Es gibt ja verschiedene CI‑Nachsorgekonzepte. Soweit ich weiß, sind es bei allen etwa 20 Tage, die auf zwei Jahre verteilt sind (korrigiert mich gerne jemand , wenn ich falsch liege). 20 Tage, die auf zwei Jahre verteilt sind, sind wirklich nicht viel. Und wenn ich weiß, dass ich in der Klinik einen tollen Audiologen habe, nehme ich die Entfernung dafür gerne in Kauf.
Die Abstände zwischen den Einstellungen werden in der Klinik anhand der Ergebnisse nach deiner Erstaktivierung meist sehr sinnvoll angepasst – auch wenn man das am Anfang vielleicht nicht denkt.
So war es zumindest bei mir! 
Die Abstände zwischen den Einstellungen sind dafür da, zu üben und Höreindrücke zu sammeln, damit die Synapsen sich gut entwickeln können. Bei der nächsten Einstellung werden diese „Errungenschaften“ dann wieder feinjustiert.
Ich weiß nicht, ob du zusätzlich noch eine ambulante Reha machst, die deine Klinik anbietet. Das kann ich aus deinem Text nicht ganz herauslesen.
Ich selbst habe nur die Nachsorge und habe mir eine Logopädin vor Ort gesucht.
Zur Lautstärke: Am Anfang würde ich eine Lautstärke wählen, bei der sich fast alles angenehm anhört – auch wenn du die Sprache dadurch zunächst etwas schlechter verstehst.
Wir ehemaligen Hörgeräteträger neigen dazu, das CI zu laut einzustellen, weil wir diese Lautstärke vom Hörgerät gewohnt sind. Beim CI funktioniert das jedoch anders: Zu viel Lautstärke bringt nicht unbedingt ein besseres Hören, sondern kann sogar hinderlich sein.
Hier im Forum hatte das einmal jemand sehr gut erklärt – ich kann es leider nicht so gut erklären.
Ohne Hörgerät ist der Klang dünn und es fehlt an Tiefton und supstanz. Es ist einfach kein voller Klang. Entweder ist es zu laut oder zu leise. Wenn etwas sehr laut ist oder ich huste klingt das Implantat nach wie eine Stimmgabel die ausschwingt.
Genau das musst du in der Klinik dann sagen, damit die nächste Einstellung demensprechend angepasst werden kann.
Übe so oft wie möglich ohne Hörgerät, damit dein Gehirn die neuen Höreindrücke über das CI gut verarbeiten und einordnen kann. Gleichzeitig ist es wichtig, dich nicht zu überfordern. Wenn du merkst, dass deine Konzentration nachlässt oder du müde wirst, kannst du zwischendurch dein Hörgerät tragen, um dich etwas zu entlasten und deinem Kopf eine Pause zu gönnen.
Mit der Zeit findest du ganz automatisch einen Mittelweg, der für dich angenehm ist und bei dem du Fortschritte machst, ohne dich zu überlasten.