Hallo zusammen,
ich bin eigentlich eine stille Mitleserin, traue mich aber jetzt auch mal, hier reinzuschreiben und hoffe, dass ihr mir ein bisschen weiterhelfen könnt.
Ich bin seit meiner Kindheit beidseitig schwerhörig und war immer mit Hörgeräten versorgt. Zuletzt war ich auf beiden Ohren dann auch an Taubheit grenzend schwerhörig und hatte nur noch ein sehr schlechtes Sprachverstehen. Da ich als Lehrerin arbeite, wurde das zunehmend komplizierter, und so ging dann letztes Jahr gar nichts mehr. Nun wurde ich dann im April 2025 auf einem Ohr mit einem CI versorgt. Ich bin damit super zufrieden, habe schon ein tolles Sprachverstehen erreicht und von daher hat es sich absolut gelohnt. Es hat mir unglaublich viel Lebensqualität zurückgegeben. Klar, der Klang ist gewöhnungsbedürftig, aber da habe ich die Hoffnung, dass sich das noch nach und nach einstellt.
Nun zu meinem Anliegen: Da das andere Ohr quasi genau so schlecht performt, stand von Anfang an im Raum, ob (bzw. eher wann) das zweite CI folgen würde. An sich fühle ich es aber zum einen noch nicht so ganz, mich zeitnah einer zweiten OP zu unterziehen, zum anderen hänge ich noch an dem halbwegs natürlichen Klang meines Hörgeräts, vor allem beim Musikhören, der ja dann bei der beidseitigen Versorgung wegfallen würde. Auf der anderen Seite steht das für mich große Argument, dass ich einen Kinderwunsch habe, den ich aus verschiedenen Gründen im nächsten Jahr angehen möchte. In dem Fall würde aber eine CI-OP in den nächsten Jahren eher ungünstig sein.
Daher meine Frage: Gibt es hier vielleicht jemanden, der in einer ähnlichen Situation war oder einen Rat für mich hat? Zeitnah die 2. OP machen, um es einfach hinter mich gebracht zu haben, obwohl ich es gerade noch nicht zu 100 % fühle? Oder abwarten, bei der bimodalen Versorgung bleiben und dafür aber in Kauf nehmen, dass das Hören sich auf dem Ohr noch weiter verschlechtern wird und es immer im Hinterkopf zu haben, dass die OP irgendwann erfolgen muss?
Vielen lieben Dank schon mal vorab.![]()