, dass sie mit Pauken und Trompeten ‚gescheitert‘ sind und sehr schnell wieder zuhause waren und dann ihr Feld im Beruf geändert haben oder diesen gar aufgegeben haben.
    Für mich ist damit klar geworden, dass man die Belastung/Anstrengung nicht unterschätzen sollte und ich keine Helden-Nadel anstrebe.

    Helden-Nadel brauche ich nicht 😜

    Wenn ich vier Kollegen aus der Pflege fragen würde, wäre das trotzdem nicht aussagekräftiger, als wenn ich Menschen mit verschiedenen Berufen frage, da die Einsatzfelder zum Teil nicht vergleichbar sind.

    Mir ging es bei der Frage auch hauptsächlich darum persönliche Erfahrungen zu hören, wie Katharina auch schrieb, kommt es ja auch darauf an, wie man sich selber fühlt.

    Bei meinem aktuellen Job wird es keine Probleme geben, dass ich diesen noch - hoffentlich bis zur Rente - ausüben kann.
    Ich habe auch nicht vor, schon wieder arbeiten zu gehen, wenn ich merke, dass ich Probleme habe.

    GsD habe ich auch einen Arbeitgeber, der sehr verständnisvoll ist und eher sagt, Kurier dich komplett aus.