Hallo,
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Nach meinem dritten Hörsturz im Februar 23 hab ich aufdem betroffen Ohr eine "an Taubheit grenzende Scherhörigkeit" inkl. dauerhaftem Rauschen.
Durch ein glücklichen Zufall bin ich im Februar 24 an eine HNO-Ärztin gelangt, die mir die Cros-Hörversorgung empfohlen hat. Im Prinzip ein Zwischenschritt bevor es zum CI geht.
Getestet habe ich die Versorgung 3 Monate und mich zunächst auch dafür entschieden. Jetzt, nach einem Jahr, fange ich ernsthafter über ein CI nachzudenken.
Vorteile der Cros-hörversorgung:
Keine OP!!!
"Räumliches" hören möglich, also Geräusch kommt von rechts und ich nehme es auch rechts war. Ohne ist es nicht möglich.
Ich kann an Unterhaltungen in kleinen Gruppen (max 4-5 Personen, die nicht durcheinander sprechen) aktiv teilnehmen
Nachteil (Für mich):
Brillenträger - Brille, Hörgeräte und ggf mütze/Cappy beim Sport ist ganz schön viel. Zudem stören dickere Bügel der Brille
Bei lauterer Umgebung (Geräusche,Unterhaltungen) funktioniert das System nicht mehr. Auf Feiern oder beim bloßen zusammensitzen mit mehr als 4 Personen, wenn auch durcheinander gesprochen wird, verabschiede ich mich meist vorzeitig. Die Geräuschkulisse ist zu viel und die Geräte schaffen es nicht.
Mein Fazit:
Cros-hörversorgung ist eine sehr gute Idee. Aber jeder muss für sich entscheiden, ob sie ausreicht. Ich merke allmählich die Grenzen. Und die nerven, weil sie mich ,was das soziale Umfeld betrifft, ausgrenzen. Daher denke ich über ein CI nach, scheue mich aber noch davor. OP an sich muss ich nicht habe, am Kopf eigentlich gar nicht. Auch hab ich höllischen Respekt vor dem neuen erlernen des hören's mit dem CI.
Ich hoffe ja auch, daß durch ein CI das Rauschen minimiert wird. Aber die Garantie gibt es nicht. Daher lebe ich zurzeit noch mit der Cros-hörversorgung, die von mir Schulnote 3 bekommen würde.
VG aus dem heute bewölkt Norden 😉