Posts by Reisender

    War grade zur Voruntersuchung und Herstellerberatung. Man sagte mir der metallische Klang würde nie weggehen. Nie. Ist das so?

    nicht vergessen: der toningeneur ist nicht das CI sondern Dein gehirn! das wird solange am empfundenen ton rumbasteln, bis der zur nichtimplantierten seite als passend empfunden wird. es gibt hier haufenweise erfahrungsberichte dazu.

    nur mut! es gibt eh keine alternative. ☺️

    @ Reisender:

    Bist du bei der geplanten Reise sehr auf das Hören angewiesen? Oder würde es auch ohne gehen?

    ja, geht ohne. es sind nur kurze standarddialoge zu erwarten, wie beim einkaufen, tanken, ggf. kurzer austausch mit den warden auf den campingplätzen (ist leider und zugleich nachvollziehbar pflicht) oder mit NP-rangern und - rangerinnen. das ist ja genau meine hoffnung, dass es u.a. erholungszeit für meine hörnerven wird.

    das CI würde ich die ganze zeit so mitlaufen lassen, wie Du geschrieben hast. :)

    danke für Deine worte!

    wenn die expertInnen schon nicht wissen, wie mit dem problem umzugehen ist, dann bleibt für beide seiten (!) doch nur versuch und irrtum. nur leider kostet mich jeder irrtum wochen! die schon einigermaßen gute einstellung, mit der ich bereits ganz gutes wortverständnis hatte, ist bis heute, 2 monate danach, noch nicht wieder aushaltbar. offensichtlich hat sich die überlastung noch nicht wieder abgebaut auf den zustand vor der misslungenen einstellung.

    in 6 wochen beginnt meine reise. wann sollte ich also aufhören, an den einstellungen drehen zu lassen? das ist für mich jetzt die entscheidende frage.

    ich bin halt ziemlich ratlos.

    immerhin ist das dröhnen jetzt weg und durch ein relativ lautes rauschen auf der nichtimplantierten seite abgelöst geworden. zusätzlich tritt im moment des inputs ein sehr helles singen auf, das mit der dauer des inputs von außen stärker wird. die hörübungen werden parallel dazu schwieriger.

    P.S. rein vorsorglich: der reisezeitraum ist aus mehreren gründen nicht verhandelbar.

    Das ist keine Ungeduld, das ist Pfusch von Seiten der Audiologen, mit dem ich mehr als nur unzufrieden bin.

    verstehe ich absolut! was ich nicht verstehe, wieso Du in solchen fällen nicht schnell, also max. binnen einer woche einen termin in der reha bekommst. in meiner reha ist das so, obwohl sie ausgebucht sind. eine halbe stunde finden sie da immer, wenn man selbst zeitlich flexibel ist.

    mir ist das nun schon dreimal passiert, dass die lautstärke zu hoch eingestellt worden ist und ich faktisch wochen verloren habe, um wieder auf den stand von vorher zu kommen. maximal ärgerlich. ich kann den hinweis auf geduld auch schon nicht mehr lesen. es nervt!

    ich frage mich nur, wie es sein kann, dass menschen die bereits jahrelang taub durchs leben gegangen sind, bereits nach wenigen tagen bis wochen verstehendes hören im alltag erleben können. ich habe ca. 50 jahre lang beidseitig HG getragen und mich damit bis vor etwa 3 jahren gut verständigen können. mit dem Roger Pen sogar sehr leicht und völlig problemlos und ohne auf lippenlesen zurückgreifen zu müssen. eine hörentwöhnung kann ich mir daher allenfalls im hochtonbereich vorstellen.

    beim vorbereitungsgespräch in der klinik erklärte der akustiker meine zwei oder drei jahre zuvor neu aufgetretenen effekte (die ich jetzt allesamt in viel stärkerem maße habe) auch mit überlastung des hörsystems. er sagte auch, dass das lange (monate) dauern könne bis zur erholung.

    ich bin ziemlich beunruhigt wegen des unterschieds zu ertaubten menschen und frage mich halt, ob mit dem hörnerv auf der implantierten seite wirklich alles in ordnung ist.

    hallo allerseits,

    die einstellung des CI ist bei der EA noch sehr leise und weit vom zielbereich entfernt. in der Reha wird die lautstärke schrittweise angehoben, um sich dem zielbereich zu nähern bzw. diesen zu erreichen.

    dieser prozess scheint bei mir sehr schwierig zu sein - bisher musste ich leider mehrmals die erfahrung machen, dass zu forsch vorgegangen wurde und ich 1-2 tage nach der neuen einstellung nichts mehr verstanden habe, der bis dahin erzielte hörerfolg also zunichte war. insbesondere der höhere frequenzbereich war bzw. ist bis jetzt sehr unangenehm bis unerträglich. nach solchen episoden wurde alles wieder etwas leiser gestellt und es vergingen mindestens 1 - 2 wochen, bis sich mein hörsystem von dieser überlastung wieder erholt hat und man die signalstärke wieder etwas anheben konnte. man hat in der reha wohl erst jetzt (3 1/2 monate nach EA) verstanden, dass die lautstärke, insbesondere im hochtonbereich bei mir nur in mini-schritten angehoben werden sollte. gleichwohl bleiben die hohen töne sehr unangenehm.

    im moment habe ich wieder eine einstellung, die ich im alltag einigermaßen gut aushalten kann, die aber über den tag zu immer stärker werdendem dröhnen (flugzeuggeräusch) führt, das jeden input übertönt. über nacht verschwindet es. am folgetag dann das gleiche.

    ich würde gern wissen, welche theorie bzw. welches modell vom hören mit CI dahinter steckt. ist denn überhaupt sicher, dass eine hörentwöhnung überwindbar ist oder kann es sein, dass der hörnerv nach dem motto use it or loose it generell nicht mehr auf die frequenzen anspricht, deren er „entwöhnt“ ist?

    bei AB gibt es die option, sich ein ohrpassstück anfertigen zu lassen, das das T-mic am prozessors umschließt und in die ohrmuschel eingepasst wird. der gehörgang (oder wie man das nach der implantation nennen mag ;)) bleibt frei, wie zuvor.

    ansonsten hilft nur ein stirnband eigener wahl.

    Hallo

    Bei mir hat den Ausschlag gegeben das man bei AB die Lautstärke und Programme am Gerät selbst verstellen kann mittels einer Wippe am sprachprozessor. Wie ich verstanden hatte haben die anderen Hersteller den lautstärketaster am Gerät eingespart und man könne sie nur noch mittels Smartphone oder Fernbedienung bedienen. Gerade bei Kindern wäre so etwas vielleicht auch zu überdenken.

    Lg

    bei AB gibt es diese wippe für lautstärke- und programmänderung.

    eine getrennte regelung der lautstärke für beide seiten geht nur über die app

    zwischen den implantaten der drei firmen gibt es im endeffekt wohl keine statistisch gesicherten unterschiede, was den hörerfolg angeht. der viel größere unterschied besteht in der konnektivität, also wie einfach und zuverlässig lässt sich der prozessor stabil mit mobilen endgeräten oder mikrophonanlagen (die auch in schulen genutzt werden!) verbinden. hier hat aus meiner sicht AB eindeutig die nase vorn.

    bei einer bimodalen versorgung (eine seite CI, andere seite HG) war mir noch wichtig, ob gleichzeitig auf beide geräte gestreamt werden kann oder nur auf eines von beiden. letzteres wäre für mich unerträglich und somit ein ausschlussgrund.

    diese beiden aspekte waren für mich die entscheidenden gründe, mich für AB zu entscheiden. auf der nicht implantierten seite trage ich das HG von Phonak, das mit dem CI kommunizieren kann (und umgekehrt). das funktioniert völlig problemlos

    für mich war das ohne jeden zweifel die richtige entscheidung.

    risiken bestehen nicht nur in bezug auf den operativen eingriff, sondern auch in der reaktion des hörnervs auf die stimulation. bei mir ist die EA mittlerweile 3 monate her und es pssiert sehr oft, dass durch alltagsgeräusche und natürlich erst recht, wenn beim mapping des prozessors zu forsch herangegangen wurde, der hörnerv dicht macht oder massiver tinnitus auftritt. während dieser zeit ist jegliches üben kontraproduktiv. m.a.W. es wird ewig dauern, bis ich einen gewinn vom CI habe, wenn er denn überhaupt eintritt.

    .... Ich bin nur noch vier Wochen weg vom chronischen Tinnitus und möchte dass mein Ohr möglichst gut heilt... keine Ahnung wie ich mit diesem unberechenbaren, vibrierenden Gewummer auf Dauer leben und vor allem einen Job ausüben können soll.

    Du klammerst Dich meinem eindruck nach sehr an den zeitraum, der für eine chronifizierung angesetzt wird. diese frist ist ein durchschnittswert (muss also für Dich persönlich gar keine bedeutung haben) und zudem ist nichts, wirklich nichts in biologie und medizin bei diesen fristen in stein gemeißelt. so ähnlich wie beim MHD. ;)

    meinem eindruck nach bist Du so auf die frist fokussiert, dass Du Dir selbst stress machst. stress und tinnitus sind geschwister, manchmal eineiige.

    Du wirst sicher schon wissen, dass es kurative behandlungsmethoden für tinnitus nicht gibt. das beste aus meiner sicht wäre, einen umgang mit Deinem tinnitus zu finden, der Dir hilft, sich nicht noch zusätzlich druck zu machen, statt die lösung von außen her zu erhoffen.

    schau nach vorne und suche Dir in Deiner nähe eine institution, die sich mit tinnitus auskennt. dort hat man verschiedene methoden auf lager.

    Du brauchst eine stabile durchgehende Internetverbindung und das ist mit Mobilfunk nicht zwingend gegeben. Ich würde das schon jetzt mit dem Audiologen besprechen.

    mach ich natürlich, aber jetzt ist ja noch gar nicht klar, ob überhaupt das bedürfnis nach änderungen entsteht.

    mobilfunk: in Island ist das kein problem! auch abseits der touristischen pfade oder mitten in der sog. pampa gibt es volle kanne 5G. muss so sein, weil aufgrund des unsteten wetters und manchmal unberechenbarer flussdurchfahrten immer hilfe erreichbar sein muss. zudem ist das land sehr technikaffin. da ist die situation in Potsdam-Babelsberg um welten schlechter. werde das ansprechen. danke für den hinweis!